Politically incorrect since 1966

Einzugsvorbereitung und Weltenrettung und so

Momentan muss ich mich etwas kurz fassen, muss grad noch kurz Welten retten gehen und so, aber wenigstens mal in Kürze die Würze äh das Neuste……..

Einzugsvorbereitungen mit Juliet

Das Schönste vorab, Juliet war über Pfingsten bei mir und wir ackerten das ganze Weekend durch. Einerseits haben wir das Wohnzimmer komplett umgestellt, was vorallem wegen der Kabelage hinter dem TV eine Mordsarbeit war, anderseits haben wir Platz geschaffen, hauptsächlich im Kleiderschrank. Und das war eine noch grössere Herausforderung als die Kabelage hinter dem TV und das will was heissen ;-) Mein Schrank ist ja trotz seiner beeindruckenden Grösse prallvoll, nicht zuletzt weil mich eine meiner besten Freundinnen schon mehrmals sackweise mit Kleidern versorgte. Und da Juliet ja auch nicht ständig nackt rumlaufen kann – so sehr mir das gefallen würde – mussten wir meinen Kram aussortieren. Das Resultat war doch recht befriedigend, so an die dreissig Kleiderbügel konnten wir freimachen, sie konnte ihren ersten Koffer einsortieren und hat immer noch genug Platz für den Rest – oder ich hab Platz um neue Kleider zu kaufen :D Das Schöne an der ganzen Sache ist, dass es nun erstmals unsere Wohnung ist, es ist nicht mehr Meine und sie ist zu Besuch, wir wohnen jetzt beide da, auch wenn sie jetzt nochmal für 2 Monate zurück nach Hamburg geht. Und das spürte ich dann auch deutlich als ich vom Flughafen zurückkam. Die gewohnte Depression kam nicht, das Eintreten in unsere nun gemeinsame Wohnung hinterliess ein ganz anders Gefühl, ich war nicht wieder allein in meiner Wohnung sondern in unserer Wohnung, die wir angefangen haben einzurichten und Juliet ist halt nur grad nicht zuhause. Echt, es war ein ganz anders Gefühl, ein gutes Gefühl, ein seeeehr Gutes :-)

Diana brutzelt das Teufelspack

Ansonsten komme ich aber zu gar nix, weil ich nebst den Umzugsvorbereitungen vorallem damit beschäftigt bin, abertausende von Monstern abzufackeln und mit Blitzen und Eisnebel zu plätten. Das neue und so lang ersehnte Computerspiel “Diablo 3” hält was es verspricht, es ist sowas von gut, dass der Suchtfaktor weit über dem Zumutbaren ist. Da mag es noch so ein Uhr nachts sein und man mag noch so müde sein, noch schnell diesen Keller aufräumen und Schatztruhen plündern, noch schnell diesen Boss-Gegner plätten, noch schnell die neu erworbenen Zauberkräfte ausprobieren…….. *seufz*…….. und wenn man’s dann doch endlich ins Bett schafft und schon bald darauf der Wecker des Todes klingelt, hat man keine Feuerbälle um den auch gleich niederzumetzeln. Ich muss Euch echt etwas mehr über diese verrückte Spielwelt erzählen, aber eben, mir fehlt die Zeit, kommt aber bestimmt noch ;-)

Verbrutzelte Atomreaktoren

Apropos Teufelspack und Feuerbälle – heute hat das Schweizer Bundesgericht einen ersten Entscheid gefällt zum Schrottreaktor Mühleberg: Ein Zwängel-Gesuch der BKW wurde abgelehnt und das dürfte defintiv das Aus sein für diese Atomkrücke. Und damit zeigt sich einmal mehr, dass wir UmweltschützerInnen halt letzten Endes eben doch Recht bekommen. Schon vor über einem Jahrzehnt lag ich im Greenpeace-Overall an diesen Schrottreaktor angekettet und protestierte dagegen, dass diese Lotterkiste trotz Rissen im Reaktorkernmantel weiter betrieben wird. Während ein Auto in Millionenhöhe haftpflichtversichert sein muss und schon das kleinste Rostfleckchen vom Strassenverkehrsamt beanstandet wird, dürfen AKWs auch mit Rissen im sicherheitsrelevantesten Teil der Anlage weiter betrieben werden und das während nicht mal ein Prozent eines möglichen Schadens versichert ist. Remember – die nicht versicherten Kosten eines nuklearen Super-GAUs wären in etwa eine halbe Million pro Kopf – haben wir ja in der Portokasse ;-) Dieser Fall zeigt mal wieder, dass es sich eben doch lohnt, gegen Windmühlen anzurennen und aussichtslose Kämpfe zu führen – auch wenn es nebst unserem jahrelangen Einsatz auch noch Tscherobyl und Fukushima brauchte um zur Vernunft zu kommen, am Ende stehen wir doch endlich vor dem Atomausstieg. Apropos Fukushima, an der amerikanischen Küste sind nun auch schon die ersten radioaktiv verseuchten Thun-Fische aufgetaucht – natürlich gesundheitlich vöööööööllig unbedenklich.

Gentech-Pflanzen des Grauens

Apropos auf dem Teller und Grossrisikotechnologie – ebenfalls heute meldet das Wissenschaftsmagazin “Spektrum der Wissenschaft” von einer neuen Studie die zeigte, dass der genmanipulierte Bt-Mais bereits zu Resistenzen führt. Nein, echt? Es dürften ungefähr 15 Jahre her sein, dass ich nebst einer Unzahl an Leserbriefen und Forendiskussionsbeiträgen meine erste Webseite erstellte, in der ich unter Anderem auch kurz erklärte, weshalb der genmanipulierte Bt-Mais Resistenzen fördern würde und damit Bio-Bauern ihr natürliches Bt-Protoxin nicht mehr verwenden können. Wir hätten keine Ahnung, sagten damals diejenigen die uns glauben machen wollten sie hätten Ahnung – so wie die Atömler uns einredeten, ein atomarer Super-GAU käme nur alle 10’000 Jahre einmal vor. Und einmal mehr hatten wir Recht, wie bereits bei unserer Befürchtung, dass der Einsatz von Antibiotikaresistenzgenen in der Gentechnik das Aufkommen antibiotikaresistenter Keime fördern würde. Auch wenn ich in all diesen Themen lieber nicht Recht behalten hätte, so bleibt doch wenigstens die Hoffnung, dass die Technologiegläubigkeit und der Machbarkeitswahn des modernen Menschen durch solche Erkenntnisse doch irgendwann mal etwas bescheidener wird.

Und weiter ballern

So und jetzt muss ich weiter, der dritte Akt von Diablo wurde gestern von mir eröffnet und da tummeln sich grad mehr beängstigende Kreaturen als an einer SVP-Albisgüetlitagung, ich werde also dringend gebraucht ;-)

Da iss echt was los, sach ich Euch :-)

Nachdem ich letzte Nacht bis vier Uhr das neu erschiene Computerspiel Diablo 3 spielte und heute a bisserl arg teiggig aufwachte, überrascht es mich doch, dass ich dann schon bald nach dem Frühstück (3 Kaffees) zu Bloggen anfing wie blöd. Begleitet von der ebenfalls diese Woche erschienen ersten CD des Schweizer “Supertalents” Eliane, haute ich in die Tasten als gäbe es eine Welt ausserhalb von Diablo 3. Aber das ist eher eine Ausnahme, denn meist bin ich in letzter Zeit absorbiert durch so Manches, ich versuch das jetzt mal schnell zusammenzufassen.

Juliet kommt, eieieieieiei

Da juliet Anfang August hier einzieht, muss ich natürlich Platz schaffen, denn meine kleine Wohnung ist bisher nur für eine Person ausgelegt und die nutzte ich bisher grosszügig. Nun muss alles etwas näherrücken, beispielsweise Bücher im Buchregal zweireihig hintereinander und so Spass. Das gibt ne Menge Arbeit, immer zwischendurch mal wieder etwas. Und davon kriegt man Muselkater, sag ich Euch, meine Nerven. Wer wie ich körperlich nix anderes macht als auf dem Bürostuhl zu sitzen oder auf dem Sofa zu liegen, der hat keine Muskeln mehr, da ist jede ungewohnte Bewegung eine Herausforderung. Und wenn ich da so ein bis zwei Stunden vor einem Bücherregal herumturne und dies nach dort und das nach sonstwo verschiebe, fühl ich mich am nächsten Tag meist als hätte ich n’Marathon gemacht.

Diana rettet mal wieder eine Welt

Nach monatelangem Warten war es diese Woche endlich soweit und das langersehnte Spiel “Diablo 3” wurde vom Stapel gelassen. Diablo ist die Urmutter der Art von Fantasyspielen, die ich so liebe. Dementsprechend waren die Erwartungen riesig und zusammen mit Millionen Anderer lauerte ich auf den Release. Die letzten Tage habe ich mich nun dort etwas eingelebt und werde demnächst mal darüber hier berichten. Aber fürs Erste raubte das Spiel die Zeit wie ein Staubsauger den übersehenen Hamster – oder wie im Spiel, Feuerball, wusch und weg :-)

Eliane – das Supertalent das Dianchens Herz zum schmelzen bringt

Ne quatsch, so richtig zum Schmelzen bringt mein Herz nur Juliet :-) Aber auch Musik kann berühren und erschüttern und das Schweizer Supertalent 2012 gehört zu diesen seltenen Musikern. Schon beim Casting war ich hinundweg und als Eliane Müller dann eins meiner Lieblingslieder “Ran” von Leona Lewis sang, hatte ich feuchte Augen. Diese Woche kam nun ihre erste CD raus, die ich bereits vorbestellt hatte und die ist einfach Hammer. Etwa die Hälfte der Songs sind genau in diesem gefühlsvollen Stil den ich so mag, der Rest sind zwar auch schöne Lieder, aber es ist nicht das was ich an dieser Sängerin so liebe, dieses Mega-Gefühls-Dingens. Ich wollte schon während der Sendung über sie schreiben, hab damit sogar bereits begonnen, aber bisher habe ich es noch nicht geschafft – folgt demnächst, hoff ich mal ;-)

Zum Schreiben gedrängt

Und immer wieder tauchen Themen auf, die mich drängen zu schreiben. Unterdessen sind über 80 Entwürfe in diesem Blog gespeichert, die darauf warten, dass jemand sie fertig macht – oder anfängt – weil es teils erst Titel sind. Auch heute war wieder grosse Schreiberei angesagt und auch heute ist nicht alles fertig geworden. Der Beitrag über Transphobie etc. war schon lange geplant, aber erst heute drängte es mich genug dass ich den Text schrieb. Dann ist ein Weiterer fast fertig geworden, eine grössere Sache über den “Geschlechtwechseler-Mythos” und die “Existenz-Leugnung transsexueller Menschen”. Vermutlich geht der nächste Woche raus, die restlichen Achzig, naja, was weiss ich :-)

Wenn ich mir mein Geschriebenes so ansehe, wirkt das auf mich gar nicht so als ob da so viel läuft – aber ich schwör’s, es ist echt viel :-) Apropos, den Druck des letztjährigen Tagebuch sollte ich auch endlich mal *seufz* und die Steuererklärung ist auch überfällig……….. ach…………

So und jetzt geh ich noch etwas Diablo spielen, in zweieinhalb Stunden ist Blabla-Zeit mit Schatzi, da lohnt sich eine kleine Reise ins Land der blitzschleudernden Zaubererinnnen – wusch und weg ;-)

Von Xenophobie über Homophobie zur Transphobie

In meinen Blogs taucht ja öfters mal der Ausdruck “Transphobie” auf und so manche LeserInnen dürften dabei zuerst mal etwas ratlos sein – hört man ja kaum sowas. Etwas bekannter ist der Ausdruck “Homophobie”, das kennt man doch schon eher, meist jedoch ohne zu verstehen was genau damit gemeint ist. Kaum jemand wird wissen, dass sowohl Transphobie als auch Homophobie eigentlich Unterarten von “Xenophobie” sind, der Angst vor dem Fremden.

Ich möchte diese Begriffe mal etwas beleuchten und vorallem mal der Frage nachgehen, woher all das kommt, wie wir als Gesellschaft damit umgehen müssten und nicht zuletzt, was für einen katastrophalen Schaden es bei “den Fremden” anrichtet.

Das wird mal wieder einer jener Blogbeiträge von mir, bei denen ich einer Frage nachgehe, die ich selber noch nicht beantworten kann, von der ich hoffe, dass ich während dem Schreiben der Antwort etwas näher kommen kann. Also mal alles der Reihe nach, das wird eine komplexe Geschichte…….

Des Menschen Umgang mit der Angst

Der Mensch reagiert auf Angst (Phobie) eigentlich wie alle anderen Lebewesen. Die Entstehung von Angst bewirkt sofort ein Mobilisieren aller Resourcen und es stellt sich nur eine Frage: Kämpfen oder Fliehen? Die Entscheidung fällt in Sekundenbruchteilen und man rennt – oder macht das Ding platt. Diese Angst müsste sich aber spätestens dann auflösen, wenn man erlebt, dass die Angst unbegründet ist. Von Phobie redet die Psychologie dann, wenn so eine Angst sich nicht auflöst und zu Leiden führt – für sich selbst oder für Andere.

Xenophobie – die Angst vor dem Fremden

Xenophobie ist die Angst vor allem Fremden, vor dem Unbekannten. Diese Angst die in der ältesten unserer Hirnschichten beheimatet ist, macht an sich Sinn. Wenn Du zum ersten Mal durch einen Dschungel läufst und plötzlich eine Schlange vor Dir über den Boden kriecht und Du noch nie eine Schlange gesehen hast, wirst Du mit Recht in Alarmbereitschaft versetzt. Was in aller Welt ist das denn, ein Lebewesen ohne Beine, mit einer Haut wie ein aufgespannter Regenschirm? Ist es gefährlich? Kann ich es essen?

Die erste Reaktion beim Erscheinen von Unbekanntem ist mit Recht Vorsicht. Zuerst wird man wohl weichen, wird den Rest des Abends ratlos darüber nachdenken, was das wohl für ein komisches Ding war. Und je nach Charaktertyp wird die Angst sich mit jedem Gedanken potentieren oder man wird neugierig und interessiert.

Das Problem bei rassistischen Menschen liegt scheinbar darin, dass sie diese Angststufe nie überschreiten, sie wagen nicht, sich wirklich mal mit diesem Unbekannten auseinanderzusetzen. Und da man in unserer Gesellschaft kaum noch ausweichen kann, verspüren sie den Drang zu kämpfen, dieses Unbekannte zu be-kämpfen.

Das Dilemma bei der Xenophobie ist vorallem, dass diese Prozesse unbewusst ablaufen. Xenophobe reagieren in der Regel empört, wenn man ihnen beispielsweise Rassismus vorwirft. Das macht Xenophobe therapieresistenter als die meisten anderen Phobiker – vorallem deshalb, weil viele Rassisten ideologisch konditioniert sind und deshalb wie alle ideologisch Eingeschworenen kaum noch für Argumente empfänglich sind.

Homophobie

Homophobie hat wie mir scheint mehrere Ursprungsformen. Einerseits eben diese xenophobe Komponente, weil es einfach nicht normal ist, dass ein Lebewesen keine Beine hat und auf dem Bauch kriecht. Diese Leute können oft “geheilt” werden, wenn sie beispielsweise in ihrem persönlichen Umfeld einen Freund haben, der sich plötzlich als schwul outet. Wie jeder andere Phobiker lernen sie so, dass die ja gar nicht böse sind, dass die eigentlich genau wie sie selbst sind, das Unbekannte wird bekannt und die Angst löst sich auf.

Religiöse Homophobie

Ein weiterer möglicher Ursprung für Homophobie ist Religion. Vorallem die drei semitischen Religionen (Judentum, Christentum, Moslem) lesen aus ihren heiligen Schriften heraus, dass Homosexualität Sünde sei. Das hält zwar wie andersweitig schonmal aufgezeigt einer genaueren Überprüfung nicht stand, trotzdem hält sich diese Vorstellung vorallem bei Fundamentalisten hartnäckig – so hartnäckig, dass sie locker das Gebot der Nächstenliebe über Bord schmeissen und von Hass getrieben gegen Homosexuelle vorgehen.

Dabei handelt es sich so gesehen weniger um echte Xenophobie sondern eher um religiösen Wahn – auch der kann therapiert werden – und es gäbe einen wirklich spirituellen Umgang damit, indem diejenigen lernen würden, sich auf ihre persönliche Beziehung zu Gott und ihren persönlichen Glauben zu konzentrieren, anstatt über Andere herzufallen, weil sie sich einreden, sie würden religiösen Ruhm ernten, wenn sie “die Bösen” niedermachen.

Verdrängungs-Homophobie

Amerikanische Psychologen zeigten männlichen Probanden pornografische Filme mit schwulen Männern. Bei Versuchspersonen, die in einer Befragung zuvor homophobe Tendenzen gezeigt hatten, beobachteten die Forscher in 54 Prozent der Fälle sexuelle Erregung, ­ bei nicht Homophoben waren es hingegen nur 24 Prozent.

Während Xenophobie und herkömmliche Homophobie sowohl Angst vor dem Fremden als auch religiös motivierte Ursprünge haben können, gibt es bei der Homophobie noch eine zusätzliche Ursprungsform, die Psychologen Verdrängung und Projektion nennen. Entgegen der weit verbreiteten Irrmeinung, es gäbe bei der sexuellen Ausrichtung nur schwarz und weiss, ist es in Wirklichkeit so, dass kaum jemand 100% einzuordnen ist, die meisten haben eine Komponente in sich, die sie auch zum eigenen Geschlecht zieht. Ist diese sehr klein, spürt man davon gar nichts und hat auch kein Problem damit. Ist sie grösser, anerkennt man sich früher oder später als bisexuell oder homosexuell – oder man verdrängt diese Gefühle, weil man sehr früh wahrnimmt, dass wir in einer homophoben Gesellschaft leben und dass man sich einer Menge Ärger aussetzt, wenn man nicht in der Spur läuft. Siehe hierzu: Psychologen suchen Gründe für Homophobie

Doch alles was man verdrängt, bohrt in einem rum. Verdrängung funktioniert nicht nachhaltig, es kommt früher oder später immer wieder hoch. Und das wiederum löst eine noch grössere Abwehr aus, die dann darin mündet, dass man den Ekel vor sich selbst auf Andere projeziert – eben die, die so sind, wie man selber auch wäre, wenn man sich denn lassen würde. Und das löst noch viel mehr Agression aus als herkömmliche Xenophobie oder Homophobie, weil in diesem Verdrängungszustand jeder Homosexuelle eine ernsthafte Bedrohung ist für die eigene psycho-emotionale Abwehr.

Man darf davon ausgehen, dass diese Menschen zu den renitentesten Bekämpfern von Homosexuellen zählen, weil es bei ihnen nicht mehr uns Fremdsein oder um Fanatismus geht, bei ihnen geht es um den Schutz ihres konstruierten Ichs, das zusammenzufallen droht, wenn sie hier Risse zulassen. Dass solche Prozesse noch viel unbewusster ablaufen als alles bisher hier geschriebene, dürfte jedem einleuchten.

Transphobie

So wie Homophobie eine “erweiterte Form” von Xenophobie ist und zusätzliche Auslöser haben kann, genauso ist Transphobie eine Erweiterung der Homophobie. Da gemäss offiziellen Zahlen angeblich nur jeder zehntausendste Mensch transsexuell ist, sind transsexuelle Menschen natürlich noch viel seltener als bi-/homosexuelle Menschen, die immerhin etwa 10% der Bevölkerung ausmachen dürften. Umso heftiger ist dann die Reaktion, wenn man so einem ungewöhnlichen Exemplar der menschlichen Spezies begegnet.

Genauso wie Homophobie kann auch Transphobie Folge von religiösem Fanatismus sein, was eigentlich skurril ist in Anbetracht davon, dass dieses Thema in keiner der heiligen Schriften der Religionen angesprochen wird. Und genauso wie Homophobie kann Transphobie auch eine Folge eigener Verdrängung sein.

Wenn die Geschlechtsbinarität zusammenbricht

Bei der geschlechtlichen Identität gibt es jedoch noch viel mehr Diskrepanzen als bei der sexuellen Orientierung, das gesellschaftliche Schwarz-Weiss-Bild der Geschlechter ist weitaus fundamentalistischer, es ist so ausgeprägt, dass es sich kein Mann leisten kann, “weibische Allüren” zu haben und keine Frau kann sich “burschikoses Verhalten” leisten. Die Geschlechterstereotypen sind so unbarmherzig radikal, dass wir schon fast Amok laufen, wenn ein Junge mal mit einem Barbie spielt. Infolgedessen muss eigentlich jeder Mensch gewisse Wesensanteile unterdrücken, weil es sich für einen Mann einfach nicht gehört, verzückt an Blumen zu schnüffeln und eine Frau die flucht ist eh des Teufels.

So verdrängen alle einen Teil Ihrerselbst und dann kommt jemand, der all das über den Haufen wirft? Zum Einen ist das nur schon deshalb blanke Provokation, weil es einem spüren lässt, dass in einem selbst eigentlich auch Sehnsüchte schlummern und dass man selber eigentlich auch nicht voll und ganz sich selbst ist. Zum Anderen wird einem so vor Augen gehalten, dass man selbst eigentlich auch die Wahl hätte, dieses Verhaltensgefängnis zu verlassen, wenn man denn stark genug wäre, diese gesellschaftliche Spannung auszuhalten. Und das nervt total, wenn auch nur unbewusst.

Der kleine Unterschied bei der Transphobie

Aber erst jetzt wird es so richtig spannend, denn nun wird’s echt obskur. Während bisher alles rational einigermassen gut nachvollziehbar ist, gibt es bei der Transphobie ein Phänomen, das dem Verstand nur noch schwer zugänglich ist, nämlich die Tatsache, dass Transphobie gegenüber transsexuellen Frauen um ein Vielfaches heftiger ist als gegenüber transsexuellen Männern.

Es ist nicht zu übersehen, dass Medien beispielsweise von transsexuellen Frauen viel respektloser schreiben als von Männern, es gibt kein Pendant zum Wort “Transe” und bei trans*Männern wird auch fast ausnahmslos in der männlichen Form gesprochen, ganz im Gegensatz zu trans*Frauen, über die man in vielen Medien gern ebenfalls in männlicher Form schreibt – warum dieser Unterschied? Es ist beispielsweise auch so, dass in Komödien “der Mann in Frauenkleidern” der grösste Lacher ist, während “die Frau in Männerkleidern” kaum jemanden vom Hocker reisst.

Gemäss den bisherigen Gedanken ist diese plötzliche Unterscheidung nicht nachvollziehbar. Ich bin jetzt einfach mal so frech und frage nach dem Warum – und fieserweise habe ich zwei Verdachtspunkte, die schmerzlich sein könnten, aber heut wollen wir mal nicht feige sein und blicken den Abgründen der Menschheit einfach mal frech ins Gesicht ;-)

Transphobie im patriarchalen/phallozentrischen Weltbild

Irgendwie ist es doch verdächtig, wir leben in einer patriarchalen und phallozentrischen Welt, in der der Mann als Geschöpf Gottes gilt und die Frau ein aus einem Rippenknochen geschnitztes Objekt ist – und wir haben Verständnis, wenn “eine Frau ein Mann sein will”, lachen uns aber kaputt, wenn “ein Mann eine Frau sein will” – klingelts?

Natürlich stimmen diese Zuweisungen nicht, eine trans*Frau ist kein Mann der eine Frau sein will sondern eine Frau, deren sichtbarer Körper sich grösstenteils männlich entwickelt hat und umgekehrt. Aber dank der hier schon oft kritisierten Psychopathologisierung von transsexuellen Menschen steckt das vorläufig noch so in den Köpfen dieser Welt.

Wenn wir also aus dem Blickwinkel dieser Gesellschaft schauen und diesen Irrtum annehmen, warum sollten wir dann transsexuelle Frauen so lächerlich finden, während wir für transsexuelle Männer doch überraschend viel Verständnis aufbringen? Warum sollten wir so unterscheiden, wenn nicht, weil wir den Mann als Mass aller Dinge verstehen?

Gäbe es in unseren Köpfen keinen Wertunterschied zwischen Mann und Frau, wäre eine transsexuelle Frau genauso lustig oder nicht lustig wie ein transsexueller Mann – dem ist aber nicht so. Und das sollte eigentlich nicht nur uns trans*Frauen zu denken geben, viel mehr müsste das allen Frauen zu denken geben. Denn interessanterweise haben Frauen mit transsexuellen Menschen generell viel weniger Probleme, sie reagieren oft mehr mit Mitgefühl als mit Amusement. Aber für Jungs scheint es nichts Lustigeres zu geben als ein vermeintlicher Mann, der sich vermeintlich zur Frau macht. Es scheint mir offenslichtlich, dass vorallem Männer die Transition von transsexuellen Frauen als Wertverminderung betrachten – Downgrade nennt man das in der Informatik.

Transsexuelle Frauen als trojanische Pferde

Doch so logisch wie es auch scheint, dass Männer in einem patriarchalen Denkgefängnis glauben, eine transsexuelle Frau sei das lächerlichste auf Erden, mir persönlich reicht das noch nicht als Erklärung. Es erklärt vielleicht das Gelächter der Herren, erklärt aber nicht die Gehässigkeit, die man uns manchmal entgegenbringt. Seit drei Jahren beschäftige ich mich mit diesem Phänomen und bis heute ist mir nur eine Erklärung einleuchtend. Gehässigkeit ist Gewalt und Gewalt ist immer Reaktion auf vermeintliche Bedrohung. Doch was zum Kuckuck soll an einer trans*Frau bedrohlich sein? Durch die Hormontherapie reduziert sich ja sogar die Muskelmasse und die Agressionsbereitschaqft, es wird wohl kaum ein echter Kerl Angst davor haben, dass ein transMädel über ihn herfällt. Was also haben transsexuelle Frauen, was sie für Männer zur Bedrohung machen könnte – was ausser ihrem Insiderwissen?

Ooooops, Volltreffer? Ja wir haben Insiderwissen, ich habe vier Jahrzehnte auf der anderen Seite des Zauns gegrast, ich habe erlebt wie Männer unter sich sind, wie sie über Frauen denken und reden, ich habe genug Männer erlebt, die glaubten unter sich zu sein und dann aussprachen, was sie sonst nur denken, dann, wenn Frauen anwesend sind. Ich weiss, wie leicht so manche Männer eine Frau in ihrem Kopf zu einem Objekt machen können. Was, wenn ich all das ausplaudere, wie jetzt grad?

Die Whistleblowerinnen des patriarchalen Grauens

Ich habe genug Männerabende und Frauenabende erlebt um zu wissen, dass Männer unter sich einiges despektierlicher über Frauen herziehen als Frauen über Männer. Klar, wir Mädels lästern auch gern, sehr gern sogar, aber es hat selten etwas wirklich abschätziges, es ist eher so, dass wir Jungs manchmal einfach drollig finden und uns dann darüber etwas amüsieren. Aber ich habe noch nie erlebt, dass Frauen unter sich beispielsweise über Männer so reden, als ob diese nur ein Objekt wären – die Tussi möcht ich mal flachlegen – und ich glaube, dass so manche Frau entsetzt wäre, wenn sie hören würde, was ich schon gehört habe.

Um jetzt hier nicht eine männerfeindliche Stimmung aufzubauen, möchte ich wirklich betonen, dass selbstverständlich nicht alle Männer gleich sind, genauso wie nicht alle Frauen gleich sind. Aber die Tendenz im Sinn einer klaren Mehrheit ist verblüffend und gerade für uns Frauen wie ich meine auch erschreckend.

Transphobie? Die Frage bleibt unbeantwortet

Und so beende ich nun mit dieser Frage, die ich im Raum stehen lassen muss, weil ich sie nicht abschliessend beantworten kann. Sind transsexuelle Frauen vorallem deshalb eine solche Bedrohung für Männer, weil sie wissen, wie Jungs ticken, weil sie wissen, wie sie über nicht anwesende Frauen reden und weil wir wissen, wie Jungs die Mädels zwecks flachlegen erobern? Oder spinne ich mir da in diesem letzten Punkt etwas zusammen? Das zu entscheiden überlasse ich Euch, ich bin nicht zur Richterin berufen in dieser Frage – einzig im Rahmen dieses Themas zur Whistleblowerin – mea culpa ;-)

Transphobie – Exempel aus dem Sumpf der Boulevardmedien

Ein “schönes” Beispiel über Transphobie findet man grad dieser Tage beim Boulevard-Blatt 20-Minuten. Bemerkenswert ist einerseits die gezielt falsch formulierte Ansprache im Titel, noch bemerkenswerter sind jedoch die Kommentare. Wenn man die Kommentare genau durchliest, findet der aufmerksame Leser sogar ein Paradebeispiel, ich nenne jetzt keine Namen, aber es gibt da jemanden, der in vielen Kommentarsträngen seinen Senf dazu gab und jedes Argument argumentslos niederplättet – was mag der Grund sein für seine überbordende Abwehr? ;-)
20minuten: Er kann Kanadas schönste Frau werden

EUCH kann geholfen werden ;-)

Nur eines kann ich zu den Transphoben abschliessend sagen: Transphobie ist nicht unser Problem, es ist Euer Problem, Ihr könnt uns zwar das Leben schwer machen und Euer Problem damit zu Unserem machen, aber es ändert nichts daran, dass Ihr diejenigen seid, die ein Problem habt und dass Ihr diejenigen seid, die Hilfe brauchen würdet.

Endlich zusammen – Juliet zieht in die Schweiz

Irgendwann wird es geschehen, das Wunder hier auf dieser Erde…
und eine Stimme sagt: Es werde ein neuer Tag.
(Illuminate – ein neuer Tag)

Seit über 2 Jahren führen Juliet und ich eine Fernbeziehung und sehen uns nur etwa 4-5 Tage pro Monat, viele Male haben wir vorgeschwärmt wie schön unsere lang ersehnten Wochenenden waren und genauso oft jammerte ich über die dazwischenliegende Zeit der Sehnsucht und Entbehrung. Die ganze Zeit gab es vorallem eines, das uns Kraft gab und das war die Gewissheit, dass wir irgendwann zusammenziehen würden. Nun erfüllt sich dieser Traum resp. wir erfüllen ihn, Anfang August zieht Juliet samt ihrer zwei Katzen zu mir – es ist vollbracht :-)

Geplant war es eigentlich ganz anders. Da Juliet aus mehreren Gründen viel mehr mit Hamburg verbunden ist als ich mit meiner Heimat, war der Plan ursprünglich, dass ich irgendwann nach Hamburg ziehe. Ein Szenario war, dass ich übergangsweise hinundher pendle, weil ich an meinem jetzigen Job sehr hänge. Juliet hat in einem eigenen Blogbeitrag darüber ja schon genug geschrieben, jedenfalls gab es da mehr Hindernisse als uns lieb waren, nicht zuletzt die Hamburger Wohnungssituation. So drängte sich dann immer mehr die Frage auf, ob wir fürs Erste nicht das Gegenteil tun, Juliet also hierher kommt. Nach über zwei Jahren unausgeglichenen Sehnsucht-Kuschel-Verhältnisses war der Druck dann doch gross genug und nach einem letzten Stubs meines Vaters kamen wir dann zum Schluss, dass wir nun wirklich des Sehnens müde sind und halt den Plan ändern – wir sind ja schliesslich flexibel genug um den Bedürfnissen des Schicksals nachzukommen.

Nun wird sie also im August hierher kommen und hier auf Jobsuche gehen. Wenn das soweit klappt, werden wir sicher mal die nächsten paar Jahre hier bleiben und dann nochmal über die Bücher gehen. Vielleicht gefällt es ihr ja bis dahin so gut, dass sie gar nicht mehr zurück will oder wir wollen zurück oder wir gehen nach Irland oder Grönland oder auf den Mond, wir sind ja wie gesagt flexibel ;-)

Die Zukunft ist mir persönlich momentan grad sowas von egal. Ich bin im siebten Himmel, weil ich weiss, dass ich bald tatsächlich im 7. Himmel sein werde. Noch gute zwei Monate und die Zeiten sind vorbei, in denen ich tagtäglich allein ins Bett gehe, allein dort wieder aufwache, mich allein am morgen in den Tag tüdle, am Abend wieder in eine leere Wohnung gehe – vorbei sind die Zeiten, in denen ich zwanzig Tage am Stück weder geknutscht noch geknuddelt werde, vorbei die Zeiten, in denen mein Badetuch das Einzige ist was mich streichelt :-)

Boah was werden wir uns geniessen, meine Güte :-) Und wir haben schon tausend Pläne, angefangen von der Einrichtung der Wohnung bis zu dem was wir unternehmen wollen, von Pubbesuch über Unternehmungen mit FreundInnen bis hin zu Ausflügen. Endlich werden wir genug Zeit haben um all das zu machen, was man eigentlich machen würde, was wir aber nur selten taten, weil die paar kurzen Tage die wir einander hatten einfach zu wertvoll waren, weil wir nicht anders konnten als einfach auf dem Sofa aneinander zu kleben. Es beginnt ein ganz normales Beziehungsleben – naja – so normal wie ein DuoInfernale sein kann.

Das Duo Infernale zusammen? Tagtäglich? Uiuiuiuiuiuiui das kommt gut, meine Nerven. Das Bild zu diesem Blogbeitrag passt wie Arsch auf Eimer, würde meine Hamburgerin da sagen, das wird wirklich ein Feuerwerk des Verrücktseins.

Nun bleibt nur noch zu empfehlen, das Zürcher Oberland die nächsten paar Jahre grossräumig zu umfahren. Die zwei verrücktesten Mädels der Welt sind nun an einem Ort vereint – der Wahnsinn hat eine neue Dimension :D

Langer Rede, dummer Sinn……. ich bin sowas von glücklich :-)

http://www.youtube.com/watch?v=0VrxbWp9n3E

Zähne sind auch nur Idioten

Glaubt mir, auch wenn Zähne noch so hilfreich sind, schick aussehen können und geradezu nicht wezudenken wären, so ändert all das nichts daran, dass Zähne auch nur Idioten sind wie alle anderen Körperteile auch – man darf wie mir scheint sogar soweit gehen zu postulieren, dass Zähne eigentlich die Volldeppen im Reich der Körperteile sind, sozusagen die Turnbeutelvergesser des Körpers. Ich weiss, wovon ich rede, denn gerade dieser Tage macht einer dieser kleinen Idioten den Kasper mit mir, dass es ein Graus ist.

Anfang Jahr musste ich mal wieder zwei Zähne richten lassen resp aufbohren und auffüllen und so Quatsch. Bei einem davon, einer der Idioten die eine Wurzelbehandlung beanspruchen um sich artgerecht gehalten zu fühlen, warnte der Zahnarzt schon, dass es unklar ist, ob der das mitmacht. Die Chance ist 50/50, dass der wurzelbehandelte Zahn überlebt, andernfalls war die ganze teure Renovation für n’Arsch äh für die Katz. Blöderweise musste genau an derselben Stelle oben ebenfalls ein Zahn geflickt werden – oder ist der Wurzelbehandelte oben? Na wie auch immer, da sind nun halt zwei so frisch zertrümmertundwiederzusammengepeppte Zähne und einer davon lässt nun eben die Sau raus – und zwar sowas von sag ich Euch.

Fast den ganzen Tag spüre ich eigentlich nichts, jedenfalls nichts was die Aufmerksamkeit meines Bewusstseins erregt. Ausser zwischendurch und vorallem am Abend wenn ich auf dem Sofa rumliege oder in der Nacht wenn ich schlafen würde, wenn der Depp mich denn liesse……… dann schwillt geisterhaft aus dem Nichts der Schmerz an und erreicht innert etwa einer Minute eine unglaubliche Stärke, so dass man sich am liebsten mal schnell den Kiefer aus dem Schädel reissen möchte……….. und meist nach wenigen Minuten schwillt er genauso schnell wieder ab und eine Minute später ist Ruhe im Irrenhaus. Häääää? Was zum Kuckuck soll das denn?

Ich habe leider wirklich ein übles Zahnwerk, also sozusagen nur Idioten im Mund, dementsprechend habe ich schon so einiges an Schmerzerfahrungen durchlebt. Aber so n’Scheiss ist mir noch nie passiert, echt. Eine normale Entzündung – sofern man bei Zähnen überhaupt von einem Normalzustand ausgehen darf – hat eigentlich immer eine gewisse Konstanz. Das tut nicht einfach den ganzen Tag nicht weh und plötzlich sprengt es einem fast die Birne weg, das tun nicht mal die Beklopptesten unter den Zahnidioten – ausser eben Meiner, das kleine Arschloch……. *hüstel*……….. ‘tschuldigung…….. aber echt, wenn sich ein Zahn wie ein Huhu-Gespenst aufführt, kann man echt aus der Haut fahren.

Und das Bescheuertste ist, dass dieser Schmerz so ausstrahlt, dass ich nicht mal sicher sagen kann, welcher dieser zwei Knalltüten grad am durchdrehen ist, es tut einfach alles weh. Ich glaub, es ist der Untere, aber sicher kann ich mir nicht sein, die schreien im Chor, das ganze Pack der rechten Seite.

Grad vorhin lag ich entspannt in der Badewanne, hörte kuschlig-lauschige Musik und plötzlich geht’s los und innert einer Minute ist mir die Lust am Baden vergangen und ich trapse entnervt zurück ins Wohnzimmer – um zu bloggen – und zu tratschen, was für ein Beisshooligan mir grad das Leben zum Irrenhaus macht.

Naja, ich werd dann wohl bald mal beim Zahnarzt vorbeischauen, aber ich befürchte, dass ich schon weiss, was los ist. Der Deppzahn hat offenbar noch einen Nerv drin oder zumindest einen Teil davon. Und der spielt Irrlicht im Dunkel des Gaumens. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird sich das legen, der reagiert einfach noch mit so Ausbrüchen auf die Zahnreizung. Wenn das so ist, dann kann man vermutlich einfach gar nix machen als den ganzen Quatsch durchzuleben und darauf zu warten, dass dem Knallkopf die Puste ausgeht. Oder da ist wirklich eine Entzündung, dann wird’s wohl mal wieder teuer, aber das glaube ich eher nicht, eben weil eine Entzündung nicht einfach stundenlang nicht weh tut.

Auf jeden Fall bin ich mal wieder um einiges schlauer geworden durch diese Episode. Nun weiss ich aus Erfahrung: Auch Zähne sind nur Idioten, da können die nix dafür, die sind einfach so. Sie meinen’s eigentlich gut mit uns, wollen nur das Beste wie beispielsweise dem Hirn durch Schmerzsignale klarzumachen, dass da etwas nicht gut ist am Zahn. Der Zahn hat ja keinen blassen Schimmer, dass das Hirn das längst weiss, weil es die Bezahlung der Rechnung organisiert hat und jetzt noch unter Schock steht deswegen. Klar weiss das Hirn, dass da gebohrt wurde, aber der Zahn ist nunmal unwissend wie das in Hosen gehaltene Knie das sich ständig wundert weil es eins auf den Deckel kriegt ohne je die Ecke gesehen zu haben in die es geknallt ist.

Aber sie meinen’s gut, ich schwör’s, auch wenn sich das manchmal nicht so anfühlt ;-)

Schmetterlinge, Feuerbälle, Muskelkater und so Kram

Ja hallo mal wieder :-) Nach längerer Pause sollte ich mich hier wohl mal wieder melden, auch wenn es nicht allzuviel zu erzählen gibt. Das ist das Schöne daran, wenn man endlich glücklich sein kann und der Alltag weder Überlebenskampf noch euphorisierendes Neuland. Da ist nicht mehr viel Spektakuläres und gerade das ist das Spektakuläre. So ist das Gute in meinem Leben gleichzeitig auch ein wenig das Schlechte im Blog, es drängen sich kaum noch Themen auf und das macht das Blog still. Um meinen Vater zu zitieren: Wenn es hier ruhig ist, können sie davon ausgehen, dass es mir super geht – stimmt :-) Zwar gibt es eine Reihe von Themen über die ich schreiben möchte, aber all das sind entweder Themen die viel Zeit verlangen (die ich mir momentan nicht nehmen möchte) oder sie sind zu ärgerlich (was ich mir momentan nicht zumuten möchte. Trotzdem gab’s da natürlich…………

Diana im Reich der Schmetterlinge

Das Erst-Mai Wochenende verbrachte ich von Mittwoch Abend bis Mittwoch Morgen in Hamburg – so wie immer, mit Juliet herumliegend – und doch nicht ganz wie immer, denn ausnahmsweise verliessen wir das Sofa mal einen Tag lang und gingen in den lang ersehnten “Garten der Schmetterlinge” (siehe auch dieses Video). Wow war das schön, sag ich Euch. Seit Jahren möchte ich mal hier in der Schweiz den Schmetterlingspark “Papiliorama” anschauen aber weil der eine mehrstündige Zugfahrt entfernt ist, kam es nie dazu. Und da der Hamberger nur eine Stunde von Juliet entfernt ist, gingen wir also dahin – und Diana stand strahlend inmitten von rudelweise herumflatternden Schmetterlingen und gab sich der totalen Verzückung hin. Das muss man einfach mal erlebt haben, diese teils recht grossen Schmetterlinge umswirren einem wie zauberhafte Elfen, da ist man wie in einer anderen Welt.

Schmetterlinge verursachen höllischen Muskelkater

Der Weg dahin bestand aus einer Zugfahrt und einem eineinhalb Kilometer langen Spaziergang durch einen Wald zum Schmetterlingshaus. Zusammen mit der Fussstrecke zuhause zum Bahnhof und dem herumlaufen im Park waren das an die fünf Kilometer – teilweise über holprige Waldwege. Schlau wie ich bin, kaufte ich mir im Vorfeld extra dazu ein paar neue Schuhe – ohne Absätze *schauder* – und ich glaubte, ich würde so die Wegstrecke gut überstehen – denkste – die nächsten Tage stolperte ich in der Wohnung herum wie ein angefahrener Kranich und jede Bewegung war von schauerlichem Gejammer begleitet, das wieder begleitet war durch Gekicher von Juliet und Mama – diese Biester – boah ich hatte einen Muskelkater in den Waden wie noch nie in meinem Leben – und nun weiss ich definitiv, absatzlose Schuhe sind des Teufels, aber sowas von ;-)

Feuerbälle schmeissen in Amalur

Ansonsten liege ich gern rum und geniesse das Nichtstun – oder spiele ein paar Stunden pro Woche das neue Fantasyspiel “Kingdoms of Amalur“, in dem ich mal wieder als feuerballschmeissende und mitblitzenumsichwerfende Elfe unbekannte Welten rette. Uiiiiii macht das Spass :-) Unterdessen hat sich meine Spielfigur (also ich selber) von einer Zauberanfängerin zu einer richtig mächtigen Zaubererin gemausert und wenn mir dort zuviele Blickredakteure äh Kobolde auf die Pelle rücken, kann ich mit einem einzelnen Tastendruck einen riesigen Feuerregen auslösen der alles was um mich rumsteht in Schutt und Asche legt – girls power vom Feinsten :-) Ich muss mich da aber jetzt wirklich beeilen, um diese Welt dort zu retten, denn am 15. Mai kommt nach jahrelanger Warterei endlich “Diablo 3” heraus, auf das ich und ein paar zigtausend Milliarden ComputerspielerInnen weltweit mit mir – und dann dürfte ich mal für ein paar Wochen relativ häufig nicht in dieser Welt hier zu finden sein, denn dieses Spiel müsste der Hammer werden :-)

Die Forentrolle können mich mal

Was meine alltäglichen Ärgernisse in den Medien und noch mehr in deren Kommentarspalten anbelangt, ist überraschend viel Ruhe eingekehrt in meinem Inneren. Ich lese zwar so Einiges nachwievor und staune täglich wieder Bauklötze ob der menschlichen Unvernunft die mir im Speziellen in Boulevard-Kreisen entgegenkichert, aber ich reg mich kaum noch darüber auf, der einstigen Wut ist eine Art mitleiderfülltes Staunen gewichen. Irgendwie kann ich den ganzen Quatsch der sich aus dieser Gesellschaft heraus über die Welt ergiesst einfach nicht mehr ernst nehmen – und das nimmt mir den Druck weg, der mich glauben macht, ich müsste mich überall einmischen und belehren – und so bleibt mir endlich wieder vermehrt Zeit um gemütlich und unbeschwert herumzuliegen oder eben mal ein paar Feuerbälle um mich zu schmeissen :-)

In stiller Erwartung einer zauberhaften Zukunft

Ansonsten führen Juliet und ich unsere täglichen 2 Stunden Videogespräche und träumen und planen vor uns hin – wenn wir denn nicht grad wie meist am Rumblödeln sind. Doch zu Träumen und zu Planen gibt es derzeit mehr als genug, denn bei uns tut sich was in absehbarer Zeit, etwas schaurig Beglückendes – ne wir sind nicht schwanger und im Lotto haben wir auch nicht gewonnen – besser, viel besser :-) Aber was wie wo und warum behalten wir noch für uns, Ihr dürft gespannt sein, da kommt Licht in die Welt, gaaaaanz viel Licht :-)

So und jetzt geh ich in die Badewanne, ist ja wieder sonntäglicher Ruhetag, man gönnt sich ja sonst nix ;-)

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