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Einzugsvorbereitung und Weltenrettung und so

Momentan muss ich mich etwas kurz fassen, muss grad noch kurz Welten retten gehen und so, aber wenigstens mal in Kürze die Würze äh das Neuste……..

Einzugsvorbereitungen mit Juliet

Das Schönste vorab, Juliet war über Pfingsten bei mir und wir ackerten das ganze Weekend durch. Einerseits haben wir das Wohnzimmer komplett umgestellt, was vorallem wegen der Kabelage hinter dem TV eine Mordsarbeit war, anderseits haben wir Platz geschaffen, hauptsächlich im Kleiderschrank. Und das war eine noch grössere Herausforderung als die Kabelage hinter dem TV und das will was heissen ;-) Mein Schrank ist ja trotz seiner beeindruckenden Grösse prallvoll, nicht zuletzt weil mich eine meiner besten Freundinnen schon mehrmals sackweise mit Kleidern versorgte. Und da Juliet ja auch nicht ständig nackt rumlaufen kann – so sehr mir das gefallen würde – mussten wir meinen Kram aussortieren. Das Resultat war doch recht befriedigend, so an die dreissig Kleiderbügel konnten wir freimachen, sie konnte ihren ersten Koffer einsortieren und hat immer noch genug Platz für den Rest – oder ich hab Platz um neue Kleider zu kaufen :D Das Schöne an der ganzen Sache ist, dass es nun erstmals unsere Wohnung ist, es ist nicht mehr Meine und sie ist zu Besuch, wir wohnen jetzt beide da, auch wenn sie jetzt nochmal für 2 Monate zurück nach Hamburg geht. Und das spürte ich dann auch deutlich als ich vom Flughafen zurückkam. Die gewohnte Depression kam nicht, das Eintreten in unsere nun gemeinsame Wohnung hinterliess ein ganz anders Gefühl, ich war nicht wieder allein in meiner Wohnung sondern in unserer Wohnung, die wir angefangen haben einzurichten und Juliet ist halt nur grad nicht zuhause. Echt, es war ein ganz anders Gefühl, ein gutes Gefühl, ein seeeehr Gutes :-)

Diana brutzelt das Teufelspack

Ansonsten komme ich aber zu gar nix, weil ich nebst den Umzugsvorbereitungen vorallem damit beschäftigt bin, abertausende von Monstern abzufackeln und mit Blitzen und Eisnebel zu plätten. Das neue und so lang ersehnte Computerspiel “Diablo 3” hält was es verspricht, es ist sowas von gut, dass der Suchtfaktor weit über dem Zumutbaren ist. Da mag es noch so ein Uhr nachts sein und man mag noch so müde sein, noch schnell diesen Keller aufräumen und Schatztruhen plündern, noch schnell diesen Boss-Gegner plätten, noch schnell die neu erworbenen Zauberkräfte ausprobieren…….. *seufz*…….. und wenn man’s dann doch endlich ins Bett schafft und schon bald darauf der Wecker des Todes klingelt, hat man keine Feuerbälle um den auch gleich niederzumetzeln. Ich muss Euch echt etwas mehr über diese verrückte Spielwelt erzählen, aber eben, mir fehlt die Zeit, kommt aber bestimmt noch ;-)

Verbrutzelte Atomreaktoren

Apropos Teufelspack und Feuerbälle – heute hat das Schweizer Bundesgericht einen ersten Entscheid gefällt zum Schrottreaktor Mühleberg: Ein Zwängel-Gesuch der BKW wurde abgelehnt und das dürfte defintiv das Aus sein für diese Atomkrücke. Und damit zeigt sich einmal mehr, dass wir UmweltschützerInnen halt letzten Endes eben doch Recht bekommen. Schon vor über einem Jahrzehnt lag ich im Greenpeace-Overall an diesen Schrottreaktor angekettet und protestierte dagegen, dass diese Lotterkiste trotz Rissen im Reaktorkernmantel weiter betrieben wird. Während ein Auto in Millionenhöhe haftpflichtversichert sein muss und schon das kleinste Rostfleckchen vom Strassenverkehrsamt beanstandet wird, dürfen AKWs auch mit Rissen im sicherheitsrelevantesten Teil der Anlage weiter betrieben werden und das während nicht mal ein Prozent eines möglichen Schadens versichert ist. Remember – die nicht versicherten Kosten eines nuklearen Super-GAUs wären in etwa eine halbe Million pro Kopf – haben wir ja in der Portokasse ;-) Dieser Fall zeigt mal wieder, dass es sich eben doch lohnt, gegen Windmühlen anzurennen und aussichtslose Kämpfe zu führen – auch wenn es nebst unserem jahrelangen Einsatz auch noch Tscherobyl und Fukushima brauchte um zur Vernunft zu kommen, am Ende stehen wir doch endlich vor dem Atomausstieg. Apropos Fukushima, an der amerikanischen Küste sind nun auch schon die ersten radioaktiv verseuchten Thun-Fische aufgetaucht – natürlich gesundheitlich vöööööööllig unbedenklich.

Gentech-Pflanzen des Grauens

Apropos auf dem Teller und Grossrisikotechnologie – ebenfalls heute meldet das Wissenschaftsmagazin “Spektrum der Wissenschaft” von einer neuen Studie die zeigte, dass der genmanipulierte Bt-Mais bereits zu Resistenzen führt. Nein, echt? Es dürften ungefähr 15 Jahre her sein, dass ich nebst einer Unzahl an Leserbriefen und Forendiskussionsbeiträgen meine erste Webseite erstellte, in der ich unter Anderem auch kurz erklärte, weshalb der genmanipulierte Bt-Mais Resistenzen fördern würde und damit Bio-Bauern ihr natürliches Bt-Protoxin nicht mehr verwenden können. Wir hätten keine Ahnung, sagten damals diejenigen die uns glauben machen wollten sie hätten Ahnung – so wie die Atömler uns einredeten, ein atomarer Super-GAU käme nur alle 10’000 Jahre einmal vor. Und einmal mehr hatten wir Recht, wie bereits bei unserer Befürchtung, dass der Einsatz von Antibiotikaresistenzgenen in der Gentechnik das Aufkommen antibiotikaresistenter Keime fördern würde. Auch wenn ich in all diesen Themen lieber nicht Recht behalten hätte, so bleibt doch wenigstens die Hoffnung, dass die Technologiegläubigkeit und der Machbarkeitswahn des modernen Menschen durch solche Erkenntnisse doch irgendwann mal etwas bescheidener wird.

Und weiter ballern

So und jetzt muss ich weiter, der dritte Akt von Diablo wurde gestern von mir eröffnet und da tummeln sich grad mehr beängstigende Kreaturen als an einer SVP-Albisgüetlitagung, ich werde also dringend gebraucht ;-)

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