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Nur mal kurz – mit dem Teufel im Genick

Bevor ich am Donnerstag zum letzten Mal ein Hamburger Kuschelweekend mache, möchte ich hier noch kurz ein Lebenszeichen geben – mit Betonung auf kurz – denn der Teufel sitzt mir im Genick und obwohl ich ihn bereits dreimal besiegt habe, kommt er doch immer wieder – glücklicherweise :-)

Diablo – das Spiel des Teufels

Ich will ja längst einen ausführlichen Blogbeitrag schreiben über das mich grad süchtig machende Spiel “Diablo 3“, theoretisch hab ich sogar längst damit angefangen, aber eben weil das Spiel so süchtig macht, komm ich einfach zu gar nix mehr (vorallem als Zauberin). Echt, wenn ich am Feierabend heim komme, dauerts meist nur wenige Minuten bis ich wieder am Dämonen jagen bin, um halb Neun gibts dann meist Blabla mit Juliet bis etwa halb Elf und dann wird in der Regel nochmal 1-2 Stunden weiter gezockt. Üüüüüüübelst sag ich Euch. Wer mit dem Gedanken spielt, Diablo 3 zu spielen, dem sei gesagt: Pfoten weg! Das Spiel ist so cool, dass man kaum noch leben kann neben der Spielerei :-) Zugegeben, meine aktuelle Masslosigkeit im Spielen hat sicher auch damit zu tun, dass Juliet in einem Monat zu mir kommt und ich dann weiss Gott Schöneres zu tun habe als Mäuse festzuklammern – dann wird nämlich erst mal ein paar Monate oder Jahre lang an Schatzi geklammert. Und so kann ich halt nicht anders als die Zeit noch zu nutzen und soviele Monster auszuradieren wie möglich – man gönnt sich ja sonst nix :D

Die sechs Jahreszeiten

Apropos Hölle, der Sommer hat ja endlich so richtig angefangen und dementsprechend geniesse ich natürlich den sommerlichen Bekleidungsrausch am frühen morgen vor dem Kleiderschrank. Trotzdem – eben deshalb Hölle – kam ich nicht umhin, diese Woche die Jahreszeiten neu zu definieren, denn entgegen der weitverbreiteten Meinung gibt es sechs Jahreszeiten. Es gibt Winter, Frühling, Frohsommer, Hölle, Spätsommer und Herbst. Ne echt, auch wenn ich da einmal mehr vom Mainstream abweiche, aber alles was über 25 Grad ist empfinde ich als höllisch. Es scheint wirklich so, dass ich ein Nordlicht bin, für mich sind Idealtemperaturen zwischen 15 und 25 Grad, schon ab 12 Grad trag ich kurzärmlich und ab 25 Grad laufe ich aus wie ein Wasserfall. Buäk sag ich da nur. Kalt zu haben ist ja ok, dann kann ich mich wärmer anziehen. Aber wenn ich sogar im kurzen und luftigen Sommerkleidchen schwitze wie n’Ochse, dann ist das für mich nicht mehr Sommer, dann ist es einfach nur noch grusig. Und genau das erlebte ich am Montag während dem Mittagessen in der Gartenlaube eines Restaurants, trotz Halbschatten war ich patschnass anschliessend. Muss wohl meine Wikinger-DNA sein, für mich sind hohe Temperaturen jedenfalls nix, aber sowas von überhaupt nix.

Letztes Kuschel-Weekend in Hamburg

Jauh und morgen isses wieder soweit und ich flattere nach Hamburg – zum letzten Mal sozusagen. Naja stimmt nicht ganz, denn erstens werden wir Juliets Mama natürlich weiterhin ab und zu besuchen und zweitens flieg ich Anfang August nochmal dahin um Juliet samt Katzen abzuholen. Aber es wird das letzte der legendären Kuschelweekends sein und das ist ein schaurig gutes Gefühl. Dann noch rund 5 Wochen ausharren und dann hab ich meine Süsse hier bei mir und geb sie nie nie nie niemal nicht wieder her – im Fall :-) Dieses Weekend wird so das Wetter will ein kleines Highlight, denn ausgerechnet dieses Wochenende finden in Hamburg die “Harley Days” statt, ein Anlass an dem gefühlte Zigmilliarden Harleys zu bestaunen sind – eine Gelegenheit die wir uns natürlich nicht entgehen lassen – eben sofern das Wetter uns den Weg ebnet.

Umzugsvorbereitungen fast abgeschlossen

Unsere Umzugsvorbereitungen sind unterdessen so ziemlich abgeschlossen, die deutsche Bahn resp. DB-Schenker übernimmt den Transport von Tür zu Tür, die Katzen sind geimpft und gechipt und bei meiner Verwaltung erfolgreich beantragt, Kisten sind gepackt, es fehlen nur noch ein paar Kleinigkeiten wie das Bestellen neuer Türschilder und so Kram. Aber alles Umständliche oder Unklare ist nun vorbei, noch etwas “Tüdelkram” und wir sind ready :-)

Joooohhhh, das wär’s dann mal wieder, das Böse ruft und irgendjemand muss nunmal den Scheiss mit der Weltrettung machen, tu ich’s nicht, tut’s gar niemand, also muss sich Diablo weiterhin warm anziehen – girls power eben ;-)

Also wünsch ich allseits ein schönes Wochenende, ich werde frühstens nächsten Dienstag wieder online sein – eben Liebe und kuscheln und so, Ihr wisst schon :D

Stay strong!
Stay true!
Express yourself :D

Wahres Glück ist unglaublich still

Während ich die letzten Tage wieder an der Bearbeitung der Druckvorlage für das letztjährige Blogtagebuch war, begann etwas von Seite zu Seite mehr in mir zu schwingen, so ein unbeschreibliches Gefühl von Dankbarkeit, Zufriedenheit und Glück. Irgendwie ist es schon erstaunlich, wenn man unglücklich ist, ist einem das ständig bewusst, es verfolgt einem wie der eigene Schatten und lässt sich nicht abschütteln. Doch wenn man glücklich ist, zumindest diese Art von Glücklichsein von der ich grad rede, merkt man das meist nicht – und genau darin liegt das grosse Glück. Wahres Glück ist ein stilles Wasser, so still, dass man es kaum hört – und erst wann man bewusst nach Geräuschen sucht, wird einem klar, dass da gar keine sind, erst dann wird die Ruhe so richtig spürbar.

Das mit der Stille ist generell so eine Sache, wenn es still ist, denkt man selten: Oh ist das still hier. Erst wenn es lärmig wird, realisiert man, wie still es war, bevor es wieder laut wurde. So geht es mir wenn ich mich mit alten Blogtexten von mir beschäftige. Ich sitze da, überfliege Texte, Erinnerungen und Gefühle tauchen auf und der Lärm geht los. Das Durchforsten alter Blogtexte wühlt immer auf und holt längst vergessene Momente und längst nicht mehr verspürte Gefühle aus einer Vergangenheit, die mir aus heutiger Sicht unglaublich fremd erscheinen. Kann es wirklich sein, dass es mir einst so schlecht ging? Kann es sein, dass ich durch soviel Elend watete? Und wie genau geschah es, dass ich aus diesem Morast emporkroch und nun hier im Himmel liege und vergnügt vor mich hinträllere?

In so Momenten, wenn ich so alte Blogtexte lese, tauche ich ob ich will oder nicht wieder in diese Zeit ein und ich spüre wieder, wenn auch nur in einer irgendwie projezierten Form, was ich damals fühlte, welche Ängste mich durchdrangen, welche Verzweiflung mich erschütterte, welche Hoffnungslosigkeit mich erfüllte und welch renitenter Überlebenswille mich trotzig alles durchstehen liess, was man niemandem zumuten möchte. Und all das fühlt sich einerseits vertraut an, weil es meine eigene Vergangenheit ist und anderseits fühlt es sich so fremd an als würde ich einen Horrorthriller von Stephen King lesen. Man erlebt das Grauen mit, spürt es in jeder Pore und weiss doch stets, dass es nur Fiktion ist. Doch nicht in diesem Fall, meine Vergangenheit ist keine Fiktion, auch wenn es sich nur zu oft so anfühlt, ich habe das wirklich alles durchlebt – und überlebt.

All das macht mich immer wieder von Neuem fassungslos, ich sehe und fühle all das was war und so vertraut es doch ist, so fremd ist es auch. Heute führe ich ein stinknormales und schon fast langweiliges Leben, ich habe einen coolen Job, habe tolle Freunde, bin in einer wundervollen Beziehung mit dem süssesten Mädel der Welt, die ab August sogar endlich bei mir wohnt, all der Scheiss mit GaOp und Personenstandsänderung ist vorbei, die unerträgliche Diskrepanz zwischen Innen und Aussen hat sich aufgelöst – all das steht in so krassem Kontrast zu dem was war, dass ich das im Kopf kaum auf die Reihe krieg.

Klar habe ich weiterhin meine Probleme, ich ärgere mich regelmässig über Trans/Medien Scheiss, ärgere mich politische Hirnwäsche und ein Volk das sich seiner Manipuliertheit nicht annähernd bewusst ist, finanziell stehen recht wacklige Zeiten vor uns weil der Umzug und all der Kram recht an die Substanz geht und wir nicht viel Reserven haben, das und tausend kleine Dinge und Problemchen begleiten mich im Alltag. Aber all das fühlt sich sowas von unbedeutend an und es gehört halt einfach zum Leben – jeder hat solche Alltagssorgen und Widrigkeiten im Leben, aber ich habe etwas was nur Wenige haben: Egal was grad nicht gut läuft, ein kurzer Blick zurück reicht um mich mit einer ungeheuren Zufriedenheit zu erfüllen. Ich weiss aus Erfahrung, dass das Leben unsäglich grausam sein kann und ich weiss, dass man Dinge durchleben kann, die einem die Seele in tausend Stücke zerfetzen. Diese Erfahrung und die Erinnerung an all das was war schenkt mir eine Dankbarkeit und Zufriedenheit, die wohl eher selten ist.

Wie lange habe ich mein Leben nicht wirklich gelebt, wie oft war ich unsäglich traurig und verzweifelt, wie oft habe ich mir den Tod gewünscht und ihn doch nie erhalten, durch wieviel Irrsinn musste ich waten bis ich im hier und jetzt ankam – unglaublich viel war da, unvorstellbar viel.

Und heute stehe ich am morgen auf, geh ins Badezimmer und mach mich vor dem Spiegel bereit, ohne dass mir ein Drama meinerselbst entgegenglotzt, ohne dass ich bedaure dass schon wieder ein neuer Tag begonnen hat, ohne dieses allumfassende Gefühl totaler Sinnlosigkeit meines Lebens – ich bin einfach ein fast normales Menschlein, das das Leben lebt, zur Arbeit geht und mega viel Spass dabei hat, bald täglich mit der Liebsten rumkuschelt, genug Freiraum im Kopf hat um auch mal wochenlang Diablo-3 zu spielen weil mir grad danach ist…………

Mann, ist das Leben schön, echt. Und so wirklich schön ist es gerade deshalb, weil es so wenig braucht um es schön zu machen. Ich brauche kein Geld, kein Auto, keinen Ruhm, ich brauche eigentlich nichts ausser mir selbst, der Möglichkeit mich selbst anzunehmen und zu lieben und die Frau meines Lebens zu haben, die mich liebt so wie ich bin und die mir tagtäglich zu spüren gibt, dass ich nie allein bin und wirklich geliebt werde.

Ihr fragt Euch nun vielleicht, was dieses ganze Herumgesülze soll……… ehrlich gesagt, ich weiss es auch nicht, mir ist nur einfach grad danach, weil mir mein eigenes Blog mal wieder vor Augen gehalten hat, wie brutal das Leben sein könnte und wie schön es doch ist, jetzt, da es eben nicht mehr ist, wie es einst war.

All das bestätigt mich darin, dass ich Recht habe mit meinem Lieblingsslogan der schon so oft im Blog zu lesen war: “Nichts ist unmöglich, denen, die das Unmögliche wagen”. Ja in der Tat, nichts ist unmöglich, man muss nur mutig und frech und kreativ und unorthodox genug sein und darf sich nicht gefangen nehmen lassen durch Vorstellungen und Einredungen, die einem glauben machen wollen, es gäbe das Unmögliche. Denn wenn man etwas wirklich will und kreativ genug ist um es umzusetzen und hartnäckig genug ist um dieses Ziel zu verfolgen, dann geht es auch – und es führt ans Ziel – und es führt einfach in den Himmel………….. oder wenigstens den Kühlschrank hinunter ;-)

Transsexualität und Geschlechtsentwicklung

Um Transsexualität zu verstehen, muss man erst wissen, wie die Geschlechtsentwicklung überhaupt abläuft, erst dann kann man begreifen, warum es bei den Geschlechtern eben nicht nur Barbie+Ken gibt – und dass es keine absolut zuverlässigen Kriterien gibt um bei jemandem das Geschlecht mit Sicherheit bestimmen zu können, ausser der eigenen “Gewissheit um das eigene Geschlecht”. Zeit für eine “nicht wissenschaftliche” Aufklärung über die wissenschaftlichen Fakten zur Geschlechtsentwicklung.

Chromosomen = Geschlechtshormone = Genitalien?

Vereinfacht gesagt läuft es so, dass die Chromosomen im Wesentlichen beeinflussen, welche Geschlechtshormone produziert werden. Diese Geschlechtshormone wiederum beeinflussen dann die körperliche Entwicklung des Embryos, dazu gehört auch die Geschlechtsdifferenzierung des Gehirns. Testosteron vermännlicht den Körper, Östrogen verweiblicht ihn. Selbst wenn man den Hormonhaushalt im Erwachsenenalter umkehrt wie bei transsexuellen Menschen, verändert sich der Körper in vielerlei Hinsicht. Wenn alles “normal” läuft mit der Geschlechtsentwicklung, dann hat eine korrekte DNA die passende Hormone aktiviert und die haben alles von A-Z ins richtige Geschlecht entwickelt – wenn das Wörtchen “wenn’ nicht wäre…….

Abweichungen der “normalen” Geschlechtsentwicklung

Doch hier liegt eben der Haken, denn schon bei den Chromosomen gibt es Abweichungen, die alles auf den Kopf stellen können, dann gibt es verschiedene Umstände die die Hormonproduktion oder Hormonaufnahme behindern oder verändern können bis hin zu eventuellen Faktoren die wir noch nicht kennen. Der Weg von der Eizelle zum geschlechtlichen Menschen ist abenteuerlicher als denken. So kann sich jemand ungeachtet von XX/XY in jedes Geschlecht entwickeln – oder wie im Falle von transsexuellen Menschen, ein Teil des Körpers (das Gehirn) sich nicht in dasselbe Geschlecht entwickelt wie der Rest des Körpers.

Der Irrtum von XX = Frau / XY = Mann

Nehmen wir gleich mal den verbreitetsten Irrtum vorweg. Gerade wenn es um Transsexualität geht, kommt die Genetik immer als Todschlagargument daher, XX ist eine Frau und XY ein Mann, punkt. Und das ist Quatsch, meines Wissens sind aktuell fünf verschiedene Chromosomen-Varianten bekannt bis hin zu Menschen mit XXY-Chromosomensatz oder sogar mit nur einem einzelnen X-Chromosom.

XX-Männer

Der Grund für die männliche Geschlechtsentwicklung liegt nicht im Y-Chromosom als Ganzes sondern in einer Gensequenz namens SRY (Sex determining region of Y), das die Testosteronproduktion steuert. Nun gibt es Fälle in denen ein SRY-gen auf einem der beiden X-Chromosomen liegt, infolgedessen entwickelt sich der Körper trotz fehlendem Y-Chromosom männlich. (Wikipedia: XX-Mann)

XY-Frauen

Die SRY-Sequenz steuert wie gesagt die Testosterionproduktion und die wiederum ist hauptverantwortlich für die restliche Körperentwicklung. Wenn nun aber aus verschiedenen Gründen diese Testosteronproduktion beeinträchtigt ist oder das Testosteron sonstwie blockiert wird (z.B. Androgen-Resistenz), dann kann die “Vermännlichung” des Fötus nicht oder nur teilweise erfolgen. Das Umgekehrte ist auch möglich, beispielsweise beim sogenannten “Swyer-Syndrom“, da existieren zwar XY-Chromosomen, aber aufgrund einer Mutation im SRY-Gen werden keine hormonaktiven Keimzellen gebildet und so kommt es nicht zu einer Masulinisierung. In beiden Fällen haben Betroffene zwar XY-Chromosomen aber einen weiblich entwickelten Körper.

XXY-Chromosom

Spätestens bei einer XXY-Chromosom Variante (Klinefelter-Syndrom) stehen wir am Abgrund, wenn wir die DNA zur Geschlechtszuweisung verwenden möchten, da ist ein XX aber auch ein XY vorhanden, was nun? Ähnlich sieht es aus bei Menschen die nur ein X-Chromosom (Turner-Syndrom) haben, da fehlt offenbar eins, aber welches, das zweite X oder das Y?

Intersexualität

Solche Normvarianten der Geschlechtsentwicklung nennt man Intersexualität (Zwitter). Dass diese Menschen oft schon als Säuglinge genitalverstümmelt werden im Dienste der gesellschaftlichen Geschlechtsbinarität, habe ich bereits mehrmals angeprangert und soll heute nicht das Thema sein.

Transsexualität – die partielle Abweichung vom eigenen Geschlecht

Wie man heute weiss, gibt es in der Geschlechtsentwicklung verschiedene Phasen die ein Embryo durchläuft. So gibt es Zeiten, in denen vorallem Gonaden/Genitalien ausgebildet werden und es gibt auch andere Phasen in denen das Gehirn hauptsächlich entwickelt wird. Verschiedene neurologische Studien konnten zeigen, dass Hirnregionen (vorallem Hypothalamus), die massgeblich an der Geschlechtsentwicklung beteiligt sind, bei vielen transsexuellen Frauen in Grösse und Neuronendichte den Gehirnen von Frauen entsprechen – und umgekehrt, haben transsexuelle Männer die Struktur von Männern. Wir haben also vereinfacht gesagt ein weibliches Gehirn in einem männlichen Restkörper. (siehe: “ATME – Biologische Ursachen“)

Der naheliegendste Verdacht geht davon aus, dass ein hormonelles Ungleichgewicht im Mutterbauch die Geschlechtsentwicklung in einzelnen Entwicklungsphasen in die “falsche Richtung” gesteuert hat. Deshalb ist es eben auch kein “Wunsch nach Geschlechtswechsels”, transsexuelle Menschen wollen ihr Geschlecht nicht ändern, denn das sitzt in ihrer Persönlichkeit, die wohl eher im Gehirn als zwischen den Beinen sein dürfte. (Siehe: “Mut23 – Das Gehirn bestimmt das Geschlecht“)

Keine geschlechtsbestimmenden Kriterien

Resumieren wir also nochmal: wir haben mehr als zwei Chromosomenvarianten, es gibt sowohl XY-Frauen als auch XX-Männer, die DNA ist folglich kein Kriterium mit dem man das Geschlecht zweifellos festlegen könnte. Sowohl die DNA als auch das Hormonsystem können jede nur denkliche Geschlechtsvariante hervorbringen, von Männern mit unterentwickeltem Penis, über Frauen mit übergrosser Klitoris, Frauen mit Bärten, Männer mit Brüsten – bis hin zu Menschen, deren sichtbarer Körper 100% einem Geschlecht entspricht und die trotzdem nicht davon abzubringen sind, zu wissen, dass sie nicht dem ihnen zugewiesenen Geschlecht entsprechen. Es gibt ganz einfach kein Kriterium zur Fremdbestimmung – also hören wir endlich auf mit diesem Quatsch.

Die Gewissheit um das eigene Geschlecht

Es gibt nur eines was mit Sicherheit korrekt und unveränderlich ist, das ist die Gewissheit um das eigene Geschlecht. Man hat es mit Intersexuellen schon viel zu oft ausprobiert, hat ihr Genital nach der Geburt zurechtgeschnippelt, hat sie “geschlechtsspezifisch korrekt” erzogen, doch all das hat nichts an ihrer Überzeugung geändert, welchem Geschlecht sie angehören. Zu wissen, wer man ist, lässt sich nicht von aussen beeinflussen, es ist eine Frage des Wesens und basiert massgeblich auf der eigenen Hirnstruktur. Man kann jemanden natürlich einschüchtern oder unter Druck setzen mit lustigen “Verhaltenstherapien”, vielleicht bringt man jemanden so sogar zur Selbstverleugnung, aber das Wissen wer man ist bleibt bestehen, auch wenn es nicht mehr ausgesprochen wird.

Recht auf Selbstbestimmung

Um es nun noch ganz persönlich zusammenzufassen: Wenn weder DNA-Test noch Hormonprofil, noch Entwicklung der Genitalien noch sonst etwas ein unumstösslicher Beweis zur Geschlechtsbestimmung vorhanden ist und ich von mir sage, dass ich eine Frau bin, dann steht es argumentativ eins zu null. Dann hat die Gesellschaft das zu akzeptieren, weil es nichts gibt was das Gegenteil beweisen würde, dafür aber etwas vielleicht Unbedeutendes das dafür spricht – ich selbst, meine Persönlichkeit und mein Selbst – ich finde das sollte reichen um auch transsexuellen Menschen endlich wahre Selbstbestimmung zuzusprechen und ihnen damit die Menschenwürde geben, die bisher verweigert wurde, weil jeder glaubte zu wissen, dass ja XX und YY und……………… und ob es uns passt oder nicht, wir müssen damit leben, dass unser Schwarzweiss-Bild des menschlichen Geschlechts eine Illusion ist, es gibt Frauen mit Penis und es gibt Männer ohne Penis – Punkt!

Weiterführendes
Entwicklung der Geschlechtsorgane
Milton Diamond: Medizinische Ursachen für Transsexualität (Kapitel 2)

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