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Ferien und Tarantel-Tanz

Uiiiiiiii bin ich aufgedreht, das glaubt Ihr nicht. Seit 2 Stunden habe ich Ferien für zwei Wochen, flieg morgen früh nach Hamburg an die Hochzeitsfeier von Juliets Mama um dann am Montag morgen wieder mit Juliet zusammen heimzufliegen (sie ist seit einer Woche dort), dann beginnen unsere gemeinsamen Ferien, erstmals in unserem gemeinsamen Zuhause, wow. Ich hätte also genug zu tun wie packen oder Katzenklos zu bauen, aber ich bin sowas von überdreht, dass ich jetzt erst mal schreiben muss. Nun denn, lassen wir’s mal sprudeln……..

Die grosse Heiraterei

Morgen Abend findet in Hamburg die Hochzeitsfeier von Juliets Mama und ihrem Lars, auch mein Paps ist mit seiner Frau bereits dort und wird auch teilnehmen, man kann sich vorstellen, wie ich mich darauf freue. Noch mehr freue ich mich natürlich, dass ich Juliet anschliessend am Montag Morgen zurückschleppen kann und wir dann wieder zusammen sind, sogar Ferien haben, hmmmmmm……..

…….. und nach zwei Wochen Ferien gehe ich eine Woche zur Arbeit und dann geht’s ab aufs Standesamt :-) Für die, die’s nicht schon in unserem gemeinsamen Blog gelesen haben, jauh wir heiraten – resp. wir machen eine eingetragene Partnerschaft. Wir dürfen’s ja nicht Ehe nennen, tun dürfen wir’s, aber ja nicht so benennen. Wie dem auch sei, die Hochzeitsfeier wird dann jedoch erst später stattfinden in einigen Monaten. Aber zuerst muss ich jetzt mal nach Hamburg fliegen und das ist abenteuerlicher als mir lieb ist……….

Diana auf Zeitreise

Wenn ich mich nicht irre, sagte Einstein, dass nichts schneller sein kann als das Licht und falls sich etwas doch schneller bewegen würde, würde es sich in der Zeit rückwärts bewegen. Versteh ich nicht, ganz ehrlich, aber ist egal, hat mich inspiriert heute. Ich hoffe echt, dass er Recht hat, denn andernfalls habe ich ein gröberes Problem.

Normalerweise klingelt der Wecker meines Handys morgens um Halbsieben, damit ich dann so Gott will mit viel Glück so nach Sieben dann mal aufstehe, mich antüdle um dann so um Acht in der Firma zu sein. Soviel zur Theorie, in der Praxis wird’s öfters mal Halbneun oder Neun. Nun, morgen klingelt der Idiot von einem Wecker um Vier, weil ich um Halbsieben abfliege und gemäss Boardingkarte gefälligst um 5:45 Uhr am Gate stehen soll. Das ist so ziemlich genau eine Minute BEVOR der erste Zug der mir zur Verfügung steht dort ankommt. Ich habe also minus eine Minute um vom Bahnsteig zum Gate zu gehen. Selbst mir als Blondine leuchtet ein, dass das relativ knapp wird – wäre da nicht Einstein.

Nicht ohne Stolz erwähne ich gern, dass ich unterdessen sowas von Flug-Profi bin, dass ich nur wenige Minuten vor dem Boarding ankommen muss, weil ich alles so genau kenne und im Stechschritt nur etwa zehn Minuten brauche, inklusive durch die Scanner watscheln und so. Aber zehn Minuten auf minus eine Minute zu reduzieren, wird schwer, selbst wenn ich auf Flachtretern renne. Aber ich werd’s versuchen, nicht umsonst ist mein Lebensmotto: Nichts ist unmöglich, denen, die das Unmögliche wagen – ich krieg das hin, wetten?

Denn auch wenn ich den Quatsch mit der Lichtgeschwindigkeit nicht hinkriege, das ganze Boarding dauert in der Regel mindestens zwanzig Minuten, da ich nur Zehn brauche, sollte das reichen – wenn ich schnell genug bin – und der Zug pünktlich ist – und ich den Zug erwische – und den Wecker nicht morgens um Vier völlig entnervt an die Wand klatsche…………. irgendwie wundert es mich nicht allzusehr, dass ich so aufgedreht bin…….. drückt mir die Daumen ;-)

Der Quatsch mit den Katzen

Apropos früh am morgen: da ist ja noch die Sache mit den Katzen, da gibt’s so einiges zu erzählen. Ich lieb die zwei Miezen, aber sowas von, sag ich Euch. Baileys ist ja mittlerweile sozusagen “meine Katze” und Tequila ist wie eh und je kuschlig wie nur etwas. Und diese Woche ohne Juliet waren sie noch anhänglicher, einfach unendlich süss sag ich Euch. Aber alles hat zwei Seiten, selbst diese zwei supersüssen Miezen können einem manchmal auf die Palme bringen.

Auch wenn ich seit Jahren davon träume, irgendwann mal wieder ferienhalber an einem Sandstrand zu spazieren, trotzdem kann ich mich nur schwer dafür erwärmen, ständig auf Sand zu laufen, den die bekloppten Katzen aus dem Ktzenklo geschleppt haben. Ich fand’s auch nur mässig amüsant, als eine auf’s Sofa kotzte oder eine auf den Knautschsessel kackte – ne, bei aller Liebe, das ist nicht wirklich toll. Fast so nicht-toll wie kürzlich, als ich nach durchzechter Diablo-Spielnacht aufwachte, liegend am ersten Kaffee schnüffelte und Tequila anspazierte, sich mal drollig krümmte und vor meinen Augen auf den Boden kotzte. Das ist nicht wirklich beglückend, wenn ich ehrlich sein darf.

Aber die sind so süss, sag ich Euch, man kann ihnen einfach nicht oder nur ganz kurz böse sein. Denn auf der anderen Seite wird man so liebevoll bekuschelt, dass man – in meinem Fall – so lebt als hätte man drei Freundinnen :-) Ok, knutschen tu ich nur die zweibeinige Katze ;-)

Heute muss ich noch Katzenklos bauen, weil die Guten ja zwei Tage allein sind. Wir deponieren ausnahmsweise einfach mal genug Trockenfutter und genug Wasser, damit kommen die gut klar. Aber das Klo reicht alleweil nicht, also bastle ich heute aus Karton und Abfallsäcken wieder so ein schickes Katzenklo…….. und muss das morgen um Halbfünf noch alles bereitstellen und füttern und so *soifz*

Ferien im gemeinsamen Zuhause

Jauh und nächste Woche geht’s dann los mit unseren ersten Ferien im gemeinsamen Zuhause. Wir hatten ja schon zusammen hier Ferien, aber da war es eben noch mein Zuhause, nun isses unseres :-) Einerseits werden wir noch etwas einrichten und dekorieren und so, anderseits werden wir auch kleinere Ausflüge oder Spaziergänge und so Kram machen – ausserdem stehen ein paar Besuche auf dem Plan und nicht zuletzt werden wir sicher ein-zwei mal ins Classroom Pub. Wer Lust hat, sich da mal dazu zu gesellen, soll sich bei uns melden ;-)

Mission completed – ein erfolgreicher Abschluss

Die letzten Monate hatte ich ja wie hier zu lesen war einiges an “Stress”, wir hatten eine Deadline die von uns wirklich absolute Top’leistung abverlangte und wir schafften schlussendlich das Unmögliche und hatten die wichtigen Programmteile auf den Demo-Termin fertig. Anschliessend kamen noch ein paar Wochen, in denen ich sonst viel um die Ohren hatte, weil so einiges liegengeblieben ist während dieser Projektphase. Jedenfalls war ich dann pünktlich heute Nachmittag fertig mit allem was dringend war. So in die Ferien zu gehen ist schön, mit dem Gefühl, alles Wesentliche erledigt zu haben.

Erfreuliche News zum Abschied

Ebenfalls pünktlich zu den Ferien kamen dann heute noch die Good-News des Jahres. Pünktlich deshalb, weil ich während den Ferien nur selten News verfolge, Ferien sind Ferien, da will ich mich nicht ständig über die Welt da draussen ärgern. Aber diese News versüssten mir den Tag, was sie zu einem netten Abschiedsgeschenk machte. Innert einer Stunde erfuhr ich zuerst, dass Japan offiziell angekündigt hat, bis 2040 aus der Atomenergie auszusteigen, dann kam die Meldung, dass der Schrottreaktor Fessenheim 2016 abgeschaltet werden soll. Beides ist zwar später als mir lieb ist, aber beides zeigt, dass die Zeit für eine Wende im Energiesektor wirklich gekommen ist. Die Atomindustrie wehrt sich zwar noch mit Händen und Füssen und schickt ihre PR-Profis auf die Welt los wie Heuschreckenschwärme, aber es zeichnet sich ab, dass es die letzten Zuckungen eines Dinosauriers ist, der einfach nicht mehr in diese Zeit passt. Wirklich ein krönender Abschluss, bevor ich mich in die news-freie Ferienwelt begebe – das wär ungefähr jetzt, in diesem Moment :-)

Wir werden uns vermutlich hier oder in unserem gemeinsamen Blog zwischendurch mal melden, aber allzuviel ist nicht zu erwarten – Ihr wisst, Ferien und so, das ist wie die Sache mit dem Sabbath, da wird Ruhe zur Pflicht ;-)

Aber vor der Ruhe steht nunmal der Sturm und so aufgedreht wie ich grad bin, bleibt nur ein Lied mit dem ich mich verabschieden kann – enjoy :-)

Als Duo-Infernale lebt es sich besser

Der erste Monat ist vorüber und Juliet ist seit Donnerstag für eine gute Woche in Deutschland. Ein guter Moment, zurückzublicken und nochmal zu vergleichen. Tequila rennt grad wie von der Tarantel gebissen um mich rum, also so richtig allein bin ich ja auch jetzt nicht mehr, trotzdem ist der Unterschied gewaltig, ohne Juliet ist irgendwie alles doof.

Der Morgen zu Viert

Was war das für ein schöner Monat. Ich wachte morgens auf, bemerkte als Erstes meine Süsse neben mir, an die ich mich natürlich gleich mal kurz ankuschle, was sie mit einem genervten Geknurre quittiert, dann bemerke ich unsere Katzen am Fussende auf dem Bett, Tequila wie immer links bei Juliet, Baileys wie immer rechts bei Fuss. Ich stehe auf und geh in die Küche um Kaffee zu brauen, beide Miezen rennen mir im gestreckten Galopp voraus, also erst mal Tierfutter anrichten, wenn nötig Katzenklo im groben reinigen und mein Kaffee. Zurück im Bett versuche ich Juliet einen Knutscher zu verpassen, was sie erneut mit Knurrlauten quittiert und sich mit einer gekonnten Hechtrolle um die eigene Achse auf die andere Seite wälzt. Erneutes knurren, vergnügtes Kichern meinerseits, weiter geht’s mit antüdeln und so. Bevor ich das Haus verlasse, kriegt Juliet natürlich nochmal einen Knutscher, den sie – man ahnt’s – erneut mit Knurr- oder selten auch Fauch-Geräuschen beantwortet……. worauf ich dann noch vergnügter das Haus verlasse – was die Katzen an der Tür stehend dann mit tadelndem Blick belohnen.

Wenn man beim Heimkommen erwartet wird

Der Tag ist um, ich komme heim, will die Tür öffnen, da öffnet sie sich selber und Juliet strahlt mich an – umarmen, beknuddeln, beknutschen, blabla……… die Katzen wirken etwas aufgedreht……… dann erst mal aufs Sofa sitzen oder liegen, etwas brabbeln, zwischendurch die anmarschierenden Katzen streicheln…….. und dann geht Juliet in die Küche und kocht das Essen fertig, das sie meist bereits vorbereitet hat.

Zu Viert auf dem Sofa

Das Sofaliegen ist natürlich völlig anders als früher, wir kleben eigentlich nonstop aneinander, am liebsten vor dem TV ausgestreckt, den Film ständig durch Knutschen oder Dazwischenquatschen unterbrechen – oder abendfüllende YouTube Sessions im Stil von: “Kennst Du den Song auch?”. Wenn’s ins Bett geht, werden wir natürlich gleich begleitet, manchmal gibt’s zuerst noch ein kurzes Zwangsknuddeln mit den Katzen, dann wird aneinander gelöffelt (wir, nicht die Katzen) und selig schlafe ich ein.

Ohne Juliet ist alles doof, auch Schmetterlinge und so

Tja, seit Donnerstag isse nun wieder weg, die Kuh, weil sie dieses Wochenende an einer Feier ist und nächstes Wochenende ihre Mama heiratet, deshalb bleibt sie gleich ne Woche, macht wenig Sinn für ein paar Tage wieder hierher und zurück zu fliegen. Aber so sinnvoll das ist, so blöd isses auch, sooooooooooooooooooooooo blöd, mindestens.

Wenn Miezen sich trösten

Die Katzen waren zuerst etwas verwirrt, als ich allein heim kam am Abend, aber sie suchten dann schnell bei mir etwas Trost und so kommt es, dass Tequila neuerdings stundenlang auf mir rumliegt, egal ob ich TV gucke oder Diablo spiele, Teqi macht mit.

Und auch Baileys ist anhänglicher, da wird das abendliche Haarebürsten das neuerdings mein Job ist auch gern mal auf den Nachmittag vorverlegt – die kann quaken sag ich Euch, da hat man keine Wahl, die fordert das echt ein :-) Aber das Schöne ist, dass ich so auch sehr getröstet werde, ich fühl mich echt nie allein, die Miezen sind immer da.

Alles nicht lustig

Ansonsten ist halt eben alles irgendwie doof ohne meine Süsse. Kochen am Abend ist nicht lustig, Cappu schlürfen schmeckt auch weniger, mir fehlt die Kuschlerei, allein ins Bett ist auch zu Dritt doof – Mann das klingt ja wieder *grins* – jedenfalls entschlafe ich nun halt wieder öfters vor dem TV, was für die Katzen manchmal etwas verwirrend ist, wenn ich dann um Vier plötzlich aufstehe und geisterhaft im Schlafzimmer verschwinde – wohin sie mir natürlich gleich folgen, versteht sich ;-) Aber es fehlt einfach unheimlich viel, wenn meine Liebste nicht da ist, soooooooooooooooo viel fehlt da, mindestens.

Nur Diablo ist nicht doof

Grösster Trost – das mag in Anbetracht des Namens etwas merkwürdig scheinen – ist Diablo himself, das Computerspiel das ich vor Juliets Einreise so enthusiastisch gespielt habe. Ich hatte damals das Spiel mit meiner stärksten Spielfigur bereits zweimal komplett durchgespielt, war deshalb im dritten Schwierigkeitsgrad und der war sowas von abartig schwer und absolut nicht den Genfer Konventionen entsprechend, dass mir der Spass langsam verging, also kam Juliet grad rechtzeitig :-) Aber nach einem Monat Spielpause konnte ich es natürlich nicht lassen und hab nochmal etwas rumgezockt und kam dabei zum ersten Mal auf die Idee, das spieleigene Auktionshaus aufzusuchen, mit dem ich mit dem erbeuteten Spielgeld Gegenstände kaufen konnte. Haha, wie doof bin ich denn, ich kriegte da auf Anhieb eine neue Waffe für meine grad so arg von Monstern geschundene Spielfigur ergattern, die mal locker doppelt so stark war wie die Alte – Resultat davon, ich putz die Drecksäcke wieder weg wie nix, muahuah *irrguckt* – und das macht wieder total Spass, gestern bis um drei Uhr. Da Tequilas Platz durch den Notebook blockiert war, legte sie sich halt entweder zu Füssen oder wie auf dem Bild zur Seite, den Kopf bequem auf meiner Hand ruhend, die unruhig die PC-Maus bewegt. Ich glaub, sie genoss die indirekte Massage durch die Spielbewegung meiner Maus, ich wiederum konnte mich nur begrenzt daran erfreuen, es fördert den Spielfluss nicht wirklich ;-)

Mal wieder Zeit – wofür?

Jedenfalls habe ich nun wieder mal etwas Zeit – man kommt ja echt zu gar nix mehr, wenn man so ein liebenswertes Mädel ständig um sich hat, an das man sich permanent klammern möchte wie junges Klammeräffchen – selbst dann, wenn sie sich grad geweckterweise aufführt wie ein wütender tasmanischer Teufel ;-) Und dann noch zwei zärtlichkeitsbedürftige Vierbeinkatzen dazu, da bleibt nicht mehr viel Zeit für sonstwas. Und nun hab ich sie, nutz sie sogar um diesen Blogbeitrag zu schreiben, wüsste sonst noch gefühlte tausend Dinge die ich längst erledigen wollte und eben nie zu was komme – aber weil grad alles so doof ist, mag ich irgendwie nicht – da gibt’s also nur eines, Diablo-3 starten und mal gucken wie ich zurecht komme mit meinen neuen Waffen – oder mit Tequila n’Film gucken – und ein Eis essen, auch wenn das eigentlich nur dann so richtig lecker ist, wenn man es zu Zweit mit einem Löffel ist *soifz* – ach schnickschnack, ich geh jetzt ein paar Monster plätten, man gönnt sich ja sonst nix ;-)

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