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Als Duo-Infernale lebt es sich besser

Der erste Monat ist vorüber und Juliet ist seit Donnerstag für eine gute Woche in Deutschland. Ein guter Moment, zurückzublicken und nochmal zu vergleichen. Tequila rennt grad wie von der Tarantel gebissen um mich rum, also so richtig allein bin ich ja auch jetzt nicht mehr, trotzdem ist der Unterschied gewaltig, ohne Juliet ist irgendwie alles doof.

Der Morgen zu Viert

Was war das für ein schöner Monat. Ich wachte morgens auf, bemerkte als Erstes meine Süsse neben mir, an die ich mich natürlich gleich mal kurz ankuschle, was sie mit einem genervten Geknurre quittiert, dann bemerke ich unsere Katzen am Fussende auf dem Bett, Tequila wie immer links bei Juliet, Baileys wie immer rechts bei Fuss. Ich stehe auf und geh in die Küche um Kaffee zu brauen, beide Miezen rennen mir im gestreckten Galopp voraus, also erst mal Tierfutter anrichten, wenn nötig Katzenklo im groben reinigen und mein Kaffee. Zurück im Bett versuche ich Juliet einen Knutscher zu verpassen, was sie erneut mit Knurrlauten quittiert und sich mit einer gekonnten Hechtrolle um die eigene Achse auf die andere Seite wälzt. Erneutes knurren, vergnügtes Kichern meinerseits, weiter geht’s mit antüdeln und so. Bevor ich das Haus verlasse, kriegt Juliet natürlich nochmal einen Knutscher, den sie – man ahnt’s – erneut mit Knurr- oder selten auch Fauch-Geräuschen beantwortet……. worauf ich dann noch vergnügter das Haus verlasse – was die Katzen an der Tür stehend dann mit tadelndem Blick belohnen.

Wenn man beim Heimkommen erwartet wird

Der Tag ist um, ich komme heim, will die Tür öffnen, da öffnet sie sich selber und Juliet strahlt mich an – umarmen, beknuddeln, beknutschen, blabla……… die Katzen wirken etwas aufgedreht……… dann erst mal aufs Sofa sitzen oder liegen, etwas brabbeln, zwischendurch die anmarschierenden Katzen streicheln…….. und dann geht Juliet in die Küche und kocht das Essen fertig, das sie meist bereits vorbereitet hat.

Zu Viert auf dem Sofa

Das Sofaliegen ist natürlich völlig anders als früher, wir kleben eigentlich nonstop aneinander, am liebsten vor dem TV ausgestreckt, den Film ständig durch Knutschen oder Dazwischenquatschen unterbrechen – oder abendfüllende YouTube Sessions im Stil von: “Kennst Du den Song auch?”. Wenn’s ins Bett geht, werden wir natürlich gleich begleitet, manchmal gibt’s zuerst noch ein kurzes Zwangsknuddeln mit den Katzen, dann wird aneinander gelöffelt (wir, nicht die Katzen) und selig schlafe ich ein.

Ohne Juliet ist alles doof, auch Schmetterlinge und so

Tja, seit Donnerstag isse nun wieder weg, die Kuh, weil sie dieses Wochenende an einer Feier ist und nächstes Wochenende ihre Mama heiratet, deshalb bleibt sie gleich ne Woche, macht wenig Sinn für ein paar Tage wieder hierher und zurück zu fliegen. Aber so sinnvoll das ist, so blöd isses auch, sooooooooooooooooooooooo blöd, mindestens.

Wenn Miezen sich trösten

Die Katzen waren zuerst etwas verwirrt, als ich allein heim kam am Abend, aber sie suchten dann schnell bei mir etwas Trost und so kommt es, dass Tequila neuerdings stundenlang auf mir rumliegt, egal ob ich TV gucke oder Diablo spiele, Teqi macht mit.

Und auch Baileys ist anhänglicher, da wird das abendliche Haarebürsten das neuerdings mein Job ist auch gern mal auf den Nachmittag vorverlegt – die kann quaken sag ich Euch, da hat man keine Wahl, die fordert das echt ein :-) Aber das Schöne ist, dass ich so auch sehr getröstet werde, ich fühl mich echt nie allein, die Miezen sind immer da.

Alles nicht lustig

Ansonsten ist halt eben alles irgendwie doof ohne meine Süsse. Kochen am Abend ist nicht lustig, Cappu schlürfen schmeckt auch weniger, mir fehlt die Kuschlerei, allein ins Bett ist auch zu Dritt doof – Mann das klingt ja wieder *grins* – jedenfalls entschlafe ich nun halt wieder öfters vor dem TV, was für die Katzen manchmal etwas verwirrend ist, wenn ich dann um Vier plötzlich aufstehe und geisterhaft im Schlafzimmer verschwinde – wohin sie mir natürlich gleich folgen, versteht sich ;-) Aber es fehlt einfach unheimlich viel, wenn meine Liebste nicht da ist, soooooooooooooooo viel fehlt da, mindestens.

Nur Diablo ist nicht doof

Grösster Trost – das mag in Anbetracht des Namens etwas merkwürdig scheinen – ist Diablo himself, das Computerspiel das ich vor Juliets Einreise so enthusiastisch gespielt habe. Ich hatte damals das Spiel mit meiner stärksten Spielfigur bereits zweimal komplett durchgespielt, war deshalb im dritten Schwierigkeitsgrad und der war sowas von abartig schwer und absolut nicht den Genfer Konventionen entsprechend, dass mir der Spass langsam verging, also kam Juliet grad rechtzeitig :-) Aber nach einem Monat Spielpause konnte ich es natürlich nicht lassen und hab nochmal etwas rumgezockt und kam dabei zum ersten Mal auf die Idee, das spieleigene Auktionshaus aufzusuchen, mit dem ich mit dem erbeuteten Spielgeld Gegenstände kaufen konnte. Haha, wie doof bin ich denn, ich kriegte da auf Anhieb eine neue Waffe für meine grad so arg von Monstern geschundene Spielfigur ergattern, die mal locker doppelt so stark war wie die Alte – Resultat davon, ich putz die Drecksäcke wieder weg wie nix, muahuah *irrguckt* – und das macht wieder total Spass, gestern bis um drei Uhr. Da Tequilas Platz durch den Notebook blockiert war, legte sie sich halt entweder zu Füssen oder wie auf dem Bild zur Seite, den Kopf bequem auf meiner Hand ruhend, die unruhig die PC-Maus bewegt. Ich glaub, sie genoss die indirekte Massage durch die Spielbewegung meiner Maus, ich wiederum konnte mich nur begrenzt daran erfreuen, es fördert den Spielfluss nicht wirklich ;-)

Mal wieder Zeit – wofür?

Jedenfalls habe ich nun wieder mal etwas Zeit – man kommt ja echt zu gar nix mehr, wenn man so ein liebenswertes Mädel ständig um sich hat, an das man sich permanent klammern möchte wie junges Klammeräffchen – selbst dann, wenn sie sich grad geweckterweise aufführt wie ein wütender tasmanischer Teufel ;-) Und dann noch zwei zärtlichkeitsbedürftige Vierbeinkatzen dazu, da bleibt nicht mehr viel Zeit für sonstwas. Und nun hab ich sie, nutz sie sogar um diesen Blogbeitrag zu schreiben, wüsste sonst noch gefühlte tausend Dinge die ich längst erledigen wollte und eben nie zu was komme – aber weil grad alles so doof ist, mag ich irgendwie nicht – da gibt’s also nur eines, Diablo-3 starten und mal gucken wie ich zurecht komme mit meinen neuen Waffen – oder mit Tequila n’Film gucken – und ein Eis essen, auch wenn das eigentlich nur dann so richtig lecker ist, wenn man es zu Zweit mit einem Löffel ist *soifz* – ach schnickschnack, ich geh jetzt ein paar Monster plätten, man gönnt sich ja sonst nix ;-)

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