Politically incorrect since 1966

Man hat nie genug Schuhe äh Instrumente

Schon oft musste ich energisch betonen, dass eine Frau NIE genug Schuhe hat, das ist für Euch ja nichts Neues. Aber Schuhe sind nicht die einzigen Dingens, von denen man nie genug haben kann, dasselbe gilt nämlich auch für Musikinstrumente. Ihr erinnert Euch vielleicht noch an meine Euphorie letztes Jahr, als ich mir ein elektronisches Cello kaufte, in der wirren Hoffnung, ich könnte das lernen? Naja, konnte ich nicht, aber das soll heute nicht das Thema sein, denn heute möchte ich mein neustes Lieblings-Dingens vorstellen, eine elektrische Gitarre, die ich vorerst mal liebevoll “Fury” (Furie) nenne……. und das kam so……..

….. das wär ein guter Zeitpunkt, Bier und Popcorn zu holen, das dürfte sich mal wieder hinziehen ;-)

Wer mich gut genug kennt, ist bezüglich meiner Schuhleidenschaft äh Musikleidenschaft ja schon öfters verwirrt worden, denn im Laufe meines Lebens habe ich eine beachtliche Anzahl an Instrumenten gekauft, mit mehr oder weniger Erfolg gelernt und dann irgendwann zur Seite gestellt. Das klingt etwas sinnbefreit, aber ich würde nicht einen dieser Käufe bereuen, denn all diese Instrumente bescherten mir unzählige Stunden Lebensfreude und das Musizieren war in vielen Lebensphasen ein unglaublich befreiendes Ventil, durch das ich meine Gefühle umsetzen konnt – selten gut, aber oft mit viel Spass.

Eine zwanzigjährige Reise durch die Welt der Instrumente

Es begann vor einem Vierteljahrhundert mit meiner ersten elektrischen Gitarre, die ich im Alleingang lernte – oder eben auch nicht – und die dann irgendwann abgelöst wurde durch Blues-Harps (Mundharmonika). Diese spielte ich mehrere Jahre, diesmal sogar recht erfolgreich, hatte in dieser Zeit ständig welche in der Jacke und trötete mir bei jeder sich bietenden Gelgenheit das Herz aus dem Leib. Aber irgendwie waren die BluesHarps nicht so ganz das Richtige und so kam dann halt doch irgendwann wieder das Gitarren-Fieber.

Elektrische Gitarren sind abgesehen von aus meiner Sicht nahezu unspielbaren Streichinstrumenten die Königinnen unter den Musikinstrumenten, also kaufte ich mir dann halt eine richtig gute Gitarre, eine königsblaue Levinson Blade. Mit der ging’s dann erstmals so richtig los, ein paar Jahre lang begleitete sie mich, ich nahm sogar lange Zeit Gitarrenunterricht, lernte dabei viel und kam doch irgendwie nie auf einen grünen Zweig. Das Problem dabei war, dass ich – um meinen damaligen Lehrer zu zitieren – die Gitarre in der Hand hielt wie eine Axt. Sei lockerer, ermahnte er mich Woche für Woche, nur um mitzuerleben, wie sich meine Finger noch mehr ins Griffbrett bohrten. Schlussendlich kam es wie es kommen musste, da meine Lernkurve eben aufgrund dieser Verkrampftheit stagnierte, verlor ich die Freude und hatte nun einen weiteren Gegenstand der herumstand.

Während einer Amerikareise kam dann mal noch eine indiansche Flöte dazu (eine red-cedar flute), die aber auch nicht so ganz das Richtige war.

Und dann kam diese ominöse Schottlandreise, die mich mit dem Pipe-Fieber infizierte und so gings dann halt weiter mit einer Great Highland Bagpipe, einem schottischen Dudelsack. Etwa zwei Jahre nahm ich Unterricht in einer Pipes and Drums Band, übte so um die zehn Stunden pro Woche, wurde immer besser und war schlussendlich schon fast Band-tauglich – und dann ging’s mit “meinen Weg” los, der soviel Energie, Zeit und Aufmerksamkeit absorbierte, dass ich die Pipes niederlegen musste – und da liegen sie nun seit diesem Tag.

Tja und dann war eben letztes Jahr das eCello an der Reihe, aber wie befürchtet habe ich mich damit total übernommen, es machte zwar Spass, aber mir fehlt das Talent und die Geduld dazu und ein in der Kindheit gebrochener linker Ringfinger verunmöglichte präzises Spielen, also war wieder ein Instrument bereit für die Ruhmeshalle.

Die eGitarre, die Königin unter den Instrumenten

Aber so ganz ohne Instrument geht es bei mir einfach nicht. Musik ist mein halbes Leben, sei es mit Hören oder sei es eben mit Spielen. Und Letzteres fehlte mir halt einfach schaurig. Und so kam es dann halt, dass es mich wieder packte und diesmal zog es mich nicht zu neuen Ufern sondern wieder back to the roots, zurück zur Gitarre. Nun muss ich kurz erklären, was mich an Gitarren immer so fasziniert hat. Einerseits liebe ich Gitarren, wenn sie so richtig schreien, also im Stil eines Carlos Santana und ähnlichem. Eine Gitarre muss schreien und jaulen, muss weinen und jammern, dann berührt sie mein Herz wie kaum etwas Anderes. Auf der anderen Seite liebe ich Rock-Musik und im speziellen alten Heavy-Metal und im noch spezielleren sogenannten Neoclassical-Metal, das ist eine Art Metal (Hardrock) der sich an klassischer Musik orientiert. Klingt wirr? Isses auch – aber es ist coooooooool und zwar sowas von :-)

Yngwie Malmsteen – der Gitarren-Gott des Neo-Classical

Schon seit einer Ewigkeit bin ich total Fan von einem Schweden namens “Yngwie J. Malmsteen“. Er war zumindest in meiner Wahrnehmung der Erste, der harten Heavy-Metal in perfekter Weise mit Klassik verschmolz. Yngwie spielte schon als Kind täglich stundenlang auf der eGitarre Metal, Bach- und Paganini-Stücke, die selbst für Violinisten eine Herausforderung wären und er spielt diese unglaublich schnellen und schwierigen Songs mit einer noch unglaublicheren Leichtigkeit, die einem einfach in Verzückung geraten lässt. Durch ihn lernte ich eben dieses Neo-Classical kennen und lieben. Wenn jemand ein mir bekanntes und von mir geliebtes Bach-Stück, das eigentlich für Violinen geschrieben wurde, auf einer elektrischen Gitarre hinbrettert, dann krieg ich vor lauter Verzückung Augen wie ein Kleinkind beim ersten Zoobesuch. Tja und ebendieser Malmsteen hat’s mir in letzter Zeit wieder schaurig angetan und so nahm das Schicksal seinen Lauf.

Diana kriegt Yngwie’s Gitarre :-)

Nun ist es so, dass es viele Gitarrenhersteller gibt, aber vorallem zwei Hersteller schwimmen oben auf, einerseits Gibson und anderseits Fender. Zweitere hat seit Urzeiten ein Klassiker-Modell das sich Stratocaster nennt. Diese von Fans liebevoll “Strat” genannte Gitarre ist sehr verbreitet, wegen ihres relativ zarten Klangs aber weniger bei Hardrockern – es sei denn in überarbeiteter Form. Man findet öfters Rock-Gitarristen die eine Strat spielen, die aber andere Tonabnehmer (Pickups) drin hat, eben solche die so richtig kreischen können – oder sie ergänzen den Klang mit Effektgeräten und kräftigen Verstärkern um den für Rock nötigen Donner hinzukriegen. Auch Yngwie spielt meist auf einer Strat und natürlich hat auch er das Teil umgebaut. Und jetzt kommt’s :-)

Die Firma Fender hat schon ein paar mal sogenannte “Signature Series” herausgegeben. Das Prinzip läuft so, dass sie Top-Gitarristen wie beispielsweise Eric Clapton fragen, wie eine gute Strat in seinen Augen sein muss, dann bauen sie genau so ein Modell, pressen sein Autogramm auf die Gitarre und geben sie dann als “Clapton-Strat” oder was auch immer heraus. Und genau das haben sie schon vor einigen Jahren mit Malmsteen gemacht. So entstand die Malmsteen-Stratocaster, die nicht nur ultra-krasse Tonabnehmer drin hat (früher DiMarzio und neuerdings Seymour Duncan) sondern nebst kleinen Veränderungen vorallem ein sogenannt “scalloped” Griffbrett, bei dem die einzelnen Bünde sozusagen ausgefräst wurden. Der Effekt dabei ist, dass man beim Spielen die Finger nicht mehr bis aufs Griffbrett durchdrückt sondern die Finger samt Saite sozusagen in der Luft schweben. Das hat zur Folge, dass man viel weniger drücken muss, eigentlich reicht eine sanfte Berührung und schon geht die Post ab – es bedeutet aber auch, dass der Ton sich grässlich verzieht, wenn man auch nur ein klein wenig zuviel drückt.

Und als ich das kürzlich diesen Bericht sah, wurde mir schlagartig klar, dass genau so eine Gitarre das ist, was ich brauche – eine Gitarre die mich zwingt, sanft zu drücken. Das Problem früher war eben, dass ich es zwar immer versuchte, nach wenigen Tönen aber wieder im alten Muster herumquetschte und es erst merkte, wenn mir die Finger weh taten. Aber eine Gitarre, die mich anmeckert sobald ich was falsch mache, das klingt geradezu perfekt für mich – und wenn ich dadurch auch noch deutlich schneller werden kann……… und so träumte Diana halt wieder los.

Diana im Malmsteen-Fieber

Tja, nun hab ich sie seit ein paar Wochen – und bin sowas von glücklich, das kann man sich nicht vorstellen. Diese Strat klingt dank der ultra-krassen Tonabnehmer wirklich genial und das Griffbrett hält genau das was ich mir versprochen habe. Schon jetzt, nach einem knappen Monat üben, spiele ich bereits viel lockerer und schneller als damals und das trotz jahrelanger Pause. Das Ding ist echt Wahnsinn, ein Traum von einer Gitarre :-) und das Geniale ist so ganz nebenbei, dass ich eine eGitarre mit Kopfhörer spielen kann, was gerade in Anbetracht meiner aktuellen täglichen Fingerübungen Juliet seeeeehr entgegenkommt ;-)

Warum meine Strat eine Furie ist

Wer sich am Beginn dieses Beitrags verwirrt gefragt hat, warum ich eine Gitarre Fury nenne, der kriegt jetzt eine Antwort darauf, denn jetzt wird’s Zeit für den technischen Quatsch, der vermutlich nur noch Gitarristen interessiert. Denn diese zauberhaften Tonabnehmer die der Gitarre den typischen Malmsteen-Sound geben, sind von der Firma Seymour Duncan und sie sind ebenfalls Sonderanfertigungen für den Gitarrengott Malmsteen. Und weil eine seiner bekanntesten Platten “Fury” hiess und er so furios spielt, haben sie einen der drei Humbucker-Tonabnehmer eben Fury getauft. Zusammen mit zwei ebenfalls für Yngwie entwickelten YJM-Singlecoils hat man die perfekte Sound-Basis.

malmifret1Am Aussergewöhnlichsten ist wie bereits erwähnt das scallopte Griffbrett und als ob das noch nicht genug wäre, wurde das Griffbrett auch mit richtig fetten (dick und hoch) Bünden (Dunlop super jumbo frets) ausgestattet. Auch Ritchie Blackmore spielt übrigens auf scallpotem Griffbrett, aber in seiner Version sind nur die hohen Tone scalloped, der Rest normal. Jedenfalls ist diese Kombination aus vertieftem Griffbrett und erhöhten Bünden einfach genial zum spielen, die Seiten berühren so nie mehr das Griffbrett sondern liegen schon bei sanftestem Druck auf den Bünden auf.

Gitarren-Interessierten empfehle ich diesen Review, der gab mir persönlich auch den letzten Schubs ;-)
YouTube: Fender Yngwie Malmsteen Stratocaster MN VWT Upgrade

Übung macht die Meisterin

Entgegen meinen früheren Gewohnheiten mache ich jedoch jetzt den fatalsten Fehler nicht mehr. Ich übe seit Wochen die wildesten Dinge, aber ich spiele nicht ein einziges Lied. Alles was ich tue sind Fingerübungen und Techniken in Zeitlupe durchspielen um das “Fingergedächtnis” zu trainieren und mir die nötige Sanftheit anzueignen. Früher spielte ich einfach drauf los ohne eine richtige Basis zu schaffen, nun läuft es umgekehrt, ich spiele nicht sondern erarbeite mir ein anständiges technisches Fundament – und dann wird erst losgespielt, dann aber richtig :-)

So und jetzt muss ich wieder üben gehen – und da ich noch ein paar Jahre brauche bis man mein Gequietsche hören kann, stelle ich “meine Fury” mit diesem Video vor, denn hier spielt der Gitarrengott wie mir scheint genau dieses Modell in genau meiner Farbe…. enjoy ;-)

und weil’s so schön ist, hier noch ein Video aus der guten alten Zeit, als er und ich noch jung und knackig waren und er mit seinen coolen Outfits so richtig den Bach raushängen liess :-)

und wer jetzt immer noch nicht genug hat und Yngwie mal etwas auf die Finger sehen möchte, der soll hier reinschauen – aber Vorsicht, da herrscht akute Schwindelgefahr ;-)

Der Abgrund zwischen Pränataldiagnostik und Eugenik

downeugen Seit einem Jahr ist in der Schweiz ein Test auf Trisomie-21 (Down-Syndrom) frei erhältlich, dieser Gen-Test ermöglicht auf relativ einfache Weise zu erkennen, ob ein Kind mit Down-Syndrom zur Welt kommen wird. Früher ging das nur mittels Test des Fruchtwassers, was nicht nur aufwändig war sondern auch für das Embryo gefährlich, eines von hundert untersuchten Embryonen wurde geschädigt. Diese Vereinfachung des Tests klingt nett, blickt man jedoch etwas weiter, merkt man schon bald mal, dass wir damit die Grenze zwischen Pränataldiagnostik und Eugenik massiv aufweichen. Was vielleicht gut gemeint ist, entwickelt sich meines Erachtens zu einer Türöffnung für etwas, das wär längst der Vergangenheit angehörend glaubten – der selektionerte Mensch.

Eugenik bezeichnet die Anwendung wissenschaftlicher Konzepte
auf die Bevölkerungs- und Gesundheitspolitik
mit dem Ziel, den Anteil positiv bewerteter Erbanlagen zu vergrößern
und den negativ bewerteter Erbanlagen zu verringern.
(http://de.wikipedia.org/wiki/Eugenik)

Eugenik der Vergangenheit

Mit Schrecken blicken wir zurück in eine Zeit, in der deutsche Nationalsozialisten leidenschaftliche Eugenik betrieben. Der perfekte Arier war gesucht und sollte gefördert werden, gute Gene verbreiten und schlechte Gene ausrotten. Egal ob das nun Juden, Zigeuner, Behinderte oder Homosexuelle waren, wer mal auf der Liste der “schlechten Anlagen” landete, war zum Abschuss freigegeben. Im harmlosen Fall bedeutete das Zwangssterilisierung, im schlimmsten Fall Ermordung. Auch die Schweiz hatte ihre dunklen Kapitel, so wurden bei uns beispielsweise Jenische (Zigeuner) in psychiatrische Kliniken gesteckt und ihre Kinder wurden den Eltern entrissen (Pro Juventute – Kinder der Landstrasse), aber auch andere “Non-Konforme” zwangspsychiatrisiert, mit Elektroschocks “behandelt” oder zwangssterilisiert – alles im Dienste einer “Ausrottung der schlechten Anlagen”.

Down-Syndrom: Kein Recht auf Leben

Dieser Test signalisiert,
dass ein Leben mit Downsyndrom ein unwerteres, leidvolles Leben sei,
obschon man heute weiss, dass auch sie ihr Potenzial entwickeln
und ein glückliches Leben führen können.
(CVP-Nationalrätin Lucrezia Meier-Schatz)

Diese Zeiten sind vorbei, dachte ich lange Zeit – wie sehr ich mich doch täuschte. Menschen mit Down-Syndrom gehören zu den Ersten, denen offiziell der Lebenswert aberkannt wird. Warum ausgerechnet die, entzieht sich meinem Verständnis. Wer schon mal Betroffene beobachtet hat, wird auch bemerkt haben, dass die in vielen Fällen ein recht glückliches Leben führen können. Sie brauchen zwar mehr Unterstützung als Andere, aber sie leben, lieben, fühlen und träumen wie wir alle auch. Wer diese Erfahrung noch nicht gemacht hat, sollte vor dem Weiterlesen wenigstens kurz in nachfolgende Doku reinschauen. Da sieht man eine jener Frauen, die ein Down-Syndrom haben. Wer den Standpunkt vertritt, dass dies ein Grund zur Abtreibung sei, der soll bitte diese Doku anschauen und dann nochmal darüber nachdenken, ob dieses Mädel wirklich kein Lebensrecht hat. Ich hatte Tränen in den Augen, als ich diese Doku sah, nicht wegen der Doku selbst sondern weil mir ständig im Hinterkopf herumspukte, dass Menschen wie sie von unserer Gesellschaft zur Tötung freigegeben wurden – zumindest solange sie nicht geboren sind.
SF-DRS: Dok – Goethe, Faust und Julia

Der Erlaubnis zum Töten folgt der Zwang zur Tötung

Die Befürworter solcher Tests betonen stets, dass es ja freiwillig sei und niemand davon Gebrauch machen müsse. Stimmt das wirklich? Vor einiger Zeit führte ich eine längere Diskussion in den Kommentarspalten deiner renomierten Tageszeitung. Es dauerte nur wenige Kommentare lang, bis sich einer zu Wort meldete der sinngemäss sagte: “Da solche Tests nun möglich sind, sollten wir uns überlegen, ob wir Eltern, die so einen Test nicht machen lassen, die Unterstützung durch die Krankenkasse verweigern. Sie hätten es ja vermeiden können, also sind sie selber für die Folgen verantwortlich”. Nun, das Positive, die Mehrheit der Kommentierenden war wie ich geschockt über diese Äusserung, aber wie lange noch? Wenn solche Tests mal zum Standard gehören, wird es für so eine Haltung früher oder später eine Mehrheit geben. Je mehr Menschen mit DownSyndrom abgetrieben werden, desto mehr ecken die Überlebenden an. Und nicht zuletzt haben die Krankenkassen ein grosses Interesse daran, solche Leistungen zu verweigern, falls sie dazu die Möglichkeit hätten.
Downsyndrom: Angst vor einem Test oder vor den Kosten?

Dieser Test kann dazu führen, dass Eltern,
die keine Untersuchung vornahmen,
von Versicherungsleistungen ausgeschlossen werden,
wie dies bereits heute in der IV der Fall ist.
Das ist ethisch bedenklich.
(CVP-Nationalrätin Lucrezia Meier-Schatz)

Wer ist lebenswert, wer rentiert für diese Gesellschaft?

Ein weiterer Einwand der schnell mal kommt, ist die finanzielle Wertbemessung für die Gesellschaft. So Menschen bringen der Gesellschaft nichts, liest man in solchen Diskussionen, warum also solche Menschen zulassen, wenn man anstelle dieses “Behinderten” ja ein anderes, gesundes Kind zur Welt bringen könnte, das der Gesellschaft auch etwas beizusteuern vermag. Oha, wie wertvoll muss ein Mensch der Zukunft sein, damit wir ihn am Leben lassen? Irgendwie kann ich nicht fassen, dass es Menschen gibt, die in der Frage um das Lebensrecht Anderer finanzielle Kriterien einbringen.

Und was ist überhaupt “behindert”?

Die aus dieser Entwicklung resultierenden Fragen gehen jedoch noch viel weiter. Was gilt denn überhaupt als “behindert”? Es gibt viele “Erbkrankheiten” die genetischen Ursprungs sind, neben Down-Syndrom gäbes da auch Autismus, Diabetes, Depression, MultipleSklerose, Schizophrenie, Parkinson, das und vieles mehr gehört zu den Krankheiten, die genetisch bedingt oder verstärkt sind. Konsequent weiter gedacht stellt sich also die Frage, wen wir als nächstes zum Abschuss freigeben. Wenn wir als Gesellschaft sagen, dass man ein Kind abtreiben darf, wenn es ein DownSyndrom hat, warum sollten wir dann nicht weiter gehen und genauso verfahren mit Menschen, die später eine der vielen anderen Krankheiten bekommen? Und um die Frage etwas auf die Spitze zu treiben, wenn wir schon Menschen mit “schlechten Anlagen” vorgeburtlich töten, nur weil sie eben so sind wie sie sind, warum sollten wir dann nicht auch bereits geborene Menschen im Dorfbrunnen ersäufen, wenn sie sich als nicht-rentabel herausstellen? Wer setzt hier Grenzen, wer bestimmt was als “behindert” oder “krank” gilt, wer spricht die Todesurteile?

Wohin führt uns dieser Weg?

Wie lange wird es dauern, bis wir zur Sanierung der AHV entscheiden, dass wir zukünftig Kinder mit einer genetischen Prädisposition für Alzheimer oder Parkinson schon vor der Geburt abschiessen? Kommt irgendwann der Tag, an dem religiöse oder andere Fundamentalisten auch die Abtreibung von homosexuellen oder transsexuellen Menschen fordert (falls sich da wirklich eine genetische Prädisposition findet)?

Diese Entwicklung macht mir echt Angst, nicht weil ich davon betroffen wäre sondern deshalb, weil es in mir die Befürchtung weckt, dass der Mensch sich noch weiter zu einem gefühlskalten Klotz entwickelt, dass der moderne Mensch je länger desto mehr nur noch als Wertschöpfungsobjekt betrachtet wird.

Eugenik ist nicht für sondern GEGEN den Menschen

Denjenigen, die sich vertiefter mit dem Down-Syndrom beschäftigen möchten, empfehle ich diese TV-Sendung:
Leben mit dem Down-Syndrom (Quarks & Co: 08.05.2012)

Diejenigen, die sich in die Geschichte der Eugenik einlesen möchten, finden hier mehr als ein gesunder Mensch ertragen kann:
3. Der Psychiatrie-Holocaust der “zivilisierten” Welt mit Vorreiter Schweiz – Sterilisierungen und Euthanasie in Zürich

Alle Anderen bitte ich, wenigstens diese kurze Video anzuschauen und darüber nachzudenken, ob all diese Menschen wirklich keinen Lebenswert haben.

Abenteuer-Urlaub in der Notaufnahme

Viele glauben, man bräuchte unheimlich viel Geld um so richtig spannende Abenteuer-Ferien zu erleben, Safari in Kenya oder Tauchgang auf den Malediven – alles Quatsch, wer Abenteuer-Urlaub möchte, kann das auch im trauten Heim erleben – zumindest, wenn man so tolpatschig ist wie ich, denn ich begann meine diesjährigen Sommerferien mit einem spannenden Gang in die Notaufnahme, inklusive Rambo-mässigem Nähen von ausgefranselten Hautfetzen und so.

Eine verschwitzte Tagesreise zum Konsulat

Es begann eigentlich ganz harmlos, wir fuhren mit dem Zug in Allerherrgottsfrühe bei unerträglicher Scheisshitze in die Bundeshauptstadt Bern, um dort im deutschen Konsulat den neuen Pass samt Namensänderung für Juliet zu beantragen. Remember, vor bald einem Jahr haben wir geheiratet resp. geeingetragenepartnerschaftert, Anfang Jahr beantragten wir dann die Namensänderung für Juliet, weil sie meinen Namen annehmen will, erfuhren dann, dass wir das zwar per sofort können, aber als Erstes eben einen neuen deutschen Pass bräuchten. Der Zürcher Honorarkonsul der dafür zuständig wäre, fühlte sich nicht zuständig, weil nebst dem Passantrag auch eine Namenserklärung notwendig war und das irgendwie zuviel des Guten war, also mussten wir bei der deutschen Botschaft einen Termin abmachen und den bekamen wir dann – mit Termin auf ein halbes Jahr später.

Die ganze Abwicklung dauerte höchstens eine Viertelstunde und nun werden wir nochmal so um ein Vierteljahr warten, bis wir aus Deutschland den Pass kriegen. Muss man nicht verstehen, ist halt Behördenirrsinn wie man ihn hie und da erlebt. Jedenfalls fuhren wir eben dahin, erledigen alles, fuhren wieder schwitzenderweise zurück, was natürlich mit einem eiskalten Bierchen belohnt werden musste. Mitte Nachmittag waren wir dann wieder zuhause und so erledigt, dass wir uns schon vor dem Nachtessen auf dem Sofa in den Schlaf wiegen liessen und da lagen wir nun und lagen und lagen und irgendwann war Mitternacht. Bis dahin hatten wir ausser einer Wurst unterwegs noch nichts gegessen und ausser Kaffee und ein wenig Bier noch nichts getrunken – dafür aber literweise geschwitzt. Dass daraus eine sogenannte Dehydration folgen kann, war mir nur theoretisch klar und dass Kaffee und Bier nicht zum täglichen Trinkbedarf mitgerechnet werden darf, war mir auch fremd.

… und platsch

Als wir so um Halbeins aufwachten, spürte ich, dass es mir irgendwie nicht gut ging und ich hatte so eine Art Stalldrang – ab ins Bett solange ich das noch schaffe, war mein letzter Gedanke……… ich stand auf, ging Richtung Wohnzimmertür….. da gingen in meinem Kopf von einer Sekunde zur Anderen die Lichter aus und als ich die Augen wenige Sekunden später wieder öffnete, hatte ich den Boden vor meinem Gesicht. Wie in aller Welt komme ich da auf den Boden, war mein erster Gedanke – warum ist meine Stirn patschnass, war der Zweite – ich fasste an die Stirn, hielt die Hand vor meine Augen und stellte fest, dass sie voll Blut war. Unterdessen war Juliet bereits bei mir, bemerkte aufgeregt, ich würde fürchterlich aussehen und holte mir ein nasses Tuch.

Nachdem ich dieses eine Weile auf die Stirn gedrückt hatte, verlangte ich nach einem Spiegel, um zu sehen, wie schlimm es mich erwischt hat. Sie schaute mich mit zerknitterten Gesicht an und meinte: “Das willst Du nicht sehen, wart mal noch ne Weile”. Aber warten wollte ich nicht, denn wenn es wirklich schlimm war, brauchten wir einen Arzt, also bestand ich auf den Spiegel. Sie holte ihn, aber im Halbdunkel sah ich nicht richtig was da oben auf dem Schlachtfeld genau los war, nur viel Blut war da zu sehen. Also verlangte ich zusätzlich nach einer Taschenlampe. Mit dieser beleuchtete sie mir dann die Stirn, während ich mit einer Hand den Spiegel vor das Gesicht hielt und mit der anderen Hand die über die ganze Stirn verlaufende Wunde mit zwei Fingern oben und unten festhielt, etwas zog………. und mit wenig Begeisterung feststellte, dass ich die Wunde aufklappen kann. Dann kam von mir ein trockenes “Ooops, Schatzi, geh auf Google und gib ein: “Notarzt Zürich” und bestell den Onkel hierher.

Nach der ersten Verwirrung war dann auch klar, was geschehen ist. Mir ist der Kreislauf abgesackt und im Gegensatz zu früheren Kreislaufkrisen wurde mir nicht einfach schwindlig, so dass ich mich schlauerweise an Ort und Stelle gesetzt hätte sondern diesmal war es zum ersten Mal so, dass mir von einem Moment zum Anderen die Lichter ausgingen, ich fiel sozusagen im Stehen in eine kurze Ohnmacht. Und Murphys Naturgesetz folgend hatte ich natürlich das Glück, dass ich mit der Stirn genau auf die Metall-Leiste des Türrahmens krachte und diese schmale Metall-Leiste wie eine Schwertklinge die ganze Stirn schön quer durch aufschlitzte.

Der gitarre-spielende Notarzt

Da der Notarzt noch ein paar andere Fälle auf der Warteliste hatte, dauerte es bis etwa zwei Uhr, bis er bei uns eintrudelte. Ich hatte mich mittlerweile aufs Sofa geschleppt und hielt mir weiterhin den nassen Lappen auf die Stirn, damit es erstens kühlte, zweitens die Wunde etwas auswusch und drittens die Wunde nicht verschliessen konnte. Ansonsten ging’s mir eigentlich überraschend gut, ich hatte abgesehen von der oberflächlichen Verletzung keine Kopfschmerzen und keine Übelkeit, nur etwas mulmig war mir und etwas schlapp fühlte ich mich. Der Arzt kam rein, sein Blick fiel auf unsere Gitarren und sein erster erfreuter Kommentar war: “Oh, eine Stratocaster, Ihr spielt also auch Gitarre?”.

Aber anstelle eines gemütlichen Gitarren-Talks mussten wir uns halt doch um meine Birne kümmern und beim Betrachten derselben bekam er einen ähnlich zerknittern Gesichtsausdruck wie Juliet. Das sieht nicht schön aus, das muss genäht werden. Nun, dass es nicht schön aussieht, hab ich ja vermutet, Narben stehen uns Mädels gerade im Gesicht ja nur in seltensten Fällen und dass man das nähen muss, war zu erwarten. Er könne das an sich gleich hier selber nähen, er hätte Nähzeug dabei, aber bei Wunden im Gesicht würde er dringend empfehlen, das im Spital zu machen, weil die feineres Werkzeug hätten.

Der Blutdruck einer Mumie

Er würde jetzt den Krankenwagen rufen, verkündete er zu meinem Erstaunen. Aber bockig wie ich nunmal bin in so Sachen, war mir das schon etwas zu extrem. Wegen einer ollen Platzwunde gleich die Kavallerie zu holen schien mir doch a bisserl übertrieben. Ich würde mit dem Taxi dahin, meinte ich, worauf er wiederum sagte, dann wolle er aber doch vorher noch den Blutdruck messen – tat dies und erklärte dann mit staunendem Gesichtsausdruck, ich hätte einen Blutdruck von 70/40 und in so einem Zustand sei ich unmöglich reisefähig. Aber wir könnten ja mal was probieren. Da ich vermutlich dehydriert war, hängte er mich kurz an den Tropf, pumpte einen Beutel voll Wasser in mich rein, mass erneut und schwups war ich wieder über 100 mit dem Blutdruck. Damit war er zufrieden und erlaubte, doch mit dem Taxi zu gehen, meldete uns an und zog vondannen.

Basteln in der Notaufnahme

Der Taxi-Chauffeur guckte zwar etwas verwirrt, als ich mich um halb Drei mit blutverschmiertem Kopf und schickem Nachthemd angezogen in sein Taxi setzte, fuhr uns in die Notaufnahme des örtlichen Spitals und wir enterten die Notaufnahme. Wie überall in diesem Land gab’s zuerst eine Litanei von Formularen auszufüllen, das ist schliesslich wichtiger als das Versorgen von Wunden. Dann ging’s ab in ein Zimmer und dort kam dann irgendwann das medizinische Personal.

Damit der Abenteuerurlaub auch so richtig doll wird, verängstigten sie uns als Erstes gleich mal mit der Information, dass die Wunde bis zu 4mm tief war und ich möglicherweise etwas gebrochen hätte, vielleicht ein Schädelbasisbruch oder eine Hirnverletzung oder sowas. Die wussten ja nicht, dass ich immer so bekloppt bin ;-) Ne Spass beiseite, sie überprüften dann Zoll um Zoll meines Kopfes indem sie überall herumdrückten, aber da war offenbar nix kaputt, auch wenn’s noch so kaputt aussah. Dann ging’s los mit der Versorgung.

Zuerst gab’s ne Spritze, die sich anfühlte als wäre da Kobragift drin, dafür spürte ich dann von der Näherei nichts – fast nichts, denn eine kleine Verletzung auf dem Nasenrücken übersahen sie zuerst weil alles voll Blut war und als er dann merkte, dass er da noch was nähen müsse, bekam ich die Wahl, ob ich diesen einen Faden ohne Spritze möchte oder nochmal so eine Kobragiftspritze – ich wählte dann Ersteres, einerseits, weil die Spritze mehr weh tut als so ein Fadeneinzug und zweitens, weil ich auch so cool sein wollte wie Rambo, der sich im Film ja wie wir alle wissen die Wunden selber und ohne Betäubung nähte. Ihr könnt mich also jetzt definitiv Kriegerin nennen, was Rambo kann, kann ich noch lange ;-)

Während diesem ganzen Prozedere musste ich mir ständig das Lachen verkneifen, weil mir immer wieder derselbe Blödsinn durch den Kopf ging: “Ich fühl mich wie ein kaputter Teddybär, der beim Teddybärendoktor neue Augen kriegt”. Echt, es fühlte sich so schräg an, zu spüren, wie beim Einfädeln die Haut spannt, ohne dass man die Stiche selber fühlt – so muss sich ein Teddy fühlen – und irgendwie hat’s was surreales, sich wie ein Plüschtierchen zu fühlen, aber in Sachen Surrealität habe ich schon Verrückteres erlebt.

Jedenfalls wurden wir dann um Halbfünf entlassen, mit der Auflage, dass ich 24 Stunden unter Beobachtung sein muss und im Falle von Schmerzen oder Übelkeit oder Wesensveränderung sofort zurück ins Spital müsse. Das mit der Wesensänderung war für Juliet ja leicht zu überprüfen, sollte ich mich plötzlich nicht mehr bekloppt benehmen, dann war was im Kopf kaputt ;-)

Eine Woche meditieren oder was?

Ulkig war ja, dass die Leute im Spital sagten, ich dürfe nun eine Woche lang nicht an die Sonne, mich nicht anstrengen und müsse audiovisuelle Reize vermeiden. Joh iss klaaaaaaaar – wir haben Montag, der erste Tag meiner Sommerferien und ich soll nicht raus und drin darf ich weder TV, Computer noch Musik – also eigentlich gar nix was Spass macht – so stellt man sich Ferien ja vor, gelle. Artig wie ich bin, blieb ich die ersten Tage tatsächlich zuhause, aber das weniger aufgrund meiner Vernunft als mehr, weil ich mich ein paar Tage lang recht teigig fühlte. Aber rumliegen und nix tun geht ja nun wirklich nicht, erst Recht nicht während der Ferien, also ignorierte ich etwas weniger artig den Rest der klugen Ratschläge und verbrachte ein paar Tage mit TV gucken, Musik hören, mit Schatzi brabbeln und sinnlosem Herumliegen. Hat auch gut getan, Ferien dienen ja primär der Entspannung und davon hatte ich jetzt definitiv genug abgekriegt, trotz anfänglichem Abenteuerurlaub.

Aber am Donnerstag hatten wir ja unsere Flüge um für eine Woche zu Juliets Mama nach Hamburg zu fliegen, was wir natürlich auch machten, auch wenn ich mit meiner Stirnwunde und den 8 vergnügt aus der Haut herausguckenden Fäden alles andere als schick aussah – nicht zuletzt, weil ich nicht mal Makeup draufklatschen durfte. Aber nach so Rambo-mässigen Erlebnissen ist man hart wie Stahl und so schafften wir auch das und lagen dann halt ein paar Tage auf Mamas Sofa rum. Am Montag musste ich die Fäden dann wieder ziehen lassen, was wir bei einem dort ansässigen Hausarzt erledigen konnten – und damit war die Geschichte sozusagen vorbei, bis auf die Tatsache, dass ich wohl noch längere Zeit wenn nicht sogar ewig eine Narbe auf der Stirn tragen werde. Naja, mir als Wikingerin steht das ja irgendwie auch gut ;-)

Eine Hamburger Woche ohne viel Abenteuer

Aufgrund der Umstände wurde diese Hamburg-Woche dann halt etwas ruhiger als geplant, nur einmal waren wir einen Tag lang unterwegs um Juliets Freundin zu besuchen und einmal waren wir am Abend aus um in einem unglaublich schönen Park (Planten und Blumen) nebst dem Park noch eine total coole Wasser-Show zu erleben. Ansonsten war eben Rumliegen angesagt und darin sind wir ja geübt. Am darauf folgenden Donnerstag ging’s dann zurück nachhause, diesmal ohne drollige Fäden die aus der Stirn rausguckten. Und am Samstag vor Ferienende waren wir dann noch bei meinen Eltern zum Essen eingeladen und konnten nochmal einen richtig lustigen Tag einlegen.

Aber entgegen meiner oben im Blog gemachten Behauptung muss ich nun doch eingestehen, dass so ein Billig-Abenteuerurlaub zwar abenteuerlich ist, aber zwei Wochen Safari auf Kenya letztendlich glaub doch etwas cooler ausgefallen wären. Immerhin etwas Gutes hatte das Ganze, ich bin jetzt wieder um zwei Erkenntnisse schlauer: 1. ich muss mehr trinken, vorallem an heissen Tagen – und 2. wenn ich mich wieder mal nicht gut fühle, dann ist es besser, an Ort zu bleiben und abzuwarten als dem Fluchtinstinkt nachzugeben und zu versuchen, so schnell wie möglich ins Bett zu kommen……… und die Narbe auf meiner Stirn wird mich sicher noch ne Weile daran erinnern ;-)

Wenn das kein Glück ist

Und wie so oft in letzter Zeit musste ich auch in dieser Episode öfters mal an meines Paten Buch denken, das ich offenbar schon sehr verinnerlicht habe. Meine Güte, was habe ich für ein Glück, ging mir immer wieder durch den Kopf. Klar ist es blöd, die Ferien mit solchem Quatsch zu füllen, aber wenn man bedenkt, was alles hätte passieren können, ich hätte mir den Schädel spalten können bei so einem Sturz, ich hätte ein Auge verlieren können, die ganze Front der Zähne mit einem Schlag rausbrechen, das Genick brechen, es gibt tausend Dinge die bei so einem Sturz passieren können bis hin zu einer tödlichen Hirnblutung. Und was ist mir passiert? Nichts ausser einer Narbe die man einfach so wieder zunähen kann, also nichts, was anderen Teddybären nicht auch irgendwann mal passiert. Ich hatte wirklich unglaubliches Glück!

PS: zuguterletzt sei noch ausdrücklich betont, dass ich in der Regel keine so spriessenden Augenbrauen habe, aber das Zupfen derselben war schon länger überfällig und ich wollte mir das für den Ferienbeginn aufsparen – woraus aber aus gegebenem Anlass halt nix mehr wurde – und ebenfalls erwähnen sollte ich, dass ich unterdessen zumindest mit Makeup nicht mehr so geschunden aussehe wie auf dem ersten Bild – für eine Teilnahme an den diesjährigen Miss World Wahlen dürfte es aber noch nicht reichen ;-)

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