Politically incorrect since 1966

Zähne sind auch nur Idioten

Glaubt mir, auch wenn Zähne noch so hilfreich sind, schick aussehen können und geradezu nicht wezudenken wären, so ändert all das nichts daran, dass Zähne auch nur Idioten sind wie alle anderen Körperteile auch – man darf wie mir scheint sogar soweit gehen zu postulieren, dass Zähne eigentlich die Volldeppen im Reich der Körperteile sind, sozusagen die Turnbeutelvergesser des Körpers. Ich weiss, wovon ich rede, denn gerade dieser Tage macht einer dieser kleinen Idioten den Kasper mit mir, dass es ein Graus ist.

Anfang Jahr musste ich mal wieder zwei Zähne richten lassen resp aufbohren und auffüllen und so Quatsch. Bei einem davon, einer der Idioten die eine Wurzelbehandlung beanspruchen um sich artgerecht gehalten zu fühlen, warnte der Zahnarzt schon, dass es unklar ist, ob der das mitmacht. Die Chance ist 50/50, dass der wurzelbehandelte Zahn überlebt, andernfalls war die ganze teure Renovation für n’Arsch äh für die Katz. Blöderweise musste genau an derselben Stelle oben ebenfalls ein Zahn geflickt werden – oder ist der Wurzelbehandelte oben? Na wie auch immer, da sind nun halt zwei so frisch zertrümmertundwiederzusammengepeppte Zähne und einer davon lässt nun eben die Sau raus – und zwar sowas von sag ich Euch.

Fast den ganzen Tag spüre ich eigentlich nichts, jedenfalls nichts was die Aufmerksamkeit meines Bewusstseins erregt. Ausser zwischendurch und vorallem am Abend wenn ich auf dem Sofa rumliege oder in der Nacht wenn ich schlafen würde, wenn der Depp mich denn liesse……… dann schwillt geisterhaft aus dem Nichts der Schmerz an und erreicht innert etwa einer Minute eine unglaubliche Stärke, so dass man sich am liebsten mal schnell den Kiefer aus dem Schädel reissen möchte……….. und meist nach wenigen Minuten schwillt er genauso schnell wieder ab und eine Minute später ist Ruhe im Irrenhaus. Häääää? Was zum Kuckuck soll das denn?

Ich habe leider wirklich ein übles Zahnwerk, also sozusagen nur Idioten im Mund, dementsprechend habe ich schon so einiges an Schmerzerfahrungen durchlebt. Aber so n’Scheiss ist mir noch nie passiert, echt. Eine normale Entzündung – sofern man bei Zähnen überhaupt von einem Normalzustand ausgehen darf – hat eigentlich immer eine gewisse Konstanz. Das tut nicht einfach den ganzen Tag nicht weh und plötzlich sprengt es einem fast die Birne weg, das tun nicht mal die Beklopptesten unter den Zahnidioten – ausser eben Meiner, das kleine Arschloch……. *hüstel*……….. ‘tschuldigung…….. aber echt, wenn sich ein Zahn wie ein Huhu-Gespenst aufführt, kann man echt aus der Haut fahren.

Und das Bescheuertste ist, dass dieser Schmerz so ausstrahlt, dass ich nicht mal sicher sagen kann, welcher dieser zwei Knalltüten grad am durchdrehen ist, es tut einfach alles weh. Ich glaub, es ist der Untere, aber sicher kann ich mir nicht sein, die schreien im Chor, das ganze Pack der rechten Seite.

Grad vorhin lag ich entspannt in der Badewanne, hörte kuschlig-lauschige Musik und plötzlich geht’s los und innert einer Minute ist mir die Lust am Baden vergangen und ich trapse entnervt zurück ins Wohnzimmer – um zu bloggen – und zu tratschen, was für ein Beisshooligan mir grad das Leben zum Irrenhaus macht.

Naja, ich werd dann wohl bald mal beim Zahnarzt vorbeischauen, aber ich befürchte, dass ich schon weiss, was los ist. Der Deppzahn hat offenbar noch einen Nerv drin oder zumindest einen Teil davon. Und der spielt Irrlicht im Dunkel des Gaumens. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird sich das legen, der reagiert einfach noch mit so Ausbrüchen auf die Zahnreizung. Wenn das so ist, dann kann man vermutlich einfach gar nix machen als den ganzen Quatsch durchzuleben und darauf zu warten, dass dem Knallkopf die Puste ausgeht. Oder da ist wirklich eine Entzündung, dann wird’s wohl mal wieder teuer, aber das glaube ich eher nicht, eben weil eine Entzündung nicht einfach stundenlang nicht weh tut.

Auf jeden Fall bin ich mal wieder um einiges schlauer geworden durch diese Episode. Nun weiss ich aus Erfahrung: Auch Zähne sind nur Idioten, da können die nix dafür, die sind einfach so. Sie meinen’s eigentlich gut mit uns, wollen nur das Beste wie beispielsweise dem Hirn durch Schmerzsignale klarzumachen, dass da etwas nicht gut ist am Zahn. Der Zahn hat ja keinen blassen Schimmer, dass das Hirn das längst weiss, weil es die Bezahlung der Rechnung organisiert hat und jetzt noch unter Schock steht deswegen. Klar weiss das Hirn, dass da gebohrt wurde, aber der Zahn ist nunmal unwissend wie das in Hosen gehaltene Knie das sich ständig wundert weil es eins auf den Deckel kriegt ohne je die Ecke gesehen zu haben in die es geknallt ist.

Aber sie meinen’s gut, ich schwör’s, auch wenn sich das manchmal nicht so anfühlt ;-)

Dianas Hirnzerfall beim Schuhkauf

Wir sollten uns mal wieder über die wirklich wichtigen Dinge ein paar Gedanken machen, beispielsweise das Mysteriums des weiblichen Schuhladenbesuchs und im speziellen der merkwürdigen Tatsache Aufmerksamkeit schenken, dass bei mir beim Schuhkauf regelmässig und mit an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit der Verstand komplett aussetzt…….. denn das hat sehr sehr seltsame Konsequenzen……..

Ich bin ja eigentlich keine Schuhfetischistin im herkömmlichen Sinn, ich hab kaum wirklich exklusive Schuhe sondern stehe im wahrsten Sinn des Wortes vorallem auf so klassische Pumps – idealerweise mit gut gangbarer Absatzhöhe von 6-8cm für den Alltag und höchstens 10cm für besondere Anlässe. Mein Problem kommt eher daher, dass ich einfach sehr klare Vorstellungen habe von einem guten und schönen Schuh. Ist er zu hoch, tun die Füsse weh, zu tief hab ich immer das Gefühl hinten rauszukippen, ist er zu eng, tun die Füsse wieder weh, ist er zuwenig eng, hat man damit keinen Halt und stöckelt wie eine sturzbetrunkene Giraffe, er darf nicht zu spitz sein, bei den Fussballen nicht zu eng und und und…… und dann braucht man sowas in schwarz für dunkle Kleider, in beige für helle Kleider, in braun und in grau und in weiss und und und……… und dann kommt der Winter und der ganze Quatsch geht mit Stiefeln wieder von vorne los *seufz*

Des Mädels heiliger Gral

So kommt es, dass die Jagd auf “den richtigen Schuh” Formen angenommen hat, die vergleichbar sind mit der einstigen Suche der Kreuzritter nach dem heiligen Gral – auch sie haben ihn nie gefunden – ich aber bleibe dran ;-) Aber es ist schon auch so, dass ich so Pumps wirklich schön finde und sie in meinen Augen das Gesamtbild eines elegant-berockten Mädels abrunden wie ein Diamant einen Ring *malscheinbarzufälligzuschatzirüberguckt*. Soviel mal als Voraberklärung, damit man sich die dahinterliegende Dramatik etwas vorstellen kann. Nun zum eigentlichen Thema, was diese wie ferngesteuert wirkende Suche nach dem heiligen Schuh für Auswirkungen hat.

Wer sucht, der findet, das sagte schon Jesus und die Kreuzritter glaubten es auch, ich auch – und ich kann sogar bestätigen, dass das wirklich stimmt. Fast immer, wenn ich einen bestimmten Schuh suche, finde ich auch innert kürzester Zeit einen bestimmten Schuh, echt wahr! Ok es ist nie der, den ich gesucht habe, aber es ist garantiert ein Schuh, den ich unbedingt noch brauchte. Juliet meckert dann zwar meist rum, ich hätte genau so einen doch schon, aber mir gehen dann die Argumente nie aus um einleuchtend zu erklären, weshalb dieser Schuh was völlig Anderes sei, weil er vielleicht 0.5cm höher oder tiefer ist, etwas weniger spitz, ein etwas helleres beige als der hellbeige Schuh den ich schon hab. Naja, so richtig begreifen tut sie’s meist nicht, aber das ändert in der Regel nichts daran, dass ich hinausziehe um ein paar Schuhe zu kaufen und dann mit zwei paar Schuhen wieder heimkomme – ohne die wirklich gesuchten Schuhe gefunden zu haben – worauf ich natürlich beim nächsten Schuhladen gleich wieder einen Ausfallschritt mache und mit quieckenden Geräuschen durch die Regale stöckle…………

Das hat nur noch wenig mit Vernunft zu tun, ich geb’s zu, eigentlich hat es gar nichts mit Vernunft zu tun, genau genommen isses sogar total bekloppt. Und so mag es erstaunen, dass das eigentlich erst die Spitze des Eisbergs ist, denn wie ausgeklinkt mein Verstand ist, zeigt etwas ganz Anderes, etwas das sogar mir ein wenig unheimlich ist.

Wissen schützt vor Torheit nicht

Wenn ich wie so oft “die Schuhe meines Lebens” gefunden habe, eben die, die nicht die sind, die ich gesucht habe, dann gerät Dian’chen in eine beängstigende Euphorie. Wie das Kleinkind vor dem Weihnachtsbaum, aufgeregt, für keine logischen Gedanken mehr zu haben……… und dann läuft das immer, ich betone, immer, genau so ab. Ich schnapp mir Grösse 40, schlüpfe mit dem rechten Fuss rein, stelle fest, dass mein Fuss da drin sitzt wie angegossen und weiss dann mit absoluter Sicherheit, dass der Schuh perfekt ist. Ich weiss mit derselben Bestimmtheit, dass mein linker Fuss verblödeterweise ein klein wenig grösser ist als der Rechte. Aber diese Information wird von meinem Restverstand in so einem Moment nicht mehr korrekt verwertet.

  • Linker Fuss an Grosshirn: “ich bin grösser als der rechte Fuss, wenn’s rechts korrekt sitzt, ist es links viel zu eng”
  • Grosshirn an Fuss: “Klappe, der Schuh passt, wir brauchen Grösse 40, das kommt schon gut”
  • Linker Fuss an Grosshirn: “mach kein Scheiss, wir kennen das zu Genüge, ich leide dann wieder den ganzen Tag”
  • Grosshirn an Fuss: “schweig und stirb wie ein Mann äh ein Fuss, ich weiss genau dass wir Grösse 40 haben und Du hast da gefälligst reinzupassen”

Und am anderen Tag steh ich auf, freu mich auf meinen ersten Auslauf mit den neuen Schuhe, schlüpfe rechts rein und erfreue mich an einem perfekten Sitz, schlüpfe links rein…….. öööööhhhhmmmmm……. versuche links reinzuschlüpfen…….. *hüstel*…….. zwänge und würge diesen verfluchten Fuss in diesen noch verfluchteren Schuh……… verdrehe dabei die Augen, gebe Grunz- und Pfeifflaute von mir, stehe wacklig auf, stöckle wie auf rohen Eiern zur Arbeit…….. und verfluchte den Tag an dem ich schon wieder zu kleine Schuhe gekauft habe und nehme mir vor, nie wieder Schuhe zu kaufen ohne Beide anzuprobieren………. und ich Idiotin glaub mir das dann auch noch.

Und so kommt der Tag, an dem ich wieder an einem Schuhladen vorbeikomme, allem Gezetter von Juliet zum Trotz hineinstürme und………….. *seufz*

Unbeantwortet bleibt das Mysterium um das “Warum”

Ich weiss nicht, warum ich das tue, echt nicht. Aber ich tu’s, immer wieder von Neuem. So wie ich öfters mal mitten in der Nacht eine Tafel Schokolade aus dem Kühlschrank hole und sie neben mir ins Bett lege – nur um ein paar kleine Stückchen zu naschen – um dann am nächsten Morgen neben einer leeren Packung aufzuwachen, ohne n’blassen Schimmer zu haben, wohin zum Kuckuck diese Schokolade verschwunden ist.

Nun wird es wohl wenig überraschen, wenn ich abschiessend noch erwähne, dass es mir bei Kleidern eigentlich ähnlich geht. Ich probier aus Prinzip nie etwas an in Läden, weil ich ja nicht blöd bin und genau, auf den ersten Blick und untrüglich sehe, ob mir etwas passt und selbstverständlich auch, ob es mir steht. Naja, zumindest rede ich mir das jedes Mal von Neuem ein, glaube mir jedes Mal wieder als hätte es all die tausend vorhergehenden Male nicht gegeben. Aber im Gegensatz zu den linken Schuhen habe ich bei Kleidern wenigstens meistens Recht. Ich hab da wirklich ein Auge dafür und so sind meine Kleider-Einkäufe meist auch erfolgreich. Aber das hat vielleicht auch mehr damit zu tun, dass Kleider etwas flexibler sind im wahrsten Sinn des Wortes. Wenn ein Shirt oder noch mehr ein Stretchkleid halt etwas eng ist, dann dehnt sich der Stoff einfach noch etwas mehr. Bei Schuhen funktioniert das nicht, deshalb weiss auch jedes Mädel, dass man immer Beide anprobiert und mindestens einen kleinen Catwalk quer durch den Schuhladen macht. Jedes Mädel weiss das, sogar ich………. nur hilft’s mir irgendwie nicht.

Und so kam es, dass ich auch heute wieder am Arbeitsplatz sass, während mein linker Fuss stundenlang vor sich hinmeckerte, weil ich ebendiese neuen Schuhe wieder trug – zum vierten Mal glaubs – und ich schwöre, auch wenn der linke Fuss jammernderweise anderer Ansicht ist – er passt bereits besser rein, es tut nur noch ein wenig weh – noch ein paar Mal tragen und beide Schuhe passen wie angegossen, sofern der linke Fuss bis dahin noch lebt :-)

Software entwickeln kann auch spassig sein

….. oder: die Sache mit den Büudläni :-)

Zugegeben, ich bin schon ein verrücktes Huhn, da verrate ich kein grosses Geheimnis. Schon als Kind sagte man mir, ich sei eine Fabrik für Unsinn, weil ich so oft spontan auf die blödsten Ideen komme und im speziellen einen Hang dazu habe, Leute auf humorvolle Weise zu irritieren, indem ich etwas tue, womit man nicht rechnet – mehr darüber dann ein anders Mal. Da ich den ganzen Tag wie wild vor mich hinprogramiere, drückt das natürlich auch dort ab und zu durch, so wie letzte Woche, während ich an meinem neusten Meisterstück herumprogrammierte – und das kam so……..

Unser Teamchef ist Berner, Bärner würde er sagen und hier in der Schweiz haben wir eine Menge Spass daran, dass jeder Dialekt anders klingt und nur zu oft klingt es für die Ohren “Aussenstehender” saulustig. Ich liebe diese sprachliche Vielfalt, es macht die Gespräche so vielfältig und lebendig und so machmal ist es halt eben auch lustig…… Das Berndeutsch ist zumindest für uns in Zürich in vielfacher Weise ulkig, am meisten amüsiert jedoch, dass Berner oft aus einem ‘l’ ein ‘u’ machen, wenn das ‘l’ nicht am Anfang steht. Ein ‘Löffel’ wird so zu einem ‘Löffu’ oder ein aus dem hündischen ‘bellen’, das wir in Zürich ‘bällä’ nennen, wird dort natürlich ein ‘bäuä’ und einem Jungen, in Zürich ‘Bueb’ genannt, wird dann ein ‘Büubu’, cool hä? Kürzlich amüsierten wir uns köstlich über eine spezielle Formulierung, die einfach prächtig ist. In der Schweiz wird ja gern verniedlicht, indem man ein ‘li’ hintenan stellt, man macht alles etwas kleiner, wohl weil unser Land so klein ist. So wird aus einem ‘Bild’ halt ein ‘Bildli’ oder in Bern eben ein ‘Büudli’. Das allein wär für uns schon lustig genug, aber der Hammer kam, als unser Chef das mal in der Mehrzahl verwendete, denn dann wurde daraus ein ‘Büudläni’…….. und Dianchen schmiss sich fast weg deswegen, es lief ihr tagelang nach, dieses ‘Büudläni’ und so kam irgendwann, was kommen musste……..

Nun muss ich noch einschieben, dass ich seit je her eine Leidenschaft habe, ich bringe Computer gern dazu, idiotische Dinge zu tun. Im Speziellen mag ich es, wenn Programme bedeppte Meldungen von sich geben. Dieser Hang zur Realsatire brachte mich früher mal dazu, sämtliche Texte meines Betriebssystems zu hacken, so dass dann beispielsweise bei einem Halt nicht stand: “Bitte eine Taste drücken”, nein, mein Computer meldete bei der Gelegenheit: “Bitte kräftig furzen”. Das mag doof sein, sogar saudoof, aber ich hab unglaublich Spass dabei, vorallem wenn Andere nichts davon wissen und das dann zum ersten Mal lesen :-)

Für mein neues Programm musste ich jetzt ein sogenanntes Context-Menü einbauen, das erscheint, wenn man eine Zeile markiert und die rechte Maustaste drückt, es listet dann eine Reihe von Funktionen auf, die man aufrufen kann wie ‘Zeile löschen’ und so Kram. Naja, da war dann halt noch ein Menüpunkt dabei um Bilder einzufügen und zu löschen – Büudläni eben……. *unschuldigguckt*…….. tja, dann ging’s halt los mit meinem Übermut und mein Chef bekam dann das Programm in dieser Form zu sehen:

Damit meine germanischen LeserInnen verstehen, was da auf breitestem ‘bärntütsch’ steht, übersetz ich das mal, wobei ich bei der Formulierung zugegebenermassen sehr sehr freizügig war…… zuerst auf berndeutsch, dann was der Satz zu gut deutsch etwa heisst und dann, was eigentlich wirklich da stehen sollte……

Gäng no ä Position inä tue
Ständig noch eine Position hinein tun (gäng ist nur unvollkommen übersetzbar mit ‘ständig’)
Position einfügen

U dä no ä Varuablä derzuä, gäu
Und dann noch eine Variable dazu, gäll (gäll = stimmt’s)
Variable hinzufügen

I Chübu mit däm Löu
In den Kübel mit diesem Depp (Löu = Löli = Depp oder so)
Zeile löschen

Dr Unternähmer dörf d’Variablä gäng wächslä
Der Unternehmer darf die Variable ständig wechseln
Unternehmer darf Variable wechseln

Dr Unternähmer söu sine Füdlefinger loh vo dere Variablä
Der Unternehmer soll seine “Popofinger” lassen von dieser Variable
Unternehmer darf Variable nicht wechseln

…… und jetzt kommt’s, jauh :-)

Es Büudläni inä näh
Ein “Bilder” hinein nehmen
Bild hinzufügen

Tuä das Büudläni i Chübu
Tu das “Bilder” in den Kübel
Bild löschen

Ich denke, damit wäre der Beweis erbracht, dass Softwareentwicklung gar keine so trockene Angelegenheit ist, da leuchtet soviel Heiterkeit und Menschlichkeit auf – wie im wahren Leben ;-)

So kommt es dann auch, dass man im Programmcode Bemerkungszeilen von mir findet, die den Alltag etwas aufheitern. Bei einem Programmkonstrukt, das so verworren war, dass ich selbst nach mehrmaligem Lesen nicht kapierte, was es eigentlich tut, steht nun neckisch: “gaht’s no komplizierter?”. Oder wenn ich selber mal etwas umstandsbedingt unschön programmieren musste, weil es beispielsweise der Performance dienlich war, steht dann beispielsweise dort: “ja ich weiss, isch grusig programmiert, aber es lauft, das isch d’Hauptsach”……….. und um der Frage zuvor zukommen, nein, wir dokumentieren unseren Programmcode nicht in Schweizerdeutsch – meistens jedenfalls – ausser eben an so Tagen, wenn mir grad mal wieder sauwohl ist :-)

Achja, über meine früheren Sitzungsprotokolle muss ich unbedingt auch mal schreiben……… und was ich als Kind mit Gartentürchen angestellt hab, wär auch mal noch erwähnenswert *hüstel*…….. :o )

Nachtrag: apropos bärndeutsch, hier eine ganz urchige Variante :-)

Das Erwachen der Hexenmeisterin

Es ist früh am morgen, noch halb in der Nacht, Nebelschwaden hängen in der Luft und vereinzelt erklingen schaurige Eulenklänge und Fledermausgeblöke, als plötzlich ein markerschütterndes Geräusch die friedliche Idylle der Fantasiewelt Azeroth durchdringt. Diana, Hexenmeisterin vom Volk der Blutelfen, reisst erschreckt die Augen auf und blickt durch verschwommene Nebenschwaden. Sofort wirft sie ein paar Feuerbälle und ein paar Blitze in Richtung des Geräuschs, das noch grausamer klingt als all die Orks, Trolle und Feuerdrachen, die sie am Abend zuvor bis in alle Nacht bekämpft hat. Verwirrt blickt sie um sich, was war das für ein Monster? Und schon wieder erklingt dieses grässliche Geräusch, das einem das Blut in den Adern gefrieren lässt. Wieder wirft Diana ein paar Feuerbälle, aber das Ding scheint gegen ihre Zauberkräfte immun zu sein. Noch immer ist die Luft nebelumhangen, sie kann kaum ihre Hand vor Augen sehen. Todesmutig streckt Diana ihre Hand aus um das brüllende Ungetüm mit blosser Hand zu erwürgen – und ertastet zu ihrer grossen Verblüffung einen Wecker. Urks. Was ist denn hier geschehen, im Lande der Elfen und Feen? Was ist das bloss für ein seltsames Kästchen, das schlimmer klingt als tausend Orks? Da beginnt die Blutelfe zu begreifen, dass etwas Seltsames geschehen ist, sie ist nicht mehr in Azeroth, dem Land der Elfen, Feen und gruseligen Monster, sie ist im Paralleluniversum gelandet, dem Land, das man….. *schluck*……. “reales Leben” nennt……. *schauder*………..

So ähnlich ging’s mir heute morgen, als der bekloppte Wecker bereits um halb Sieben losgackerte, obwohl ich ja eben erst grad um zwei Uhr noch am Monster plätten war. Brrrrr, ist das gruselig. Nachdem ich übers Wochenende nun doch mal das legendäre Computerspiel “World of Warcraft” installierte, kam’s natürlich wie es kommen musste und ich spielte Sonntag und Montag jeweils bis zwei Uhr und stand beide Male viereinhalb Stunden später wieder auf – das ist echt zuviel für n’altes Weib wie mich, echt. Als der Wecker losging, fühlte es sich tatsächlich schlimmer an als all die Monster, die ich gestern noch dank Feuer- und Blitzzauber beseitigen konnte, der Wecker war da eine viel grausamere Sache, ich musste kapitulieren.

Und so kroch ich dann halt Richtung Badezimmer, tüdelte mich an während ich nachwievor die Welt durch Nebelschwaden zu durchringen versuchte und irgendwie kam mir dieses reale Leben einiges surrealer vor als das virtuelle Leben des Vorabends. Aber irgendwie schaffte ich es, schlaftrunken in der Firma anzukommen, stürzte mich als Erstes gleich mal auf die Kaffeemaschine, liess einen Kaffee raus, nahm einen Schluck, verzog das Gesicht als hätt ich Krötenschleim im Mund und blickte verwirrt auf meine Tasse, die aussah als wäre nur dreckiges Wasser drin. Ork-Zauberei? Hmmmmm, ach jaaaaaahhh, ich muss ja erst eine Kapsel in die Kaffeemaschine tun bevor ich Kaffee machen kann – na denn, auf ein Neues.

Als ich dann mit belämmertem Gesichtsausdruck in den Bildschirm starrte und vergeblich nach Monstern Ausschau hielt, kam ich schnell zum Schluss, dass mein verschwommenes Blickfeld rein atmosphärisch viel besser in WorldOfWarcraft passen würde als hier ins Office. Als kurz drauf ein Teamkollege reinkam und ich ihm versuchte zu erklären, dass mein Monitor kaputt sei, ich würde alles verschwommen sehen, erntete ich auch nicht allzuviel Verständnis – bis ich ächtzend brabbelte: “hab WoW gespielt letzte Nacht”, dann war alles klar und ich bekam meine mir zustehende Portion Mitleid.

Und so quälte ich mich durch den Tag und mir gruselte bereits davor, dass ich heute Abend Wäschetag hab und deshalb nach der Arbeit auch noch waschen muss. Also nix mit WoW oder Cello spielen, ich würde mich weiter schlaftrunken durch eine nebenverhangene Waschküche kämpfen müssen anstatt die Heldin zu sein, die ich nunmal bin *seufz*. Kurz vor Feierabend musste ich noch einen Termin ins Outlock eintragen und guckte dann noch blöder als eh schon den ganzen Tag……… Dienstag? Warum zum Geier ist heute schon wieder Dienstag? Das war doch gestern schon? Bin ich mal wieder in einer Zeitschleife gelandet oder hat mich über Nacht so ein bekloppter Ork durchs Raum-Zeit-Gefüge geschleudert? Und wenn Mittwoch erst morgen ist, also mein “heute” erst “morgen” kommt, muss ich dann trotzdem heute waschen oder ist dann morgen gleich Donnerstag, weil wieder so ein Gnom mit der Universumsspieluhr gespielt hat? Ich war echt verwirrt für einen Moment, ich hätte meinen Hintern darauf verwettet, dass heute Mittwoch ist, hmmmmmm……..

Und so begann ich langsam aber sicher zu erahnen, dass ich doch ein klein wenig Restvernunft walten lassen sollte beim compüterlen. Zwei mal hintereinander so spät ins Bett, bringt auch die härteste Blutelfe an ihre Grenzen. Und wenn ich bedenke, wie verdreht mein heutiges Delirum war, dann kann ich wohl nicht ausschliessen, dass ich bei noch mehr solchen Nachtabenteuern eines Tages schwertschwingend durch’s Quartier schleiche und Briefkästen anzünde oder so.

Mit anderen Worten: vor so Spielen muss man sich echt hüten, die sind zu cool um daneben auch noch im sogenannt realen Leben Zeit zu verbringen und die Wechsel zwischen diesen zwei doch etwas unterschiedlichen Welten können auch mal a bisserl verwirrend sein, zumindest wenn man saumässig übernächtigt ist. Deshalb möchte ich heute Nacht mal ganz vernünftig sein und Azeroth fernbleiben……… naja……. oder vielleicht ganz kurz……… ich bin jetzt auf Level 8, auf Level 10 krieg ich neue Zaubersprüche……… kann mir bitte jemand den Internetanschluss kappen? :D

PS: Anzumerken wäre noch, dass ich die Grafik von WoW überhaupt nicht mag, dieser Comics-Look ist irgendwie Kinderkram im Vergleich zum Spiel “Rift” das ich kürzlich gespielt habe. Aber weil Rift vom Schwierigkeitsgrad her einfach jenseits ist für Gelegenheitsspielerinnen wie mich, versuch ich’s nun halt doch mal mit WoW – Stimmung kommt überraschenderweise trotzdem auf :-)

Dianas artgerechte Arbeitsplatzgestaltung

Das Bild mit der pink Tastatur und den tussi-haften Beschriftungen der Tastaturen, das ich in der Kapitel-Vorstellung ‘Lustiges’ gezeigt habe, wurde zum Anlass einer Blödelei im Kommentarbereich zwischen Daniela und mir. Sie wollte diese Tastatur unbedingt und versprach, sie würde sich dafür sogar die Haare aufblondieren und die Fingernägel pink lackieren. Glaubt mir, sie ist absolut nicht der Tussi-Typ, gerade das war so amüsant dran. Jedenfalls blödelten wir da rum und immer mehr bekam ich Lust, wirklich eine “Mädchen-Tastatur” für mich zu kaufen. Also googelte ich mal rum und fand so Allerlei, das ich hier mal vorstellen möchte. Mädchenkram der computerisierten Art sozusagen ;-)

Eine spannende Alternative fand ich hier, die ist nicht nur pink sondern auch faltbar, so hat sie in jeder Handtasche platz und ist zudem noch wasserdicht, falls der Nagellack in der Handtasche ausleert oder man bei der Arbeit mal wieder Sekt äh Kaffee drüber kleckert.
Passend dazu fand ich hier eine hübsche Maus samt Mausmatte, die würd sich prächtig machen an meinem Arbeitsplatz und alle wüssten sofort, wo sie mich finden.
Amazon hat übrigens auch für mich zuhause etwas zu bieten, beispielsweise diese hübsche Folie hier, die man auf jeden Notebook kleben kann. Ich hab ja einen nigelnagelneuen Notebook in schwarz, ich glaub fast, ich muss den feminisieren :-) Ich hab übrigens bei der Evaluation meines neusten Notebooks allen Ernstes nach einem lila oder pink Notebook Ausschau gehalten. Aber schlussendlich siegte doch die Vernunft über die Östrogene und ich kaufte den Neuen aufgrund der technischen Daten – etwas Resttestosteron scheint mir doch noch geblieben zu sein – in diesem Fall bin ich froh drum.
Was ich mir aber wirklich ernsthaft überlege ist die Anschaffung dieser Notebook-Tasche hier. Falls ich zukünftig meinen Notebook auch mal mit zu Juliet nach Germanien mitnehme, würde so ein Köfferchen doch prima zu mir passen :-)
Mein bisheriger Favorit ist diese lila Hannah Montana Tastatur. Nicht, dass ich mit dem Teenie-Idol Hannah Montana was am Hut hätte, aber ich mag lila und das würd so schön zu meiner Windows-Hintergrundfarbe in der Firma passen, die im übrigen meine Jungs ziemlich irritiert hat – warum ist mir ein Rätsel, sieht doch wirkich hübsch aus, so ein lila Desktop.
Auf der Suche nach einer Mädchentastatur fand ich dafür hier etwas ganz Tolles, der erste Werkzeugkasten für Mädels. Da heisst es immer, Werkzeug sei nix für Mädels – pah, warum gibt’s dann Welches in pink, hä? Aber trotz des hübschen Aussehens konnte ich mich doch nicht dafür erwärmen, ich mag Werkzeug nicht, das ist mir zu gefährlich das Zeuchs.

Sicherheitshalber möchte ich nun doch noch darauf hinweisen, dass dieser Beitrag nicht bierernst genommen werden sollte, denn in Wirklichkeit gefällt mir pink gar nicht……. Obwohl ich tatsächlich mit einer lila Tastatur liebäugle und auch dieses LG-KP500 Handy in pink habe ;-)

URGENT UPDATE: Zum Glück hab ich gute Freundinnen, Daniela hat die Tastatur gefunden, die gibt’s wirklich, mit einer richtigen oops-Taste und so, guckst Du hier:
Keyboard for Blondes
Jetzt kann ich nicht widerstehen, Daniela übrigens auch nicht,
ich bestell uns hier zwei Stück *gacker*

Das Kapitel Lustiges

Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Es gibt nur wenig, das mich so sehr am Leben gehalten hat wie diese Strategie. Schon meine Mutter pflegte einen rabenschwarzen Humor, der ihr half, über widrigste Umstände hinwegzusehen. Das habe ich einverleibt, es wurde für mich zur Überlebenstechnik. Und das nicht nur im Sinne eines Zweckoptimismus sondern vorallem deshalb, weil so Manches, das uns weh tut, eigentlich so real-satirisch ist, dass man besser beraten wäre, sich darüber kaputt zu lachen als sich darüber aufzuregen.

In diesem Kapitel ist der Platz, an dem wir uns über die Welt und das Leben amüsieren werden. Nicht nur, weil Ironie manchmal der einzige Trost ist sondern auch, weil das Leben auch im positiven Sinn soviel Lustiges zu bieten hat.

Im Gegensatz zum Kapitel “Verrücktes” wird es hier vorallem um persönliche Erlebnisse gehen, all das Amüsante, das mir den Alltag so versüsst. Und davon gibt’s reichlich, das wisst Ihr ja mittlerweile ;-)

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