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Diana im Gitarren-Himmel

Wie hier im letzten Blogbeitrag versprochen, hier noch die neusten Neuigkeiten aus unserer Gitarren-Welt…….

Diana im Gitarren-Rausch

Es kam natürlich wie es kommen musste – wie immer, wenn ich etwas tue, dann mach ich das in der Regel voller Enthusiasmus und wenn ich es auch noch gern mache, dann kann das auch ins Exzessive ausufern – und so kam es eben auch mit der Gitarren-Spielerei.
Meine neue Gitarre hat mich richtiggehend süchtig gemacht und so wird mein tägliches Denken und Handeln in vielerlei Hinsicht stark vermusifiziert. Und das ist gut so, denn das Musizieren hat mir die letzten paar Jahre arg gefehlt und es wurde höchste Zeit, dass ich wieder einen Draht zur Muse finde.

Juliets neue Klampfe

iban320pgsklMittlerweile sind unsere Ausrüstungen komplett, Juliet hat sich eine neue Gitarre gekrallt (eine Ibanez RG 320 PG), weil ihre Gichtfingerchen mit dem Gitarrenhals der Squier-Strat nicht klar kamen. Das kam irgendwie lustig zustande, wir waren vor einigen Wochen an einem Flohmarkt/Ausverkauf unseres lokalen Gitarren-Dealers und als wir uns dort schlau machten betreffend Juliets Pfötchen-Problem, wurde uns gesagt, dass wir nicht die einzigen sind, die mit dem relativ dicken Hals einer Stratocaster Probleme haben – wir sollten für Juliet was suchen das flacher ist – und genau sowas stand da so sinnlos rum, eben diese Ibanez, mit einem ultraflachen sogenannten Wizard-Hals – und siehe da, die lag viel besser in Juliets Hand und dann hat das Teil auch noch einen monströsen Killer-Sound der für Hardrock einfach perfekt ist – und das Teil war 50% runtergeschrieben – naja, kann man da noch nein sagen? Sagten wir natürlich nicht und deshalb dackelten wir dann halt mit einer neuen Gitarre unter dem Arm nachhause. Das ist irgendwie wie beim Schuhe kaufen, egal was man sucht, selbst wenn man gar nix sucht, man findet garantiert etwas Anderes und wird damit noch glücklicher :-)

Gitarren-Effektgeräte

dodyjm308bIch meinerseits habe mir noch das ultimative Gitarren-Effektgerät zugelegt, einen Booster namens DoD YJM308, ebenfalls wieder eine Spezialanfertigung für meinen Gitarren-Gott Malmsteen und damit habe ich definitiv den perfekten Sound. Das Teil ist unterdessen eine Rarität, weil es nicht mehr hergestellt wurde, aber ich konnte über eBay aus dem Amiland eins ergattern.

Doch dann kam vorerst Ernüchterung, es gab kein Netzteil dazu, also besorgte ich mir eins das ich für passend hielt, das natürlich nicht funktionierte und so kam die Befürchtung auf, dass ich jetzt zwar endlich mein ersehntes Effektgerät hab, dieses aber nie hören werde *grmpf*.

Um allfälliger Totalfrustration vorzubeugen, bestellte ich mir dann halt meinen zweiten Favorit, ein “MXR Distortion III“, das ebenfalls einen traumhaften Klang hat. Mit derselben Bestellung wagte ich nochmal einen Versuch mit einem weiteren Netzteil für mein DoD und siehe da, das funktionierte tatsächlich und so habe ich halt jetzt zwei so Dinger. Aber lieber zwei als keins, also bin ich nun im Frieden mit dieser Welt :-)

Das Wunder der Plektrumse

vpickpsychoUnd als ob das alles noch nicht genug wäre, fand ich eher zufälligerweise einen Plektrum-Hersteller, der alles in den Schatten stellt, was es je gab in der Welt der Plektrumse :-) Was zum Kuckuck ist ein Plektrum, wird sich der geneigte Leser nun fragen. Nun, wenn man elektrische Gitarre spielt, macht man das in der Regel mit einem kleinen Plastik-Plättchen, das nennt sich Plekrum oder auf englisch Pick. Plektrumse ist übrigens natürlich die falsche Mehrzahl, das heisst korrekterweise Plektren, aber das ist ein Running-Gag bei uns zuhause, seit wir uns bei einer TV-Werbung kaputtgelacht haben über einen Jungen, der Lexikon in die Mehrzahl setzte mit dem Wort “Lexikonse” :-) Ähm, wo waren wir? Ahja die Plektrumse. Also, normalerweise kostet so ein Plektrum 1-2 Dollar, ist ja nur ein Stück Plastik, denkt man, wenn man’s nicht besser weiss. Und ich weiss es nun besser und hab nun ein paar aus dem Amiland bestellt, die bis zu 15 Dollar pro Stück kosten. Wer nun denkt, das sei viel, der denkt eben falsch, denn erstens kann man so Plektrumse monatelang spielen und im Vergleich zum restlichen Equipment sind die geradezu Peanuts – wichtiger ist aber, dass man mit diesen “V-Picks” viel sauberer und schneller spielen kann, weil sie einiges dicker sind. Die gleiten über die Saiten als wären sie in Öl gebadet, schon nach wenigen Tönen war ich mir gewiss: Ich werde nie, niemals nie nicht wieder andere Plektrumse benützen als die. Nach längerem Herumexperimentieren mit ein paar dieser Plektrumse, habe ich meinen vorläufigen Favorit gefunden – und es wundert mich irgendwie nicht so wirklich, dass es ausgerechnet das Modell “Psycho” ist :-)

Wenn der Computer mit-musiziert

audacity2Während meines Sturmfrei-Weekends (siehe letzten Blogbeitrag) nutzte ich die Zeit unter Anderem dafür, herumzuexperimentieren, wie ich den Gitarrensound auf den PC übertragen kann. Das klappte besser als erwartet, ich kann vom Kopfhörer-Ausgang des Verstärkers direkt in den Mikrophon-Eingang des PCs gehen und von dort aus wiederum das Endresultat am TV anhören – und ich kann mich selbst auf dem PC aufnehmen und später in Ruhe hören, was ich da für einen Käse zusammengedudelt hab. Soweit ist das wenig spektakulär, aber man kann ja immer noch einen draufsetzen und das funktioniert etwa so: Zu einem meiner Effektgeräte habe ich ein Mix-Programm namens “Audacity” bekommen. So ein Mix-Programm dient dazu, Musik auf mehreren Spuren aufzunehmen. Ich kann also etwas spielen und aufnehmen, dann das Gespielte abspielen und dazu eine weitere Stimme dazu aufnehmen.

Ich und “meine Band”

Oder was für mich viel interessanter ist: Es gibt im Internet und im Speziellen auf youTube eine Unzahl an sogenannten BackingTracks, das ist Musik, bei der die Hauptstimme fehlt. Bei Gitarren-BackingTracks fehlt also die Lead-Gitarre. Solche BackingTracks habe ich heruntergeladen, in dieses Mix-Programm eingespiesen und kann nun zu diesen Songs dazuspielen und mich dabei aufnehmen, als Resultat erhalte ich dann eine Musikdatei, auf der ich zusammen mit dem Rest erklinge, als hätte ich mit einer Band zusammen gespielt. Ok das nur im weitesten Sinn, denn bisher bin ich immer noch in einer Phase, in der ich zwar klinge, aber nicht im Geringsten so wie ich müsste, ergo klingt dann der Mix so als würde eine Band spielen und die Lead-Gitarristin würde sturzbetrunken auf der Gitarre herumtanzen oder so. Aber auch das ist egal, denn vorerst geht’s mir darum, gute Übungsmöglichkeiten zu haben und vorallem durch nachträgliches Hören herauszufinden, wo es bei mir am ehsten happert. ABER – wenn ich so weitermache wie bisher, könnte es gut sein, dass ich Euch schon in wenigen Monaten erste Songs vorspielen kann, drückt mir die Daumen, ich drück währenddessen die Saiten ;-)

Und ein Zauberer als Gitarren-Lehrer

Wie bereits in einem früheren Blogbeitrag erwähnt, mache ich diesmal nicht mehr denselben Fehler und tüdle da einfach auf der Gitarre rum ohne zu wissen, was ich da eigentlich tue. Anstelledessen versuche ich hartnäckig ein Fundament aufzubauen, das mich in die Lage versetzt, auch zu wissen, was ich da spiele, denn ohne diesem Wissen tüdelt man halt wirklich nur einfach vor sich hin und wirklich coole Gitarrenspielerei ist erst möglich, wenn man das Griffbrett im wahrsten Sinn des Wortes im Griff hat. Auf der Suche nach guten Lernmöglichkeiten fand ich auf youTube den genialsten Gitarrenlehrer der Welt – zumindest für mich – denn erstens bietet dieser unglaublich logische Lernsegmente, die überschaubar sind und einem schnell vorwärts bringen – und zweitens macht er das mit mega guten Videos – und drittens und fast am wichtigstensenst oder so: er hat ein hammermässiges Talent, einem zu motivieren und einem Mut zu geben, dass man selbst das Unmögliche schaffen kann, wenn man denn nur hartnäckig in kleinen Schritten auf ein grosses Ziel zuläuft. Dieser Maestro nennt sich “Wizard of Shred”, Wizard bedeutet Zauberer und damit hat er irgendwie Recht – und Shred lässt sich nicht wirklich wörtlich übersetzen, so nennt man einfach diese Gitarrenzupferei im Überschalltempo. Und damit beenden wir für heute und ich überlasse Euch hörender- und staunenderweise dem Wizard of Shred – enjoy :-)

Aber so schön dieses Intro auch klingt, davon muss ich noch ne Weile die Finger lassen und weiterhin schön brav Tonleitern lernen. Dafür habe ich des Zauberers besten Kurs namens “Fredboard Freedom” (Griffbrett-Freiheit) gekauft, in dem er einem das mir bisher unmöglich scheinende Unding lernen kann, nämlich alle gefühlten 7 Milliarden, also real gute hundert Töne auswendig zu lernen. Dass das geht, zeigt der Wizard in nachfolgendem Video eindrücklich (man beachte, wie er nach ca 20 Sekunden mit Reden beginnt ohne mit dem Spielen aufzuhören, DAS ist Fretboard-Freedom :-)

…. und wenn ich mal soweit bin – nein, werde ich nicht während dem Gitarre spielen plappern – sondern mit eben so Liedern beginnen, wie in obigem Intro – und dann so Malmsteen-Zeuchs – und dann habe ich meinen Seelenfrieden ;-)

Man hat nie genug Schuhe äh Instrumente

Schon oft musste ich energisch betonen, dass eine Frau NIE genug Schuhe hat, das ist für Euch ja nichts Neues. Aber Schuhe sind nicht die einzigen Dingens, von denen man nie genug haben kann, dasselbe gilt nämlich auch für Musikinstrumente. Ihr erinnert Euch vielleicht noch an meine Euphorie letztes Jahr, als ich mir ein elektronisches Cello kaufte, in der wirren Hoffnung, ich könnte das lernen? Naja, konnte ich nicht, aber das soll heute nicht das Thema sein, denn heute möchte ich mein neustes Lieblings-Dingens vorstellen, eine elektrische Gitarre, die ich vorerst mal liebevoll “Fury” (Furie) nenne……. und das kam so……..

….. das wär ein guter Zeitpunkt, Bier und Popcorn zu holen, das dürfte sich mal wieder hinziehen ;-)

Wer mich gut genug kennt, ist bezüglich meiner Schuhleidenschaft äh Musikleidenschaft ja schon öfters verwirrt worden, denn im Laufe meines Lebens habe ich eine beachtliche Anzahl an Instrumenten gekauft, mit mehr oder weniger Erfolg gelernt und dann irgendwann zur Seite gestellt. Das klingt etwas sinnbefreit, aber ich würde nicht einen dieser Käufe bereuen, denn all diese Instrumente bescherten mir unzählige Stunden Lebensfreude und das Musizieren war in vielen Lebensphasen ein unglaublich befreiendes Ventil, durch das ich meine Gefühle umsetzen konnt – selten gut, aber oft mit viel Spass.

Eine zwanzigjährige Reise durch die Welt der Instrumente

Es begann vor einem Vierteljahrhundert mit meiner ersten elektrischen Gitarre, die ich im Alleingang lernte – oder eben auch nicht – und die dann irgendwann abgelöst wurde durch Blues-Harps (Mundharmonika). Diese spielte ich mehrere Jahre, diesmal sogar recht erfolgreich, hatte in dieser Zeit ständig welche in der Jacke und trötete mir bei jeder sich bietenden Gelgenheit das Herz aus dem Leib. Aber irgendwie waren die BluesHarps nicht so ganz das Richtige und so kam dann halt doch irgendwann wieder das Gitarren-Fieber.

Elektrische Gitarren sind abgesehen von aus meiner Sicht nahezu unspielbaren Streichinstrumenten die Königinnen unter den Musikinstrumenten, also kaufte ich mir dann halt eine richtig gute Gitarre, eine königsblaue Levinson Blade. Mit der ging’s dann erstmals so richtig los, ein paar Jahre lang begleitete sie mich, ich nahm sogar lange Zeit Gitarrenunterricht, lernte dabei viel und kam doch irgendwie nie auf einen grünen Zweig. Das Problem dabei war, dass ich – um meinen damaligen Lehrer zu zitieren – die Gitarre in der Hand hielt wie eine Axt. Sei lockerer, ermahnte er mich Woche für Woche, nur um mitzuerleben, wie sich meine Finger noch mehr ins Griffbrett bohrten. Schlussendlich kam es wie es kommen musste, da meine Lernkurve eben aufgrund dieser Verkrampftheit stagnierte, verlor ich die Freude und hatte nun einen weiteren Gegenstand der herumstand.

Während einer Amerikareise kam dann mal noch eine indiansche Flöte dazu (eine red-cedar flute), die aber auch nicht so ganz das Richtige war.

Und dann kam diese ominöse Schottlandreise, die mich mit dem Pipe-Fieber infizierte und so gings dann halt weiter mit einer Great Highland Bagpipe, einem schottischen Dudelsack. Etwa zwei Jahre nahm ich Unterricht in einer Pipes and Drums Band, übte so um die zehn Stunden pro Woche, wurde immer besser und war schlussendlich schon fast Band-tauglich – und dann ging’s mit “meinen Weg” los, der soviel Energie, Zeit und Aufmerksamkeit absorbierte, dass ich die Pipes niederlegen musste – und da liegen sie nun seit diesem Tag.

Tja und dann war eben letztes Jahr das eCello an der Reihe, aber wie befürchtet habe ich mich damit total übernommen, es machte zwar Spass, aber mir fehlt das Talent und die Geduld dazu und ein in der Kindheit gebrochener linker Ringfinger verunmöglichte präzises Spielen, also war wieder ein Instrument bereit für die Ruhmeshalle.

Die eGitarre, die Königin unter den Instrumenten

Aber so ganz ohne Instrument geht es bei mir einfach nicht. Musik ist mein halbes Leben, sei es mit Hören oder sei es eben mit Spielen. Und Letzteres fehlte mir halt einfach schaurig. Und so kam es dann halt, dass es mich wieder packte und diesmal zog es mich nicht zu neuen Ufern sondern wieder back to the roots, zurück zur Gitarre. Nun muss ich kurz erklären, was mich an Gitarren immer so fasziniert hat. Einerseits liebe ich Gitarren, wenn sie so richtig schreien, also im Stil eines Carlos Santana und ähnlichem. Eine Gitarre muss schreien und jaulen, muss weinen und jammern, dann berührt sie mein Herz wie kaum etwas Anderes. Auf der anderen Seite liebe ich Rock-Musik und im speziellen alten Heavy-Metal und im noch spezielleren sogenannten Neoclassical-Metal, das ist eine Art Metal (Hardrock) der sich an klassischer Musik orientiert. Klingt wirr? Isses auch – aber es ist coooooooool und zwar sowas von :-)

Yngwie Malmsteen – der Gitarren-Gott des Neo-Classical

Schon seit einer Ewigkeit bin ich total Fan von einem Schweden namens “Yngwie J. Malmsteen“. Er war zumindest in meiner Wahrnehmung der Erste, der harten Heavy-Metal in perfekter Weise mit Klassik verschmolz. Yngwie spielte schon als Kind täglich stundenlang auf der eGitarre Metal, Bach- und Paganini-Stücke, die selbst für Violinisten eine Herausforderung wären und er spielt diese unglaublich schnellen und schwierigen Songs mit einer noch unglaublicheren Leichtigkeit, die einem einfach in Verzückung geraten lässt. Durch ihn lernte ich eben dieses Neo-Classical kennen und lieben. Wenn jemand ein mir bekanntes und von mir geliebtes Bach-Stück, das eigentlich für Violinen geschrieben wurde, auf einer elektrischen Gitarre hinbrettert, dann krieg ich vor lauter Verzückung Augen wie ein Kleinkind beim ersten Zoobesuch. Tja und ebendieser Malmsteen hat’s mir in letzter Zeit wieder schaurig angetan und so nahm das Schicksal seinen Lauf.

Diana kriegt Yngwie’s Gitarre :-)

Nun ist es so, dass es viele Gitarrenhersteller gibt, aber vorallem zwei Hersteller schwimmen oben auf, einerseits Gibson und anderseits Fender. Zweitere hat seit Urzeiten ein Klassiker-Modell das sich Stratocaster nennt. Diese von Fans liebevoll “Strat” genannte Gitarre ist sehr verbreitet, wegen ihres relativ zarten Klangs aber weniger bei Hardrockern – es sei denn in überarbeiteter Form. Man findet öfters Rock-Gitarristen die eine Strat spielen, die aber andere Tonabnehmer (Pickups) drin hat, eben solche die so richtig kreischen können – oder sie ergänzen den Klang mit Effektgeräten und kräftigen Verstärkern um den für Rock nötigen Donner hinzukriegen. Auch Yngwie spielt meist auf einer Strat und natürlich hat auch er das Teil umgebaut. Und jetzt kommt’s :-)

Die Firma Fender hat schon ein paar mal sogenannte “Signature Series” herausgegeben. Das Prinzip läuft so, dass sie Top-Gitarristen wie beispielsweise Eric Clapton fragen, wie eine gute Strat in seinen Augen sein muss, dann bauen sie genau so ein Modell, pressen sein Autogramm auf die Gitarre und geben sie dann als “Clapton-Strat” oder was auch immer heraus. Und genau das haben sie schon vor einigen Jahren mit Malmsteen gemacht. So entstand die Malmsteen-Stratocaster, die nicht nur ultra-krasse Tonabnehmer drin hat (früher DiMarzio und neuerdings Seymour Duncan) sondern nebst kleinen Veränderungen vorallem ein sogenannt “scalloped” Griffbrett, bei dem die einzelnen Bünde sozusagen ausgefräst wurden. Der Effekt dabei ist, dass man beim Spielen die Finger nicht mehr bis aufs Griffbrett durchdrückt sondern die Finger samt Saite sozusagen in der Luft schweben. Das hat zur Folge, dass man viel weniger drücken muss, eigentlich reicht eine sanfte Berührung und schon geht die Post ab – es bedeutet aber auch, dass der Ton sich grässlich verzieht, wenn man auch nur ein klein wenig zuviel drückt.

Und als ich das kürzlich diesen Bericht sah, wurde mir schlagartig klar, dass genau so eine Gitarre das ist, was ich brauche – eine Gitarre die mich zwingt, sanft zu drücken. Das Problem früher war eben, dass ich es zwar immer versuchte, nach wenigen Tönen aber wieder im alten Muster herumquetschte und es erst merkte, wenn mir die Finger weh taten. Aber eine Gitarre, die mich anmeckert sobald ich was falsch mache, das klingt geradezu perfekt für mich – und wenn ich dadurch auch noch deutlich schneller werden kann……… und so träumte Diana halt wieder los.

Diana im Malmsteen-Fieber

Tja, nun hab ich sie seit ein paar Wochen – und bin sowas von glücklich, das kann man sich nicht vorstellen. Diese Strat klingt dank der ultra-krassen Tonabnehmer wirklich genial und das Griffbrett hält genau das was ich mir versprochen habe. Schon jetzt, nach einem knappen Monat üben, spiele ich bereits viel lockerer und schneller als damals und das trotz jahrelanger Pause. Das Ding ist echt Wahnsinn, ein Traum von einer Gitarre :-) und das Geniale ist so ganz nebenbei, dass ich eine eGitarre mit Kopfhörer spielen kann, was gerade in Anbetracht meiner aktuellen täglichen Fingerübungen Juliet seeeeehr entgegenkommt ;-)

Warum meine Strat eine Furie ist

Wer sich am Beginn dieses Beitrags verwirrt gefragt hat, warum ich eine Gitarre Fury nenne, der kriegt jetzt eine Antwort darauf, denn jetzt wird’s Zeit für den technischen Quatsch, der vermutlich nur noch Gitarristen interessiert. Denn diese zauberhaften Tonabnehmer die der Gitarre den typischen Malmsteen-Sound geben, sind von der Firma Seymour Duncan und sie sind ebenfalls Sonderanfertigungen für den Gitarrengott Malmsteen. Und weil eine seiner bekanntesten Platten “Fury” hiess und er so furios spielt, haben sie einen der drei Humbucker-Tonabnehmer eben Fury getauft. Zusammen mit zwei ebenfalls für Yngwie entwickelten YJM-Singlecoils hat man die perfekte Sound-Basis.

malmifret1Am Aussergewöhnlichsten ist wie bereits erwähnt das scallopte Griffbrett und als ob das noch nicht genug wäre, wurde das Griffbrett auch mit richtig fetten (dick und hoch) Bünden (Dunlop super jumbo frets) ausgestattet. Auch Ritchie Blackmore spielt übrigens auf scallpotem Griffbrett, aber in seiner Version sind nur die hohen Tone scalloped, der Rest normal. Jedenfalls ist diese Kombination aus vertieftem Griffbrett und erhöhten Bünden einfach genial zum spielen, die Seiten berühren so nie mehr das Griffbrett sondern liegen schon bei sanftestem Druck auf den Bünden auf.

Gitarren-Interessierten empfehle ich diesen Review, der gab mir persönlich auch den letzten Schubs ;-)
YouTube: Fender Yngwie Malmsteen Stratocaster MN VWT Upgrade

Übung macht die Meisterin

Entgegen meinen früheren Gewohnheiten mache ich jedoch jetzt den fatalsten Fehler nicht mehr. Ich übe seit Wochen die wildesten Dinge, aber ich spiele nicht ein einziges Lied. Alles was ich tue sind Fingerübungen und Techniken in Zeitlupe durchspielen um das “Fingergedächtnis” zu trainieren und mir die nötige Sanftheit anzueignen. Früher spielte ich einfach drauf los ohne eine richtige Basis zu schaffen, nun läuft es umgekehrt, ich spiele nicht sondern erarbeite mir ein anständiges technisches Fundament – und dann wird erst losgespielt, dann aber richtig :-)

So und jetzt muss ich wieder üben gehen – und da ich noch ein paar Jahre brauche bis man mein Gequietsche hören kann, stelle ich “meine Fury” mit diesem Video vor, denn hier spielt der Gitarrengott wie mir scheint genau dieses Modell in genau meiner Farbe…. enjoy ;-)

und weil’s so schön ist, hier noch ein Video aus der guten alten Zeit, als er und ich noch jung und knackig waren und er mit seinen coolen Outfits so richtig den Bach raushängen liess :-)

und wer jetzt immer noch nicht genug hat und Yngwie mal etwas auf die Finger sehen möchte, der soll hier reinschauen – aber Vorsicht, da herrscht akute Schwindelgefahr ;-)

Supertalent – Finde das Gute im Menschen

Die letzten Tage schwebt eine Wolke über mir, die trotz meiner ansonsten guten Stimmung einen kalten Schatten über mich lebt. Die traurige Geschichte des 14-jährigen Jamey Rodemeyer, der von einer intoleranten und grausamen Gesellschaft in den Suizid getrieben wurde, hat mich recht aufgewühlt. Nicht, dass es aussergewöhnlich wäre, dass Kinder von ihrem Umfeld in den Tod getrieben werden, nur weil sie irgendwie “anders” sind. Das geschieht leider zu Tausenden aber in diesem Fall bekommt die Grausamkeit durch die über ihn verfügbaren Videos ein vermeintlich lebendiges Gesicht. Dieser Vorfall macht mich nicht nur traurig sondern auch wütend, auf eine Gesellschaft, die derart brutal umgeht mit Leuten, die nicht ins Schema passen. Umso mehr beglückt und tröstet mich zu erleben, dass es auch anders sein kann, Menschen können das Gute im Menschen finden, wenn sie danach suchen, sie können hinter die Fassaden blicken, das gibt Hoffnung.

Wie jedes Jahr schaue ich auch diese Saison wieder einige dieser Talentshows wie Supertalent, X-Faktor u.s.w. In diesen Sendungen begegnet man immer wieder genau solchen Menschen, die von dieser Gesellschaft wohl nur wenig Respekt ernten würden, Menschen die in den Augen der Mehrheit nicht gut aussehen, Menschen am Rande der Gesellschaft, Menschen die aus unterschiedlichsten Gründen abgelehnt würden, denen man nichts zutrauen würde. Und dann erlebt man diese Menschen plötzlich von einer Seite, die man ihnen niemals zugetraut hätte. Es rührt mich immer wieder zu Tränen, zu erleben, wie eine ganze Halle jemanden im ersten Moment belächelt oder ablehnt, weil die erste Erscheinung so anders ist als der Mainstream es erwarten würde und die dann fast vom Stuhl fallen wenn sie erleben was dieser Mensch kann und sie dann am Schluss aufstehen und mit dem Applaus nicht mehr aufhören wollen. Dann erlebe ich wieder, dass Menschen sehr wohl das Gute im Menschen finden können. Ich halte solche Sendungen alleine schon deshalb für “pädagogisch wertvoll”, weil die Zuschauer so lernen können, dass man Andere nicht unterschätzen sollte und erst Recht nicht ablehnen sollte, weil in so Manchen etwas steckt, das einem berühren könnte, wenn man sich denn darauf einlassen würde.

Ich möchte Euch heute zwei solche Menschen vorstellen, die im ersten Moment unterschätzt werden und die dann Unglaubliches bieten.

Der Punk mit dem Klavierherz

Jörg Perreten ist ein Punk, ihm fehlt das Selbstbewusstsein, er sieht für sich kaum eine Zukunft, hat eine aufwühlende Geschichte hinter sich, er würde in der Öffentlichkeit wohl von den Meisten gemieden. Aber wenn er Klavier spielt, öffnen sich Welten der besonderen Art. Er hat nie “richtig” gelernt, Klavier zu spielen, er hat keinen Plan was er da tut, er tut es einfach, lässt sein Herz in die Tasten greifen und was dabei herauskommt, geht so ans Herz. Und es ist ergreifend zu erleben, wie das Publikum sich verändert, wie sich ursprüngliche Skepsis in Begeisterung verwandelt.

Die unterschätzte Engelsstimme

Sven Müller hat Minderwertigkeitskomplexe wegen seines Äusseren, hat sich nie getraut öffentlich zu singen, er braucht enorme Überwindung um sich auf die Bühne zu wagen und der Welt das zu präsentieren, wofür er sich so schämt, sein Äusseres, auch her hat eine aufwühlende Geschichte hinter sich. Aber er ist nicht gekommen um das Äussere zu demonstrieren sondern seine Stimme. Auch er wird vom Publikum mit entsprechender Skepsis empfangen, aber wenn er loslegt, ist die ganze Halle ergriffen ob dem was sie da hören. Er ist ein gutes Beispiel dafür, dass man Menschen nicht aufgrund von Äusserlichkeiten unterschätzen sollte, dass in so Manchen, die abgelehnt werden, ein wahres Wunder steckt.

Das Licht in der Finsternis

Kaum jemand hat bei Talentshows je so überrascht wie Karin Andreev, die mit ihren Tätowierungen (vorallem das Wort ‘Hass’ auf dem Arm) und ihrem Hang zu Gothic das Publikum fürs Erste einfach mal in Gelächter versetzte. Auch sie hat eine herzzerreissende Geschichte, aber davon weiss das Publikum nichts und urteilt wie so oft zuerst aufgrund von Äusserlichkeiten. Aber was dann kommt, ist unfassbar, das Mädel legt eine Oper hin die so gefühlsvoll gesungen ist, dass man mitheulen möchte. Sie ist für mich das Paradebeispiel für Menschen die man verkennt, allein weil man gegenüber “etwas anders erscheinenden Menschen” aus Prinzip mit Ablehnung reagiert.

Es bedarf nach diesen Beispielen wohl keines Beweises und keines Arguments mehr um bewusst zu machen, dass man Menschen nicht aufgrund von Äusserlichkeiten unterschätzen sollte und dass man Menschen erst beurteilen sollte, wenn man wirklich jede Seite von ihnen kennt.

Es bedarf einzig noch eines Hinweises – Jeder Mensch hat seine Talente und Jeder hat etwas Spezielles, das ihn ausmacht und einzigartig macht, jeder Mensch ist etwas Besonderes. Aber nicht alle haben solche Talente, die einem derart vom Hocker hauen. Das sollte uns aber nicht daran hindern, dass wir alle Menschen annehmen, egal ob sie irgendwie anders sind oder oberflächlich betrachtet “nicht schön” oder “nicht cool” sind oder was weiss ich. Wir müssen endlich lernen, einander anzunehmen und zu anerkennen wie wir sind. Jeder Mensch ist etwas Einzigartiges und hat es verdient, als das angenommen zu werden was er ist und was ihn ausmacht.

Und wenn wir mal wieder vorschnell über jemanden urteilen im Stil von: “der Punk hat ja keinen Job, der ist ein Aussenseiter….” oder wenn wir jemanden belächeln und sagen: “der Kerl hat ja null Selbstvertrauen, was ist das denn für eine Lusche…..”, dann sollten wir uns daran erinnern, dass so Mancher wie in diesen Beispielen da oben ein schweres Schicksal hinter sich haben könnte, dass es nunmal Menschen gibt, die ein härteres Leben hatten als wir und die viele Verbeulungen davongegetragen haben, Menschen die ein viel schweres Pack auf dem Rücken tragen als wir selbst.

Jeder Mensch ist liebenswert, unser aller Blut ist rot und unsere Herzen schlagen alle im gleichen Takt………. In dem Sinn ruufe ich Euch einmal mehr zu: Namaste! Ich grüsse das Göttliche in Dir!

PS: über Talentshows habe ich schonmal im alten Tagebuch geschrieben: Talentshows und ihre Superstars

Intuitives Musizieren – Diana im Cello-Rausch

Nachdem ich mich vorhin episch über “Computerfreaks und intuitives Programmieren” ausgelassen habe, beschäftigte ich mich zum zweiten Mal mit meinem letzte Woche eingetroffenen eCello und dabei fiel mir auf, dass ich im Umgang mit Musikinstrumenten genauso “anders ticke” als Andere wie beim Programmieren. Das passt doch zum Thema :-)

Intuitives Musik-lernen

In meinem Leben habe ich eine Vielzahl von Instrumenten gespielt, das Eine mehr, das Andere weniger gut. Mit dabei waren Gitarre, BluesHarp, Keyboard, Indianische Flöte, schottische Bagpipe und nun geht’s mit elektrischer Violine resp. Cello weiter. Obwohl ich Grundkenntnisse habe im Notenlesen, Musiklehre u.s.w. gehe ich eigentlich nie vom Verstand her an so ein Instrument ran, ich begegne dem Instrument eher auf intuitiver Ebene. In der Musik macht das noch viel mehr Sinn als beim Programmieren, weil Musik eben etwas Musisches ist und man da im Bauch einen direkteren Zugang hat als mit dem Verstand. Es ist zwar hilfreich, wenn man weiss was man da tut, ist aber keine Bedingung dazu. Ich lerne meistens, in dem ich einfach damit rumexperimentiere, mir zuhöre, korrigiere und mich so langsam einfinde. Mit der Zeit wissen die Finger wo sie hingehören ohne dass ich weiss, was für einen Ton ich da grad spiele.

Kuscheln mit dem Cello

Beim Cello geht’s mir nun genauso, es wird sich zwar noch zeigen müssen, ob die Finger das wirklich verinnerlichen und die Bogenhand irgendwann selber Regie führt, aber es fühlt sich so an als würde es auch da so funktionieren. Irgendwie steht mir der Verstand resp. das systematische Denken völlig im Weg, es hindert die musikalische Inspiration. Natürlich nutze ich Tipps die ich im Internet finde, betrachte Lernvideos auf youTube und versuche das zu verinnerlichen, aber der Verstand hat damit nur am Rande etwas zu tun, solange, bis es verinnerlicht ist.

Mein Cello-Lehrer

Darf ich vorstellen, das ist Adam Hurst, mein Cello-Lehrer. Er weiss nichts von seiner Ehre, ich hab ihn zufällig im Internet gefunden und engagiert. Auf youTube gibt es ein ganzes Rudel Songs von ihm in denen er meist in vorteilhafter Kameraführung gezeigt wird, man kann vorallem im Vollbildmodus sehr gut zuschauen wie er die Finger bewegt, welche Körperhaltung er hat und vorallem hat er so eine ruhige Ausstrahlung, die schon beim Zukucken entspannt.

Mein erstes Lehrstück – mit Spatzen flirten

Wie schon mit anderen Instrumenten lerne ich am besten, wenn ich mir einfach ein schönes Stück suche das möglichst einfach ist und dann geh ich dem nach bis ich es hab. Dank diesem Video geht das super gut, es ist auf Anhieb zu einem Lieblingslied geworden, weil ich es so lieblich finde, es heisst “Sparrow” was zu deutsch ein Spatz ist (ich lieb diese kleinen Racker), es ist von der Tonfolge sehr einfach und das wichtigste: Ich kann ihm so gut zuschauen auf diesem Video. Nun habe ich das Lied erst mal mindestens ein dutzend Mal angeschaut und dabei genau die Bewegungen beobachtet. Mit der Zeit habe ich in der Luft die Fingerbewegungen oder die Bogenbewegung nachgeahmt. Erst als ich die Melodie auswändig im Kopf hatte und die Bewegungen etwas verinnerlicht hatte, setzte ich mich ans Cello und begann das nachzuspielen. Es klingt natürlich noch so gruselig, dass ich damit jeden Dämon exorzieren könnte und jeden Poltergeist verscheuchen würde, aber schon nach einer halben Stunde konnte ich die Töne in etwa nachspielen. Mit jedem Mal kommt der Klang dem Original ein klein wenig näher, die Hirnarbeit dabei nimmt immer mehr ab. Wenn ich so weiter mache, kommt irgendwann der Moment, an dem die Hände selber tun was sie tun wollen, ich muss nur noch die Melodie denken und der Körper spielt sie – so war das jedenfalls früher mit anderen Instrumenten.

Null Ahnung, aber es funktioniert

Das Witzige dabei ist, dass ich keine Ahnung hab was ich da spiele, ich weiss nicht welche Töne ich spiele, ja nicht mal welche Tonart das ist. Seltsamerweise ist das gar nicht nötig, die Finger müssen nur lernen, wie sie zur Melodie in meinem Kopf tanzen müssen und dann spielen sie irgendwann genau die Töne die nötig sind ohne zu wissen, wie die heissen. Noch verrückter ist, dass mein Cello anders gestimmt ist als das meines Lehrers und um die Töne am gleichen Ort zu drücken wie er, muss ich ein paar Töne tiefer spielen. Auch das funkioniert einfach so, ich beginne einfach ein paar Töne tiefer und spiele dieselbe Melodie nur halt eben alles etwas tiefer. Würde ich das vom Verstand her versuchen, müsste ich echt gut sein im Spielen, aber das läuft bei mir übers Ohr, ich sing die Melodie im Kopf und die Finger suchen dann den entsprechernden Ton.

Der Weg bestimmt das Ziel – oder umgekehrt

Wie beim Programmieren, so gibt es auch beim Musizieren kein richtig oder falsch, man kann systematisch oder intuitiv da ran gehen, es ist vorallem eine Frage des Ziels, das einem den Weg aufdrängt – oder die eigene Wesensart, die einem für das Eine empfänglicher macht als für das Andere. Wer irgendwann in ein Orchester oder eine Band möchte, der wird wohl nicht umhinkommen, recht systematisch und logisch zu lernen, im Zusammenspiel mit Anderen ist es schon fast zwingend, dass man genau weiss was man tut und absolut nur das tut. Wer aber wie ich nur für sich selbst musizieren will, einfach um Spass zu haben und um Gefühle auszudrücken und zu kanalisieren, der ist meines Erachtens gut beraten, intuitiv mit dem Instrument umzugehen. Dieser Weg führt kaum zu solcher Präzision wie der systematische Weg, aber es kann unheimlich erfüllend zu sein, sich so auszutoben.

Auf in eine neue Liebschaft – kann jemand helfen?

Ich für meinen Teil freue mich jedenfalls ungemein auf das was vor mir liegt, diese Annäherung an das Cello, das sich bekannt machen, das verschmelzen, das gemeinsame Einswerden. Auf diese Weise hat Musik etwas mit Mystik zu tun, es hat etwas Spirituelles. Ich glaub wirklich, dass wir gute Freundinnen werden, ich und mein Cello, ich halt Euch auf dem Laufenden ;-)

An dieser Stelle frag ich einfach mal in die Runde, kann jemand von Euch Cello spielen, wohnt in der Gegend von Zürich und hätte Zeit und Lust, mir mal einen Crash-Kurs zu geben?

Sinnliche Architektur der Musik – Pink Floyd

Musik kann viel mehr sein als eine nette Melodie und eine Ansammlung von harmonierenden Tönen, Musik kann Klangmalerei sein, sie kann Welten entstehen lassen und einem dahinein führen. Musik ist dann perfekt für mich, wenn sie mich entführen kann, das gibt es nicht oft.

Pink Floyd gehört zu den Bands, die das seit je her konnten, ihre Art Musik zu schreiben ist mit Architektur vergleichbar, perfekt bis in die letzte Note. Sie gehörten zu den Ersten die in hoher Qualität Synthesizer eingesetzt haben, aber nicht als Klangbrei wie man es heute oft hört sondern als sanfter sphärischer Klangteppich, der die ganze Musik wie mit Engelsflügeln trägt. Und sie waren auch ziemlich die Ersten, die wunderschöne Lasershows an ihren Konzerten aufführten. Und die Kombination aus dieser Symphonie für Augen und Ohren war einfach einmalig in dieser Form – bis heute.

Eines der gerühmtesten Lieder gehört zu meinen absoluten Lieblingsliedern, seit zwanzig Jahren. Es heisst “shine on you crazy diamond”, zu gut deutsch, “leuchte auf Du verrückter Diamant”. Diese Gitarre ist so herzerweichend und in dieser Aufnahme ist auch die Saxophonistin im letzten Teil ein wahrer Leckerbissen. Aber zusätzlich ist auch der Text wunderschön und gibt meinem “Erwachen” eine tiefe Dimension.

Ich liebe dieses Lied, kann es ein dutzend Mal hintereinander hören und wegfliegen, deshalb soll es die erste Vorstellung sein, die ich hier im Kapitel ‘Musikalisches’ teilen möchte. Ich lade Euch ein, mitzufliegen ….
enjoy :-)

Ich denke daran als du jung warst,
du schienst wie die Sonne.
Leuchte weiter du verrückter Diamant.

Jetzt hast du einen Blick in deinen Augen,
wie schwarze Löcher im Himmel.
Leuchte weiter du verrückter Diamant.

Du wurdest im Kreuzfeuer von Kindheit und Ruhm gefangen,
geformt durch eine stählerne Brise.
Komm schon, du Ziel für fernes Gelächter.
Komm schon, du Fremde, du Legende, du Märtyrerin, und leuchte!

Du griffst zu früh nach dem Geheimnis,
du riefst den Mond.
Leuchte weiter du verrückter Diamant.

Bedroht von Schatten in der Nacht
und dem Licht ausgesetzt.
Leuchte weiter du verrückter Diamant.

Nun, du trugst deine Begrüßung mit beiläufiger Präzision,
rittst auf der stählernen Brise.
Komm schon, du Tänzerin, du Hellseherin.
Komm schon, du Malerin, du Piperin, du Gefangene, und leuchte!

…. und original auf englisch……

Remember when you were young,
you shone like the sun.
Shine on you crazy diamond.

Now there’s a look in your eyes
like black holes in the sky.
Shine on you crazy diamond.

You were caught in the cross fire of childhood and stardom,
blown on the steel breeze.
Come on you target for faraway laughter
come on you stranger, you legend, you martyr, and shine!

You reached for the secret too soon,
you cried for the moon.
Shine on you crazy diamond.

Threatened by shadows at night,
and exposed in the light.
Shine on you crazy diamond.

Well you wore out your welcome with random precision,
rode on the steel breeze.
Come on you raver, you seer of visions,
come on you painter, you piper, you prisoner, and shine!

Das Kapitel Musikalisches

Musik ist im wahrsten Sinn des Wortes der Rhythmus meines Lebens. In der Musik finde ich oft das, was ich nicht in Worte fassen kann, Musik tröstet, Musik belebt, Musik durchdringt – dafür ist in diesem Kapitel Platz. Hier stelle ich schöne Lieder vor, präsentiere tolle Musiker, verweise auf schürfende Songtexte, hier darf mitgesummt werden.

Musikalisch habe ich viele Bereiche, die mir sehr gefallen:

  • Klassische Musik (Haydn, Beethoven, Bach, Mozart…)
  • Sakrale Musik (Messen, Orgeln…)
  • Blues (vorallem der alte Blues)
  • Old school Rock (von Who bis AC/DC)
  • Heavy Metal (von Iron Maiden bis Nightwish)
  • Gothic (vorallem Lacrimosa)
  • Frauenstimmen (wie Celine Dion, Beyonce….)

Und so manches Mal dürften hier auch Perlen zu finden sein, die viele von Euch nicht kennen, wie einer meiner Favoriten, mit dem ich dieses Kapitel einleite – Carlos Nunez – Bühne frei!

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