Politically incorrect since 1966

Sommerferien, Hardrock und Gitarren-Kram

Ja klar, uns gibt’s noch und uns geht’s prächtig, deshalb liest man auch nix mehr von uns ;-) Ich staunte grad selber Bauklötze, als ich mal nachschaute, wie alt mein letzter Blogbeitrag ist – über ein halbes Jahr ist es her *staun*. Aber so ist das halt, wenn man ein nahezu normales und vorallem erfülltes Leben führt, eine so schnucklige Lebenspartnerin hat und dann auch noch mit Gitarren spielen begonnen hat, da bleibt keine Zeit mehr für blogistisches Geschnacke. Aber mal wieder eine kurze Zusammenfassung wär ja schon fällig, also hier ist sie…..

Gitarren hier und dort und überall

Die letzten Blogbeiträge liessen es ja schon erahnen, uns hat das Gitarrenfieber voll gepackt und wir verbrachten die letzten Monate viel Zeit auf der Suche nach dem richtigen Gitarren-Ton und lernten da so rum. So ähnlich wie ich mich die ersten Jahre meines “neuen Lebens” mit dem Bestellen von Kleidern vergnügte, so läuft es in letzter Zeit mit Gitarren-Zubehör und Lernmaterialien.

Juliet und ich haben beide sehr klare Vorstellungen, wie unsere Gitarre klingen soll – mal abgesehen von der noch nicht ausgereiften Spieltechnik ist der Klang der Gitarre für uns essentiell und das wiederum hat viel damit zu tun, was für ein Instrument man hat und was für einen Verstärker resp. Effektgeräte man verwendet, bis hin zu vielen Detailaspekten wie die Frage nach den richtigen Saiten oder den richtigen Plektren. Aber wir sind langsam am Ziel, beide sind zwar noch nicht 100% bei unserem Traum-Ton angelangt, aber immerhin so nah dran, dass wir damit zufrieden sind. Für Gitarren-Kenner sei das hier mal kurz erwähnt….

kemper-1Wir haben jetzt hunderte von Gitarren-Verstärkern

Nach verschiedenen Versuchen mit Verstärker-Kram sind wir bei einem Kemper Profiling Amplifier angelangt. Das ist ein sagenhaftes Gerät, das alle nur denkbaren und teilweise längst nicht mehr käuflichen Verstärker simulieren kann. Und mit Simulation meine ich nicht die übliche elektronische Nachbildung, die nach Keksdose klingt. Der Kemper hat ein völlig anderes Funktionsprinzip. Man hängt einen richtigen Verstärker an, der Kemper pustet die ganze Bandbreite an Tönen durch den Verstärker und misst dann das Resultat. Die Ergebnisse merkt er sich sozusagen und kann dann jeden von der Gitarre gespielten Ton 1:1 übersetzen. Ich hätte nie gedacht, dass das so perfekt funktioniert aber es tut’s und wir sind nun im 7. Himmel. Das Teil kann wenn es sein muss bombastische 600 Watt füttern, kann aber genauso einfach via Kopfhörer gehört werden und das Coole daran ist, der Klang ist auf Kopfhörer genauso gut wie wenn man laut spielen würde. Das Ding sieht zwar aus wie ein futuristischer Toaster, also bei Weitem nicht so schick wie unser 50 Watt Marshall Verstärker, aber fürs Spielen zuhause ist er einfach genial. Wir beide stehen total auf die alten Rock-Verstärker der 80er Jahre und das Schöne am Kemper ist, dass auch dieser Profile in einer Unzahl vorhanden sind und ständig neue Profile auftauchen.

Dianas Gitarren-Kram

Ich für meinen Teil bin meiner Malmsteen Stratocaster treu geblieben, hab zwar mittlerweile noch eine Zweite gekauft, weil mir der Klang der alten Tonabnehmer einfach schaurig gefällt. Die Zweite steht nun bei mir in der Firma, damit ich in der Mittagspause üben kann. Zuhause spiele ich eben über diesen Kemper und nutze momentan dort das Profil eines JTM-45, das ist sozusagen die Urmutter der grossen Marshall Verstärker, auf diesen Teilen haben all die Grossen damals in den 80ern gespielt und der Klang ist einfach genial. Zwischen Gitarre und Verstärker liegt noch ein MXR Distortion III Pedal, das den Ton perfektioniert.

Lerntechnisch habe ich mich in einen Workshop eingekauft, der als Thema “Neoclassical” hat, also klassische Strukturen auf neue (Rock)-Musik umgebogen. So ganz Malmsteen halt :-) Das Ganze ist zwar noch weit über meinem Fähigkeits-Level, aber ich liebe diese Art von Musik halt einfach und es ist die perfekteste Schulung die man sich vorstellen kann.

Da wir nebst all dem aber vorallem Zweisamkeit leben möchten, ist die Zeit immer etwas rar und deshalb habe ich mich jetzt so eingerichtet, dass ich morgens vor der Arbeit 30-60 Minuten zuhause spiele, dann in der Mittagspause nochmal etwa 30 Minuten und am Abend dann nur noch so es bitzeli zwischendurch. Juliet wiederum findet am Nachmittag etwas Zeit und so haben wir den Abend frei fürs gemütliche Sofa-kuscheln.

gp-lp-st-13-1Juliets Gitarren-Kram

Mit Juliet war’s echli kompliziert, bis wir ihren Ton hatten. Die Gute hat ja sowas von enge Vorstellungen, wie ihre Gitarre klingen soll und zwar genau so wie unsere Lieblings-Rockband “Thunder”. Und da war uns ihre Ibanez Gitarre, so cool diese auch ist, irgendwie keine grosse Hilfe. Die Suche dauerte lang und sie war holprig, aber schlussendlich fanden wir dann doch die richtige Gitarre, eine Gibson Les Paul Studio 2013 in schickem weiss. Zusammen mit dem Kemper ist nun auch sie zufrieden und das will was heissen ;-)

Ein ganzer Tag voll mit dröhnendem Hardrock

Und dann war ja noch der Sonntag, an dem wir uns acht Stunden lang mit Hardrock volldröhnen konnten. Gerade mal eine Station mit dem Bummler-Zug entfernt von uns fand das “Rock the Ring” Open-Air statt, das nebst verschiedenster Musik am Sonntag beglückenderweise einen Rock-Tag einlegte. Krokus, China, ZZ-Top und ein paar Andere spielten vom Mittag bis Abend Rock resp. Hardrock, halt so ganz unsere Musik. Vorallem Krokus, das Urgestein der Schweizer Hardrock-Szene war ein Genuss für sich und auch der Grund, weshalb wir überhaupt dahin gingen. Und es hat sich gelohnt, aber sowas von! Ich bin ja mittlerweile ein schaurig altes Weib mit 47 Jahren und obwohl ich in jüngeren Jahren regelmässig an Rockkonzerte ging, muss ich gestehen, dass ich die letzten Jahre kaum noch in diesen Genuss kam – zu alt, zu faul, was weiss ich. Wenn eine Band nicht grad bei uns im Dorf spielt, scheint es mir zu mühsam, dahin zu tingeln und bei uns im Dorf läuft halt nunmal selten bis gar nie Hardrock – mit Ausnahme des “Hard Wretches” Konzert in unserem Stamm-Pub, über das ich glaubs hier schonmal geschrieben hab. Und vorallem ist es gefühlte tausend Jahre her, dass ich das letzte Mal an einem Open-Air war. Und mir wurde deutlich bewusst, wieviel mir da eigentlich fehlte. Die Stimmung ist an so einem Anlass einfach Wahnsinn. Den ganzen Tag an der Sonne herumlümmeln, feine Fackelspiesse mampfen, kühles Bier trinken und die ganze Zeit mit ohrenbetäubendem Rock-Sound zugebrettert zu werden ist einfach etwas Unbeschreibliches. Für uns ist klar, falls dieses Festival nächstes Jahr wieder einen Rock-Sonntag einlegt, werden wir da sein, ich schwör ;-) Wer etwas von der Stimmung miterleben möchte, hier ein kurzes Video…….

Hörbücher – was für ein Genuss

Ich glaub es war im vorletzten Blogbeitrag, als ich davon erzählte, dass ich angefangen habe, mir Bücher vorzulesen. Ne, nicht weil ich zu alt bin um noch klar sehen zu können sondern einfach weil es praktisch ist. Egal ob ich in der Mittagspause in meinen Teller gucke oder nachhause stöckle, ich kann mir dabei vorlesen lassen und das macht unheimlich Spass, vorallem wenn man so gruseliges Zeug von Stephen King liest. Nach “Carrie”, “Puls” und “Briefe aus Jerusalem” von Stephen King, “Das Böse in uns” von Cody McFadyen und einigen kürzeren Hörspielen, ist jetzt die Kurzgeschichten-Sammlung “Im Kabinett des Todes” von Stephen King dran und die Liste der noch zu lesenden resp. vorzulesenden Büchern wächst schneller als ich zuhören kann. Ich kann diese Art zu lesen wirklich wärmstens empfehlen, nicht nur für Faultiere sondern auch für Leute, die einfach gern abschalten beim Lesen. Ich habe den Eindruck, dass ich mich viel besser auf den Inhalt konzentrieren kann, wenn mein Hirn nicht mit Lesen beschäftigt ist, es ist irgendwie wie TV-kucken mit geschlossenen Augen, der Film läuft dann im Kopf. Und Hörspiele sind natürlich eh der Kracher, mit Hintergrundmusik und Geräuschen und all dem, aber die sind meistens recht kurz und es gibt auch nicht allzuviel, vorallem im Gruselbereich.

Endlich Sommmerferien – und tschüss

So und zuguterletzt das Wichtigste, unsere Sommerferien haben soeben begonnen – wohl einer der Hauptgründe, dass ich mir endlich mal wieder die Zeit genommen habe, hier was zu kritzeln. Zwei Wochen haben wir jetzt Zeit zur Erholung. Mitte Woche fliegen wir nach Köln um einen Freund zu besuchen, am Freitag geht’s dann weiter nach Hambuisch zu Juliets Mama und Lars (die ich wahnsinnig vermisse) und Anfang übernächste Woche geht’s wieder heim und wir erholen uns ein paar Tage auf dem Sofa oder machen kleinere Ausflüge, mal kuckn wo’s uns hintreibt.

Joh, das wär’s dann mal wieder gewesen, ich hoffe, dass es nicht wieder ein halbes Jahr geht, bis ich zum schreiben komme, aber versprechen kann ich nix, wir haben ja jetzt Fenders und Gibsons und Kempers und überhaupt ist das Leben einfach zu schön um es mit Rumtippen zu vergeuden ;-)

Achja falls GitarristInnen hier mitlesen: Rechts im Menü dieses Blogs ganz oben hat’s einen neuen Menüpunkt namens “Gitarren“, da findet Ihr ein paar genauere Infos über unseren Gitarren-Kram – das wird gelegentlich noch verfeinert und bebildert.

Ferien, Hörbücher, Gitarren und die olle Bloggerei

Ja hallo da draussen, uns gibt’s imfall immer noch, nur geht’s uns halt einfach zu gut um unsere Zeit mit Bloggen zu vertrödeln – naja das stimmt nicht so ganz, denn ich plane mal wieder ein neues Blog, aber mal alles der Reihe nach……

Diana im Gitarren-Rausch

Hier begann eine “kurze” Schilderung der neusten Neuigkeiten aus unserer Gitarren-Welt, aber weil das “kurz” halt irgendwie doch nicht so kurz geraten ist, habe ich das in einen eigenen Blogbeitrag verschoben, den ich demnächst nachliefere – nur soviel in Kürze: Ich bin echt im 7. Himmel was die Gitarren-Zupferei anbelangt, wir haben mittlerweile eine fast perfekte Ausstattung und dank regelmässigen wenn auch jeweils kurzen Übungseinsätzen geht’s mit meinen Fähigkeiten aufwärts wie eine Rakete. Man kann’s zwar nachwievor noch nicht Anderen zumuten, aber es kommt guuuuut – und wir wissen ja, der Weg ist das Ziel und wenn der Weg soviel Spass macht, ist das Ziel längst erreicht :-)

Richtige Ferien finden in der Horizontalen statt

Vor zwei Wochen begann unsere letzte Ferienwoche dieses Jahres, die war eigentlich nicht spektakulär, wir lagen da nur so rum und so, aber trotzdem wollen wir das ja nicht verschweigen, gelle ;-) Begonnen hat diese Ferienwoche mit einem Sturmfrei-Weekend für mich. Juliet war von Freitag bis Montag in Deutschland um dort ihr Patenkind mal wieder zu besuchen und so war ich mal wieder ein Wochenende lang allein und konnte tun und lassen was ich will – und das hat echt gut getan. Auch wenn das Leben zu zweit tausend mal schöner ist als alleine, so macht es trotzdem Spass, zwischendurch mal wieder für kurze Zeit allein zu sein. Konkret bedeutete das, viel Gitarre spielen, Monster kloppen in Computerspielen und gaaaaaanz gruselige Horrorfilme kuckn :-)

Als Juliet wieder zurück war, gönnten wir uns mehr oder weniger eine grosse Ruhepause. Nach monatelanger Ackerei tut es einfach gut, mal ein paar Tage nichts Anderes zu tun als blöd rumzuliegen, zu plaudern, TV zu kuckn, Musik zu hören und einfach die Welt um uns rum mal ein wenig zu vergessen. Am Donnerstag waren wir noch mit meinen Eltern auswärts essen, ansonsten war eben Herumliegen angesagt – sehr zur Freude unserer Katzen, die unsere ständige Anwesenheit mehr als nur beglückte.

Man kann imfall auch mit geschlossenen Augen lesen

Ja, das kann man wirklich, sofern man anstelle eines Buches ein Hörbuch kauft – und das macht saumässig Spass, wie ich feststellen musste. Obwohl ich eigentlich gern lese, mach ich das eher selten, weil mir halt einfach die Zeit dazu fehlt. Nur in der Mittagspause lese ich meist während dem Mampfen vor mich hin, meistens Gruselkram von Stephen King. Kürzlich stolperte ich über das Stichwort “Hörbuch” und dachte mir, ich müsste das doch mal probieren. Als Testprojekt wählte ich ein Hörspiel von Horror-Gott “Clive Barker” namens “Moloch Angst” aus seiner Mystery-Serie “Hörspiele des Blutes”. Wer gut aufgepasst hat, hat’s bereits gemerkt, das war kein Hörbuch sondern ein Hörspiel. Der Unterschied liegt darin, dass ein Hörbuch einfach von jemandem vorgelesen wird, während ein Hörspiel von mehreren Lesern vorgelesen wird und das Ganze mit Hintergrundgeräuschen und Musik untermalt ist – das ist etwa so wie wenn man ohne Bild TV kuckt. Und das hat’s echt in sich, es war zwar nur eine Kurzgeschichte von einer Stunde Dauer, aber es ist echt cool. Abgesehen davon ist es gerade während dem Mittagessen einfach praktisch, wenn ich den Blick in meinen Futternapf gerichtet lassen kann, während ich “lese”. Das Ganze hat soviel Spass gemacht, dass ich den soeben neu erschienene Roman “Doctor Sleep” von “Stephen King” gleich als Hörbuch kaufte (ein Hörspiel gibt’s davon leider nicht). Dieses Hörbuch dauert dann auch gute 20 Stunden, womit meine Mittagspausen für die nächsten paar Wochen aufgepeppt sein dürften. Ich kann Euch das nur empfehlen, wer ein eBook oder Kindle oder sowas hat, soll sich mal so ein Hörbuch kaufen ;-)

Schon wieder die bekloppten Iren

Jauh und morgen geht’s wieder mal ins Pub, weil unsere Lieblings-Irish-Band “No Crows” zum dritten Mal dort auftritt und ich alles verpassen könnte ausser dieser Band. Abgesehen davon, dass deren Musik einfach der Kracher ist und sie Stimmung aufkommen lassen, die einem einfach mitreisst, ist da auch ein Geigenspieler mit von Partie, der mindestens so gestört spielt, wie wir zwei sind. Spasseshalber nenne ich ihn den Teufelsgeiger, in Anlehnung an den klassischen Komponisten und Geigen-Virtuosen Niccolo Paganini, der den Übernamen “Teufelsgeiger” bekam, weil er so irrsinniges Zeuchs spielte, das kaum jemand nachspielen konnte. Von diesem Geiger namens Oleg Ponomarev bin ich seit dem ersten Auftritt geradezu Fan, warum kann in diesem Video nachvollzogen werden, Oleg ist der rechts auf der Bühne.

Und die olle Bloggerei

Es zeichnet sich immer mehr ab, dass meine Bloggerei zumindest in dieser Form am verebben ist. Gründe dafür habe ich ja schon öfters anklingen lassen, kurz zusammengefasst ist es einfach so, dass aus meinem persönlichen Leben einfach nicht viel zu berichten ist, weil mein Leben so schön unspektakular und ruhig geworden ist. Das ist das Beste was mir passieren konnte, aber es ist für die Bloggerei halt nicht förderlich. Aus meinem Leben gibt’s also nur noch wenig zu erzählen und alle Themen die mich sonst interessieren (so öko-politisches Zeuchs) ist fast ausnahmslos mit Ärger verbunden und darauf hab ich einfach kein Bock mehr. Ich will mein neues Leben geniessen und das kann ich nicht in gebührendem Mass, wenn ich mich ständig mit Politik und so Müll beschäftige. Ich brauchte lange, bis ich an diesem Punkt war, viel zu lange konnte ich es einfach nicht lassen. Aber langsam funktioniert mein mir neu verordneter Egalismus und dabei soll es bleiben. Mein Alltag besteht nun vorallem aus dem Leben selbst, der Liebe (und davon haben wir ne ganz schöne Menge füreinander) und der Musik. Da liegt der Sinn meines Lebens! Ergo wird es hier im Blog vermutlich weiterhin so spärlich zuundhergehen wie die letzten Monate. Aber Euch allen sei gesagt: Je weniger Ihr hier von mir hört, umso besser geht es mir ;-)

Aber bekanntlich kann man das, was einem von innen her antreibt, ja nicht so ganz lassen und das Schreiben gehört halt nunmal zu den Dingen, die in mir drin sind und aus mir raus wollen. Und da es eigentlich nur ein Thema gibt, worüber ich schreiben möchte und das mich gleichzeitig nicht aufreibt – die Musik – bin ich ernsthaft am überlegen, ein neues Blog zu eröffnen, das sich mit dem Gitarre-Spielen beschäftigt. Es war mir immer ein Anliegen, mein Wissen oder meine Erkenntnisse mit Anderen zu teilen, also warum nicht so etwas? Der Weg von der Gitarren-Amateuse hin zu einer richtigen Gitarristin ist weit und schwer und es juckt mich schaurig, diesen Weg den ich da beschreite, mit der Welt zu teilen, um Anderen Impulse geben zu können, die ihnen auf ihrem Weg auch helfen. Hatten wir ja glaubs schon, gäll ;-)

Mit anderen Worten, hier in diesem Blog werde ich wie in letzter Zeit nur noch spärlich zusammenfassend aus meinem Leben berichten oder wenn etwas schaurig Wichtiges geschieht, natürlich entsprechend aktuell und umfangreich und falls mich in der Welt da draussen sonst was genug berührt, dass ich mich zum Schreiben genötigt fühle, werde ich auch hie und da mal wieder meinen Senf zu sonderlichen Dingen abgeben, aber ansonsten halte ich mich zurück – zugunsten meines Privatlebens – und vielleicht zugunsten einer neuen Mission, dem Tagebuch einer werdenden Gitarristin oder so :-)

Abenteuer-Urlaub in der Notaufnahme

Viele glauben, man bräuchte unheimlich viel Geld um so richtig spannende Abenteuer-Ferien zu erleben, Safari in Kenya oder Tauchgang auf den Malediven – alles Quatsch, wer Abenteuer-Urlaub möchte, kann das auch im trauten Heim erleben – zumindest, wenn man so tolpatschig ist wie ich, denn ich begann meine diesjährigen Sommerferien mit einem spannenden Gang in die Notaufnahme, inklusive Rambo-mässigem Nähen von ausgefranselten Hautfetzen und so.

Eine verschwitzte Tagesreise zum Konsulat

Es begann eigentlich ganz harmlos, wir fuhren mit dem Zug in Allerherrgottsfrühe bei unerträglicher Scheisshitze in die Bundeshauptstadt Bern, um dort im deutschen Konsulat den neuen Pass samt Namensänderung für Juliet zu beantragen. Remember, vor bald einem Jahr haben wir geheiratet resp. geeingetragenepartnerschaftert, Anfang Jahr beantragten wir dann die Namensänderung für Juliet, weil sie meinen Namen annehmen will, erfuhren dann, dass wir das zwar per sofort können, aber als Erstes eben einen neuen deutschen Pass bräuchten. Der Zürcher Honorarkonsul der dafür zuständig wäre, fühlte sich nicht zuständig, weil nebst dem Passantrag auch eine Namenserklärung notwendig war und das irgendwie zuviel des Guten war, also mussten wir bei der deutschen Botschaft einen Termin abmachen und den bekamen wir dann – mit Termin auf ein halbes Jahr später.

Die ganze Abwicklung dauerte höchstens eine Viertelstunde und nun werden wir nochmal so um ein Vierteljahr warten, bis wir aus Deutschland den Pass kriegen. Muss man nicht verstehen, ist halt Behördenirrsinn wie man ihn hie und da erlebt. Jedenfalls fuhren wir eben dahin, erledigen alles, fuhren wieder schwitzenderweise zurück, was natürlich mit einem eiskalten Bierchen belohnt werden musste. Mitte Nachmittag waren wir dann wieder zuhause und so erledigt, dass wir uns schon vor dem Nachtessen auf dem Sofa in den Schlaf wiegen liessen und da lagen wir nun und lagen und lagen und irgendwann war Mitternacht. Bis dahin hatten wir ausser einer Wurst unterwegs noch nichts gegessen und ausser Kaffee und ein wenig Bier noch nichts getrunken – dafür aber literweise geschwitzt. Dass daraus eine sogenannte Dehydration folgen kann, war mir nur theoretisch klar und dass Kaffee und Bier nicht zum täglichen Trinkbedarf mitgerechnet werden darf, war mir auch fremd.

… und platsch

Als wir so um Halbeins aufwachten, spürte ich, dass es mir irgendwie nicht gut ging und ich hatte so eine Art Stalldrang – ab ins Bett solange ich das noch schaffe, war mein letzter Gedanke……… ich stand auf, ging Richtung Wohnzimmertür….. da gingen in meinem Kopf von einer Sekunde zur Anderen die Lichter aus und als ich die Augen wenige Sekunden später wieder öffnete, hatte ich den Boden vor meinem Gesicht. Wie in aller Welt komme ich da auf den Boden, war mein erster Gedanke – warum ist meine Stirn patschnass, war der Zweite – ich fasste an die Stirn, hielt die Hand vor meine Augen und stellte fest, dass sie voll Blut war. Unterdessen war Juliet bereits bei mir, bemerkte aufgeregt, ich würde fürchterlich aussehen und holte mir ein nasses Tuch.

Nachdem ich dieses eine Weile auf die Stirn gedrückt hatte, verlangte ich nach einem Spiegel, um zu sehen, wie schlimm es mich erwischt hat. Sie schaute mich mit zerknitterten Gesicht an und meinte: “Das willst Du nicht sehen, wart mal noch ne Weile”. Aber warten wollte ich nicht, denn wenn es wirklich schlimm war, brauchten wir einen Arzt, also bestand ich auf den Spiegel. Sie holte ihn, aber im Halbdunkel sah ich nicht richtig was da oben auf dem Schlachtfeld genau los war, nur viel Blut war da zu sehen. Also verlangte ich zusätzlich nach einer Taschenlampe. Mit dieser beleuchtete sie mir dann die Stirn, während ich mit einer Hand den Spiegel vor das Gesicht hielt und mit der anderen Hand die über die ganze Stirn verlaufende Wunde mit zwei Fingern oben und unten festhielt, etwas zog………. und mit wenig Begeisterung feststellte, dass ich die Wunde aufklappen kann. Dann kam von mir ein trockenes “Ooops, Schatzi, geh auf Google und gib ein: “Notarzt Zürich” und bestell den Onkel hierher.

Nach der ersten Verwirrung war dann auch klar, was geschehen ist. Mir ist der Kreislauf abgesackt und im Gegensatz zu früheren Kreislaufkrisen wurde mir nicht einfach schwindlig, so dass ich mich schlauerweise an Ort und Stelle gesetzt hätte sondern diesmal war es zum ersten Mal so, dass mir von einem Moment zum Anderen die Lichter ausgingen, ich fiel sozusagen im Stehen in eine kurze Ohnmacht. Und Murphys Naturgesetz folgend hatte ich natürlich das Glück, dass ich mit der Stirn genau auf die Metall-Leiste des Türrahmens krachte und diese schmale Metall-Leiste wie eine Schwertklinge die ganze Stirn schön quer durch aufschlitzte.

Der gitarre-spielende Notarzt

Da der Notarzt noch ein paar andere Fälle auf der Warteliste hatte, dauerte es bis etwa zwei Uhr, bis er bei uns eintrudelte. Ich hatte mich mittlerweile aufs Sofa geschleppt und hielt mir weiterhin den nassen Lappen auf die Stirn, damit es erstens kühlte, zweitens die Wunde etwas auswusch und drittens die Wunde nicht verschliessen konnte. Ansonsten ging’s mir eigentlich überraschend gut, ich hatte abgesehen von der oberflächlichen Verletzung keine Kopfschmerzen und keine Übelkeit, nur etwas mulmig war mir und etwas schlapp fühlte ich mich. Der Arzt kam rein, sein Blick fiel auf unsere Gitarren und sein erster erfreuter Kommentar war: “Oh, eine Stratocaster, Ihr spielt also auch Gitarre?”.

Aber anstelle eines gemütlichen Gitarren-Talks mussten wir uns halt doch um meine Birne kümmern und beim Betrachten derselben bekam er einen ähnlich zerknittern Gesichtsausdruck wie Juliet. Das sieht nicht schön aus, das muss genäht werden. Nun, dass es nicht schön aussieht, hab ich ja vermutet, Narben stehen uns Mädels gerade im Gesicht ja nur in seltensten Fällen und dass man das nähen muss, war zu erwarten. Er könne das an sich gleich hier selber nähen, er hätte Nähzeug dabei, aber bei Wunden im Gesicht würde er dringend empfehlen, das im Spital zu machen, weil die feineres Werkzeug hätten.

Der Blutdruck einer Mumie

Er würde jetzt den Krankenwagen rufen, verkündete er zu meinem Erstaunen. Aber bockig wie ich nunmal bin in so Sachen, war mir das schon etwas zu extrem. Wegen einer ollen Platzwunde gleich die Kavallerie zu holen schien mir doch a bisserl übertrieben. Ich würde mit dem Taxi dahin, meinte ich, worauf er wiederum sagte, dann wolle er aber doch vorher noch den Blutdruck messen – tat dies und erklärte dann mit staunendem Gesichtsausdruck, ich hätte einen Blutdruck von 70/40 und in so einem Zustand sei ich unmöglich reisefähig. Aber wir könnten ja mal was probieren. Da ich vermutlich dehydriert war, hängte er mich kurz an den Tropf, pumpte einen Beutel voll Wasser in mich rein, mass erneut und schwups war ich wieder über 100 mit dem Blutdruck. Damit war er zufrieden und erlaubte, doch mit dem Taxi zu gehen, meldete uns an und zog vondannen.

Basteln in der Notaufnahme

Der Taxi-Chauffeur guckte zwar etwas verwirrt, als ich mich um halb Drei mit blutverschmiertem Kopf und schickem Nachthemd angezogen in sein Taxi setzte, fuhr uns in die Notaufnahme des örtlichen Spitals und wir enterten die Notaufnahme. Wie überall in diesem Land gab’s zuerst eine Litanei von Formularen auszufüllen, das ist schliesslich wichtiger als das Versorgen von Wunden. Dann ging’s ab in ein Zimmer und dort kam dann irgendwann das medizinische Personal.

Damit der Abenteuerurlaub auch so richtig doll wird, verängstigten sie uns als Erstes gleich mal mit der Information, dass die Wunde bis zu 4mm tief war und ich möglicherweise etwas gebrochen hätte, vielleicht ein Schädelbasisbruch oder eine Hirnverletzung oder sowas. Die wussten ja nicht, dass ich immer so bekloppt bin ;-) Ne Spass beiseite, sie überprüften dann Zoll um Zoll meines Kopfes indem sie überall herumdrückten, aber da war offenbar nix kaputt, auch wenn’s noch so kaputt aussah. Dann ging’s los mit der Versorgung.

Zuerst gab’s ne Spritze, die sich anfühlte als wäre da Kobragift drin, dafür spürte ich dann von der Näherei nichts – fast nichts, denn eine kleine Verletzung auf dem Nasenrücken übersahen sie zuerst weil alles voll Blut war und als er dann merkte, dass er da noch was nähen müsse, bekam ich die Wahl, ob ich diesen einen Faden ohne Spritze möchte oder nochmal so eine Kobragiftspritze – ich wählte dann Ersteres, einerseits, weil die Spritze mehr weh tut als so ein Fadeneinzug und zweitens, weil ich auch so cool sein wollte wie Rambo, der sich im Film ja wie wir alle wissen die Wunden selber und ohne Betäubung nähte. Ihr könnt mich also jetzt definitiv Kriegerin nennen, was Rambo kann, kann ich noch lange ;-)

Während diesem ganzen Prozedere musste ich mir ständig das Lachen verkneifen, weil mir immer wieder derselbe Blödsinn durch den Kopf ging: “Ich fühl mich wie ein kaputter Teddybär, der beim Teddybärendoktor neue Augen kriegt”. Echt, es fühlte sich so schräg an, zu spüren, wie beim Einfädeln die Haut spannt, ohne dass man die Stiche selber fühlt – so muss sich ein Teddy fühlen – und irgendwie hat’s was surreales, sich wie ein Plüschtierchen zu fühlen, aber in Sachen Surrealität habe ich schon Verrückteres erlebt.

Jedenfalls wurden wir dann um Halbfünf entlassen, mit der Auflage, dass ich 24 Stunden unter Beobachtung sein muss und im Falle von Schmerzen oder Übelkeit oder Wesensveränderung sofort zurück ins Spital müsse. Das mit der Wesensänderung war für Juliet ja leicht zu überprüfen, sollte ich mich plötzlich nicht mehr bekloppt benehmen, dann war was im Kopf kaputt ;-)

Eine Woche meditieren oder was?

Ulkig war ja, dass die Leute im Spital sagten, ich dürfe nun eine Woche lang nicht an die Sonne, mich nicht anstrengen und müsse audiovisuelle Reize vermeiden. Joh iss klaaaaaaaar – wir haben Montag, der erste Tag meiner Sommerferien und ich soll nicht raus und drin darf ich weder TV, Computer noch Musik – also eigentlich gar nix was Spass macht – so stellt man sich Ferien ja vor, gelle. Artig wie ich bin, blieb ich die ersten Tage tatsächlich zuhause, aber das weniger aufgrund meiner Vernunft als mehr, weil ich mich ein paar Tage lang recht teigig fühlte. Aber rumliegen und nix tun geht ja nun wirklich nicht, erst Recht nicht während der Ferien, also ignorierte ich etwas weniger artig den Rest der klugen Ratschläge und verbrachte ein paar Tage mit TV gucken, Musik hören, mit Schatzi brabbeln und sinnlosem Herumliegen. Hat auch gut getan, Ferien dienen ja primär der Entspannung und davon hatte ich jetzt definitiv genug abgekriegt, trotz anfänglichem Abenteuerurlaub.

Aber am Donnerstag hatten wir ja unsere Flüge um für eine Woche zu Juliets Mama nach Hamburg zu fliegen, was wir natürlich auch machten, auch wenn ich mit meiner Stirnwunde und den 8 vergnügt aus der Haut herausguckenden Fäden alles andere als schick aussah – nicht zuletzt, weil ich nicht mal Makeup draufklatschen durfte. Aber nach so Rambo-mässigen Erlebnissen ist man hart wie Stahl und so schafften wir auch das und lagen dann halt ein paar Tage auf Mamas Sofa rum. Am Montag musste ich die Fäden dann wieder ziehen lassen, was wir bei einem dort ansässigen Hausarzt erledigen konnten – und damit war die Geschichte sozusagen vorbei, bis auf die Tatsache, dass ich wohl noch längere Zeit wenn nicht sogar ewig eine Narbe auf der Stirn tragen werde. Naja, mir als Wikingerin steht das ja irgendwie auch gut ;-)

Eine Hamburger Woche ohne viel Abenteuer

Aufgrund der Umstände wurde diese Hamburg-Woche dann halt etwas ruhiger als geplant, nur einmal waren wir einen Tag lang unterwegs um Juliets Freundin zu besuchen und einmal waren wir am Abend aus um in einem unglaublich schönen Park (Planten und Blumen) nebst dem Park noch eine total coole Wasser-Show zu erleben. Ansonsten war eben Rumliegen angesagt und darin sind wir ja geübt. Am darauf folgenden Donnerstag ging’s dann zurück nachhause, diesmal ohne drollige Fäden die aus der Stirn rausguckten. Und am Samstag vor Ferienende waren wir dann noch bei meinen Eltern zum Essen eingeladen und konnten nochmal einen richtig lustigen Tag einlegen.

Aber entgegen meiner oben im Blog gemachten Behauptung muss ich nun doch eingestehen, dass so ein Billig-Abenteuerurlaub zwar abenteuerlich ist, aber zwei Wochen Safari auf Kenya letztendlich glaub doch etwas cooler ausgefallen wären. Immerhin etwas Gutes hatte das Ganze, ich bin jetzt wieder um zwei Erkenntnisse schlauer: 1. ich muss mehr trinken, vorallem an heissen Tagen – und 2. wenn ich mich wieder mal nicht gut fühle, dann ist es besser, an Ort zu bleiben und abzuwarten als dem Fluchtinstinkt nachzugeben und zu versuchen, so schnell wie möglich ins Bett zu kommen……… und die Narbe auf meiner Stirn wird mich sicher noch ne Weile daran erinnern ;-)

Wenn das kein Glück ist

Und wie so oft in letzter Zeit musste ich auch in dieser Episode öfters mal an meines Paten Buch denken, das ich offenbar schon sehr verinnerlicht habe. Meine Güte, was habe ich für ein Glück, ging mir immer wieder durch den Kopf. Klar ist es blöd, die Ferien mit solchem Quatsch zu füllen, aber wenn man bedenkt, was alles hätte passieren können, ich hätte mir den Schädel spalten können bei so einem Sturz, ich hätte ein Auge verlieren können, die ganze Front der Zähne mit einem Schlag rausbrechen, das Genick brechen, es gibt tausend Dinge die bei so einem Sturz passieren können bis hin zu einer tödlichen Hirnblutung. Und was ist mir passiert? Nichts ausser einer Narbe die man einfach so wieder zunähen kann, also nichts, was anderen Teddybären nicht auch irgendwann mal passiert. Ich hatte wirklich unglaubliches Glück!

PS: zuguterletzt sei noch ausdrücklich betont, dass ich in der Regel keine so spriessenden Augenbrauen habe, aber das Zupfen derselben war schon länger überfällig und ich wollte mir das für den Ferienbeginn aufsparen – woraus aber aus gegebenem Anlass halt nix mehr wurde – und ebenfalls erwähnen sollte ich, dass ich unterdessen zumindest mit Makeup nicht mehr so geschunden aussehe wie auf dem ersten Bild – für eine Teilnahme an den diesjährigen Miss World Wahlen dürfte es aber noch nicht reichen ;-)

Hallo mal wieder

Ja, uns gibt es noch und uns geht’s gut, sehr gut sogar, nur zum Schreiben komme ich einfach nicht mehr so wirklich – also mal wieder eine kleine Zusammenfassung ;-)

Klappe halten tut der Seele gut

Ganz ehrlich, die letzten Monate hätte ich genug Material gehabt um dutzende von Blogbeiträgen zu schreiben – hab ich aber nicht, weil mir das Leben mittlerweile einfach zu wertvoll ist um es dafür zu verheizen, dass ich mich ständig über die Unvernunft und Ignoranz meiner Mitmenschen auslassen will. Ich meide seit Anfang Jahr Boulevard-Medien und auch dem sonstigen menschlichen Treiben schaue ich meist nur noch aus der Ferne zu, nur bei Themen die mir wirklich sehr wichtig sind, verfolge ich gelegentlich noch Diskussionen in Online-Medien und gebe da noch gelegentlicher meinen Senf dazu. Alles was darüber hinausgeht lasse ich, manchmal weil mir der Glauben an die Möglichkeit einer Verbesserung fehlt, oft aber auch nur, weil es mir einfach zu blöd ist, immer wieder Argumente in scheinbar taube Ohren zu schmettern – wenn ich doch anstelle dessen mit meiner Liebsten gemütlich eine wundervolle Lebensgemeinschaft geniessen kann.

Ein Elektronik-Paradies absorbiert Zeit

Und da wäre dann noch die erfreuliche Tatsache, dass wir aufgrund einer Verkettung glückbringender Umstände seit Kurzem im Elektronik-Paradies leben. Einerseits konnten wir es uns nun endlich leisten, den alten Klein-TV durch einen neuen 46 Zoll TV zu ersetzen, der nebst grossem Bild und grandioser Bildqualität sogar 3D-fähig ist und uns damit Heim-Kino höchster Güte beschert – anderseits konnte ich meinen ebenfalls längst überfälligen Notebook ersetzen durch meinen soeben ausrangierten Firmen-PC, der nach ein wenig Aufrüstung nun eine Höllenmaschine ist, auf der Spiele die bisher nur so vor sich herruckelten nun in grandioser Pracht über den TV rauschen – richtig, über den TV, denn das ist die dritte Freude im Bunde, wir haben den ganzen Kram zu einem Komplettsystem zusammengewerkelt und so können wir nun auf dem TV googeln, youtubeln, gamen, Musik hören und so weiter und so fort. Davon werde ich gelegentlich mal etwas umfangreicher schwärmen, fürs Erste will ich damit nur sagen, dass uns die moderne Welt neuerdings mit schaurig viel Spass beschenkt und auch das mit ein Grund ist, weshalb ich mich nicht mehr so für Textschlachten erwärmen kann.

Musik ist das halbe Leben

Und dann wär da ja noch die Musik, die holde Königin der Künste, was wären wir doch ohne sie. Abgesehen davon, dass uns unsere neues Elektronikparadies geradezu einlädt, immer mal wieder Konzertabende vor der “Leinwand” zu verbringen, gab es ein paar wirklich tolle Leckerchen in der Welt des akustischen Honiglabens. Da wäre mal die neue Casting-Show namens “Voice Kids“, die uns ein ganzes Rudel atemberaubender Abende bescherte und uns derart staunen liess ob teils zehnjähriger Musiktalente, dass mir heute noch die Worte fehlen. Auch darüber will ich eigentlich schon längst einen Blogbeitrag schreiben, vielleicht kommt der ja gelegentlich doch noch ;-) Ebenfalls berauschend waren zwei Konzerte, die hier genannt werden müssen. Zum Einen spielte nebst anderen Bands auch die Gruppe “Ashes to Beauty” in unsrem Stamm-Pub, die vorallem mich mit dem erstaunlich ausdrucksvollen Gesang betörte – zum Anderen hatten wir das kaum in Worte zu fassende Vergnügen, den verrücktesten Piper der ganzen Welt, “Carlos Nunez“, im Zürcher Volkshaus zu erleben. Anstatt viele Worte zu verschwenden, empfehle ich einfach, besagte Musiker mal etwas anzuhören, es lohnt sich, ich schwör ;-)

Besuch aus Deutschland

Aber das coolste der letzten Zeit war eindeutig der Besuch von Juliets Mama und ihrem Mann Lars. Ich hatte sie gefühlte dreissigtausend Jahre nicht mehr gesehen, also über ein halbes Jahr und wir hatten gefühlte vierzigtausend Jahre kein ganzes gemeinsames Wochenende mehr zusammen verbracht, also etwa dreiviertel Jahre. Und vorletztes Wochenende war es endlich soweit und die Zwei besuchten uns erstmals hier in der Schweiz. Dass das Wetter einfach die Quadratur des Grauens war und unsere ganzen Pläne über den Haufen schmiss, will ich jetzt nicht weiters kommentieren, aber allem Scheisswetter zum Trotz verbrachten wir ein paar total coole Tage zusammen. Einmal ein Ausflug nach Zürich, wo wir mit meinen Eltern gemeinsam essen gingen, einmal waren wir Mädels in unserem Pub um eben obgenannte Band “Ashes to Beauty” zu lauschen, während Lars zuhause die Tschämpionslietsch guckte und dabei wie ich vermute das halbe Haus zusammen schrie – und am Montag lockerte das Wetter doch tatsächlich noch so gut auf, dass wir im wenige Minuten von zuhause liegenden Naturschutzgebiet spazieren konnten ohne uns die Hintern abzufrieren. Das ganze Wochenende war wie immer viel zu kurz aber auch wie immer eine grosse Freude – und ich dankte dem Herrn und meiner klugen Eingebung, dass wir dank des neuen TVs auch zuhause ne Menge Schlechtwetter-Unterhaltung hatten – und nebenbei erwähnt, glaubt mir, nichts sieht beknackter aus als wenn vier erwachsene Leute auf einer Couch sitzen und alle 3D-Brillen tragen, das ist der Lacher des Jahrhunderts ;-)

Zwei Doofe – ein Gedanke

Juliet und ich sind wirklich das Duo Infernale schlechthin. Nachdem wir beide eine kleine Ewigkeit nicht mehr gebloggt haben, habe ich letzten Freitag in der Mittagspause mit diesem Beitrag begonnen. Nach der Mittagspause informierte mich mein Google-Reader (ein Blog-Lese-Dingens), dass im DuoInfernale Blog ein neuer Beitrag erschienen ist – von Juliet – so ungefähr mit demselben Inhalt wie der Meine – issja bekloppt :-) Und so geht’s uns ständig, die Eine denkt was, die Andere spricht’s aus, die Eine will was tun, die Andere tut’s etwas schneller.

Wer also noch nicht genug hat und Juliets Beitrag noch nicht gelesen hat, hier isser………
Lebenszeichen vom Duo Infernale

Neues Jahr, neue Frisur……. und voll auf die Bremse

So, da wäre ich mal wieder – nicht, dass ich etwas ernsthaftes zu berichten hätte, aber nach zwei Monagten Blogpause scheint es mir überfällig, dass ich wenigstens mal ein gutes neues Jahr wünsche – und wenn ich schon dabei bin……….

Neues Jahr, neue Frisur, neue Kleider

In unserem gemeinsamen DuoInfernale-Blog habe ich bereits davon erzählt (guckst Du hier), dass wir Ende Jahr bei unserer Coiffeuse waren und uns neu frisieren liessen. Das wäre soweit keine grosse Sache, wäre da nicht die Tatsache, dass ich mich von den zwei Mädels dazu überreden liess, einen Pony zu schneiden. Seit Jahren lasse ich die Haare rundum wachsen und niemand durfte auch nur schon daran denken, daran etwas zu ändern. Aber so richtig glücklich war ich nicht damit. Einerseits wird auf diese Weise das halbe Gesicht versteckt, anderseits schwimmt immer ein Teil meiner Frisur im Suppenlöffel und überhaupt, etwas Veränderung kann ja nie schaden. Der Haken bei solchen Veränderungen ist halt, dass man es im Falle eines Bereuens grad schaurig bereut, weil man gleich mal wieder 2-3 Jahre braucht, bis die kurz geschnittenen Strähnen wieder lang genug sind.

Aber es kam ganz anders, ich bin geradezu begeistert ob dem neuen Schopf. Der Unterschied ist zwar an sich nicht gross, aber es macht unglaublich viel aus. So wie die Haare normal fallen, ergibt sich fast ohne mein Zutun eine Art Mittelscheitel, der das Gesicht so richtig schön offenlegt und ich habe eine Menge neuer Möglichkeiten, wie beispielsweise ein Hochstecken der Haare wie auf diesem Foto. Langer Rede kurzer Unsinn, ich freu mich mega über meine neue Frisur und das ist eigentlich Grund genug, dazu passende neue Kleider zu suchen……. was wir dann die letzten Wochen auch ausgiebig vollzogen, wie in obgenannten Blogbeitrag bereits beschrieben. Eine 50%-Aktion bescherte uns sackweise neue Kleider, die nun ungeduldig darauf warten, dass der Frühling endlich beginnt.

Konzerte und so Spasskram

Ansonsten hatten wir die letzten Wochen ein paar sehr spezielle Anlässe. Ein unerwartetes Highlight war ein CD- und Platten-Verkauf in unserem Stamm-Pub, das wir eigentlich nur aufsuchten, weil man ausnahmsweise schon am Samstag Nachmittag nach dem Einkauf noch schnell ein Guinness schlabbern konnte, aber die Auswahl war sowas von genial und die Preise mit 2.50 pro CD sowas von barmherzig, dass wir nicht anders konnten als zwei Dutzend heimzuschleppen – mit dabei so Leckerchen wie beispielsweise die zwei berühmten Doppelalben von Beatles (die Rote und die Blaue), verschiedene BestOf-CDs von Abba über TheWho bis BlackSabbath und vieles mehr.

Des weiteren erlebten wir nebst einer Geburtstagsparty im Pub noch zwei wirklich geniale Konzerte an ebendiesem Ort, zuerst war es die Rock-Band “Spiders and Cockroaches” und dann als Höhepunkt des Jahresanfangs die Irish-Rock-Band “Red Shamrock“, die vorallem mich beglückte mit einer Gaita (galicischer Dudelsack).

Blog-Schreibblockade infolge globaler Sinn-Entlehrung…..

Den regelmässigen LeserInnen sage ich nicht’s Neues, wenn ich erwähne, dass ich eine gehörige Schreibblockade habe. Schon letztes Jahr fiel es mir immer schwerer, mich zum Schreiben zu motivieren und dieses Motivationsproblem wird von Monat zu Monat schlimmer. Eigentlich gäbe es genug Themen über die ich bloggen möchte, aber alle Themen, die mich momentan interessieren, sind mit soviel Ärger verbunden, dass ich mir das einfach nicht antun will.

Es fällt mir beispielsweise schwer, weiterhin Zeit zu investieren um über Transsexualität zu informieren, wenn ich mitansehen muss, wie immer mehr transsexuelle Menschen an die Öffentlichkeit ströhmen und jede nur erdenkliche Gelegenheit nutzen, um mit sinnentlehrten Statements all die Arbeit zunichte zu machen, die Leute wie ich seit Jahren betrieben haben. Was soll ich mir weiter den Mund fuslig reden darüber, dass transsexuelle Frauen keine “umgebauten Männer” sind, wenn dann Andere nichts idiotischeres wissen als bei RTL2 in einer Doku-Soap namens “Transgender” vor ein Millionenpublikum hinzustehen und zu sagen: “Ich bin in WIRKLICHKEIT ein Mann”. Da fehlen mir echt die Worte, da blicke ich einfach nur noch auf einen Scherbenhaufen und frage mich, wozu wir uns all die Jahre angestrengt habe.

Ähnlich wenn auch anders geht es mir bei öko-politischen Themen, die mir auch sehr am Herzen liegen. Dort sind zwar nicht die “Eigenen” die den Schaden anrichten, aber auch da fällt es schwer, sich zu motivieren, wenn man immer und immer wieder erleben muss, wie bezahlte PR-Profis alle öffentlichen Diskussionen zuwalzen und das Hirn der LeserInnen mit soviel Lug und Trug zuschütten, dass man nicht mehr weiss, wo man anfangen soll mit dem Aufdecken all dieser Lügen. Und wenn ich dann noch Leser-Kommentare in Boulevard-Blättern lese, die den Eindruck erwecken, als sei von einem Heer von völlig empathie-befreiten und unerträglich dummen Menschen umgeben, dann frage ich mich schon, was in aller Welt ich da tue und wofür ich Zeit opfere, die ich eigentlich besser auf dem Sofa liegend verbringen könnte.

…… und eine notwendige Vollbremsung

Und solange mir auf diese Frage keine vernünftige Antwort einfällt, lasse ich es lieber. Vielleicht finde ich eine neue Schreibweise oder andere Themen, die mit weniger Ärger verbunden ist, aber fürs Erste habe ich einfach genug von all dem Quatsch und nutze meine Freizeit lieber für das Schöne im Leben – also für Juliet und mich :-)

Aus diesem Grund habe ich nun eine radikale Vollbremsung eingeleitet. Zum einen lese ich seit einigen Wochen aus Prinzip keine Boulevard-Blätter mehr und erst Recht nicht die stupiden Kommentare in diesem Gefilden – zum anderen habe ich mich von allen Trans-Gruppen getrennt (ausser ATME), alle Trans-Blogs aus meinem Blog-Reader entfernt und auch alle Kontakte in Facebook aus diesem Spektrum “entfreundet”. An dieser Stelle möchte ich nochmal betonen, dass diese Entfreundungs-Aktion nicht persönlich gemeint ist, ich ertrag dieses Thema momentan einfach nicht mehr und werde vorläufig das Internet nur noch für persönliche Gespräche nutzen. Vielleicht kommt es irgendwann wieder anders, aber vorerst muss ich zum Schutz meiner Innereien einfach die Schoten dicht machen.

Blogbeiträge abonnieren – ein eMail-Service

Da ich in zwei Blogs gleichzeitig schreibe und an beiden Orten zumindest momentan nur sehr selten etwas zu Lesen ist, möchte ich StammleserInnen nicht ständig ins Leere laufen lassen und habe deshalb eine neue Funktionalität eingebaut. In beiden Blogs kann man sich nun registrieren und bekommt dann bei jeden neuen Beitrag ebendiesen via Mail zugeschickt. So muss man nicht ständig nachschauen ob’s was Neues gibt. Die Anmeldungs-Dingens findet Ihr in nachfolgenden Links, jeweils im letzten Kapitel unter “Abonnierung”:
http://diana.agirl.ch/uber-dieses-blog/
http://duoinfernale.tgirl.ch/ueber-uns/

So und jetzt mach ich’s mir gemütlich – macht’s auch so ;-)

Weltuntergang abgesagt – Na dann: Frohe Festtage

Den Meisten dürfte es mittlerweile aufgefallen sein, der auf heute geplante Weltuntergang hat nicht stattgefunden. Warum der lang ersehnte Maya-Weltuntergang ausgeblieben ist, konnte ich bisher nicht mit abschliessender Sicherheit ermitteln, darüber kursieren verschiedene Vermutungen. Chrissie äusserte beispielsweise den Verdacht, der Anlass sei aufgrund des schleppenden Vorverkaufs abgesagt worden. Das scheint mir zwar schlüssig, trotzdem habe ich persönlich einen anderen Verdacht, ich glaub nämlich, dass ich dafür verantwortlich bin, weil…….

LeShop versaut uns die Weltuntergangs-Party

Wie Ihr ja wisst, bestellen wir unser Futter meistens bei leShop und wie Ihr vielleicht auch wisst, liefert der nebst Futter nicht nur so lebensnotwendige Dinge wie Zigaretten und Alkohol sondern hat auch ein kleines Sortiment an Schminkkram. Unter Anderen wird dort auch Zeugs von meiner Lieblingsmarke Maybelline angeboten. Zwar fehlt dort sowohl mein Standard-MakeUp “SuperStay 24h Make-up” als auch mein Eye Cover MakeUp, aber dafür haben sie ein paar “Color Sensational” Lippenstifte und die waren Aktion. Also bestellte ich mir für gestern Abend so einen in der Farbe “magic mauve“, damit ich an der bevorstehenden Apokalypse auch wirklich schick aussehe………… und der wurde gestern aus mir unverständlichen Gründen nicht geliefert………… weshalb der Weltuntergang verschoben werden musste. Also nix für ungut, sorry an alle, die sich wie blöd auf die Zombie-Ballerei gefreut haben, aber wir holen das nach, versprochen, sobald leShop mir meinen Lippenstift geliefert hat ;-)

Dann halt doch Weihnachten und so

Jänu, sagen wir dazu in Zürich, dänn halt äs anders Mal. Aber dafür haben wir anstelle dieses Weltuntergangs wieder ein paar Festtage vor uns und die wollen wir doch geniessen, wir wissen ja nicht, ob der nächste Weltuntergang schon bald vor der Tür steht und ich dann evtl meinen Lippenstift endlich hab und die Zombies………… öhm……. wo waren wir? Achja Festtage……..

Na dann wünsche ich Euch doch von Herzen schöne Weihnachten resp. den Atheisten sonst schöne Freitage und Euch allen einen guten Rutsch ins Neue Jahr. Es war ein super tolles Jahr und ich freue mich total auf das Nächste, was auch immer es bringen wird. Danke an dieser Stelle an alle, die für uns da waren, die uns beistanden und uns zum Lachen brachten. Ich wünsche Euch das was Ihr verdient habt, das Beste – und ich freue mich auf all das, was wir in Zukunft noch zusammen erleben dürfen.

Achja, über uns und das Bloggen und so

Noch ganz kurz sei erwähnt, dass es uns mega gut geht. Seit August wohnen wir ja zusammen und sind nachwievor glücklich wie nur etwas. Juliet hat nun knapp einen Monat lang bei der Spitex gearbeitet und es gefällt ihr dort wirklich gut und auch mit ihr ist man sehr zufrieden – wie könnte es auch anders sein, Süssding das :-) In letzter Zeit haben wir vorallem Zeit kuschelnd auf dem Sofa verbracht, abgesehen von einem Konzert von “Supertalent” Eliane Müller, über das ich eigentlich bloggen wollte und das wohl demnächst noch nachholen werde.

Apropos bloggen, ich bin nachwievor hinundher gerissen was meine Schreiberei anbelangt. Ich möchte wieder vermehrt bloggen, kann mich da aber nachwievor nicht festlegen, in welche Richtung es gehen soll. Info-Blogging hängt mir total zum Hals raus und das Trans-Thema sowieso und ein Tagebuch wie bisher macht auch wenig Sinn, weil mein Leben grad weil’s so schön ist, so wenig Spektakuläres bietet. Ich denke, ich werde mich neu einfinden, ohne Schreiberei bin ich irgendwie nur ein halber Mensch. Aber wenn ich’s mal so schön weihnachtlich ausdrücken darf: Wo der Herr mich hinführt, will ich mein Zelt aufschlagen. Ok ich hör zwar generell nicht auf Autoritätspersonen und erst Recht nicht auf Männer, aber Ihr wisst was ich meine, es kommt wie es kommen muss ;-)

Gelacht wird dann halt auswärts

Und weil ich die letzten Monate so unanständig wenig gebloggt hab, möchte ich Euch als Entschädigung wenigstens ein paar Kicherattacken auf Weihnacht schenken und empfehle stellvertretend für meine ausgebliebenen Kapriolen zwei Kolumnen-SchreiberInnen von clack.ch, die mich immer wieder zum Lachen und Nachdenken bringen – enjoy!

Meret als Die Teilzeitprinzessin oder als Goldküstenkind
Reda als Der Quotenmann oder als Bundesamt für Satire

Ohne Juliet ist alles doof ;-)

Seit drei Monaten wohnen wir nun zusammen und genauso lange waren wir eigentlich ständig zusammen, ausser wenn ich unseligerweise ackern musste. Dieses Weekend flog Juliet mal wieder nach Germanien um ein Wochenende bei ihrer besten Freundin zu verbringen………. und ich komme definitiv zum Schluss: Ohne Schatzi ist alles doof!

Und das erstaunt mich doch a bisserl, denn irgendwas in mir freute sich auch ein wenig darauf, mal wieder ein Game-Weekend abzuhalten. Wir sind ja echt ein symbiotisches Paar, es gibt kaum etwas bei dem wir nicht genau gleich ticken. Wir tun dasselbe gern, hören die gleiche Musik, sehen denselben Quatsch im TV, eigentlich laufen unsere Interessen Handinhand, bis auf die Sache mit den Computerspielen. Juiliet spielt selten und wenn, dann höchsten so langweilige Kartenspiele. Ich wiederum mag Fantasy-Rollenspiele und renne fürs Leben gern feuerballschmeissend und blitzewerfend durch Monsterhorden, um eine Welt zu retten, die ich nicht nur nicht kenne sondern auch nicht mal wirklich existent ist. Nun wäre das ja eigentlich kein Problem, wir müssen ja nicht immer alles zusammen machen, ich könnte jederzeit einen Gameabend einlegen – aber warum in aller Welt sollte ich das wollen? Wenn ich die Wahl habe, mich an Juliet oder meine Computermaus zu klammern, müsste ich schon etwas schräg drauf sein, wenn ich mich für den Computer entscheiden würde. So kommt es halt, dass ich kaum noch spiele – mit dem Computer ;-)

Also lag es auf der Hand, dass ich dieses Weekend mal wieder Diablo 3 oder Kingdoms of Amalur oder sowas in der Art zocke – und dass ich mal wieder ein paar Horrorfilme schaue, die nicht nach Juliets Geschmack sind. Eigentlich mag sie Horror auch, aber sie ist da doch wählerischer als ich.

So begann der Freitag Abend erst mal vor dem TV, so richtig schön gruselig, wie es sich gehört. Dort schlief ich dann auch ein, was unsere Katzen doch arg verwirrte, sie taten’s mir dann aber gleich und schliefen wenn auch widerwillig halt auch auf dem Sofa.

Der Samstag begann wieder mit einem Horrorfilm, man soll den Tag ja ruhig angehen lassen – dann trat ich mal wieder ein in eine dieser nicht-existierenden Welten, Kingdoms of Amalur sollte es diesmal sein, weil ich bei Diablo 3 schon auf einem so hohen Schwierigkeitsgrad bin, dass es einfach keinen Spass mehr macht für ein Gelegenheits-Zockerweibchen wie mich. Also ballerte mich mich halt stundenlang durch Amalur, die Katzen lagen um mich herum verstreut und konnten nicht so recht begreifen, was ich da tat – vorallem Tequila war etwas angepisst, weil der Notebook auf IHREM Plätzen lag, mein Bauch ist schliesslich ihr Thron.

Am Abend war dann die obligate Sonntagsbadewanne angesagt, weil ich am Sonntag Abend Juliet vom Flughafen abholen würde und keine Lust hatte auf Haare trocken und so. Der Badewannenspass mit “Within Temptation” im Ohr und einer Buddel Cider in Griffnähe, war mal wieder so wie früher, als ich mein wöchentliches Bad allein vollzog – man hat mehr Platz, hat mehr Ruhe……… und doch, so angenehm es war, irgendwie war es doof, so wie alles doof war an diesem Wochenende.

Denn mittlerweile habe ich mich so an unsere Gemeinsamkeit gewöhnt, dass es geradezu surreal wirkt, wenn sie nicht da ist. TV kucken ohne mein Köpfchen an ihre Schulter zu legen? Doooooof! Allein in der Badewanne liegen, doooooof! Durch Amalur rennen und Monster plätten, ok spassig, amüsant, aber trotzdem irgendwie dooooooof! Und am morgen aufwachen ohne dass Juliet neben mir liegt, doooooooohooooooooof! Und ohne Juliet schmeckt der Kaffee nicht so richtig, auch beim Caramell-Macchiato fehlt das gewisse Etwas, vom Essen ganz zu schweigen, da schmeckt einfach gar nix, da verkommt das Essen wieder zur pragmatischen Energiezufuhr, muss einfach gemacht werden, wenn auch ohne Begeisterung.

Natürlich war das Wochenende trotzdem auch angenehm, eben weil ich mal wieder gamen konnte oder Horrorfilme sehen konnte, die sogar für meine süsse Bekloppte zu bekloppt sind, hatte mal wieder allen Platz für mich allein in der Badewanne, aber all das Gute hatte immer auch etwas bescheidenes – ohne Schatzi ist halt wirklich alles doof.

Aber es ist gut so, solche Weekends sind für Beide eine tolle Sache, sie kann wieder mal etwas Zeit mit ihren Freundinnen oder Verwandten verbringen, ich kann mal wieder etwas allein sein, was ich ja an sich mag – und wir beide erleben mal wieder, wieviel fehlt, wenn wir nicht zusammen sind. Ich freu mich jedenfalls schon schaurig, so gegen Acht an den Flughafen zu fahren und Juliet abzuholen, heimzuschleppen und zu bekuscheln als gäbe es kein morgen mehr :-)

Schon wieder ein Monat rum

Huhu da draussen……. ja wir leben noch, und wie, uns geht’s nachwievor zu gut als dass wir Zeit und Musse hätten um zu bloggen – trotzdem mal wieder ein Lebenszeichen :-)

Freud und Leid aus der Welt der Politik

Die letzten Wochen waren politisch turbulent, vieles das mich sehr freute, ebenfalls viel, das mich überhaupt nicht freute. Auf der einen Seite bejubelte ich die erhoffte Wiederwahl von Obama, wurde gleichtags erfreut durch drei weitere amerikanische Bundesstaaten, die die “gleichgeschlechtliche Ehe” legalisierten – nicht weniger erfreulich war der Entscheid des spanischen Verfassungsgericht, das die dort bereits vor Jahren eingeführte “gleichgeschlechtliche Ehe” als verfassungskonform beurteilte, nachdem Erzkatholiken und Erzkonservative ebendiese zu bekämpfen versuchten.

Wenn man sich vor Augen hält, dass im evangelikal-konservativ geprägten Amerika die “Homo-Ehe” nun bereits in acht Staaten erlaubt ist und dass Spanien, eine Hochburg das Katholizismus, ebenfalls Rechtsgleichheit vor Moraltheologie stellt, wirkt es schon urkomisch, dass ausgerechnet in der Schweiz die CVP eine längst fällige Initiative zur Aufhebung der steuerlichen “Heiratsstrafe” lanciert und diese Gelgenheit dazu missbraucht um klammheimlich einen diskriminierenden Begriff in der Verfassung zu verankern – die Ehe sei Mann und Frau vorbehalten. Es würde zu weit führen, hier jetzt zu erklären, weshalb das für nicht-heterosexuelle Menschen ein herber Rückschlag wäre und inwiefern diese Definition gegen die Würde des Menschen verstösst – vielleicht hole ich das gelegentlich mal nach – jedenfalls war das einer der Meldungen aus der Welt der Politik, die mich innerlich mal kurz kochen liessen.

Transsexualität und Öffentlichkeitsarbeit

In diesem Themen-Bereich hatte ich die letzten Wochen ein wahres Wechselbad der Gefühle. Ich ärgerte mich über grenz-debile Berichterstattungen in Boulevard-Medien, erfreute mich über überraschend wohlwollende Kommentare in ebendiesen Artikeln, ärgerte mich über Transwasweissich-Organisationen und Betroffene, die sich selbst nicht besser verleugnen als sie früher von der Psychiatrie verleugnet wurden – und kam dank dieser “Transgender-Soap” auf RTL2 an einen Punkt, an dem mir dieses Thema wirklich zum Hals hinaushängt. Ich mag gar nicht gross darüber diskutieren, vielleicht hole ich das mal in einem separaten Beitrag nach. Nur soviel: ich habe stark den Eindruck, dass sich langsam aber sicher eine Boulevardisierung des Transsexuellen-Themas ausbreitet und dass diese Entwicklung für uns gefährlicher sein könnte als die Psychopathologisierung, der wir seit Jahren zu entkommen versuchen. Wenn sich die Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Transsexualität auf Dschungelcamp-Niveau abspielt, müssen wir uns nicht wundern, wenn man uns nicht ernst nimmt. Aber eben, im Moment habe ich echt keine Lust auf dieses nervige Thema, deshalb gehen wir einfach mal eins weiter ;-)

Das Leben zu Viert

Denn immerhin auf eines ist Verlass: Wir haben’s gut :-) Und wie gut wir es haben. Juliet hat genau den Job gefunden, den sie sich erhoffte, ab Anfang Dezember wird sie für die Spitex hier an unserem Wohnort denselben Haushilfe-Job machen wie erst grad für das Rote Kreuz im Hamburg. Alles Andere ist wie erhofft und erwartet einfach prächtig. Wann immer wir können, liegen wir zu Viert auf dem Sofa, bekuscheln uns gegenseitig und geniessen das Leben als Kleinfamilie ;-) Tequila ist drauf und dran, Juliet durch mich als Haupt-Frauchen zu ersetzen, zumindest ist ihr Lieblingsplätzchen seit Wochen auf meinem Bauch und jeden Abend gegen fünf Uhr beginnt sie Juliet vorwurfsvoll anzuquängeln und starrt ungeduldig zur Tür und wartet auf mich.

Die Rumliegerei wird natürlich gelegentlich auch mal unterbrochen, sei es weil wir wie kürzlich im Pub eine sagenhaft coole Irish-Band namens “No Crows” sehen oder weil wir wie gestern bei meinen Eltern zum Essen waren und dann anschliessend stundenlang mit ihren zwei Lieblingsnachbarn rumsoffen äh plauderten und lachten – oder wir verbringen wie kürzlich an einem Samstag ein paar Stunden mit drei Frauen, die hier waren für eine Schularbeit zum Thema Transsexualität (mehr darüber bei einer anderen Gelegenheit). Doch so schön das alles ist, nichts kann die Zweisamkeit überbieten. Ich wach am morgen auf und meine Süsse liegt neben mir – und ich leg mich nachts Schlafen und sie liegt wieder neben mir – was will ich da mehr :-)

So und jetzt muss ich wieder kuscheln gehen, Juliet ist mit telefonieren fertig – resp. der Akku hat irgendwann aufgegeben, weil er nicht so hart im Nehmen ist wie Juliet und ihre Mama austeilen können :-) Und dann geht’s schon bald ab in die Badewanne – kennt Ihr ja von mir – diese sonntägliche Badewanne-Rumliegerei wird nachwievor enthusiastisch gefeiert und unterdessen ist Juliet schon extremer als ich – während ich früher das Bad beendete, wenn’s langsam kühl wird, lässt sie locker nochmal ne Runde Warmwasser nachlaufen – weil’s grad so schön ist, zu zweit :-)

Ich hoffe, dass es nicht wieder einen Monat geht, bis ich mich hier zu Wort melde – und falls doch, geht davon aus, dass dies ein gutes Zeichen ist ;-)

So und nun noch extra für Rolf, den bekloppten Lieblingsnachbar meines Vaters…….. enjoy :D

Zusammenfassung eines Monats

Ui wie die Zeit vergeht, eben habe ich hier noch gebloggt, dann mal kurz das neue Leben zu zweit genossen und schon ist ein Monat um. Wer mich kennt, kennt die Regel: Wenn ich hier nix schreibe, dann muss es mir saugut gehen, so gut, dass ich keine Zeit zum Schreiben finde :-) Und es ist zu befürchten, dass es in nächster Zeit nicht viel besser wird, denn das Leben zu zweit ist einfach zu schön als dass ich meine Arme frei hätte um bis zur Tastatur zu gelangen. Nun denn, wenigstens eine kleine Zusammenfassung der vergangenen Wochen ist jetzt wirklich überfällig – here we go……

Mode-Sensation des Jahres: Diana trägt Hosen

Beginnen wir doch bei der grössten Sensation: Ja, Ihr habt richtig gesehen, das auf dem Foto bin wirklich ich und man glaubt es kaum, ich trage Hosen, krass, nicht? Noch sensationeller ist, dass mir dieses Outfit sogar gefällt. Nach vier Jahrzehnten Hosenzwang waren Hosen für mich die letzten Jahre kein Thema, denn erstens habe ich eben vier Jahrzehnte Beinfreiheit zu kompensieren und zweitens sind Röcke und Kleider – im Speziellen so Stretchfummel – einfach total bequem. Aber gerade wenn’s gegen Winter geht, drängen sich diese Dinger halt schon auf und so kam es, dass mich die Vernunft nun doch übermannt hat, nicht zuletzt weil Juliet mir ständig einreden wollte, ich würd auch in Jeans gut aussehen. Recht hat’se, die Bekloppte. Es ist zwar definitiv weniger bequem, aber es gefällt mir, vorallem zusammen mit meinen neuen Stiefeln und so schicken Longpullovern. Klar, ich werde weiterhin vorallem beinfrei rumlaufen, ist halt einfach mehr mein Ding, aber Jeans gehören ab sofort trotzdem zum Standard-Repertoire.

Hochzeit von Juliets Eltern

Wie in meinem letzten Blogbeitrag angekündigt, flog ich also in aller Herrgottsfrühe nach Hamburg, um dort am Abend an der Hochzeitsfeier von Juliets Mama und ihrem Lars teilzunehmen. Den Flug erwischte ich tatsächlich noch, womit bewiesen wäre, dass Einstein doch nicht Recht hatte und ich Überschall erreichen kann wenn ich nur will. Ich kam wie geplant mit dem ersten Zug am Flughafen an, eine Minute NACHDEM ich am Gate stehen müsste um einzusteigen. Schlau wie ich bin, habe ich ausnahmsweise mal Flachtreter gewählt und so huschte ich mehr als zu stöckeln und war dann “pünktlich” am Gate, eine Viertelstunde NACHDEM ich hätte dort sein müssen – stieg ein und flog davon. Muss man nicht verstehen, hat was mit Quantenphysik zu tun oder so. Jedenfalls klappte soweit alles und wir verbrachten einen super tollen Abend an ebendieser Feier, an der auch meine Eltern teilnahmen. Sonntag war dann Ausschlafen angesagt und am Montag gings zurück in unser Zuhause. Die Katzen waren nach diesen zwei Tagen Alleinsein glaubs ziemlich entnervt, aber sie verziehen uns sogar das……..

Erstmals Ferien im gemeinsamen Zuhause

……. nicht zuletzt weil wir darauf gleich zwei Wochen Ferien hatten und in dieser Zeit nicht viel mehr machten als zuhause rumzuliegen und uns alle Vier gegenseitig zu bekuscheln. Was unsere Ferien anbelangt, fasse ich mich kurz, denn darüber haben wir bereits in unserem gemeinsamen Blog berichtet – guckst Du hier: Erholsame Ferien im gemeinsamen Zuhause

Das DuoInfernale heiratet

Und wie in meinem letzten Beitrag erwähnt, war dann eine Woche nach den Ferien unser Termin beim Standesamt :-) Leider nicht in weiss, leider nicht in der Kirche, aber zum Glück mit der richtigen Frau, was will man mehr ;-) An dieser Stelle nochmal der Hinweis für allfällig Enttäuschte: Wir haben zwar klammheimlich auf dem Standesamt geheiratet resp. uns vergeeingetragenepartnerschaftert, aber wir werden voraussichtlich nächsten Sommer eine richtige Hochzeitsfeier nachholen, resp. deren Zwei, weil wir einmal hier mit unseren Schweizer Freunden und Verwandten feiern und einmal in Deutschland mit unserem Anhang dort. Es macht wenig Sinn, wenn alle von hier nach dort oder von dort nach hier reisen, also feiern wir halt doppelt – spät aber dafür international ;-) Auch über unseren Standesamt-Tag haben wir im gemeinsamen Blog berichtet, auch da heisst es mal wieder – guckst Du hier: Duo Infernale – just married

Wie weiter mit den Blogs?

Wie sich in den letzten Wochen gezeigt hat, haben wir zumindest momentan nur beschränkt Lust zum bloggen, weil das Leben zu Zweit einfach zu schön ist, als dass man noch Hände frei hätte für sowas. Und weil meine Süsse sowas von süss ist, nehme ich auch nicht an, dass sich das in absehbarer Zeit gross ändern wird. Ergo wird es hier vermutlich vorläufig einiges ruhiger werden – und wenn es was zu bloggen gibt, dann wohl eher über uns, ergo wird man von uns eher im gemeinsamen Blog was zu Lesen kriegen als hier. Das kann sich zwar jederzeit ändern, falls mich irgendwelche Themen in rabiater Weise anspringen, aber wir gehen jetzt einfach mal davon aus, dass in nächster Zeit nicht viel läuft hier. Deshalb verweise ich nochmal auf unser gemeinsames Blog, wer über uns oder mich auf dem Laufenden sein möchte, sollte dort auch gelegentlich reinschauen. Mit “dort” meine ich dort: Duo Infernale Blog

Dokumentations-Androhung auf RTL

Manchmal ist es ja schon zum davonlaufen, es vergeht kaum eine Woche, ohne dass ich irgendwo in den Medien etwas zum Thema Transsexualität finde, das mir in der Regel schaurig auf den Keks geht. Unterdessen bin ich längst soweit, dass sich mir die Nackenhaare aufstellen, wenn ich nur schon das Stichwort lese. Wenn die Chance auf einen negativ gefärbten Inhalt bei 90% liegt, fällt es schwer, positive Erwartungen zu haben. Und wenn dann auch noch ein Privatsender wie RTL die Fäden zieht, fühlt sich das an wie die Ankündigung der Apokalypse. Ich hoffe sehr, dass meine Befürchtungen diesmal unbegründet sind, denn RTL2 beginnt am 31. Oktober um 22:10 Uhr ein Dauerfeuer äh eine Serie mit dem Titel “Transgender: Mein Weg in den richtigen Körper“, in der sieben “Kandidaten” portraitiert werden. Ein Doku-Marathon über Transsexualität und das auf RTL, das klingt wirklich nach Apokalypse – trotzdem wage ich ein wenig Zuversicht.

Diese närrisch wirkende Hoffnung begründet sich einerseits darauf, dass RTL2 auf der Website eine “Begriffserklärung” bietet, die um ein Vielfaches besser ist als alles Andere, was man sonst in solchen Medien eingeflösst bekommt. Im Speziellen dieser Satz hat es mir angetan, so in der Art wurde das von so Boulevard-Medien noch nie formuliert: “Laut aktuellem Forschungsstand ‘entsteht’ unser Geschlecht in etwa der siebten Schwangerschaftswoche. Läuft hier etwas nicht genau nach Plan, so kann es sein, dass ein Mann mit weiblichem Aussehen oder eine Frau mit männlichen Aussehen geboren wird.“. Ganz ehrlich, für RTL-Verhältnisse kommt das einem 8. Weltwunder gleich, da kann ich sogar darüber hinwegsehen, dass ich den Ausdruck “Transgender” gar nicht schätze. Ebenfalls optimistisch stimmt mich, dass Sam in einer dieser Dokus vorkommt und ich von ihm sehr viel halte und ihm zutraue, für uns Sympathiepunkte zu sammeln. Auch sonst sind teils sympathische Menschen in den Trailern, auch das gibt Mut. Anderseits scheint es, dass in einigen dieser Dokus auch Geschichten präsentiert werden, die alles Andere als positive Aufklärungsarbeit sind. Nun denn, hoffen wir einfach mal das Beste. In nachfolgendem Link findet Ihr die sieben Trailer für die einzelnen “Kandidaten”, dort rechts neben dem Video kann man die “Kandidaten” anwählen.
Trailer: Transgender – Mein Weg in den richtigen Körper

Entpathologisierung von transsexuellen Menschen: Bitte unterschreiben!

Und wenn wir schon beim Thema sind, möchte ich Euch anschliessend noch inständig bitten, nachfolgende Online-Petition zu unterschreiben. Die Weltgesundheitsorganisation WHO ist momentan mitten in der Überarbeitung der Diagnose-Bibel ICD, in der transsexuelle Menschen wie einst Schwule und Lesben als “persönlichkeitsgestört” klassifiziert werden. In dieser Petition apellieren unterdessen bald 50’000 Menschen dafür, dass die WHO transsexuelle Menschen aus dem Kapitel für psychische Krankheiten entfernt resp. umklassifiziert. Eine Umklassifizierung wäre das Fundament, auf dem die Stigmatisierung von transsexuellen Menschen beendet werden könnte: Online-Petition

Ferien und Tarantel-Tanz

Uiiiiiiii bin ich aufgedreht, das glaubt Ihr nicht. Seit 2 Stunden habe ich Ferien für zwei Wochen, flieg morgen früh nach Hamburg an die Hochzeitsfeier von Juliets Mama um dann am Montag morgen wieder mit Juliet zusammen heimzufliegen (sie ist seit einer Woche dort), dann beginnen unsere gemeinsamen Ferien, erstmals in unserem gemeinsamen Zuhause, wow. Ich hätte also genug zu tun wie packen oder Katzenklos zu bauen, aber ich bin sowas von überdreht, dass ich jetzt erst mal schreiben muss. Nun denn, lassen wir’s mal sprudeln……..

Die grosse Heiraterei

Morgen Abend findet in Hamburg die Hochzeitsfeier von Juliets Mama und ihrem Lars, auch mein Paps ist mit seiner Frau bereits dort und wird auch teilnehmen, man kann sich vorstellen, wie ich mich darauf freue. Noch mehr freue ich mich natürlich, dass ich Juliet anschliessend am Montag Morgen zurückschleppen kann und wir dann wieder zusammen sind, sogar Ferien haben, hmmmmmm……..

…….. und nach zwei Wochen Ferien gehe ich eine Woche zur Arbeit und dann geht’s ab aufs Standesamt :-) Für die, die’s nicht schon in unserem gemeinsamen Blog gelesen haben, jauh wir heiraten – resp. wir machen eine eingetragene Partnerschaft. Wir dürfen’s ja nicht Ehe nennen, tun dürfen wir’s, aber ja nicht so benennen. Wie dem auch sei, die Hochzeitsfeier wird dann jedoch erst später stattfinden in einigen Monaten. Aber zuerst muss ich jetzt mal nach Hamburg fliegen und das ist abenteuerlicher als mir lieb ist……….

Diana auf Zeitreise

Wenn ich mich nicht irre, sagte Einstein, dass nichts schneller sein kann als das Licht und falls sich etwas doch schneller bewegen würde, würde es sich in der Zeit rückwärts bewegen. Versteh ich nicht, ganz ehrlich, aber ist egal, hat mich inspiriert heute. Ich hoffe echt, dass er Recht hat, denn andernfalls habe ich ein gröberes Problem.

Normalerweise klingelt der Wecker meines Handys morgens um Halbsieben, damit ich dann so Gott will mit viel Glück so nach Sieben dann mal aufstehe, mich antüdle um dann so um Acht in der Firma zu sein. Soviel zur Theorie, in der Praxis wird’s öfters mal Halbneun oder Neun. Nun, morgen klingelt der Idiot von einem Wecker um Vier, weil ich um Halbsieben abfliege und gemäss Boardingkarte gefälligst um 5:45 Uhr am Gate stehen soll. Das ist so ziemlich genau eine Minute BEVOR der erste Zug der mir zur Verfügung steht dort ankommt. Ich habe also minus eine Minute um vom Bahnsteig zum Gate zu gehen. Selbst mir als Blondine leuchtet ein, dass das relativ knapp wird – wäre da nicht Einstein.

Nicht ohne Stolz erwähne ich gern, dass ich unterdessen sowas von Flug-Profi bin, dass ich nur wenige Minuten vor dem Boarding ankommen muss, weil ich alles so genau kenne und im Stechschritt nur etwa zehn Minuten brauche, inklusive durch die Scanner watscheln und so. Aber zehn Minuten auf minus eine Minute zu reduzieren, wird schwer, selbst wenn ich auf Flachtretern renne. Aber ich werd’s versuchen, nicht umsonst ist mein Lebensmotto: Nichts ist unmöglich, denen, die das Unmögliche wagen – ich krieg das hin, wetten?

Denn auch wenn ich den Quatsch mit der Lichtgeschwindigkeit nicht hinkriege, das ganze Boarding dauert in der Regel mindestens zwanzig Minuten, da ich nur Zehn brauche, sollte das reichen – wenn ich schnell genug bin – und der Zug pünktlich ist – und ich den Zug erwische – und den Wecker nicht morgens um Vier völlig entnervt an die Wand klatsche…………. irgendwie wundert es mich nicht allzusehr, dass ich so aufgedreht bin…….. drückt mir die Daumen ;-)

Der Quatsch mit den Katzen

Apropos früh am morgen: da ist ja noch die Sache mit den Katzen, da gibt’s so einiges zu erzählen. Ich lieb die zwei Miezen, aber sowas von, sag ich Euch. Baileys ist ja mittlerweile sozusagen “meine Katze” und Tequila ist wie eh und je kuschlig wie nur etwas. Und diese Woche ohne Juliet waren sie noch anhänglicher, einfach unendlich süss sag ich Euch. Aber alles hat zwei Seiten, selbst diese zwei supersüssen Miezen können einem manchmal auf die Palme bringen.

Auch wenn ich seit Jahren davon träume, irgendwann mal wieder ferienhalber an einem Sandstrand zu spazieren, trotzdem kann ich mich nur schwer dafür erwärmen, ständig auf Sand zu laufen, den die bekloppten Katzen aus dem Ktzenklo geschleppt haben. Ich fand’s auch nur mässig amüsant, als eine auf’s Sofa kotzte oder eine auf den Knautschsessel kackte – ne, bei aller Liebe, das ist nicht wirklich toll. Fast so nicht-toll wie kürzlich, als ich nach durchzechter Diablo-Spielnacht aufwachte, liegend am ersten Kaffee schnüffelte und Tequila anspazierte, sich mal drollig krümmte und vor meinen Augen auf den Boden kotzte. Das ist nicht wirklich beglückend, wenn ich ehrlich sein darf.

Aber die sind so süss, sag ich Euch, man kann ihnen einfach nicht oder nur ganz kurz böse sein. Denn auf der anderen Seite wird man so liebevoll bekuschelt, dass man – in meinem Fall – so lebt als hätte man drei Freundinnen :-) Ok, knutschen tu ich nur die zweibeinige Katze ;-)

Heute muss ich noch Katzenklos bauen, weil die Guten ja zwei Tage allein sind. Wir deponieren ausnahmsweise einfach mal genug Trockenfutter und genug Wasser, damit kommen die gut klar. Aber das Klo reicht alleweil nicht, also bastle ich heute aus Karton und Abfallsäcken wieder so ein schickes Katzenklo…….. und muss das morgen um Halbfünf noch alles bereitstellen und füttern und so *soifz*

Ferien im gemeinsamen Zuhause

Jauh und nächste Woche geht’s dann los mit unseren ersten Ferien im gemeinsamen Zuhause. Wir hatten ja schon zusammen hier Ferien, aber da war es eben noch mein Zuhause, nun isses unseres :-) Einerseits werden wir noch etwas einrichten und dekorieren und so, anderseits werden wir auch kleinere Ausflüge oder Spaziergänge und so Kram machen – ausserdem stehen ein paar Besuche auf dem Plan und nicht zuletzt werden wir sicher ein-zwei mal ins Classroom Pub. Wer Lust hat, sich da mal dazu zu gesellen, soll sich bei uns melden ;-)

Mission completed – ein erfolgreicher Abschluss

Die letzten Monate hatte ich ja wie hier zu lesen war einiges an “Stress”, wir hatten eine Deadline die von uns wirklich absolute Top’leistung abverlangte und wir schafften schlussendlich das Unmögliche und hatten die wichtigen Programmteile auf den Demo-Termin fertig. Anschliessend kamen noch ein paar Wochen, in denen ich sonst viel um die Ohren hatte, weil so einiges liegengeblieben ist während dieser Projektphase. Jedenfalls war ich dann pünktlich heute Nachmittag fertig mit allem was dringend war. So in die Ferien zu gehen ist schön, mit dem Gefühl, alles Wesentliche erledigt zu haben.

Erfreuliche News zum Abschied

Ebenfalls pünktlich zu den Ferien kamen dann heute noch die Good-News des Jahres. Pünktlich deshalb, weil ich während den Ferien nur selten News verfolge, Ferien sind Ferien, da will ich mich nicht ständig über die Welt da draussen ärgern. Aber diese News versüssten mir den Tag, was sie zu einem netten Abschiedsgeschenk machte. Innert einer Stunde erfuhr ich zuerst, dass Japan offiziell angekündigt hat, bis 2040 aus der Atomenergie auszusteigen, dann kam die Meldung, dass der Schrottreaktor Fessenheim 2016 abgeschaltet werden soll. Beides ist zwar später als mir lieb ist, aber beides zeigt, dass die Zeit für eine Wende im Energiesektor wirklich gekommen ist. Die Atomindustrie wehrt sich zwar noch mit Händen und Füssen und schickt ihre PR-Profis auf die Welt los wie Heuschreckenschwärme, aber es zeichnet sich ab, dass es die letzten Zuckungen eines Dinosauriers ist, der einfach nicht mehr in diese Zeit passt. Wirklich ein krönender Abschluss, bevor ich mich in die news-freie Ferienwelt begebe – das wär ungefähr jetzt, in diesem Moment :-)

Wir werden uns vermutlich hier oder in unserem gemeinsamen Blog zwischendurch mal melden, aber allzuviel ist nicht zu erwarten – Ihr wisst, Ferien und so, das ist wie die Sache mit dem Sabbath, da wird Ruhe zur Pflicht ;-)

Aber vor der Ruhe steht nunmal der Sturm und so aufgedreht wie ich grad bin, bleibt nur ein Lied mit dem ich mich verabschieden kann – enjoy :-)

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