Politically incorrect since 1966

Als Duo-Infernale lebt es sich besser

Der erste Monat ist vorüber und Juliet ist seit Donnerstag für eine gute Woche in Deutschland. Ein guter Moment, zurückzublicken und nochmal zu vergleichen. Tequila rennt grad wie von der Tarantel gebissen um mich rum, also so richtig allein bin ich ja auch jetzt nicht mehr, trotzdem ist der Unterschied gewaltig, ohne Juliet ist irgendwie alles doof.

Der Morgen zu Viert

Was war das für ein schöner Monat. Ich wachte morgens auf, bemerkte als Erstes meine Süsse neben mir, an die ich mich natürlich gleich mal kurz ankuschle, was sie mit einem genervten Geknurre quittiert, dann bemerke ich unsere Katzen am Fussende auf dem Bett, Tequila wie immer links bei Juliet, Baileys wie immer rechts bei Fuss. Ich stehe auf und geh in die Küche um Kaffee zu brauen, beide Miezen rennen mir im gestreckten Galopp voraus, also erst mal Tierfutter anrichten, wenn nötig Katzenklo im groben reinigen und mein Kaffee. Zurück im Bett versuche ich Juliet einen Knutscher zu verpassen, was sie erneut mit Knurrlauten quittiert und sich mit einer gekonnten Hechtrolle um die eigene Achse auf die andere Seite wälzt. Erneutes knurren, vergnügtes Kichern meinerseits, weiter geht’s mit antüdeln und so. Bevor ich das Haus verlasse, kriegt Juliet natürlich nochmal einen Knutscher, den sie – man ahnt’s – erneut mit Knurr- oder selten auch Fauch-Geräuschen beantwortet……. worauf ich dann noch vergnügter das Haus verlasse – was die Katzen an der Tür stehend dann mit tadelndem Blick belohnen.

Wenn man beim Heimkommen erwartet wird

Der Tag ist um, ich komme heim, will die Tür öffnen, da öffnet sie sich selber und Juliet strahlt mich an – umarmen, beknuddeln, beknutschen, blabla……… die Katzen wirken etwas aufgedreht……… dann erst mal aufs Sofa sitzen oder liegen, etwas brabbeln, zwischendurch die anmarschierenden Katzen streicheln…….. und dann geht Juliet in die Küche und kocht das Essen fertig, das sie meist bereits vorbereitet hat.

Zu Viert auf dem Sofa

Das Sofaliegen ist natürlich völlig anders als früher, wir kleben eigentlich nonstop aneinander, am liebsten vor dem TV ausgestreckt, den Film ständig durch Knutschen oder Dazwischenquatschen unterbrechen – oder abendfüllende YouTube Sessions im Stil von: “Kennst Du den Song auch?”. Wenn’s ins Bett geht, werden wir natürlich gleich begleitet, manchmal gibt’s zuerst noch ein kurzes Zwangsknuddeln mit den Katzen, dann wird aneinander gelöffelt (wir, nicht die Katzen) und selig schlafe ich ein.

Ohne Juliet ist alles doof, auch Schmetterlinge und so

Tja, seit Donnerstag isse nun wieder weg, die Kuh, weil sie dieses Wochenende an einer Feier ist und nächstes Wochenende ihre Mama heiratet, deshalb bleibt sie gleich ne Woche, macht wenig Sinn für ein paar Tage wieder hierher und zurück zu fliegen. Aber so sinnvoll das ist, so blöd isses auch, sooooooooooooooooooooooo blöd, mindestens.

Wenn Miezen sich trösten

Die Katzen waren zuerst etwas verwirrt, als ich allein heim kam am Abend, aber sie suchten dann schnell bei mir etwas Trost und so kommt es, dass Tequila neuerdings stundenlang auf mir rumliegt, egal ob ich TV gucke oder Diablo spiele, Teqi macht mit.

Und auch Baileys ist anhänglicher, da wird das abendliche Haarebürsten das neuerdings mein Job ist auch gern mal auf den Nachmittag vorverlegt – die kann quaken sag ich Euch, da hat man keine Wahl, die fordert das echt ein :-) Aber das Schöne ist, dass ich so auch sehr getröstet werde, ich fühl mich echt nie allein, die Miezen sind immer da.

Alles nicht lustig

Ansonsten ist halt eben alles irgendwie doof ohne meine Süsse. Kochen am Abend ist nicht lustig, Cappu schlürfen schmeckt auch weniger, mir fehlt die Kuschlerei, allein ins Bett ist auch zu Dritt doof – Mann das klingt ja wieder *grins* – jedenfalls entschlafe ich nun halt wieder öfters vor dem TV, was für die Katzen manchmal etwas verwirrend ist, wenn ich dann um Vier plötzlich aufstehe und geisterhaft im Schlafzimmer verschwinde – wohin sie mir natürlich gleich folgen, versteht sich ;-) Aber es fehlt einfach unheimlich viel, wenn meine Liebste nicht da ist, soooooooooooooooo viel fehlt da, mindestens.

Nur Diablo ist nicht doof

Grösster Trost – das mag in Anbetracht des Namens etwas merkwürdig scheinen – ist Diablo himself, das Computerspiel das ich vor Juliets Einreise so enthusiastisch gespielt habe. Ich hatte damals das Spiel mit meiner stärksten Spielfigur bereits zweimal komplett durchgespielt, war deshalb im dritten Schwierigkeitsgrad und der war sowas von abartig schwer und absolut nicht den Genfer Konventionen entsprechend, dass mir der Spass langsam verging, also kam Juliet grad rechtzeitig :-) Aber nach einem Monat Spielpause konnte ich es natürlich nicht lassen und hab nochmal etwas rumgezockt und kam dabei zum ersten Mal auf die Idee, das spieleigene Auktionshaus aufzusuchen, mit dem ich mit dem erbeuteten Spielgeld Gegenstände kaufen konnte. Haha, wie doof bin ich denn, ich kriegte da auf Anhieb eine neue Waffe für meine grad so arg von Monstern geschundene Spielfigur ergattern, die mal locker doppelt so stark war wie die Alte – Resultat davon, ich putz die Drecksäcke wieder weg wie nix, muahuah *irrguckt* – und das macht wieder total Spass, gestern bis um drei Uhr. Da Tequilas Platz durch den Notebook blockiert war, legte sie sich halt entweder zu Füssen oder wie auf dem Bild zur Seite, den Kopf bequem auf meiner Hand ruhend, die unruhig die PC-Maus bewegt. Ich glaub, sie genoss die indirekte Massage durch die Spielbewegung meiner Maus, ich wiederum konnte mich nur begrenzt daran erfreuen, es fördert den Spielfluss nicht wirklich ;-)

Mal wieder Zeit – wofür?

Jedenfalls habe ich nun wieder mal etwas Zeit – man kommt ja echt zu gar nix mehr, wenn man so ein liebenswertes Mädel ständig um sich hat, an das man sich permanent klammern möchte wie junges Klammeräffchen – selbst dann, wenn sie sich grad geweckterweise aufführt wie ein wütender tasmanischer Teufel ;-) Und dann noch zwei zärtlichkeitsbedürftige Vierbeinkatzen dazu, da bleibt nicht mehr viel Zeit für sonstwas. Und nun hab ich sie, nutz sie sogar um diesen Blogbeitrag zu schreiben, wüsste sonst noch gefühlte tausend Dinge die ich längst erledigen wollte und eben nie zu was komme – aber weil grad alles so doof ist, mag ich irgendwie nicht – da gibt’s also nur eines, Diablo-3 starten und mal gucken wie ich zurecht komme mit meinen neuen Waffen – oder mit Tequila n’Film gucken – und ein Eis essen, auch wenn das eigentlich nur dann so richtig lecker ist, wenn man es zu Zweit mit einem Löffel ist *soifz* – ach schnickschnack, ich geh jetzt ein paar Monster plätten, man gönnt sich ja sonst nix ;-)

Vier Miezen für ein Halleluja

Es tut mir echt leid, dass ich so lange nichts mehr gebloggt habe, aber ey, ich leb mit drei Miezen zusammen, woher soll ich da noch Zeit nehmen? ;-) Und weil wir heute ja noch das sonntägliche Bad vor uns haben und so, fass ich mich etwas kurz, so gut es geht, hab ja viel zu erzählen…….

Das grosse Krabbeln

Das Wichtigste zuerst, ich bin sowas von glücklich – nein, wir sind sowas von glücklich, alle Viere, ich schwörs :-) Aber vorallem für mich ist es zusätzlich auch eine enorme Veränderung des Alltags, weil ich wie im letzten Blogbeitrag beschrieben lange alleine lebte und der tägliche Abend sich anfühlte als lebe man in einer Höhle. Und das hat sich gewaltig geändert, auf so schöne Weise. Es vergeht keine Minute ohne dass sich irgendwas um mich herum bewegt oder die Stille durch ein Mauzen oder Brabbeln unterbrochen wird. Da ist ständig was los und alles was los ist hat etwas vergnügtes oder etwas kuschliges oder etwas familiäres oder was weiss ich. Es ist einfach mega schön und dementsprechend geniesse ich das Leben in vollen Zügen.

Des Lebens zahlreiche Fascetten

Auch sonst hat sich vieles verändert, beispielsweise Essgewohnheiten und so Kram. Zu zweit nimmt man sich gerne Zeit um in der Küche runzustehen – geht auch prima kuschelnderweise, wenn beispielsweise Juliet Kartoffeln schält, löffle ich mich hinten an sie ran, umklammere sie und unterstütze sie so energetisch :-) Und öfters werde ich sogar bekocht, wenn ich von der Arbeit komme. Auch die Abendgestaltung ist natürlich anders, früher sass ich fast ausnahmslos vor dem Computer oder TV, heute verbringen wir ganze Abende nur mit Musik hören oder plaudern oder besser beides zusammen und schon öfters machten wir youTube-Abende bis in die tiefe Nacht hinein, schauen uns ein Musikvideo nach dem Anderen an und erzählen uns Geschichten aus Zeiten, die wir mit diesen Liedern verbinden. Alles in Allem ist das Leben einfach viel fascettenreicher geworden – geblieben ist jedoch eines, wir lachen eimerweise und knuddeln kilometerweit – oder so – und sind einfach glücklich wie bekloppt :-)

Der Griff ins Leere :-)

Tagsüber, während ich am ackern bin, beackert Juliet emsig die Wohnung und ich meinerseits erlebe dann mein tägliches Wunder, wenn ich heimkomme und nicht weiss, was mich heute wieder Neues erwartet. Juliet sucht noch immer nach den idealen Plätzen für all die Dinge des Lebens und das hat zur Folge, dass tagtäglich Dinge von hier nach da wandern. Meist tun sie das auf wirklich sinnreiche Art, wirklich, aber wenn ich frühmorgends völlig verpennt vor dem Spiegel stehe, ist mir nicht nach viel Sinn zumute, da strecke ich einfach den Arm aus und der findet wie gewohnt das was ich zu so unheiliger Stunde brauche……. oder greift ins Leere. Und dann guck ich erst mal blöd, zu so unheiliger Stunde, und dann geht die Suche los. Meist finde ich das Gesuchte natürlich schnell, eben weil es sinnig einsortiert wurde. Aber diese morgendliche Irritation ist schon etwas verwirrend, zu so unheiliger Stunde ;-) Schlimmer ist es in der Küche, da wanderte anfangs auch alles in der Gegend rum, da will ich eine Tasse rausnehmen und halte einen Teller in der Hand, haha. Und so erklingt halt seit zwei Wochen täglich der mittlerweile berüchtigte Ruf durch die Wohnung: “Schatziiiiiiii??????? Wo in aller Welt ist die Schere??????”. Worauf dann etwas im Stil von “Na in der Schublade rechts vom Kochherd, da wo sie hingehört”. Aha! Das muss natürlich nicht heissen, dass die auch morgen noch dahin gehört, so selbstverständlich mein ich, die kann dann auch gut plötzlich sonstwohin gehören, selbstverständlich ;-) Aber Spass beiseite, es ist schon erstaunlich, wieviel Logik man in so einen Haushalt bringen kann und ich fühl mich überraschenderweise wohl in dieser Ordnung.

Juliets Gestaltungseuphorie

Weiters zeigt sich Juliet von einer euphorischen Gestaltungsfreude. Ihr neuster Streich hat im wahrsten Sinn des Wortes mit Streichen zu tun, sie streicht nämlich grad die ganze Wohnung. Also, streichen, naja, ich würd da andere Begriffe wählen um das zu umschreiben, aber wie auch immer, nennen wir es mal streichen *grins*. Alle Zimmer sollen ihr ödes weiss verlieren indem sie in allen Zimmern einzelne Wände oder Teile davon mit einem sanften Farbton streicht. Ich konnte mir sowas gut vorstellen, also legte sie los. Vorstellen konnte ich es mir, joh, aber ich hätte mir nicht vorgestellt, dass es so aussieht :-) Der genialste Streich erfolgte im Schlafzimmer, wie man auf dem Bild sehen kann. Zuerst guckte ich ins Schlafzimmer wie ein Auto, mit weit aufgerissenen Augen. Der erste Kommentar war: “Wenn Kinder sowas tun, legt man sie übers Knie”. Aber wenige Sekunden später kam ein “Ist ja geniaaaaaaal”. Nächste Woche kommt das Wohnzimmer, der wichtigste Teil der Wohnung, weil wir ja 99% des wachen Zustands dort verbringen. Ich weiss noch nicht so Recht, ob ich mich freuen soll oder fürchten, aber ich glaub das kommt gut, die Gute hat wirklich ein Händchen für die verrückte Dimension des Schönseins :-)

Das grosse Kuscheln

Ebenfalls ganz toll ist die Sache mit unseren Pelzgesichtern. Ey ich liebe Katzen ja so und diese Zwei kenne ich ja nun schon lange genug um sie erst Recht zu lieben. Und so wie die sich hier eingelebt haben, ist eine wahre Freude. Wir sind wirklich zu einer Viererfamilie geworden, war ich früher noch Gast, bin ich heute Frauchen. Sei es, dass ich am Morgen zuerst aufstehe und natürlich gleich in die Küche begleitet werde, wo ich nebst meinen Kaffee gefälligst auch das Katzenfrühstück anrichten soll oder sei es beim abendlichen Fell-bürsten oder beim Streicheln während dem gemeinsamen TV-kucken, wir sind einfach eine Familie.

Geld sparen dank Shoppingtour

Anlässlich der Anmeldung in der Gemeinde und einem kleinen Rundgang durch die Gemeinde entdeckten wir zufällig, dass der Chicoree Totalausverkauf oder sowas hatte. Man glaubt’s nicht, für 42 Franken kauften wir sieben Kleidungsstücke, issja Wahnsinn. Dadurch haben wir soviel Geld gespart, dass wir eigentlich gleich nochmal shoppen gehen müssten :D

Endlich – wir haben “die Zwei” :-)

Apropos shoppen, vor einer Woche war hier ein Jahrmarkt und da er keine 5 Minuten von unserem Zuhause entfernt war, gingen wir da natürlich mal hin und durchstöberten die Stände. Ich meinerseits fand zuuuufällig zwei Kleider, die ich unbedingt haben musste und trotz massivem Widerstand von Juliet auch kaufte, höhö, dann fand ich noch ein Whiskey-Bier mit satten elf Umdrehungen, was bei der Scheisshitze dringend nötig war…………. und dann fanden wir sie, die Zwei die wir schon seit einiger Zeit suchen, die Zwei die zum Symbol werden sollen für das Glücklichste in unserem Leben……….. unsere Eheringe :-) Nun, es mag etwas verwunderlich sein, dass ein Paar die Eheringe auf dem Jahrmarkt kauft, Ringe aus Titan anstatt Gold, aber ey, wir sind das DuoInfernale, bei uns wird man sich doch nicht wirklich noch wundern ;-) Aber ernsthaft, das war nicht so ein Billigjahrmarktstand sondern ein richtiger Schmuckdesigndingensmacher. Der Ärmste wird wohl ein paar verwirrte Tage hinter sich haben seit damals, denn es dürfte nicht alltäglich sein, dass zwei Mädels bei ihm Eheringe kaufen und er dürfte vorallem auch Bauklötze gestaunt haben, wenn er herausfindet, was die Gravur heisst, die er uns in die Ringe gravieren musste: Semper Fi :D

Ein letzter Hauch von Einsamkeit

Als ich gestern von der Arbeit zurückkam und meine Wohnung betrat, besprang mich ein wirklich surreales Gefühl, mir wurde schlagartig klar, dass ich soeben das letzte Mal meine Single-Wohnung betrete. Wenn ich das nächste Mal durch diese Tür schreiten werde, ist es nicht mehr meine Single-Wohnung sondern unsere gemeinsame Wohnung und ich trete nicht mehr allein hinein sondern zusammen mit meiner Herzallerliebsten – samt zwei Taschen voll Katzen – krass.

So ging es mir den ganzen Abend und auch heute seit wach bin, ich videophonierte gestern zum letzten Mal mit ihr, guckte zum letzten Mal allein TV und schlief zum letzten Mal allein vor dem TV ein, weil ich es wie so oft nicht ins Bett schaffe – und mir wird immer bewusster, dass mein TV-Schlafen auch genau damit zu tun hat, dass es einfach schmerzhaft ist, allein ins Bett zu gehen, da bleibe ich doch lieber vor dem TV, habe die Stimmen im Ohr die mir vorgaukeln, nicht allein zu sein…….. und heute um Zehn wachte ich zum letzten Mal allein auf, guckte wie jeden Sonntag allein Sternstunde Philosophie……. all diese letzten Male sind unglaublich berührend, weil sie mir noch viel mehr bewusst machen, was bis heute hier fehlte. Die Trostlosigkeit des Alleinwohnens ist gerade jetzt so spürbar, vielleicht weil ich dieses Gefühl ausnahmsweise zulassen darf, weil ich weiss, dass es zuende ist.

Das erinnert mich auf verrückte Art an den Tag vor meiner GaOp, als es auch all diese letzten Male gab, als ich die Tür hinter mir schloss und wusste, dass ich das nächste Mal als glücklicher Mensch in diese Wohnung treten werde – so wie ich übermorgen nun als wahrhaft glücklicher Mensch erneut hierher komme um noch einmal zu erleben, um wieviel schöner das eh schon schöne Leben sein kann.

Und wie damals freue ich mich unglaublich auf all die ersten Male die vor uns liegen. Nie wieder allein aufwachen oder ungeküsst zur Arbeit gehen, nie wieder den Abend unbekuschelt herumliegen und mich vor der Stille des trostlosen Schlafzimmers fürchten……. an Juliet geklammert einschlafen, neben ihr aufwachen, mit ihr essen, kuscheln, plaudern, zusammen etwas unternehmen……. es war damals schon ein riesiges Wunder, das mich unvorstellbar beglückte, nun geschieht schon wieder so ein Wunder und meine Vorfreude ist von ähnlichem Ausmass wie damals – es ist vollbracht, geht mir einmal mehr durch den Kopf – verdammt, wir haben’s wirklich geschafft :-)

Es ist still um mich herum, doch ausnahmsweise geniesse ich diese Stille heute sehr, sie ist der letzte Hauch einer Einsamkeit, die mich seit vielen Jahren einhüllte. Eigentlich mag ich Stille und Einsamkeit sehr, für eine kurze Zeit, wenn sie gewünscht ist und jederzeit aufgelöst werden kann. Aber die erzwungene Einsamkeit und die Unmöglichkeit, zwischendurch mal wieder einen grossen Eimer voll Zärtlichkeit zu tanken, diese Form von Einsamkeit ist alles andere als schön. Und gerade deshalb ist diese Stille heute so ein Genuss, weil sie sich vor meinen Augen auflöst und mir durch ihre Anwesenheit ein letztes Mal vor Augen hält, was gefehlt hat und was diese Leere nun auffüllen wird.

Sie, dieses bezaubernde süsse Ding, das mindestens so zärtlichkeitsbedürftig ist wie ich, das vermutlich noch viel verrückter ist als ich, dieses süsse Ding das ich so sehr liebe……….. in wenigen Stunden bin ich in Hamburg, noch heute Abend endet die Distanz zwischen uns, von heute Abend an sind wir wahrlich vereint………. und übermorgen beginnt diese neue Epoche in unserem gemeinsamen Leben, die Epoche der uneingeschränkten Zweisamkeit.

Ein Lied von Celine Dion durchdringt meine Hirnwindungen, ein Lied das mir in diesen zweieinhalb Jahren Fernbeziehung immer wieder Kraft und Zuversicht gab. “Wenn ich Dich brauche, dann schliesse ich einfach meine Augen und dann bin ich bei Dir”, singt sie und tröstet mich mit diesen Worten – “Meilen von leerem Raum stehen zwischen uns, ein Telefon kann Dein Lächeln nicht ersetzen, aber ich weiss, ich werde nicht ewig herumreisen, es ist kalt da draussen, aber halte es aus und mach’s wie ich”………… ja, tausend Meilen waren zwischen uns und es war kalt da draussen, aber wir wussten, dass wir diese Distanz irgendwann auflösen, daran glaubten wir und das gab uns Zuversicht…….. wir hatten Recht, wir haben’s geschafft…………. I love you, Darling……….. bis gleich am Hamburger Flughafen :-)

Ein Wirbelsturm namens Diana

Meine Nerven, ich sag Euch, ich steh sowas von unter Strom, wenn man die Energie anzapfen könnte, bräuchten wir keine zusätzliche Energieversorgung im ganzen Land ;-) Das hat einerseits damit zu tun, dass ich auf 180 bin weil ich meine Liebste in drei Tagen in Hamburg abholen kann und wir dementsprechend in fünf Tagen unser erstes gemeinsames Zuhause betreten. Nach zweieinhalb Jahren Fernbeziehung fühlt sich das einfach atemberaubend an und das wiederum macht mich sowas von aufgedreht, dass ich ständig lieber hüpfen als laufen würde und stets dem fast unwiderstehlichen Drang widerstehen, Konfetti um mich zu schmeissen. Auf der anderen Seite habe ich soviel von Arbeit am Hals, dass ich eigentlich nonstop am rumwuseln bin, solange bis ich gar nicht mehr mag und den Rest des Tages liegend und ruhend verbringe.

Euphorische Programmier-Trance oder so ;-)

In der Firma macht das Ganze ne Menge Spass, weil ich gleich mehrere Programme hinzaubern soll, die sehr bizarre Datenstrukturen benötigen, was mir bei der Entwicklung gordische Knoten in meine Hirnwindungen dreht. Und sowas liebe ich ja so, nichts ist schöner in diesem Job als wenn man wirklich vor komplizierten Aufgaben steht. In so Projekte kann ich sowas wie reinwachsen und mich so reingeben, dass ich fast zum Programm werde resp. das Programm aus mir heraus wächst oder so. Schwer zu beschreiben, ist ja auch egal, auf jeden Fall blühe ich dabei immer auf und krieg Energieschübe, die mich immer wieder erstaunen. Aber das brennt aus, vorallem wenn man so unter Zieldruck steht wie wir jetzt grad. Momentan arbeite ich sechs Tage pro Woche und war beispielsweise auch gestern am 1. August am Werk. Aber eine Zeit lang in so einem Euphorietaumel herumzuschwirren ist wirklich berauschend, anstrengend aber erfüllend.

Murphy, der Depp

Das würde eigentlich reichen, die Begeisterung über das baldige Zusammenziehen und dieser Programmierexzess, da geht die Zeit wie im Fluge und beflügelt durch körpereigene Drogen äh Hormonen, ist das spassig wie eine Achterbahn – aber Murphys Gesetz ist ja ein Naturgesetz, was schief gehen kann, das geht auch schief. Und so kam’s dann auch *seufz*.

Webseiten-Umzug mit argen Nebenwirkungen

Vor einigen Wochen schrieb ich ja, dass ich meine Webseiten auf einen neuen Server zügle, weil der alte Server immer unzuverlässiger wurde und zudem immer häufiger von Hackern attackiert wurde. Da der Umzug auf einen anderen Server unter Umständen gewisse Umprogrammierung der Seiten bedingt, war ich vorsichtig und habe eine Webseite nach der Anderen gezügelt. Zuerst kam diese hier, dann tgirl.ch und dann reichte es mir fürs Erste mit Ackern und so liess ich den Rest noch stehen. Vor zwei Wochen als mal wieder Probleme mit dem alten Server auftauchten, habe ich die Notbremse gezogen und den Rest auch rübergerettet und weg war ich vom alten Server.

Murphy ist wirklich ein Depp

Naja, Murphy eben – irgendwie ist beim Download der Webseiten etwas schief gelaufen und Teile vom RainbowNet sind im Internet-Nirvana gelandet. Und nun läuft da einiges nicht mehr, unter Anderem die einzige Seite die nicht von mir ist, mein Gast sozusagen. Und so habe ich beispielsweise letzten Sonntag den ganzen Tag an diesem Seiten rumgebastelt und hab versucht rauszufinden, was für ein Teufel mich geritten hat, als ich diesen Quatsch damals programmierte. Ich krieg zwar immer mehr zusammen, aber das Ganze läuft immer noch nocht so, dass man es wirklich brauchen könnte. Hab ja nix zu tun, haha *augenverdreht*

Im gestreckten Galopp in eine glückliche Zukunft

Und so sprinte ich also von einem Gefecht ins Andere, resp. hüpfe, zumindest innerlich, bin dabei quietschvergnügt aber auch aufgedreht wie nur etwas. Und die ganze Zeit flüstert’s mir ins Ohr: noch drei Tage, in drei Tagen sind wir zusammen, jeden Tag, bis ans Ende aller Zeit – nur noch drei Tage…….. :-)

So und jetzt muss ich abwaschen, Papier bündeln, Küche umräumen, mit Juliet zwei Stunden videophonieren, TV einschalten und aufgenommene Serie starten……. und einschlafen :-)

Joh, ich denke das war’s, der letzte Blogbeitrag der allein wohnenden Diana, der nächste Blogbeitrag wird dann der Erste sein von der mit dem süssesten Dingens dieser Welt zusammen wohnenden Diana – uiiiiiiiiim, das Duo-Infernale zusammen, issssssja Wahnsinn, aber sowas von :D

So und hier noch ein Lied für Euch, das etwas nachempfinden lässt, wie ich mich fühle, Musik kann das halt doch irgendwie besser als jeder Text……… enjoy :-)

Noch eine Wochenzusammenfassung

Jaaahaaaa, ich weiss, ich sollte auf Fotos mehr lächeln, aber ernsthaft, versucht mal den Fotoapparat aufs Fenstersims zu legen, den Auslöser zu drücken und innert ein paar Sekunden durch den Raum zu stöckeln ohne auf der anderen Seite mit Schwung in die Wand zu klatschen, dann umdrehen, schick hinstellen, hübsch lächeln……….. glaubt mir, ich bin froh, wenn ich nur schon auf der anderen Seite bin, wenn das Foto geknipst wird, ich kann da echt nicht noch mehr rausholen ;-) Aber bald ist ja Juliet hier, vielleicht gibt’s dann endlich bessere Bilder. Aber worum ging’s eigentlich? Achja……….

Im letzten Blogbeitrag erzählte ich ja von meinem Entschluss, wieder vermehrt “Tagebuch” zu schreiben anstatt an grösseren Beiträgen zu arbeiten, die dann nie fertig werden. Das bedeutet vorallem, dass ich wieder vermehrt aus dem Tag heraus schreiben möchte, also nicht so wie jetzt hier grad eine Wochenzusammenfassung sozusagen nacherzähle, sondern wieder wie früher dann schreibe wenn die Gefühle auftauchen, sprich, wieder aktueller zu werden. Ich werde demnächst mal mehr über all das plaudern. Gerade diese Woche wäre gut gewesen, da war wirklich viel Positives, das unter die Haut geht. Aber weil ich grad so unter Druck bin, fehlt mir einfach grad die Energie oder Zeit und so bleibt halt nur, nochmal eine Zusammenfassung zu machen – jä dänn, here we go…….

Zwei mega schöne Weiberabende ;-)

Ich geh ja eigentlich eher selten aus, ich war schon immer ein Gernzuhausrumliegtier – ausserdem komm ich ja auch nie zu was, weil ich ständig mit Juliet am videophonieren bin ;-) Aber gerade weil ich nicht ständig im Ausgang bin, ist es dafür auch immer ein besonderer Genuss, vorallem wenn ich wie diese Woche mit so liebenswerten Menschen zusammen bin.

Anfang Woche war ich an die Geburtstagsparty meiner Freundin eingeladen (meine ex-Logopädigin) und verbrachte glaub etwa fünf Stunden zusammen mit ihr und ihrem Mann und enem dutzend coolen Mädels auf deren Gartensitzplatz – mit lecker Bole und Essen und Wein und gaaaanz viel Gespräch und Gelächter. Ein Wahnsinnsabend, echt, danke Euch Mädels ;-)

Am übernächsten Tag gings dann wieder los, diesmal zum Nachtessen mit meiner ehemaligen Lebenspartnerin, die seit da zu meinen besten Freundinnen gehört. Wie wir es nicht anders kennen, wurde es ein toller Abend mit sehr vielen Gesprächen – halt so ne Plauderorgie wie es unter BestFriends vorkommt ;-) Und da wir uns recht lange nicht mehr gesehen hatten, war’s natürlich eine besondere Freude.

Eine kleine Verschwörung zum Mitmachen

Zu erwähnen wäre höchstens noch …… *verschwörerischguckt*…….. Juliet ist ja grad nicht da……. *irrkichert*…….. na so unter uns, beim ersten Ausflug, als ich über Zürich fuhr, naja dann halt dort auch zuuuuuufällig an dem Chicoree-Laden vorbei kam, in dem ich erst grad dieses geniale Kleid kaufte………. *hüstel*……….. naja, ich mein, die waren runtergesetzt, es war ja schon günstig, diese 40 Franken für dieses Kleid……. und nun nur noch dreissig……….. naja, was soll ich sagen, ich hab’s halt jetzt auch noch in lila :D ………. aber ey, psssst, nicht Juliet weitersagen, von wegen ich hätt genug anzuziehen, also echt, die hat ja sowas von keine Ahnung *augenverdreht*…………. aber hab ich nicht Recht? DIESES Kleid? In lila? Für 30? ………… Du hast schon so eins, würd sie jetzt rumzicken *seufz*, ja, hab ich, aber ich hab nicht das in lila, was ist daran so schwer zu begreifen? *entnervtdenkopfschüttelt*

Uiiiiiiii, apropos Juliet, in 12 Tagen und 2 Stunden bin ich bei ihr in Hamburg, knappe 2 Tage später sind wir hier, isssssja Wahnsinn, aber sowas von Wahnsinn. Langsam aber sicher werde ich auch hibbelig, das hab ich normalerweise etwa drei Tage vor Abflug. Aber diesmal nehm ich sie ja mit nachhause, jajajasjaja, das ist so eine beglückende Erwartung, dass ich jetzt schon merke, wie ich aufgedrehter werde, da kommen harte Tage auf meine Arbeitskollegen zu ;-)

Wenn die Sonne strahlt, dann wärmt’s das Herz :-)

Wie in jedem guten Text kommt das Beste natürlich zum Schluss – und das ist sowas von das Beste :-) Denn am Sonntag besuchte mich nach längerer Zeit zum ersten Mal meine Tochter wieder. Ich versuch schon gar nicht, Worte zu finden für das Gefühl das ich hatte, als sie mit strahlendem Lächeln in meine Wohnung eintrat und wir drei Stunden zusammen waren, zusammen mit ihrer Mutter. Wir plauderten über viele Themen, unter Anderem auch über mich und das Thema Transsexualität. Bis zum Schluss hatte ich das Gefühl, dass uns allen wohl war, klar ist die Situation nachwievor nicht einfach, aber ich glaub, an diesem Sonntag ist eine Tür aufgegangen – ich glaub, wir haben einen grossen Schritt aufeinander zu gemacht, in eine wirklich gute Richtung………… ich freu mich so, so, so…….. kann man nicht erklären, einfach so, so, so……………….. :-)

Dianas Tagebuch sinnt über den Lebenssinn eines Blogs

Letztes Wochenende in der Badewanne – wo auch sonst sollte einem die Weisheit wie ein Blitz treffen – fand ich endlich die Antwort auf die Frage, die mich seit Monaten beschäftigt – was ist der Sinn meines Blogtagebuchs? In der Tat ist mein Blogtagebuch resp. meine Tätigkeit dahinter arg ins Stocken geraten, seit ich vom alten Tagebuch aufs Neue gewechselt habe. Was zu dieser “Schaffenskrise” führte, wurde mir soeben klar – der unsinnige Versuch, mehr Sinn in den Unsinn zu bringen, bewirkte eine Sinnentleerung – oder so – mündete jedenfalls in diesem Lösungsvorschlag: Bloggen wider aller Ernsthaftigkeit……..

Das alte Tagebuch – eine persönliche Lebensgeschichte

Mein altes “Tagebuch einer transsexuellen Frau” sollte vorallem eine Chronik bilden, ein Tagebuch das einen Menschen von A bis Z durch einen sehr ungewöhnlichen Lebensprozess hindurch begleitet und Einblicke gibt in das, was für Andere unvorstellbar ist. Dabei ging es zwar auch um Information, mehr jedoch um Authentizität. Der Sinn des Blogs stand und fiel mit der Frage der Offenheit. Nur wenn ich kompromisslos offen über alles was mich berührt erzähle, ist ein wirklicher Einblick möglich. Ich glaube, dass mir das einigermassen gelungen ist. Doch diese “Geschichte einer Transition” war zuende erzählt, es war Zeit für den Neubeginn.
Die Eröffnung dieses neuen Blogs war einerseits ein bewusstes Grenzenziehen zu meiner transsexuellen Vergangenheit, anderseits auch der Versuch, mehr Ernsthaftigkeit und Tiefe in meine Schreiberei zu bringen.

Dianas Blogs – wie alles begann

Im Web zu schreiben ist für mich eine uralte Technik um zu informieren und aufzuklären, das, was ich gern mal etwas zynisch “Information-Warfare” nenne, also Informationskriegsführung. Meine ersten Webseiten waren nichts Anderes als Informationsbehältnisse, in denen ich auf Dinge hinwies, die der Allgemeinheit nicht so bekannt waren. So war es kein Wunder, dass mich das Bloggen natürlich auch von der Seite her gewinnen konnte und so wurde mein erstes Blog auch ein typisches thematisch-orientiertes Polit- resp. Öko-Blog, das RainbowNet.

Das erste Blogtagebuch – wenn man selbst im Mittelpunkt steht

Mein “Tagebuch einer transsexuellen Frau” war jedoch etwas ganz Neues, da standen meine ganz persönlichen Erfahrungen und Empfindungen im Mittelpunkt, es ging weniger um ein Thema als um mich und meine Person resp. den Weg den ich gehe. Diese Art von Bloggen ist natürlich viel näher an einem selbst als ein rein “technisches” Informationsblogging. Es ist sehr befreiend, so ein Tagebuch zu führen und man muss nicht mal ständig Recht haben, ich darf mich auch irren, ich bin keine Information sondern ein Mensch.

Dieses neue Blogtagebuch – zurück zum “Themen-Blog”

Beim diesem neuen Blog hier hatte ich das Bedürfnis, mich wieder in diese Richtung zu verändern und vermehrt Themenbeiträge mit Tiefgang zu schreiben. Infolgedessen wurden die Beiträge auch öfters mal länger und eben auch vertiefter und das machte auch Spass………. aber es verlor diese persönliche Note, die Verbindung zwischen mir und meinem Blog wurde irgendwie platonischer. Mit der Anforderung an mich selbst, vermehrt ernsthafte Artikel mit Tiefgang zu schreiben, wuchs auch der Grad meines Kritischseins. Mein Anspruch auf “vollendete Beweisführung” und “abschliessende Information” führte dazu, dass ich nun 88 unvollendete Entwürfe in meinem Blogsystem habe und niemand was zu Lesen kriegt – toll, nicht?

Warum blogge ich eigentlich?

Und warum genau tu ich das? Ich mein, sorry, aber auch wenn es toll ist, dass hier schon Tausende gelesen haben und wohl Hunderte öfters hierher kommen, dann ändert das nicht viel mehr als nichts in der Gesamtheit der Gesellschaft. Mein altes Weltrettungsbedürfnis narrt mich hier doch einmal mehr.

Klar ist es gut und soll auch in Zukunft so sein, dass hier auch Informationsbeiträge mit Biss erscheinen, aber wenn ich mir und wie ich vermute auch den meisten von Euch einen Dienst tuen will, dann sollte ich wieder ein Tagebuch aus diesen Blog machen – also meine persönlichen Gefühle und Erfahrungen wieder vermehrt einbringen und mich nicht mehr durch die Anforderung von “Sachlichkeit” einzuschränken.

Ist das Unspektakuläre erzählenswert?

Ein Grund, der für eine Veränderung in ein primär als Informationsblog funktionierendes Blog, war unter Anderem auch, dass mein Alltag unterdessen glücklicherweise so wenig Spektakuläres bietet, dass von der Seite auch nicht mehr soviel zu berichten ist. Wenn ich da an gewissen Schuhkäufe der Anfangszeit zurück denke, all den Quatsch den ich erlebt habe, dann ist das wirklich irgendwie grosses Kino im Vergleich zu meinem heutigen Alltag, eben gerade weil alles so gut gekommen ist. Da war es auch ein Gebot der Vernunft, mich eben mehr ins “Themenblogging” zu begeben.

Wer nicht lacht, lebt auch nicht

Aber offenbar habe ich mich auch diesbezüglich in den letzten Jahren verändert, dieser ganze Infoscheiss kekst mich immer mehr an. Ich halte solches Engagement zwar für notwendig, aber ich sollte das nicht zum Kern meines Lebens werden lassen, egal ob es um Transsexuellenrechte oder Atomkraftwerke geht. Zuviel Ernsthaftigkeit verhärtet den Menschen, echt, ohne Lachen gibt es kein wirkliches Leben!

Mal wieder Vorsätze – back to myself

Hmmmmm, hatten wir all diese Erkenntnisse nicht schon oft? Aber das macht nichts, Erkenntnisse dürfen sich gern wiederholen und ergänzen, sie werden immer ein wenig vertiefter und irgendwann kapiert’s sogar eine Blondine wie ich ;-)

Immerhin habe ich einen neuen Vorsatz: meine Anforderungen an mich selbst müssen wieder herunter geschraubt werden. Wir sind hier nicht bei Wikipedia, das hier ist nur mein eigenes ganz persönliches Leben und all das was ich schreibe ist mehr als alles Andere einfach meine ganz persönliche Sichtweise.

in dem Sinn…….. Back to myself – oder so – wir lesen uns ;-)

http://www.youtube.com/watch?v=2_FYq-TqP34

Unter Druck läuft die Zeit schneller

Ne, Quatsch, die Zeit läuft immer gleich schnell, das hatten wir ja erst grad, aber es scheint als würde die Zeit in Siebenmeilenstiefeln rennen, wenn man viel um die Ohren hat und das habe ich grad mehr als genug. Deshalb komme ich auch nicht mehr zum bloggen und das wird sich in den nächsten Wochen kaum bessern – aber alles mal der Reihe nach

Darf man? Ich schon :-)

Zuerst das Erfreuliche, ich hab ein neues Lieblingskleid, dieses schulterfreie Stretchdingens, erst grad vor einer Woche zufällig auf dem Vorbeiweg beim Chicoree eingesammelt. Als ich meine neuste Errungenschaft diese Woche erstmals zur Arbeit trug, fragte mich mein Boss mit frechem Grinsen im Gesicht, ob man mit 45 Jahren denn überhaupt noch so schulterfreies Zeug tragen dürfe. Natürlich reagierte ich wie es sich gehört mit gespielter Empörtheit, erst im Nachhinein kam mir die Antwort, die ich hätte geben müssen: “Wenn man so toll aussieht wie ich, dann darf man das” :-) Aber Spass beiseite, ne eigentlich trägt man mit 45 Jahren keine solchen Fummel und geht erst Recht nicht so zur Arbeit. Doch glücklicherweise bin ich nicht “man”, ich bin “ich” und wenn es etwas gibt, das mich auszeichnet und auf das ich stolz bin, dann ist es meine Renitenz, mich nicht mit “man” zu identifizieren und mich so entfalte, wie ich bin. Das mag manchmal übertrieben sein, manchmal unpassend, manchmal sonstwie unkorrekt – aber das bin ich und ich mag mich so – und ob die Welt dafür Verständnis hat oder nicht, ich gefalle mir so und ich fühle mich gut darin – auch deshalb kann ich nur sagen: Ich darf :-)

Weil wir es uns wert sind

So doof und manipulierend dieser Werbespruch auch ist, er spricht etwas an, das jetzt grad zum Thema passt. Diese Woche tauchte sonstwo die Frage auf, warum wir Mädels uns so rausputzen und die Vorstellung lag im Raum, dass wir das tun um den Jungs zu gefallen. Da musste ich widersprechen – das mag vielleicht stimmen, wenn wir auf der Jagd nach Lebenspartnern sind, dann wollen wir natürlich gefallen und nutzen die Möglichkeiten um uns in einem möglichst guten Bild zu präsentieren – aber im Normalfall tun wir das nicht für Andere, wir machen das hauptsächlich für uns selbst. Sich zu Kleiden ist immer auch Selbstentfaltung und diese dient immer auch dazu, dass wir uns in uns selbst heimisch fühlen – mehr als Anderen wollen wir uns selbst gefallen. Ich bin ein gutes Beispiel dafür, ich bin in einer festen Beziehung, habe also kein Interesse daran, Interesse zu wecken und meine Liebste wiederum liebt mich so wie ich bin, egal was ich anziehe. Trotzdem ist es mir wichtig, dass ich am morgen in den Spiegel sehen kann und ein gewisses Mass an Zufriedenheit ernte. Dieses Foto entstand beispielsweise gestern als ich zur Arbeit ging und den ganzen Tag allein dort war, ich wusste, dass mich niemand sieht, aber es tat einfach gut, mich so anzutüdeln – eben weil ich es mir wert bin :-)

Zurück zum Thema, das keines ist

Aber darüber wollte ich ja eigentlich gar nicht schreiben, das ist halt das Problem beim Brainstorm-Blogging, so wie ich das oft mache. Ich habe zwar meist eine Motivation zum Schreiben und damit ein angepeiltes Thema, aber wenn ich dann lostippe, dann sprudelts halt einfach aus meinem Kopf raus und was da raus kommt erstaunt öfters auch mal mich selbst. Trotzdem versuch ich jetzt wieder das Thema zu finden, jenes das eigentlich keines ist, ich will ja nur über die letzten zwei Wochen berichten und erklären, warum man von mir so nix liest. Neuer Versuch…….

Diablo, der kleine tote Drecksack

Seit ich Diablo 3 habe, spiele ich es auch täglich stundenlang. Unterdessen spiele ich das Spiel mit meiner Lieblingsfigur, der Zaubererin, bereits zum dritten Mal komplett durch, diesmal im dritten von vier Schwierigkeitsgraden, was mir ein grässliches Ableben im 5-Minutentakt einbringt. Doch langsam nimmt die Begeisterung ab, einerseits weil ich bald jeden Busch in Diablos Lande mit Namen kenne, anderseits auch weil so ein hoher Schwierigkeitsgrad auf mich mehr nervig als herausfordernd wirkt. Ich spiele so Spiele um Spass zu haben und nicht um etwas zu erreichen. Und wenn’s dann so schwierig wird, dann wird der Spass irgendwann zur Arbeit und das ist nicht mehr das, was ich unter Freizeitgestaltung verstehe. Wie auch immer, es war eine super spannende Zeit in der ich mehr Adrenalin in mir hatte als ein NavySeal während einem Kampfeinsatz. Aber die Begeisterung nimmt langsam ab und das ist gut so, so cool diese Zeit war, ich hab auch noch Wichtigeres zu tun als sowas………

Die NavySeals unter den Programmierern

…….. beispielsweise ackern, denn in meiner Firma brennt grad das Dach als hätte meine Zaubererin mal wieder Feuerbälle geschmissen. In einem Monat muss ein neuer Programmteil für eine Demo fertig sein auf Teufel komm raus und obwohl ich den Teufel resp. Diablo nun schon etwa 5 mal gekillt hab…… ähm, ne, anderes Thema……. jedenfalls sind wir noch weit entfernt von diesem Ziel und es ist realistisch gesehen unmöglich, dass wir bis dahin fertig werden. Das bedeutet einerseits, dass wir uns auf das Wichtigste konzentrieren müssen und es heisst auch, dass wir eine Zeit lang weit über unsere Kräfte hinausragen müssen – und das geht tatsächlich, zumindest eine gewisse Zeit lang. Ich mag so Druck, das Unmögliche zu erreichen wirkt auf mich immer belebend und motivierend und so weckt auch diese Phase in mir den Drang, über mich selbst hinauszuwachsen. Ich habe diese Fähigkeit, dass ich wenn nötig meine Leistung hochzuschrauben. Keine Ahnung wie genau ich das mache, es passiert einfach mit mir, wenn es sich aufdrängt. Doch so Hochleistungsphasen kann ich nur eine gewisse Zeit aufrecht halten, wenn in meinem Hirn der Turbo anläuft, dann bin ich zu enormer Leistung fähig, bin dafür aber am Abend ziemlich ausgebrannt und wenn ich das zu lange mache, brenne ich total aus. Mit sowas ist nicht zu Spassen, aber manchmal muss und darf es sein, solange man’s nicht übertreibt. Jetzt ist wieder so eine Zeit und ich gebe gerne ein paar Wochen lang all meine Energie in dieses Projekt, weil mir das Ganze wichtig genug ist. Aber es ist anzunehmen, dass ich dafür sonst kaum noch zu was komme, eben weil ich in der Regel am Abend einfach ausgebrannt bin. Dementsprechend dürfte die Diablo-Ära sich dem Ende neigen und auch sonst die nächsten Wochen nicht viel Kreatives von mir zu erwarten sein. Aber wir werden das Ziel erreichen, hol mich der Teufel wenn nicht ;-)

Diana als Korrektorin oder so

Vor einer guten Woche telefonierte ich nach etwa 20 Jahren erstmals wieder mit meinem Paten. Auslöser war eigentlich, dass er mir etwas Geld überwiesen hat, weil er von meinem Vater hörte, dass wir durch den Umzug und die Ungewissheit, bis wann Juliet einen Job findet, eine eher kritische Finanzsituation vor uns haben. An dieser Stelle nochmal herzlichen Dank, sowohl an meinen Götti (Pate) als auch Paps und Maya, die uns ebenfalls den Rücken stärken. Bei diesem Telefon kam etwas was mich echt aus den Schuhen gehauen hat. Mein Pate hat ein Buch geschrieben, etwas eher philosophisches im Themenbereich Lebenshilfe, wenn ich das richtig verstanden habe. Richtig verstehen kann ich das nämlich nicht, weil es französisch ist und ich damit überaupt nicht klar komme. Da sein Buch recht grossen Erfolg hat, wird es nun auf deutsch übersetzt und hier hängt der Hammer: Mein Pate fragte mich, ob ich diesen übersetzten Text nicht überarbeiten könne, weil ich doch so gut schreiben würde. Wow, was für ein Kompliment. Der Text wird von Profi-Übersetzern übersetzt und ich soll dem Text den letzten Schliff geben? Ich bin echt stolz darauf, dass er mich so einschätzt und mir sein Buch in die Hände drückt und ich bin auch stolz darauf, dass ich zur Veröffentlichung dieses Buches beitragen darf. Darüber wird es zu gegebener Zeit mehr zu lesen geben.

Besuch bei Papa

Boah hab ich heut Gedankensprünge, zuviel Strom auf der Leitung und so – jedenfalls gehn wir jetzt erst nochmal in die Vergangenheit. Letzten Samstag war ich mal wieder bei meinem Paps und Maya zum Essen eingeladen und wir verbrachten einen wunderschönen Nachmittag auf dem Balkon und schlabberten ein leckeres Fondue Chinoise, das vorallem deshalb so lecker ist, weil mein Paps die beste und brutalste und erbarmungsloseste Koblauchsauce der Welt macht. Ich liebe meines Gevaters Fondue mit seiner Killer-Knofi-Sauce so sehr, dass ich meistens damit verwöhnt werde wenn ich zu Besuch bin. Jedenfalls verbrachten wir einen superschönen Nachmittag und plauderten über sehr viele Dinge, auch über sehr persönliche Sachen. Alles in Allem war es ein super toller Tag und wir waren uns mal wieder viel näher als sonst und das will was heissen, weil wir uns auch sonst sehr sehr nah sind. Und so konnte ich einmal mehr mein Glück geniessen, so einen tollen und einfühlsamen Vater zu haben – und auch wenn ich immer von meinem Paps spreche, so ist damit eigentlich immer auch seine Frau Maya mitgemeint, die ihm in Sachen Verständnis und Liebenswürdigkeit in nichts nachsteht. Ich hab Euch Zwei echt lieb, das muss einfach mal herausposaunt sein :-)

Mal wieder die Süsse der Bedeutungslosigkeit

Überhaupt war dieser ganze Tag ein wahres Meer aus zuckersüssen Gefühlen. Schon der Hinweg war einfach genial. Da ich einiges auf meiner Todo-Liste hatte, das längst überfällig war, kombinierte ich die Reise dahin mit ein paar dieser Pendenzen und so gab es eine grössere Runde. Zuerst ging’s nach Zürich um dort eine Blutentnahme machen zu lassen um die Hormon- und Cholesterinwerte zu prüfen, dann ging’s weiter in meine Apotheke um die bald ausgehenden Hormone zu holen, von da aus dann in meinen Stamm-Makeup-Laden um mich mal wieder mit dem ebenfalls bald ausgehenden Makeup einzudecken, dann weiter an den Hauptbahnhof und weil ich dort noch etwas Zeit todschlagen musste, verirrte ich mich seltsamerweise in einen Chicoree Laden und fand dort ebendieses neue Lieblingskleid – dann holte ich mir ein lecker Strongbow-Cider (irischer Apfelwein), setzte mich in den Zug und versuchte Stephen Kings “Es” weiter zu lesen – erfolglos – weil ich so erfüllt war von Glücksgefühlen, dass ich mich auf nix konzentrieren konnte. Denn bei diesem ganzen Rundgang kam mal wieder das, was eigentlich nicht mehr so oft geschieht, ich war mir immer wieder bewusst, wie gut alles läuft, wie wenig ich auffalle und was für ein natürliches Leben ich unterdessen führen kann. Mein Leben ist unterdessen so selbstverständlich geworden, dass ich nur noch selten darüber nachdenke und gerne vergesse, wie schwer mein “neues Leben” zu Beginn war. Aber an so Tagen wie diesem wird mir das wieder bewusst, wenn ich durch verschiedene Stationen stöckle und überall feststelle, dass ich bei niemandem mehr Fragen aufwerfe, ich bin einfach nur noch eine Frau wie viele Andere. Wenn mir das mal wieder so bewusst wird und ich es so direkt erlebe, erfüllt mich das mit einem so ungeheuren Gefühl von Glück und Dankbarkeit, dass ich heulen konnte vor Freude. Wenn man soviel dunkle Zeiten erlebt hat wie ich und so lange keine Hoffnung hatte, jemals glücklich zu werden, dann ist es einfach umwerfend, wenn man immer mal wieder feststellt, dass das Unmögliche und Unvorstellbare längst Alltag geworden ist.

Zwei Dates nächste Woche

Und nächste Woche läuft’s auch wieder rund, denn abgesehen davon, dass ich wie oben erwähnt eben einen Programmier-Marathon für NavySeals-Programmierer absolvieren werde, bin ich gleich zwei mal eingeladen, zuerst an der Geburtstagsparty meiner ex-Logopädin, die ihre Freundinnen zum Geburtstag eingeladen hat und dann habe ich noch mit meiner ex-Freundin zum Essen abgemacht. Auf Beides freue ich mich enorm, die Geburtstagseinladung ist mir eine grosse Freude, weil ich mich erstens ehrlich gesagt etwas gebauchpinselt fühle, dass sie mich zu ihren Freundinnen zählt und weil sie eine wirklich tolle Frau ist vor der ich eine hohe Achtung habe und auf das Essen mit meiner ex-Freundin freue ich mich deshalb, weil sie eine meiner besten Freundinnen ist und wir uns sehr gut kennen und weil wir uns seit Monaten nicht mehr gesehen haben.

Wenn der Himmel näher rückt

Und über all dem schwebt der Himmel, der von Tag zu Tag näher rückt. Heute in drei Wochen fliege ich nach Hamburg und zwei Tage später fliegen wir zu Viert zurück, zwei Zweibeinkatzen und zwei Vierbeinkatzen – und von da an darf man mich “das glücklichste Mädel der Welt” nennen. Hier wie dort ist eigentlich alles Nennenswerte erledigt. Zweieinhalb Jahre führten wir diese Fernbeziehung und obwohl wir uns so wenig geben konnten in dieser Zeit, war es doch so viel, das wir empfangen durften. Ich kann es nachwievor nicht fassen, dass ich dieses süsse Ding bald jeden Tag für mich habe – inklusive zwei Katzen – ey wenn das kein Schnäppchen ist, was dann? ;-)

Ärger mit Lobbyisten und Psychiatern

Die einzigen Dinge die eigentlich so leckere Suppe des Lebens immer mal wieder versalzen sind Atom-Lobbyisten, die seit einigen Wochen wie Heurschreckenschwärme über Zeitungsartikel herfallen und eine Desinformationskampagne führen, die dem Wort “Hirnwäsche” in nichts nachsteht und auf der anderen Seite der nicht enden wollende Strom aus Medienartikeln über Transsexualität, in der ewiggestrige Psychiater und Sexologen ihre religiös anmutende Faktenresistenz breitwalzen, begleitet von transsexuellen Menschen, die sich nur zu gerne als persönlichkeitsgestörte Geschlechtswandler instrumentalisieren lassen, als hätte Selbstverleugnung und Selbstentwürdigung auch nur im Entferntesten etwas mit Selbstbestimmung zu tun. In beiden Fällen bin ich etwas ratlos. Bei den Atomlobbyisten liegt die Schwierigkeit darin, dass man sie zwar aufgrund ihrer Argumentationsweise erkennt, dass man aber nicht beweisen kann, dass dieser angeblich private Kommentarschreiber in Wirklichkeit ein PR-Profi mit Mandat der Atomindustrie ist. Und beim Trans-Thema ist man nicht weniger hilflos, weil die vermeintlichen Fachleute in der Öffentlichkeit einfach eine höhere Glaubwürdigkeit haben, auch wenn ihre Thesen noch so abstrus sind. Und nicht zuletzt entzieht es einem die Glaubwürdigkeit, wenn Betroffene sich vor den Karren dieser Psychopathologisierungsindustrie spannen lassen. Über all das wird es zu gegebener Zeit noch einiges hier zu lesen geben, ein Artikel über den “Geschlechtswandler-Mythos” ist eigentlich längst fast fertig, aber eben nur fast…………… deshalb, weil ich über all das noch nicht ausreichend schreiben konnte, verweise ich auf einen diese Woche erschienen Artikel, der mich auf 180 brachte. Das Interview mit dieser Psychiatrin zusammen mit meinem Kommentar darunter dürften einen kleinen Einblick geben, mit was für Irrsinn ich mich herumärgern muss:
Bayerische Staatszeitung – Fremde in unserer Gesellschaft

Doch so gross der Ärger über die Desinformation in diesen zwei Themen auch ist, so wenig lasse ich mir meine ansonsten gute Laune vermiesen von so Pappnasen. Denn ey, wer so eine Verlobte hat und solche Freundinnen und so einen spannenden Job und so einen coolen Daddy und so ein tolles Kleid und wer dann auch noch Zaubererin auf Level 46 ist, kann sich nur glücklich schätzen – bekloppt aber glücklich :D

So und jetzt – Ihr ahnt es sicher bereits – geht’s ab in die Badewanne – und während ich dort lieblichem Gesang lausche, überlasse ich Euch diesem Song, ein Oldie aus 1977, der soviel Energie verströmt, wie ich brauche wenn ich eben mal wieder auf Höchstleistung laufen muss – Musik von damals, wie Mick Jagger sagen würde, Musik die noch mit dem Arsch gemacht wurde – enjoy ;-)

http://www.youtube.com/watch?v=x21uw543HVk

Nur mal kurz – mit dem Teufel im Genick

Bevor ich am Donnerstag zum letzten Mal ein Hamburger Kuschelweekend mache, möchte ich hier noch kurz ein Lebenszeichen geben – mit Betonung auf kurz – denn der Teufel sitzt mir im Genick und obwohl ich ihn bereits dreimal besiegt habe, kommt er doch immer wieder – glücklicherweise :-)

Diablo – das Spiel des Teufels

Ich will ja längst einen ausführlichen Blogbeitrag schreiben über das mich grad süchtig machende Spiel “Diablo 3“, theoretisch hab ich sogar längst damit angefangen, aber eben weil das Spiel so süchtig macht, komm ich einfach zu gar nix mehr (vorallem als Zauberin). Echt, wenn ich am Feierabend heim komme, dauerts meist nur wenige Minuten bis ich wieder am Dämonen jagen bin, um halb Neun gibts dann meist Blabla mit Juliet bis etwa halb Elf und dann wird in der Regel nochmal 1-2 Stunden weiter gezockt. Üüüüüüübelst sag ich Euch. Wer mit dem Gedanken spielt, Diablo 3 zu spielen, dem sei gesagt: Pfoten weg! Das Spiel ist so cool, dass man kaum noch leben kann neben der Spielerei :-) Zugegeben, meine aktuelle Masslosigkeit im Spielen hat sicher auch damit zu tun, dass Juliet in einem Monat zu mir kommt und ich dann weiss Gott Schöneres zu tun habe als Mäuse festzuklammern – dann wird nämlich erst mal ein paar Monate oder Jahre lang an Schatzi geklammert. Und so kann ich halt nicht anders als die Zeit noch zu nutzen und soviele Monster auszuradieren wie möglich – man gönnt sich ja sonst nix :D

Die sechs Jahreszeiten

Apropos Hölle, der Sommer hat ja endlich so richtig angefangen und dementsprechend geniesse ich natürlich den sommerlichen Bekleidungsrausch am frühen morgen vor dem Kleiderschrank. Trotzdem – eben deshalb Hölle – kam ich nicht umhin, diese Woche die Jahreszeiten neu zu definieren, denn entgegen der weitverbreiteten Meinung gibt es sechs Jahreszeiten. Es gibt Winter, Frühling, Frohsommer, Hölle, Spätsommer und Herbst. Ne echt, auch wenn ich da einmal mehr vom Mainstream abweiche, aber alles was über 25 Grad ist empfinde ich als höllisch. Es scheint wirklich so, dass ich ein Nordlicht bin, für mich sind Idealtemperaturen zwischen 15 und 25 Grad, schon ab 12 Grad trag ich kurzärmlich und ab 25 Grad laufe ich aus wie ein Wasserfall. Buäk sag ich da nur. Kalt zu haben ist ja ok, dann kann ich mich wärmer anziehen. Aber wenn ich sogar im kurzen und luftigen Sommerkleidchen schwitze wie n’Ochse, dann ist das für mich nicht mehr Sommer, dann ist es einfach nur noch grusig. Und genau das erlebte ich am Montag während dem Mittagessen in der Gartenlaube eines Restaurants, trotz Halbschatten war ich patschnass anschliessend. Muss wohl meine Wikinger-DNA sein, für mich sind hohe Temperaturen jedenfalls nix, aber sowas von überhaupt nix.

Letztes Kuschel-Weekend in Hamburg

Jauh und morgen isses wieder soweit und ich flattere nach Hamburg – zum letzten Mal sozusagen. Naja stimmt nicht ganz, denn erstens werden wir Juliets Mama natürlich weiterhin ab und zu besuchen und zweitens flieg ich Anfang August nochmal dahin um Juliet samt Katzen abzuholen. Aber es wird das letzte der legendären Kuschelweekends sein und das ist ein schaurig gutes Gefühl. Dann noch rund 5 Wochen ausharren und dann hab ich meine Süsse hier bei mir und geb sie nie nie nie niemal nicht wieder her – im Fall :-) Dieses Weekend wird so das Wetter will ein kleines Highlight, denn ausgerechnet dieses Wochenende finden in Hamburg die “Harley Days” statt, ein Anlass an dem gefühlte Zigmilliarden Harleys zu bestaunen sind – eine Gelegenheit die wir uns natürlich nicht entgehen lassen – eben sofern das Wetter uns den Weg ebnet.

Umzugsvorbereitungen fast abgeschlossen

Unsere Umzugsvorbereitungen sind unterdessen so ziemlich abgeschlossen, die deutsche Bahn resp. DB-Schenker übernimmt den Transport von Tür zu Tür, die Katzen sind geimpft und gechipt und bei meiner Verwaltung erfolgreich beantragt, Kisten sind gepackt, es fehlen nur noch ein paar Kleinigkeiten wie das Bestellen neuer Türschilder und so Kram. Aber alles Umständliche oder Unklare ist nun vorbei, noch etwas “Tüdelkram” und wir sind ready :-)

Joooohhhh, das wär’s dann mal wieder, das Böse ruft und irgendjemand muss nunmal den Scheiss mit der Weltrettung machen, tu ich’s nicht, tut’s gar niemand, also muss sich Diablo weiterhin warm anziehen – girls power eben ;-)

Also wünsch ich allseits ein schönes Wochenende, ich werde frühstens nächsten Dienstag wieder online sein – eben Liebe und kuscheln und so, Ihr wisst schon :D

Stay strong!
Stay true!
Express yourself :D

Einzugsvorbereitung und Weltenrettung und so

Momentan muss ich mich etwas kurz fassen, muss grad noch kurz Welten retten gehen und so, aber wenigstens mal in Kürze die Würze äh das Neuste……..

Einzugsvorbereitungen mit Juliet

Das Schönste vorab, Juliet war über Pfingsten bei mir und wir ackerten das ganze Weekend durch. Einerseits haben wir das Wohnzimmer komplett umgestellt, was vorallem wegen der Kabelage hinter dem TV eine Mordsarbeit war, anderseits haben wir Platz geschaffen, hauptsächlich im Kleiderschrank. Und das war eine noch grössere Herausforderung als die Kabelage hinter dem TV und das will was heissen ;-) Mein Schrank ist ja trotz seiner beeindruckenden Grösse prallvoll, nicht zuletzt weil mich eine meiner besten Freundinnen schon mehrmals sackweise mit Kleidern versorgte. Und da Juliet ja auch nicht ständig nackt rumlaufen kann – so sehr mir das gefallen würde – mussten wir meinen Kram aussortieren. Das Resultat war doch recht befriedigend, so an die dreissig Kleiderbügel konnten wir freimachen, sie konnte ihren ersten Koffer einsortieren und hat immer noch genug Platz für den Rest – oder ich hab Platz um neue Kleider zu kaufen :D Das Schöne an der ganzen Sache ist, dass es nun erstmals unsere Wohnung ist, es ist nicht mehr Meine und sie ist zu Besuch, wir wohnen jetzt beide da, auch wenn sie jetzt nochmal für 2 Monate zurück nach Hamburg geht. Und das spürte ich dann auch deutlich als ich vom Flughafen zurückkam. Die gewohnte Depression kam nicht, das Eintreten in unsere nun gemeinsame Wohnung hinterliess ein ganz anders Gefühl, ich war nicht wieder allein in meiner Wohnung sondern in unserer Wohnung, die wir angefangen haben einzurichten und Juliet ist halt nur grad nicht zuhause. Echt, es war ein ganz anders Gefühl, ein gutes Gefühl, ein seeeehr Gutes :-)

Diana brutzelt das Teufelspack

Ansonsten komme ich aber zu gar nix, weil ich nebst den Umzugsvorbereitungen vorallem damit beschäftigt bin, abertausende von Monstern abzufackeln und mit Blitzen und Eisnebel zu plätten. Das neue und so lang ersehnte Computerspiel “Diablo 3” hält was es verspricht, es ist sowas von gut, dass der Suchtfaktor weit über dem Zumutbaren ist. Da mag es noch so ein Uhr nachts sein und man mag noch so müde sein, noch schnell diesen Keller aufräumen und Schatztruhen plündern, noch schnell diesen Boss-Gegner plätten, noch schnell die neu erworbenen Zauberkräfte ausprobieren…….. *seufz*…….. und wenn man’s dann doch endlich ins Bett schafft und schon bald darauf der Wecker des Todes klingelt, hat man keine Feuerbälle um den auch gleich niederzumetzeln. Ich muss Euch echt etwas mehr über diese verrückte Spielwelt erzählen, aber eben, mir fehlt die Zeit, kommt aber bestimmt noch ;-)

Verbrutzelte Atomreaktoren

Apropos Teufelspack und Feuerbälle – heute hat das Schweizer Bundesgericht einen ersten Entscheid gefällt zum Schrottreaktor Mühleberg: Ein Zwängel-Gesuch der BKW wurde abgelehnt und das dürfte defintiv das Aus sein für diese Atomkrücke. Und damit zeigt sich einmal mehr, dass wir UmweltschützerInnen halt letzten Endes eben doch Recht bekommen. Schon vor über einem Jahrzehnt lag ich im Greenpeace-Overall an diesen Schrottreaktor angekettet und protestierte dagegen, dass diese Lotterkiste trotz Rissen im Reaktorkernmantel weiter betrieben wird. Während ein Auto in Millionenhöhe haftpflichtversichert sein muss und schon das kleinste Rostfleckchen vom Strassenverkehrsamt beanstandet wird, dürfen AKWs auch mit Rissen im sicherheitsrelevantesten Teil der Anlage weiter betrieben werden und das während nicht mal ein Prozent eines möglichen Schadens versichert ist. Remember – die nicht versicherten Kosten eines nuklearen Super-GAUs wären in etwa eine halbe Million pro Kopf – haben wir ja in der Portokasse ;-) Dieser Fall zeigt mal wieder, dass es sich eben doch lohnt, gegen Windmühlen anzurennen und aussichtslose Kämpfe zu führen – auch wenn es nebst unserem jahrelangen Einsatz auch noch Tscherobyl und Fukushima brauchte um zur Vernunft zu kommen, am Ende stehen wir doch endlich vor dem Atomausstieg. Apropos Fukushima, an der amerikanischen Küste sind nun auch schon die ersten radioaktiv verseuchten Thun-Fische aufgetaucht – natürlich gesundheitlich vöööööööllig unbedenklich.

Gentech-Pflanzen des Grauens

Apropos auf dem Teller und Grossrisikotechnologie – ebenfalls heute meldet das Wissenschaftsmagazin “Spektrum der Wissenschaft” von einer neuen Studie die zeigte, dass der genmanipulierte Bt-Mais bereits zu Resistenzen führt. Nein, echt? Es dürften ungefähr 15 Jahre her sein, dass ich nebst einer Unzahl an Leserbriefen und Forendiskussionsbeiträgen meine erste Webseite erstellte, in der ich unter Anderem auch kurz erklärte, weshalb der genmanipulierte Bt-Mais Resistenzen fördern würde und damit Bio-Bauern ihr natürliches Bt-Protoxin nicht mehr verwenden können. Wir hätten keine Ahnung, sagten damals diejenigen die uns glauben machen wollten sie hätten Ahnung – so wie die Atömler uns einredeten, ein atomarer Super-GAU käme nur alle 10’000 Jahre einmal vor. Und einmal mehr hatten wir Recht, wie bereits bei unserer Befürchtung, dass der Einsatz von Antibiotikaresistenzgenen in der Gentechnik das Aufkommen antibiotikaresistenter Keime fördern würde. Auch wenn ich in all diesen Themen lieber nicht Recht behalten hätte, so bleibt doch wenigstens die Hoffnung, dass die Technologiegläubigkeit und der Machbarkeitswahn des modernen Menschen durch solche Erkenntnisse doch irgendwann mal etwas bescheidener wird.

Und weiter ballern

So und jetzt muss ich weiter, der dritte Akt von Diablo wurde gestern von mir eröffnet und da tummeln sich grad mehr beängstigende Kreaturen als an einer SVP-Albisgüetlitagung, ich werde also dringend gebraucht ;-)

Da iss echt was los, sach ich Euch :-)

Nachdem ich letzte Nacht bis vier Uhr das neu erschiene Computerspiel Diablo 3 spielte und heute a bisserl arg teiggig aufwachte, überrascht es mich doch, dass ich dann schon bald nach dem Frühstück (3 Kaffees) zu Bloggen anfing wie blöd. Begleitet von der ebenfalls diese Woche erschienen ersten CD des Schweizer “Supertalents” Eliane, haute ich in die Tasten als gäbe es eine Welt ausserhalb von Diablo 3. Aber das ist eher eine Ausnahme, denn meist bin ich in letzter Zeit absorbiert durch so Manches, ich versuch das jetzt mal schnell zusammenzufassen.

Juliet kommt, eieieieieiei

Da juliet Anfang August hier einzieht, muss ich natürlich Platz schaffen, denn meine kleine Wohnung ist bisher nur für eine Person ausgelegt und die nutzte ich bisher grosszügig. Nun muss alles etwas näherrücken, beispielsweise Bücher im Buchregal zweireihig hintereinander und so Spass. Das gibt ne Menge Arbeit, immer zwischendurch mal wieder etwas. Und davon kriegt man Muselkater, sag ich Euch, meine Nerven. Wer wie ich körperlich nix anderes macht als auf dem Bürostuhl zu sitzen oder auf dem Sofa zu liegen, der hat keine Muskeln mehr, da ist jede ungewohnte Bewegung eine Herausforderung. Und wenn ich da so ein bis zwei Stunden vor einem Bücherregal herumturne und dies nach dort und das nach sonstwo verschiebe, fühl ich mich am nächsten Tag meist als hätte ich n’Marathon gemacht.

Diana rettet mal wieder eine Welt

Nach monatelangem Warten war es diese Woche endlich soweit und das langersehnte Spiel “Diablo 3” wurde vom Stapel gelassen. Diablo ist die Urmutter der Art von Fantasyspielen, die ich so liebe. Dementsprechend waren die Erwartungen riesig und zusammen mit Millionen Anderer lauerte ich auf den Release. Die letzten Tage habe ich mich nun dort etwas eingelebt und werde demnächst mal darüber hier berichten. Aber fürs Erste raubte das Spiel die Zeit wie ein Staubsauger den übersehenen Hamster – oder wie im Spiel, Feuerball, wusch und weg :-)

Eliane – das Supertalent das Dianchens Herz zum schmelzen bringt

Ne quatsch, so richtig zum Schmelzen bringt mein Herz nur Juliet :-) Aber auch Musik kann berühren und erschüttern und das Schweizer Supertalent 2012 gehört zu diesen seltenen Musikern. Schon beim Casting war ich hinundweg und als Eliane Müller dann eins meiner Lieblingslieder “Ran” von Leona Lewis sang, hatte ich feuchte Augen. Diese Woche kam nun ihre erste CD raus, die ich bereits vorbestellt hatte und die ist einfach Hammer. Etwa die Hälfte der Songs sind genau in diesem gefühlsvollen Stil den ich so mag, der Rest sind zwar auch schöne Lieder, aber es ist nicht das was ich an dieser Sängerin so liebe, dieses Mega-Gefühls-Dingens. Ich wollte schon während der Sendung über sie schreiben, hab damit sogar bereits begonnen, aber bisher habe ich es noch nicht geschafft – folgt demnächst, hoff ich mal ;-)

Zum Schreiben gedrängt

Und immer wieder tauchen Themen auf, die mich drängen zu schreiben. Unterdessen sind über 80 Entwürfe in diesem Blog gespeichert, die darauf warten, dass jemand sie fertig macht – oder anfängt – weil es teils erst Titel sind. Auch heute war wieder grosse Schreiberei angesagt und auch heute ist nicht alles fertig geworden. Der Beitrag über Transphobie etc. war schon lange geplant, aber erst heute drängte es mich genug dass ich den Text schrieb. Dann ist ein Weiterer fast fertig geworden, eine grössere Sache über den “Geschlechtwechseler-Mythos” und die “Existenz-Leugnung transsexueller Menschen”. Vermutlich geht der nächste Woche raus, die restlichen Achzig, naja, was weiss ich :-)

Wenn ich mir mein Geschriebenes so ansehe, wirkt das auf mich gar nicht so als ob da so viel läuft – aber ich schwör’s, es ist echt viel :-) Apropos, den Druck des letztjährigen Tagebuch sollte ich auch endlich mal *seufz* und die Steuererklärung ist auch überfällig……….. ach…………

So und jetzt geh ich noch etwas Diablo spielen, in zweieinhalb Stunden ist Blabla-Zeit mit Schatzi, da lohnt sich eine kleine Reise ins Land der blitzschleudernden Zaubererinnnen – wusch und weg ;-)

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