Politically incorrect since 1966

Endlich zusammen – Juliet zieht in die Schweiz

Irgendwann wird es geschehen, das Wunder hier auf dieser Erde…
und eine Stimme sagt: Es werde ein neuer Tag.
(Illuminate – ein neuer Tag)

Seit über 2 Jahren führen Juliet und ich eine Fernbeziehung und sehen uns nur etwa 4-5 Tage pro Monat, viele Male haben wir vorgeschwärmt wie schön unsere lang ersehnten Wochenenden waren und genauso oft jammerte ich über die dazwischenliegende Zeit der Sehnsucht und Entbehrung. Die ganze Zeit gab es vorallem eines, das uns Kraft gab und das war die Gewissheit, dass wir irgendwann zusammenziehen würden. Nun erfüllt sich dieser Traum resp. wir erfüllen ihn, Anfang August zieht Juliet samt ihrer zwei Katzen zu mir – es ist vollbracht :-)

Geplant war es eigentlich ganz anders. Da Juliet aus mehreren Gründen viel mehr mit Hamburg verbunden ist als ich mit meiner Heimat, war der Plan ursprünglich, dass ich irgendwann nach Hamburg ziehe. Ein Szenario war, dass ich übergangsweise hinundher pendle, weil ich an meinem jetzigen Job sehr hänge. Juliet hat in einem eigenen Blogbeitrag darüber ja schon genug geschrieben, jedenfalls gab es da mehr Hindernisse als uns lieb waren, nicht zuletzt die Hamburger Wohnungssituation. So drängte sich dann immer mehr die Frage auf, ob wir fürs Erste nicht das Gegenteil tun, Juliet also hierher kommt. Nach über zwei Jahren unausgeglichenen Sehnsucht-Kuschel-Verhältnisses war der Druck dann doch gross genug und nach einem letzten Stubs meines Vaters kamen wir dann zum Schluss, dass wir nun wirklich des Sehnens müde sind und halt den Plan ändern – wir sind ja schliesslich flexibel genug um den Bedürfnissen des Schicksals nachzukommen.

Nun wird sie also im August hierher kommen und hier auf Jobsuche gehen. Wenn das soweit klappt, werden wir sicher mal die nächsten paar Jahre hier bleiben und dann nochmal über die Bücher gehen. Vielleicht gefällt es ihr ja bis dahin so gut, dass sie gar nicht mehr zurück will oder wir wollen zurück oder wir gehen nach Irland oder Grönland oder auf den Mond, wir sind ja wie gesagt flexibel ;-)

Die Zukunft ist mir persönlich momentan grad sowas von egal. Ich bin im siebten Himmel, weil ich weiss, dass ich bald tatsächlich im 7. Himmel sein werde. Noch gute zwei Monate und die Zeiten sind vorbei, in denen ich tagtäglich allein ins Bett gehe, allein dort wieder aufwache, mich allein am morgen in den Tag tüdle, am Abend wieder in eine leere Wohnung gehe – vorbei sind die Zeiten, in denen ich zwanzig Tage am Stück weder geknutscht noch geknuddelt werde, vorbei die Zeiten, in denen mein Badetuch das Einzige ist was mich streichelt :-)

Boah was werden wir uns geniessen, meine Güte :-) Und wir haben schon tausend Pläne, angefangen von der Einrichtung der Wohnung bis zu dem was wir unternehmen wollen, von Pubbesuch über Unternehmungen mit FreundInnen bis hin zu Ausflügen. Endlich werden wir genug Zeit haben um all das zu machen, was man eigentlich machen würde, was wir aber nur selten taten, weil die paar kurzen Tage die wir einander hatten einfach zu wertvoll waren, weil wir nicht anders konnten als einfach auf dem Sofa aneinander zu kleben. Es beginnt ein ganz normales Beziehungsleben – naja – so normal wie ein DuoInfernale sein kann.

Das Duo Infernale zusammen? Tagtäglich? Uiuiuiuiuiuiui das kommt gut, meine Nerven. Das Bild zu diesem Blogbeitrag passt wie Arsch auf Eimer, würde meine Hamburgerin da sagen, das wird wirklich ein Feuerwerk des Verrücktseins.

Nun bleibt nur noch zu empfehlen, das Zürcher Oberland die nächsten paar Jahre grossräumig zu umfahren. Die zwei verrücktesten Mädels der Welt sind nun an einem Ort vereint – der Wahnsinn hat eine neue Dimension :D

Langer Rede, dummer Sinn……. ich bin sowas von glücklich :-)

http://www.youtube.com/watch?v=0VrxbWp9n3E

Schmetterlinge, Feuerbälle, Muskelkater und so Kram

Ja hallo mal wieder :-) Nach längerer Pause sollte ich mich hier wohl mal wieder melden, auch wenn es nicht allzuviel zu erzählen gibt. Das ist das Schöne daran, wenn man endlich glücklich sein kann und der Alltag weder Überlebenskampf noch euphorisierendes Neuland. Da ist nicht mehr viel Spektakuläres und gerade das ist das Spektakuläre. So ist das Gute in meinem Leben gleichzeitig auch ein wenig das Schlechte im Blog, es drängen sich kaum noch Themen auf und das macht das Blog still. Um meinen Vater zu zitieren: Wenn es hier ruhig ist, können sie davon ausgehen, dass es mir super geht – stimmt :-) Zwar gibt es eine Reihe von Themen über die ich schreiben möchte, aber all das sind entweder Themen die viel Zeit verlangen (die ich mir momentan nicht nehmen möchte) oder sie sind zu ärgerlich (was ich mir momentan nicht zumuten möchte. Trotzdem gab’s da natürlich…………

Diana im Reich der Schmetterlinge

Das Erst-Mai Wochenende verbrachte ich von Mittwoch Abend bis Mittwoch Morgen in Hamburg – so wie immer, mit Juliet herumliegend – und doch nicht ganz wie immer, denn ausnahmsweise verliessen wir das Sofa mal einen Tag lang und gingen in den lang ersehnten “Garten der Schmetterlinge” (siehe auch dieses Video). Wow war das schön, sag ich Euch. Seit Jahren möchte ich mal hier in der Schweiz den Schmetterlingspark “Papiliorama” anschauen aber weil der eine mehrstündige Zugfahrt entfernt ist, kam es nie dazu. Und da der Hamberger nur eine Stunde von Juliet entfernt ist, gingen wir also dahin – und Diana stand strahlend inmitten von rudelweise herumflatternden Schmetterlingen und gab sich der totalen Verzückung hin. Das muss man einfach mal erlebt haben, diese teils recht grossen Schmetterlinge umswirren einem wie zauberhafte Elfen, da ist man wie in einer anderen Welt.

Schmetterlinge verursachen höllischen Muskelkater

Der Weg dahin bestand aus einer Zugfahrt und einem eineinhalb Kilometer langen Spaziergang durch einen Wald zum Schmetterlingshaus. Zusammen mit der Fussstrecke zuhause zum Bahnhof und dem herumlaufen im Park waren das an die fünf Kilometer – teilweise über holprige Waldwege. Schlau wie ich bin, kaufte ich mir im Vorfeld extra dazu ein paar neue Schuhe – ohne Absätze *schauder* – und ich glaubte, ich würde so die Wegstrecke gut überstehen – denkste – die nächsten Tage stolperte ich in der Wohnung herum wie ein angefahrener Kranich und jede Bewegung war von schauerlichem Gejammer begleitet, das wieder begleitet war durch Gekicher von Juliet und Mama – diese Biester – boah ich hatte einen Muskelkater in den Waden wie noch nie in meinem Leben – und nun weiss ich definitiv, absatzlose Schuhe sind des Teufels, aber sowas von ;-)

Feuerbälle schmeissen in Amalur

Ansonsten liege ich gern rum und geniesse das Nichtstun – oder spiele ein paar Stunden pro Woche das neue Fantasyspiel “Kingdoms of Amalur“, in dem ich mal wieder als feuerballschmeissende und mitblitzenumsichwerfende Elfe unbekannte Welten rette. Uiiiiii macht das Spass :-) Unterdessen hat sich meine Spielfigur (also ich selber) von einer Zauberanfängerin zu einer richtig mächtigen Zaubererin gemausert und wenn mir dort zuviele Blickredakteure äh Kobolde auf die Pelle rücken, kann ich mit einem einzelnen Tastendruck einen riesigen Feuerregen auslösen der alles was um mich rumsteht in Schutt und Asche legt – girls power vom Feinsten :-) Ich muss mich da aber jetzt wirklich beeilen, um diese Welt dort zu retten, denn am 15. Mai kommt nach jahrelanger Warterei endlich “Diablo 3” heraus, auf das ich und ein paar zigtausend Milliarden ComputerspielerInnen weltweit mit mir – und dann dürfte ich mal für ein paar Wochen relativ häufig nicht in dieser Welt hier zu finden sein, denn dieses Spiel müsste der Hammer werden :-)

Die Forentrolle können mich mal

Was meine alltäglichen Ärgernisse in den Medien und noch mehr in deren Kommentarspalten anbelangt, ist überraschend viel Ruhe eingekehrt in meinem Inneren. Ich lese zwar so Einiges nachwievor und staune täglich wieder Bauklötze ob der menschlichen Unvernunft die mir im Speziellen in Boulevard-Kreisen entgegenkichert, aber ich reg mich kaum noch darüber auf, der einstigen Wut ist eine Art mitleiderfülltes Staunen gewichen. Irgendwie kann ich den ganzen Quatsch der sich aus dieser Gesellschaft heraus über die Welt ergiesst einfach nicht mehr ernst nehmen – und das nimmt mir den Druck weg, der mich glauben macht, ich müsste mich überall einmischen und belehren – und so bleibt mir endlich wieder vermehrt Zeit um gemütlich und unbeschwert herumzuliegen oder eben mal ein paar Feuerbälle um mich zu schmeissen :-)

In stiller Erwartung einer zauberhaften Zukunft

Ansonsten führen Juliet und ich unsere täglichen 2 Stunden Videogespräche und träumen und planen vor uns hin – wenn wir denn nicht grad wie meist am Rumblödeln sind. Doch zu Träumen und zu Planen gibt es derzeit mehr als genug, denn bei uns tut sich was in absehbarer Zeit, etwas schaurig Beglückendes – ne wir sind nicht schwanger und im Lotto haben wir auch nicht gewonnen – besser, viel besser :-) Aber was wie wo und warum behalten wir noch für uns, Ihr dürft gespannt sein, da kommt Licht in die Welt, gaaaaanz viel Licht :-)

So und jetzt geh ich in die Badewanne, ist ja wieder sonntäglicher Ruhetag, man gönnt sich ja sonst nix ;-)

Spass reloaded – Wider aller Ernsthaftigkeit

Die letzten Woche war hier Funkstille, einerseits weil wir Ferien hatten und gleich anschliessend nochmal ein gemeinsames Oster-Wochenende (wie hier berichtet), anderseits war ich sehr mit mir selbst beschäftigt. In letzter Zeit habe ich ja oft davon erzählt, dass mich die “Öffentlichkeitsarbeit” mehr aufreibt als gesund wäre und dass ich Wege finden muss, mich von all dem Kram etwas zu distanzieren.

Mein tiefsitzendes Gefühl, die Welt aufklären und aufrütteln zu müssen, drängt mich ständig dazu, die Welt mit Argusaugen zu beobachten und mich überall zu Wort zu melden und dabei verheize ich mich innerlich komplett. Das war früher schon immer so, damals als ich nicht mich selbst leben durfte, damals war die Energie so auch gut eingesetzt, ich hatte ja eh kein eigenes Leben das zu leben es wert gewesen wäre. Die letzten Wochen dachte ich über all das oft nach und verschiedene Impulse drängen mich nun in eine ganz neue Richtung, wie ich meine eine wirklich Gute.

Zeit um zu leben

Es gibt Zeiten zu kämpfen und es gibt Zeiten zu leben und zu geniessen. Ersteres habe ich lange genug getan, Zweiteres wäre gerade in Anbetracht meiner endlich durchkämpften Freiheit mehr als angebracht. Deshalb scheint es mir das einzig Richtige zu sein, dass ich mich bewusst etwas von der Welt da draussen abwende und meinen Fokus wieder viel mehr mir und meinem eigenen Leben zuwende. Ich möchte versuchen, meine Nase für eine längere Weile aus den Medien herauszuhalten und wie schon früher mal vorgenommen, nun wirklich mehr agiere als reagiere.

Eine andere Sichtweise

Nachdem ich mich in den letzten Monaten enorm aufgerieben habe wegen tausend Themen, die mir nahe gehen, in denen ich immer wieder mit Dummheit oder Grausamkeit konfrontiert wurde, wurde mir immer mehr klar, dass es so nicht gehen kann, ich kann nicht die ganze Welt “verbessern”. Genau in dieser Zeit bekam ich von einer lieben Freundin einen Buch-Tipp, ich sollte “Eine neue Erde: Bewusstseinssprung anstelle von Selbstzerstörung” von Eckhart Tolle lesen, das könne meinen Blick in eine etwas bessere Richtung lenken. Und in der Tat, dieses Buch spricht viel von dem an, worüber ich mir in letzter Zeit Gedanken gemacht habe. Zusammen mit anderen Impulsen die alle in dieselbe Richtung drängten, landete ich durch ebendieses Buch vor eine Frage, die mir zu denken gab: Ich kämpfe die ganze Zeit, mal siege und mal verliere ich, falle nieder, steh wieder auf, kämpfe weiter……… aber wo ist eigentlich der Krieg?

Die Unbewusstheit als Schlüssel zum Verständnis

Diese Gedanken sind noch nicht zuende gedacht, aber es zeichnet sich immer mehr ab, dass das einzige Problem das es gibt, die Unbewusstheit der Menschen ist. Aber wenn das was ich an vielen Menschen so kritisiere und die daraus resultierenden Gedanken, die ich bekämpfe, wenn all das eigentlich nur eine Folge von der Unbewusstheit so vieler Menschen, dann gibt es keine Gegner und keine Feinde, es gibt nur Opfer, die ihr Umfeld mitbelasten – sofern man sich davon belasten lässt.

Das mit der Unbewusstheit muss ich in einem späteren Beitrag detailiert beschreiben, wichtig ist momentan nur, dass mich diese Sichtweise in die Lage versetzt, diesen kollektiven Irrsinn der mir aus dieser Gesellschaft immer wieder ins Genick springt, nicht mehr so ernst zu nehmen wie ich es bisher getan habe. Es macht keinen Sinn, auf Menschen wütend zu sein, nur weil sie sich nicht bewusst sind, was für ein Leben sie führen und wiesehr sie Sklaven ihrer ego-zentrierten Denkweise sind.

Das Leben ist zu wertvoll um es nicht wirklich zu leben

Über all das möchte ich weiter nachdenken, es scheint mir der Schlüssel zu Vielem zu sein. Aber ich möchte mich davon nicht mehr kontrollieren lassen, dazu muss ich es loslassen, diesen Drang, die Welt zu verbessern und aufzurütteln – und vorallem muss ich die Illusion loslassen, ich könnte dabei auch noch erfolgreich sein. Und mehr als all das, bin ich es meinem Leben wirklich schuldig, dass es in vollen Zügen gelebt wird, was inmitten von Schlachtfeldern nicht möglich ist.

Und so entsteht jetzt gerade ein neuer Vorsatz in meinem Leben, eine neue Zielrichtung, eine die ich während der ersten zwei Jahre meiner “Transition” eigentlich verinnerlicht hatte, die ich erst wieder verliess, als ich ganz in meinem Leben ankam und wieder Zeit hatte, die Welt da draussen zu beobachten.

Dem Lachen wieder Raum geben

Gestern kamen Juliet und ich telefonierenderweise auf ein Thema aus der Vergangenheit und dabei blätterten wir im alten Tagebuch herum und Juliet las mir kichernd einzelne Teile davon vor – und mir wurde wieder bewusst, wie sehr ich mich von meiner damaligen Lebenslust und Lebensfreude entfernt habe, wie ernsthaft und kämpferisch mein Leben doch wieder geworden ist.

Und mich überkam eine unbändige Sehnsucht, mich wieder von diesem Gefühl und dieser Zielsetzung beflügeln zu lassen, den Blick wieder in mein eigenes kleines Leben zu verschieben und wieder zu tun, was ich doch so sehr geniesse.

Wider der Ernsthaftigkeit

Das soll nicht heissen, dass mir jetzt alles da draussen egal ist und ich mich nirgends mehr einsetze, keine Sorge. Aber es soll wieder Nebenschauplatz in meinem Leben sein. Es gilt nun die beengende Ernsthaftigkeit wieder aus meinem Denken zu verbannen und wieder vermehrt in die Unbeschwertheit einzutauchen, wieder häufiger das Lachen in meinem Gesicht verweilen lassen ohne dass es von hinter mir lauernden Sorgen weggefegt wird.

Also versuche ich es, mich der Ernsthaftigkeit des Lebens wieder etwas zu entziehen und mich wieder treiben zu lassen. Das wird sich wohl auch auf dieses Tagebuch auswirken, weil es ja immer Spiegelbild meines Lebens ist. Somit lade ich Euch mit ein, der Ernsthaftigkeit etwas abzuschwören, wir sollten uns echt wieder mal über die Komplexität des weiblichen Schuhkaufs Gedanken machen, darüber habe ich nämlich grad aktuell was zu erzählen ;-)

So und jetzt geh ich in die Badewanne, mit nem kühlen Bierchen und verträumter Musik – man gönnt sich ja sonst nix :-)

Ein vergnügter Sommeranfang samt Stressresistenz

Es gibt Leute, die sagen, ich sei verrückt, andere halten mich für irre – wisst Ihr was? Sie haben alle Recht und das ist auch gut so – nicht, dass sie Recht haben sondern dass ich verrückt genug bin um mein Leben zu leben, auch wenn’s manchmal etwas bekloppt ist.

Und so kam heute mal wieder einer dieser Tage, an dem ich unerklärlich vergnügt aufstand, mich antüdelte, vor den Kleiderschrank in Achtungsstellung ging und weiss der Kuckuck was in meinem Kopf vorging……..

……. und meine biologische Uhr schaltete auf Sommer, meine Laune auf Sommerlaune, mein Übermut näherte sich dem eines Fohlens das zum ersten Mal auf der Weide rumhopsen kann……..

…….. und schon hatte ich es an, dieses schulterlose Stretchkleid – zum ersten Mal in meinem Leben trug ich schulterfrei – ich blickte ein letztes Mal in den Spiegel, attestierte mir uneingeschränktes Beklopptsein und stöckelte zur Arbeit. Hach ist das schön, jung und verrückt zu sein.

Naja, jung……. beschränken wir uns auf verrückt, das reicht auch für einen guten Tag.

Offenbar hat mir meine zweiwöchige Badewannenphase gut getan. Nicht nur, dass ich mir dabei bewusst werden konnte, wo der Schuh drückt, es zeichnen sich auch neue Strategien ab, mit all dem klar zu kommen. Und das wiederum führte zu einer Art Befreiung, ich konnte wieder etwas loslassen und das wiederum bringt mich langsam auf Kurs, scheint es jedenfalls. Die letzten paar Kommentare die ich gestern und heute irgendwo deponierte, waren entweder ganz einfach sachliche Informationen, die ich deponierte und es damit beliess, dass gesagt wurde was gesagt werden muss – oder ich entlarvte den zu kritisierenden Text mit zuckersüsser Ironie, so dass er eigentlich auch vom Tisch war und ich dabei auch noch eine schelmische Freude erleben durfte….. Ich sollte mal wieder Epiktet lesen, der Kerl hatte es echt drauf ;-)

Dass ich seit gestern wieder steil aufwärts schwebe, erstaunt vorallem auch deshalb, weil gerade dieser Tage ein paar sowas von hässliche Dinger auf meinem Monitor landeten, dass ich eigentlich mit der virtuellen Kettensäge hätte bloggen müssen. Das Gröbste war ein Beitrag im Magazin einer “Homosexuellenorganisation”, in dem der Standpunkt vertreten wurde, dass man transsexuellen Mädchen nicht helfen solle, weil die in Wirklichkeit homosexuelle Jungs seien die ihre Sexualität verdrängen würden. Öhm, Transphobie in einem “Homosexuellenmagazin”? Sorry, aber diese Trans=Homo Theorie ist längst widerlegt und stammt aus einer Zeit, in der dieselben Sexologen die uns Transsexuelle psychopathologisieren, auch Homosexuelle als psychisch gestört klassifizierten. Der Autor sollte sich also hüten, dieses Denken wieder aufzuerwecken. Jedenfalls ärgerte ich mich zwar kurz mal heftig darüber und werde vermutlich in einer Form darauf reagieren, aber dieser Blödsinn haute mich nicht um. Da war einfach sowas in mir, etwas das sagte: lass den Troll Troll sein, lass Dir Deine Vergnügtheit nicht verderben, heute ist ein guter Tag……

Und ich ging in mein Raucherräumchen eine rauchen, schaute in den strahlend blauen Himmel, blickte an mir runter und sah, was ich verrücktes Huhn heute wieder angezogen habe – und bei all dem fühlte ich mich einfach glücklich und zufrieden und irgendwie begann mich diese Episode sogar zu amüsieren. Dass jemand solchen Unsinn erzählen kann ohne auf der Stelle vom Blitz getroffen zu werden, hat was von Comedy, wär’s nicht wahr, könnte man sich darüber kaputtlachen.

Und so verging der Tag wie im Flug und meine Laune blieb bis jetzt so vergnügt, wie Schmetterlinge im Frühling nunmal sind………. achja, ging’s nicht mal noch ums Kleid?`Also mal so ganz unter uns, wenn ich mir das Foto so anschaue, dann beschleicht mich schon auch das Gefühl, dass ich zumindest an gewissen Tagen ein ziemlich verrücktes Weibchen bin. Aber diese äusserliche Selbstentfaltung, die mir nach so langer Entbehrung endlich möglich ist, dieses ständige sich neu suchen und neu finden und neu erfinden, all das ist nachwievor etwas Berauschendes.

Das wirkt auf mich wie jemand der ein Leben lang in Ketten eingekerkert war, eines Tages raus kann und dann ständig an Ort in die Luft hüpft wie bekloppt. Da fragt einer, sach mal, was zum Geier hüpfst Du da rum wie blöd? Keine Ahnung, antwortet der Hüpfmensch, ich hab einfach so n’Bewegungsdrang in mir, es fühlt sich einfach so ungewohnt schön und befreiend an, immer wieder zu spüren, dass ich mich wirklich jederzeit und in jede Richtung bewegen kann wie mir danach ist. Und wenn er nicht gestorben ist, dann hüpft er vielleicht heute noch ;-)

Und doch habe auch ich manchmal diese Stimme in mir, wie heute morgen, die mir energisch zuzischt: Haste jetzt n’Totalschaden, Du kannst doch nicht in dem Fummel zur Arbeit……….. naja, was soll ich sagen, offensichtlich konnte ich doch, Theorie widerlegt, ich kann sehr wohl :-)

Und falls doch noch jemand unter den Mitlesenden denkt, ich würde es übertreiben – tragt mal vier Jahrzehnte lang die Kleider des anderen Geschlechts und dann reden wir nochmal darüber ;-)

In dem Sinn – mögen wir unser Verrücktsein nie verlieren, denn gerade dieses Verrücktsein kann manchmal der Quell wahrer Lebenslust sein – Carpe Diem!

Nachtrag: ATME hat soeben zu diesem obgenannten Magazinbeitrag Stellung genommen:
Einer von der taz schreibt und ATME schweigt immer noch

Badewannen-Blues – ich bin des Streitens müde

Seit über zwei Wochen komme ich jeden Abend nachhause, fühle mich wie unter Strom und kann nicht anders als erst mal ein bis zwei Stunden in die Badewanne zu liegen, mich dahin treiben lassen an den Ort, an dem die Welt noch in Ordnung ist, weit weg von der Welt. Diese unfreiwillig-freiwillig genommenen Auszeiten zeigen mir in aller Deutlichkeit, dass etwas nicht in Ordnung ist und dass ich nun wirklich über die Bücher muss. Diese Welt da draussen zerreibt mich wie ein Mühlstein und wenn ich nicht bald einen konstruktiveren Umgang damit finde, wird sie mich zermahlen. Viel mehr weiss ich noch nicht, aber es ist immerhin mal eine Richtung………..

Die letzten drei Jahre war ich so sehr mit mir selbst beschäftigt und der Alltag war derart fordernd, dass ich kaum noch Energie hatte um mich mit dem “Weltgeschehen” auseinanderzusetzen. Aber nun, da ich in meinem Leben angekommen bin und eigentlich ein lebenswertes Leben führen darf, wird wieder Raum frei und wie ein pawlow’scher Köter tue ich das was ich schon immer tat, in einer Zeit, in der ich kein eigenes Leben hatte sondern mich nur mit der “Rettung der Welt” beschäftigen konnte.

Es vergeht kein Tag ohne dass ich irgendwo in den News etwas lese, das mich interessiert – oft zermürbt mich bereits das was ich da lese genug, aber spätestens wenn mich meine Neugier dazu treibt, zu lesen, was die LeserInnen darüber denken, weil ich wissen möchte, was “die Volksseele” darüber denkt, finde ich mich in einem Morast wieder, der mich zu ersticken droht. In der Regel finde ich da auf Anhieb mindestens ein dutzend von “Ansichten”, die der Realität derart spotten, dass ich diese Desinformation berichtigen müsste. Wo in aller Welt soll ich da anfangen? Und wie soll ich mir erhoffen, aufzuklären, wenn die Verblendung oft so tief verwurzelt ist und so Manche nicht mal elementarste Gedankengänge vollziehen?

Und da beginnt eine unerträgliche Zerrissenheit. Je notwendiger eine Intervention wäre, umso mehr verspüre ich den Drang, “die Wahrheit” zu retten und aufzuklären – aber gerade dann, je notwendiger es ist, desto offensichtlicher ist meist auch die Sinnlosigkeit dieser Bemühung. Schon wieder ein Krieg der nicht gewonnen werden kann, schon wieder eine Wand, in die ich ungebremst hineinrenne.

Es gibt soviel Unwahrheit die verbreitet wird, sei es ob man auch ohne AKWs Strom produzieren kann oder ob sogenannt “bürgerliche Politik” dem Bürger dient bis hin zur Lüge, transsexuelle Frauen seien trotz weiblicher Hirnanatomie “biologisch männlich” als würde das Hirn nicht zum Körper gehören. Wo ich hinsehe, überall wird so Blödsinn verbreitet und eine Heerschar von Denkanalphabeten plappern den ganzen Quatsch hinterher ohne diese aufgeschnappten Ergüsse zu hinterfragen.

Ich müsste bei jedem Thema dem ich mich widme gleich mal ein dreibändiges Buch schreiben, für Leser, die meist schon bei Dreizeilern überfordert sind. Es tut mir leid, wenn ich hier und jetzt unfreundlich wirke, aber das ist nunmal die Realität die sich mir zeigt. Beim Diskutieren halte ich es wie bei Abstimmungen, wenn ich mich mit etwas ernsthaft auseinandergesetzt habe, dann rede ich darüber resp. stimme ab, aber wenn ich mich nicht damit beschäftigt habe, egal wieviel Propaganda mir vor Augen geführt wurde, dann halte ich die Klappe und überlass die Diskussion oder den Entscheid denen, die wissen, wovon sie reden – aber scheinbar gehöre ich diesbezüglich zu einer Minderheit. Gerade in Kommentarspalten von Onlinemedien tummeln sich offenbar mehrheitlich Solche, die ihr Unwissen als Wissen verpackt ausspeien und damit Andere, Unschlüssige, sogar von diesem Quatsch überzeugen.

Dieser ganze Blödsinn reibt mich wie eh und je auf und es gelingt mir bisher einfach nicht, einen einigermassen gesunden Umgang damit zu finden. Ich bin der festen Überzeugung, dass man widersprechen muss, wenn einem der Unsinn entgegen galoppiert. Und ich bin genauso der Überzeugung, dass es viel zu Wenige gibt, die gegen diesen kollektiven Stumpfsinn ankämpfen. Aber ich spüre genauso, wie mich dieser nie endende und selten zu gewinnende Krieg ausbrennt – und ehrlich gesagt, mein endlich erkämpftes Leben ist mir zu wertvoll, als dass ich mich bis zum bitteren Ende verheize.

Meine täglichen Badeattacken zeigen in aller Deutlichkeit, was meine Seele mir sagen will. Ich versuche auf diese Stimme zu hören, gönne mir diese Auszeiten und versuche mich zurückzuhalten so gut es geht. Ich brauche jetzt wirklich mal Ruhe und muss in mich gehen und einen konstruktiven Weg finden, mit diesem Schlamassel umzugehen. Zu versuchen, die Welt zu verbessern, ist eine erstrebenswerte Tugend – aber dabei selber zugrunde zu gehen, geht zu weit, definitiv.

Also versuche ich auch hier, mich zurückzuhalten. Versucht habe ich es ja schon öfters, wie Ihr wisst, geschafft habe ich es bisher nie – aber das soll mich nicht davon abhalten, es erneut zu versuchen – ich geb wie immer mein Bestes ;-)

Dein Leben wird dadurch nicht flach und dumm,
wenn du weißt, dass dein Kampf erfolglos sein wird.
Es ist viel flacher, wenn du für etwas Gutes und Ideales kämpfst
und nun meinst, du müsstest es auch erreichen.

(Hermann Hesse – Steppenwolf)

Auf in eine atomfreie Blog-Zukunft


Nun hab ich’s endlich geschafft und meine Blogs sind umgezogen – und das Genialste daran ist, dass meine Webseiten ab sofort auf einem Server laufen, der nur Ökostrom verwendet, genaugenommen Wasserkraft, meine Blogs sind also ab sofort atomfrei betrieben, cool was?

Möglich macht dies die Firma Unaxus, die ihr Datencenter mit Strom der TÜV-zertifizierten NaturEnergie AG betreibt, womit der gesamte Betrieb nicht nur atomfrei ist sondern auch eine recht gute CO2-Bilanz hat. Wie gut Unaxus ansonsten ist, kann ich natürlich noch nicht abschliessend beurteilen. Die Server scheinen stabil und schnell zu laufen, die Administration ist etwas gewöhnungsbedürftig aber ok und der Support reagiert schnell und kompetent. Einziger Haken ist, dass der Support übers Wochenende weg ist, aber dafür ist er ansonsten mit deutsch sprechenden Supportern besetzt, die auf Anfragen nicht nur mit ja/nein antworten sondern wie richtige Menschen schreiben ;-) Ne ernst, ich hab ein gutes Gefühl und fühl mich fürs Erste gut aufgehoben dort – und eben, atomfrei *megasmile*

Ich war nun etwa ein Jahrzehnt bei einer amerikanischen Firma eingemietet, aber ich war nie wirklich glücklich dort. Ursprünglich landete ich dort, weil die damals die Einzigen waren, die ein Angebot hatten, das meinen Bedürfnissen entspricht. Unterdessen bieten alle das an was ich brauche, aber ein Umzug schien mir immer zu mühsam. Aber in den letzten Monaten artete es immer mehr aus, einerseits wurden die dortigen Server immer wieder durch Hacker verseucht und ich hatte regelmässig Phishing-Webseiten in meinen Blogs, dann happerte es mit dem englisch-sprachigen Support und zuguterletzt kam ich plötzlich nicht mehr auf meine Blogs, weil ihre Server irgendwo im Hinterland der Tschechei rumliegen und mein Internetanbieter irgendwo auf dem Weg dahin ins Niemandsland verschwand. Somit hatte ich endlich keine andere Wahl und begann den Umzug.

Die ganze Umstellung war ziemlich stressig, weil man sowas von viel Tüdelkram machen muss und ja nichts vergessen darf, damit am Schluss nicht alles in den Sand gesetzt wird. Das Problem hierbei ist, dass ich zuerst alles von den alten Servern runterkopieren und auf die neuen Server verteilen muss, hinzu kommen alle Mailadressen, die ebenfalls umziehen müssen. Wenn man glaubt, man hätte alles, kann man bei der zentralen Domainverwaltung (hierzulande switch.ch) den Server umleiten lassen, was dann im Verlauf der folgenden Stunden geschieht. Irgendwann ist es umgestellt und wenn man was falsch gemacht hat, läuft plötzlich gar nix mehr und Zugriff auf den alten Server hat man dann auch nicht mehr (jedenfalls bei meiner alten Hostingfirma).

Aber alles lief prima bisher, alle Blogs von agirl.ch und tgirl.ch sind umgestellt und laufen wie ich meine deutlich schneller und wie ich hoffe auch stabiler als früher, als die Seiten immer mal wieder abgesoffen sind.

Da ich nun eh alles rumkopieren musste, habe ich die letztes Jahr freiwillig-unfreiwillig gelöschten Fotos gleich wieder mit reingepackt und so sind nun die Lücken in den alten Blogs wieder geschlossen. Vorallem diana.tgirl.ch sah ja teilweise aus wie in Stücke geschossen, nun ist wieder alles wie auf dem Ponyhof :-)

Nachdem ich in den letzten Monaten soviel Ärger hatte mit dem alten Server, eben grad wegen dieser nervigen Phishing-Attacken, war mein Begeisterung arg beschränkt, irgendwas mit meinen Webseiten zu machen. Nun bin ich wieder voller Begeisterung und hab meine Blogs wieder so richtig doll lieb ;-) Und so hoffe ich, dass ich auch wieder vermehrt zum Bloggen komme, ist ja echt schlimm wie wenig ich in letzter Zeit hier schreibe. Nun denn, hoffen wir mal das Beste für die Zukunft dieses Blogs, die Zeichen stehen gut.

So und wer nun wie ich auch auf ökostrom-betriebene Server umsteigen möchte, meldet sich einfach hier bei Unaxus – hier werden Sie geholfen ;-)

Der Frühling ist eingeleutet

Jauh, endlich wieder, diese Woche war der Frühlings-Anfang – naja nicht nach Kalender, aber was wissen die schon. Ne echt, diese Woche hat das Frühjahr offiziell begonnen und wisst Ihr woran man das merkt? Ich war erstmals wieder mit anständigem Schuhwerk unterwegs, also mit Pumps :-) Und das ist bekanntlich die verlässlichste Bauernregel die es gibt: wenn Dianchen zur Arbeit stöckelt, hat der Frühling begonnen.

Seit ich aus Hamburg zurück bin, finde ich mich hier plötzlich in kuschligen 14 Grad bei teils strahlendem Sonnenschein, hach……….. schon am Mittwoch war’s so warm, dass ich bereits im kurzärmligen Kleid zur Arbeit ging, aber am Donnerstag wurde erstmals wieder von Stiefeln auf Pumps umgestellt und das ist ein untrügerisches Zeichen für den Jahreszeitenwechsel ;-)

Und entsprechend habe ich es genossen. In der Stiefel-Zeit kann ich mich einfach nicht so richtig entfalten, die Dinge die mir am meisten gefallen, sind halt alles eher warmwetter-orientierte Kleidungsstile. Und so gab’s zur Feier des Tages gleich noch ein neues Oberteil, das ich seit einiger Zeit habe und noch nie tragen konnte. Uiiiiiii, dieses rote Wickel-Top-Dingens gefällt mir ja sowas von, sowas in dem Stil muss ich noch mehr finden, vorallem in Kombination mit eher elegantem schwarz fühl ich mich darin so richtig wohl – hmmmmm, ich hab eben doch Recht, da kann Juliet jetzt meckern wie sie will – aber ich hab echt nix anzuziehen *unschuldigguckt*

Ansonsten verbringe ich die letzten Tage meist im Wasser, bin da glaub irgendwie zur Ente mutiert übers Wochenende. Eigentlich bade ich meist nur Sonntags, aber diese Woche war ich jeden Abend irgendwie so unter Spannung (vermutlich vorallem wegen dem Thema des letzten Blogbeitrags), dass ich mich für fast zwei Sunden in die Badewanne legte und ständig diese Playlist hörte und nachdachte und entspannte. Tut guuuuuuuuut, so eine ausgedehntes Wasserrumliegwoche.

Joh und die Bloggerei wird auch immer mehr zum Abenteuer, ich komme nachwievor noch nicht von zuhause aus auf meine Webseiten inklusive meiner Mails, haha. Nun habe ich zur Nothilfe gegriffen und den PC in der Firma laufen gelassen. So schreibe ich nun hier auf meinem Notbook und wenn alles fertig ist, kopier ich den Text via Remote-Kontrolle auf meinen Firmen-PC, geh dann dort in den Browser und veröffentliche den Text. Wie bekloppt ist das denn?

Nachtrag: diesen Beitrag habe ich vorgestern geschrieben, aufgrund der technischen Probleme blieb er aber liegen. Und heut bin ich wieder am Ackern, hab schlau wie ich bin den Blogbeitrag übermittelt und kann ihn nun veröffentlichen. Nebenbei sei gleich noch erwähnt, dass ich mich nun für einen Umzug entschieden habe, es kann also gut sein, dass in den nächsten Tagen die Blogs mal ausfallen.

Buntgemischtes aus dem Februar

Jauh da wär ich mal wieder, seit einiger Zeit gibt’s hier bei mir ja kaum noch was zu Lesen, aber wie bereits kürzlich mal erklärt, habe ich einerseits nichts zu erzählen, was so dringend ist, dass es mich zu Schreiben antreiben würde und auf der anderen Seite gibt es soviele kleine Dinge und ganz viele hässliche kleine Dinge, dass ich mich zu keinem Thema entscheiden kann. Deshalb mal wieder eine Zusammenfassung, ich hoffe, dass ich bald wieder in normalem Rhythmus bloggen kann.

Das Blog, das Komatöse

Den StammleserInnen dürfte augefallen sein, dass meine Blogs in letzter Zeit häufig nicht funktionieren. Weiss der Geier warum, aber offenbar ist meine Hosting-Firma, also die Firma, auf deren Server meine Webseiten eingemietet sind, chronisch überlastet und so kommt’s zu diesen hässlichen Timeout-Fehlern. Ich kämpfe seit längerer Zeit mit dem Gedanken, meine Blogs umzuziehen auf einen neuen Server, der zuverlässiger ist. Aber weil das saumässig viel Arbeit gibt, schiebe ich das ständig vor mir her. Wenn das jedoch so weiter geht wie in den letzten Tagen, werde ich mich da wohl oder übel mal reinknien müssen, Gründe dazu hätte ich nämlich weitere…………

Die kriminellen Internet-Parasiten

Denn ein weiteres Problem nervt total. Schon X-mal wurde ich von Google darüber informiert, dass auf einer meiner Webseiten eine sogenannte Phising-Seite installiert ist. Das sind Webseiten von kriminellen Drecksäcken, die Webseiten wie Meine hacken und ihren Dreck dort verstecken. Diese Internetseiten, die sie beispielsweise bei mir irgendwo in einem Unterverzeichnis verstecken, sind so aufgebaut, dass sie aussehen, als wäre man bei eBay, PayPal oder sonst einer Seite, die Kreditkartenabfragen macht. Die Leute landen dort, denken sie seien auf ebendieser Seite, geben ihre Kreditkarte an und schon sind sie ausgeräubert. Ich lösch den Scheiss dann jeweils, aber die knacken meine Seiten immer wieder von Neuem, Meine und tausend Andere. Und weil die Idioten immer raffinierter werden, schaffen sie es unterdessen sogar, ihren Dreck so zu installieren, dass ich deren Müll selbst als Administratorin meiner eigenen Website nicht löschen kann. Dazu muss ich dann ständig den Support der Hostingfirma anbaggern und da die nicht grad allzu zuverlässig sind, naja, so ganz sauber werden meine Seiten wohl nie mehr. Da ich die Passwörter oft ändere und nahezu unknackbare Passwörter verwende, habe ich langsam den Verdacht, dass die direkt den Server angreifen und gar nicht über meinen Zugang reinkommen. Langer Rede kurzer Sinn, so macht das echt kein Spass, ein Grund mehr, meine Seiten endlich umzuziehen.

Kreislaufkollaps in der Badewanne

Ne ganz so schlimm war’s nicht, ein Kollaps wär was Anderes, aber weit davon entfernt war ich nicht. Gestern nahm ich wieder mein obligates sonntägliches Bad, füllte aber etwas zu heisses Wasser ein. Da ich heisse Bäder an sich mag, legte ich mich trotzdem rein. Aber nach ner Weile wurde es mir dann doch zu heftig und ich wollte wieder raus….. wollte ist gut……. denn als ich aufstand und mich abtrocknen wollte, spielte irgend ein bekloppter Geist mit dem Lichtdimmer und es wurde um mich rum langsam dunkler. Bevor es mich hinknallte, setzte ich mich wieder in die Badewanne, staunte Bauklötze, wartete kurz und versuchte es von Neuem. Nach etwa drei Versuchen war ich draussen, musste mich dann aber erst mal auf den Boden legen und abkühlen. Aber ich fühlte mich sowas von unwohl, also nahm ich einen neuen Anlauf und ging ins Schlafzimmer, wweil das näher ist als das Wohnzimmer und da lag ich dann erst mal eine halbe Stunde, bis die Systeme wieder runtergekühlt waren. Issja krass! Sowas hab ich echt noch nie erlebt. Ich kenn das zwar, dass ein zu heisses Bad den Kreislauf ganz schön belasten kann, aber dass ich fast nur noch kriechen kann, sowas gab’s noch nie. Naja, einmal mehr etwas, das mir hoffentlich eine Lehre ist.

Aber sonst geht’s mir gut

Abgesehen davon läuft bei mir persönlich alles super. Die Op ist schon so lange her und körperlich läuft alles so einwandfrei, dass ich kaum glauben kann, was hinter mir liegt. Auch hormonell bin ich dank meines neuen Arztes jetzt guter Dinge. Sowohl Östrogen- als auch Progesteron-Pegel scheinen in einem gesunden Bereich zu liegen. Da ich weiterhin meinen Zuckerkonsum einschränke, ist auch der Zuckerspiegel ok, einzig das Cholesterin ist noch etwas neben den Schuhen, aber irgendwas muss man ja haben ;-) Dafür habe ich mich allgemein ernährungstechnisch verbessert, es gibt öfters am Abend Salate oder Suppen anstatt wie früher Wurstkram oder Pizzas. Hinzu kommt, dass mein Nikotinkonsum weiterhin deutlich reduzierter ist. Etwa die Hälfte meiner Raucherei wird nun nikotinfrei gedampft und die Zigis habe ich ebenfalls gewechselt auf eine leichtere Version. Unter dem Strich dürfte mein Nikotinkonsum schon fast auf einem Viertel unten sein :-)

Ehemalige SchulfreundInnen irritieren?

Durch einen Zufall stolperte ich dieses Wochenende über das Portal “StayFriends”, das dazu dient, dass sich Leute aus der Schulzeit wieder finden resp. nicht verlieren. Natürlich suchte ich gleich mal meine früheren Schulen ab und fand tatsächlich Leute aus meiner Kindheit. Also hab ich mich da jetzt mal angemeldet und bin gespannt, ob sich daraus Kontakte reanimieren lassen. Unter Anderem fand ich ein Foto einer Schulklasse, auf dem ich auf drauf war und jemand hat dort alle Köpfe markiert und mit den Namen versehen. Höhö, hab Meinen nun mal auf “Diana” korrigiert und warte nun gespannt auf Reaktionen. Da dürften Einige Bauklötze staunen, wenn sie ihre Klasse finden und dort eine Diana drin ist, an die sie sich nicht mehr erinnern können ;-)

Die mediale Apokalypse?

Seit ich vor drei Wochen aus Hamburg zurück bin, erlebe ich ein mediales Dauerfeuer, das echt an die Substanz geht. Unterdessen sind mindestens ein dutzend Beiträge erschienen, TV-Sendungen und Zeitungsberichte, mal mehr oder mal weniger schlecht, aber garantiert nie gut. Es wäre mir wirklich ein grosses Anliegen, in Sachen “Transsexualität” wieder vermehrt Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben. Aber wenn wie in diesen Wochen soviel Scheiss über den Äther tropft, vergeht mir langsam aber sicher die Lust daran. Mehr denn je bin ich hinundher gerissen zwischen der offensichtlichen Notwendigkeit, die Desinformation seitens der Medien und gewisser Sexologen bis hin zu religiös Verblendeten zu korrigieren, Menschenrechtsverletzungen anzuprangern und so weiter. Genauso habe ich aber mehr denn je die Schnauze voll von diesem ganzen idiotischen Scheiss. Und wenn ich dann noch wie leider oft erleben muss, dass Betroffene solche medialen Ergüsse auch noch toll finden, nur weil man etwas freundlicher über uns berichtet, dabei aber nicht merken, dass man uns wie eh und je als Gestörte hinstellt, dann frage ich mich wirklich, für wen ich ich da noch einsetzen soll. All das ist ein riesiger Themenkomplex, der ein dutzend Blogbeiträge bräuchte um all meine Gedanken dazu abzuarbeiten. Aber wie lange will ich mich noch verrückt machen mit dem ganzen Quatsch? Ich weiss es echt nicht, ich weiss nur, dass mir dieser ganze Mist nicht gut tut und ich zweifle immer mehr daran, dass ich in Anbetracht dieser Umstände überhaupt etwas wirklich bewegen kann. Das ist einer der Hauptgründe, warum ich beim Bloggen in einen Stillstand geraten bin. Das worüber ich am ehsten schreiben möchte, ist genau in dieser Thematik angesiedelt………. aber irgendwie fühl ich mich wie jemand, der versucht, mit dem Kopf eine Panzertür einzuschlagen – so wirklich sinnig ist das nun wirklich nicht.

Feuerbälle und sonstiger Zauberkram

Und gerade weil ich mich so schwer tue in der Frage, was ich tun soll und womit ich die Zeit todschlagen soll, ob ich weiterhin Öffentlichkeitsarbeit leisten soll oder einfach die Schoten schliessen soll und ein heiteres “Rutscht mir doch den Buckel runter” in die grosse weite Welt hinausschreien soll, gerade deshalb ist es erfreulich, dass vor einer Woche ein neues Computerspiel rausgekommen ist, das mir glaub mal wieder so richtig liegt, zumindest sieht es danach aus, nach den ersten 20-30 Stunden in “Kingdoms of Amalur”. Dort bin ich – man ahnt’s – mal wieder als feuerballschmeissende Elfe unterwegs, rette Welten, lerne neue Zauberkunststücke, sammle Schätze……. und eben das Wichtigste, alles was sich mir in den Weg stellt, wird mit einem kräftigen Feuerball weggebrutzelt, jauh :-) Man man einwänden, dass es doch ein verblödeter Zeitvertreib ist, durch eine nicht wirklich existierende Welt zu rennen und nicht wirklich existierende Monster zu plätten um nicht wirklich existierende Königreiche zu retten und dabei nicht wirklich existierende Zauberkräfte zu erlernen…………. aber wenn man das aus Sicht der Psychohygiene betrachtet, ist es eben doch sinnvoll. Denn glaubt mir, in dem was man allgemein so leichtsinnig “Realität” nennt, gäbe es unzählige Momente, in denen mir genau diese Feuerbälle fehlen. Das kompensiere ich halt jetzt in Amalur, dem Reich, in dem Journalisten und Quaksalber noch mit einer lässigen Handbewegung zu Staub verarbeitet werden dürfen ;-)

Bald wieder kuscheln

Noch viel tröstender und wohl auch für jedermann nachvollziehbar ist jedoch die Tatsache, dass diesen Donnerstag endlich wieder Hamburg angesagt ist, dann wird mich Juliet um 16 Uhr wieder am Flughafen abholen, heimschleppen und dann können wir wieder bis Dienstag Morgen aneinander kleben :-) Und in einem Monat haben wir eine Woche Ferien, jajajaja, dann ist die Welt mal wieder so richtig in Ordnung :-)

So und damit käme ich zum Schluss und würde den Blogbeitrag publizieren, kann ich aber nicht, weil meine Webseiten mal wieder am Boden liegen, haha. Also speichere ich diesen Text und hoffe, dass meine Websites innert nützlicher Frist mal wieder hallo sagen und ich den Beitrag veröffentlichen kann. Bis dahin geh ich mal wieder nach Amalur und fackle ein paar Systemadministratoren äh Journalisten äh Sexologen äh Rechtspolitiker äh Trolle ab – man gönnt sich ja sonst nix ;-)

PS: diesen Beitrag wollte ich gestern veröffentlichen, aber es artete in eine Odyssee aus. Wie ich nach stundenlangem Herumpröbeln herausfand, habe ich bei mir zuhause keinen Zugriff mehr auf all meine Webseiten. Keine Ahnung was da los ist. Dank dem Tipp einer Freundin weiss ich nun, dass mein Router irgendwie nicht auf dem neusten Stand ist. Ich hoffe, dass ich das bald wieder hinkriege, so oder so ist jedoch klar, dass ich meine Webseiten raschmöglichst umziehen werde auf einen Server, der nicht ständig rumzickt. Falls also demnächst all meine Seiten weg sind, keine Sorge, die kommen wieder ;-)

http://www.youtube.com/watch?v=_H_wPrlBgKQ

Ein wenig bekloppt in Hamburg

Unser letztes Wochenende gestaltete sich wieder wie gewohnt und geliebt, wir lagen aneinandergeklebt auf dem Sofa, hach :-) Einzig am Samstag gingen wir in eine Konzerthalle um den Comedian Kaya Yanar zu kucken. Zuerst ging’s bei Schweinste lecker futtern und dann ab in die Konzerthalle – und da wurd’s dann irgendwie gruselig, echt.

Nach langem Ghetto und Rumwarterei. Wir hatten drei Tickets für unten und eins für oben *urks* und Lars wollte früh anstehen um gute Plätze zu haben. Wir hofften, dass wir ein Ticket umtauschen können, hofften, hmmmmm. Die zwei Erwachsenen gingen also mal unten anstehen und wir standen draussen vor der Kasse und warteten eine halbe Stunde bis die öffneten, ums uns dann sagen zu lassen, das ginge nicht. Cool. Aber schlau wie wir sind, haben wir dann halt einfach noch eine Karte für oben dazugekauft und standen dann dort in die Warteschlange. Und ich war langsam völlig entnervt, frohr mir meinen Hintern ab – jaja, selber Schuld, Rock und Strümpfe, haha *gacker* – aber irgendwie schafften wir es rein und dann gings aufwärts – bis es dann abwärts ging – oder so.

Freudig bestürmten wir die Bar, die sogar Longdrings anbot und gönnten uns gleich mal einen Vodka Lemon resp. Orange. Und weil wir ja so bekloppt früh dahin gehen mussten, um Sechs anstatt um Acht, mussten wir da halt blöd rumsitzen und der Drink ging aus, also gab’s noch einen – und dann ging die Show los. Für die, die nicht aufgepasst haben, wir sind erst bei zwei Drinks!

Die Show war an sich cool, aber schon gegen die Pause hin begann ich leicht wegzudämmern. Da wir beide aufs Klo mussten, gingen wir kurz vor Pause raus, klo-ten oder so. gingen eine rauchen, holten uns noch einen dritten Vodka Orange und wollten wieder rein. Durften wir aber mit Getränken nicht mehr *staun*, also setzen wir uns bei der Bar hin und warteten etwas. Nach der Pause gingen wir dann wieder an unseren Platz zurück – angeblich – fragt mich nicht *urks*

Ich betone, wir hatten drei Vodka Orange, also drei mal etwa 4cl, insgesamt nicht viel mehr als 1dl Vodka – aber meinem Hirn reichte es, es klinkte sich aus – Scheiss Vitamine im Orangensaft ;-)

Weiss der Geier, was da abgegangen ist, aber ich war völlig betrunken, von einer Menge, die Juliet grad mal etwas angeheitert hat. Ich weiss nicht, ob das wegen der Hormone ist oder wie unsere Mama dann fieserweise sagte, altersbedingt *empörtguckt* – jedenfalls stand mein Zustand in keinem Verhältnis zum getrunken Alkohol.

Tja und damit nahm das Schicksal seinen Lauf – behauptet man – jedenfalls habe ich dann erst mal ein Nickerchen gemacht…… die ganze zweite Hälfte lang……. mit dem Becher in der Hand *staun*.

Auf dem Rausweg fiel ich mal noch auf den Hintern, weil ich an etwas anlehnte, das sich nicht anlehnen lassen wollte oder so – und als ich einen Stand fand der so Gummifutter anbot, füllte ich eine 10-Euro schwere Tüte voll quer durchs Sortiment – wofür auch immer, wir hatten welche zuhause, aber ich muss in Bombenstimmung gewesen sein ;-)

Anschliessend gingen wir nach draussen und warteten vor dem Eingang auf die anderen Zwei………. und mir gings so gut, dass ich mit Glubschaugen in die herausströmende Menge kuckte und immer wieder Leute mit einem Blick wie das Schweinchen namens Babe fragte: “Hast Du meine Mama gesehen?”………. und der zwangsläufig daraus resultierende Blick liess mich dann auch jedes Mal in erfreutes Gelächter ausbrechen………. *hüstel*……… ey echt, nochmal, sorry Juliet ;-)

Auf dem Heimweg hätte ich mich angeblich auch prächtig amüsiert und hätte bei der Durchsage: “Haltestelle XY, Ausstieg in Fahrtrichtung links” die Leute rundum klugscheissernd darüber informiert, dass sie links aussteigen müssten……….. *erröt*……….. ey echt, nochmal………….

Dass Juliet und ihre Mama im Chor “Nein Diana!” riefen, als ich zuhause angekommen die glorreiche Idee hatte, ob wir noch eine Kanne Glühwein brauen sollten, wird da niemanden mehr verwundern…………. aber glücklicherweise bin ich in so einem Zustand zwar doof wie nur etwas sondern auch lieb – im Fall – denn ich befolgte jedes Kommando, zog mich aus auf Befehl (und verstreute die Kleider auf Mamas Bett) und während sich Juliet umzog, baute ich das Sofa zum Bett um und bezog es – keine Ahnung wie ich das geschafft habe – aber sonst gabs keine Beklopptheiten mehr meinerseits.

Dafür wachte ich um Sechs auf, fühlte mich als hätte ich eine Flasche Vodka getrunken, erinnerte mich nur noch bis zur Pause, bangte bei der Frage, was in aller Welt ich in der folgenden Zeit alles angestellt habe, bangte ob mich Juliet noch lieb hat *seufz*, bis Neun lag ich dann besorgt wach……..

Aber zum Glück bin ich dort von Bekloppten umgeben, die fanden das Ganze sogar lustig :-) So lustig, dass ich mir nun ständig anhören muss, dass ich zu alt sei für alkoholische Getränke, haha ;-)

Das einzig Gute daran – mal abgesehen davon, dass es meine Mitmenschen offenbar erheitert hat – ist, dass mir diese Episode arg zu denken gab. So ein Blackout will ich echt nicht mehr haben, erst Recht nicht wenn ich mich gar nicht wirklich betrunken habe, was soll denn der Quatsch. Ab sofort habe ich mir ein Drink-Verbot auferlegt. Eins zu Beginn ist erlaubt aber dann gibts höchstens noch Bier – in Massen. Denn sowas will ich wirklich nicht nochmal erleben.

Am meisten beschäftigt mich aber nachwievor die Frage, was zum Kuckuck da passiert ist. Ich hab zwar die Hormondosis erhöht, aber sie ist immer noch weit tiefer als während meiner “grossen Hormonbehandlung”. Oder weil die Medis über die Haut eingenommen werden? Oder weil ich keinen Zucker mehr in den Kaffee schütte? Oder weil ich alt werde? Haha! *schmoll*

Aber wisst Ihr was? *verschwörerischguckt*

Vielleicht war das nur eine Nebenwirkung von Kaya Yanars Humor? Weil der hat ja echt einen an der Waffel – so wie wir Zwei – wir Vier – so gesehen – Glaubstdu nich’? Guckstdu hie’!

Rückblickende Zusammenfassung des Jahresanfangs

Heieiei wie die Zeit vergeht, kaum im neuen Jahr angekommen und schon ist der erste Monat fast vorüber – und ich hab kaum was gebloggt – Schande über mich ;-) Aber abgesehen davon, dass ich einiges zu tun hatte, bin ich einfach in letzter Zeit schreibfaul. Es gäb zwar vieles, worüber ich schreiben möchte, aber nichts ist so drängend, dass ich mich zum Schreiben überreden könnte. Deshalb hier wenigstens mal eine kleine Zusammenfassung von all dem, was ich versäumte zu schreiben – das eine oder andere wird demnächst noch etwas detailierter erzählt.

Das dritte Tagebuch wird zum Buch

Einer der Gründe, warum mir die Zeit etwas knapp ist, ist meine Arbeit am dritten Buch, das meine Blogtagebücher 2011 zusammenfassen soll. Es werden wieder um die dreihundert Seiten und diesmal sind Beiträge aus drei Blogs da drin, vorallem das alte Blogtagebuch, dieses neue Tagebuch, das GaOp-Tagebuch und erstmals auch ein paar Beiträge aus unserem gemeinsamen Blog. Unterdessen habe ich alle Beiträge zeitlich zusammengemixt und muss nun die ganzen Formatierungen überarbeiten. Schreibfehler werde ich drin lassen, einerseits weil die zu meiner Schreiberei dazugehören und anderseits, weil es sich einfach nicht lohnt, bei den 20-30 Stück die dann am Schluss verkauft werden. Überhaupt frage ich mich einmal mehr, warum in aller Welt ich so n’Quatsch mache, der Aufwand steht in keinem Verhältnis zum Ertrag, aber irgendwie isses einfach cool, eigene Bücher zu haben und mehr als das gibt es ein paar internet-lose Leute in meinem Umfeld, die das alles auch lesen möchten. Auf jeden Fall bin ich zuversichtlich, dass es dieses Jahr nicht mehr sooooo lange geht, bis das Buch in Druck geht.

Wachzustand dank Estradiol

Wie hier berichtet, habe ich ja einen neuen Doktor der meine Hormontherapie betreut und der hat wie ebenfalls hier berichtet nun die Dosierung verdoppelt, weil meine Östrogene vom Unispital viel zu tief dosiert waren. Und siehe da, seit einer Woche bin ich wieder hellwach. Entweder, ich war wirklich auf Halbstrom infolge einer an Kriminalität grenzenden Dosierung oder das ist der geilste Placebo-Effekt des Jahres. Spass beiseite, es ist wirklich krass, seit einem Jahr bin ich jeden Abend total erschöpft, schlafe ständig vor dem TV ein und bin völlig antriebslos. Und seit einer Woche bin ich wieder wach, es ist offensichtlich, dass ich mit dieser spärlichen Hormondosierung am Rand des Existerens lebte. Voraussichtlich nächste Woche werde ich dann mal die Bluttests machen und dann sehen wir einerseits, wie es mit meinem Hormonpegel aussieht und anderseits wird sich zeigen, ob meine vom Unispital bemängelten erhöhten Zucker/Cholesterinwerte nicht doch nur eine Folge der falschen Hormontherapie waren.

Dampfen statt Rauchen

Ebenfalls erfreulich ist mein neustes Dampf-statt-Rauch Experiment. Seit Anfang Jahr habe ich nun diese e-Zigaretten und experimentiere eifrig damit rum. Die Anzahl gerauchter Zigaretten ist ohne nennenswerte Anstrengung auf die Hälfte reduziert, das nenn ich doch mal n’Achtungserfolg. Ich schlepp nun immer drei e-Zigis mit mir rum, zwei davon sind mit leckerem Geschmackskram gefüllt (momentan eins mit Banane/Vanille und eins mit Kaffee/Vanille) und eine e-Zigi ist mit Tabakgeschmack gefüllt und hat im Gegensatz zu den andern Zwei Nikotin drin. Wenn ich nun meine Nuckelattacken habe, die vorallem abends im Viertelstundentakt kommen, dann nuckle ich ein paar mal an den nikotinfreien Zigis rum. Wenn der Nikotindrang kommt, gönn ich mir ein paar Züge mit Nikotin und wenns dann ganz chribbelig wird, gibt’s wieder eine gerauchte Zigi. Klingt kompliziert, isses aber nicht. Wenn es so weiter geht, werde ich vermutlich die ganze Pafferei stark umlagern können und das ohne dass ich dabei fast Stücke vom Tisch abbeisse. Bin gespannt wie es weiter geht.

Videos, Bücher, Shopping

Rechts im Menü hat’s drei neue Seiten, in denen aber noch fast nix drin ist. Wie bereits erwähnt, bin ich am Aufbau einer Reihe von Youtube-Playlisten, in denen ich ein paar Leckerbissen aus meiner Musikwelt präsentiere bis hin zu Videos mit lustigen Tieren oder depperten Leuten. Ausserdem gibt es dort bald einen kleinen Bücherladen in dem ich Bücher vorstelle und des Weiteren gibt es bald eine Shopping-Seite mit Shopping-Tipps, die nicht nur Euren Kleiderschrank bereichern sollen sondern auch mich selbst, denn die dort bald erscheinenden Links sind sogenannte “Affiliate-Links”, was bedeutet, dass ich immer ein klein wenig mitverdiene, wenn Ihr über die dortigen Links einkauft. Mehr über all das, wenn es fertig ist, wer mag, darf aber gerne jetzt schon zwischendurch reinschauen.

Weekend in Hamburg

Und weil der Monat so schnell rum ist, geht’s nun auch schon bald wieder Richtung Hamburg. Diesen Donnerstag werde ich in der Mittagspause abrauschen, nach Hamburg flattern, dort von Schatzi am Flughafen abgeholt, dann gehn wir mal kurz shoppen (weil ich ja nix anzuziehen hab *jammer*) und dann geht’s nachhause und dort werden wir dann bis Dienstag morgen rumliegen. Oder gehn wir noch an diese Hochzeit? Oder ist die ein Monat später? Ach was weiss ich, ich lass mich überraschen, hauptsache ich werd wieder kräftig durchgeknuddelt, hab nämlich arge Entzugserscheinungen ;-)

Der wissenschaftliche Beweis: Jung sind bekloppt :D

Und nun noch das Lustige zum Schluss – muss ja auch mal wieder sein ;-) Ich hab mich ja schon des Öfteren hier darüber amüsiert, dass Jungs halt schon a bisserl bekloppt sind. Klar mögen wir sie trotzdem, aber es lässt sich nicht abstreiten, dass Jungs in gewissen Belangen schon gehörig einen am Keks haben. Wenn ich beispielsweise beobachte, was Testosteron und Alkohol gemeinsam bewirken oder wenn ich Jungs erlebe, die in ihrem testosterongeschwängerten Zustand nichts blöderes zu tun haben als wildfremden Mädels an den Hintern zu fassen, dann braucht es kaum noch eines Beweises dafür, dass Jungs etwas schräg drauf sind. Aber für diejenigen, die trotz aller Beweislast immer noch daran zweifeln, denen möchte ich diese wissenschaftliche Tatsache präsentieren, die wie ich hoffe nun auch letzte Zweifel beseitigen müsste. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass der “Borstenwurm” eine sehr bizarre Eigenschaft zu Tage fördert. Wenn man einem weiblichen Borstenwurm das Hirn entfernt………… wird daraus ein männlicher Borstenwurm *vomstuhlfallvorlachen*……… echt kein Scheiss, ich schwör’s, das ist wirklich so. Und damit betrachte ich meine Beweiskette als vollständig, Jungs sind einfach bekloppte Mädchen oder so :D Uns Mädels dürfte das nicht gross wundern und die Jungs verstehen wohl den Witz dahinter nicht, aber macht nix, für den Lacher des Monats wäre damit gesorgt ;-)

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