Politically incorrect since 1966

Selbstbetrachtung über zwei Tagebücher

Nachdem ich schon das erste Jahr meines alten Blogtagebuchs in Buchform herausgebracht habe, mache ich das natürlich auch mit dem Jahr 2010. Ursprünglich wollte ich Anfang 2011 auch noch reinpacken und damit das “Werk” abschliessen, aber irgendwie hab ich einfach zuviel gebloggt, schon bis Ende 2010 sind 300 Buchseiten zusammen gekommen, wenn ich den Rest noch reinpacke, wird das Buch sauteuer (das letzte Buch hatte 224 Seiten für 15 Euro). Deshalb habe ich mich entschlossen, ein dreiteiliges Werk zu machen. Das Tagebuch 2010 endet also Ende 2010 und dafür gibt’s einen dritten Teil in dem dann auch noch einiges aus meinem neuen Tagebuch hier veröffentlicht wird. Irgendwie macht das auch Sinn, dieses Tagebuch sollte ja den Prozess einer “Geschlechts-Transition” beschreiben und da gehört auch die Zeit danach noch ein Stück weit mit dazu.

Die grobe Korrekturlesung ist nun abgeschlossen und als Nächstes werde ich einen Probedruck machen, diesen nochmal durchlesen und anschliessend das Buch in Druck geben, Ihr erfahrt dann wenn es im Handel ist. Wie letztes Mal wird das Probelesen sicher wieder ein psycho-emotionales Abenteuer der besonderen Art, wenn das ganze Jahr nochmal wie im Film an mir vorbei läuft. Wie letztes Mal werde ich hier dann darüber berichten. Der Vollständigkeit halber füge ich nachfolgend den dreiteiligen Blogbeitrag, den ich damals beim Lesen des ersten Tagebuch-Jahres geschrieben habe.

Blog-Tagebuch 2009 – 1. Teil

hmmmmmm, wie erklär ich jetzt sowas……. stellt Euch vor, Ihr wacht eines morgens auf und rund um Euch wuseln ein dutzend Elfen rum, die Euch den Kaffee ans Bett bringen, lustige Lieder singen, kreischend auf der aufgescheuchten Katze reiten, eine spielt schottischen Dudelsack…….. hat was surreales, nicht?

Etwa so fühle ich mich jetzt grad, nur wuselt und singt niemand, dafür habe ich ein Buch in der Hand, auf dem Cover lächle ich mir entgegen, darunter steht

T-Girl Diana
Blogtagebuch 2009
das erste Lebensjahr einer transsexuellen Frau

Das bin ich…….. in einem Buch……….. das kann nicht sein! Wenn man Bücher liest, dann begegnet man anderen Menschen, aber sich darin zu sehen, ist echt schräg.

Das Gefühl in mir ist irgendwie euphorisch, andächtig, verzückt, erschüttert……. als ob die Welt eine fünfte Dimension bekommen hätte, mein Leben auf Papier. Ich hab da das wichtigste, spannendste und schönste Jahr meines Lebens in den Händen. Und dann hats auch noch acht Bilder drin, das ist ja vielleicht ein Gefühl, wenn man umblättert und glaubt man würde in den Spiegel gucken.

Irgendwie ist es erschütternd zu lesen, was für eine Entwicklung ich da durchgemacht habe, was für Gefühlswelten sich da auftaten und wie sich alles in so wundersamer Weise veränderte, sich von Monat zu Monat verschönerte. Da ist wirklich aus einer Raupe ein Schmetterling geworden, aber es war ein harter Kampf durch diesen Cocoon. Beim Lesen flattere ich manchmal mit den Flügeln und es wird mir wieder klar, wie erbärmlich das Leben doch einst war.

Durch all das bin ich hindurch gegangen, geht mir durch den Kopf, wenn ich das Buch in den Händen halte. Das war die Entscheidung meines Lebens und der Befreiungsschlag für meine Seele. Dieses Jahr hier in meinen Händen hat meinem Leben Sinn gegeben und hat Glück in mein Leben gebracht. In diesem Jahr habe ich mir dieses Leben, das ich nun so geniesse, hart erkämpft…… und ich habe gesiegt – ich bin jetzt Ich.

Ich bin gespannt, was nun auf mich zu kommt, wenn ich im Kino meines Lebens sitze und den Film meiner Selbstentfaltung betrachte. Wer wird mir da begegnen – und wie wird sie sich entwickeln? Ich glaub, mir stehen ein paar sehr sentimentale Stunden bevor.

Blog-Tagebuch 2009 – 2. Teil

Den ersten Drittel meines Buches habe ich nun gelesen und bin damit in der Mitte des letzten Jahres gelandet – was mal wieder zeigt, dass Mathematik nix mit dem realen Leben zu tun hat. Aber was ich dabei durchlebt habe, ist wirklich dicke Post. Wenn ich Blogbeiträge schreibe, dann sind es Momentaufnahmen, die ich so aus mir heraus spucke und dann hinter mir lasse. Diese schwierige Anfangszeit in diesem papierenen Kino meines Lebens nochmals zu durchleben, ist wirklich erschütternd. Weil das was mir da begegnet, so fern ist von dem, was ich heute im Alltag erlebe.

Ich begegne einer transsexuellen Frau, die traurig und verzweifelt ist, die ungeheure Angst hat vor einer Welt, von der sie erwartet, mit Füssen getreten zu werden weil sie es wagt, sich selbst zu sein. Angst vor der Öffentlichkeit, Unsicherheit, kein Selbstbewusstsein, Zweifel ob sie stark genug sein wird – beim Lesen merke ich, dass sie mir unheimlich leid tut. Das einzige was beim Lesen Hoffnung gibt ist zu spüren, dass dieses ängstliche Wesen vom Mut der Verzweifelten getrieben ist und mit einem renitenten Kampfgeist das Unmögliche schaffen will. Aber ganz ehrlich, wüsste ich den Schluss des Buches nicht, ich wäre sehr skeptisch, dass sie es wirklich schafft.

Doch schon nach 4-5 Monaten kommt Licht in diese Lebensgeschichte, das Mädel erzählt plötzlich davon, wie glücklich sie neuerdings ist. Es fällt einem schwer das zu glauben, kann man glücklich sein, wenn man so von Angst und Verzweiflung getrieben ist? Scheinbar geht das. Man bemerkt, wie langsam Selbstbewusstsein entsteht, das sich dann in einem Akt des Aufbäumens im Kapitel “Der Stolz einer TransFrau” manifestiert.

Immer wieder bin ich fassungslos, kann irgendwie nicht glauben, dass aus diesem Bündel Unsicherheit das geworden ist, was heute dieses Buch liest. Der Unterschied von damals zu heute scheint unüberbrückbar.

Manchmal denke ich noch weiter zurück und stelle fest, dass ich seit Jahren nichts mehr von der Welt wissen wollte, kaum noch Kontakt zur Aussenwelt hatte. Hätte mir vor zwei Jahren jemand erzählt, wie ich mich heute fühle und verhalte, wäre ich in schallendes Gelächter ausgebrochen. FreundInnen, Ausgang, Lebensfreude – so ein Quatsch, ich doch nicht, wozu auch?

Und so wende ich mich wieder diesem Buch zu, das die Geschichte meines Lebens erzählt, das mir vor Augen hält, wie ich das Unmögliche geschafft habe. Diese Geschichte meiner Befreiung, die in eine Selbstentfaltung mündet, an die ich nie zu glauben gewagt hätte.

Es werden sich noch viele Tränen in meinen Augen sammeln, während ich hier weiter lese, weil die Schmerzen von damals noch einmal auftauchen um sich zu verabschieden und weil es mir immer wieder vor Augen hält, wie weit ich gekommen bin und wieviel glücklicher ich nun bin. Ein schmerzhafter Akt des Selbststudiums der mich immer wieder in Verzückung versetzt…… ich habe es wirklich geschafft, mir mein Glück zu erkämpfen, dafür werde ich mir ewig dankbar sein.

Blog-Tagebuch 2009 – 3. Teil

Letztes Wochenende habe ich mein Blogtagebuch nun fertig gelesen und war auch am Schluss tief berührt, wenn auch in umgekehrter Richtung als am Anfang des Buches. Als ich die ersten Monate des Tagebuchs las, war ich immer wieder erschüttert zu erleben, wie dieses ängstliche und verzweifelte Mädel ohne Hoffnung einen Kampf führt, von dem man beim lesen glaubte, dass sie ihn kaum je gewinnen wird. Der Mut der Verzweifelten, habe ich glaub mal geschrieben, das hat mich damals über Wasser gehalten.

Aber so erschütternd wie der Anfang war, so wohltuend war der Schluss. Was ich zu lesen bekam, in diesem Kino meines Lebens, entsprach genau dem was ich jetzt fühle – was kein Wunder ist, ich habs ja geschrieben ;-) Noch im Sommer hätte ich nicht gedacht, dass ich ab Herbst so aufblühe und beim Lesen wird einem wirklich klar, dass ich die Grenze zum Glücklichsein definitiv überschritten habe. Es ist ein wunderschönes Happy End – obwohl die Geschichte ja dieses Jahr weiter geht und das grosse Finale erst in der zweiten Jahreshälfte kommen wird. Und doch zeichnet sich der “Sieg” ab.

Es wird noch viel auf mich zukommen, auch in Zukunft werde ich manchmal traurig sein, manchmal verzweifelt, manchmal wütend und manchmal unsicher. Aber in diesem Jahr habe ich mir mein Leben erkämpft und ein Selbstbewusstsein entwickelt, dass mich auch durch schwere Zeiten tragen wird – davon bin ich überzeugt.

Und ich bin überzeugt, dass ich mich richtig entschieden habe, dass mich dieser Weg – so verrückt er auch wirken mag – nicht der beste sondern der einzige Weg war, der zu echter Lebensfreude führen konnte. Gegen den Schluss des Buches war ich erfüllt von Dankbarkeit, nicht nur allen gegenüber die mir beigestanden sind sondern auch mir gegenüber, dass ich tatsächlich das Unmögliche wagte und damit das Unmögliche möglich machte. Ich war dankbar, dass ich all diese Ängste ausgestanden habe und Mut aufbrachte, wo kein Mut vorhanden war. Und ich war dankbar, dass ich die Bereitschaft fand, den hohen Preis zu bezahlen – es war jeden Dollar wert.

Und so stehe ich nun hier, blicke in eine Zukunft, vor der ich mich nicht fürchte, auf die ich mich grenzenlos freue. Denn etwas habe ich mir dieses Jahr bewiesen……….. yes, I can!

Nun muss ich noch einiges am Buch korrigieren und formatieren und blabla, aber ich denke es wird nicht mehr lange gehen, bis das Buch publiziert wird, unterdessen gehts mit dem zweiten Teil weiter, hier auf diesem Kanal :-)

Blogtagebuch 2009 veröffentlicht

Seit heute ist mein Blogtagebuch 2009 im Buchhandel erhältlich und ich bin nun ganz aus dem Häuschen deswegen, jetzt bin ich nämlich offizielle Autorin, jawoll. Eigentlich war das ja früher geplant, aber die Überarbeitung dauerte doch ne ganze Weile und da ich von meiner Süssen ständig telefonisch von der Arbeit abgehalten werde ;-)

Aber nun ist es draussen und kann in jedem anständigen Buchladen unter der ISBN-Nummer 978-3-8391-4217-2 oder dem Buchtitel “T-Girl Diana – Blogtagebuch 2009″ bestellt werden. Der offizielle Verkaufspreis ist ungefähr Fr. 26.– oder 15 Euro, im Schweizer Exlibris wird es sogar mit 15% Rabatt für Fr. 22.50 angeboten.

Falls jemand in meinem persönlichen Umfeld ein Exemplar möchte, ich habe ein paar bestellt und kann sie für Fr. 20.– abgeben. Diejenigen, denen ich eines als Geschenk versprochen habe, bekommen es natürlich gratis.

Wer sich ein Exemplar bestellen möchte, kann dies beispielsweise bei diesen Online Bücherläden bestellen:

ExLibris Schweiz für Fr. 22.50
Libri Deutschland für Euro 15.–
Orell Füessli Schweiz für Fr. 27.90

Das Buch beinhaltet auf 224 Seiten alle Blogbeiträge des letzten Jahres, deshalb ist der Untertitel des Buches auch “Das erste Lebensjahr einer transsexuellen Frau”. Die Bilder, mit denen ich meine Blogbeiträge jeweils verziere, sind aus rechtlichen Gründen nicht im Buch. Dafür hat es 8 meist ganzseitige Fotos von mir drin.

Für diejenigen die selber mal sowas machen möchten, das ist ganz einfach. Man eröffnet einen Account bei Books on Demand, wählt dort ein Layout aus, erstellt ein Word-Dokument mit dem entsprechenden Ausmass, exportiert es als PDF, lädt es hoch, bastelt sich online ein Buchcover zusammen und publiziert das Ganze – entweder für sich privat, dann zahlt man nur den Buchpreis oder man veröffentlicht es für Fr. 70.– mit ISBN-Nummer.

So und von nun an möchte ich nur noch mit Frau Autorin oder Frau Schriftstellerin angesprochen werden ;-)

Aufregende Woche und pinkes Zeuchs

Diese Woche lief es ganz schön rund, einiges davon war in meinem alten Blogtagebuch zu lesen, ich fass mal zusammen und ergänze mit ganz viel Pink-Kram :-)

Pinkomanie am Arbeitsplatz
Nachdem ich hier ja mal ein Foto von einer “Blondinen-Tastatur” hatte, begann eine Blödelei mit einer Freundin und mir im Kommentarbereich des Blogbeitrags, sie wollte unbedingt so eine Tastatur und darauf brachte ich diesen Blogbeitrag in dem ich etwas rumblödelte, was für Mädels-Sachen es nicht alles gibt. Schlussendlich fand Daniela aber tatsächlich diese Blondinen-Tastatur und wir waren bekloppt genug und bestellten uns je ein Stück. Die kam nun diese Woche an und so sieht mein Arbeitsplatz nun etwas merkwürdig aus *grins*. Die Tastatur ist nicht nur witzig wegen der Farbe sondern vorallem weil alle Tasten so bekloppt beschrieben wird, die Krönung ist die Löschtaste, auf der nun “oops” steht :-) Man beachte auf dem Bild (kann man anklicken zum vergrössern), dass sowohl Handy, Schirm und Bildschirmhintergrund mit den Farben der Tastatur irgendwie harmonieren (und der golden, das nenne ich artgerechte Haltung für ein Software-Bunny :D Und das Plüschbärchen ist übrigens das von Juliet, das sitzt immer da, ausser wenn ich am Unispital rumlieg, dann kommt es natürlich mit :-)

Endlich mal wieder im Pub
Die letzten Wochen klappte es nie mit dem Pub und so war es toll, am Donnerstag mal wieder dort zu sein, ausgerechnet am St. Patricks Day und dazu auch noch mit ebendieser Freundin. Wir trafen uns dort, weil unsere bestellten Blondinen-Tasataturen angekommen waren und verbrachten einen gemütlichen und spannenden Abend, zu dem sich auch noch ein Bekannter von ihr gesellte. Dort kam’s dann auch mal wieder zu einem eher düsteren Moment, über den ich hier berichtet habe. Trotzdem hat es gut getan, mal wieder auswärts zu sein.

Endokrinologie
Der Termin am Freitag bei meiner Endokrinologin war ein voller Erfolg, seit da klebt nun ein Hormonpflaster am Rocken anstelle der Pillen die ich vorher einnahm. Damit lebe ich nicht nur weniger risikoreich sondern erhoffe mir auch eine bessere körperliche Entwicklung. Mehr darüber ist hier zu lesen. Übrigens, vielleicht ist es Zufall oder ein lustiger Placebo-Effekt, aber ich hab seit gestern das Gefühl, die Spannung und das gelegentliche Kitzeln in der Brust würde zunehmen, das könnte ein gutes Zeichen sein :-)

Erneuter Fütterungs-Ausfall
Mein Futterlieferant leShop hat’s gestern mal wieder geschafft und ich bekam anstelle der 200 Franken schweren Lieferung gerade mal ein paar Büxen Bier und Kroketten, der ganze Rest fehlte. Langsam aber sicher nervt das wirklich. So ein Lieferservice ist genial, aber wenn es so unzuverlässig ist, macht es auch nicht wirklich Spass. Da ich am Samstag arbeite und keine Lust hatte auch noch einkaufen zu gehen, bin ich halt wieder mal ein Wochenende lang unterversorgt, grad jetzt fehlt mir mein tägliches Joghurt *seufz*

Ackern am Samstag
Da ich ja die Weekends in Hamburg jeweils verlängere, kompensiere ich die Stunden indem ich manchmal länger arbeite oder an einem Samstag ackern geh. Das macht echt Spass, denn allein im Büro kann ich nicht nur konzentriert und ungestört arbeiten sondern kann auch noch Musik hören was und so laut wie ich will. Da kann’s dann schon vorkommen wie kürzlich mal, dass ich das Lied “No No Never” achzig Mal hintereinander höre und dabei vergnügt auf meinem Sitzring rumhopse – muss köstlich aussehen – aber es macht Laune und beflügelt mich beim arbeiten echt. Und manchmal wie auch gestern nehm ich eine Büxe Bier mit und trink die dann gemütlich vor dem Bildschirm als Feierabend-Bier – man gönnt sich ja sonst nix ;-)

Jauh und jetzt ist Sonntag, Ruhetag, also bleib ich liegen und tu gar nix, ausser mal in der Badewanne rumliegen – egal was, hauptsache liegend :-)

Diana catwalkt nach Hamburg

*seufz* zurückfliegen ist einfach blöd, hinfliegen fühlt sich echt ganz anders an *nochmehrseufz*. Aber dass die Rückkehr immer so traurig ist, hat auch seine gute Seite, es zeigt, wie schön es gewesen ist und wie gut wir einfach zusammen passen. Wie Arsch auf Eimer, würd mein Schatzi da wohl sagen – Recht hat’se :-)

Beim Hinflug hatte ich ja ziemlichen Bammel, weil ich erstmals mit seitenverkehrter Identitätsstörung fliegen musste. Bisher hatte ich eine Bordkarte die mit meinem Ausweis übereinstimmte, aber beide nicht meiner Erscheinung. Weil ich geglaubt hab, ich hätte die Personenstandsänderung durch bis zu diesem Flug, hatte ich die Tickets auf den neuen Namen gebucht, flog also diesmal mit Bordkarte die zur Erscheinung passt, aber weder vom Namen noch vom Geschlecht her mit dem Ausweis übereinstimmte. Und dann flog ich auch erstmals mit AirBerlin und da hab ich nur die eTicket Nummer gekriegt, bräuchte aber fürs WebCheckin eine Buchungsnummer. Ha, aber schlau wie wir Blondinen nunmal sind, habe ich AirBerlin vor dem Flug angemailt und bekam prompt die Buchungsnummer und konnte so das Webcheckin machen, musste also in dieser doch verwirrenden Identitätssituation nicht an den Schalter. Und so ging auch alles gut und ich stöckelte im Eiltempo durch das ganze Reinlass Prozedere. Auch der Vibi, den ich aus medizinischen Gründen mitnehmen musste, führte nicht zu peinlichen Situationen. Den hab ich übrigens jetzt bei Schatzi gelassen, der Nervenkitzel ist mir echt zu nervig.

Ich beneide ja immer die Stewardessen, weil die so schicke Röcke und Pumps tragen. Aber dass die ständig den Laufsteg rauf und runter dürfen und ich nicht, geht schon etwas zu weit – die stehlen mir die ganze Show – also hab ich mich diesmal gerächt und diesen geschlitzten Rock angezogen, höhö, dazu glänzende Seidenstrümpfe und graue Pumps. Ne, den Sitzring den Ihr auf dem Foto seht hatte ich nicht dabei, den hab ich nur noch zum ackern. Offenbar hat AirBerlin mich dabei entdeckt, denn auf dem Rückweg musste ich durch das gefüllte Flugzeug bis zum hintersten Platz stöckeln, hatte also auch mal das Vergnügen, auf dem Flug-Catwalk zu laufen. Aber ehrlich gesagt, ganz so gut kam das nicht, da geht’s ja nur im Stau vorwärts und ohne Tempo kriegt man auch keinen geschmeidigen Catwalk hin. Reingelegt haben die mich, fordern mich quasi zum Wett-Catwalken heraus und verstopfen mir den Laufsteg. Man hat’s echt nicht leicht *seufz*

Aber dafür konnte ich dann im Stechschritt aus dem Flieger raus (ich hab ganz vorne gebucht damit ich schnell raus komme) und stöckelte stolz mit rhythmisch aus dem Schlitz ragendem Bein Juliet entgegen – man müsste das echt mal filmen, ich seh wirklich toll aus wenn ich durch Flughäfen rausche ;-)

Weil schon Elf war, gönnten wir uns ausnahmsweise ein Taxi für 20 Euro und waren so gegen halb Zwölf zuhause – bei Mama und Lars – bei den drei Miezen und “der Katze” – und wir klammerten uns aneinander und dann war Montag – oder so. Dazwischen (man ahnt es) lagen wir auf dem Sofa rum, knabberten an uns und an sonstigem Zeuchs, kicherten mit den Erwachsenen rum, blödelten zusammen rum, ärgerten die Katzen mit Knuddelattacken (boah wie die das hassen *freu*), assen dank meines wochenlangen Gejammers wieder Gyros-Suppe und liessen es uns einfach gut gehen.

Am Samstag kam Mama dann auf die Idee, wir könnten nach Altona gehen, durch die Shopping-Meile spazieren. Kann ich ja nicht nein sagen, das wort “Shopping” hat ja bei mir so ne pawlow’sche Wirkung. Aber das Überraschende war dann, die meinten das wörtlich – issja bekloppt – wir spazierten durch die Shopping-Meile – in die Läden rein gingen wir nicht *staun* – das fand ich dann doch irgendwie erschütternd. Aber immerhin gingen wir n’Eis essen, meine Füsse waren also nur halb ruiniert.

Apropos Füsse, weil ich nicht mit so Ausserwohnungseinsätzen gerechnet habe, war ich ja mit Pumps behuft und weil das zum Shoppen nicht grad das Gelbe vom Ei ist, zwängte ich mich in ein paar super schöne Stiefel von Juliet und weil die nicht zu meinem hellen Jupe passten, kramte sie mir gleich noch Rock, Leggins und Pullover zusammen. Solviel mal wieder zum Vorteil von Frauenbeziehungen, höhö :-) Aber die Schuhe eine Nummer zu klein ist zum shoppen halt auch nicht das Wahre und so hatte ich dann am nächsten Tag mal wieder ein Zehengelenk, das beim Laufen wundersame Gefühle auslöste.

Na beklagen will ich mich jedenfalls nicht, wir haben für mich bei BonPrix ja fünf Stücke bestellt und so musste ich wenigstens nicht ohne Beute nachhause fliegen.

Am Sonntag gingen wir wieder zu Schweinske, der Kneipe mit den monströsen und sauguten Mahlzeiten. Wir teilten uns wieder einen Fleischteller, mit sechs Fleischstücken, einem Eimer Pommes, Salat und so nem riesigen bekloppten Kartoffel samt Sahne drauf. Puh, da wird Essen zur Ackerei, echt, aber es ist sowas von gut.

Umfrage: Blog Themen

Und ich mein neues Umfragen-Plugin so lustig finde, machen wir doch gleich noch eine Umfrage zum Blog. Eigentlich bin ich beim Schreiben ziemlich störrisch, was ich schreiben will, wird meist bestimmt durch ein aktuelles Gefühl oder aktuelle Gedanken die ich mir mache. Aber ein wenig lässt sich die Richtung sicher leiten und deshalb würde es mich mal interessieren, was für Themen Ihr am liebsten lesen würdet. Habt einfach Verständnis, dass ich da doch primär meinem Schreibdrang folgen werde, aber es wär trotzdem interessant, was da am meisten geschätzt wird. Diesmal machen wir die Umfrage aber zweimal. Zuerst kommen neun Themen die in etwa den jetzigen Kapitel entsprechen, da könnt Ihr alle anwählen die Euch interessieren. Dann kommen dieselben Themen nochmal, diesmal könnt Ihr aber nur die wichtigsten fünf Themen anwählen. So sehe ich, was überhaupt gewünscht wird und anderseits auch was es für Top-Themen gibt.

WICHTIG: Man muss in beiden Umfragen separat “Vote” drücken um abzustimmen!

Blog Themen

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so und nun nochmal dasselbe, aber nur die besten 5 Themen:

Blog Top Themen (max. 5)

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Umfrage: Blog-Sortierung – was meint Ihr?

So Leute, jetzt seid Ihr gefragt, wie soll dieses Blog in Zukunft sortiert sein? Ich kann mich da nicht festlegen und möchte deshalb mal wissen, was Euch denn lieber wäre. Das Problem eben folgendes……….. Ein Blog ist eigentlich der Aktualität entsprechend sortiert, man findet also immer die neusten Beiträge zuoberst. Das ist super für regelmässige Leser, man kommt rein und sieht gleich was neu ist……. Ein Tagebuch wiederum sollte chronologisch sein, weil man eine Lebensgeschichte nunmal nicht rückwärts liest.

Einschub: Aufgrund der ersten Umfrage-Resultate habe ich die Sortierung jetzt mal umgestellt zugunsten der Aktualität, aber die Umfrage läuft weiter, bei Bedarf wird wieder umgestellt ;-)

Gerade für diejenigen, die alles durchlesen (ja das gibt’s echt *freu*), ist die chronologische Sortierung ein riesen Vorteil. Aber damit komme ich auch an technische Hürden. Da so ein Blog von sogenannten Blogreadern eingelesen wird, muss ich dem immer das gesamte Blog “anbieten” anstatt wie gewohnt in einem Blog nur die neusten 10 oder 20 Stück. Das bläst das Blog immer mehr auf und im letzten Tagebuch kam ich gegen 500 Beiträge voll langsam an Grenzen, die Feedreader verschlucken sich dort teilweise. Ausserdem muss ich nach jedem Beitrag die Sortierung für eine Weile umstellen, damit die damit überhaupt klar kommen. Technisch gesehen ist ein chronologisches Tagebuch nicht da Gelbe vom Ei, aber ich könnte zumindest die ersten ein bis zwei hundert Beiträge so bleiben.

Es geht übrigens nur um dieses neue Blog hier. Das alte Tagebuch soll ja diese Geschichte erzählen, da ist mir die zeitliche Reihenfolge wichtig. Aber hier scheint es mir eher Sinn zu machen, der Aktualität zu folgen.

Falls ich die Blogsortierung umstelle, werde ich jedenfalls ein Archiv machen mit PDF-Dateien die jeweils einen Monat am Stück beinhalten. So können diejenigen die alles lesen wollen bis zum aktuellen Monat alles chronologisch durchlesen. Wär ja auch ein Kompromiss.

Hmmmmm, ist echt schwer zu entscheiden, Blog oder Tagebuch, das ist hier die Frage……. und die gebe ich nun an Euch weiter, hier könnt Ihr abstimmen………….

Wie soll das Blog sortiert sein

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Mal wieder im Galopp von Freud zu Freud

Uiiiiii, jetzt geht aber die Post ab in nächster Zeit, kaum eine Woche ohne dass irgend ein Highlight in meinem Leben stattfindet, ich zähl mal auf…….

  • Heute Abend in drei Tagen flattere ich wieder gen Hamburg und knuddle Juliet vier Tage lang dumm und dämlich. Bei ungefähr 90 Stunden dürfte das so an die tausend Knutscher geben, höhö :-) Ausserdem können wir zwei Erwachsene und drei Katzen und “der Katze” närrisch machen und ganz viel komisches Zeug essen, ich freu mich ja sowas von.
  • Wenn ich am Montag Abend zurückkomme, geht’s keine vier Tage und schon habe ich ein Gespräch mit meiner Endokrinologin und wir werden uns prügeln äh darüber diskutieren, in welcher Form ich zukünftig meine Hormone einnehme und in welcher Dosierung. Ich bin zuversichtlich, dass ich Pflaster oder sowas verschrieben bekomme, sieht zwar bekloppt aus, so n’Pflaster am Rücken, aber die gesundheitlichen Risiken wären deutlich tiefer. Ausserdem fühle ich mich die letzten Wochen hormonell unterversorgt, schwer zu erklären, da fehlen einfach noch ein Rudel Östrogenchen.
  • Genau eine Woche später habe ich dann das Info-Gespräch bei meinem Chirurgen, dann erfahre ich hoffentlich, wann ungefähr die NachOp ist und vorallem, was er da noch an mir basteln wird. Ich hätt ja eigentlich noch gern ein automatisches Platzhalter-Einführsystem und vielleicht noch einen eingebautn Flaschenöffner, aber ich vermute, dass er meinen Hang zu plastischer Kreativität nicht so teilen wird ;-)
  • Drei Tage später am Montag läuft meine Frist ab und ich kann beim Bezirksgericht das Urteil für die Personenstandsänderung abstempeln lassen und damit zum Passamt stöckeln und meine Identitätskarte bestellen. Aber vielleicht haben die ja dann doch noch eine Überraschung auf Lager und ich muss noch drei dutzend andere Stempel abholen, irgendwo in entlegenen Maja-Tempeln oder beim Papst oder Donald Duck – mich wundert ja gar nix mehr.
  • Die Woche darauf hab ich noch gar kein Highlight – was soll denn sowas – aber da wird sich schon noch was finden – oder nach Majatempel abklappern :-)
  • Die nächste Woche müsste dann meine Identitätskarte ankommen – sofern ich eben nicht doch nach Südamerika reisen muss – und ich wär somit offiziell real und so, mich gibt’s dann so richtig, so schwarz auf weiss, made in Switzerland, wow :-)
  • Die folgenden zwei Wochen werde ich mich dann damit vergnügen, Bankkarte, Kreditkarte, Bahnkarte und vieles mehr gegen Neue einzutauschen und werd mich wohl bei jedem weiteren Kärtchen erneut wie blöd freuen. Ich hätte nicht gedacht, dass mir diese ollen Plastikkärtchen mal Freude bereiten, aber die werde ich vermutlich alle abknutschen wenn ich sie krieg – allenfalls direkt am Postschalter – hüpfend und Grunz- und Pfeifflaute ausstossend :-)
  • Und Dann ist endlich Ostern – jajajaja – und Juliet kommt zu mir, von Donnerstag Abend bis Montag Morgen, schon wieder knuddääääääln – jauuuuuuuhhhhhhhh :-)
  • Von da an sind es noch lausige 7 Wochen bis zu unseren zweiwöchigen Sommerferien und ich hoffe, dass ich irgendwo in dieser Zeit die NachOp habe, dann gäb’s da wieder ein paar Highlights, ins Spital rein, aus der Op aufwachen, aus dem Spital raus, mit Morla quatschen – jauh das wird eine tolle Zeit :-) Und ein Wochenende in Hamburg wär da auch noch geplant, aber wann wird sich zeigen, eben von wegen Op-Termin.
  • Und dann eben Mitte Juni sind die Sommerferien, zwei Wochen schätzeln *schauder*, ey zweeeeiiiii Wochen am Stück, was für eine Krönung dieser vor mir stehenden atemberaubenden Zeit :-)

Mein neues Blog nimmt Formen an

Langsam aber sicher nimmt dieses Blogtagebuch Formen an und es beginnt sich abzuzeichnen, in welche Richtung es sich entwickelt. Zu Beginn war mir nicht so recht klar, wie das rauskommen soll, ich wusste zwar ein paar Grundthemen die ich hier beackern will, aber der Rest sollte sich entwickeln. Die letzten Tage habe ich begonnen, zu allem was mir einfällt einen Entwurf zu machen, meist ist es erst ein Titel. So wollte ich rausfinden, was mich überhaupt bewegt und was für Themen mir am Herzen liegen. Unterdessen sind es 44 Entwürfe und die Kapitel-Einordnung zeigt Tendenzen, was hier so zu erwarten ist in nächster Zeit.

Die meisten bisher geplanten Beiträge sind im Bereich Religion angesiedelt, gefolgt von Philosophie. Dann kommt der ganze Rest, politische Themen, indigene Themen bis hin zu persönlichen Sachen. Ein grosser Teil wird sich im Bereich Spiritualität ansiedeln, wobei ich das sehr weitläufig verstehe, der Alltag selbst und jeder Atemzug hat ja etwas von Spiritualität, wenn man die entsprechende Lebenshaltung hat. Es sieht auch stark danach aus, als ob hier zukünftig ab und zu auch grössere Klugscheisser-Beiträge auftauchen wie beispielsweise der heutige Beitrag über AKWs – es dürfte also teilweise einiges mehr Tiefgang geben hier, zumindest wenn ich bestimmte Themen etwas genauer unter die Lupe nehme.

Das Tagebuch selbst wird vorläufig noch nicht so oft auftauchen, weil viele Dinge meines Alltags doch noch stark mit meinem alten Thema zu tun haben und deshalb auch in meinem alten Tagebuch veröffentlicht werden. Dasselbe gilt für das Thema Transsexualität, das gehört natürlich sowieso weiter dorthin, bis ich das alte Blog ganz abschliesse.

Weiters habe ich vor, rechts bei “Seiten” eine Sonderseite über Transsexualität zu machen, in der ich die wichtigsten Blogbeiträge zu diesem Thema zu einem grossen Text zusammenstückle und diesen etwas überarbeite. Aber das gibt wieder einiges zu ackern, deshalb wird’s wohl noch ne Weile gehen bis der fertig ist.

Ausserdem habe ich mich entschlossen, ein paar der wichtigsten Blogbeiträge aus dem alten Tagebuch hier nochmal zu bringen, vorallem diejenigen, die wesentliche Aspekte meiner Persönlichkeit behandeln, weil ich mich auch hier so gut wie möglich vorstellen möchte. Diese Beiträge werde ich in nächster Zeit hier einstreuen.

Auf jeden Fall verspüre ich einen grossen Enthusiasmus, ich freue mich total, mich endlich all den vielen Themen zu widmen, die mir soviel bedeuten. Und ich bin weiterhin gespannt, wie sich dieses Blog weiter entwickelt.

Übrigens, die Foto-Seite hat sich wieder etwas verändert, vorallem hats zuoberst etwas Aktuelles drin. Ausserdem habe ich auf Wunsch meines Papas den Kalender wieder rechts rein gepfercht. Bin ich nicht n’braves Mädel, Paps? ;-)

Ein exzessiver Blog-Sonntag

Manchmal kommt es so anders als man denkt. Nachdem ich gestern geackert habe um den freigenommen Montag zu kompensieren, habe ich mir fest vorgenommen, heute wie jeden Sonntag auszuschlafen, also frühstens ab elf Uhr aufzustehen. Um 5:35, fünf Minuten bevor mein Wecker unter der Woche klingelt, war ich hellwach, weiss der Geier warum. Ich trank einen Schoko-Cappu (Juliet hat mir welchen aus Germanien gebracht) und dann packte mich wie oft in letzter Zeit das spirituelle Fieber. Ich enterte den PC so um Sieben, startete indianische Musik auf meinem iTunes Player und töggelte los wie bekloppt. Seit einigen Wochen bin ich daran, dieses neue Blog zu füttern, vorallem die Kapitel-Beschreibungen. Heute packte mich aber das indianische und greenpeaclerische Fieber und so textete ich mich vor mich hin, beflügelt von Bill Millers Flötenklang. Einerseits beendete ich die Kapitel-Beschreibungen, anderseits begann ich einen Beitrag über einen indianischen Mythos der hinter Greenpeace liegt – aber den spar ich auf, für heute hats ja genug zu Lesen hier drin ;-)

So gings dann weiter bis etwa 16 Uhr, ich habe an die neun Stunden ununterbrochen geblogbastelt und wider meinen Vorsätzen konnte ich es dann nicht lassen und habe dieses Blog offiziell eröffnet. Und ich hab eine Scheissfreude daran :-) Jaja ich weiss, Scheissfreude sagt man nicht – ist mir egal, ätsch :-)

Mein Bedürfnis, das alte Leben hinter mir zu lassen und das neue Leben auszukosten, haben mich immer mehr gedrängt, diesen Blogwechsel endlich zu vollziehen. Ich habe einfach den Eindruck, dass ich in diesem (t)-Girl Tagebuch nicht mehr zuhause bin und vorallem bleibt das Transsexualitätsthema dort an mir kleben. Vorallem habe ich in letzter Zeit enormes Bedürfnis, über Dinge zu schreiben, die für ein “Blogtagebuch einer transsexuellen Frau” nicht von Bedeutung sind, umso mehr jedoch für mich, mein Leben, meine Gedanken und Gefühle. So war es dann einmal mehr ein Entscheid innert Minuten und der Blog-Umzug ging los.

Unterdessen habe ich die Musik von indianischer Flöte auf Beethovens Monschein-Sonate gewechselt, ein Bad genommen und fühl mich grad wie Gott am siebten Tag – einmal mehr – es ist vollbracht. Und es fühlt sich so gut an. Ein weiterer Schritt im Loslassen, ein weiterer neu eroberter Ort an dem die Musik meiner Zukunft spielt. Ich hoffe, dass es mir gelingt, in nächster Zeit mal das ganze ärgerliche Zeug zu lassen und mich dem widmen kann, das mich gerade so antreibt, das was ich Spiritualität nenne.

Es gibt so vieles worüber ich schreiben möchte und doch weiss ich nicht recht was ich schreiben werde, ich lasse mich treiben, im Leben und auch hier im Blog – wohin, weiss nur Gott allein.

Ich habe die Musik wieder zu Bill Miller gewechselt, der Flötenklang lässt etwas in mir vibrieren, das so lange brach lag, weil ich einfach keine Energie mehr hatte für all das. Wie gerne würde ich jetzt in den Black Hills stehen, am Bear Butte, die Zedernflöte spielen die ich so lange nicht mehr gespielt habe. Ich höre die Bäume rufen, rieche den Duft nassen Waldbodens, höre das tztztztz der Eichhörnchen, den Schrei des Waldkauzes in stiller Nacht…….. ich fühle mich, als ob ich jetzt erst meine Flügel so richtig entfalte, bereit zu fliegen.

Ich höre “Wind Spirit”, mein absolutes Lieblingslied von Bill Miller, ein wohliger Schauer durchströmt mich………

Mein neues Tagebuch

Nichts ist unmöglich,
denen, die das Unmögliche wagen
(Diana)

Da wären wir nun, in meinem neuen Blog-Tagebuch, also erklär ich am besten als Erstes, worum es hier geht und was LeserInnen hier erwarten dürfen. Wer ich bin, kann hier in meiner Vorstellung nachgelesen werden, da will ich mich nicht wiederholen, betrachten wir lieber, was hier so geplant ist.

Ich blogge seit vielen Jahren, in der Regel einem bestimmten Thema folgend. Vor gut zwei Jahren begann ich mein Tagebuch einer transsexuellen Frau, in dem ich unter dem Pseudonym ‘T-Girl Diana’ den Weg einer transsexuellen Frau in fast 500 Beiträgen dokumentiert habe. Höhepunkt dieses Prozesses war dann mein GaOp-Tagebuch, in dem meine genitalangleichende Operation dokumentiert wurde. Nebenbei entstanden weitere Blogs, eines das News zum Thema Transsexualität veröffentlicht, eines in dem ich Fragen zum Thema Transsexualität beantworte und schlussendlich noch eines das Informationen für Transsexualität-Betroffene bietet. Nachdem ich das Glück hatte, die tollste und verrrückteste Frau von Deutschland zu finden und mit ihr eine Beziehung führen kann, haben wir zusätzlich noch ein gemeinsames Blog gestartet unter dem Pseudonym DuoInfernale.

Soweit die Vergangenheit, aber wie geht es weiter? Diese Frage ist gar nicht so einfach, denn bisher hatte ich immer Kernthemen, die einem Blog sozusagen das Rückgrat und die Identität gaben. Aber meine Transsexualität ist Vergangenheit, ich lebe nun ein Leben als fast normale Frau, da gibt es nicht mehr viel Spektakuläres zu berichten. Aber es ist mir zur Gewohnheit geworden, meine Gedanken zu verbloggen und so werde ich das auch zukünftig tun – eben hier.

Welche Themen hier mit der Zeit einfliessen, wird die Zukunft zeigen. Ich neige dazu, sehr spontan über Dinge zu schreiben, die mir ans Herz gehen, dementsprechend kann man nicht voraussehen, was hier so alles auftauchen wird in den nächsten Jahren. Sicher ist, dass es einige Kernthemen geben wird.

Zum Einen wird das Thema Transsexualität sicher immer wieder aufleuchten, auch wenn es für mich heute Vergangenheit ist. Dementsprechend werden auch Geschlechterfragen auftauchen, sei es im informellen Sinn oder sei es, dass ich mal wieder über Jungs spöttle ;-) Ausserdem mache ich mir gerne philosphische Gedanken über Gesellschaft, Umwelt, Politik und Religion – auch das wird hier sicher viel Platz bekommen. Und last but not least ist Humor nunmal die Essenz meines Lebens und so wird auch dies hier sicher nicht zu kurz kommen.

Im Gegensatz zu meinen früheren Blogs, in denen Blogbeiträge in mehreren Kapitel aufgeführt wurden, werden die Beiträge hier nur noch in einem Kapitel aufgeführt, das Kapitel das am meisten durch das Thema betroffen ist. Als Erstes werde ich mal für jedes vorläufig geplante Kapitel einen kleinen Beitrag schreiben, in dem ich erkläre, was dort so geplant ist. Dafür werden hier nun alle Beiträge mit mehreren Stichworten versehen, diese erscheinen im Blog rechts etwas weiter unten in einer sogenannten Stichwort-Blase. Die Grösse der Worte zeigen an, wieviel Inhalt drin ist. Da sieht vorerst noch dämlich aus, weil die meisten Stichworte erst einmal aufgeführt sind und ein paar zweimal, was die Worte doppelt so gross macht, aber mit der Zeit wird das so richtig nett aussehen.

Ausserdem wird dieses Blog nicht mehr chronologisch sein sondern – wie es für Blogs üblich ist – die neusten Beiträge zuoberst aufführen. Beim Start dieses Blogs werde ich die Sortierfolge für kurze Zeit chronologisch lassen, damit Ihr die ersten Kapitelbeschreibungen ordentlich lesen könnt, dann werde ich umstellen.

Ich lade LeserInnen herzlich dazu ein, Beiträge zu kommentieren. Auch kritische Gedanken sind willkommen, man darf mich jederzeit kritisieren und korrigieren, solange der Tonfall anständig bleibt. Beleidigende Beiträge werden gelöscht und Forentrolle gesperrt. In dem Sinne, herzlich willkommen in Dianas Plauderecke :-)

Ich fühle mich an nichts von dem gebunden, was ich geschrieben habe.
Ich nehme aber auch kein Wort davon zurück
(Jean Paul Sartre)

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