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Mobbing – Homophobie und Transphobie sind tödlich

Heute möchte ich Euch jemanden vorstellen. Das ist Jamey Rodemeyer, ein 14-jähriger amerikanischer Junge. Jamey ist eigentlich ein ganz normaler Junge, er wird von seinem Umfeld sehr geschätzt, ist sensibel, lebensfroh und sozial engagiert.

Nur in einem unterscheidet sich Jamey von anderen Jungs, Jamey ist schwul. Und noch in etwas unterscheidet er sich von Jugendlichen dieses Alters, er ist mutig und tapfer genug um zu seiner Wesensart zu stehen, er steht zu sich obwohl er deswegen gemobbt wird.

Vor einiger Zeit hat Jamey dieses Video veröffentlicht, ein “Alles wird besser” Video, in dem er wie viele andere Schwule, Lesben, Transsexuelle und sonstwie Stigmatisierte sich gegenseitig Mut zusprechen und so die Hoffnung aufrecht erhalten, dass es in dieser Gesellschaft wirklich besser wird, dass Menschen wie Jamey oder ich eines Tages nicht mehr als Stigmatisierte gelten, dass all der Spott und Hohn eines Tages endet.

Ich bitte Euch, dieses Video nun genau anzuschauen, auch wenn Ihr den englischen Text nicht versteht, betrachtet diesen liebenswürdigen Jungen, beobachtet seine schüchterne Körpersprache, erspürt seine Sensibilität………

Das war Jamey Rodemeyer, ein 14-jähriger amerikanischer Junge……. nur in einem unterscheidet sich Jamey von anderen Jungs……. Jamey ist tot, er hat sich letzten Sonntag das Leben genommen.

Jamey reiht sich damit ein in eine Unzahl von homosexuellen Jugendlichen, die dem Druck einer homophoben Gesellschaft nicht mehr standhalten konnten. Seit seinem Outing wurde er in der Schule und von anderen Jugendlichen aufs Heftigste gemobbt, er wurde verhöhnt und verspottet. Kurz vor seinem Tod schrieb er in seinem Blog: “Ich sage immer, wie sehr ich gemobbt werde, aber das interessiert niemanden. Was muss ich tun, damit Leute mir zuhören?” und wenige Tage vorher schrieb er: “Ich wäre so glücklich wenn ich sterben könnte”. Sind das die Worte, die ein 14-Jähriger aussprechen sollte? Wie brutal muss eine Gesellschaft sein, dass ein 14-jähriger Junge solche Empfinden hat, weil man ihn derart ausgrenzt und kaputt macht, bis er sich nicht mehr anders zu helfen weiss als sich das Leben zu nehmen? Aber wundert es einem, dass ein Junge nicht mehr weiter weiss, wenn er beispielsweise über sich liest: “Jamey ist stupid, schwul, fett und hässlich, er muss sterben”?

Das Wort “Homophobie” leitet sich ab von der Vorstellung, dass wir das ablehnen, wovor wir uns fürchten, in der Regel ist es “das Fremde”, in welcher Gestalt auch immer es uns begegnet. Die Angst vor dem Fremden, die Xenophobie, macht Menschen zu Fremdenhassern, Homophobie führt zu Schwulenhass und Transphobie zu Transsexuellenfeindlichkeit. Eine Studie der Columbia University mit 32’000 Elftklässlern zeigt erschreckende Fakten. Homosexuelle resp. lesbische Jugendliche haben eine viermal höhere Selbstmordversuchsrate als der Durchschnitt. Die Studie zeigte auch, dass das Suizidrisiko umso grösser ist, wenn das soziale Umfeld negativ mit der Homosexualität der Betroffenen umgeht. Homosexuelle Menschen, die von ihrem Umfeld nicht gestützt werden, haben ein 20% höheres Suizidrisiko, das sollte uns wirklich zu denken geben.

Ich kenne diese Abgründe der Gesellschaft mehr als mir lieb ist. Als Kind wurde ich oft verspottet, weil ich so feminin war. Man hielt mich ja für einen Jungen und fand das total lustig, dass ich “so weibisch” bin. Und heute, da ich nun endlich meinem wirklichen Geschlecht entsprechend als Frau lebe, muss ich wieder hie und da spöttische Blicke ertragen, vorallem von Kindern und Jugendlichen. Oft habe ich mich gefragt, warum ich nicht schon als Kind mutig genug war um so für mich einzustehen, warum ich vierzig Jahre lang mich selbst verleugnete. An so Tagen wie heute wird mir mal wieder klar warum, ich wäre damals wie Jamey nicht stark genug gewesen um die hässliche Seite der Gesellschaft zu erdulden, ich wäre genau wie er kaputt gegangen an der Grausamkeit dieser Welt.

An Jugendliche:

Wenn Du Dich mal wieder lustig machen möchtest über einen Mitschüler, dann erinnere Dich daran, dass Mobbing tödlich sein kann, halte Dir vor Augen, dass jährlich tausende von Kindern sich das Leben nehmen, weil sie das nicht ertragen können, was Du vielleicht grad im Begriff bist zu tun. Du weisst nicht, was die Zukunft für Dich bereit hält, vielleicht bemerkst Du eines Tages, dass Du homosexuell bist, vielleicht outet sich Dein Vater oder Deine Mutter als Homosexuelle oder Transsexuelle, vielleicht kommt der Tag, an dem man Dir “Schwuchtel” oder “Transentochter” oder “Krüppel” nachruft. Vielleicht kommt der Tag, an dem auch Du zu den Stigmatisierten dieser Gesellschaft gehörst, geh so mit Deinen Mitmenschen um wie Du es Dir erhoffen würdest in so einer Lage.

An Erwachsene:

Wenn Du Dich mal wieder lustig machen möchtest über einen Mitmenschen, nur weil dieser irgendwie anders ist, dann erinnere Dich daran, dass Verachtung und Verspottung tödlich sein können, halte Dir vor Augen, dass tausende von Menschen sich das Leben nehmen, weil sie mit dem Gespött durch Menschen wie Dich nicht mehr klar kommen.

An Eltern:

Wenn Ihr wirklich so erbärmlich seid, dass Ihr es nicht lassen könnt, Euch über Andere lustig zu machen, dann tut das wenigstens nicht in Anwesenheit Eurer Kinder, denn Eure Kinder lernen durch Euch solche Verhaltensweisen und wenn Ihr ihnen so ein Vorbild seid, werden sie eines Tages genauso asoziale Arschlöcher wie Ihr es seid.

An die Jugendlichen die Jamey gemobbt haben:

Redet Euch nicht ein, Jamey hätte sich selbst getötet, Ihr wart das, Ihr habt sein Leben auf dem Gewissen, mit dieser Schuld müsst Ihr nun leben. Und falls Eure Eltern mal wieder betonen, dass Gott angeblich Schwule hasst, dann vergesst nicht, dass Gott vorallem Mörder hasst, Ihr seid solche Mörder – willkommen in der Hölle!

An Mobbing-Opfer:

Und all den Mobbing-Opfern, die immer mal wieder an die Grenzen des Erträglichen anstossen, möchte ich diese alten Blogbeiträge von mir zum Nachdenken mitgeben…… glaubt mir, Ihr seid nicht allein!

Selbstmord – die vorweggenommene Niederlage
Transsexualität und Selbstsicherheit

An Jamey:

Ich kannte Dich nicht und so hörte ich Dich auch nicht, wie gerne wäre ich Dir beigestanden um diesen Widrigkeiten zu trotzen. Aber wenigstens jetzt wirst Du gehört, weit über Deine Landesgrenzen hinaus. Vielleicht bekommt Dein sinnloser Tod wenigstens so ein wenig Sinn. Es ist allseits bekannt, dass viel zu viele Jugendliche sich das Leben nehmen und es dürfte auch vielen bekannt sein, dass die Suizidrate von homosexuellen Jugendlichen vier mal höher ist als bei Anderen. Aber mit so Zahlen erreicht man keine Menschen, die Meisten sind nicht feinfühlig genug um hinter diesen Zahlen all die Schicksale zu erspühren. Durch Dich hat Homophobie und Mobbing ein Gesicht bekommen, möge die Welt wenigstens jetzt etwas daraus lernen, auch wenn es für Dich zu spät ist. Eines kann ich Dir versichern: Du hast mich berührt, mich zu Tränen gerührt……. ich hoffe, dass ich diese Rührung mit diesem Blogbeitrag weiter geben kann, damit Du nie vergessen wirst.

Wirklich tot sind nur die, an die niemand mehr denkt,
wir vergessen Dich nie, Jamey!

Mehr zu diesem traurigen Ereignis:

Queerdenker: Selbstmord eines 14-Jährigen in den USA
Fabio Huwyler: Paws Up!
Technorati: It Didn’t Get Better For Jamey Rodemeyer
John Shore: Christians and the Blood of Jamey Rodemeyer
Buffalo News: Teenager struggled with bullying before taking his life
Facebook Gedenkseite für Jamey Rodemeyer

They can verbally abuse me, they can torture me,
they can try to strip me bare of my dignity…
they can even take my life,
but they can never ever snatch who I am at my core…
I will always naturally express who I am on the outside,
Trans (and Homo) phobic social oppressors be damned!
(Arianna Davis)

UPDATE 23.9.2011: So traurig dieser Vorfall auch ist, es sieht danach aus, als ob die Welt von einer Solidaritätswelle erschüttert wird, infolgedessen das “Paws Up Forever Project” am entstehen ist. Dieses Video ist ein erstes Statement………. in dem Sinne…… PAWS UP *fauch*

UPDATE 26.09.2011: Die Musikerin “Lady Gaga” hat sich ihrem Fan angenommen und unterstützt die “Paws Up for Jamey” Bewegung an vorderster Front, hoffen wir, dass diese Welle nicht mehr aufhört, bis auch der hinterletzte Depp versteht: “Mobben ist was für Verlierer” (O-Ton Lady Gaga). Anlässlich eines Auftritts widmete sie Jamey ein Lied……

MTV: Lady Gaga – Kampf dem Mobbing
MTV: Lady Gaga – Song für Mobbing-Opfer
BlueWin: Lady Gaga gedenkt ihrem toten Fan
Queerdenker: Grossartige Lady Gaga

8 Reaktionen zu “Mobbing – Homophobie und Transphobie sind tödlich”

  1. Talia Kay

    :’( bin einfach nur sprachlos und endlos traurig … in was für einer Welt leben wir, in der ein kleiner aber umso mutiger Junge schlussendlich keinen anderen Ausweg mehr sieht, als sich das Leben zu nehmen? Ich wünsche mir nichts mehr, als diesen Tag zu erleben, an dem die Menschen allem, was in ihren Augen “anders” ist, nicht mehr mit Spott, Häme und Agressionen begegnen, sondern mit Offenheit, Verständnis und Respekt!

    Diana, darf ich diesen Beitrag in meinem Facebook-Profil verlinken?

  2. Diana

    @TaliaKay: ja klar darfst Du, sollst Du sogar, die Welt sollte endlich sehen, über wieviel Leichen sie gehen wenn sie sich über jemanden lustig machen.

  3. BjORN

    Liebe Diana!Erstmal danke an ALLE die noch ihr Herz spüren & dieses auch sprechen lassen können und natürlich auch Dir Diana , wo Du ja selbst ähnliche Lebens-Erfahrungen mit- & durchgemacht!Auch ich kenne dieses miese Gefühl in eine Außenseiterrolle zugeraten…denn Mitläufer zu sein dem allgemeinen grad´gültigen Herdentrieb zu folgen war & ist eben nicht meins…Tendenziell macht es mir eher Spaß mich gegen aktuelle Trends zu positionieren (obwohl das damit auch mich trotzdem noch fremdbeeinflußt …
    Und exakt darin meine ich auch die eigentliche Wurzel auch von Mobbing & Bullying zu erkennen!
    Schon in der Schule (oder auch viel früher) lernen wir `gut´ zu werden und das meint möglichst `der Beste´ (`die Beste´)…für diese einfache Gleichung werden logischerweise `Schlechtere´ gebraucht – benötigt…und bei Bedarf auch dazu genötigt…
    JEDER ist einzigartig und JEDER sehnt sich nach Gemeinsamkeit…
    WiR leben in einer Welt unendlicher Möglichkeiten auch miteinander in Kontakt zu kommen (wie auch zB hier grad´in Deinem Blog…) und trotzdem sind gerade in anonymen Großstädten EINsamkeit das Thema.
    Lebe ich wirklich…meinLeben was ich auch in etwa genau so leben mag – oder bin ich doch eher mehr damit bemüht , das meine Nächsten (Eltern , Mitschüler-studis ,Kollegen etc.) Gefallen an mir finden…Erwartungen anderer möglichst zu erfüllen!
    JEDER möchte Anerkennung und auch gemocht werden (bedeutet LiEBE nicht sich gegenseitig verstanden zu fühlen – auch ohne viele Worte…)
    Die meisten trauen sich nicht aus der Reihe zu tanzen – Gruppendynamik wird von allgemein gültigen Gesellschaftsnormen geleitet…Die meisten würden aber zB beruflich was ganz anderes tun wollen…
    Es ist cool `cool´ zu sein , auch wenn dieser ach so coole Begriff für alles und nichts steht…nur wenige sagen , das was sie wirklich denken…seine Rolle im Spiel des Lebens zu spielen…warumauch nicht…?!

    So – und da gibt´s aber plötzlich jemand wie Du Diana , wie Jamey , ich und noch so manche mehr , die es sich herausnehmen & wagen auch nach außen sich so zu presentieren , authentisch halt…
    HALT – was der / die erlaubt sich das , was ìch´ möglicherweise auch gerne täte (wirklich das sagen & auch tun was ich wirklich mag & möchte) – NEiN ich erlaube es `mir´ nicht – und logisch dann dem anderen auch nicht…
    Genug der Lebens-Philosophischen Refektion…
    JAMEY Rodemeyer hat mich nicht nur meine Net-Seiten erneuern lassen – über ihn & durch ihn durfte ich folgendes lernen : JEDER Mensch ist ein Rohdiamant – JEDER Mensch hat seinen eigenen Weg – JEDER kann den anderen & das andere leichter respektieren , wenn dieser offener mit der willentlichen Bereitschaft Fremdes erstmal zuzulassen…denn JEDER ist ja auch für den anderen fremd & Fremder…Und urteilen wir nicht ALLE doch allzuoft allzuschnell über den , der uns da begegnen mag – Vorurteile verhindern wirkliches Kennenlernen !!
    Abschließend (herzlichen Dank für Deine / Eure Wahrnehmung) noch zum Glauben , den Jamey auch in Verbindung mit JESUS hatte…
    Heute muß man sich fast schon schämen sich zu zB JESUS zubekennen…Aber nicht zuletzt weil Kirchen diesen für deren Macht über Menschen instrumentalisieren & damit mißbrauchen…und diese müssen aufpassen das diese nicht in diese `Hölle´ fallen , welche sie Angst verbreitend verkündigen…Denn JESUS macht eben keine Unterschiede – der Wert eines Menschen liegt nicht an irdischen Maßstäben wie Leistung & Schönheit…
    Geld , Besitz & Macht bleibt jedenfalls auf der Strecke bei der Rückkehr zur Quelle , wo ALLE wir ja herkommen…
    Nicht WAS Menschen ( auch ìch´) tun ist der wesentliche Unterschied – das WiE (Frage der Dosierung zB…) und das dahinterstehende Motiv (warum?!) ist das was Persönlichkeiten zur Person reifend werden läßt…Daraus ergibt sich auch , das die Frage welche Sexualität der/die Einzelne lebt imgrunde unerheblich…oder hat Gesellschaft Angst das plötzlich keiner mehr Hetero?…Wo doch nur ein Chromosom mehr besagt weiblichen oder männlichen Geschlechts zu sein…Umsomehr der Mann seine weibliche Seite sich selbst erlaubt ,um so mehr wird er dies dann auch bei anderen nicht mehr als `störend´ empfinden…und seitdem Frauen in unserer Welt an Macht gewinnen , um so weniger gilt das `Faustrecht´ = deutlich weniger Kriege etc.
    Macht ist eben nicht gleich Macht – also macht ihr & mache ich (!) was draus…es istimmer voll easy über andere zu lamentieren – was aber von uns selbst ablenkt…STEH´ ZU DiR – erlaube es Dir und dann aber auch dem anderen…anstatt Maske (cool sein…) könnte Leben mit Herz sein – und diese Entscheidung treffe ich immer wieder neu…

  4. Diana

    @Björn: da sprichst Du eine grosse Wahrheit an. Menschen sind enorm darauf konditioniert, dass sie Anderen gefallen wollen, wir messen unseren Wert am Beifall Anderer. Deshalb wird die Gruppendynamik gerade beim Mobbing schnell albtraumartige Zustände an, wenn die vermeintlich Coolen mal jemanden unter Beschuss nehmen, können sich Viele dem nicht mehr entziehen und machen mit.

    Du hast auch Recht, dass es Leute wie uns geben muss, die sich dagegen auflehnen und immer wieder auf diesen kollektiven Irrsinn hinweisen. Aber wir müssen uns auch im Klaren sein, dass wir gerade durch unser Auflehnen gegen solche Missstände, Opfer derselben werden können. Trotzdem müssen wir weiter machen – wenn nicht wir, wer dann?

    Jedenfalls danke für Deine umfangreichen Gedanken zu diesem Thema, sie haben den Beitrag um viel erweitert. Paws up ;-)

  5. Tom

    Dieses Gedicht widme ich Jamey Rodemeyer

    Jahrelanges Leid hast du ertragen, hast dich gequält,
    wurdest gemoppt, verletzt und geschlagen.
    Du wurdest gepeinigt, unterdrückt, misshandelt und ausgegrenzt aus der Gemeinschaft.
    Trotzdem bliebst du eisern, hast dich nicht abbringen lassen
    von deinem Weg so voller Leidenschaft.
    Du hast gekämpft, zu uns gesprochen teils mit verzweifelter Stimme
    und fragendem Blick.
    Deine Botschaft an uns: Bitte hört mir zu, versucht zu verstehen,
    so wurde ich geboren und es gibt kein Zurück.
    Du hast uns gezeigt, was Mut ist, hast uns bewegt, hieltest tapfer den Schritt.
    Jetzt haben sie dich in den Tod getrieben… ja, sie wünschten ihn dir,
    auf Schmierzetteln geschrieben!
    Wir werden niemals aufhören für dich weiter zu kämpfen, werden dich nie vergessen,
    dich in liebevoller Erinnerung in unsere Herzen einschließen. „IT GET´S BETTER“!

  6. Diana

    @Tom: Vielen Dank für diese einfühlsamen Worte :-)

  7. Tom

    Ich würde so gern noch mehr tun, habe auch schon 50 Dollar für das Unternehmen “Born This Way” gespendet, das von Lady Gaga ins Leben gerufen wurde.

  8. Vanessa

    Vielen Dank für diesen tollen Beitrag über einen großartigen, tapferen Jungen. Es treibt mir die Tränen in die Augen, wenn ich daran denke, was er durchgemacht haben muss. Tag für Tag für Tag diese Qualen ohne Aussicht auf Änderung, ohne die Hilfe, die er gebraucht hätte, um diese Grausamkeiten zu überstehen… Und ebenso schockierend wie sein sinnloser Tod ist es, im Internet lesen zu müssen, dass einige seiner Peiniger seinen Tod noch gefeiert haben. Der Mensch liebt eben nichts mehr, als zu hassen.

    Ich bin 33 Jahre alt und ich schätze, dass sich zu meinen Lebzeiten nichts an den Gegebenheiten ändern wird. Je mehr Homo-, Bi- und Transsexuelle versuchen, um die ihnen zustehenden Rechte zu kämpfen und all den Bornierten dieser Welt klarzumachen, dass sie auch nur völlig normale Menschen sind, desto größer wird der Widerstand, der Hass und die Niedertracht derer, die nicht einsehen wollen.

    Ruhe in Frieden, Jamey. Deine letzte Zeit auf Erden war die Hölle, darum glaube ich fest daran, wenn es einen Himmel gibt, bist du jetzt dort und siehst, dass du nicht vergessen wirst. Auch wenn es dir zu Lebzeiten nichts genützt hat.

    Ihnen, liebe Diana nochmals meinen Dank für diesen Beitrag und alles Gute für die Zukunft. Sie haben gegen jeden Widerstand Ihren Platz im Leben gefunden. Lassen Sie sich nicht unterkriegen.

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