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Diana im Gitarren-Himmel

Wie hier im letzten Blogbeitrag versprochen, hier noch die neusten Neuigkeiten aus unserer Gitarren-Welt…….

Diana im Gitarren-Rausch

Es kam natürlich wie es kommen musste – wie immer, wenn ich etwas tue, dann mach ich das in der Regel voller Enthusiasmus und wenn ich es auch noch gern mache, dann kann das auch ins Exzessive ausufern – und so kam es eben auch mit der Gitarren-Spielerei.
Meine neue Gitarre hat mich richtiggehend süchtig gemacht und so wird mein tägliches Denken und Handeln in vielerlei Hinsicht stark vermusifiziert. Und das ist gut so, denn das Musizieren hat mir die letzten paar Jahre arg gefehlt und es wurde höchste Zeit, dass ich wieder einen Draht zur Muse finde.

Juliets neue Klampfe

iban320pgsklMittlerweile sind unsere Ausrüstungen komplett, Juliet hat sich eine neue Gitarre gekrallt (eine Ibanez RG 320 PG), weil ihre Gichtfingerchen mit dem Gitarrenhals der Squier-Strat nicht klar kamen. Das kam irgendwie lustig zustande, wir waren vor einigen Wochen an einem Flohmarkt/Ausverkauf unseres lokalen Gitarren-Dealers und als wir uns dort schlau machten betreffend Juliets Pfötchen-Problem, wurde uns gesagt, dass wir nicht die einzigen sind, die mit dem relativ dicken Hals einer Stratocaster Probleme haben – wir sollten für Juliet was suchen das flacher ist – und genau sowas stand da so sinnlos rum, eben diese Ibanez, mit einem ultraflachen sogenannten Wizard-Hals – und siehe da, die lag viel besser in Juliets Hand und dann hat das Teil auch noch einen monströsen Killer-Sound der für Hardrock einfach perfekt ist – und das Teil war 50% runtergeschrieben – naja, kann man da noch nein sagen? Sagten wir natürlich nicht und deshalb dackelten wir dann halt mit einer neuen Gitarre unter dem Arm nachhause. Das ist irgendwie wie beim Schuhe kaufen, egal was man sucht, selbst wenn man gar nix sucht, man findet garantiert etwas Anderes und wird damit noch glücklicher :-)

Gitarren-Effektgeräte

dodyjm308bIch meinerseits habe mir noch das ultimative Gitarren-Effektgerät zugelegt, einen Booster namens DoD YJM308, ebenfalls wieder eine Spezialanfertigung für meinen Gitarren-Gott Malmsteen und damit habe ich definitiv den perfekten Sound. Das Teil ist unterdessen eine Rarität, weil es nicht mehr hergestellt wurde, aber ich konnte über eBay aus dem Amiland eins ergattern.

Doch dann kam vorerst Ernüchterung, es gab kein Netzteil dazu, also besorgte ich mir eins das ich für passend hielt, das natürlich nicht funktionierte und so kam die Befürchtung auf, dass ich jetzt zwar endlich mein ersehntes Effektgerät hab, dieses aber nie hören werde *grmpf*.

Um allfälliger Totalfrustration vorzubeugen, bestellte ich mir dann halt meinen zweiten Favorit, ein “MXR Distortion III“, das ebenfalls einen traumhaften Klang hat. Mit derselben Bestellung wagte ich nochmal einen Versuch mit einem weiteren Netzteil für mein DoD und siehe da, das funktionierte tatsächlich und so habe ich halt jetzt zwei so Dinger. Aber lieber zwei als keins, also bin ich nun im Frieden mit dieser Welt :-)

Das Wunder der Plektrumse

vpickpsychoUnd als ob das alles noch nicht genug wäre, fand ich eher zufälligerweise einen Plektrum-Hersteller, der alles in den Schatten stellt, was es je gab in der Welt der Plektrumse :-) Was zum Kuckuck ist ein Plektrum, wird sich der geneigte Leser nun fragen. Nun, wenn man elektrische Gitarre spielt, macht man das in der Regel mit einem kleinen Plastik-Plättchen, das nennt sich Plekrum oder auf englisch Pick. Plektrumse ist übrigens natürlich die falsche Mehrzahl, das heisst korrekterweise Plektren, aber das ist ein Running-Gag bei uns zuhause, seit wir uns bei einer TV-Werbung kaputtgelacht haben über einen Jungen, der Lexikon in die Mehrzahl setzte mit dem Wort “Lexikonse” :-) Ähm, wo waren wir? Ahja die Plektrumse. Also, normalerweise kostet so ein Plektrum 1-2 Dollar, ist ja nur ein Stück Plastik, denkt man, wenn man’s nicht besser weiss. Und ich weiss es nun besser und hab nun ein paar aus dem Amiland bestellt, die bis zu 15 Dollar pro Stück kosten. Wer nun denkt, das sei viel, der denkt eben falsch, denn erstens kann man so Plektrumse monatelang spielen und im Vergleich zum restlichen Equipment sind die geradezu Peanuts – wichtiger ist aber, dass man mit diesen “V-Picks” viel sauberer und schneller spielen kann, weil sie einiges dicker sind. Die gleiten über die Saiten als wären sie in Öl gebadet, schon nach wenigen Tönen war ich mir gewiss: Ich werde nie, niemals nie nicht wieder andere Plektrumse benützen als die. Nach längerem Herumexperimentieren mit ein paar dieser Plektrumse, habe ich meinen vorläufigen Favorit gefunden – und es wundert mich irgendwie nicht so wirklich, dass es ausgerechnet das Modell “Psycho” ist :-)

Wenn der Computer mit-musiziert

audacity2Während meines Sturmfrei-Weekends (siehe letzten Blogbeitrag) nutzte ich die Zeit unter Anderem dafür, herumzuexperimentieren, wie ich den Gitarrensound auf den PC übertragen kann. Das klappte besser als erwartet, ich kann vom Kopfhörer-Ausgang des Verstärkers direkt in den Mikrophon-Eingang des PCs gehen und von dort aus wiederum das Endresultat am TV anhören – und ich kann mich selbst auf dem PC aufnehmen und später in Ruhe hören, was ich da für einen Käse zusammengedudelt hab. Soweit ist das wenig spektakulär, aber man kann ja immer noch einen draufsetzen und das funktioniert etwa so: Zu einem meiner Effektgeräte habe ich ein Mix-Programm namens “Audacity” bekommen. So ein Mix-Programm dient dazu, Musik auf mehreren Spuren aufzunehmen. Ich kann also etwas spielen und aufnehmen, dann das Gespielte abspielen und dazu eine weitere Stimme dazu aufnehmen.

Ich und “meine Band”

Oder was für mich viel interessanter ist: Es gibt im Internet und im Speziellen auf youTube eine Unzahl an sogenannten BackingTracks, das ist Musik, bei der die Hauptstimme fehlt. Bei Gitarren-BackingTracks fehlt also die Lead-Gitarre. Solche BackingTracks habe ich heruntergeladen, in dieses Mix-Programm eingespiesen und kann nun zu diesen Songs dazuspielen und mich dabei aufnehmen, als Resultat erhalte ich dann eine Musikdatei, auf der ich zusammen mit dem Rest erklinge, als hätte ich mit einer Band zusammen gespielt. Ok das nur im weitesten Sinn, denn bisher bin ich immer noch in einer Phase, in der ich zwar klinge, aber nicht im Geringsten so wie ich müsste, ergo klingt dann der Mix so als würde eine Band spielen und die Lead-Gitarristin würde sturzbetrunken auf der Gitarre herumtanzen oder so. Aber auch das ist egal, denn vorerst geht’s mir darum, gute Übungsmöglichkeiten zu haben und vorallem durch nachträgliches Hören herauszufinden, wo es bei mir am ehsten happert. ABER – wenn ich so weitermache wie bisher, könnte es gut sein, dass ich Euch schon in wenigen Monaten erste Songs vorspielen kann, drückt mir die Daumen, ich drück währenddessen die Saiten ;-)

Und ein Zauberer als Gitarren-Lehrer

Wie bereits in einem früheren Blogbeitrag erwähnt, mache ich diesmal nicht mehr denselben Fehler und tüdle da einfach auf der Gitarre rum ohne zu wissen, was ich da eigentlich tue. Anstelledessen versuche ich hartnäckig ein Fundament aufzubauen, das mich in die Lage versetzt, auch zu wissen, was ich da spiele, denn ohne diesem Wissen tüdelt man halt wirklich nur einfach vor sich hin und wirklich coole Gitarrenspielerei ist erst möglich, wenn man das Griffbrett im wahrsten Sinn des Wortes im Griff hat. Auf der Suche nach guten Lernmöglichkeiten fand ich auf youTube den genialsten Gitarrenlehrer der Welt – zumindest für mich – denn erstens bietet dieser unglaublich logische Lernsegmente, die überschaubar sind und einem schnell vorwärts bringen – und zweitens macht er das mit mega guten Videos – und drittens und fast am wichtigstensenst oder so: er hat ein hammermässiges Talent, einem zu motivieren und einem Mut zu geben, dass man selbst das Unmögliche schaffen kann, wenn man denn nur hartnäckig in kleinen Schritten auf ein grosses Ziel zuläuft. Dieser Maestro nennt sich “Wizard of Shred”, Wizard bedeutet Zauberer und damit hat er irgendwie Recht – und Shred lässt sich nicht wirklich wörtlich übersetzen, so nennt man einfach diese Gitarrenzupferei im Überschalltempo. Und damit beenden wir für heute und ich überlasse Euch hörender- und staunenderweise dem Wizard of Shred – enjoy :-)

Aber so schön dieses Intro auch klingt, davon muss ich noch ne Weile die Finger lassen und weiterhin schön brav Tonleitern lernen. Dafür habe ich des Zauberers besten Kurs namens “Fredboard Freedom” (Griffbrett-Freiheit) gekauft, in dem er einem das mir bisher unmöglich scheinende Unding lernen kann, nämlich alle gefühlten 7 Milliarden, also real gute hundert Töne auswendig zu lernen. Dass das geht, zeigt der Wizard in nachfolgendem Video eindrücklich (man beachte, wie er nach ca 20 Sekunden mit Reden beginnt ohne mit dem Spielen aufzuhören, DAS ist Fretboard-Freedom :-)

…. und wenn ich mal soweit bin – nein, werde ich nicht während dem Gitarre spielen plappern – sondern mit eben so Liedern beginnen, wie in obigem Intro – und dann so Malmsteen-Zeuchs – und dann habe ich meinen Seelenfrieden ;-)

8 Reaktionen zu “Diana im Gitarren-Himmel”

  1. Morag

    Hallo Diana.

    Sososo…Gitarre spielen-und wann ist der erste Auftritt in “Deinem” Pub?

    Und was Plektrumse angeht: Habt Ihr schon den einzig wahren Lehrfilm zu Thema (“Tenacious D in: The Pick of Destiny”) geguckt? Teuflisch gut :-D

    Liebe Grüße, Morag

  2. Nicole Melanie Richter

    Na, zum Glück hast du den Plural “Plektrumse” gewählt und nicht “Plektrümmer”, hehehe… viel Erfolg weiterhin beim Besserwerden!

  3. Diana

    @Morag: hey Morag, schön Dich mal wieder zu lesen, ich hoffe doch sehr, dass bei Dir alles gut läuft. Das mit dem Auftritt wird wohl noch seeeehr lange dauern und ist auch nicht wirklich das Ziel, ich will einfach Spass haben und das hab ich am meisten unter meinem Kopfhörer. Ich möchte mich auch nicht unter Druck setzen und mir einreden, es gäbe da irgendwelche Ziele, ich hab nur ein Ziel, Spass am Spielen, mag es auch noch so jämmerlich klingen :-)

    Das mit dem Pick of Destiny ist ja witzig, wir haben kürzlich etwas Gitarren-Kram in Deutschland bestellt und sahen zufällig so eine komische Halskette, die wir dann kauften, ohne zu wissen, was es ist……. es war ebendieses Pick of Destiny, mit eingebauter Lampe und so :-)

    @Nicole: ja Plektrümmer wär schon etwas heftig, auch wenn dieser Ausdruck meine bisherigen Spieltechnik noch recht gut umschreibt, trotzdem bleiben wir bei Plektrumse, weils einfach so lustig klingt, fast so lustig wie Bestekse :D

  4. Arminius

    Hallo Diana,
    ich melde mich heute zum ersten Mal auf Deiner sehr ansprechenden Seite zu Wort. Ich habe sie in den letzten Tagen häufig besucht, weil mich das mit dem scalloped fretboard sehr interessiert. Ich kannte bisher keine Gitarristen oder Gitarristinnen, die diese spezielle Technik nutzen. Dass Ritchie Blackmore ebenfalls mit (teil)ausgehöhltem Griffbrett spielt, habe ich erst jetzt, nach 45 Jahren Fan-Dasein erfahren. Man lernt eben nie aus. Also, zu diesem Thema werde ich mich nochmals melden.
    Zunächst aber noch etwas über mich und mein Instrument: ich habe eine Ibanez RBM 10 (Reb Beach Model mit dem ausgeschnittenen Body), die ich mir 1994 oder 1995 gekauft habe, weil ich mir damals kein teureres Modell leisten konnte und weil mir das unlackierte Mahagony wahnsinnig gefallen hat. Das macht optisch wie haptisch einfach was her. Anfangs bin ich damit leider überhaupt nicht zurechtgekommen. Vor allem das Floyd-Rose-Vibrato (“freudlos”-Vibrato) mit seinen gefühlt 500 Einzelteilen und der immense Abstimmungsaufwand beim Wechsel der Saitenstärke bzw. beim Einstellen der Saitenlage haben mir nachhaltig das Spielen verleidet. Die RBM wurde viele Jahre zum Wandschmuck degradiert.
    Vor drei, vier Jahren, nach der Lektüre einiger Exemplare der Zeitschrift “Gitarre und Bass” und Dank des Internets wollte ich es noch einmal wissen. Jetzt erst habe ich (fast) alles kapiert und mittlerweile bin ich hinter eine ganze Anzahl von Riffs, Licks oder blue notes meiner guitar heroes gekommen. Ich war baff, als ich mir das Intro von “I´m going home” nach zwei Tagen draufgeschafft hatte. Und das alles hatte ich mir jahrelang vorenthalten!
    Meine alte, in Korea in Lizenz gebaute RBM ist mir mittlerweile richtig ans Herz gewachsen. Aber wer weiß, vielleicht verliere ich es ja doch noch an eine Neue…(wie ich gelesen habe, stehen Gitarren zum Verkauf?)
    Da ich meistens für mich selbst spiele (hin und wieder mal eine Begleitung vor Publikum), komme ich mit einem Line 6 Spider II (noch) aus. Als Zusatzeffekt benutze ich ein Vox Cry Baby.
    Also, ich würde sehr gern etwas mit Dir fachsimpeln, zumal wir musikalisch auf der gleichen Wellenlänge liegen und, ja, die RG 320 ist ein edles Teil.
    Bis zum nächsten Mal!

  5. Diana

    Hallo Arminius, vor lauter Gitarrenzeug komme ich kaum noch dazu, das Blog zu betreuen, deshalb meine verspätete Antwort ;-)

    Das mit den Floyd-Rose kann ich nachfühlen, die treiben mich auch in den Wahnsinn. Wenn mal alles sauber gestimmt ist, sind sie soweit ja noch ok, aber bis sie gestimmt sind, dreht man fast durch. Ich habe noch eine Schecter Hellraiser die ein Floyd hat, das hat mich vorallem genervt, weil ich gern die Hand auf der Bridge ablege und dabei habe ich ständig den Ton verzogen. Hab die Gitarre dann meinem Gitarrenmechaniker gebracht und der hat das Floyd angetackert und ich bin wieder glücklich :-)

    Ja das scallopen ist schon so eine Sache, man kann es nur lieben oder hassen. Die Meisten finden es fürchterlich, ich selber kann kaum anders spielen. Der Nachteil ist, dass man mit viel Feingefühl spielen muss, ein wenig zuviel Druck und der Ton eiert rum. Der Vorteil ist dafür, dass man zu sanftem Druck gezwungen wird. Vorallem für Vibratos liebe ich das total. Ich mag es nicht, wenn mein Finger auf dem Griffbrett rumrutscht beim Vibrato, das bremst mich irgendwie aus. Idealerweise habe ich Jumbo-Frets und ein scalloptes Griffbrett, damit schwebt der Finger in der Luft und ich fühl mich frei beim spielen.

    Die RG320 haben wir mittlerweile verkauft, aktuell sind noch folgende Gitarren zu Verkauf angeboten:

    Eine weisse (resp. leicht gelbliche) Gibson Les Paul Studio 2013 für Fr. 800.–

    Eine Godin La Patrie Klassik Gitarre (Nylon Saiten) für Fr. 700.–

    Eine rote Schecter Hellraiser mit EMG Pickups, deren Jumbo-Frets jedoch vom Vorbesitzer heruntergeschliffen wurden. Deshalb mag ich sie nicht, sie dürfte aber für Rhythm-Sachen ideal sein weil sie so eine sehr flache Saitenlage hat. Die gäbs für Fr. 600.–

    Nun denn, weiterhin viel Spass beim Spielen und falls Du wieder antwortest, hab Geduld, ich bin wie gesagt blog-mässig nicht so pflichtbewusst wie ich sein sollte ;-)

  6. Arminius

    Hallo Diana,
    wieso verspätet? Ich weiß, wie schwierig es ist, mehrere Seiten zu betreuen und dass man erst mal die Zeit finden muss. Slow down, ich bin nicht ungeduldig. Aber vielen Dank für die rasche Antwort.

    Aber zurück zum Thema: Ich muss sagen, Ihr habt wirklich ein spitzenmäßiges Equipment. Da kann manche Hobby-Band nicht mithalten. Da komme ich mir mit meinem Lizenz-Kram richtig billig vor (auch das Lo-TRS Tremolo ist ja nur ein lizensierter Lo-Pro-Nachbau).
    Das Tremolo funktioniert übrigens jetzt ganz gut, nahezu verstimmungsfrei. Ich benutze es allerdings nur selten und oft fasse ich die Stange gar nicht an, sondern drücke den Handballen auf die Bridge. Als Blues-Spieler setze ich sowieso eher Bendings und handgemachtes Vibrato ein. Probleme ohne Ende hatte ich nur, weil ich dünnere Saiten aufziehen wollte (davon später). Da ging wirklich alles aus den Fugen, nichts hat mehr gestimmt. Es war, wie wenn man da und dort an einem Mobile zupft: jedes hatte negative Auswirkungen auf alles andere. Jetzt habe ich auch neue Federn drin und alles geht wieder bestens – nur eben mit der ursprünglichen Saitenstärke, die ich eigentlich loswerden wollte.
    Ich wollte dünnere Drähte, da ich als Folge eines Fahrradunfalles in der linken Hand ein Carpaltunnel-Syndrom habe. Die Finger haben einfach nicht mehr die Kraft wie früher. Bendings über mehr als einen Ganzton gehen gar nicht mehr. Da hatte ich gelesen, dass Tony Iommi mit extrem dünnen Saiten spielt, weil er durch einen Unfall seine Fingerkuppen eingebüßt hatte. Um die Saitenspannung zu verringern hat er dann noch seine SG um zwei oder drei Halbtöne heruntergestimmt (was heute zu einem Markenzeichen des Metal geworden ist, obwohl kaum jemand den wahren Grund dieser Modifikation kennen dürfte). Ich will aber in der Stimmung EHGDAE spielen. Deshalb bin ich hellhörig geworden, als ich zufällig auf Dein scalloped Griffbrett aufmerksam geworden bin. Vielleicht wäre das was für mich. Allerdings habe ich den Eindruck, dass so ein ausgehöhltes Griffbrett eher für das single note-Spiel geeignet ist. Wie sieht es mit Akkorden aus? Mein Vorbild Mister Blackmore spielt ja auch nur in den höheren Lagen scalloped. Unten, wo die Akkorde gegriffen werden, spielt er konventionell auf Holz. Was sind Deine Erfahrungen? Kann man auf einer solchen Gitarre “Cocain” oder “Bridge of Sighs” (von Robin Trower) spielen? Das sind so Dinge, die mich interessieren und ich kenne bisher niemanden, mit dem ich mich darüber austauschen kann.
    Übrigens kommt mir jetzt der extrem dünne Hals der Ibanez auch sehr entgegen (Pfötchen-Problem). Da bin ich doch froh, dass ich mich nicht seinerzeit für eine dicke Strat entschieden habe. Ich wundere mich, wie Jeff Beck auf seinem extrem dicken Baseballschläger so wunderbar spielen kann. Der Meister hat´s halt so gewollt…
    Damit will ich für heute abschließen. Ach ja, Dein Stichwortverzeichnis ist ja von beeindruckender Tiefe. Da werde ich mich an anderer Stelle sicher auch mal melden.
    Alles Gute und viel Spaß mit den vielen, wunderbaren “Spiel”-Sachen!

  7. Arminius

    Hallo Diana,
    ich habe mir mal die Homepage Deines Plektrum-Lieferanten angeschaut. Unglaublich, dass man mit solchen Scherben sauber intonieren können soll. Für sehr schnellen Wechselschlag benutze ich zwar auch dickere Dinger (Ibanez extra heavy), aber so extrem fette Plektren habe ich bei meinem Dealer noch nie gesehen. Ob da jemand eine Marktlücke aufgetan hat?

  8. Diana

    @Arminius

    ich verwende auch am liebsten sehr dünne Saiten, meist 9-42 oder sogar 8er – und weil dann stimme ich die meisten Gitarren sogar noch einen Halbton tiefer, dann sind die Saiten wie Gummi :-)

    ein scalloptes Griffbrett hat meines Erachtens vorallem für Single-Notes Vorteile. Da man keinen Kontakt zum Griffbrett mehr hat, sind Bendings und Vibratos sozusagen freischwebend, also ohne Rutschwiderstand. Ich mag das total. Bei Akkorden ist das wohl eher gewöhnungsbedürftig. Vorallem wenn man dünne Saiten oder runter-getunte Stimmung hat, riskiert man, dass der Ton eiert. Bei Einzeltönen ist das noch kontrollierbar, weil man dann halt einfach sehr sanft drückt. Ganze Akkorde so sanft zu drücken könnte knifflig sein. Aber da ich eh nur Single-Notes spiele, kann ich da nicht genau Auskunft geben.

    Zu den Plektren, unterdessen hab ich einen neuen Liebling, ein 4mm dickes Teil von Gravity-Picks Sunrise Standard, hab mir da ein paar davon als Custom-Order in Blutrot bestellt, sehen mega aus und sind super spielbar, wenn man denn auf so fette Picks steht. Für Alternate-Picking sind so dicke Picks wegen der schräg geschliffenen Kante nach meiner Erfahrung einfach perfekt. Guckst Du hier:
    http://gravitypicks.com/collections/picks/products/sunrise?variant=921382503

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