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Abenteuer-Urlaub in der Notaufnahme

Viele glauben, man bräuchte unheimlich viel Geld um so richtig spannende Abenteuer-Ferien zu erleben, Safari in Kenya oder Tauchgang auf den Malediven – alles Quatsch, wer Abenteuer-Urlaub möchte, kann das auch im trauten Heim erleben – zumindest, wenn man so tolpatschig ist wie ich, denn ich begann meine diesjährigen Sommerferien mit einem spannenden Gang in die Notaufnahme, inklusive Rambo-mässigem Nähen von ausgefranselten Hautfetzen und so.

Eine verschwitzte Tagesreise zum Konsulat

Es begann eigentlich ganz harmlos, wir fuhren mit dem Zug in Allerherrgottsfrühe bei unerträglicher Scheisshitze in die Bundeshauptstadt Bern, um dort im deutschen Konsulat den neuen Pass samt Namensänderung für Juliet zu beantragen. Remember, vor bald einem Jahr haben wir geheiratet resp. geeingetragenepartnerschaftert, Anfang Jahr beantragten wir dann die Namensänderung für Juliet, weil sie meinen Namen annehmen will, erfuhren dann, dass wir das zwar per sofort können, aber als Erstes eben einen neuen deutschen Pass bräuchten. Der Zürcher Honorarkonsul der dafür zuständig wäre, fühlte sich nicht zuständig, weil nebst dem Passantrag auch eine Namenserklärung notwendig war und das irgendwie zuviel des Guten war, also mussten wir bei der deutschen Botschaft einen Termin abmachen und den bekamen wir dann – mit Termin auf ein halbes Jahr später.

Die ganze Abwicklung dauerte höchstens eine Viertelstunde und nun werden wir nochmal so um ein Vierteljahr warten, bis wir aus Deutschland den Pass kriegen. Muss man nicht verstehen, ist halt Behördenirrsinn wie man ihn hie und da erlebt. Jedenfalls fuhren wir eben dahin, erledigen alles, fuhren wieder schwitzenderweise zurück, was natürlich mit einem eiskalten Bierchen belohnt werden musste. Mitte Nachmittag waren wir dann wieder zuhause und so erledigt, dass wir uns schon vor dem Nachtessen auf dem Sofa in den Schlaf wiegen liessen und da lagen wir nun und lagen und lagen und irgendwann war Mitternacht. Bis dahin hatten wir ausser einer Wurst unterwegs noch nichts gegessen und ausser Kaffee und ein wenig Bier noch nichts getrunken – dafür aber literweise geschwitzt. Dass daraus eine sogenannte Dehydration folgen kann, war mir nur theoretisch klar und dass Kaffee und Bier nicht zum täglichen Trinkbedarf mitgerechnet werden darf, war mir auch fremd.

… und platsch

Als wir so um Halbeins aufwachten, spürte ich, dass es mir irgendwie nicht gut ging und ich hatte so eine Art Stalldrang – ab ins Bett solange ich das noch schaffe, war mein letzter Gedanke……… ich stand auf, ging Richtung Wohnzimmertür….. da gingen in meinem Kopf von einer Sekunde zur Anderen die Lichter aus und als ich die Augen wenige Sekunden später wieder öffnete, hatte ich den Boden vor meinem Gesicht. Wie in aller Welt komme ich da auf den Boden, war mein erster Gedanke – warum ist meine Stirn patschnass, war der Zweite – ich fasste an die Stirn, hielt die Hand vor meine Augen und stellte fest, dass sie voll Blut war. Unterdessen war Juliet bereits bei mir, bemerkte aufgeregt, ich würde fürchterlich aussehen und holte mir ein nasses Tuch.

Nachdem ich dieses eine Weile auf die Stirn gedrückt hatte, verlangte ich nach einem Spiegel, um zu sehen, wie schlimm es mich erwischt hat. Sie schaute mich mit zerknitterten Gesicht an und meinte: “Das willst Du nicht sehen, wart mal noch ne Weile”. Aber warten wollte ich nicht, denn wenn es wirklich schlimm war, brauchten wir einen Arzt, also bestand ich auf den Spiegel. Sie holte ihn, aber im Halbdunkel sah ich nicht richtig was da oben auf dem Schlachtfeld genau los war, nur viel Blut war da zu sehen. Also verlangte ich zusätzlich nach einer Taschenlampe. Mit dieser beleuchtete sie mir dann die Stirn, während ich mit einer Hand den Spiegel vor das Gesicht hielt und mit der anderen Hand die über die ganze Stirn verlaufende Wunde mit zwei Fingern oben und unten festhielt, etwas zog………. und mit wenig Begeisterung feststellte, dass ich die Wunde aufklappen kann. Dann kam von mir ein trockenes “Ooops, Schatzi, geh auf Google und gib ein: “Notarzt Zürich” und bestell den Onkel hierher.

Nach der ersten Verwirrung war dann auch klar, was geschehen ist. Mir ist der Kreislauf abgesackt und im Gegensatz zu früheren Kreislaufkrisen wurde mir nicht einfach schwindlig, so dass ich mich schlauerweise an Ort und Stelle gesetzt hätte sondern diesmal war es zum ersten Mal so, dass mir von einem Moment zum Anderen die Lichter ausgingen, ich fiel sozusagen im Stehen in eine kurze Ohnmacht. Und Murphys Naturgesetz folgend hatte ich natürlich das Glück, dass ich mit der Stirn genau auf die Metall-Leiste des Türrahmens krachte und diese schmale Metall-Leiste wie eine Schwertklinge die ganze Stirn schön quer durch aufschlitzte.

Der gitarre-spielende Notarzt

Da der Notarzt noch ein paar andere Fälle auf der Warteliste hatte, dauerte es bis etwa zwei Uhr, bis er bei uns eintrudelte. Ich hatte mich mittlerweile aufs Sofa geschleppt und hielt mir weiterhin den nassen Lappen auf die Stirn, damit es erstens kühlte, zweitens die Wunde etwas auswusch und drittens die Wunde nicht verschliessen konnte. Ansonsten ging’s mir eigentlich überraschend gut, ich hatte abgesehen von der oberflächlichen Verletzung keine Kopfschmerzen und keine Übelkeit, nur etwas mulmig war mir und etwas schlapp fühlte ich mich. Der Arzt kam rein, sein Blick fiel auf unsere Gitarren und sein erster erfreuter Kommentar war: “Oh, eine Stratocaster, Ihr spielt also auch Gitarre?”.

Aber anstelle eines gemütlichen Gitarren-Talks mussten wir uns halt doch um meine Birne kümmern und beim Betrachten derselben bekam er einen ähnlich zerknittern Gesichtsausdruck wie Juliet. Das sieht nicht schön aus, das muss genäht werden. Nun, dass es nicht schön aussieht, hab ich ja vermutet, Narben stehen uns Mädels gerade im Gesicht ja nur in seltensten Fällen und dass man das nähen muss, war zu erwarten. Er könne das an sich gleich hier selber nähen, er hätte Nähzeug dabei, aber bei Wunden im Gesicht würde er dringend empfehlen, das im Spital zu machen, weil die feineres Werkzeug hätten.

Der Blutdruck einer Mumie

Er würde jetzt den Krankenwagen rufen, verkündete er zu meinem Erstaunen. Aber bockig wie ich nunmal bin in so Sachen, war mir das schon etwas zu extrem. Wegen einer ollen Platzwunde gleich die Kavallerie zu holen schien mir doch a bisserl übertrieben. Ich würde mit dem Taxi dahin, meinte ich, worauf er wiederum sagte, dann wolle er aber doch vorher noch den Blutdruck messen – tat dies und erklärte dann mit staunendem Gesichtsausdruck, ich hätte einen Blutdruck von 70/40 und in so einem Zustand sei ich unmöglich reisefähig. Aber wir könnten ja mal was probieren. Da ich vermutlich dehydriert war, hängte er mich kurz an den Tropf, pumpte einen Beutel voll Wasser in mich rein, mass erneut und schwups war ich wieder über 100 mit dem Blutdruck. Damit war er zufrieden und erlaubte, doch mit dem Taxi zu gehen, meldete uns an und zog vondannen.

Basteln in der Notaufnahme

Der Taxi-Chauffeur guckte zwar etwas verwirrt, als ich mich um halb Drei mit blutverschmiertem Kopf und schickem Nachthemd angezogen in sein Taxi setzte, fuhr uns in die Notaufnahme des örtlichen Spitals und wir enterten die Notaufnahme. Wie überall in diesem Land gab’s zuerst eine Litanei von Formularen auszufüllen, das ist schliesslich wichtiger als das Versorgen von Wunden. Dann ging’s ab in ein Zimmer und dort kam dann irgendwann das medizinische Personal.

Damit der Abenteuerurlaub auch so richtig doll wird, verängstigten sie uns als Erstes gleich mal mit der Information, dass die Wunde bis zu 4mm tief war und ich möglicherweise etwas gebrochen hätte, vielleicht ein Schädelbasisbruch oder eine Hirnverletzung oder sowas. Die wussten ja nicht, dass ich immer so bekloppt bin ;-) Ne Spass beiseite, sie überprüften dann Zoll um Zoll meines Kopfes indem sie überall herumdrückten, aber da war offenbar nix kaputt, auch wenn’s noch so kaputt aussah. Dann ging’s los mit der Versorgung.

Zuerst gab’s ne Spritze, die sich anfühlte als wäre da Kobragift drin, dafür spürte ich dann von der Näherei nichts – fast nichts, denn eine kleine Verletzung auf dem Nasenrücken übersahen sie zuerst weil alles voll Blut war und als er dann merkte, dass er da noch was nähen müsse, bekam ich die Wahl, ob ich diesen einen Faden ohne Spritze möchte oder nochmal so eine Kobragiftspritze – ich wählte dann Ersteres, einerseits, weil die Spritze mehr weh tut als so ein Fadeneinzug und zweitens, weil ich auch so cool sein wollte wie Rambo, der sich im Film ja wie wir alle wissen die Wunden selber und ohne Betäubung nähte. Ihr könnt mich also jetzt definitiv Kriegerin nennen, was Rambo kann, kann ich noch lange ;-)

Während diesem ganzen Prozedere musste ich mir ständig das Lachen verkneifen, weil mir immer wieder derselbe Blödsinn durch den Kopf ging: “Ich fühl mich wie ein kaputter Teddybär, der beim Teddybärendoktor neue Augen kriegt”. Echt, es fühlte sich so schräg an, zu spüren, wie beim Einfädeln die Haut spannt, ohne dass man die Stiche selber fühlt – so muss sich ein Teddy fühlen – und irgendwie hat’s was surreales, sich wie ein Plüschtierchen zu fühlen, aber in Sachen Surrealität habe ich schon Verrückteres erlebt.

Jedenfalls wurden wir dann um Halbfünf entlassen, mit der Auflage, dass ich 24 Stunden unter Beobachtung sein muss und im Falle von Schmerzen oder Übelkeit oder Wesensveränderung sofort zurück ins Spital müsse. Das mit der Wesensänderung war für Juliet ja leicht zu überprüfen, sollte ich mich plötzlich nicht mehr bekloppt benehmen, dann war was im Kopf kaputt ;-)

Eine Woche meditieren oder was?

Ulkig war ja, dass die Leute im Spital sagten, ich dürfe nun eine Woche lang nicht an die Sonne, mich nicht anstrengen und müsse audiovisuelle Reize vermeiden. Joh iss klaaaaaaaar – wir haben Montag, der erste Tag meiner Sommerferien und ich soll nicht raus und drin darf ich weder TV, Computer noch Musik – also eigentlich gar nix was Spass macht – so stellt man sich Ferien ja vor, gelle. Artig wie ich bin, blieb ich die ersten Tage tatsächlich zuhause, aber das weniger aufgrund meiner Vernunft als mehr, weil ich mich ein paar Tage lang recht teigig fühlte. Aber rumliegen und nix tun geht ja nun wirklich nicht, erst Recht nicht während der Ferien, also ignorierte ich etwas weniger artig den Rest der klugen Ratschläge und verbrachte ein paar Tage mit TV gucken, Musik hören, mit Schatzi brabbeln und sinnlosem Herumliegen. Hat auch gut getan, Ferien dienen ja primär der Entspannung und davon hatte ich jetzt definitiv genug abgekriegt, trotz anfänglichem Abenteuerurlaub.

Aber am Donnerstag hatten wir ja unsere Flüge um für eine Woche zu Juliets Mama nach Hamburg zu fliegen, was wir natürlich auch machten, auch wenn ich mit meiner Stirnwunde und den 8 vergnügt aus der Haut herausguckenden Fäden alles andere als schick aussah – nicht zuletzt, weil ich nicht mal Makeup draufklatschen durfte. Aber nach so Rambo-mässigen Erlebnissen ist man hart wie Stahl und so schafften wir auch das und lagen dann halt ein paar Tage auf Mamas Sofa rum. Am Montag musste ich die Fäden dann wieder ziehen lassen, was wir bei einem dort ansässigen Hausarzt erledigen konnten – und damit war die Geschichte sozusagen vorbei, bis auf die Tatsache, dass ich wohl noch längere Zeit wenn nicht sogar ewig eine Narbe auf der Stirn tragen werde. Naja, mir als Wikingerin steht das ja irgendwie auch gut ;-)

Eine Hamburger Woche ohne viel Abenteuer

Aufgrund der Umstände wurde diese Hamburg-Woche dann halt etwas ruhiger als geplant, nur einmal waren wir einen Tag lang unterwegs um Juliets Freundin zu besuchen und einmal waren wir am Abend aus um in einem unglaublich schönen Park (Planten und Blumen) nebst dem Park noch eine total coole Wasser-Show zu erleben. Ansonsten war eben Rumliegen angesagt und darin sind wir ja geübt. Am darauf folgenden Donnerstag ging’s dann zurück nachhause, diesmal ohne drollige Fäden die aus der Stirn rausguckten. Und am Samstag vor Ferienende waren wir dann noch bei meinen Eltern zum Essen eingeladen und konnten nochmal einen richtig lustigen Tag einlegen.

Aber entgegen meiner oben im Blog gemachten Behauptung muss ich nun doch eingestehen, dass so ein Billig-Abenteuerurlaub zwar abenteuerlich ist, aber zwei Wochen Safari auf Kenya letztendlich glaub doch etwas cooler ausgefallen wären. Immerhin etwas Gutes hatte das Ganze, ich bin jetzt wieder um zwei Erkenntnisse schlauer: 1. ich muss mehr trinken, vorallem an heissen Tagen – und 2. wenn ich mich wieder mal nicht gut fühle, dann ist es besser, an Ort zu bleiben und abzuwarten als dem Fluchtinstinkt nachzugeben und zu versuchen, so schnell wie möglich ins Bett zu kommen……… und die Narbe auf meiner Stirn wird mich sicher noch ne Weile daran erinnern ;-)

Wenn das kein Glück ist

Und wie so oft in letzter Zeit musste ich auch in dieser Episode öfters mal an meines Paten Buch denken, das ich offenbar schon sehr verinnerlicht habe. Meine Güte, was habe ich für ein Glück, ging mir immer wieder durch den Kopf. Klar ist es blöd, die Ferien mit solchem Quatsch zu füllen, aber wenn man bedenkt, was alles hätte passieren können, ich hätte mir den Schädel spalten können bei so einem Sturz, ich hätte ein Auge verlieren können, die ganze Front der Zähne mit einem Schlag rausbrechen, das Genick brechen, es gibt tausend Dinge die bei so einem Sturz passieren können bis hin zu einer tödlichen Hirnblutung. Und was ist mir passiert? Nichts ausser einer Narbe die man einfach so wieder zunähen kann, also nichts, was anderen Teddybären nicht auch irgendwann mal passiert. Ich hatte wirklich unglaubliches Glück!

PS: zuguterletzt sei noch ausdrücklich betont, dass ich in der Regel keine so spriessenden Augenbrauen habe, aber das Zupfen derselben war schon länger überfällig und ich wollte mir das für den Ferienbeginn aufsparen – woraus aber aus gegebenem Anlass halt nix mehr wurde – und ebenfalls erwähnen sollte ich, dass ich unterdessen zumindest mit Makeup nicht mehr so geschunden aussehe wie auf dem ersten Bild – für eine Teilnahme an den diesjährigen Miss World Wahlen dürfte es aber noch nicht reichen ;-)

Nur mal kurz – mit dem Teufel im Genick

Bevor ich am Donnerstag zum letzten Mal ein Hamburger Kuschelweekend mache, möchte ich hier noch kurz ein Lebenszeichen geben – mit Betonung auf kurz – denn der Teufel sitzt mir im Genick und obwohl ich ihn bereits dreimal besiegt habe, kommt er doch immer wieder – glücklicherweise :-)

Diablo – das Spiel des Teufels

Ich will ja längst einen ausführlichen Blogbeitrag schreiben über das mich grad süchtig machende Spiel “Diablo 3“, theoretisch hab ich sogar längst damit angefangen, aber eben weil das Spiel so süchtig macht, komm ich einfach zu gar nix mehr (vorallem als Zauberin). Echt, wenn ich am Feierabend heim komme, dauerts meist nur wenige Minuten bis ich wieder am Dämonen jagen bin, um halb Neun gibts dann meist Blabla mit Juliet bis etwa halb Elf und dann wird in der Regel nochmal 1-2 Stunden weiter gezockt. Üüüüüüübelst sag ich Euch. Wer mit dem Gedanken spielt, Diablo 3 zu spielen, dem sei gesagt: Pfoten weg! Das Spiel ist so cool, dass man kaum noch leben kann neben der Spielerei :-) Zugegeben, meine aktuelle Masslosigkeit im Spielen hat sicher auch damit zu tun, dass Juliet in einem Monat zu mir kommt und ich dann weiss Gott Schöneres zu tun habe als Mäuse festzuklammern – dann wird nämlich erst mal ein paar Monate oder Jahre lang an Schatzi geklammert. Und so kann ich halt nicht anders als die Zeit noch zu nutzen und soviele Monster auszuradieren wie möglich – man gönnt sich ja sonst nix :D

Die sechs Jahreszeiten

Apropos Hölle, der Sommer hat ja endlich so richtig angefangen und dementsprechend geniesse ich natürlich den sommerlichen Bekleidungsrausch am frühen morgen vor dem Kleiderschrank. Trotzdem – eben deshalb Hölle – kam ich nicht umhin, diese Woche die Jahreszeiten neu zu definieren, denn entgegen der weitverbreiteten Meinung gibt es sechs Jahreszeiten. Es gibt Winter, Frühling, Frohsommer, Hölle, Spätsommer und Herbst. Ne echt, auch wenn ich da einmal mehr vom Mainstream abweiche, aber alles was über 25 Grad ist empfinde ich als höllisch. Es scheint wirklich so, dass ich ein Nordlicht bin, für mich sind Idealtemperaturen zwischen 15 und 25 Grad, schon ab 12 Grad trag ich kurzärmlich und ab 25 Grad laufe ich aus wie ein Wasserfall. Buäk sag ich da nur. Kalt zu haben ist ja ok, dann kann ich mich wärmer anziehen. Aber wenn ich sogar im kurzen und luftigen Sommerkleidchen schwitze wie n’Ochse, dann ist das für mich nicht mehr Sommer, dann ist es einfach nur noch grusig. Und genau das erlebte ich am Montag während dem Mittagessen in der Gartenlaube eines Restaurants, trotz Halbschatten war ich patschnass anschliessend. Muss wohl meine Wikinger-DNA sein, für mich sind hohe Temperaturen jedenfalls nix, aber sowas von überhaupt nix.

Letztes Kuschel-Weekend in Hamburg

Jauh und morgen isses wieder soweit und ich flattere nach Hamburg – zum letzten Mal sozusagen. Naja stimmt nicht ganz, denn erstens werden wir Juliets Mama natürlich weiterhin ab und zu besuchen und zweitens flieg ich Anfang August nochmal dahin um Juliet samt Katzen abzuholen. Aber es wird das letzte der legendären Kuschelweekends sein und das ist ein schaurig gutes Gefühl. Dann noch rund 5 Wochen ausharren und dann hab ich meine Süsse hier bei mir und geb sie nie nie nie niemal nicht wieder her – im Fall :-) Dieses Weekend wird so das Wetter will ein kleines Highlight, denn ausgerechnet dieses Wochenende finden in Hamburg die “Harley Days” statt, ein Anlass an dem gefühlte Zigmilliarden Harleys zu bestaunen sind – eine Gelegenheit die wir uns natürlich nicht entgehen lassen – eben sofern das Wetter uns den Weg ebnet.

Umzugsvorbereitungen fast abgeschlossen

Unsere Umzugsvorbereitungen sind unterdessen so ziemlich abgeschlossen, die deutsche Bahn resp. DB-Schenker übernimmt den Transport von Tür zu Tür, die Katzen sind geimpft und gechipt und bei meiner Verwaltung erfolgreich beantragt, Kisten sind gepackt, es fehlen nur noch ein paar Kleinigkeiten wie das Bestellen neuer Türschilder und so Kram. Aber alles Umständliche oder Unklare ist nun vorbei, noch etwas “Tüdelkram” und wir sind ready :-)

Joooohhhh, das wär’s dann mal wieder, das Böse ruft und irgendjemand muss nunmal den Scheiss mit der Weltrettung machen, tu ich’s nicht, tut’s gar niemand, also muss sich Diablo weiterhin warm anziehen – girls power eben ;-)

Also wünsch ich allseits ein schönes Wochenende, ich werde frühstens nächsten Dienstag wieder online sein – eben Liebe und kuscheln und so, Ihr wisst schon :D

Stay strong!
Stay true!
Express yourself :D

Zähne sind auch nur Idioten

Glaubt mir, auch wenn Zähne noch so hilfreich sind, schick aussehen können und geradezu nicht wezudenken wären, so ändert all das nichts daran, dass Zähne auch nur Idioten sind wie alle anderen Körperteile auch – man darf wie mir scheint sogar soweit gehen zu postulieren, dass Zähne eigentlich die Volldeppen im Reich der Körperteile sind, sozusagen die Turnbeutelvergesser des Körpers. Ich weiss, wovon ich rede, denn gerade dieser Tage macht einer dieser kleinen Idioten den Kasper mit mir, dass es ein Graus ist.

Anfang Jahr musste ich mal wieder zwei Zähne richten lassen resp aufbohren und auffüllen und so Quatsch. Bei einem davon, einer der Idioten die eine Wurzelbehandlung beanspruchen um sich artgerecht gehalten zu fühlen, warnte der Zahnarzt schon, dass es unklar ist, ob der das mitmacht. Die Chance ist 50/50, dass der wurzelbehandelte Zahn überlebt, andernfalls war die ganze teure Renovation für n’Arsch äh für die Katz. Blöderweise musste genau an derselben Stelle oben ebenfalls ein Zahn geflickt werden – oder ist der Wurzelbehandelte oben? Na wie auch immer, da sind nun halt zwei so frisch zertrümmertundwiederzusammengepeppte Zähne und einer davon lässt nun eben die Sau raus – und zwar sowas von sag ich Euch.

Fast den ganzen Tag spüre ich eigentlich nichts, jedenfalls nichts was die Aufmerksamkeit meines Bewusstseins erregt. Ausser zwischendurch und vorallem am Abend wenn ich auf dem Sofa rumliege oder in der Nacht wenn ich schlafen würde, wenn der Depp mich denn liesse……… dann schwillt geisterhaft aus dem Nichts der Schmerz an und erreicht innert etwa einer Minute eine unglaubliche Stärke, so dass man sich am liebsten mal schnell den Kiefer aus dem Schädel reissen möchte……….. und meist nach wenigen Minuten schwillt er genauso schnell wieder ab und eine Minute später ist Ruhe im Irrenhaus. Häääää? Was zum Kuckuck soll das denn?

Ich habe leider wirklich ein übles Zahnwerk, also sozusagen nur Idioten im Mund, dementsprechend habe ich schon so einiges an Schmerzerfahrungen durchlebt. Aber so n’Scheiss ist mir noch nie passiert, echt. Eine normale Entzündung – sofern man bei Zähnen überhaupt von einem Normalzustand ausgehen darf – hat eigentlich immer eine gewisse Konstanz. Das tut nicht einfach den ganzen Tag nicht weh und plötzlich sprengt es einem fast die Birne weg, das tun nicht mal die Beklopptesten unter den Zahnidioten – ausser eben Meiner, das kleine Arschloch……. *hüstel*……….. ‘tschuldigung…….. aber echt, wenn sich ein Zahn wie ein Huhu-Gespenst aufführt, kann man echt aus der Haut fahren.

Und das Bescheuertste ist, dass dieser Schmerz so ausstrahlt, dass ich nicht mal sicher sagen kann, welcher dieser zwei Knalltüten grad am durchdrehen ist, es tut einfach alles weh. Ich glaub, es ist der Untere, aber sicher kann ich mir nicht sein, die schreien im Chor, das ganze Pack der rechten Seite.

Grad vorhin lag ich entspannt in der Badewanne, hörte kuschlig-lauschige Musik und plötzlich geht’s los und innert einer Minute ist mir die Lust am Baden vergangen und ich trapse entnervt zurück ins Wohnzimmer – um zu bloggen – und zu tratschen, was für ein Beisshooligan mir grad das Leben zum Irrenhaus macht.

Naja, ich werd dann wohl bald mal beim Zahnarzt vorbeischauen, aber ich befürchte, dass ich schon weiss, was los ist. Der Deppzahn hat offenbar noch einen Nerv drin oder zumindest einen Teil davon. Und der spielt Irrlicht im Dunkel des Gaumens. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird sich das legen, der reagiert einfach noch mit so Ausbrüchen auf die Zahnreizung. Wenn das so ist, dann kann man vermutlich einfach gar nix machen als den ganzen Quatsch durchzuleben und darauf zu warten, dass dem Knallkopf die Puste ausgeht. Oder da ist wirklich eine Entzündung, dann wird’s wohl mal wieder teuer, aber das glaube ich eher nicht, eben weil eine Entzündung nicht einfach stundenlang nicht weh tut.

Auf jeden Fall bin ich mal wieder um einiges schlauer geworden durch diese Episode. Nun weiss ich aus Erfahrung: Auch Zähne sind nur Idioten, da können die nix dafür, die sind einfach so. Sie meinen’s eigentlich gut mit uns, wollen nur das Beste wie beispielsweise dem Hirn durch Schmerzsignale klarzumachen, dass da etwas nicht gut ist am Zahn. Der Zahn hat ja keinen blassen Schimmer, dass das Hirn das längst weiss, weil es die Bezahlung der Rechnung organisiert hat und jetzt noch unter Schock steht deswegen. Klar weiss das Hirn, dass da gebohrt wurde, aber der Zahn ist nunmal unwissend wie das in Hosen gehaltene Knie das sich ständig wundert weil es eins auf den Deckel kriegt ohne je die Ecke gesehen zu haben in die es geknallt ist.

Aber sie meinen’s gut, ich schwör’s, auch wenn sich das manchmal nicht so anfühlt ;-)

Dianas Hirnzerfall beim Schuhkauf

Wir sollten uns mal wieder über die wirklich wichtigen Dinge ein paar Gedanken machen, beispielsweise das Mysteriums des weiblichen Schuhladenbesuchs und im speziellen der merkwürdigen Tatsache Aufmerksamkeit schenken, dass bei mir beim Schuhkauf regelmässig und mit an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit der Verstand komplett aussetzt…….. denn das hat sehr sehr seltsame Konsequenzen……..

Ich bin ja eigentlich keine Schuhfetischistin im herkömmlichen Sinn, ich hab kaum wirklich exklusive Schuhe sondern stehe im wahrsten Sinn des Wortes vorallem auf so klassische Pumps – idealerweise mit gut gangbarer Absatzhöhe von 6-8cm für den Alltag und höchstens 10cm für besondere Anlässe. Mein Problem kommt eher daher, dass ich einfach sehr klare Vorstellungen habe von einem guten und schönen Schuh. Ist er zu hoch, tun die Füsse weh, zu tief hab ich immer das Gefühl hinten rauszukippen, ist er zu eng, tun die Füsse wieder weh, ist er zuwenig eng, hat man damit keinen Halt und stöckelt wie eine sturzbetrunkene Giraffe, er darf nicht zu spitz sein, bei den Fussballen nicht zu eng und und und…… und dann braucht man sowas in schwarz für dunkle Kleider, in beige für helle Kleider, in braun und in grau und in weiss und und und……… und dann kommt der Winter und der ganze Quatsch geht mit Stiefeln wieder von vorne los *seufz*

Des Mädels heiliger Gral

So kommt es, dass die Jagd auf “den richtigen Schuh” Formen angenommen hat, die vergleichbar sind mit der einstigen Suche der Kreuzritter nach dem heiligen Gral – auch sie haben ihn nie gefunden – ich aber bleibe dran ;-) Aber es ist schon auch so, dass ich so Pumps wirklich schön finde und sie in meinen Augen das Gesamtbild eines elegant-berockten Mädels abrunden wie ein Diamant einen Ring *malscheinbarzufälligzuschatzirüberguckt*. Soviel mal als Voraberklärung, damit man sich die dahinterliegende Dramatik etwas vorstellen kann. Nun zum eigentlichen Thema, was diese wie ferngesteuert wirkende Suche nach dem heiligen Schuh für Auswirkungen hat.

Wer sucht, der findet, das sagte schon Jesus und die Kreuzritter glaubten es auch, ich auch – und ich kann sogar bestätigen, dass das wirklich stimmt. Fast immer, wenn ich einen bestimmten Schuh suche, finde ich auch innert kürzester Zeit einen bestimmten Schuh, echt wahr! Ok es ist nie der, den ich gesucht habe, aber es ist garantiert ein Schuh, den ich unbedingt noch brauchte. Juliet meckert dann zwar meist rum, ich hätte genau so einen doch schon, aber mir gehen dann die Argumente nie aus um einleuchtend zu erklären, weshalb dieser Schuh was völlig Anderes sei, weil er vielleicht 0.5cm höher oder tiefer ist, etwas weniger spitz, ein etwas helleres beige als der hellbeige Schuh den ich schon hab. Naja, so richtig begreifen tut sie’s meist nicht, aber das ändert in der Regel nichts daran, dass ich hinausziehe um ein paar Schuhe zu kaufen und dann mit zwei paar Schuhen wieder heimkomme – ohne die wirklich gesuchten Schuhe gefunden zu haben – worauf ich natürlich beim nächsten Schuhladen gleich wieder einen Ausfallschritt mache und mit quieckenden Geräuschen durch die Regale stöckle…………

Das hat nur noch wenig mit Vernunft zu tun, ich geb’s zu, eigentlich hat es gar nichts mit Vernunft zu tun, genau genommen isses sogar total bekloppt. Und so mag es erstaunen, dass das eigentlich erst die Spitze des Eisbergs ist, denn wie ausgeklinkt mein Verstand ist, zeigt etwas ganz Anderes, etwas das sogar mir ein wenig unheimlich ist.

Wissen schützt vor Torheit nicht

Wenn ich wie so oft “die Schuhe meines Lebens” gefunden habe, eben die, die nicht die sind, die ich gesucht habe, dann gerät Dian’chen in eine beängstigende Euphorie. Wie das Kleinkind vor dem Weihnachtsbaum, aufgeregt, für keine logischen Gedanken mehr zu haben……… und dann läuft das immer, ich betone, immer, genau so ab. Ich schnapp mir Grösse 40, schlüpfe mit dem rechten Fuss rein, stelle fest, dass mein Fuss da drin sitzt wie angegossen und weiss dann mit absoluter Sicherheit, dass der Schuh perfekt ist. Ich weiss mit derselben Bestimmtheit, dass mein linker Fuss verblödeterweise ein klein wenig grösser ist als der Rechte. Aber diese Information wird von meinem Restverstand in so einem Moment nicht mehr korrekt verwertet.

  • Linker Fuss an Grosshirn: “ich bin grösser als der rechte Fuss, wenn’s rechts korrekt sitzt, ist es links viel zu eng”
  • Grosshirn an Fuss: “Klappe, der Schuh passt, wir brauchen Grösse 40, das kommt schon gut”
  • Linker Fuss an Grosshirn: “mach kein Scheiss, wir kennen das zu Genüge, ich leide dann wieder den ganzen Tag”
  • Grosshirn an Fuss: “schweig und stirb wie ein Mann äh ein Fuss, ich weiss genau dass wir Grösse 40 haben und Du hast da gefälligst reinzupassen”

Und am anderen Tag steh ich auf, freu mich auf meinen ersten Auslauf mit den neuen Schuhe, schlüpfe rechts rein und erfreue mich an einem perfekten Sitz, schlüpfe links rein…….. öööööhhhhmmmmm……. versuche links reinzuschlüpfen…….. *hüstel*…….. zwänge und würge diesen verfluchten Fuss in diesen noch verfluchteren Schuh……… verdrehe dabei die Augen, gebe Grunz- und Pfeifflaute von mir, stehe wacklig auf, stöckle wie auf rohen Eiern zur Arbeit…….. und verfluchte den Tag an dem ich schon wieder zu kleine Schuhe gekauft habe und nehme mir vor, nie wieder Schuhe zu kaufen ohne Beide anzuprobieren………. und ich Idiotin glaub mir das dann auch noch.

Und so kommt der Tag, an dem ich wieder an einem Schuhladen vorbeikomme, allem Gezetter von Juliet zum Trotz hineinstürme und………….. *seufz*

Unbeantwortet bleibt das Mysterium um das “Warum”

Ich weiss nicht, warum ich das tue, echt nicht. Aber ich tu’s, immer wieder von Neuem. So wie ich öfters mal mitten in der Nacht eine Tafel Schokolade aus dem Kühlschrank hole und sie neben mir ins Bett lege – nur um ein paar kleine Stückchen zu naschen – um dann am nächsten Morgen neben einer leeren Packung aufzuwachen, ohne n’blassen Schimmer zu haben, wohin zum Kuckuck diese Schokolade verschwunden ist.

Nun wird es wohl wenig überraschen, wenn ich abschiessend noch erwähne, dass es mir bei Kleidern eigentlich ähnlich geht. Ich probier aus Prinzip nie etwas an in Läden, weil ich ja nicht blöd bin und genau, auf den ersten Blick und untrüglich sehe, ob mir etwas passt und selbstverständlich auch, ob es mir steht. Naja, zumindest rede ich mir das jedes Mal von Neuem ein, glaube mir jedes Mal wieder als hätte es all die tausend vorhergehenden Male nicht gegeben. Aber im Gegensatz zu den linken Schuhen habe ich bei Kleidern wenigstens meistens Recht. Ich hab da wirklich ein Auge dafür und so sind meine Kleider-Einkäufe meist auch erfolgreich. Aber das hat vielleicht auch mehr damit zu tun, dass Kleider etwas flexibler sind im wahrsten Sinn des Wortes. Wenn ein Shirt oder noch mehr ein Stretchkleid halt etwas eng ist, dann dehnt sich der Stoff einfach noch etwas mehr. Bei Schuhen funktioniert das nicht, deshalb weiss auch jedes Mädel, dass man immer Beide anprobiert und mindestens einen kleinen Catwalk quer durch den Schuhladen macht. Jedes Mädel weiss das, sogar ich………. nur hilft’s mir irgendwie nicht.

Und so kam es, dass ich auch heute wieder am Arbeitsplatz sass, während mein linker Fuss stundenlang vor sich hinmeckerte, weil ich ebendiese neuen Schuhe wieder trug – zum vierten Mal glaubs – und ich schwöre, auch wenn der linke Fuss jammernderweise anderer Ansicht ist – er passt bereits besser rein, es tut nur noch ein wenig weh – noch ein paar Mal tragen und beide Schuhe passen wie angegossen, sofern der linke Fuss bis dahin noch lebt :-)

Ein vergnügter Sommeranfang samt Stressresistenz

Es gibt Leute, die sagen, ich sei verrückt, andere halten mich für irre – wisst Ihr was? Sie haben alle Recht und das ist auch gut so – nicht, dass sie Recht haben sondern dass ich verrückt genug bin um mein Leben zu leben, auch wenn’s manchmal etwas bekloppt ist.

Und so kam heute mal wieder einer dieser Tage, an dem ich unerklärlich vergnügt aufstand, mich antüdelte, vor den Kleiderschrank in Achtungsstellung ging und weiss der Kuckuck was in meinem Kopf vorging……..

……. und meine biologische Uhr schaltete auf Sommer, meine Laune auf Sommerlaune, mein Übermut näherte sich dem eines Fohlens das zum ersten Mal auf der Weide rumhopsen kann……..

…….. und schon hatte ich es an, dieses schulterlose Stretchkleid – zum ersten Mal in meinem Leben trug ich schulterfrei – ich blickte ein letztes Mal in den Spiegel, attestierte mir uneingeschränktes Beklopptsein und stöckelte zur Arbeit. Hach ist das schön, jung und verrückt zu sein.

Naja, jung……. beschränken wir uns auf verrückt, das reicht auch für einen guten Tag.

Offenbar hat mir meine zweiwöchige Badewannenphase gut getan. Nicht nur, dass ich mir dabei bewusst werden konnte, wo der Schuh drückt, es zeichnen sich auch neue Strategien ab, mit all dem klar zu kommen. Und das wiederum führte zu einer Art Befreiung, ich konnte wieder etwas loslassen und das wiederum bringt mich langsam auf Kurs, scheint es jedenfalls. Die letzten paar Kommentare die ich gestern und heute irgendwo deponierte, waren entweder ganz einfach sachliche Informationen, die ich deponierte und es damit beliess, dass gesagt wurde was gesagt werden muss – oder ich entlarvte den zu kritisierenden Text mit zuckersüsser Ironie, so dass er eigentlich auch vom Tisch war und ich dabei auch noch eine schelmische Freude erleben durfte….. Ich sollte mal wieder Epiktet lesen, der Kerl hatte es echt drauf ;-)

Dass ich seit gestern wieder steil aufwärts schwebe, erstaunt vorallem auch deshalb, weil gerade dieser Tage ein paar sowas von hässliche Dinger auf meinem Monitor landeten, dass ich eigentlich mit der virtuellen Kettensäge hätte bloggen müssen. Das Gröbste war ein Beitrag im Magazin einer “Homosexuellenorganisation”, in dem der Standpunkt vertreten wurde, dass man transsexuellen Mädchen nicht helfen solle, weil die in Wirklichkeit homosexuelle Jungs seien die ihre Sexualität verdrängen würden. Öhm, Transphobie in einem “Homosexuellenmagazin”? Sorry, aber diese Trans=Homo Theorie ist längst widerlegt und stammt aus einer Zeit, in der dieselben Sexologen die uns Transsexuelle psychopathologisieren, auch Homosexuelle als psychisch gestört klassifizierten. Der Autor sollte sich also hüten, dieses Denken wieder aufzuerwecken. Jedenfalls ärgerte ich mich zwar kurz mal heftig darüber und werde vermutlich in einer Form darauf reagieren, aber dieser Blödsinn haute mich nicht um. Da war einfach sowas in mir, etwas das sagte: lass den Troll Troll sein, lass Dir Deine Vergnügtheit nicht verderben, heute ist ein guter Tag……

Und ich ging in mein Raucherräumchen eine rauchen, schaute in den strahlend blauen Himmel, blickte an mir runter und sah, was ich verrücktes Huhn heute wieder angezogen habe – und bei all dem fühlte ich mich einfach glücklich und zufrieden und irgendwie begann mich diese Episode sogar zu amüsieren. Dass jemand solchen Unsinn erzählen kann ohne auf der Stelle vom Blitz getroffen zu werden, hat was von Comedy, wär’s nicht wahr, könnte man sich darüber kaputtlachen.

Und so verging der Tag wie im Flug und meine Laune blieb bis jetzt so vergnügt, wie Schmetterlinge im Frühling nunmal sind………. achja, ging’s nicht mal noch ums Kleid?`Also mal so ganz unter uns, wenn ich mir das Foto so anschaue, dann beschleicht mich schon auch das Gefühl, dass ich zumindest an gewissen Tagen ein ziemlich verrücktes Weibchen bin. Aber diese äusserliche Selbstentfaltung, die mir nach so langer Entbehrung endlich möglich ist, dieses ständige sich neu suchen und neu finden und neu erfinden, all das ist nachwievor etwas Berauschendes.

Das wirkt auf mich wie jemand der ein Leben lang in Ketten eingekerkert war, eines Tages raus kann und dann ständig an Ort in die Luft hüpft wie bekloppt. Da fragt einer, sach mal, was zum Geier hüpfst Du da rum wie blöd? Keine Ahnung, antwortet der Hüpfmensch, ich hab einfach so n’Bewegungsdrang in mir, es fühlt sich einfach so ungewohnt schön und befreiend an, immer wieder zu spüren, dass ich mich wirklich jederzeit und in jede Richtung bewegen kann wie mir danach ist. Und wenn er nicht gestorben ist, dann hüpft er vielleicht heute noch ;-)

Und doch habe auch ich manchmal diese Stimme in mir, wie heute morgen, die mir energisch zuzischt: Haste jetzt n’Totalschaden, Du kannst doch nicht in dem Fummel zur Arbeit……….. naja, was soll ich sagen, offensichtlich konnte ich doch, Theorie widerlegt, ich kann sehr wohl :-)

Und falls doch noch jemand unter den Mitlesenden denkt, ich würde es übertreiben – tragt mal vier Jahrzehnte lang die Kleider des anderen Geschlechts und dann reden wir nochmal darüber ;-)

In dem Sinn – mögen wir unser Verrücktsein nie verlieren, denn gerade dieses Verrücktsein kann manchmal der Quell wahrer Lebenslust sein – Carpe Diem!

Nachtrag: ATME hat soeben zu diesem obgenannten Magazinbeitrag Stellung genommen:
Einer von der taz schreibt und ATME schweigt immer noch

Buntgemischtes aus dem Februar

Jauh da wär ich mal wieder, seit einiger Zeit gibt’s hier bei mir ja kaum noch was zu Lesen, aber wie bereits kürzlich mal erklärt, habe ich einerseits nichts zu erzählen, was so dringend ist, dass es mich zu Schreiben antreiben würde und auf der anderen Seite gibt es soviele kleine Dinge und ganz viele hässliche kleine Dinge, dass ich mich zu keinem Thema entscheiden kann. Deshalb mal wieder eine Zusammenfassung, ich hoffe, dass ich bald wieder in normalem Rhythmus bloggen kann.

Das Blog, das Komatöse

Den StammleserInnen dürfte augefallen sein, dass meine Blogs in letzter Zeit häufig nicht funktionieren. Weiss der Geier warum, aber offenbar ist meine Hosting-Firma, also die Firma, auf deren Server meine Webseiten eingemietet sind, chronisch überlastet und so kommt’s zu diesen hässlichen Timeout-Fehlern. Ich kämpfe seit längerer Zeit mit dem Gedanken, meine Blogs umzuziehen auf einen neuen Server, der zuverlässiger ist. Aber weil das saumässig viel Arbeit gibt, schiebe ich das ständig vor mir her. Wenn das jedoch so weiter geht wie in den letzten Tagen, werde ich mich da wohl oder übel mal reinknien müssen, Gründe dazu hätte ich nämlich weitere…………

Die kriminellen Internet-Parasiten

Denn ein weiteres Problem nervt total. Schon X-mal wurde ich von Google darüber informiert, dass auf einer meiner Webseiten eine sogenannte Phising-Seite installiert ist. Das sind Webseiten von kriminellen Drecksäcken, die Webseiten wie Meine hacken und ihren Dreck dort verstecken. Diese Internetseiten, die sie beispielsweise bei mir irgendwo in einem Unterverzeichnis verstecken, sind so aufgebaut, dass sie aussehen, als wäre man bei eBay, PayPal oder sonst einer Seite, die Kreditkartenabfragen macht. Die Leute landen dort, denken sie seien auf ebendieser Seite, geben ihre Kreditkarte an und schon sind sie ausgeräubert. Ich lösch den Scheiss dann jeweils, aber die knacken meine Seiten immer wieder von Neuem, Meine und tausend Andere. Und weil die Idioten immer raffinierter werden, schaffen sie es unterdessen sogar, ihren Dreck so zu installieren, dass ich deren Müll selbst als Administratorin meiner eigenen Website nicht löschen kann. Dazu muss ich dann ständig den Support der Hostingfirma anbaggern und da die nicht grad allzu zuverlässig sind, naja, so ganz sauber werden meine Seiten wohl nie mehr. Da ich die Passwörter oft ändere und nahezu unknackbare Passwörter verwende, habe ich langsam den Verdacht, dass die direkt den Server angreifen und gar nicht über meinen Zugang reinkommen. Langer Rede kurzer Sinn, so macht das echt kein Spass, ein Grund mehr, meine Seiten endlich umzuziehen.

Kreislaufkollaps in der Badewanne

Ne ganz so schlimm war’s nicht, ein Kollaps wär was Anderes, aber weit davon entfernt war ich nicht. Gestern nahm ich wieder mein obligates sonntägliches Bad, füllte aber etwas zu heisses Wasser ein. Da ich heisse Bäder an sich mag, legte ich mich trotzdem rein. Aber nach ner Weile wurde es mir dann doch zu heftig und ich wollte wieder raus….. wollte ist gut……. denn als ich aufstand und mich abtrocknen wollte, spielte irgend ein bekloppter Geist mit dem Lichtdimmer und es wurde um mich rum langsam dunkler. Bevor es mich hinknallte, setzte ich mich wieder in die Badewanne, staunte Bauklötze, wartete kurz und versuchte es von Neuem. Nach etwa drei Versuchen war ich draussen, musste mich dann aber erst mal auf den Boden legen und abkühlen. Aber ich fühlte mich sowas von unwohl, also nahm ich einen neuen Anlauf und ging ins Schlafzimmer, wweil das näher ist als das Wohnzimmer und da lag ich dann erst mal eine halbe Stunde, bis die Systeme wieder runtergekühlt waren. Issja krass! Sowas hab ich echt noch nie erlebt. Ich kenn das zwar, dass ein zu heisses Bad den Kreislauf ganz schön belasten kann, aber dass ich fast nur noch kriechen kann, sowas gab’s noch nie. Naja, einmal mehr etwas, das mir hoffentlich eine Lehre ist.

Aber sonst geht’s mir gut

Abgesehen davon läuft bei mir persönlich alles super. Die Op ist schon so lange her und körperlich läuft alles so einwandfrei, dass ich kaum glauben kann, was hinter mir liegt. Auch hormonell bin ich dank meines neuen Arztes jetzt guter Dinge. Sowohl Östrogen- als auch Progesteron-Pegel scheinen in einem gesunden Bereich zu liegen. Da ich weiterhin meinen Zuckerkonsum einschränke, ist auch der Zuckerspiegel ok, einzig das Cholesterin ist noch etwas neben den Schuhen, aber irgendwas muss man ja haben ;-) Dafür habe ich mich allgemein ernährungstechnisch verbessert, es gibt öfters am Abend Salate oder Suppen anstatt wie früher Wurstkram oder Pizzas. Hinzu kommt, dass mein Nikotinkonsum weiterhin deutlich reduzierter ist. Etwa die Hälfte meiner Raucherei wird nun nikotinfrei gedampft und die Zigis habe ich ebenfalls gewechselt auf eine leichtere Version. Unter dem Strich dürfte mein Nikotinkonsum schon fast auf einem Viertel unten sein :-)

Ehemalige SchulfreundInnen irritieren?

Durch einen Zufall stolperte ich dieses Wochenende über das Portal “StayFriends”, das dazu dient, dass sich Leute aus der Schulzeit wieder finden resp. nicht verlieren. Natürlich suchte ich gleich mal meine früheren Schulen ab und fand tatsächlich Leute aus meiner Kindheit. Also hab ich mich da jetzt mal angemeldet und bin gespannt, ob sich daraus Kontakte reanimieren lassen. Unter Anderem fand ich ein Foto einer Schulklasse, auf dem ich auf drauf war und jemand hat dort alle Köpfe markiert und mit den Namen versehen. Höhö, hab Meinen nun mal auf “Diana” korrigiert und warte nun gespannt auf Reaktionen. Da dürften Einige Bauklötze staunen, wenn sie ihre Klasse finden und dort eine Diana drin ist, an die sie sich nicht mehr erinnern können ;-)

Die mediale Apokalypse?

Seit ich vor drei Wochen aus Hamburg zurück bin, erlebe ich ein mediales Dauerfeuer, das echt an die Substanz geht. Unterdessen sind mindestens ein dutzend Beiträge erschienen, TV-Sendungen und Zeitungsberichte, mal mehr oder mal weniger schlecht, aber garantiert nie gut. Es wäre mir wirklich ein grosses Anliegen, in Sachen “Transsexualität” wieder vermehrt Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben. Aber wenn wie in diesen Wochen soviel Scheiss über den Äther tropft, vergeht mir langsam aber sicher die Lust daran. Mehr denn je bin ich hinundher gerissen zwischen der offensichtlichen Notwendigkeit, die Desinformation seitens der Medien und gewisser Sexologen bis hin zu religiös Verblendeten zu korrigieren, Menschenrechtsverletzungen anzuprangern und so weiter. Genauso habe ich aber mehr denn je die Schnauze voll von diesem ganzen idiotischen Scheiss. Und wenn ich dann noch wie leider oft erleben muss, dass Betroffene solche medialen Ergüsse auch noch toll finden, nur weil man etwas freundlicher über uns berichtet, dabei aber nicht merken, dass man uns wie eh und je als Gestörte hinstellt, dann frage ich mich wirklich, für wen ich ich da noch einsetzen soll. All das ist ein riesiger Themenkomplex, der ein dutzend Blogbeiträge bräuchte um all meine Gedanken dazu abzuarbeiten. Aber wie lange will ich mich noch verrückt machen mit dem ganzen Quatsch? Ich weiss es echt nicht, ich weiss nur, dass mir dieser ganze Mist nicht gut tut und ich zweifle immer mehr daran, dass ich in Anbetracht dieser Umstände überhaupt etwas wirklich bewegen kann. Das ist einer der Hauptgründe, warum ich beim Bloggen in einen Stillstand geraten bin. Das worüber ich am ehsten schreiben möchte, ist genau in dieser Thematik angesiedelt………. aber irgendwie fühl ich mich wie jemand, der versucht, mit dem Kopf eine Panzertür einzuschlagen – so wirklich sinnig ist das nun wirklich nicht.

Feuerbälle und sonstiger Zauberkram

Und gerade weil ich mich so schwer tue in der Frage, was ich tun soll und womit ich die Zeit todschlagen soll, ob ich weiterhin Öffentlichkeitsarbeit leisten soll oder einfach die Schoten schliessen soll und ein heiteres “Rutscht mir doch den Buckel runter” in die grosse weite Welt hinausschreien soll, gerade deshalb ist es erfreulich, dass vor einer Woche ein neues Computerspiel rausgekommen ist, das mir glaub mal wieder so richtig liegt, zumindest sieht es danach aus, nach den ersten 20-30 Stunden in “Kingdoms of Amalur”. Dort bin ich – man ahnt’s – mal wieder als feuerballschmeissende Elfe unterwegs, rette Welten, lerne neue Zauberkunststücke, sammle Schätze……. und eben das Wichtigste, alles was sich mir in den Weg stellt, wird mit einem kräftigen Feuerball weggebrutzelt, jauh :-) Man man einwänden, dass es doch ein verblödeter Zeitvertreib ist, durch eine nicht wirklich existierende Welt zu rennen und nicht wirklich existierende Monster zu plätten um nicht wirklich existierende Königreiche zu retten und dabei nicht wirklich existierende Zauberkräfte zu erlernen…………. aber wenn man das aus Sicht der Psychohygiene betrachtet, ist es eben doch sinnvoll. Denn glaubt mir, in dem was man allgemein so leichtsinnig “Realität” nennt, gäbe es unzählige Momente, in denen mir genau diese Feuerbälle fehlen. Das kompensiere ich halt jetzt in Amalur, dem Reich, in dem Journalisten und Quaksalber noch mit einer lässigen Handbewegung zu Staub verarbeitet werden dürfen ;-)

Bald wieder kuscheln

Noch viel tröstender und wohl auch für jedermann nachvollziehbar ist jedoch die Tatsache, dass diesen Donnerstag endlich wieder Hamburg angesagt ist, dann wird mich Juliet um 16 Uhr wieder am Flughafen abholen, heimschleppen und dann können wir wieder bis Dienstag Morgen aneinander kleben :-) Und in einem Monat haben wir eine Woche Ferien, jajajaja, dann ist die Welt mal wieder so richtig in Ordnung :-)

So und damit käme ich zum Schluss und würde den Blogbeitrag publizieren, kann ich aber nicht, weil meine Webseiten mal wieder am Boden liegen, haha. Also speichere ich diesen Text und hoffe, dass meine Websites innert nützlicher Frist mal wieder hallo sagen und ich den Beitrag veröffentlichen kann. Bis dahin geh ich mal wieder nach Amalur und fackle ein paar Systemadministratoren äh Journalisten äh Sexologen äh Rechtspolitiker äh Trolle ab – man gönnt sich ja sonst nix ;-)

PS: diesen Beitrag wollte ich gestern veröffentlichen, aber es artete in eine Odyssee aus. Wie ich nach stundenlangem Herumpröbeln herausfand, habe ich bei mir zuhause keinen Zugriff mehr auf all meine Webseiten. Keine Ahnung was da los ist. Dank dem Tipp einer Freundin weiss ich nun, dass mein Router irgendwie nicht auf dem neusten Stand ist. Ich hoffe, dass ich das bald wieder hinkriege, so oder so ist jedoch klar, dass ich meine Webseiten raschmöglichst umziehen werde auf einen Server, der nicht ständig rumzickt. Falls also demnächst all meine Seiten weg sind, keine Sorge, die kommen wieder ;-)

http://www.youtube.com/watch?v=_H_wPrlBgKQ

Ein wenig bekloppt in Hamburg

Unser letztes Wochenende gestaltete sich wieder wie gewohnt und geliebt, wir lagen aneinandergeklebt auf dem Sofa, hach :-) Einzig am Samstag gingen wir in eine Konzerthalle um den Comedian Kaya Yanar zu kucken. Zuerst ging’s bei Schweinste lecker futtern und dann ab in die Konzerthalle – und da wurd’s dann irgendwie gruselig, echt.

Nach langem Ghetto und Rumwarterei. Wir hatten drei Tickets für unten und eins für oben *urks* und Lars wollte früh anstehen um gute Plätze zu haben. Wir hofften, dass wir ein Ticket umtauschen können, hofften, hmmmmm. Die zwei Erwachsenen gingen also mal unten anstehen und wir standen draussen vor der Kasse und warteten eine halbe Stunde bis die öffneten, ums uns dann sagen zu lassen, das ginge nicht. Cool. Aber schlau wie wir sind, haben wir dann halt einfach noch eine Karte für oben dazugekauft und standen dann dort in die Warteschlange. Und ich war langsam völlig entnervt, frohr mir meinen Hintern ab – jaja, selber Schuld, Rock und Strümpfe, haha *gacker* – aber irgendwie schafften wir es rein und dann gings aufwärts – bis es dann abwärts ging – oder so.

Freudig bestürmten wir die Bar, die sogar Longdrings anbot und gönnten uns gleich mal einen Vodka Lemon resp. Orange. Und weil wir ja so bekloppt früh dahin gehen mussten, um Sechs anstatt um Acht, mussten wir da halt blöd rumsitzen und der Drink ging aus, also gab’s noch einen – und dann ging die Show los. Für die, die nicht aufgepasst haben, wir sind erst bei zwei Drinks!

Die Show war an sich cool, aber schon gegen die Pause hin begann ich leicht wegzudämmern. Da wir beide aufs Klo mussten, gingen wir kurz vor Pause raus, klo-ten oder so. gingen eine rauchen, holten uns noch einen dritten Vodka Orange und wollten wieder rein. Durften wir aber mit Getränken nicht mehr *staun*, also setzen wir uns bei der Bar hin und warteten etwas. Nach der Pause gingen wir dann wieder an unseren Platz zurück – angeblich – fragt mich nicht *urks*

Ich betone, wir hatten drei Vodka Orange, also drei mal etwa 4cl, insgesamt nicht viel mehr als 1dl Vodka – aber meinem Hirn reichte es, es klinkte sich aus – Scheiss Vitamine im Orangensaft ;-)

Weiss der Geier, was da abgegangen ist, aber ich war völlig betrunken, von einer Menge, die Juliet grad mal etwas angeheitert hat. Ich weiss nicht, ob das wegen der Hormone ist oder wie unsere Mama dann fieserweise sagte, altersbedingt *empörtguckt* – jedenfalls stand mein Zustand in keinem Verhältnis zum getrunken Alkohol.

Tja und damit nahm das Schicksal seinen Lauf – behauptet man – jedenfalls habe ich dann erst mal ein Nickerchen gemacht…… die ganze zweite Hälfte lang……. mit dem Becher in der Hand *staun*.

Auf dem Rausweg fiel ich mal noch auf den Hintern, weil ich an etwas anlehnte, das sich nicht anlehnen lassen wollte oder so – und als ich einen Stand fand der so Gummifutter anbot, füllte ich eine 10-Euro schwere Tüte voll quer durchs Sortiment – wofür auch immer, wir hatten welche zuhause, aber ich muss in Bombenstimmung gewesen sein ;-)

Anschliessend gingen wir nach draussen und warteten vor dem Eingang auf die anderen Zwei………. und mir gings so gut, dass ich mit Glubschaugen in die herausströmende Menge kuckte und immer wieder Leute mit einem Blick wie das Schweinchen namens Babe fragte: “Hast Du meine Mama gesehen?”………. und der zwangsläufig daraus resultierende Blick liess mich dann auch jedes Mal in erfreutes Gelächter ausbrechen………. *hüstel*……… ey echt, nochmal, sorry Juliet ;-)

Auf dem Heimweg hätte ich mich angeblich auch prächtig amüsiert und hätte bei der Durchsage: “Haltestelle XY, Ausstieg in Fahrtrichtung links” die Leute rundum klugscheissernd darüber informiert, dass sie links aussteigen müssten……….. *erröt*……….. ey echt, nochmal………….

Dass Juliet und ihre Mama im Chor “Nein Diana!” riefen, als ich zuhause angekommen die glorreiche Idee hatte, ob wir noch eine Kanne Glühwein brauen sollten, wird da niemanden mehr verwundern…………. aber glücklicherweise bin ich in so einem Zustand zwar doof wie nur etwas sondern auch lieb – im Fall – denn ich befolgte jedes Kommando, zog mich aus auf Befehl (und verstreute die Kleider auf Mamas Bett) und während sich Juliet umzog, baute ich das Sofa zum Bett um und bezog es – keine Ahnung wie ich das geschafft habe – aber sonst gabs keine Beklopptheiten mehr meinerseits.

Dafür wachte ich um Sechs auf, fühlte mich als hätte ich eine Flasche Vodka getrunken, erinnerte mich nur noch bis zur Pause, bangte bei der Frage, was in aller Welt ich in der folgenden Zeit alles angestellt habe, bangte ob mich Juliet noch lieb hat *seufz*, bis Neun lag ich dann besorgt wach……..

Aber zum Glück bin ich dort von Bekloppten umgeben, die fanden das Ganze sogar lustig :-) So lustig, dass ich mir nun ständig anhören muss, dass ich zu alt sei für alkoholische Getränke, haha ;-)

Das einzig Gute daran – mal abgesehen davon, dass es meine Mitmenschen offenbar erheitert hat – ist, dass mir diese Episode arg zu denken gab. So ein Blackout will ich echt nicht mehr haben, erst Recht nicht wenn ich mich gar nicht wirklich betrunken habe, was soll denn der Quatsch. Ab sofort habe ich mir ein Drink-Verbot auferlegt. Eins zu Beginn ist erlaubt aber dann gibts höchstens noch Bier – in Massen. Denn sowas will ich wirklich nicht nochmal erleben.

Am meisten beschäftigt mich aber nachwievor die Frage, was zum Kuckuck da passiert ist. Ich hab zwar die Hormondosis erhöht, aber sie ist immer noch weit tiefer als während meiner “grossen Hormonbehandlung”. Oder weil die Medis über die Haut eingenommen werden? Oder weil ich keinen Zucker mehr in den Kaffee schütte? Oder weil ich alt werde? Haha! *schmoll*

Aber wisst Ihr was? *verschwörerischguckt*

Vielleicht war das nur eine Nebenwirkung von Kaya Yanars Humor? Weil der hat ja echt einen an der Waffel – so wie wir Zwei – wir Vier – so gesehen – Glaubstdu nich’? Guckstdu hie’!

Rückblickende Zusammenfassung des Jahresanfangs

Heieiei wie die Zeit vergeht, kaum im neuen Jahr angekommen und schon ist der erste Monat fast vorüber – und ich hab kaum was gebloggt – Schande über mich ;-) Aber abgesehen davon, dass ich einiges zu tun hatte, bin ich einfach in letzter Zeit schreibfaul. Es gäb zwar vieles, worüber ich schreiben möchte, aber nichts ist so drängend, dass ich mich zum Schreiben überreden könnte. Deshalb hier wenigstens mal eine kleine Zusammenfassung von all dem, was ich versäumte zu schreiben – das eine oder andere wird demnächst noch etwas detailierter erzählt.

Das dritte Tagebuch wird zum Buch

Einer der Gründe, warum mir die Zeit etwas knapp ist, ist meine Arbeit am dritten Buch, das meine Blogtagebücher 2011 zusammenfassen soll. Es werden wieder um die dreihundert Seiten und diesmal sind Beiträge aus drei Blogs da drin, vorallem das alte Blogtagebuch, dieses neue Tagebuch, das GaOp-Tagebuch und erstmals auch ein paar Beiträge aus unserem gemeinsamen Blog. Unterdessen habe ich alle Beiträge zeitlich zusammengemixt und muss nun die ganzen Formatierungen überarbeiten. Schreibfehler werde ich drin lassen, einerseits weil die zu meiner Schreiberei dazugehören und anderseits, weil es sich einfach nicht lohnt, bei den 20-30 Stück die dann am Schluss verkauft werden. Überhaupt frage ich mich einmal mehr, warum in aller Welt ich so n’Quatsch mache, der Aufwand steht in keinem Verhältnis zum Ertrag, aber irgendwie isses einfach cool, eigene Bücher zu haben und mehr als das gibt es ein paar internet-lose Leute in meinem Umfeld, die das alles auch lesen möchten. Auf jeden Fall bin ich zuversichtlich, dass es dieses Jahr nicht mehr sooooo lange geht, bis das Buch in Druck geht.

Wachzustand dank Estradiol

Wie hier berichtet, habe ich ja einen neuen Doktor der meine Hormontherapie betreut und der hat wie ebenfalls hier berichtet nun die Dosierung verdoppelt, weil meine Östrogene vom Unispital viel zu tief dosiert waren. Und siehe da, seit einer Woche bin ich wieder hellwach. Entweder, ich war wirklich auf Halbstrom infolge einer an Kriminalität grenzenden Dosierung oder das ist der geilste Placebo-Effekt des Jahres. Spass beiseite, es ist wirklich krass, seit einem Jahr bin ich jeden Abend total erschöpft, schlafe ständig vor dem TV ein und bin völlig antriebslos. Und seit einer Woche bin ich wieder wach, es ist offensichtlich, dass ich mit dieser spärlichen Hormondosierung am Rand des Existerens lebte. Voraussichtlich nächste Woche werde ich dann mal die Bluttests machen und dann sehen wir einerseits, wie es mit meinem Hormonpegel aussieht und anderseits wird sich zeigen, ob meine vom Unispital bemängelten erhöhten Zucker/Cholesterinwerte nicht doch nur eine Folge der falschen Hormontherapie waren.

Dampfen statt Rauchen

Ebenfalls erfreulich ist mein neustes Dampf-statt-Rauch Experiment. Seit Anfang Jahr habe ich nun diese e-Zigaretten und experimentiere eifrig damit rum. Die Anzahl gerauchter Zigaretten ist ohne nennenswerte Anstrengung auf die Hälfte reduziert, das nenn ich doch mal n’Achtungserfolg. Ich schlepp nun immer drei e-Zigis mit mir rum, zwei davon sind mit leckerem Geschmackskram gefüllt (momentan eins mit Banane/Vanille und eins mit Kaffee/Vanille) und eine e-Zigi ist mit Tabakgeschmack gefüllt und hat im Gegensatz zu den andern Zwei Nikotin drin. Wenn ich nun meine Nuckelattacken habe, die vorallem abends im Viertelstundentakt kommen, dann nuckle ich ein paar mal an den nikotinfreien Zigis rum. Wenn der Nikotindrang kommt, gönn ich mir ein paar Züge mit Nikotin und wenns dann ganz chribbelig wird, gibt’s wieder eine gerauchte Zigi. Klingt kompliziert, isses aber nicht. Wenn es so weiter geht, werde ich vermutlich die ganze Pafferei stark umlagern können und das ohne dass ich dabei fast Stücke vom Tisch abbeisse. Bin gespannt wie es weiter geht.

Videos, Bücher, Shopping

Rechts im Menü hat’s drei neue Seiten, in denen aber noch fast nix drin ist. Wie bereits erwähnt, bin ich am Aufbau einer Reihe von Youtube-Playlisten, in denen ich ein paar Leckerbissen aus meiner Musikwelt präsentiere bis hin zu Videos mit lustigen Tieren oder depperten Leuten. Ausserdem gibt es dort bald einen kleinen Bücherladen in dem ich Bücher vorstelle und des Weiteren gibt es bald eine Shopping-Seite mit Shopping-Tipps, die nicht nur Euren Kleiderschrank bereichern sollen sondern auch mich selbst, denn die dort bald erscheinenden Links sind sogenannte “Affiliate-Links”, was bedeutet, dass ich immer ein klein wenig mitverdiene, wenn Ihr über die dortigen Links einkauft. Mehr über all das, wenn es fertig ist, wer mag, darf aber gerne jetzt schon zwischendurch reinschauen.

Weekend in Hamburg

Und weil der Monat so schnell rum ist, geht’s nun auch schon bald wieder Richtung Hamburg. Diesen Donnerstag werde ich in der Mittagspause abrauschen, nach Hamburg flattern, dort von Schatzi am Flughafen abgeholt, dann gehn wir mal kurz shoppen (weil ich ja nix anzuziehen hab *jammer*) und dann geht’s nachhause und dort werden wir dann bis Dienstag morgen rumliegen. Oder gehn wir noch an diese Hochzeit? Oder ist die ein Monat später? Ach was weiss ich, ich lass mich überraschen, hauptsache ich werd wieder kräftig durchgeknuddelt, hab nämlich arge Entzugserscheinungen ;-)

Der wissenschaftliche Beweis: Jung sind bekloppt :D

Und nun noch das Lustige zum Schluss – muss ja auch mal wieder sein ;-) Ich hab mich ja schon des Öfteren hier darüber amüsiert, dass Jungs halt schon a bisserl bekloppt sind. Klar mögen wir sie trotzdem, aber es lässt sich nicht abstreiten, dass Jungs in gewissen Belangen schon gehörig einen am Keks haben. Wenn ich beispielsweise beobachte, was Testosteron und Alkohol gemeinsam bewirken oder wenn ich Jungs erlebe, die in ihrem testosterongeschwängerten Zustand nichts blöderes zu tun haben als wildfremden Mädels an den Hintern zu fassen, dann braucht es kaum noch eines Beweises dafür, dass Jungs etwas schräg drauf sind. Aber für diejenigen, die trotz aller Beweislast immer noch daran zweifeln, denen möchte ich diese wissenschaftliche Tatsache präsentieren, die wie ich hoffe nun auch letzte Zweifel beseitigen müsste. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass der “Borstenwurm” eine sehr bizarre Eigenschaft zu Tage fördert. Wenn man einem weiblichen Borstenwurm das Hirn entfernt………… wird daraus ein männlicher Borstenwurm *vomstuhlfallvorlachen*……… echt kein Scheiss, ich schwör’s, das ist wirklich so. Und damit betrachte ich meine Beweiskette als vollständig, Jungs sind einfach bekloppte Mädchen oder so :D Uns Mädels dürfte das nicht gross wundern und die Jungs verstehen wohl den Witz dahinter nicht, aber macht nix, für den Lacher des Monats wäre damit gesorgt ;-)

Fundstücke – Wenn Frauen betrunken heimkommen

Im Internet begegnet man immer wieder total lustigen Texten oder Bildern und immer wieder denke ich mir dabei, dass ich das mit Euch teilen müsste. Grund genug, ein neues Kapitel zu eröffnen, das ich “Fundstücke” nenne. Hier werden zukünftig ab und zu solche Texte/Bilder veröffentlicht, die nicht von mir sind, die ich einfach zur Einverleibung weiter empfehle. Beginnen wir dieses Kapitel mit einem Witz den ich diese Woche bei einer Facebook-Freundin antraf – enjoy ;-)

Wenn Frauen betrinken heimkommen

Letztens habe ich mich mal wieder mit meinen Freundinnen getroffen. Ich versprach meinem Mann, dass ich um Punkt 24 h wieder zu Hause sein würde. Aber wie das so ist, zwischen Cocktails, Tanz und Flirt vergaß ich die Zeit. Ich kam erst um 3 Uhr morgens zu Hause an – und das komplett betrunken!

Als ich zur Tür hereinkam, fing gerade die Kuckucksuhr an, dreimal “Kuckuck” zu rufen. Erschrocken stellte ich fest, dass der Kuckuck meinen Mann aufwecken könnte, und dieser dann wüsste, dass es schon 3 Uhr ist! Also fing ich an, neun weitere Male “Kuckuck” zu rufen. Zufrieden und stolz, in meinem Zustand noch einen so guten Einfall gehabt zu haben, begab ich mich ins Schlafzimmer. Ich legte mich beruhigt ins Bett und war beruhigt dank meines schlauen Einfalls.

Am nächsten Morgen beim Frühstück fragte mich mein Mann, wann ich denn letzte Nacht zu Hause angekommen sei. Ich sagte: “Um Mitternacht, wie ich es dir versprochen hatte!” Er sagte nichts weiter und wirkte auch nicht weiter misstrauisch “Jaaa”, dachte ich mir, “gerettet!”

Aber dann sagte er plötzlich: “Ach übrigens, ich denke, mit der Kuckucksuhr stimmt etwas nicht!”……. “Ach so? Wie kommst Du drauf, mein Schatz?” Und er antwortete: “Nun ja, gestern Nacht rief der Kuckuck dreimal “Kuckuck”, dann – ich kann es mir gar nicht erklären – schrie er auf einmal “Scheiße!” und dann rief er noch viermal “Kuckuck”. Dann übergab er sich im Flur, rief weitere dreimal “Kuckuck”, lachte sich kaputt, rief erneut “Kuckuck”, rannte den Flur hinauf, trat dabei der Katze auf den Schwanz, stolperte über den Couchtisch, der unter dem Gewicht zerbrach, legte sich schließlich an meiner Seite ins Bett, und – begleitet von einem Furz – stöhnte er den letzten “Kuckuck”.

Doofe Sprüche für radikal-philosophische Menschen

Und wenn wir grad dran sind, hier noch eine Auflistung von wirklich saublöden Sprüchen, die mir ebenfalls diese Woche auf Facebook zugelaufen ist……..

  1. Ich lese keine Anleitungen… Ich drücke Knöpfe bis es klappt.
  2. Komm wir machen Teamwork…Ich Team, Du Work
  3. Mein Schienbein hilft mir, im Dunkeln Möbel zu finden.
  4. Ich brauch keinen Alkohol um peinlich zu sein… Das krieg ich auch so hin!
  5. “Wie spät ist es?” – “Da oben hängt eine Uhr.” – “HAB ICH DICH GEFRAGT, WO DIE UHR HÄNGT??!!??!!?”
  6. Wenn ich ein Vogel wäre, wüsste ich ganz genau, wen ich als Erstes anscheißen würde!
  7. Toll wie ich immer meine Sachen vor mir selbst verstecken kann!
  8. Es ist nicht so, dass ich Dich hasse! Es ist nur … nehmen wir mal an Du würdest brennen, und ich hätte Wasser… ich würde es trinken.
  9. Die 3 schönsten Worte der Welt? Essen ist fertig!
  10. Ich habe keine Macken! Das sind Special Effects !!!
  11. Frauen müssen wie FRAUEN aussehen und nicht wie tapezierte Knochen!!!
  12. Vergeben und vergessen? Ich bin weder Jesus, noch habe ich Alzheimer !!!
  13. Meine Motivation und ich haben Beziehungsprobleme und leben gerade getrennt.
  14. Wir Frauen sind Engel…und wenn man uns die Flügel bricht, fliegen wir weiter…auf einem Besen! Wir sind ja schließlich flexibel
  15. Guter Sex ist, wenn selbst die Nachbarn danach eine rauchen.
  16. Je mehr Männer ich kennenlerne, desto netter finde ich Hunde!
  17. Das ist kein Speck! Das ist erotische Nutzfläche!
  18. Wenn ich das nächste mal Schmetterlinge im Bauch habe, sauf` ich gleich Insektengift!
  19. Warum darf man Tiere töten und sie essen, aber nicht Pflanzen pflücken und sie rauchen?!
  20. Auf meinem Grabstein soll stehen:“Guck nicht so doof, ich läge jetzt auch lieber am Strand!“

Nervige Telefonwerbung – Svenja hat die Lösung

Wer jetzt noch mehr zum Schmunzeln möchte oder einfach Nachhilfe in Sachen Notwehr-Exzess gegen nervige Telefonwerbungen sucht, der sollte schleunigst bei Svenja reinschauen, denn die hat die ultimative Lösung gefunden, wie man diese Nervensägen der Werbeindustrie los wird und dabei auch noch ne Menge Spass hat – zur Nachahmung empfohlen: Svenja and the City – Aufgelegt :o )

Software entwickeln kann auch spassig sein

….. oder: die Sache mit den Büudläni :-)

Zugegeben, ich bin schon ein verrücktes Huhn, da verrate ich kein grosses Geheimnis. Schon als Kind sagte man mir, ich sei eine Fabrik für Unsinn, weil ich so oft spontan auf die blödsten Ideen komme und im speziellen einen Hang dazu habe, Leute auf humorvolle Weise zu irritieren, indem ich etwas tue, womit man nicht rechnet – mehr darüber dann ein anders Mal. Da ich den ganzen Tag wie wild vor mich hinprogramiere, drückt das natürlich auch dort ab und zu durch, so wie letzte Woche, während ich an meinem neusten Meisterstück herumprogrammierte – und das kam so……..

Unser Teamchef ist Berner, Bärner würde er sagen und hier in der Schweiz haben wir eine Menge Spass daran, dass jeder Dialekt anders klingt und nur zu oft klingt es für die Ohren “Aussenstehender” saulustig. Ich liebe diese sprachliche Vielfalt, es macht die Gespräche so vielfältig und lebendig und so machmal ist es halt eben auch lustig…… Das Berndeutsch ist zumindest für uns in Zürich in vielfacher Weise ulkig, am meisten amüsiert jedoch, dass Berner oft aus einem ‘l’ ein ‘u’ machen, wenn das ‘l’ nicht am Anfang steht. Ein ‘Löffel’ wird so zu einem ‘Löffu’ oder ein aus dem hündischen ‘bellen’, das wir in Zürich ‘bällä’ nennen, wird dort natürlich ein ‘bäuä’ und einem Jungen, in Zürich ‘Bueb’ genannt, wird dann ein ‘Büubu’, cool hä? Kürzlich amüsierten wir uns köstlich über eine spezielle Formulierung, die einfach prächtig ist. In der Schweiz wird ja gern verniedlicht, indem man ein ‘li’ hintenan stellt, man macht alles etwas kleiner, wohl weil unser Land so klein ist. So wird aus einem ‘Bild’ halt ein ‘Bildli’ oder in Bern eben ein ‘Büudli’. Das allein wär für uns schon lustig genug, aber der Hammer kam, als unser Chef das mal in der Mehrzahl verwendete, denn dann wurde daraus ein ‘Büudläni’…….. und Dianchen schmiss sich fast weg deswegen, es lief ihr tagelang nach, dieses ‘Büudläni’ und so kam irgendwann, was kommen musste……..

Nun muss ich noch einschieben, dass ich seit je her eine Leidenschaft habe, ich bringe Computer gern dazu, idiotische Dinge zu tun. Im Speziellen mag ich es, wenn Programme bedeppte Meldungen von sich geben. Dieser Hang zur Realsatire brachte mich früher mal dazu, sämtliche Texte meines Betriebssystems zu hacken, so dass dann beispielsweise bei einem Halt nicht stand: “Bitte eine Taste drücken”, nein, mein Computer meldete bei der Gelegenheit: “Bitte kräftig furzen”. Das mag doof sein, sogar saudoof, aber ich hab unglaublich Spass dabei, vorallem wenn Andere nichts davon wissen und das dann zum ersten Mal lesen :-)

Für mein neues Programm musste ich jetzt ein sogenanntes Context-Menü einbauen, das erscheint, wenn man eine Zeile markiert und die rechte Maustaste drückt, es listet dann eine Reihe von Funktionen auf, die man aufrufen kann wie ‘Zeile löschen’ und so Kram. Naja, da war dann halt noch ein Menüpunkt dabei um Bilder einzufügen und zu löschen – Büudläni eben……. *unschuldigguckt*…….. tja, dann ging’s halt los mit meinem Übermut und mein Chef bekam dann das Programm in dieser Form zu sehen:

Damit meine germanischen LeserInnen verstehen, was da auf breitestem ‘bärntütsch’ steht, übersetz ich das mal, wobei ich bei der Formulierung zugegebenermassen sehr sehr freizügig war…… zuerst auf berndeutsch, dann was der Satz zu gut deutsch etwa heisst und dann, was eigentlich wirklich da stehen sollte……

Gäng no ä Position inä tue
Ständig noch eine Position hinein tun (gäng ist nur unvollkommen übersetzbar mit ‘ständig’)
Position einfügen

U dä no ä Varuablä derzuä, gäu
Und dann noch eine Variable dazu, gäll (gäll = stimmt’s)
Variable hinzufügen

I Chübu mit däm Löu
In den Kübel mit diesem Depp (Löu = Löli = Depp oder so)
Zeile löschen

Dr Unternähmer dörf d’Variablä gäng wächslä
Der Unternehmer darf die Variable ständig wechseln
Unternehmer darf Variable wechseln

Dr Unternähmer söu sine Füdlefinger loh vo dere Variablä
Der Unternehmer soll seine “Popofinger” lassen von dieser Variable
Unternehmer darf Variable nicht wechseln

…… und jetzt kommt’s, jauh :-)

Es Büudläni inä näh
Ein “Bilder” hinein nehmen
Bild hinzufügen

Tuä das Büudläni i Chübu
Tu das “Bilder” in den Kübel
Bild löschen

Ich denke, damit wäre der Beweis erbracht, dass Softwareentwicklung gar keine so trockene Angelegenheit ist, da leuchtet soviel Heiterkeit und Menschlichkeit auf – wie im wahren Leben ;-)

So kommt es dann auch, dass man im Programmcode Bemerkungszeilen von mir findet, die den Alltag etwas aufheitern. Bei einem Programmkonstrukt, das so verworren war, dass ich selbst nach mehrmaligem Lesen nicht kapierte, was es eigentlich tut, steht nun neckisch: “gaht’s no komplizierter?”. Oder wenn ich selber mal etwas umstandsbedingt unschön programmieren musste, weil es beispielsweise der Performance dienlich war, steht dann beispielsweise dort: “ja ich weiss, isch grusig programmiert, aber es lauft, das isch d’Hauptsach”……….. und um der Frage zuvor zukommen, nein, wir dokumentieren unseren Programmcode nicht in Schweizerdeutsch – meistens jedenfalls – ausser eben an so Tagen, wenn mir grad mal wieder sauwohl ist :-)

Achja, über meine früheren Sitzungsprotokolle muss ich unbedingt auch mal schreiben……… und was ich als Kind mit Gartentürchen angestellt hab, wär auch mal noch erwähnenswert *hüstel*…….. :o )

Nachtrag: apropos bärndeutsch, hier eine ganz urchige Variante :-)

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