Politically incorrect since 1966

Der kleinschwänzige Fahrrad-Grabscher

Gewisse Männer sind echt Schweine, manchmal staunt man als Frau einfach Bauklötze. Heute auf dem Heimweg von der Arbeit war ich gedanklich noch völlig in die Arbeit vertieft, weil ich heut den ganzen Tag Hochleistungs-Hirnakrobatik betrieben habe. Plötzlich fühlte ich eine Hand auf dem Hintern und bevor ich richtig realisierte was da grad passiert ist, ist der Fahrradfahrer bereits an mir vorbeigezogen und radelte in einer Seelenruhe weiter als wär nichts geschehen.

Naja, ich kann dem ja insofern was abgewinnen, dass ich es erfreulich finde, dass mein Hintern mal wieder so interessant war, danke für das Kompliment. Trotzdem wurde ich ziemlich gallig. Wenn wir Mädels uns nett anziehen, dann ist es auch erlaubt, uns anzukucken, aber eine fremde Person intim anzufassen ist eine Grenzüberschreitung, die absolut respektlos ist.

Ich habe ja ein gewisses Verständnis, dass kleinschwänzige, impotente oder sonstwie benachteiligte Männer ihre Minderwertigkeitskomplexe kompensieren möchten, aber nicht auf diese Weise. Es ist .eine bodenlose Frechheit, wenn man wildfremde Personen so anfasst.

Dieser Hosenscheisser hatte wirklich Glück, dass ich so in Gedanken vertieft war, an anderen Tagen hätte er riskiert, dass er eine gescheuert bekommen hätte – an guten Tagen – an schlechten Tagen hätte ich ihn möglicherweise vom Fahrrad gefegt. Meine Reflexe sind gut genug und wenn ich aus was auch immer für Gründen bereits gereizt gewesen wäre, hätte er möglicherweise die Überraschung seines Lebens erlebt.

Das Ganze beschäftigt mich vorallem deshalb, weil ich weiss, wie so Kleingeistige ticken. Denen geht es nicht ums Grabschen als Solches, es geht um Grenzüberschreitung und Machtmissbrauch. Aber so billige Aktionen können nie die Befriedigung geben, die so Jammerlappen brauchen würden um ihr Ego aufzubauen. Deshalb können sie kaum anders als die Latte mit der Zeit höher zu stecken. Wer heute mit dem Fahrrad herumfährt und sich dabei aufgeilt, wenn er einer fremden Frau an den Hintern fasst, der wird früher eine Frau sonstwie belästigen und wenn das nicht reicht irgendwann eine vergewaltigen. Dass dieser Knallkopf anschliessend seelenruhig weitergefahren ist, liess keine Zweifel offen, dass er bereits sehr routiniert ist mit seiner Selbstaufwertung der primitiven Art. Wie wird er sich als Nächstes steigern?

So gesehen bedaure ich, dass ich zu sehr überrascht war um zu reagieren, irgendwie habe ich den Eindruck, es wäre pädagogisch wertvoll gewesen, wenn er im hohen Bogen von seinem hohen Ross geflogen wäre. Vielleicht hätte es ihm zu denken gegeben, wenn er erlebt, wie schnell Macht sich in Ohnmacht verwandeln kann.

Mir hat es jedenfalls mal wieder gezeigt, dass Männer teilweise mit unglaublicher Unverfrohrenheit Grenzen überschreiten und Frauen behandeln wie Vieh. Warum sie das tun, ist mir echt ein Rätsel, denn schlussendlich machen sie ja vorallem sich selbst lächerlich – resp. geben ihre ihnen bereits innewohnende Lächerlichkeit preis. Aber für uns Frauen ist es gelinde gesagt unangenehm und es erinnert uns daran, dass wir im Prinzip jederzeit Opfer von Übergriffen werden können.

Natürlich gibt es sowohl bei Männern wie bei Frauen Schweine, aber nur wenige Männer dürften die Erfahrung kennen, am hellichten Tag von einer wildfremden Frau sexuell belästigt worden zu sein…… aber es wird wohl nicht viele Frauen geben, die nicht davon berichten könnte, dass ihnen sowas auch schon passiert ist.

Wie dem auch sei, ich bin mal gespannt ob er mir wieder mal begegnet und es wieder versucht, so routiniert wie er vorging, scheint das ein Hobby von ihm zu sein. Noch mehr bin ich gespannt wie er reagiert, wenn er zum ersten Mal vom Fahrrad fliegt…….. to be continued……….

PS: etwas muss ich jetzt aber doch noch anfügen, fairheitshalber: Als ich vor drei Wochen vom Flughafen kam, kreuzte ein Mann meinen Weg, blieb stehen und sprach mich auf französisch an, etwas von “j’adore…..”, merkt, dass ich nur Bahnhof verstehe und fügt erklärend hinzu: “isch mag Ihren Style” und dackelte davon – als wär nix geschehen. Er baggerte mich nicht an sondern wollte einfach seine Begeisterung kundtun. Das wiederum passiert uns Frauen wohl auch deutlich eher als Männern, als Frau in der Gesellschaft hat man auch Vorteile ;-)

Das Erwachen der Hexenmeisterin

Es ist früh am morgen, noch halb in der Nacht, Nebelschwaden hängen in der Luft und vereinzelt erklingen schaurige Eulenklänge und Fledermausgeblöke, als plötzlich ein markerschütterndes Geräusch die friedliche Idylle der Fantasiewelt Azeroth durchdringt. Diana, Hexenmeisterin vom Volk der Blutelfen, reisst erschreckt die Augen auf und blickt durch verschwommene Nebenschwaden. Sofort wirft sie ein paar Feuerbälle und ein paar Blitze in Richtung des Geräuschs, das noch grausamer klingt als all die Orks, Trolle und Feuerdrachen, die sie am Abend zuvor bis in alle Nacht bekämpft hat. Verwirrt blickt sie um sich, was war das für ein Monster? Und schon wieder erklingt dieses grässliche Geräusch, das einem das Blut in den Adern gefrieren lässt. Wieder wirft Diana ein paar Feuerbälle, aber das Ding scheint gegen ihre Zauberkräfte immun zu sein. Noch immer ist die Luft nebelumhangen, sie kann kaum ihre Hand vor Augen sehen. Todesmutig streckt Diana ihre Hand aus um das brüllende Ungetüm mit blosser Hand zu erwürgen – und ertastet zu ihrer grossen Verblüffung einen Wecker. Urks. Was ist denn hier geschehen, im Lande der Elfen und Feen? Was ist das bloss für ein seltsames Kästchen, das schlimmer klingt als tausend Orks? Da beginnt die Blutelfe zu begreifen, dass etwas Seltsames geschehen ist, sie ist nicht mehr in Azeroth, dem Land der Elfen, Feen und gruseligen Monster, sie ist im Paralleluniversum gelandet, dem Land, das man….. *schluck*……. “reales Leben” nennt……. *schauder*………..

So ähnlich ging’s mir heute morgen, als der bekloppte Wecker bereits um halb Sieben losgackerte, obwohl ich ja eben erst grad um zwei Uhr noch am Monster plätten war. Brrrrr, ist das gruselig. Nachdem ich übers Wochenende nun doch mal das legendäre Computerspiel “World of Warcraft” installierte, kam’s natürlich wie es kommen musste und ich spielte Sonntag und Montag jeweils bis zwei Uhr und stand beide Male viereinhalb Stunden später wieder auf – das ist echt zuviel für n’altes Weib wie mich, echt. Als der Wecker losging, fühlte es sich tatsächlich schlimmer an als all die Monster, die ich gestern noch dank Feuer- und Blitzzauber beseitigen konnte, der Wecker war da eine viel grausamere Sache, ich musste kapitulieren.

Und so kroch ich dann halt Richtung Badezimmer, tüdelte mich an während ich nachwievor die Welt durch Nebelschwaden zu durchringen versuchte und irgendwie kam mir dieses reale Leben einiges surrealer vor als das virtuelle Leben des Vorabends. Aber irgendwie schaffte ich es, schlaftrunken in der Firma anzukommen, stürzte mich als Erstes gleich mal auf die Kaffeemaschine, liess einen Kaffee raus, nahm einen Schluck, verzog das Gesicht als hätt ich Krötenschleim im Mund und blickte verwirrt auf meine Tasse, die aussah als wäre nur dreckiges Wasser drin. Ork-Zauberei? Hmmmmm, ach jaaaaaahhh, ich muss ja erst eine Kapsel in die Kaffeemaschine tun bevor ich Kaffee machen kann – na denn, auf ein Neues.

Als ich dann mit belämmertem Gesichtsausdruck in den Bildschirm starrte und vergeblich nach Monstern Ausschau hielt, kam ich schnell zum Schluss, dass mein verschwommenes Blickfeld rein atmosphärisch viel besser in WorldOfWarcraft passen würde als hier ins Office. Als kurz drauf ein Teamkollege reinkam und ich ihm versuchte zu erklären, dass mein Monitor kaputt sei, ich würde alles verschwommen sehen, erntete ich auch nicht allzuviel Verständnis – bis ich ächtzend brabbelte: “hab WoW gespielt letzte Nacht”, dann war alles klar und ich bekam meine mir zustehende Portion Mitleid.

Und so quälte ich mich durch den Tag und mir gruselte bereits davor, dass ich heute Abend Wäschetag hab und deshalb nach der Arbeit auch noch waschen muss. Also nix mit WoW oder Cello spielen, ich würde mich weiter schlaftrunken durch eine nebenverhangene Waschküche kämpfen müssen anstatt die Heldin zu sein, die ich nunmal bin *seufz*. Kurz vor Feierabend musste ich noch einen Termin ins Outlock eintragen und guckte dann noch blöder als eh schon den ganzen Tag……… Dienstag? Warum zum Geier ist heute schon wieder Dienstag? Das war doch gestern schon? Bin ich mal wieder in einer Zeitschleife gelandet oder hat mich über Nacht so ein bekloppter Ork durchs Raum-Zeit-Gefüge geschleudert? Und wenn Mittwoch erst morgen ist, also mein “heute” erst “morgen” kommt, muss ich dann trotzdem heute waschen oder ist dann morgen gleich Donnerstag, weil wieder so ein Gnom mit der Universumsspieluhr gespielt hat? Ich war echt verwirrt für einen Moment, ich hätte meinen Hintern darauf verwettet, dass heute Mittwoch ist, hmmmmmm……..

Und so begann ich langsam aber sicher zu erahnen, dass ich doch ein klein wenig Restvernunft walten lassen sollte beim compüterlen. Zwei mal hintereinander so spät ins Bett, bringt auch die härteste Blutelfe an ihre Grenzen. Und wenn ich bedenke, wie verdreht mein heutiges Delirum war, dann kann ich wohl nicht ausschliessen, dass ich bei noch mehr solchen Nachtabenteuern eines Tages schwertschwingend durch’s Quartier schleiche und Briefkästen anzünde oder so.

Mit anderen Worten: vor so Spielen muss man sich echt hüten, die sind zu cool um daneben auch noch im sogenannt realen Leben Zeit zu verbringen und die Wechsel zwischen diesen zwei doch etwas unterschiedlichen Welten können auch mal a bisserl verwirrend sein, zumindest wenn man saumässig übernächtigt ist. Deshalb möchte ich heute Nacht mal ganz vernünftig sein und Azeroth fernbleiben……… naja……. oder vielleicht ganz kurz……… ich bin jetzt auf Level 8, auf Level 10 krieg ich neue Zaubersprüche……… kann mir bitte jemand den Internetanschluss kappen? :D

PS: Anzumerken wäre noch, dass ich die Grafik von WoW überhaupt nicht mag, dieser Comics-Look ist irgendwie Kinderkram im Vergleich zum Spiel “Rift” das ich kürzlich gespielt habe. Aber weil Rift vom Schwierigkeitsgrad her einfach jenseits ist für Gelegenheitsspielerinnen wie mich, versuch ich’s nun halt doch mal mit WoW – Stimmung kommt überraschenderweise trotzdem auf :-)

Dianas grammatikalische Anarchie

Mir wird mal wieder bewusst, dass ich so eine Art grammatikalische Anarchie betreibe. Obwohl mir Worte und korrekte Schreibweisen eigentlich viel bedeuten, habe ich seit je her die Eigenart, dass ich eine eigene Beurteilung habe darüber, was korrekt ist und was nicht. Und da unterscheiden sich meine Ansichten deutlich von denen von Duden und Konsorten.

Das ist jetzt wieder arg spürbar, weil ich gerade dran bin, alle Blogbeiträge 2010 fürs Buch aufzuarbeiten und weil ich da etwas mehr Korrektheit möchte, geh ich mit der Rechtschreibung drüber. Aber kurioserweise bin ich mehr daran, das dahinterliegende Wörterbuch mit meinen Kreationen zu füllen, als dass ich meinen Text korrigieren würde – zumindest eben wenn es meiner Logik entspricht.

Eigener Wortschatz
Denn die offiziellen Wörterbücher haben keinen Schimmer von Worten wie:

  1. Zeuchs: ist halt einfach so Zeug
  2. Flugi: ist ein Flugzeug
  3. Gummicolafläschchen: kennt jedes Kind aber kein Duden
  4. Blogtagebuch: muss man kennen, oder?
  5. Dumpfbacke: noch nie “eine schrecklich nette Familie” gesehen?
  6. GaOp: ok das ist Insider-Kram
  7. Kram: ist irgendwie wie Zeuchs nur irgendwie anders
  8. Glubschaugen: stellt mich vor n’Schuhladen und seht in mein Gesicht
  9. Psychiatriesekte: Ihr wisst schon, die Faktenresistenten
  10. Faktenresistenz: na eben die Ignoranten der obigen Sekte
  11. stöckeln: wir Mädels kennen das, nicht?

Artikulations- und Emotionalisierungsworte
Aber nicht nur, dass ich über einen eigenen Wortschatz verfüge, diese Duden kennen auch keine Artikulationsworte, wie ich sie so gern benütze und wie sie im Internet verbreitet sind wie beispielsweise *gacker*, *lächel*, *staun*, *wieher*, *kreisch*

Auch Emotionalisierungsworte (habsch soeben erfunden) kennen die nicht wie beispielsweise Jauh, boah, öhm, äh, Wow und so.

Philosophie und Blödelkram
Dramatisch wirds für das Korrekturprogramm, wenn ich philosophisch werde, das Ding ist völlig überfordert mit Umschreibungen wie realitätsresistent, empathielos, testosterongeschwängert………

Und wenn ich dann noch rumalbere, dann ist das Programm völlig ratlos, beispielsweise wenn ich vom Rausguckdings rede oder so.

Überflüssige Wort-Endungen
Juliet weiss als Norddeutsche besser als ich, dass Wortendungen eigentlich Tüdelkram sind, die braucht einfach niemand. Norddeutsche lassen deshalb diese Zierbuchstaben am Schluss weg und ich tu’s auch so. Ich gehe nicht, ich geh. Ich denke nicht, ich denk. Manchmal denke ich auch, aber oft denk ich nur – denk ich mal.

Dasselbe gilt für beschleunigte Artikel, also n’Mädel ist ein Mädel und so. Naja, dass das Programm nicht weiss, was ein Mädel ist, brauche ich nicht mehr gross zu betonen, das Ding hat echt null Ahnung :-)

Komma-Akrobatik
Was das Rechtschreib-Programm aber nicht merkt, ist meine Art, ganz viele Teilsätze aneinanderzureihen und so einen riesigen Satz zu machen. Das ist bei mir Stilmittel – echt wahr. Ich mach das oft bei sich steigernden Aufzählungen oder wenn mehrer Sätze für mich in einen einzigen Gedanken hinein gehören. Ist wie in der klassischen Musik, da darf’s auch mal episch werden ;-)

Und bekloppte Kamele
Ausserdem mag ich KamelHöckerSchrift, anstatt sinnlos Zeit und Platz zu vergeuden mit ollen Bindenstrichen, kann man einzelne Wortteile von zusammengesetzten Worten auch mittels Hochstellung der ersten Buchstabens jedes Wortteils optisch prägnanter darstellen. Boah das klang jetzt klug, was? Jedenfalls zeigt sich so beispielsweise viel eingänglicher, dass eine TransFrau genauso wie eine HausFrau eine gemeinsame Basis haben, ich weiss nicht, ich find’s irgendwie halt auch einfach hübsch so :-)

Beeindruckend, nicht?
Auf jeden Fall zeigt sich in aller Deutlichkeit, dass ich eine ungeheure Bereicherung für die deutsche Sprache bin und die Sprache geradezu revolutioniere. Dafür gehörte mir eigentlich ein Friedensnobelpreis verliehen, aber man kennt das ja, Undank ist der Weltenlohn ;-)

Widerspruch abgesprochen
Und wer mir jetzt vorwerfen will, ich würde Schindluder treiben mit der Sprache, dem sei gesagt: Wenn sich die Sprache nicht ständig weiter entwickelt hätte, würden wir uns heute noch Bananen an den Kopf werfen. Ich bin also sozuagen nur Teil einer grammatikalischen Evolution, das wird schon korrekt sein so :D

Aufregende Woche und pinkes Zeuchs

Diese Woche lief es ganz schön rund, einiges davon war in meinem alten Blogtagebuch zu lesen, ich fass mal zusammen und ergänze mit ganz viel Pink-Kram :-)

Pinkomanie am Arbeitsplatz
Nachdem ich hier ja mal ein Foto von einer “Blondinen-Tastatur” hatte, begann eine Blödelei mit einer Freundin und mir im Kommentarbereich des Blogbeitrags, sie wollte unbedingt so eine Tastatur und darauf brachte ich diesen Blogbeitrag in dem ich etwas rumblödelte, was für Mädels-Sachen es nicht alles gibt. Schlussendlich fand Daniela aber tatsächlich diese Blondinen-Tastatur und wir waren bekloppt genug und bestellten uns je ein Stück. Die kam nun diese Woche an und so sieht mein Arbeitsplatz nun etwas merkwürdig aus *grins*. Die Tastatur ist nicht nur witzig wegen der Farbe sondern vorallem weil alle Tasten so bekloppt beschrieben wird, die Krönung ist die Löschtaste, auf der nun “oops” steht :-) Man beachte auf dem Bild (kann man anklicken zum vergrössern), dass sowohl Handy, Schirm und Bildschirmhintergrund mit den Farben der Tastatur irgendwie harmonieren (und der golden, das nenne ich artgerechte Haltung für ein Software-Bunny :D Und das Plüschbärchen ist übrigens das von Juliet, das sitzt immer da, ausser wenn ich am Unispital rumlieg, dann kommt es natürlich mit :-)

Endlich mal wieder im Pub
Die letzten Wochen klappte es nie mit dem Pub und so war es toll, am Donnerstag mal wieder dort zu sein, ausgerechnet am St. Patricks Day und dazu auch noch mit ebendieser Freundin. Wir trafen uns dort, weil unsere bestellten Blondinen-Tasataturen angekommen waren und verbrachten einen gemütlichen und spannenden Abend, zu dem sich auch noch ein Bekannter von ihr gesellte. Dort kam’s dann auch mal wieder zu einem eher düsteren Moment, über den ich hier berichtet habe. Trotzdem hat es gut getan, mal wieder auswärts zu sein.

Endokrinologie
Der Termin am Freitag bei meiner Endokrinologin war ein voller Erfolg, seit da klebt nun ein Hormonpflaster am Rocken anstelle der Pillen die ich vorher einnahm. Damit lebe ich nicht nur weniger risikoreich sondern erhoffe mir auch eine bessere körperliche Entwicklung. Mehr darüber ist hier zu lesen. Übrigens, vielleicht ist es Zufall oder ein lustiger Placebo-Effekt, aber ich hab seit gestern das Gefühl, die Spannung und das gelegentliche Kitzeln in der Brust würde zunehmen, das könnte ein gutes Zeichen sein :-)

Erneuter Fütterungs-Ausfall
Mein Futterlieferant leShop hat’s gestern mal wieder geschafft und ich bekam anstelle der 200 Franken schweren Lieferung gerade mal ein paar Büxen Bier und Kroketten, der ganze Rest fehlte. Langsam aber sicher nervt das wirklich. So ein Lieferservice ist genial, aber wenn es so unzuverlässig ist, macht es auch nicht wirklich Spass. Da ich am Samstag arbeite und keine Lust hatte auch noch einkaufen zu gehen, bin ich halt wieder mal ein Wochenende lang unterversorgt, grad jetzt fehlt mir mein tägliches Joghurt *seufz*

Ackern am Samstag
Da ich ja die Weekends in Hamburg jeweils verlängere, kompensiere ich die Stunden indem ich manchmal länger arbeite oder an einem Samstag ackern geh. Das macht echt Spass, denn allein im Büro kann ich nicht nur konzentriert und ungestört arbeiten sondern kann auch noch Musik hören was und so laut wie ich will. Da kann’s dann schon vorkommen wie kürzlich mal, dass ich das Lied “No No Never” achzig Mal hintereinander höre und dabei vergnügt auf meinem Sitzring rumhopse – muss köstlich aussehen – aber es macht Laune und beflügelt mich beim arbeiten echt. Und manchmal wie auch gestern nehm ich eine Büxe Bier mit und trink die dann gemütlich vor dem Bildschirm als Feierabend-Bier – man gönnt sich ja sonst nix ;-)

Jauh und jetzt ist Sonntag, Ruhetag, also bleib ich liegen und tu gar nix, ausser mal in der Badewanne rumliegen – egal was, hauptsache liegend :-)

Klartext: “Wir sind Helden” sind im Bild

Bisher war die Band “Wir sind Helden” mehr vom Namen her ein Begriff, aber seit heute sind sie für mich wahre Helden, weil sie vorzeigten, was gelebte Ethik ist. Und das kam so…….

Die Bildzeitung ist ein gefährliches politisches Instrument – nicht nur ein stark vergrößerndes Fernrohr in den Abgrund,
sondern ein bösartiges Wesen, das Deutschland nicht beschreibt, sondern macht. Mit einer Agenda.
(Wir sind Helden)

Ihr kennt ja Bild (oder in der Schweiz Blick), dieses Boulevard-Blatt, das jahrein jahraus billige Polemik für den dummen Menschen produziert. Sie fallen vorallem dadurch auf, dass sie null Information mit viel Dreck, Kot und anderen Ausscheidungen produzieren, sie führen Kampagnen-Journalismus, bei dem man irgend eine grad unbeliebte Person, Minderheit oder sonstige “Randständige” ins Visier nimmt und mit allem auf sie ballert, was nicht angebunden ist. Deppen-Journalismus sozusagen, von Idioten, für Idioten. Bild, Blick und Konsorten zeichnen sich dadurch aus, dss sie mit entwürdigenden, beleidigenden oder sonstwie unter die Gürtellinie zielenden Schlagzeilen im Stil von “Transe aus dem Fenster gefallen” Aufmerksamkeit des gewöhnlichen Strassenkleffers (Homo Bellikus) erregen, um dann mit möglichst kurzem Text und möglichst noch weniger Inhalt möglichst viel Volksverhetzung zu betreiben. Idealerweise macht man sich mit despektierlichem Ton über das auserwählte Journalistenopfer her, versucht diese Person oder Volksgruppe möglichst lächerlich zu machen, damit der dumme Leser ganz doll mitlachen kann – wir sind ja ein einig Volk von Umunsbeissenden.

Weil der dumme Mensch braucht sowas, er will sich ja von der Tragik seines eigenen Daseins ablenken und da braucht es einen Zerrspiegel, der ihm seine eigene Dümmlichkeit verzerrt auf Andere projeziert – deshalb muss man auch die Bild-Opfer möglichst verhöhnen und niedermachen, das tut dem einfachen Leser gut – Psychohygiene für Kleingeistige sozusagen. Und damit verdienen sich diese Schundblätter – in Analogie zum Leser – dumm und dämlich. Und so werden sie zu den meistgelesenen Blättern, weil sie so ja irgendwie die Mehrheit füttern. Nein, nicht füttern, mästen, denn mit weiterem Gift aus der Bild-Spritze wird ihr gehässiges und intolerantes Kläffer-Hirn mit noch mehr geistigem Durchfall gefüttert, bis es platzt.

Und hier braucht es Helden, wie “Wir sind Helden”, die sich diesen Brandstiftern öffentlich entgegen stellen und ihnen mal so kräftig die Hosen runterlassen. Die Werbeagentur “Jung von Matt”, die auch für die Hetzschrift “Bild” die Werbetrommel rührt, hat seit einiger Zeit eine Kampagne, in der irgendwelche Promis oder Normalsterbliche ein Statement abgeben über Bild. Wir sind für alle da, wollen sie uns damit sagen – und merken nicht, dass sie uns damit eigentlich beleidigen. Jedenfalls hat diese Agentur nun die Band “Wir sind Helden” angefragt, ob sie sich auch für die Bildleser zum Affen machen lassen, es sollte sogar für einen guten Zweck sein, joh klaaaahhhr. Die Antwort, die diese Band der Agentur zurück geschickt und auf ihrer Website veröffentlicht habt, ist wirklich ein Wink mit dem Zaunpfahl und in meinen Augen ein glorreiches Bekenntnis für mehr Ethik in der Medienwelt. Die Anfrage der Agentur samt Antwort der Band ist momentan hier zu lesen. Die Antwort selbst kann nicht oft genug wiederholt werden, deshalb dupliziere ich diesen Text hierhin – sozusagen, ganz im guttenberg’schen Sinne, als Plagiat mit Quellenangabe ;-)

Liebe Werbeagentur Jung von Matt,

bzgl. Eurer Anfrage, ob wir bei der aktuellen Bild -​Kampagne mitmachen wollen:

Ich glaub, es hackt.

Die laufende Plakat-​Aktion der Bild-​Zeitung mit sogenannten Testimonials, also irgendwelchem kommentierendem Geseiere (Auch kritischem! Hört, hört!) von sogenannten Prominenten (auch Kritischen! Oho!) ist das Perfideste, was mir seit langer Zeit untergekommen ist. Will heißen: nach Euren Maßstäben sicher eine gelungene Aktion.

Selten hat eine Werbekampagne so geschickt mit der Dummheit auf allen Seiten gespielt. Da sind auf der einen Seite die Promis, die sich denken: Hmm, die Bildzeitung, mal ehrlich, das lesen schon wahnsinnig viele Leute, das wär schon schick… Aber irgendwie geht das eigentlich nicht, ne, weil ist ja irgendwie unter meinem Niveau/evil/zu sichtbar berechnend… Und dann kommt ihr, liebe Agentur, und baut diesen armen gespaltenen Prominenten eine Brücke, eine wackelige, glitschige, aber hey, was soll’s, auf der anderen Seite liegt, sagen wir mal, eine Tüte Gummibärchen. Ihr sagt jenen Promis: wisst ihr was, ihr kriegt einfach kein Geld! Wir spenden einfach ein bisschen Kohle in eurem Namen, dann passt das schon, weil, wer spendet, der kann kein Ego haben, verstehste? Und außerdem, pass auf, jetzt kommt’s: ihr könnt sagen, WAS IHR WOLLT!

Und dann denken sich diese Promis, im Rahmen ihrer Möglichkeiten, irgendeine pseudo -​distanziertes Gewäsch aus, irgendwas “total Spitzfindiges”, oder Clever-​ Unverbindliches, oder Überhebliches, oder… Und glauben, so kämen sie aus der Nummer raus, ohne ihr Gesicht zu verlieren. Und haben trotzdem unheimlich viele saudumme Menschen erreicht! Hurra.

Auf der anderen Seite, das erklärt sich von selbst, der Rezipient, der saudumme, der sich denkt: Mensch, diese Bild -​Zeitung, die traut sich was.

Und, die dritte Seite: Ihr, liebe jungdynamische Menschen, die ihr, zumindest in einem sehr spezialisierten Teil eures Gehirns, genau wisst, was ihr tut. Außer vielleicht, wenn ihr auf die Idee kommt, “Wir sind Helden” für die Kampagne anzufragen, weil, mal ehrlich, das wäre doch total lustig, wenn ausgerechnet die…

Das Problem dabei: ich hab wahrscheinlich mit der Hälfte von euch studiert, und ich weiß, dass ihr im ersten Semester lernt, dass das Medium die Botschaft ist. Oder, noch mal anders gesagt, dass es kein “Gutes im Schlechten” gibt. Das heißt: ich weiß, dass ihr wisst, und ich weiß, dass ihr drauf scheißt.

Die BILD -​Zeitung ist kein augenzwinkernd zu betrachtendes Trash-​Kulturgut und kein harmloses “Guilty Pleasure” für wohlfrisierte Aufstreber, keine witzige soziale Referenz und kein Lifestyle-​Zitat. Und schon gar nicht ist die Bild -​Zeitung das, als was ihr sie verkaufen wollt: Hassgeliebtes, aber weitestgehend harmloses Inventar eines eigentlich viel schlaueren Deutschlands.

Die Bildzeitung ist ein gefährliches politisches Instrument — nicht nur ein stark vergrößerndes Fernrohr in den Abgrund, sondern ein bösartiges Wesen, das Deutschland nicht beschreibt, sondern macht. Mit einer Agenda.

In der Gefahr, dass ich mich wiederhole: ich glaub es hackt.

Mit höflichen Grüßen,
Judith Holofernes

Dianas artgerechte Arbeitsplatzgestaltung

Das Bild mit der pink Tastatur und den tussi-haften Beschriftungen der Tastaturen, das ich in der Kapitel-Vorstellung ‘Lustiges’ gezeigt habe, wurde zum Anlass einer Blödelei im Kommentarbereich zwischen Daniela und mir. Sie wollte diese Tastatur unbedingt und versprach, sie würde sich dafür sogar die Haare aufblondieren und die Fingernägel pink lackieren. Glaubt mir, sie ist absolut nicht der Tussi-Typ, gerade das war so amüsant dran. Jedenfalls blödelten wir da rum und immer mehr bekam ich Lust, wirklich eine “Mädchen-Tastatur” für mich zu kaufen. Also googelte ich mal rum und fand so Allerlei, das ich hier mal vorstellen möchte. Mädchenkram der computerisierten Art sozusagen ;-)

Eine spannende Alternative fand ich hier, die ist nicht nur pink sondern auch faltbar, so hat sie in jeder Handtasche platz und ist zudem noch wasserdicht, falls der Nagellack in der Handtasche ausleert oder man bei der Arbeit mal wieder Sekt äh Kaffee drüber kleckert.
Passend dazu fand ich hier eine hübsche Maus samt Mausmatte, die würd sich prächtig machen an meinem Arbeitsplatz und alle wüssten sofort, wo sie mich finden.
Amazon hat übrigens auch für mich zuhause etwas zu bieten, beispielsweise diese hübsche Folie hier, die man auf jeden Notebook kleben kann. Ich hab ja einen nigelnagelneuen Notebook in schwarz, ich glaub fast, ich muss den feminisieren :-) Ich hab übrigens bei der Evaluation meines neusten Notebooks allen Ernstes nach einem lila oder pink Notebook Ausschau gehalten. Aber schlussendlich siegte doch die Vernunft über die Östrogene und ich kaufte den Neuen aufgrund der technischen Daten – etwas Resttestosteron scheint mir doch noch geblieben zu sein – in diesem Fall bin ich froh drum.
Was ich mir aber wirklich ernsthaft überlege ist die Anschaffung dieser Notebook-Tasche hier. Falls ich zukünftig meinen Notebook auch mal mit zu Juliet nach Germanien mitnehme, würde so ein Köfferchen doch prima zu mir passen :-)
Mein bisheriger Favorit ist diese lila Hannah Montana Tastatur. Nicht, dass ich mit dem Teenie-Idol Hannah Montana was am Hut hätte, aber ich mag lila und das würd so schön zu meiner Windows-Hintergrundfarbe in der Firma passen, die im übrigen meine Jungs ziemlich irritiert hat – warum ist mir ein Rätsel, sieht doch wirkich hübsch aus, so ein lila Desktop.
Auf der Suche nach einer Mädchentastatur fand ich dafür hier etwas ganz Tolles, der erste Werkzeugkasten für Mädels. Da heisst es immer, Werkzeug sei nix für Mädels – pah, warum gibt’s dann Welches in pink, hä? Aber trotz des hübschen Aussehens konnte ich mich doch nicht dafür erwärmen, ich mag Werkzeug nicht, das ist mir zu gefährlich das Zeuchs.

Sicherheitshalber möchte ich nun doch noch darauf hinweisen, dass dieser Beitrag nicht bierernst genommen werden sollte, denn in Wirklichkeit gefällt mir pink gar nicht……. Obwohl ich tatsächlich mit einer lila Tastatur liebäugle und auch dieses LG-KP500 Handy in pink habe ;-)

URGENT UPDATE: Zum Glück hab ich gute Freundinnen, Daniela hat die Tastatur gefunden, die gibt’s wirklich, mit einer richtigen oops-Taste und so, guckst Du hier:
Keyboard for Blondes
Jetzt kann ich nicht widerstehen, Daniela übrigens auch nicht,
ich bestell uns hier zwei Stück *gacker*

Das Kapitel Verrücktes

Schon im Kapitel ‘Lustiges’ gibt es so Vieles über das man lachen kann, aber es gibt in der Welt soviel Verrücktes, das nicht nur einfach lustig ist sondern total bekloppt. Diese zwei Kapitel dürften schwer zu trennen sein, mal schauen ob es mir gelingt. Ich denke, hier wird am ehsten das auftauchen, was ich “Real-Satire” nenne, wenn die Welt oder ihre Einwohner sich so verblödet anstellen, dass es aller Tragik zum Trotz einfach zum todlachen ist.

Vieles aus dem Bereich der Realsatire ist politischer Natur, das wird dann in der Regel auch eher im Kapitel “Politisches” abgehandelt. Aber es gibt genug Verrücktes, das man in den Medien aufschnappt, das gehört dann hier hin.

Das Kapitel Lustiges

Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Es gibt nur wenig, das mich so sehr am Leben gehalten hat wie diese Strategie. Schon meine Mutter pflegte einen rabenschwarzen Humor, der ihr half, über widrigste Umstände hinwegzusehen. Das habe ich einverleibt, es wurde für mich zur Überlebenstechnik. Und das nicht nur im Sinne eines Zweckoptimismus sondern vorallem deshalb, weil so Manches, das uns weh tut, eigentlich so real-satirisch ist, dass man besser beraten wäre, sich darüber kaputt zu lachen als sich darüber aufzuregen.

In diesem Kapitel ist der Platz, an dem wir uns über die Welt und das Leben amüsieren werden. Nicht nur, weil Ironie manchmal der einzige Trost ist sondern auch, weil das Leben auch im positiven Sinn soviel Lustiges zu bieten hat.

Im Gegensatz zum Kapitel “Verrücktes” wird es hier vorallem um persönliche Erlebnisse gehen, all das Amüsante, das mir den Alltag so versüsst. Und davon gibt’s reichlich, das wisst Ihr ja mittlerweile ;-)

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