Politically incorrect since 1966

Man hat nie genug Schuhe äh Instrumente

Schon oft musste ich energisch betonen, dass eine Frau NIE genug Schuhe hat, das ist für Euch ja nichts Neues. Aber Schuhe sind nicht die einzigen Dingens, von denen man nie genug haben kann, dasselbe gilt nämlich auch für Musikinstrumente. Ihr erinnert Euch vielleicht noch an meine Euphorie letztes Jahr, als ich mir ein elektronisches Cello kaufte, in der wirren Hoffnung, ich könnte das lernen? Naja, konnte ich nicht, aber das soll heute nicht das Thema sein, denn heute möchte ich mein neustes Lieblings-Dingens vorstellen, eine elektrische Gitarre, die ich vorerst mal liebevoll “Fury” (Furie) nenne……. und das kam so……..

….. das wär ein guter Zeitpunkt, Bier und Popcorn zu holen, das dürfte sich mal wieder hinziehen ;-)

Wer mich gut genug kennt, ist bezüglich meiner Schuhleidenschaft äh Musikleidenschaft ja schon öfters verwirrt worden, denn im Laufe meines Lebens habe ich eine beachtliche Anzahl an Instrumenten gekauft, mit mehr oder weniger Erfolg gelernt und dann irgendwann zur Seite gestellt. Das klingt etwas sinnbefreit, aber ich würde nicht einen dieser Käufe bereuen, denn all diese Instrumente bescherten mir unzählige Stunden Lebensfreude und das Musizieren war in vielen Lebensphasen ein unglaublich befreiendes Ventil, durch das ich meine Gefühle umsetzen konnt – selten gut, aber oft mit viel Spass.

Eine zwanzigjährige Reise durch die Welt der Instrumente

Es begann vor einem Vierteljahrhundert mit meiner ersten elektrischen Gitarre, die ich im Alleingang lernte – oder eben auch nicht – und die dann irgendwann abgelöst wurde durch Blues-Harps (Mundharmonika). Diese spielte ich mehrere Jahre, diesmal sogar recht erfolgreich, hatte in dieser Zeit ständig welche in der Jacke und trötete mir bei jeder sich bietenden Gelgenheit das Herz aus dem Leib. Aber irgendwie waren die BluesHarps nicht so ganz das Richtige und so kam dann halt doch irgendwann wieder das Gitarren-Fieber.

Elektrische Gitarren sind abgesehen von aus meiner Sicht nahezu unspielbaren Streichinstrumenten die Königinnen unter den Musikinstrumenten, also kaufte ich mir dann halt eine richtig gute Gitarre, eine königsblaue Levinson Blade. Mit der ging’s dann erstmals so richtig los, ein paar Jahre lang begleitete sie mich, ich nahm sogar lange Zeit Gitarrenunterricht, lernte dabei viel und kam doch irgendwie nie auf einen grünen Zweig. Das Problem dabei war, dass ich – um meinen damaligen Lehrer zu zitieren – die Gitarre in der Hand hielt wie eine Axt. Sei lockerer, ermahnte er mich Woche für Woche, nur um mitzuerleben, wie sich meine Finger noch mehr ins Griffbrett bohrten. Schlussendlich kam es wie es kommen musste, da meine Lernkurve eben aufgrund dieser Verkrampftheit stagnierte, verlor ich die Freude und hatte nun einen weiteren Gegenstand der herumstand.

Während einer Amerikareise kam dann mal noch eine indiansche Flöte dazu (eine red-cedar flute), die aber auch nicht so ganz das Richtige war.

Und dann kam diese ominöse Schottlandreise, die mich mit dem Pipe-Fieber infizierte und so gings dann halt weiter mit einer Great Highland Bagpipe, einem schottischen Dudelsack. Etwa zwei Jahre nahm ich Unterricht in einer Pipes and Drums Band, übte so um die zehn Stunden pro Woche, wurde immer besser und war schlussendlich schon fast Band-tauglich – und dann ging’s mit “meinen Weg” los, der soviel Energie, Zeit und Aufmerksamkeit absorbierte, dass ich die Pipes niederlegen musste – und da liegen sie nun seit diesem Tag.

Tja und dann war eben letztes Jahr das eCello an der Reihe, aber wie befürchtet habe ich mich damit total übernommen, es machte zwar Spass, aber mir fehlt das Talent und die Geduld dazu und ein in der Kindheit gebrochener linker Ringfinger verunmöglichte präzises Spielen, also war wieder ein Instrument bereit für die Ruhmeshalle.

Die eGitarre, die Königin unter den Instrumenten

Aber so ganz ohne Instrument geht es bei mir einfach nicht. Musik ist mein halbes Leben, sei es mit Hören oder sei es eben mit Spielen. Und Letzteres fehlte mir halt einfach schaurig. Und so kam es dann halt, dass es mich wieder packte und diesmal zog es mich nicht zu neuen Ufern sondern wieder back to the roots, zurück zur Gitarre. Nun muss ich kurz erklären, was mich an Gitarren immer so fasziniert hat. Einerseits liebe ich Gitarren, wenn sie so richtig schreien, also im Stil eines Carlos Santana und ähnlichem. Eine Gitarre muss schreien und jaulen, muss weinen und jammern, dann berührt sie mein Herz wie kaum etwas Anderes. Auf der anderen Seite liebe ich Rock-Musik und im speziellen alten Heavy-Metal und im noch spezielleren sogenannten Neoclassical-Metal, das ist eine Art Metal (Hardrock) der sich an klassischer Musik orientiert. Klingt wirr? Isses auch – aber es ist coooooooool und zwar sowas von :-)

Yngwie Malmsteen – der Gitarren-Gott des Neo-Classical

Schon seit einer Ewigkeit bin ich total Fan von einem Schweden namens “Yngwie J. Malmsteen“. Er war zumindest in meiner Wahrnehmung der Erste, der harten Heavy-Metal in perfekter Weise mit Klassik verschmolz. Yngwie spielte schon als Kind täglich stundenlang auf der eGitarre Metal, Bach- und Paganini-Stücke, die selbst für Violinisten eine Herausforderung wären und er spielt diese unglaublich schnellen und schwierigen Songs mit einer noch unglaublicheren Leichtigkeit, die einem einfach in Verzückung geraten lässt. Durch ihn lernte ich eben dieses Neo-Classical kennen und lieben. Wenn jemand ein mir bekanntes und von mir geliebtes Bach-Stück, das eigentlich für Violinen geschrieben wurde, auf einer elektrischen Gitarre hinbrettert, dann krieg ich vor lauter Verzückung Augen wie ein Kleinkind beim ersten Zoobesuch. Tja und ebendieser Malmsteen hat’s mir in letzter Zeit wieder schaurig angetan und so nahm das Schicksal seinen Lauf.

Diana kriegt Yngwie’s Gitarre :-)

Nun ist es so, dass es viele Gitarrenhersteller gibt, aber vorallem zwei Hersteller schwimmen oben auf, einerseits Gibson und anderseits Fender. Zweitere hat seit Urzeiten ein Klassiker-Modell das sich Stratocaster nennt. Diese von Fans liebevoll “Strat” genannte Gitarre ist sehr verbreitet, wegen ihres relativ zarten Klangs aber weniger bei Hardrockern – es sei denn in überarbeiteter Form. Man findet öfters Rock-Gitarristen die eine Strat spielen, die aber andere Tonabnehmer (Pickups) drin hat, eben solche die so richtig kreischen können – oder sie ergänzen den Klang mit Effektgeräten und kräftigen Verstärkern um den für Rock nötigen Donner hinzukriegen. Auch Yngwie spielt meist auf einer Strat und natürlich hat auch er das Teil umgebaut. Und jetzt kommt’s :-)

Die Firma Fender hat schon ein paar mal sogenannte “Signature Series” herausgegeben. Das Prinzip läuft so, dass sie Top-Gitarristen wie beispielsweise Eric Clapton fragen, wie eine gute Strat in seinen Augen sein muss, dann bauen sie genau so ein Modell, pressen sein Autogramm auf die Gitarre und geben sie dann als “Clapton-Strat” oder was auch immer heraus. Und genau das haben sie schon vor einigen Jahren mit Malmsteen gemacht. So entstand die Malmsteen-Stratocaster, die nicht nur ultra-krasse Tonabnehmer drin hat (früher DiMarzio und neuerdings Seymour Duncan) sondern nebst kleinen Veränderungen vorallem ein sogenannt “scalloped” Griffbrett, bei dem die einzelnen Bünde sozusagen ausgefräst wurden. Der Effekt dabei ist, dass man beim Spielen die Finger nicht mehr bis aufs Griffbrett durchdrückt sondern die Finger samt Saite sozusagen in der Luft schweben. Das hat zur Folge, dass man viel weniger drücken muss, eigentlich reicht eine sanfte Berührung und schon geht die Post ab – es bedeutet aber auch, dass der Ton sich grässlich verzieht, wenn man auch nur ein klein wenig zuviel drückt.

Und als ich das kürzlich diesen Bericht sah, wurde mir schlagartig klar, dass genau so eine Gitarre das ist, was ich brauche – eine Gitarre die mich zwingt, sanft zu drücken. Das Problem früher war eben, dass ich es zwar immer versuchte, nach wenigen Tönen aber wieder im alten Muster herumquetschte und es erst merkte, wenn mir die Finger weh taten. Aber eine Gitarre, die mich anmeckert sobald ich was falsch mache, das klingt geradezu perfekt für mich – und wenn ich dadurch auch noch deutlich schneller werden kann……… und so träumte Diana halt wieder los.

Diana im Malmsteen-Fieber

Tja, nun hab ich sie seit ein paar Wochen – und bin sowas von glücklich, das kann man sich nicht vorstellen. Diese Strat klingt dank der ultra-krassen Tonabnehmer wirklich genial und das Griffbrett hält genau das was ich mir versprochen habe. Schon jetzt, nach einem knappen Monat üben, spiele ich bereits viel lockerer und schneller als damals und das trotz jahrelanger Pause. Das Ding ist echt Wahnsinn, ein Traum von einer Gitarre :-) und das Geniale ist so ganz nebenbei, dass ich eine eGitarre mit Kopfhörer spielen kann, was gerade in Anbetracht meiner aktuellen täglichen Fingerübungen Juliet seeeeehr entgegenkommt ;-)

Warum meine Strat eine Furie ist

Wer sich am Beginn dieses Beitrags verwirrt gefragt hat, warum ich eine Gitarre Fury nenne, der kriegt jetzt eine Antwort darauf, denn jetzt wird’s Zeit für den technischen Quatsch, der vermutlich nur noch Gitarristen interessiert. Denn diese zauberhaften Tonabnehmer die der Gitarre den typischen Malmsteen-Sound geben, sind von der Firma Seymour Duncan und sie sind ebenfalls Sonderanfertigungen für den Gitarrengott Malmsteen. Und weil eine seiner bekanntesten Platten “Fury” hiess und er so furios spielt, haben sie einen der drei Humbucker-Tonabnehmer eben Fury getauft. Zusammen mit zwei ebenfalls für Yngwie entwickelten YJM-Singlecoils hat man die perfekte Sound-Basis.

malmifret1Am Aussergewöhnlichsten ist wie bereits erwähnt das scallopte Griffbrett und als ob das noch nicht genug wäre, wurde das Griffbrett auch mit richtig fetten (dick und hoch) Bünden (Dunlop super jumbo frets) ausgestattet. Auch Ritchie Blackmore spielt übrigens auf scallpotem Griffbrett, aber in seiner Version sind nur die hohen Tone scalloped, der Rest normal. Jedenfalls ist diese Kombination aus vertieftem Griffbrett und erhöhten Bünden einfach genial zum spielen, die Seiten berühren so nie mehr das Griffbrett sondern liegen schon bei sanftestem Druck auf den Bünden auf.

Gitarren-Interessierten empfehle ich diesen Review, der gab mir persönlich auch den letzten Schubs ;-)
YouTube: Fender Yngwie Malmsteen Stratocaster MN VWT Upgrade

Übung macht die Meisterin

Entgegen meinen früheren Gewohnheiten mache ich jedoch jetzt den fatalsten Fehler nicht mehr. Ich übe seit Wochen die wildesten Dinge, aber ich spiele nicht ein einziges Lied. Alles was ich tue sind Fingerübungen und Techniken in Zeitlupe durchspielen um das “Fingergedächtnis” zu trainieren und mir die nötige Sanftheit anzueignen. Früher spielte ich einfach drauf los ohne eine richtige Basis zu schaffen, nun läuft es umgekehrt, ich spiele nicht sondern erarbeite mir ein anständiges technisches Fundament – und dann wird erst losgespielt, dann aber richtig :-)

So und jetzt muss ich wieder üben gehen – und da ich noch ein paar Jahre brauche bis man mein Gequietsche hören kann, stelle ich “meine Fury” mit diesem Video vor, denn hier spielt der Gitarrengott wie mir scheint genau dieses Modell in genau meiner Farbe…. enjoy ;-)

und weil’s so schön ist, hier noch ein Video aus der guten alten Zeit, als er und ich noch jung und knackig waren und er mit seinen coolen Outfits so richtig den Bach raushängen liess :-)

und wer jetzt immer noch nicht genug hat und Yngwie mal etwas auf die Finger sehen möchte, der soll hier reinschauen – aber Vorsicht, da herrscht akute Schwindelgefahr ;-)

Gedanken aus der Badewanne – Teil 1

Hach, das Leben kann ja so schön sein, wenn man es denn zulässt. Wie fast jeden Sonntag lag ich vorhin grad eine Stunde lang in der warmen Badewanne, mit kühlem Bierchen zum Ausgleich und entgegen sonstiger Gewohnheiten diesmal mit dem Notebook als Begleitung, der mir diese youTube Playlist von meinem “Cellolehrer” Adam Hurst vorspielte. Wie fast immer bei so Badespässchen schwelgte ich in Gedanken und Gefühlen rum. Das “schweben” im Wasser versetzt einem irgendwie in einen Zustand, den man seit dem Verlassen der Fruchtblase nicht mehr erlebt hat. Einer der heute rumschwimmenden Gedanken veranlasste mich, nun hier diesen ersten Beitrag einer neuen Blogserie zu beginnen…….. der wöchentliche Badewannen-Bericht ;-)

Man ist nur so frei wie man sich zulässt

Vielleicht gerade weil in meinem Leben seit Abschluss meiner “Selbstentfaltung” nicht mehr viel Spektakuläres und Forderndes mehr auftaucht, habe ich endlich den psychisch-emotionalen Freiraum, um auch mein “neues Leben” zu gestalten. Es gibt so Vieles, das ich tun möchte und es ist sowenig Zeit um das zu tun.

Einerseits reisst es mich enorm mit dem Cello, ich glaub ich hab da wirklich etwas gefunden, mit dem ich meine in dieser Lebensphase vorherrschenden Gefühle umsetzen kann, ich hab damit eine Menge Spass, aber es ist einmal mehr eine grosse Herausforderung, die sehr viel Raum beansprucht. Dann träume ich weiterhin davon, endlich mal ein richtiges Buch zu schreiben, aber da fühle ich mich total gehindert, solange zuviel Kram sonst in meinem Kopf rumspukt, das würde einfach mehr Raum brauchen. Und dann ist noch das Blog das ich so gerne regelmässig füttern möchte und auch bei der Arbeit läuft es grad sowas von gut, dass ich auch da voller Enthusiasmus Energie versprühe.

Irgendwie muss ich Prioritäten setzen. Einer der Orte an dem ich Raum freischaufeln kann, ist meine Bloggerei, die in letzter Zeit ja an Regelmässigkeit abgenommen hat. Ich denke, das ist gut so, es wird Zeit, mich vermehrt Anderem zu widmen. Das brachte mich auf die Idee, eine sonntägliche Serie zu beginnen, weil ich am Sonntag am ehsten meinen Ruhetag hab und auch da – eben grad in der Badewanne – oft genug Gedanken zusammen kommen um sie hier umzusetzen. Natürlich werde ich weiterhin hier schreiben, wenn mich was speziell bewegt, aber das alltägliche Blabla werde ich wohl in nächster Zeit auf diese Beadewannen-Beiträge reduzieren.

Diana im Computerfreak-Fieber

Erst grad habe hier ja das Klagelied der untergehenden Computer-Freak Generation besungen und rumgejammert, dass ich mich wieder mal mit so modernen Superhyperwollmilchsau-Komponenten rumschlagen muss anstatt dass ich tue was ich am besten kann, den ganzen Kram selber zu programmieren. Nun kam es wie es kommen musste und die hoffnungsgeschwängerte Komponente hat kläglich versagt, sie bringt nicht annähernd die Performance die wir mit unseren riesigen Datenmengen brauchen würden.

So kam es, dass ich nun doch den Job gefasst hab, das ganze Teil komplett selber zu programmieren, sozusagen von null auf. Und das macht sowas von Spass, da kann ich mal wieder ein richtiges Feuerwerk in meinen Hirnsynapsen fabrizieren. Gestern arbeitete ich den ganzen Tag mit Cellobegleitung in der Firma und programmierte mir die Seele aus dem Leib. Gerade weil diese Art von Knochenarbeit heutzutage immer seltener wird, war es umso mehr ein Genuss. Wenn es so weitergeht wie bisher, wird das eins meiner Meisterwerke, bisher läuft es jedenfalls schnell wie die Sau :-)

Das Cello, die Kuh

Mein eCello ist grad meine beste Freundin abgesehen von meiner liebsten Juliet. Obwohl das nicht selbstverständlich ist, denn das Cello gebärdet sich wie ein frischgefangenes Wildpferd, das zu zähmen wird eine anstrengende Sache. Vorallem diese Vibrato-Geschichte kann einem wirr im Kopf machen. Wie kann man die Hand schütteln ohne dass der gehaltene Gegenstand sich mitschüttelt? Vorallem spür ich aber auch, dass ich enorm gehemmt bin, der Kopf mischt noch immer viel zu sehr mit und so bin ich viel zu verkrampft. Trotz der Widerspenstigkeit dieses Instruments bin ich aber von Tag zu Tag zuversichtlicher, dass wir zu einander finden, ich spüre, dass es genau das ist was ich gesucht habe.

Mal wieder im Pöb

Boah es fühlt sich an wie eine Ewigkeit, seit ich das letzte Mal in meinem Pub war. Juliet und ich hatten ja zwei Wochen Ferien hier und damals sind wir mal ins Pub gegangen, dann war ich im Spital für die Korrektur-Op und anschliessend war ich wochenlang nicht ausgangsfreudig infolge der Op. Darauf hatte das Pub etwa fünf Wochen Sommerpause und dann wiederum hatte ich eine sehr müde Zeit – jedenfalls konnte ich mir diesen Donnerstag mal wieder einen Tritt in den Hintern geben, ging hin und hatte mal wieder einen super Abend. Glücklicherweise arbeitete zufällig meine Lieblingsbarkeeperin und die brachte mich anschliessend nachhause. Diese Woche geh ich vermutlich wieder hin am Donnerstag und eine Woche später kommt ja Juliet in die Schweiz und dann gehen wir zusammen dahin und hören dort ein Konzert einer irischen Band :-)

Mein Buch, Dein Freund und Helfer

Seit langer Zeit spukt mir durch den Kopf, dass ich so gern ein richtiges Buch schreiben möchte. Dabei habe ich aber die Qual der Wahl und das ist alles andere als einfach. Nebst vielen anderen Themen schweben mir vorallem zwei Dinge durch den Kopf.

Das Eine wäre eine Autobiographie, in der ich meine ganze Lebensgeschichte aufarbeiten möchte. Das Buch wird zwei Zeitebenen haben, aus der heutigen Zeit in der Gegenwart geschrieben mit ständigen Rückblicken in die Vergangenheit. Darauf hätte ich mega Lust und ich stell mir das auch sehr spannend vor.

Auf der anderen Seite möchte ich aber auch eine Art Selbsthilfe-Buch schreiben zu dem Thema, bei dem ich Expertin bin, die Selbstentfaltung oder Selbstzulassung. Ich glaube, dass alle Menschen wesentliche Wesensanteile unterdrücken, weil sie sich einfach nicht ganz zulassen können. Man fragt viel mehr danach, wie man sein sollte als danach, wie man ist. Ich glaube, dass ich da sehr viel “Schlaues” vermitteln könnte, gerade weil mein Leben mich dazu gezwungen hat, da Spezialistin zu werden und in Sachen Ich-sein die Königsdisziplin durchlaufen musste.

Heute im Bad wurde das Gefühl sehr stark, dass ich Zweiteres zuerst machen möchte und dass ich eigentlich jetzt damit anfangen möchte. Sowas lässt sich zwar nicht auf Knopfdruck auslösen, aber ich denke, ich werde mich innerlich mal in diese Richtung bewegen, mal schauen was dabei herauskommt.

Entschuldigung an alle “Liegengelassenen”

An dieser Stelle noch eine kleine Entschuldigung an all diejenigen, die auf was weiss ich von mir warten. Ich hab wie immer noch eimerweise Mails in der Mailbox rumliegen, die teilweise schon seit Monaten auf Abarbeitung warten und vorallem im alten Blogtagebuch hat es bereits eine Reihe von Kommentaren, die ich noch beantworten möchte und werte. Aber wie oben erwähnt, habe ich momentan eine recht egoistische Prioritätensetzung. Aber man darf gewiss sein, dass ich all dem noch nachkommen – versprochen ;-)

Noch mehr unterschätzte Supertalente

Erst grad habe ich ja vorgeschwärmt, was für tolle Supertalente man in so Castingshows findet und wie oft man dort lernen kann, dass man Leute nicht aufgrund von Äusserlichkeiten unterschätzen sollte. Diesbezüglich habe ich ein neues Prachtstück entdeckt. Lukas Mattioli wirkt alles andere als selbstbewusst, in der Schule wird er gemobbt und wegen seiner Musik ausgelacht. Er ging vorallem deshalb in die Castingshow, weil er wissen wollte, ob er nun singen kann oder nicht, ob er mit Recht ausgelacht würde oder………… und eine Halle von 10000 Leuten bestätigten ihm, dass die ihn Mobbenden einfach Deppen sind. Eine traumhafte Stimme und ein Gesang der soviel Gefühlstiefe offenbart, dass mir zumindest die Tränen zuforderst standen…… enjoy……

Cello, Blutelfen, Fummel, Musik, Freundinnen und Allerlei

Der Titel spricht Bände, es gibt mal wieder eine Zusammenfassung der letzten Tage, denn in diesen war bei mir genug los, dass ich nicht mehr zum Schreiben kam, abgesehen von dem was sich aufdrängte. Der Rest folgt nun hier…….

Das Mistding das sie Cello nannten

Ne keine Sorge, ich mag mein Cello nachwievor, aber das Biest ist störrischer als ich und das will was heissen. Grundsätzlich habe ich zwar den Vorteil, dass ich das theoretische Prinzip von der Gitarre her kenne und ich habe den Vorteil, dass ich durch meine intuitive Herangehensweise eigentlich fast von alleine vorwärts komme. Aber ein Cello hat ein paar Knacknüsse, die es in sich haben. Zum Einen muss ich die Töne tausendmal präziser treffen wie bei der Gitarre, weil Gitarren so “Stege” haben, egal wo man zwischen zwei so Stegen drückt, der Ton ist immer derselbe. Beim Streichinstrumenten gibt’s das nicht, da muss der Finger auf den Milimeter genau an die richtige Stelle. Noch schlimmer ist es mit dem Vibrato. Bei der Gitarre macht man das indem man die Seiten dehnt, beim Cello muss man sozusagen mit der Hand oder dem Arm schaukeln, damit die Fingerkuppen auf dem Brett schaukeln. Das Problem dabei ist, dass beim Schaukeln gern mal das ganze Instrument aus Sympathie mitschaukelt, worauf der Bogen dann ebenfalls aus Sympathie beginnt im Takt mitzuhüpfen und damit ist der ganze Ton am Arsch. Erschwerend kommt hinzu, dass dieses Billigcello Seiten und Harz von übelster Sorte hat, beides habe ich letztes Wochenende in einer besseren Version bestellt. Der Ton wird nun wirklich etwas besser übertragen, somit kann man nun viel besser hören, wie falsch ich spiele :-) . Nichtsdestotrotz hab ich Spass dran, wir freunden uns weiterhin eifrig an :-)

Leichen im Keller

Mein Ausflug als Blutelfe nach Azeroth ist unfreiwillig beendet worden. Nachdem ich die Gute auf Level-20 hochgespielt habe und mit coolsten Zaubertricks böse böse Monster niedermachen konnte, wagte ich mich in so einen bekloppten Kerker, durch den ich mich hart an der Grenze des Möglichen durchkämpfte, um am Schluss bei so einem Oberzaubererdepp zu laden, der mich innert Sekunden alle gemacht hat. Bei WordOfWarcraft läuft das dann so, dass man “zum Friedhof” fliegt und von dort aus als Geist zurück zu seiner Leiche schweben muss, dort wird man automatisch wiederbelebt. Nur liegt meine Leiche ja nun in diesem verblödeten Keller neben diesen noch verblödeteren Oberzaubererhirni und der fällt natürlich gleich wieder über mich her sobald ich dort wiedererweckt werde. Tja, das war’s dann wohl mit meiner Blutelfe. Und da mein Gratis-Testabo eh diese Woche ausläuft und mich dieses Spiel zwar erfreut aber nicht begeistert hat, war’s das nun mit WoW spielen. Ich werd nun wieder etwas Rift spielen, das Spiel das ich vor WoW gekauft hab und falls mich das nicht noch in Begeisterung stürzt, ist’s wohl wieder mal für ne Weile Schluss mit gamen. Aber das wär an sich gut, denn so unterhaltsam so Spiele sein können, sie sind Zeitfresser und gerade Zeit hab ich eh chronisch zuwenig.

Ponstan am morgen, vertreibt Kummer und Sorgen

Gestern war dann Dentalhygiene angesagt, boah wie ich das liebe. Da meine Zähne halt nicht so das Gelbe vom Ei sind, auch wenn sie bedingt durch Koffein und Nikotin eine ähnliche Farbe haben, sind leider auch die Zahnhälse etwas freizügiger als sie sein sollten und infolgedessen ist die Zahnsteinentfernung immer relativ schmerzhaft. Aber diesmal durchfuhr mich der Blitz der Erkenntnis, ich hatte ja von der GaOp her noch einige Ponstan resp. das Nachfolgeprodukt Mefenacid. Diese 50er Dinger, die einem einfach jeden Schmerz wegpusten. Jauh und das hat überraschend gut geklappt, so schmerzlos war die Dentalhygiene seit langem nicht mehr, höhö. Ok, mir wär ein Tramal lieber gewesen, so hätte ich anschliessend zur Arbeit fliegen können, aber dieses Ponstan hat doch immerhin seine Pflicht erfüllt. Ich nehm eigentlich fast nie so Chemiemüll zu mir, auch wenn ich Schmerzen habe, beisse ich lieber auf die Zähne. Aber das wär beim Zahnarzt eher unpraktisch gewesen, insofern fand ich es eine bestechend schlaue Idee :-)

Oversexed zum verpassten Date

Heute habe ich glaub mal wieder arg Aufsehen erregt bei der Arbeit. Heute Abend hätte ich mit meiner ehemaligen Logopädin abgemacht und weil ich schon länger nicht mehr im Ausgang war, konnte ich es natürlich nicht lassen und musste den neusten Fummel aus dem Schrank zerren – nicht ganz passend für zur Arbeit – aber – ooooch Mensch, man gönnt sich doch wirklich sonst nix :-) Als ich um Neun zu meiner Futterlieferantin runter ging, die uns unser täglich Brot bringt, schallte mir gleich ein “Wow” entgegen und sie tänzelte um mich rum und wollte mich von allen Seiten anschauen. Ich glaub fast, ein klein wenig oversexed war das schon – aber was kann ich dafür, dass so Kleider an mir einfach kürzer sind als in den Katalogfotos, es können nicht alle so Zwerge sein wie diese Models ;-) Na jedenfalls sagte meine Freundin dann ab, weil sie seit Tagen so starke Kopfschmerzen hatte und somit hab ich den Fummel halt doch nur fürs Geschäft angezogen – was solls, hauptsache ich hatte mal ne Gelegenheit :D

Der Mensch, Dein Freund und Leichenfledderer

Weniger erfreulich ist dafür die Geschichte rund um Jamey Rodemeyer, den homosexuellen Teenager der in den Tod gemobbt wurde. Auf Facebook wurde für ihn eine Gedenkseite eingerichtet, in der mittlerweile bereits Achttausend Menschen versammelt sind, auch sonst geht eine immer grösser werdende Welle um die Welt, sogar Musikerinnen wie Lady Gaga haben diesen Fall publik gemacht. Aber was wirklich schmerzt, ist zu erleben, wie auf dieser Facebook-Gedenkseite im Minutentakt Beiträge gelöscht werden müssen, weil eine Unzahl von Schwerstgestörten nicht mal vor Toten Respekt haben und nichts Besseres zu tun haben als dort weiter herumzumobben. Da fehlen mir echt die Worte. Anstatt dass man sich besinnt und darüber nachdenkt, was so primitives Geschwafel anrichtet, gerade in Anbetracht dieses brutalen Todesfalls, kümmert man sich einen Dreck um all das und fährt weiter wie eh und je. Es braucht wirklich viel, bis mich Menschen noch schocken können, ich trau meinen Artgenossen ja so Manches zu. Aber das was dort abläuft, schockiert sogar mich. Tröstend ist nebst dieser überwältigenden Solidaritätswelle, dass drei der hauptverantwortlichen Mobber unterdessen inhaftiert wurden und dass in Amerika laut darüber nachgedacht wird, Mobbing endlich zu einem Straftatbestand zu machen – es wäre höchste Zeit, auch für uns hier.

Ein guter Zeitungsartikel und eine neue Freundin

Beim kürzlich geschriebenen Blogbeitrag über die SF1 Reporter Sendung, habe ich am Schluss ja noch auf einen Zeitungsbericht über dieselbe transsexuelle Frau verwiesen, der endlich mal so geschrieben war, dass sogar ich mich darüber freuen konnte. Er begann mit dem Satz: “Claudia Meier war schon immer eine Frau”. Ich hab mich darüber riesig gefreut, noch deutlicher könnte man das Phänomen “Transsexualität” nicht ausdrücken. Jedenfalls habe ich infolgedessen Claudia im Internet kennen gelernt und es sieht danach aus, als ob mein Freundinnen-Kreis sich eben grad wieder um eine tolle Frau erweitert. Wir verstehen uns jedenfalls fürs Erste super gut :-)

Kim Petras gewinnt zweiten Platz

Und soeben erreicht mich noch eine Meldung, die mich riesig freut. Kim Petras, ebenfalls ein Mädel mit transsexueller Vergangenheit, ist mir auch irgendwie ans Herz gewachsen, obwohl ich sie nicht kenne. Sie war mehrmals in den Medien und auch schon in meinem Blog erwähnt. Sie ist die jüngste transFrau die in Deutschland wegen Transsexualität behandelt wurde und ihr war es so vergönnt, dass man durch die frühe Behandlung die “Zerstörung des Körpers” durch die Pupertät ersparen konnte. Dementsprechend hat sie eine normal weibliche Stimme und hat auch eine musikalische Karriere gestartet. Kürzlich veranstaltete der Promi-Blogger Perez Hilton einen Cover-Wettbewerb, bei dem sie auch mitsang und nun hat sie da den zweiten Platz gemacht – herzliche Gratulation, Kim! Bei der Gelegenheit staunte ich wirklich, wenn die Gute so richtig rausposaunt (auf 1:30), hat sie eine echt tolle Stimme. Sie ist wirklich der lebende Beweis, dass man transsexuellen Menschen so früh wie möglich helfen muss. So ganz unter uns, ich beneide sie total :-)

Ab ins Weekend

Jauh und morgen flattere ich dann am Nachmittag wieder zu Juliet nach Hamburg für ein diesmal leider kurzes Wochenende bis Montag froh, das wär somit das Letzte von mir bis Anfang nächster Woche. Damit verabschiede ich mich mit diesem Video, mit dem Kim Petras den zweiten Platz gewonnen hat. Auf ca 1.00 Minuten beginnt das Lied – enjoy :-)

Intuitives Musizieren – Diana im Cello-Rausch

Nachdem ich mich vorhin episch über “Computerfreaks und intuitives Programmieren” ausgelassen habe, beschäftigte ich mich zum zweiten Mal mit meinem letzte Woche eingetroffenen eCello und dabei fiel mir auf, dass ich im Umgang mit Musikinstrumenten genauso “anders ticke” als Andere wie beim Programmieren. Das passt doch zum Thema :-)

Intuitives Musik-lernen

In meinem Leben habe ich eine Vielzahl von Instrumenten gespielt, das Eine mehr, das Andere weniger gut. Mit dabei waren Gitarre, BluesHarp, Keyboard, Indianische Flöte, schottische Bagpipe und nun geht’s mit elektrischer Violine resp. Cello weiter. Obwohl ich Grundkenntnisse habe im Notenlesen, Musiklehre u.s.w. gehe ich eigentlich nie vom Verstand her an so ein Instrument ran, ich begegne dem Instrument eher auf intuitiver Ebene. In der Musik macht das noch viel mehr Sinn als beim Programmieren, weil Musik eben etwas Musisches ist und man da im Bauch einen direkteren Zugang hat als mit dem Verstand. Es ist zwar hilfreich, wenn man weiss was man da tut, ist aber keine Bedingung dazu. Ich lerne meistens, in dem ich einfach damit rumexperimentiere, mir zuhöre, korrigiere und mich so langsam einfinde. Mit der Zeit wissen die Finger wo sie hingehören ohne dass ich weiss, was für einen Ton ich da grad spiele.

Kuscheln mit dem Cello

Beim Cello geht’s mir nun genauso, es wird sich zwar noch zeigen müssen, ob die Finger das wirklich verinnerlichen und die Bogenhand irgendwann selber Regie führt, aber es fühlt sich so an als würde es auch da so funktionieren. Irgendwie steht mir der Verstand resp. das systematische Denken völlig im Weg, es hindert die musikalische Inspiration. Natürlich nutze ich Tipps die ich im Internet finde, betrachte Lernvideos auf youTube und versuche das zu verinnerlichen, aber der Verstand hat damit nur am Rande etwas zu tun, solange, bis es verinnerlicht ist.

Mein Cello-Lehrer

Darf ich vorstellen, das ist Adam Hurst, mein Cello-Lehrer. Er weiss nichts von seiner Ehre, ich hab ihn zufällig im Internet gefunden und engagiert. Auf youTube gibt es ein ganzes Rudel Songs von ihm in denen er meist in vorteilhafter Kameraführung gezeigt wird, man kann vorallem im Vollbildmodus sehr gut zuschauen wie er die Finger bewegt, welche Körperhaltung er hat und vorallem hat er so eine ruhige Ausstrahlung, die schon beim Zukucken entspannt.

Mein erstes Lehrstück – mit Spatzen flirten

Wie schon mit anderen Instrumenten lerne ich am besten, wenn ich mir einfach ein schönes Stück suche das möglichst einfach ist und dann geh ich dem nach bis ich es hab. Dank diesem Video geht das super gut, es ist auf Anhieb zu einem Lieblingslied geworden, weil ich es so lieblich finde, es heisst “Sparrow” was zu deutsch ein Spatz ist (ich lieb diese kleinen Racker), es ist von der Tonfolge sehr einfach und das wichtigste: Ich kann ihm so gut zuschauen auf diesem Video. Nun habe ich das Lied erst mal mindestens ein dutzend Mal angeschaut und dabei genau die Bewegungen beobachtet. Mit der Zeit habe ich in der Luft die Fingerbewegungen oder die Bogenbewegung nachgeahmt. Erst als ich die Melodie auswändig im Kopf hatte und die Bewegungen etwas verinnerlicht hatte, setzte ich mich ans Cello und begann das nachzuspielen. Es klingt natürlich noch so gruselig, dass ich damit jeden Dämon exorzieren könnte und jeden Poltergeist verscheuchen würde, aber schon nach einer halben Stunde konnte ich die Töne in etwa nachspielen. Mit jedem Mal kommt der Klang dem Original ein klein wenig näher, die Hirnarbeit dabei nimmt immer mehr ab. Wenn ich so weiter mache, kommt irgendwann der Moment, an dem die Hände selber tun was sie tun wollen, ich muss nur noch die Melodie denken und der Körper spielt sie – so war das jedenfalls früher mit anderen Instrumenten.

Null Ahnung, aber es funktioniert

Das Witzige dabei ist, dass ich keine Ahnung hab was ich da spiele, ich weiss nicht welche Töne ich spiele, ja nicht mal welche Tonart das ist. Seltsamerweise ist das gar nicht nötig, die Finger müssen nur lernen, wie sie zur Melodie in meinem Kopf tanzen müssen und dann spielen sie irgendwann genau die Töne die nötig sind ohne zu wissen, wie die heissen. Noch verrückter ist, dass mein Cello anders gestimmt ist als das meines Lehrers und um die Töne am gleichen Ort zu drücken wie er, muss ich ein paar Töne tiefer spielen. Auch das funkioniert einfach so, ich beginne einfach ein paar Töne tiefer und spiele dieselbe Melodie nur halt eben alles etwas tiefer. Würde ich das vom Verstand her versuchen, müsste ich echt gut sein im Spielen, aber das läuft bei mir übers Ohr, ich sing die Melodie im Kopf und die Finger suchen dann den entsprechernden Ton.

Der Weg bestimmt das Ziel – oder umgekehrt

Wie beim Programmieren, so gibt es auch beim Musizieren kein richtig oder falsch, man kann systematisch oder intuitiv da ran gehen, es ist vorallem eine Frage des Ziels, das einem den Weg aufdrängt – oder die eigene Wesensart, die einem für das Eine empfänglicher macht als für das Andere. Wer irgendwann in ein Orchester oder eine Band möchte, der wird wohl nicht umhinkommen, recht systematisch und logisch zu lernen, im Zusammenspiel mit Anderen ist es schon fast zwingend, dass man genau weiss was man tut und absolut nur das tut. Wer aber wie ich nur für sich selbst musizieren will, einfach um Spass zu haben und um Gefühle auszudrücken und zu kanalisieren, der ist meines Erachtens gut beraten, intuitiv mit dem Instrument umzugehen. Dieser Weg führt kaum zu solcher Präzision wie der systematische Weg, aber es kann unheimlich erfüllend zu sein, sich so auszutoben.

Auf in eine neue Liebschaft – kann jemand helfen?

Ich für meinen Teil freue mich jedenfalls ungemein auf das was vor mir liegt, diese Annäherung an das Cello, das sich bekannt machen, das verschmelzen, das gemeinsame Einswerden. Auf diese Weise hat Musik etwas mit Mystik zu tun, es hat etwas Spirituelles. Ich glaub wirklich, dass wir gute Freundinnen werden, ich und mein Cello, ich halt Euch auf dem Laufenden ;-)

An dieser Stelle frag ich einfach mal in die Runde, kann jemand von Euch Cello spielen, wohnt in der Gegend von Zürich und hätte Zeit und Lust, mir mal einen Crash-Kurs zu geben?

Musikalisches Wochen(end)-Allerlei einer Zahn-Prinzessin

In letzter Zeit geht’s bei mir relativ rund, deshalb kam ich nicht zum Schreiben, nun fasse ich mal ein paar Dinge hier zusammen…….

Diana in der Menopause oder so

Vorletzte Woche hatte ich einen Termin in der Endokrinologie, in der es nebst obligater Blutkontrolle um die Frage ging, ob wir meine Östrogendosis erhöhen sollten. Seit der GaOp bin ich chronisch müde und meine Schwitzanfälle haben sich auch deutlich gehäuft, beides sind mögliche Anzeichen auf einen zu tiefen Östrogenpegel (Mitlesende die ihre Menopause bereits erreicht haben wissen was ich meine). Die Endokrinologin bestätigte mir, dass diese Anzeichen danach aussehen, dass meine zwei mal wöchentlich angeklebten Östrogenpflaster (Estradot 50) wohl zu wenig sind. Aber leider war mein Glukose (Zucker) und Cholesterin Pegel gaaaaanz wenig über dem Normbereich, so knapp daneben, dass das gesundheitlich noch völlig unbedenklich ist. Aber sowohl Zucker als auch Cholesterin belasten die Blutbahnen und damit erhöht sich auch das Thromboserisiko ein wenig. Da die Östrogene genau diesbezüglich gefährlich sind, wollte sie da nichts riskieren. Da ich öfters Schokolade-Fressattacken habe und das möglicherweise auch am Vorabend der Untersuchung, sind wir nun so verblieben, dass ich in nächster Zeit mal bei der Hausärztin diese zwei Werte nochmal prüfen lasse. Sollten sie immer noch etwas zu hoch sein, kann ich mittels Ernährungsverbesserung die Werte verbessern. Sobald die Werte im Normbereich sind, kann ich ihr den Laborbericht faxen und krieg dann ein Rezept für 75er Pflaster. Mal schauen ob es dann besser geht.

Ein schlauer Zahnarzt

Mein Zahnarzt ist echt ein schlauer Fuchs, bei ihm fühle ich mich echt ernst genommen. Zum Einen hat er richtig erkannt, dass ich einfach zu schlau bin für diese Welt und hat mir nun einen meiner vier Weisheitszähle gezogen, vielleicht reg ich mich nun etwas weniger auf ;-) Aber das ginge noch, der konnte das sogar noch überbieten. Er scheint wirklich ein Auge für Mädels wie ich zu haben und hat sofort bemerkt, dass ich eine richtige Prinzessin bin – glaub ich jedenfalls – denn übermorgen krieg ich von ihm eine Krone *stolzerhebtihrhaupt*. Meine Begeisterung hält sich da zwar in Grenzen, weil mich dieses royale Statussymbol mal schnell einen Tausender kostet, aber was tut man nicht um die leider oft unbemerkte Adligkeit zu betonen :D Das mit dem Weisheitszahn war übrigens eine harmlose Sache, es machte kurz knirsch und flup und draussen war das Ding. Am Mittag liess dann die Spritze nach und der Schmerz wurde arg genug um mich mit 50er Ponstan zu füttern, aber schon am nächsten Tag war der Spuk vorbei und unterdessen, eine Woche später, ist wieder alles in Ordnung.

Kuschelweekend mit Juliet

Letztes Wochenende war ja mal wieder Kuscheln in Hamburg angesagt, jajajaja :-) Diesmal war ich wieder von Donnerstag Ende Nachmittag bis Dienstag am frühen Morgen dort. Freitag und Montag ackerte Juliet zeitweise und ich guckte TV, las mein letztjähriges Tagebuch oder brabbelte mit Juliets Mama rum. Am Samstag gabs dann noch eine kleine Shoppingtour zu Dritt, bei der wir aber alle ohne Beute heimziehen mussten. Dafür machten wir noch einen kleinen Abstecher in ein Pärklein, die erhofften Eichhörnchen sahen wir zwar nicht, aber dafür konnte ich mal wieder eine Weile einer Libelle beim patroulieren zugucken – ich lieb diese kleinen Hubschrauber :-) Abends guckten wir dann jeweils meist zu Viert TV und im späteren Abend verzog sich Mama in die Küche und las – und brach immer mal wieder in schallendes Gelächter aus, meist wenn sie Dialoge mit Morla fand ;-) Jedenfalls wars wieder ein super schönes Wochenende mit ganz viel Blödeleien und ganz viel Aneinanderkleben – Fortsetzung folgt in gut zwei Wochen :-)

Selbstbetrachtung in Buchform

Das mit meinem Tagebuch war eine ulkige Sache, denn davon hatten wir dieses Weekend drei Stück in der Wohnung, Juliet und Mama hatten Ihres, ich hatte das Meine. Und zeitweise sassen Mama und ich zusammen auf dem Sofa und lasen dasselbe Buch, wie schräg ist das denn :-) Für sie ist es interessant, weil sie nicht so gern am Computer sitzt und deshalb nur soweit auf dem Laufenden ist, wie Juliet ihr berichtet. Deshalb holt sie dann das ganze Jahr nach wenn das Blog in Buchform verfügbar ist. Ich meinerseits erlebte beim Lesen wie schon letztes Jahr eine turbulente Reise durch die Zeit, in der ich das ganze letzte Jahr nochmal Revue passieren lasse und teilweise staune, was ich da alles erlebt habe und wie aufgewühlt ich zeitweise war. Es ist unglaublich spannend, sich selbst nochmal so zu verfolgen. Sobald ich damit fertig bin, werde ich dazu einen Blogbeitrag schreiben wie schon letztes Jahr und ein wenig erzählen, was mir da lesenderweise so durch den Kopf ging im Kino meines Lebens.

Medien sind einfach sowas von für n’Arsch, aber echt

In diesen wenigen Tagen in denen ich in Hamburg war, erschienen gleich mehrere Zeitungsartikel die irgendwie um Transsexualität gingen und mir schäumte heut Morgen mal wieder kurz die Galle hoch. Höhepunkt war ein Kurzartikel in der Bernerzeitung, in der von einer transsexuellen Frau konsequent in der männlichen Form geschrieben wurde. Einmal mehr hat ein dümmlicher Journalist einen noch dümmlicheren Text von der Depechenagentur DPA copy-pastet ohne dabei das Hirn auf Minimalleistung zu stellen. Aber ich bin grad zu gut gelaunt um mich heute weiter darüber zu ärgern, vielleicht hole ich das am Wochenende nach und hau denen virtuell eine runter – mal kucken ob ich Zeit und Nerven finde, vorallem mit der Zeit könnte es nämlich knapp werden, denn erstens arbeite ich am Samstag mal wieder und zweitens und vorallem……….

Diana wird Cellistin

In den letzten zwanzig Jahren habe ich viele Musikinstrumente gespielt, manche nur ein wenig, manche mehr. Vorallem Gitarre, Bluesharp und schottische Bagpipe spielte ich recht intensiv eine Zeit lang und Letztere möchte ich nachwievor irgendwann wieder spielen. Aber in letzter Zeit bin ich emotional eher zu sanfteren Klängen hingezogen und verspüre wieder ein starkes Bedürfnis, Musik zu machen. Und weil ich seit Beginn meines Musizierens Streichinstrumente als die Schönsten Instrumente betrachte, aber nie den Mumm hatte mich diesen schwer zu erlernenden Instrumenten anzunähern, kams bis jetzt nie soweit – bis jetzt, jauh.

Vor einigen Wochen entdeckte ich, dass man heutzutage elektronische Violinen und Cellos kaufen kann, die recht gut klingen, überraschend günstig sind und natürlich stubentauglich, weil man mit Kopfhörer spielen kann. Also habe ich vor der Op diese schwarze eVioline bestellt, darüber habe ich irgendwo kurz berichtet. Aber dann kamen gleich die Ferien, dann die zweite Operation und anschliessend war für ne Weile nix mehr mit Violine spielen, weil ich die Arme wegen der BrustOp nicht so verrenken konnte. Auch sonst hielt sich meine Begeisterung in Grenzen, weil die Körperhaltung wie erwartet der Graus ist, man ränkt sich fast die Schulter aus und bricht sich fast den Kiefer, weil man das Teil so unter den Kiefer klemmen muss.

Naja, letzte Woche guckte ich einen Krimi in dem es zufällig um eine Cellistin ging, die man ein paar Mal spielen sah und man ahnt’s, es packte mich total und so wusste ich nix Bekloppteres als noch am gleichen Abend dieses elektronische Cello in weiss zu bestellen, selber Hersteller wie die Geige, nur diesmal in Weiss anstatt Schwarz. Jauh und heute wurde das Ding geliefert und ich bin Feuer und Flamme, die in den nächsten Tagen ausgiebig auszuprobieren. Wenn ich wie erwartet körperlich besser damit klar komme, werde ich die Geige wohl wieder verkaufen, oder umgekehrt, was weiss ich, lassen wir uns überraschen :-)

Vorhin habe ich das erste Mal drauf gespielt äh getönt oder so, naja, seien wir mal froh, dass die Nachbarn das nicht hören ;-) Aber es macht Spass, fühlt sich noch fremd aber irgendwie nett an, ich bin zuversichtlich, dass wir uns anfreunden werden, auch wenn ich fürs Erste verkrampft bin als würd ich das erste Mal auf einem Stier reiten. Damit Ihr Euch vorstellen könnt, was für ne Art Musik mir vorschwebt, gibt’s jetzt noch ein Video mit einem wunderschönen Cello-Stück :-)

Und falls jemand von Euch neugierig geworden ist und mehr Cello Musik hören will in dem Stil wie ich es hoffentlich irgendwann spiele, dann empfehle ich mein neustes Idol:
Adam Hurst auf youTube

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