Politically incorrect since 1966

Sommerferien, Hardrock und Gitarren-Kram

Ja klar, uns gibt’s noch und uns geht’s prächtig, deshalb liest man auch nix mehr von uns ;-) Ich staunte grad selber Bauklötze, als ich mal nachschaute, wie alt mein letzter Blogbeitrag ist – über ein halbes Jahr ist es her *staun*. Aber so ist das halt, wenn man ein nahezu normales und vorallem erfülltes Leben führt, eine so schnucklige Lebenspartnerin hat und dann auch noch mit Gitarren spielen begonnen hat, da bleibt keine Zeit mehr für blogistisches Geschnacke. Aber mal wieder eine kurze Zusammenfassung wär ja schon fällig, also hier ist sie…..

Gitarren hier und dort und überall

Die letzten Blogbeiträge liessen es ja schon erahnen, uns hat das Gitarrenfieber voll gepackt und wir verbrachten die letzten Monate viel Zeit auf der Suche nach dem richtigen Gitarren-Ton und lernten da so rum. So ähnlich wie ich mich die ersten Jahre meines “neuen Lebens” mit dem Bestellen von Kleidern vergnügte, so läuft es in letzter Zeit mit Gitarren-Zubehör und Lernmaterialien.

Juliet und ich haben beide sehr klare Vorstellungen, wie unsere Gitarre klingen soll – mal abgesehen von der noch nicht ausgereiften Spieltechnik ist der Klang der Gitarre für uns essentiell und das wiederum hat viel damit zu tun, was für ein Instrument man hat und was für einen Verstärker resp. Effektgeräte man verwendet, bis hin zu vielen Detailaspekten wie die Frage nach den richtigen Saiten oder den richtigen Plektren. Aber wir sind langsam am Ziel, beide sind zwar noch nicht 100% bei unserem Traum-Ton angelangt, aber immerhin so nah dran, dass wir damit zufrieden sind. Für Gitarren-Kenner sei das hier mal kurz erwähnt….

kemper-1Wir haben jetzt hunderte von Gitarren-Verstärkern

Nach verschiedenen Versuchen mit Verstärker-Kram sind wir bei einem Kemper Profiling Amplifier angelangt. Das ist ein sagenhaftes Gerät, das alle nur denkbaren und teilweise längst nicht mehr käuflichen Verstärker simulieren kann. Und mit Simulation meine ich nicht die übliche elektronische Nachbildung, die nach Keksdose klingt. Der Kemper hat ein völlig anderes Funktionsprinzip. Man hängt einen richtigen Verstärker an, der Kemper pustet die ganze Bandbreite an Tönen durch den Verstärker und misst dann das Resultat. Die Ergebnisse merkt er sich sozusagen und kann dann jeden von der Gitarre gespielten Ton 1:1 übersetzen. Ich hätte nie gedacht, dass das so perfekt funktioniert aber es tut’s und wir sind nun im 7. Himmel. Das Teil kann wenn es sein muss bombastische 600 Watt füttern, kann aber genauso einfach via Kopfhörer gehört werden und das Coole daran ist, der Klang ist auf Kopfhörer genauso gut wie wenn man laut spielen würde. Das Ding sieht zwar aus wie ein futuristischer Toaster, also bei Weitem nicht so schick wie unser 50 Watt Marshall Verstärker, aber fürs Spielen zuhause ist er einfach genial. Wir beide stehen total auf die alten Rock-Verstärker der 80er Jahre und das Schöne am Kemper ist, dass auch dieser Profile in einer Unzahl vorhanden sind und ständig neue Profile auftauchen.

Dianas Gitarren-Kram

Ich für meinen Teil bin meiner Malmsteen Stratocaster treu geblieben, hab zwar mittlerweile noch eine Zweite gekauft, weil mir der Klang der alten Tonabnehmer einfach schaurig gefällt. Die Zweite steht nun bei mir in der Firma, damit ich in der Mittagspause üben kann. Zuhause spiele ich eben über diesen Kemper und nutze momentan dort das Profil eines JTM-45, das ist sozusagen die Urmutter der grossen Marshall Verstärker, auf diesen Teilen haben all die Grossen damals in den 80ern gespielt und der Klang ist einfach genial. Zwischen Gitarre und Verstärker liegt noch ein MXR Distortion III Pedal, das den Ton perfektioniert.

Lerntechnisch habe ich mich in einen Workshop eingekauft, der als Thema “Neoclassical” hat, also klassische Strukturen auf neue (Rock)-Musik umgebogen. So ganz Malmsteen halt :-) Das Ganze ist zwar noch weit über meinem Fähigkeits-Level, aber ich liebe diese Art von Musik halt einfach und es ist die perfekteste Schulung die man sich vorstellen kann.

Da wir nebst all dem aber vorallem Zweisamkeit leben möchten, ist die Zeit immer etwas rar und deshalb habe ich mich jetzt so eingerichtet, dass ich morgens vor der Arbeit 30-60 Minuten zuhause spiele, dann in der Mittagspause nochmal etwa 30 Minuten und am Abend dann nur noch so es bitzeli zwischendurch. Juliet wiederum findet am Nachmittag etwas Zeit und so haben wir den Abend frei fürs gemütliche Sofa-kuscheln.

gp-lp-st-13-1Juliets Gitarren-Kram

Mit Juliet war’s echli kompliziert, bis wir ihren Ton hatten. Die Gute hat ja sowas von enge Vorstellungen, wie ihre Gitarre klingen soll und zwar genau so wie unsere Lieblings-Rockband “Thunder”. Und da war uns ihre Ibanez Gitarre, so cool diese auch ist, irgendwie keine grosse Hilfe. Die Suche dauerte lang und sie war holprig, aber schlussendlich fanden wir dann doch die richtige Gitarre, eine Gibson Les Paul Studio 2013 in schickem weiss. Zusammen mit dem Kemper ist nun auch sie zufrieden und das will was heissen ;-)

Ein ganzer Tag voll mit dröhnendem Hardrock

Und dann war ja noch der Sonntag, an dem wir uns acht Stunden lang mit Hardrock volldröhnen konnten. Gerade mal eine Station mit dem Bummler-Zug entfernt von uns fand das “Rock the Ring” Open-Air statt, das nebst verschiedenster Musik am Sonntag beglückenderweise einen Rock-Tag einlegte. Krokus, China, ZZ-Top und ein paar Andere spielten vom Mittag bis Abend Rock resp. Hardrock, halt so ganz unsere Musik. Vorallem Krokus, das Urgestein der Schweizer Hardrock-Szene war ein Genuss für sich und auch der Grund, weshalb wir überhaupt dahin gingen. Und es hat sich gelohnt, aber sowas von! Ich bin ja mittlerweile ein schaurig altes Weib mit 47 Jahren und obwohl ich in jüngeren Jahren regelmässig an Rockkonzerte ging, muss ich gestehen, dass ich die letzten Jahre kaum noch in diesen Genuss kam – zu alt, zu faul, was weiss ich. Wenn eine Band nicht grad bei uns im Dorf spielt, scheint es mir zu mühsam, dahin zu tingeln und bei uns im Dorf läuft halt nunmal selten bis gar nie Hardrock – mit Ausnahme des “Hard Wretches” Konzert in unserem Stamm-Pub, über das ich glaubs hier schonmal geschrieben hab. Und vorallem ist es gefühlte tausend Jahre her, dass ich das letzte Mal an einem Open-Air war. Und mir wurde deutlich bewusst, wieviel mir da eigentlich fehlte. Die Stimmung ist an so einem Anlass einfach Wahnsinn. Den ganzen Tag an der Sonne herumlümmeln, feine Fackelspiesse mampfen, kühles Bier trinken und die ganze Zeit mit ohrenbetäubendem Rock-Sound zugebrettert zu werden ist einfach etwas Unbeschreibliches. Für uns ist klar, falls dieses Festival nächstes Jahr wieder einen Rock-Sonntag einlegt, werden wir da sein, ich schwör ;-) Wer etwas von der Stimmung miterleben möchte, hier ein kurzes Video…….

Hörbücher – was für ein Genuss

Ich glaub es war im vorletzten Blogbeitrag, als ich davon erzählte, dass ich angefangen habe, mir Bücher vorzulesen. Ne, nicht weil ich zu alt bin um noch klar sehen zu können sondern einfach weil es praktisch ist. Egal ob ich in der Mittagspause in meinen Teller gucke oder nachhause stöckle, ich kann mir dabei vorlesen lassen und das macht unheimlich Spass, vorallem wenn man so gruseliges Zeug von Stephen King liest. Nach “Carrie”, “Puls” und “Briefe aus Jerusalem” von Stephen King, “Das Böse in uns” von Cody McFadyen und einigen kürzeren Hörspielen, ist jetzt die Kurzgeschichten-Sammlung “Im Kabinett des Todes” von Stephen King dran und die Liste der noch zu lesenden resp. vorzulesenden Büchern wächst schneller als ich zuhören kann. Ich kann diese Art zu lesen wirklich wärmstens empfehlen, nicht nur für Faultiere sondern auch für Leute, die einfach gern abschalten beim Lesen. Ich habe den Eindruck, dass ich mich viel besser auf den Inhalt konzentrieren kann, wenn mein Hirn nicht mit Lesen beschäftigt ist, es ist irgendwie wie TV-kucken mit geschlossenen Augen, der Film läuft dann im Kopf. Und Hörspiele sind natürlich eh der Kracher, mit Hintergrundmusik und Geräuschen und all dem, aber die sind meistens recht kurz und es gibt auch nicht allzuviel, vorallem im Gruselbereich.

Endlich Sommmerferien – und tschüss

So und zuguterletzt das Wichtigste, unsere Sommerferien haben soeben begonnen – wohl einer der Hauptgründe, dass ich mir endlich mal wieder die Zeit genommen habe, hier was zu kritzeln. Zwei Wochen haben wir jetzt Zeit zur Erholung. Mitte Woche fliegen wir nach Köln um einen Freund zu besuchen, am Freitag geht’s dann weiter nach Hambuisch zu Juliets Mama und Lars (die ich wahnsinnig vermisse) und Anfang übernächste Woche geht’s wieder heim und wir erholen uns ein paar Tage auf dem Sofa oder machen kleinere Ausflüge, mal kuckn wo’s uns hintreibt.

Joh, das wär’s dann mal wieder gewesen, ich hoffe, dass es nicht wieder ein halbes Jahr geht, bis ich zum schreiben komme, aber versprechen kann ich nix, wir haben ja jetzt Fenders und Gibsons und Kempers und überhaupt ist das Leben einfach zu schön um es mit Rumtippen zu vergeuden ;-)

Achja falls GitarristInnen hier mitlesen: Rechts im Menü dieses Blogs ganz oben hat’s einen neuen Menüpunkt namens “Gitarren“, da findet Ihr ein paar genauere Infos über unseren Gitarren-Kram – das wird gelegentlich noch verfeinert und bebildert.

Diana im Gitarren-Himmel

Wie hier im letzten Blogbeitrag versprochen, hier noch die neusten Neuigkeiten aus unserer Gitarren-Welt…….

Diana im Gitarren-Rausch

Es kam natürlich wie es kommen musste – wie immer, wenn ich etwas tue, dann mach ich das in der Regel voller Enthusiasmus und wenn ich es auch noch gern mache, dann kann das auch ins Exzessive ausufern – und so kam es eben auch mit der Gitarren-Spielerei.
Meine neue Gitarre hat mich richtiggehend süchtig gemacht und so wird mein tägliches Denken und Handeln in vielerlei Hinsicht stark vermusifiziert. Und das ist gut so, denn das Musizieren hat mir die letzten paar Jahre arg gefehlt und es wurde höchste Zeit, dass ich wieder einen Draht zur Muse finde.

Juliets neue Klampfe

iban320pgsklMittlerweile sind unsere Ausrüstungen komplett, Juliet hat sich eine neue Gitarre gekrallt (eine Ibanez RG 320 PG), weil ihre Gichtfingerchen mit dem Gitarrenhals der Squier-Strat nicht klar kamen. Das kam irgendwie lustig zustande, wir waren vor einigen Wochen an einem Flohmarkt/Ausverkauf unseres lokalen Gitarren-Dealers und als wir uns dort schlau machten betreffend Juliets Pfötchen-Problem, wurde uns gesagt, dass wir nicht die einzigen sind, die mit dem relativ dicken Hals einer Stratocaster Probleme haben – wir sollten für Juliet was suchen das flacher ist – und genau sowas stand da so sinnlos rum, eben diese Ibanez, mit einem ultraflachen sogenannten Wizard-Hals – und siehe da, die lag viel besser in Juliets Hand und dann hat das Teil auch noch einen monströsen Killer-Sound der für Hardrock einfach perfekt ist – und das Teil war 50% runtergeschrieben – naja, kann man da noch nein sagen? Sagten wir natürlich nicht und deshalb dackelten wir dann halt mit einer neuen Gitarre unter dem Arm nachhause. Das ist irgendwie wie beim Schuhe kaufen, egal was man sucht, selbst wenn man gar nix sucht, man findet garantiert etwas Anderes und wird damit noch glücklicher :-)

Gitarren-Effektgeräte

dodyjm308bIch meinerseits habe mir noch das ultimative Gitarren-Effektgerät zugelegt, einen Booster namens DoD YJM308, ebenfalls wieder eine Spezialanfertigung für meinen Gitarren-Gott Malmsteen und damit habe ich definitiv den perfekten Sound. Das Teil ist unterdessen eine Rarität, weil es nicht mehr hergestellt wurde, aber ich konnte über eBay aus dem Amiland eins ergattern.

Doch dann kam vorerst Ernüchterung, es gab kein Netzteil dazu, also besorgte ich mir eins das ich für passend hielt, das natürlich nicht funktionierte und so kam die Befürchtung auf, dass ich jetzt zwar endlich mein ersehntes Effektgerät hab, dieses aber nie hören werde *grmpf*.

Um allfälliger Totalfrustration vorzubeugen, bestellte ich mir dann halt meinen zweiten Favorit, ein “MXR Distortion III“, das ebenfalls einen traumhaften Klang hat. Mit derselben Bestellung wagte ich nochmal einen Versuch mit einem weiteren Netzteil für mein DoD und siehe da, das funktionierte tatsächlich und so habe ich halt jetzt zwei so Dinger. Aber lieber zwei als keins, also bin ich nun im Frieden mit dieser Welt :-)

Das Wunder der Plektrumse

vpickpsychoUnd als ob das alles noch nicht genug wäre, fand ich eher zufälligerweise einen Plektrum-Hersteller, der alles in den Schatten stellt, was es je gab in der Welt der Plektrumse :-) Was zum Kuckuck ist ein Plektrum, wird sich der geneigte Leser nun fragen. Nun, wenn man elektrische Gitarre spielt, macht man das in der Regel mit einem kleinen Plastik-Plättchen, das nennt sich Plekrum oder auf englisch Pick. Plektrumse ist übrigens natürlich die falsche Mehrzahl, das heisst korrekterweise Plektren, aber das ist ein Running-Gag bei uns zuhause, seit wir uns bei einer TV-Werbung kaputtgelacht haben über einen Jungen, der Lexikon in die Mehrzahl setzte mit dem Wort “Lexikonse” :-) Ähm, wo waren wir? Ahja die Plektrumse. Also, normalerweise kostet so ein Plektrum 1-2 Dollar, ist ja nur ein Stück Plastik, denkt man, wenn man’s nicht besser weiss. Und ich weiss es nun besser und hab nun ein paar aus dem Amiland bestellt, die bis zu 15 Dollar pro Stück kosten. Wer nun denkt, das sei viel, der denkt eben falsch, denn erstens kann man so Plektrumse monatelang spielen und im Vergleich zum restlichen Equipment sind die geradezu Peanuts – wichtiger ist aber, dass man mit diesen “V-Picks” viel sauberer und schneller spielen kann, weil sie einiges dicker sind. Die gleiten über die Saiten als wären sie in Öl gebadet, schon nach wenigen Tönen war ich mir gewiss: Ich werde nie, niemals nie nicht wieder andere Plektrumse benützen als die. Nach längerem Herumexperimentieren mit ein paar dieser Plektrumse, habe ich meinen vorläufigen Favorit gefunden – und es wundert mich irgendwie nicht so wirklich, dass es ausgerechnet das Modell “Psycho” ist :-)

Wenn der Computer mit-musiziert

audacity2Während meines Sturmfrei-Weekends (siehe letzten Blogbeitrag) nutzte ich die Zeit unter Anderem dafür, herumzuexperimentieren, wie ich den Gitarrensound auf den PC übertragen kann. Das klappte besser als erwartet, ich kann vom Kopfhörer-Ausgang des Verstärkers direkt in den Mikrophon-Eingang des PCs gehen und von dort aus wiederum das Endresultat am TV anhören – und ich kann mich selbst auf dem PC aufnehmen und später in Ruhe hören, was ich da für einen Käse zusammengedudelt hab. Soweit ist das wenig spektakulär, aber man kann ja immer noch einen draufsetzen und das funktioniert etwa so: Zu einem meiner Effektgeräte habe ich ein Mix-Programm namens “Audacity” bekommen. So ein Mix-Programm dient dazu, Musik auf mehreren Spuren aufzunehmen. Ich kann also etwas spielen und aufnehmen, dann das Gespielte abspielen und dazu eine weitere Stimme dazu aufnehmen.

Ich und “meine Band”

Oder was für mich viel interessanter ist: Es gibt im Internet und im Speziellen auf youTube eine Unzahl an sogenannten BackingTracks, das ist Musik, bei der die Hauptstimme fehlt. Bei Gitarren-BackingTracks fehlt also die Lead-Gitarre. Solche BackingTracks habe ich heruntergeladen, in dieses Mix-Programm eingespiesen und kann nun zu diesen Songs dazuspielen und mich dabei aufnehmen, als Resultat erhalte ich dann eine Musikdatei, auf der ich zusammen mit dem Rest erklinge, als hätte ich mit einer Band zusammen gespielt. Ok das nur im weitesten Sinn, denn bisher bin ich immer noch in einer Phase, in der ich zwar klinge, aber nicht im Geringsten so wie ich müsste, ergo klingt dann der Mix so als würde eine Band spielen und die Lead-Gitarristin würde sturzbetrunken auf der Gitarre herumtanzen oder so. Aber auch das ist egal, denn vorerst geht’s mir darum, gute Übungsmöglichkeiten zu haben und vorallem durch nachträgliches Hören herauszufinden, wo es bei mir am ehsten happert. ABER – wenn ich so weitermache wie bisher, könnte es gut sein, dass ich Euch schon in wenigen Monaten erste Songs vorspielen kann, drückt mir die Daumen, ich drück währenddessen die Saiten ;-)

Und ein Zauberer als Gitarren-Lehrer

Wie bereits in einem früheren Blogbeitrag erwähnt, mache ich diesmal nicht mehr denselben Fehler und tüdle da einfach auf der Gitarre rum ohne zu wissen, was ich da eigentlich tue. Anstelledessen versuche ich hartnäckig ein Fundament aufzubauen, das mich in die Lage versetzt, auch zu wissen, was ich da spiele, denn ohne diesem Wissen tüdelt man halt wirklich nur einfach vor sich hin und wirklich coole Gitarrenspielerei ist erst möglich, wenn man das Griffbrett im wahrsten Sinn des Wortes im Griff hat. Auf der Suche nach guten Lernmöglichkeiten fand ich auf youTube den genialsten Gitarrenlehrer der Welt – zumindest für mich – denn erstens bietet dieser unglaublich logische Lernsegmente, die überschaubar sind und einem schnell vorwärts bringen – und zweitens macht er das mit mega guten Videos – und drittens und fast am wichtigstensenst oder so: er hat ein hammermässiges Talent, einem zu motivieren und einem Mut zu geben, dass man selbst das Unmögliche schaffen kann, wenn man denn nur hartnäckig in kleinen Schritten auf ein grosses Ziel zuläuft. Dieser Maestro nennt sich “Wizard of Shred”, Wizard bedeutet Zauberer und damit hat er irgendwie Recht – und Shred lässt sich nicht wirklich wörtlich übersetzen, so nennt man einfach diese Gitarrenzupferei im Überschalltempo. Und damit beenden wir für heute und ich überlasse Euch hörender- und staunenderweise dem Wizard of Shred – enjoy :-)

Aber so schön dieses Intro auch klingt, davon muss ich noch ne Weile die Finger lassen und weiterhin schön brav Tonleitern lernen. Dafür habe ich des Zauberers besten Kurs namens “Fredboard Freedom” (Griffbrett-Freiheit) gekauft, in dem er einem das mir bisher unmöglich scheinende Unding lernen kann, nämlich alle gefühlten 7 Milliarden, also real gute hundert Töne auswendig zu lernen. Dass das geht, zeigt der Wizard in nachfolgendem Video eindrücklich (man beachte, wie er nach ca 20 Sekunden mit Reden beginnt ohne mit dem Spielen aufzuhören, DAS ist Fretboard-Freedom :-)

…. und wenn ich mal soweit bin – nein, werde ich nicht während dem Gitarre spielen plappern – sondern mit eben so Liedern beginnen, wie in obigem Intro – und dann so Malmsteen-Zeuchs – und dann habe ich meinen Seelenfrieden ;-)

Ferien, Hörbücher, Gitarren und die olle Bloggerei

Ja hallo da draussen, uns gibt’s imfall immer noch, nur geht’s uns halt einfach zu gut um unsere Zeit mit Bloggen zu vertrödeln – naja das stimmt nicht so ganz, denn ich plane mal wieder ein neues Blog, aber mal alles der Reihe nach……

Diana im Gitarren-Rausch

Hier begann eine “kurze” Schilderung der neusten Neuigkeiten aus unserer Gitarren-Welt, aber weil das “kurz” halt irgendwie doch nicht so kurz geraten ist, habe ich das in einen eigenen Blogbeitrag verschoben, den ich demnächst nachliefere – nur soviel in Kürze: Ich bin echt im 7. Himmel was die Gitarren-Zupferei anbelangt, wir haben mittlerweile eine fast perfekte Ausstattung und dank regelmässigen wenn auch jeweils kurzen Übungseinsätzen geht’s mit meinen Fähigkeiten aufwärts wie eine Rakete. Man kann’s zwar nachwievor noch nicht Anderen zumuten, aber es kommt guuuuut – und wir wissen ja, der Weg ist das Ziel und wenn der Weg soviel Spass macht, ist das Ziel längst erreicht :-)

Richtige Ferien finden in der Horizontalen statt

Vor zwei Wochen begann unsere letzte Ferienwoche dieses Jahres, die war eigentlich nicht spektakulär, wir lagen da nur so rum und so, aber trotzdem wollen wir das ja nicht verschweigen, gelle ;-) Begonnen hat diese Ferienwoche mit einem Sturmfrei-Weekend für mich. Juliet war von Freitag bis Montag in Deutschland um dort ihr Patenkind mal wieder zu besuchen und so war ich mal wieder ein Wochenende lang allein und konnte tun und lassen was ich will – und das hat echt gut getan. Auch wenn das Leben zu zweit tausend mal schöner ist als alleine, so macht es trotzdem Spass, zwischendurch mal wieder für kurze Zeit allein zu sein. Konkret bedeutete das, viel Gitarre spielen, Monster kloppen in Computerspielen und gaaaaaanz gruselige Horrorfilme kuckn :-)

Als Juliet wieder zurück war, gönnten wir uns mehr oder weniger eine grosse Ruhepause. Nach monatelanger Ackerei tut es einfach gut, mal ein paar Tage nichts Anderes zu tun als blöd rumzuliegen, zu plaudern, TV zu kuckn, Musik zu hören und einfach die Welt um uns rum mal ein wenig zu vergessen. Am Donnerstag waren wir noch mit meinen Eltern auswärts essen, ansonsten war eben Herumliegen angesagt – sehr zur Freude unserer Katzen, die unsere ständige Anwesenheit mehr als nur beglückte.

Man kann imfall auch mit geschlossenen Augen lesen

Ja, das kann man wirklich, sofern man anstelle eines Buches ein Hörbuch kauft – und das macht saumässig Spass, wie ich feststellen musste. Obwohl ich eigentlich gern lese, mach ich das eher selten, weil mir halt einfach die Zeit dazu fehlt. Nur in der Mittagspause lese ich meist während dem Mampfen vor mich hin, meistens Gruselkram von Stephen King. Kürzlich stolperte ich über das Stichwort “Hörbuch” und dachte mir, ich müsste das doch mal probieren. Als Testprojekt wählte ich ein Hörspiel von Horror-Gott “Clive Barker” namens “Moloch Angst” aus seiner Mystery-Serie “Hörspiele des Blutes”. Wer gut aufgepasst hat, hat’s bereits gemerkt, das war kein Hörbuch sondern ein Hörspiel. Der Unterschied liegt darin, dass ein Hörbuch einfach von jemandem vorgelesen wird, während ein Hörspiel von mehreren Lesern vorgelesen wird und das Ganze mit Hintergrundgeräuschen und Musik untermalt ist – das ist etwa so wie wenn man ohne Bild TV kuckt. Und das hat’s echt in sich, es war zwar nur eine Kurzgeschichte von einer Stunde Dauer, aber es ist echt cool. Abgesehen davon ist es gerade während dem Mittagessen einfach praktisch, wenn ich den Blick in meinen Futternapf gerichtet lassen kann, während ich “lese”. Das Ganze hat soviel Spass gemacht, dass ich den soeben neu erschienene Roman “Doctor Sleep” von “Stephen King” gleich als Hörbuch kaufte (ein Hörspiel gibt’s davon leider nicht). Dieses Hörbuch dauert dann auch gute 20 Stunden, womit meine Mittagspausen für die nächsten paar Wochen aufgepeppt sein dürften. Ich kann Euch das nur empfehlen, wer ein eBook oder Kindle oder sowas hat, soll sich mal so ein Hörbuch kaufen ;-)

Schon wieder die bekloppten Iren

Jauh und morgen geht’s wieder mal ins Pub, weil unsere Lieblings-Irish-Band “No Crows” zum dritten Mal dort auftritt und ich alles verpassen könnte ausser dieser Band. Abgesehen davon, dass deren Musik einfach der Kracher ist und sie Stimmung aufkommen lassen, die einem einfach mitreisst, ist da auch ein Geigenspieler mit von Partie, der mindestens so gestört spielt, wie wir zwei sind. Spasseshalber nenne ich ihn den Teufelsgeiger, in Anlehnung an den klassischen Komponisten und Geigen-Virtuosen Niccolo Paganini, der den Übernamen “Teufelsgeiger” bekam, weil er so irrsinniges Zeuchs spielte, das kaum jemand nachspielen konnte. Von diesem Geiger namens Oleg Ponomarev bin ich seit dem ersten Auftritt geradezu Fan, warum kann in diesem Video nachvollzogen werden, Oleg ist der rechts auf der Bühne.

Und die olle Bloggerei

Es zeichnet sich immer mehr ab, dass meine Bloggerei zumindest in dieser Form am verebben ist. Gründe dafür habe ich ja schon öfters anklingen lassen, kurz zusammengefasst ist es einfach so, dass aus meinem persönlichen Leben einfach nicht viel zu berichten ist, weil mein Leben so schön unspektakular und ruhig geworden ist. Das ist das Beste was mir passieren konnte, aber es ist für die Bloggerei halt nicht förderlich. Aus meinem Leben gibt’s also nur noch wenig zu erzählen und alle Themen die mich sonst interessieren (so öko-politisches Zeuchs) ist fast ausnahmslos mit Ärger verbunden und darauf hab ich einfach kein Bock mehr. Ich will mein neues Leben geniessen und das kann ich nicht in gebührendem Mass, wenn ich mich ständig mit Politik und so Müll beschäftige. Ich brauchte lange, bis ich an diesem Punkt war, viel zu lange konnte ich es einfach nicht lassen. Aber langsam funktioniert mein mir neu verordneter Egalismus und dabei soll es bleiben. Mein Alltag besteht nun vorallem aus dem Leben selbst, der Liebe (und davon haben wir ne ganz schöne Menge füreinander) und der Musik. Da liegt der Sinn meines Lebens! Ergo wird es hier im Blog vermutlich weiterhin so spärlich zuundhergehen wie die letzten Monate. Aber Euch allen sei gesagt: Je weniger Ihr hier von mir hört, umso besser geht es mir ;-)

Aber bekanntlich kann man das, was einem von innen her antreibt, ja nicht so ganz lassen und das Schreiben gehört halt nunmal zu den Dingen, die in mir drin sind und aus mir raus wollen. Und da es eigentlich nur ein Thema gibt, worüber ich schreiben möchte und das mich gleichzeitig nicht aufreibt – die Musik – bin ich ernsthaft am überlegen, ein neues Blog zu eröffnen, das sich mit dem Gitarre-Spielen beschäftigt. Es war mir immer ein Anliegen, mein Wissen oder meine Erkenntnisse mit Anderen zu teilen, also warum nicht so etwas? Der Weg von der Gitarren-Amateuse hin zu einer richtigen Gitarristin ist weit und schwer und es juckt mich schaurig, diesen Weg den ich da beschreite, mit der Welt zu teilen, um Anderen Impulse geben zu können, die ihnen auf ihrem Weg auch helfen. Hatten wir ja glaubs schon, gäll ;-)

Mit anderen Worten, hier in diesem Blog werde ich wie in letzter Zeit nur noch spärlich zusammenfassend aus meinem Leben berichten oder wenn etwas schaurig Wichtiges geschieht, natürlich entsprechend aktuell und umfangreich und falls mich in der Welt da draussen sonst was genug berührt, dass ich mich zum Schreiben genötigt fühle, werde ich auch hie und da mal wieder meinen Senf zu sonderlichen Dingen abgeben, aber ansonsten halte ich mich zurück – zugunsten meines Privatlebens – und vielleicht zugunsten einer neuen Mission, dem Tagebuch einer werdenden Gitarristin oder so :-)

Man hat nie genug Schuhe äh Instrumente

Schon oft musste ich energisch betonen, dass eine Frau NIE genug Schuhe hat, das ist für Euch ja nichts Neues. Aber Schuhe sind nicht die einzigen Dingens, von denen man nie genug haben kann, dasselbe gilt nämlich auch für Musikinstrumente. Ihr erinnert Euch vielleicht noch an meine Euphorie letztes Jahr, als ich mir ein elektronisches Cello kaufte, in der wirren Hoffnung, ich könnte das lernen? Naja, konnte ich nicht, aber das soll heute nicht das Thema sein, denn heute möchte ich mein neustes Lieblings-Dingens vorstellen, eine elektrische Gitarre, die ich vorerst mal liebevoll “Fury” (Furie) nenne……. und das kam so……..

….. das wär ein guter Zeitpunkt, Bier und Popcorn zu holen, das dürfte sich mal wieder hinziehen ;-)

Wer mich gut genug kennt, ist bezüglich meiner Schuhleidenschaft äh Musikleidenschaft ja schon öfters verwirrt worden, denn im Laufe meines Lebens habe ich eine beachtliche Anzahl an Instrumenten gekauft, mit mehr oder weniger Erfolg gelernt und dann irgendwann zur Seite gestellt. Das klingt etwas sinnbefreit, aber ich würde nicht einen dieser Käufe bereuen, denn all diese Instrumente bescherten mir unzählige Stunden Lebensfreude und das Musizieren war in vielen Lebensphasen ein unglaublich befreiendes Ventil, durch das ich meine Gefühle umsetzen konnt – selten gut, aber oft mit viel Spass.

Eine zwanzigjährige Reise durch die Welt der Instrumente

Es begann vor einem Vierteljahrhundert mit meiner ersten elektrischen Gitarre, die ich im Alleingang lernte – oder eben auch nicht – und die dann irgendwann abgelöst wurde durch Blues-Harps (Mundharmonika). Diese spielte ich mehrere Jahre, diesmal sogar recht erfolgreich, hatte in dieser Zeit ständig welche in der Jacke und trötete mir bei jeder sich bietenden Gelgenheit das Herz aus dem Leib. Aber irgendwie waren die BluesHarps nicht so ganz das Richtige und so kam dann halt doch irgendwann wieder das Gitarren-Fieber.

Elektrische Gitarren sind abgesehen von aus meiner Sicht nahezu unspielbaren Streichinstrumenten die Königinnen unter den Musikinstrumenten, also kaufte ich mir dann halt eine richtig gute Gitarre, eine königsblaue Levinson Blade. Mit der ging’s dann erstmals so richtig los, ein paar Jahre lang begleitete sie mich, ich nahm sogar lange Zeit Gitarrenunterricht, lernte dabei viel und kam doch irgendwie nie auf einen grünen Zweig. Das Problem dabei war, dass ich – um meinen damaligen Lehrer zu zitieren – die Gitarre in der Hand hielt wie eine Axt. Sei lockerer, ermahnte er mich Woche für Woche, nur um mitzuerleben, wie sich meine Finger noch mehr ins Griffbrett bohrten. Schlussendlich kam es wie es kommen musste, da meine Lernkurve eben aufgrund dieser Verkrampftheit stagnierte, verlor ich die Freude und hatte nun einen weiteren Gegenstand der herumstand.

Während einer Amerikareise kam dann mal noch eine indiansche Flöte dazu (eine red-cedar flute), die aber auch nicht so ganz das Richtige war.

Und dann kam diese ominöse Schottlandreise, die mich mit dem Pipe-Fieber infizierte und so gings dann halt weiter mit einer Great Highland Bagpipe, einem schottischen Dudelsack. Etwa zwei Jahre nahm ich Unterricht in einer Pipes and Drums Band, übte so um die zehn Stunden pro Woche, wurde immer besser und war schlussendlich schon fast Band-tauglich – und dann ging’s mit “meinen Weg” los, der soviel Energie, Zeit und Aufmerksamkeit absorbierte, dass ich die Pipes niederlegen musste – und da liegen sie nun seit diesem Tag.

Tja und dann war eben letztes Jahr das eCello an der Reihe, aber wie befürchtet habe ich mich damit total übernommen, es machte zwar Spass, aber mir fehlt das Talent und die Geduld dazu und ein in der Kindheit gebrochener linker Ringfinger verunmöglichte präzises Spielen, also war wieder ein Instrument bereit für die Ruhmeshalle.

Die eGitarre, die Königin unter den Instrumenten

Aber so ganz ohne Instrument geht es bei mir einfach nicht. Musik ist mein halbes Leben, sei es mit Hören oder sei es eben mit Spielen. Und Letzteres fehlte mir halt einfach schaurig. Und so kam es dann halt, dass es mich wieder packte und diesmal zog es mich nicht zu neuen Ufern sondern wieder back to the roots, zurück zur Gitarre. Nun muss ich kurz erklären, was mich an Gitarren immer so fasziniert hat. Einerseits liebe ich Gitarren, wenn sie so richtig schreien, also im Stil eines Carlos Santana und ähnlichem. Eine Gitarre muss schreien und jaulen, muss weinen und jammern, dann berührt sie mein Herz wie kaum etwas Anderes. Auf der anderen Seite liebe ich Rock-Musik und im speziellen alten Heavy-Metal und im noch spezielleren sogenannten Neoclassical-Metal, das ist eine Art Metal (Hardrock) der sich an klassischer Musik orientiert. Klingt wirr? Isses auch – aber es ist coooooooool und zwar sowas von :-)

Yngwie Malmsteen – der Gitarren-Gott des Neo-Classical

Schon seit einer Ewigkeit bin ich total Fan von einem Schweden namens “Yngwie J. Malmsteen“. Er war zumindest in meiner Wahrnehmung der Erste, der harten Heavy-Metal in perfekter Weise mit Klassik verschmolz. Yngwie spielte schon als Kind täglich stundenlang auf der eGitarre Metal, Bach- und Paganini-Stücke, die selbst für Violinisten eine Herausforderung wären und er spielt diese unglaublich schnellen und schwierigen Songs mit einer noch unglaublicheren Leichtigkeit, die einem einfach in Verzückung geraten lässt. Durch ihn lernte ich eben dieses Neo-Classical kennen und lieben. Wenn jemand ein mir bekanntes und von mir geliebtes Bach-Stück, das eigentlich für Violinen geschrieben wurde, auf einer elektrischen Gitarre hinbrettert, dann krieg ich vor lauter Verzückung Augen wie ein Kleinkind beim ersten Zoobesuch. Tja und ebendieser Malmsteen hat’s mir in letzter Zeit wieder schaurig angetan und so nahm das Schicksal seinen Lauf.

Diana kriegt Yngwie’s Gitarre :-)

Nun ist es so, dass es viele Gitarrenhersteller gibt, aber vorallem zwei Hersteller schwimmen oben auf, einerseits Gibson und anderseits Fender. Zweitere hat seit Urzeiten ein Klassiker-Modell das sich Stratocaster nennt. Diese von Fans liebevoll “Strat” genannte Gitarre ist sehr verbreitet, wegen ihres relativ zarten Klangs aber weniger bei Hardrockern – es sei denn in überarbeiteter Form. Man findet öfters Rock-Gitarristen die eine Strat spielen, die aber andere Tonabnehmer (Pickups) drin hat, eben solche die so richtig kreischen können – oder sie ergänzen den Klang mit Effektgeräten und kräftigen Verstärkern um den für Rock nötigen Donner hinzukriegen. Auch Yngwie spielt meist auf einer Strat und natürlich hat auch er das Teil umgebaut. Und jetzt kommt’s :-)

Die Firma Fender hat schon ein paar mal sogenannte “Signature Series” herausgegeben. Das Prinzip läuft so, dass sie Top-Gitarristen wie beispielsweise Eric Clapton fragen, wie eine gute Strat in seinen Augen sein muss, dann bauen sie genau so ein Modell, pressen sein Autogramm auf die Gitarre und geben sie dann als “Clapton-Strat” oder was auch immer heraus. Und genau das haben sie schon vor einigen Jahren mit Malmsteen gemacht. So entstand die Malmsteen-Stratocaster, die nicht nur ultra-krasse Tonabnehmer drin hat (früher DiMarzio und neuerdings Seymour Duncan) sondern nebst kleinen Veränderungen vorallem ein sogenannt “scalloped” Griffbrett, bei dem die einzelnen Bünde sozusagen ausgefräst wurden. Der Effekt dabei ist, dass man beim Spielen die Finger nicht mehr bis aufs Griffbrett durchdrückt sondern die Finger samt Saite sozusagen in der Luft schweben. Das hat zur Folge, dass man viel weniger drücken muss, eigentlich reicht eine sanfte Berührung und schon geht die Post ab – es bedeutet aber auch, dass der Ton sich grässlich verzieht, wenn man auch nur ein klein wenig zuviel drückt.

Und als ich das kürzlich diesen Bericht sah, wurde mir schlagartig klar, dass genau so eine Gitarre das ist, was ich brauche – eine Gitarre die mich zwingt, sanft zu drücken. Das Problem früher war eben, dass ich es zwar immer versuchte, nach wenigen Tönen aber wieder im alten Muster herumquetschte und es erst merkte, wenn mir die Finger weh taten. Aber eine Gitarre, die mich anmeckert sobald ich was falsch mache, das klingt geradezu perfekt für mich – und wenn ich dadurch auch noch deutlich schneller werden kann……… und so träumte Diana halt wieder los.

Diana im Malmsteen-Fieber

Tja, nun hab ich sie seit ein paar Wochen – und bin sowas von glücklich, das kann man sich nicht vorstellen. Diese Strat klingt dank der ultra-krassen Tonabnehmer wirklich genial und das Griffbrett hält genau das was ich mir versprochen habe. Schon jetzt, nach einem knappen Monat üben, spiele ich bereits viel lockerer und schneller als damals und das trotz jahrelanger Pause. Das Ding ist echt Wahnsinn, ein Traum von einer Gitarre :-) und das Geniale ist so ganz nebenbei, dass ich eine eGitarre mit Kopfhörer spielen kann, was gerade in Anbetracht meiner aktuellen täglichen Fingerübungen Juliet seeeeehr entgegenkommt ;-)

Warum meine Strat eine Furie ist

Wer sich am Beginn dieses Beitrags verwirrt gefragt hat, warum ich eine Gitarre Fury nenne, der kriegt jetzt eine Antwort darauf, denn jetzt wird’s Zeit für den technischen Quatsch, der vermutlich nur noch Gitarristen interessiert. Denn diese zauberhaften Tonabnehmer die der Gitarre den typischen Malmsteen-Sound geben, sind von der Firma Seymour Duncan und sie sind ebenfalls Sonderanfertigungen für den Gitarrengott Malmsteen. Und weil eine seiner bekanntesten Platten “Fury” hiess und er so furios spielt, haben sie einen der drei Humbucker-Tonabnehmer eben Fury getauft. Zusammen mit zwei ebenfalls für Yngwie entwickelten YJM-Singlecoils hat man die perfekte Sound-Basis.

malmifret1Am Aussergewöhnlichsten ist wie bereits erwähnt das scallopte Griffbrett und als ob das noch nicht genug wäre, wurde das Griffbrett auch mit richtig fetten (dick und hoch) Bünden (Dunlop super jumbo frets) ausgestattet. Auch Ritchie Blackmore spielt übrigens auf scallpotem Griffbrett, aber in seiner Version sind nur die hohen Tone scalloped, der Rest normal. Jedenfalls ist diese Kombination aus vertieftem Griffbrett und erhöhten Bünden einfach genial zum spielen, die Seiten berühren so nie mehr das Griffbrett sondern liegen schon bei sanftestem Druck auf den Bünden auf.

Gitarren-Interessierten empfehle ich diesen Review, der gab mir persönlich auch den letzten Schubs ;-)
YouTube: Fender Yngwie Malmsteen Stratocaster MN VWT Upgrade

Übung macht die Meisterin

Entgegen meinen früheren Gewohnheiten mache ich jedoch jetzt den fatalsten Fehler nicht mehr. Ich übe seit Wochen die wildesten Dinge, aber ich spiele nicht ein einziges Lied. Alles was ich tue sind Fingerübungen und Techniken in Zeitlupe durchspielen um das “Fingergedächtnis” zu trainieren und mir die nötige Sanftheit anzueignen. Früher spielte ich einfach drauf los ohne eine richtige Basis zu schaffen, nun läuft es umgekehrt, ich spiele nicht sondern erarbeite mir ein anständiges technisches Fundament – und dann wird erst losgespielt, dann aber richtig :-)

So und jetzt muss ich wieder üben gehen – und da ich noch ein paar Jahre brauche bis man mein Gequietsche hören kann, stelle ich “meine Fury” mit diesem Video vor, denn hier spielt der Gitarrengott wie mir scheint genau dieses Modell in genau meiner Farbe…. enjoy ;-)

und weil’s so schön ist, hier noch ein Video aus der guten alten Zeit, als er und ich noch jung und knackig waren und er mit seinen coolen Outfits so richtig den Bach raushängen liess :-)

und wer jetzt immer noch nicht genug hat und Yngwie mal etwas auf die Finger sehen möchte, der soll hier reinschauen – aber Vorsicht, da herrscht akute Schwindelgefahr ;-)

Sinnliche Architektur der Musik – Pink Floyd

Musik kann viel mehr sein als eine nette Melodie und eine Ansammlung von harmonierenden Tönen, Musik kann Klangmalerei sein, sie kann Welten entstehen lassen und einem dahinein führen. Musik ist dann perfekt für mich, wenn sie mich entführen kann, das gibt es nicht oft.

Pink Floyd gehört zu den Bands, die das seit je her konnten, ihre Art Musik zu schreiben ist mit Architektur vergleichbar, perfekt bis in die letzte Note. Sie gehörten zu den Ersten die in hoher Qualität Synthesizer eingesetzt haben, aber nicht als Klangbrei wie man es heute oft hört sondern als sanfter sphärischer Klangteppich, der die ganze Musik wie mit Engelsflügeln trägt. Und sie waren auch ziemlich die Ersten, die wunderschöne Lasershows an ihren Konzerten aufführten. Und die Kombination aus dieser Symphonie für Augen und Ohren war einfach einmalig in dieser Form – bis heute.

Eines der gerühmtesten Lieder gehört zu meinen absoluten Lieblingsliedern, seit zwanzig Jahren. Es heisst “shine on you crazy diamond”, zu gut deutsch, “leuchte auf Du verrückter Diamant”. Diese Gitarre ist so herzerweichend und in dieser Aufnahme ist auch die Saxophonistin im letzten Teil ein wahrer Leckerbissen. Aber zusätzlich ist auch der Text wunderschön und gibt meinem “Erwachen” eine tiefe Dimension.

Ich liebe dieses Lied, kann es ein dutzend Mal hintereinander hören und wegfliegen, deshalb soll es die erste Vorstellung sein, die ich hier im Kapitel ‘Musikalisches’ teilen möchte. Ich lade Euch ein, mitzufliegen ….
enjoy :-)

Ich denke daran als du jung warst,
du schienst wie die Sonne.
Leuchte weiter du verrückter Diamant.

Jetzt hast du einen Blick in deinen Augen,
wie schwarze Löcher im Himmel.
Leuchte weiter du verrückter Diamant.

Du wurdest im Kreuzfeuer von Kindheit und Ruhm gefangen,
geformt durch eine stählerne Brise.
Komm schon, du Ziel für fernes Gelächter.
Komm schon, du Fremde, du Legende, du Märtyrerin, und leuchte!

Du griffst zu früh nach dem Geheimnis,
du riefst den Mond.
Leuchte weiter du verrückter Diamant.

Bedroht von Schatten in der Nacht
und dem Licht ausgesetzt.
Leuchte weiter du verrückter Diamant.

Nun, du trugst deine Begrüßung mit beiläufiger Präzision,
rittst auf der stählernen Brise.
Komm schon, du Tänzerin, du Hellseherin.
Komm schon, du Malerin, du Piperin, du Gefangene, und leuchte!

…. und original auf englisch……

Remember when you were young,
you shone like the sun.
Shine on you crazy diamond.

Now there’s a look in your eyes
like black holes in the sky.
Shine on you crazy diamond.

You were caught in the cross fire of childhood and stardom,
blown on the steel breeze.
Come on you target for faraway laughter
come on you stranger, you legend, you martyr, and shine!

You reached for the secret too soon,
you cried for the moon.
Shine on you crazy diamond.

Threatened by shadows at night,
and exposed in the light.
Shine on you crazy diamond.

Well you wore out your welcome with random precision,
rode on the steel breeze.
Come on you raver, you seer of visions,
come on you painter, you piper, you prisoner, and shine!

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