Politically incorrect since 1966

Sommerferien, Hardrock und Gitarren-Kram

Ja klar, uns gibt’s noch und uns geht’s prächtig, deshalb liest man auch nix mehr von uns ;-) Ich staunte grad selber Bauklötze, als ich mal nachschaute, wie alt mein letzter Blogbeitrag ist – über ein halbes Jahr ist es her *staun*. Aber so ist das halt, wenn man ein nahezu normales und vorallem erfülltes Leben führt, eine so schnucklige Lebenspartnerin hat und dann auch noch mit Gitarren spielen begonnen hat, da bleibt keine Zeit mehr für blogistisches Geschnacke. Aber mal wieder eine kurze Zusammenfassung wär ja schon fällig, also hier ist sie…..

Gitarren hier und dort und überall

Die letzten Blogbeiträge liessen es ja schon erahnen, uns hat das Gitarrenfieber voll gepackt und wir verbrachten die letzten Monate viel Zeit auf der Suche nach dem richtigen Gitarren-Ton und lernten da so rum. So ähnlich wie ich mich die ersten Jahre meines “neuen Lebens” mit dem Bestellen von Kleidern vergnügte, so läuft es in letzter Zeit mit Gitarren-Zubehör und Lernmaterialien.

Juliet und ich haben beide sehr klare Vorstellungen, wie unsere Gitarre klingen soll – mal abgesehen von der noch nicht ausgereiften Spieltechnik ist der Klang der Gitarre für uns essentiell und das wiederum hat viel damit zu tun, was für ein Instrument man hat und was für einen Verstärker resp. Effektgeräte man verwendet, bis hin zu vielen Detailaspekten wie die Frage nach den richtigen Saiten oder den richtigen Plektren. Aber wir sind langsam am Ziel, beide sind zwar noch nicht 100% bei unserem Traum-Ton angelangt, aber immerhin so nah dran, dass wir damit zufrieden sind. Für Gitarren-Kenner sei das hier mal kurz erwähnt….

kemper-1Wir haben jetzt hunderte von Gitarren-Verstärkern

Nach verschiedenen Versuchen mit Verstärker-Kram sind wir bei einem Kemper Profiling Amplifier angelangt. Das ist ein sagenhaftes Gerät, das alle nur denkbaren und teilweise längst nicht mehr käuflichen Verstärker simulieren kann. Und mit Simulation meine ich nicht die übliche elektronische Nachbildung, die nach Keksdose klingt. Der Kemper hat ein völlig anderes Funktionsprinzip. Man hängt einen richtigen Verstärker an, der Kemper pustet die ganze Bandbreite an Tönen durch den Verstärker und misst dann das Resultat. Die Ergebnisse merkt er sich sozusagen und kann dann jeden von der Gitarre gespielten Ton 1:1 übersetzen. Ich hätte nie gedacht, dass das so perfekt funktioniert aber es tut’s und wir sind nun im 7. Himmel. Das Teil kann wenn es sein muss bombastische 600 Watt füttern, kann aber genauso einfach via Kopfhörer gehört werden und das Coole daran ist, der Klang ist auf Kopfhörer genauso gut wie wenn man laut spielen würde. Das Ding sieht zwar aus wie ein futuristischer Toaster, also bei Weitem nicht so schick wie unser 50 Watt Marshall Verstärker, aber fürs Spielen zuhause ist er einfach genial. Wir beide stehen total auf die alten Rock-Verstärker der 80er Jahre und das Schöne am Kemper ist, dass auch dieser Profile in einer Unzahl vorhanden sind und ständig neue Profile auftauchen.

Dianas Gitarren-Kram

Ich für meinen Teil bin meiner Malmsteen Stratocaster treu geblieben, hab zwar mittlerweile noch eine Zweite gekauft, weil mir der Klang der alten Tonabnehmer einfach schaurig gefällt. Die Zweite steht nun bei mir in der Firma, damit ich in der Mittagspause üben kann. Zuhause spiele ich eben über diesen Kemper und nutze momentan dort das Profil eines JTM-45, das ist sozusagen die Urmutter der grossen Marshall Verstärker, auf diesen Teilen haben all die Grossen damals in den 80ern gespielt und der Klang ist einfach genial. Zwischen Gitarre und Verstärker liegt noch ein MXR Distortion III Pedal, das den Ton perfektioniert.

Lerntechnisch habe ich mich in einen Workshop eingekauft, der als Thema “Neoclassical” hat, also klassische Strukturen auf neue (Rock)-Musik umgebogen. So ganz Malmsteen halt :-) Das Ganze ist zwar noch weit über meinem Fähigkeits-Level, aber ich liebe diese Art von Musik halt einfach und es ist die perfekteste Schulung die man sich vorstellen kann.

Da wir nebst all dem aber vorallem Zweisamkeit leben möchten, ist die Zeit immer etwas rar und deshalb habe ich mich jetzt so eingerichtet, dass ich morgens vor der Arbeit 30-60 Minuten zuhause spiele, dann in der Mittagspause nochmal etwa 30 Minuten und am Abend dann nur noch so es bitzeli zwischendurch. Juliet wiederum findet am Nachmittag etwas Zeit und so haben wir den Abend frei fürs gemütliche Sofa-kuscheln.

gp-lp-st-13-1Juliets Gitarren-Kram

Mit Juliet war’s echli kompliziert, bis wir ihren Ton hatten. Die Gute hat ja sowas von enge Vorstellungen, wie ihre Gitarre klingen soll und zwar genau so wie unsere Lieblings-Rockband “Thunder”. Und da war uns ihre Ibanez Gitarre, so cool diese auch ist, irgendwie keine grosse Hilfe. Die Suche dauerte lang und sie war holprig, aber schlussendlich fanden wir dann doch die richtige Gitarre, eine Gibson Les Paul Studio 2013 in schickem weiss. Zusammen mit dem Kemper ist nun auch sie zufrieden und das will was heissen ;-)

Ein ganzer Tag voll mit dröhnendem Hardrock

Und dann war ja noch der Sonntag, an dem wir uns acht Stunden lang mit Hardrock volldröhnen konnten. Gerade mal eine Station mit dem Bummler-Zug entfernt von uns fand das “Rock the Ring” Open-Air statt, das nebst verschiedenster Musik am Sonntag beglückenderweise einen Rock-Tag einlegte. Krokus, China, ZZ-Top und ein paar Andere spielten vom Mittag bis Abend Rock resp. Hardrock, halt so ganz unsere Musik. Vorallem Krokus, das Urgestein der Schweizer Hardrock-Szene war ein Genuss für sich und auch der Grund, weshalb wir überhaupt dahin gingen. Und es hat sich gelohnt, aber sowas von! Ich bin ja mittlerweile ein schaurig altes Weib mit 47 Jahren und obwohl ich in jüngeren Jahren regelmässig an Rockkonzerte ging, muss ich gestehen, dass ich die letzten Jahre kaum noch in diesen Genuss kam – zu alt, zu faul, was weiss ich. Wenn eine Band nicht grad bei uns im Dorf spielt, scheint es mir zu mühsam, dahin zu tingeln und bei uns im Dorf läuft halt nunmal selten bis gar nie Hardrock – mit Ausnahme des “Hard Wretches” Konzert in unserem Stamm-Pub, über das ich glaubs hier schonmal geschrieben hab. Und vorallem ist es gefühlte tausend Jahre her, dass ich das letzte Mal an einem Open-Air war. Und mir wurde deutlich bewusst, wieviel mir da eigentlich fehlte. Die Stimmung ist an so einem Anlass einfach Wahnsinn. Den ganzen Tag an der Sonne herumlümmeln, feine Fackelspiesse mampfen, kühles Bier trinken und die ganze Zeit mit ohrenbetäubendem Rock-Sound zugebrettert zu werden ist einfach etwas Unbeschreibliches. Für uns ist klar, falls dieses Festival nächstes Jahr wieder einen Rock-Sonntag einlegt, werden wir da sein, ich schwör ;-) Wer etwas von der Stimmung miterleben möchte, hier ein kurzes Video…….

Hörbücher – was für ein Genuss

Ich glaub es war im vorletzten Blogbeitrag, als ich davon erzählte, dass ich angefangen habe, mir Bücher vorzulesen. Ne, nicht weil ich zu alt bin um noch klar sehen zu können sondern einfach weil es praktisch ist. Egal ob ich in der Mittagspause in meinen Teller gucke oder nachhause stöckle, ich kann mir dabei vorlesen lassen und das macht unheimlich Spass, vorallem wenn man so gruseliges Zeug von Stephen King liest. Nach “Carrie”, “Puls” und “Briefe aus Jerusalem” von Stephen King, “Das Böse in uns” von Cody McFadyen und einigen kürzeren Hörspielen, ist jetzt die Kurzgeschichten-Sammlung “Im Kabinett des Todes” von Stephen King dran und die Liste der noch zu lesenden resp. vorzulesenden Büchern wächst schneller als ich zuhören kann. Ich kann diese Art zu lesen wirklich wärmstens empfehlen, nicht nur für Faultiere sondern auch für Leute, die einfach gern abschalten beim Lesen. Ich habe den Eindruck, dass ich mich viel besser auf den Inhalt konzentrieren kann, wenn mein Hirn nicht mit Lesen beschäftigt ist, es ist irgendwie wie TV-kucken mit geschlossenen Augen, der Film läuft dann im Kopf. Und Hörspiele sind natürlich eh der Kracher, mit Hintergrundmusik und Geräuschen und all dem, aber die sind meistens recht kurz und es gibt auch nicht allzuviel, vorallem im Gruselbereich.

Endlich Sommmerferien – und tschüss

So und zuguterletzt das Wichtigste, unsere Sommerferien haben soeben begonnen – wohl einer der Hauptgründe, dass ich mir endlich mal wieder die Zeit genommen habe, hier was zu kritzeln. Zwei Wochen haben wir jetzt Zeit zur Erholung. Mitte Woche fliegen wir nach Köln um einen Freund zu besuchen, am Freitag geht’s dann weiter nach Hambuisch zu Juliets Mama und Lars (die ich wahnsinnig vermisse) und Anfang übernächste Woche geht’s wieder heim und wir erholen uns ein paar Tage auf dem Sofa oder machen kleinere Ausflüge, mal kuckn wo’s uns hintreibt.

Joh, das wär’s dann mal wieder gewesen, ich hoffe, dass es nicht wieder ein halbes Jahr geht, bis ich zum schreiben komme, aber versprechen kann ich nix, wir haben ja jetzt Fenders und Gibsons und Kempers und überhaupt ist das Leben einfach zu schön um es mit Rumtippen zu vergeuden ;-)

Achja falls GitarristInnen hier mitlesen: Rechts im Menü dieses Blogs ganz oben hat’s einen neuen Menüpunkt namens “Gitarren“, da findet Ihr ein paar genauere Infos über unseren Gitarren-Kram – das wird gelegentlich noch verfeinert und bebildert.

Ferien, Hörbücher, Gitarren und die olle Bloggerei

Ja hallo da draussen, uns gibt’s imfall immer noch, nur geht’s uns halt einfach zu gut um unsere Zeit mit Bloggen zu vertrödeln – naja das stimmt nicht so ganz, denn ich plane mal wieder ein neues Blog, aber mal alles der Reihe nach……

Diana im Gitarren-Rausch

Hier begann eine “kurze” Schilderung der neusten Neuigkeiten aus unserer Gitarren-Welt, aber weil das “kurz” halt irgendwie doch nicht so kurz geraten ist, habe ich das in einen eigenen Blogbeitrag verschoben, den ich demnächst nachliefere – nur soviel in Kürze: Ich bin echt im 7. Himmel was die Gitarren-Zupferei anbelangt, wir haben mittlerweile eine fast perfekte Ausstattung und dank regelmässigen wenn auch jeweils kurzen Übungseinsätzen geht’s mit meinen Fähigkeiten aufwärts wie eine Rakete. Man kann’s zwar nachwievor noch nicht Anderen zumuten, aber es kommt guuuuut – und wir wissen ja, der Weg ist das Ziel und wenn der Weg soviel Spass macht, ist das Ziel längst erreicht :-)

Richtige Ferien finden in der Horizontalen statt

Vor zwei Wochen begann unsere letzte Ferienwoche dieses Jahres, die war eigentlich nicht spektakulär, wir lagen da nur so rum und so, aber trotzdem wollen wir das ja nicht verschweigen, gelle ;-) Begonnen hat diese Ferienwoche mit einem Sturmfrei-Weekend für mich. Juliet war von Freitag bis Montag in Deutschland um dort ihr Patenkind mal wieder zu besuchen und so war ich mal wieder ein Wochenende lang allein und konnte tun und lassen was ich will – und das hat echt gut getan. Auch wenn das Leben zu zweit tausend mal schöner ist als alleine, so macht es trotzdem Spass, zwischendurch mal wieder für kurze Zeit allein zu sein. Konkret bedeutete das, viel Gitarre spielen, Monster kloppen in Computerspielen und gaaaaaanz gruselige Horrorfilme kuckn :-)

Als Juliet wieder zurück war, gönnten wir uns mehr oder weniger eine grosse Ruhepause. Nach monatelanger Ackerei tut es einfach gut, mal ein paar Tage nichts Anderes zu tun als blöd rumzuliegen, zu plaudern, TV zu kuckn, Musik zu hören und einfach die Welt um uns rum mal ein wenig zu vergessen. Am Donnerstag waren wir noch mit meinen Eltern auswärts essen, ansonsten war eben Herumliegen angesagt – sehr zur Freude unserer Katzen, die unsere ständige Anwesenheit mehr als nur beglückte.

Man kann imfall auch mit geschlossenen Augen lesen

Ja, das kann man wirklich, sofern man anstelle eines Buches ein Hörbuch kauft – und das macht saumässig Spass, wie ich feststellen musste. Obwohl ich eigentlich gern lese, mach ich das eher selten, weil mir halt einfach die Zeit dazu fehlt. Nur in der Mittagspause lese ich meist während dem Mampfen vor mich hin, meistens Gruselkram von Stephen King. Kürzlich stolperte ich über das Stichwort “Hörbuch” und dachte mir, ich müsste das doch mal probieren. Als Testprojekt wählte ich ein Hörspiel von Horror-Gott “Clive Barker” namens “Moloch Angst” aus seiner Mystery-Serie “Hörspiele des Blutes”. Wer gut aufgepasst hat, hat’s bereits gemerkt, das war kein Hörbuch sondern ein Hörspiel. Der Unterschied liegt darin, dass ein Hörbuch einfach von jemandem vorgelesen wird, während ein Hörspiel von mehreren Lesern vorgelesen wird und das Ganze mit Hintergrundgeräuschen und Musik untermalt ist – das ist etwa so wie wenn man ohne Bild TV kuckt. Und das hat’s echt in sich, es war zwar nur eine Kurzgeschichte von einer Stunde Dauer, aber es ist echt cool. Abgesehen davon ist es gerade während dem Mittagessen einfach praktisch, wenn ich den Blick in meinen Futternapf gerichtet lassen kann, während ich “lese”. Das Ganze hat soviel Spass gemacht, dass ich den soeben neu erschienene Roman “Doctor Sleep” von “Stephen King” gleich als Hörbuch kaufte (ein Hörspiel gibt’s davon leider nicht). Dieses Hörbuch dauert dann auch gute 20 Stunden, womit meine Mittagspausen für die nächsten paar Wochen aufgepeppt sein dürften. Ich kann Euch das nur empfehlen, wer ein eBook oder Kindle oder sowas hat, soll sich mal so ein Hörbuch kaufen ;-)

Schon wieder die bekloppten Iren

Jauh und morgen geht’s wieder mal ins Pub, weil unsere Lieblings-Irish-Band “No Crows” zum dritten Mal dort auftritt und ich alles verpassen könnte ausser dieser Band. Abgesehen davon, dass deren Musik einfach der Kracher ist und sie Stimmung aufkommen lassen, die einem einfach mitreisst, ist da auch ein Geigenspieler mit von Partie, der mindestens so gestört spielt, wie wir zwei sind. Spasseshalber nenne ich ihn den Teufelsgeiger, in Anlehnung an den klassischen Komponisten und Geigen-Virtuosen Niccolo Paganini, der den Übernamen “Teufelsgeiger” bekam, weil er so irrsinniges Zeuchs spielte, das kaum jemand nachspielen konnte. Von diesem Geiger namens Oleg Ponomarev bin ich seit dem ersten Auftritt geradezu Fan, warum kann in diesem Video nachvollzogen werden, Oleg ist der rechts auf der Bühne.

Und die olle Bloggerei

Es zeichnet sich immer mehr ab, dass meine Bloggerei zumindest in dieser Form am verebben ist. Gründe dafür habe ich ja schon öfters anklingen lassen, kurz zusammengefasst ist es einfach so, dass aus meinem persönlichen Leben einfach nicht viel zu berichten ist, weil mein Leben so schön unspektakular und ruhig geworden ist. Das ist das Beste was mir passieren konnte, aber es ist für die Bloggerei halt nicht förderlich. Aus meinem Leben gibt’s also nur noch wenig zu erzählen und alle Themen die mich sonst interessieren (so öko-politisches Zeuchs) ist fast ausnahmslos mit Ärger verbunden und darauf hab ich einfach kein Bock mehr. Ich will mein neues Leben geniessen und das kann ich nicht in gebührendem Mass, wenn ich mich ständig mit Politik und so Müll beschäftige. Ich brauchte lange, bis ich an diesem Punkt war, viel zu lange konnte ich es einfach nicht lassen. Aber langsam funktioniert mein mir neu verordneter Egalismus und dabei soll es bleiben. Mein Alltag besteht nun vorallem aus dem Leben selbst, der Liebe (und davon haben wir ne ganz schöne Menge füreinander) und der Musik. Da liegt der Sinn meines Lebens! Ergo wird es hier im Blog vermutlich weiterhin so spärlich zuundhergehen wie die letzten Monate. Aber Euch allen sei gesagt: Je weniger Ihr hier von mir hört, umso besser geht es mir ;-)

Aber bekanntlich kann man das, was einem von innen her antreibt, ja nicht so ganz lassen und das Schreiben gehört halt nunmal zu den Dingen, die in mir drin sind und aus mir raus wollen. Und da es eigentlich nur ein Thema gibt, worüber ich schreiben möchte und das mich gleichzeitig nicht aufreibt – die Musik – bin ich ernsthaft am überlegen, ein neues Blog zu eröffnen, das sich mit dem Gitarre-Spielen beschäftigt. Es war mir immer ein Anliegen, mein Wissen oder meine Erkenntnisse mit Anderen zu teilen, also warum nicht so etwas? Der Weg von der Gitarren-Amateuse hin zu einer richtigen Gitarristin ist weit und schwer und es juckt mich schaurig, diesen Weg den ich da beschreite, mit der Welt zu teilen, um Anderen Impulse geben zu können, die ihnen auf ihrem Weg auch helfen. Hatten wir ja glaubs schon, gäll ;-)

Mit anderen Worten, hier in diesem Blog werde ich wie in letzter Zeit nur noch spärlich zusammenfassend aus meinem Leben berichten oder wenn etwas schaurig Wichtiges geschieht, natürlich entsprechend aktuell und umfangreich und falls mich in der Welt da draussen sonst was genug berührt, dass ich mich zum Schreiben genötigt fühle, werde ich auch hie und da mal wieder meinen Senf zu sonderlichen Dingen abgeben, aber ansonsten halte ich mich zurück – zugunsten meines Privatlebens – und vielleicht zugunsten einer neuen Mission, dem Tagebuch einer werdenden Gitarristin oder so :-)

Hallo mal wieder

Ja, uns gibt es noch und uns geht’s gut, sehr gut sogar, nur zum Schreiben komme ich einfach nicht mehr so wirklich – also mal wieder eine kleine Zusammenfassung ;-)

Klappe halten tut der Seele gut

Ganz ehrlich, die letzten Monate hätte ich genug Material gehabt um dutzende von Blogbeiträgen zu schreiben – hab ich aber nicht, weil mir das Leben mittlerweile einfach zu wertvoll ist um es dafür zu verheizen, dass ich mich ständig über die Unvernunft und Ignoranz meiner Mitmenschen auslassen will. Ich meide seit Anfang Jahr Boulevard-Medien und auch dem sonstigen menschlichen Treiben schaue ich meist nur noch aus der Ferne zu, nur bei Themen die mir wirklich sehr wichtig sind, verfolge ich gelegentlich noch Diskussionen in Online-Medien und gebe da noch gelegentlicher meinen Senf dazu. Alles was darüber hinausgeht lasse ich, manchmal weil mir der Glauben an die Möglichkeit einer Verbesserung fehlt, oft aber auch nur, weil es mir einfach zu blöd ist, immer wieder Argumente in scheinbar taube Ohren zu schmettern – wenn ich doch anstelle dessen mit meiner Liebsten gemütlich eine wundervolle Lebensgemeinschaft geniessen kann.

Ein Elektronik-Paradies absorbiert Zeit

Und da wäre dann noch die erfreuliche Tatsache, dass wir aufgrund einer Verkettung glückbringender Umstände seit Kurzem im Elektronik-Paradies leben. Einerseits konnten wir es uns nun endlich leisten, den alten Klein-TV durch einen neuen 46 Zoll TV zu ersetzen, der nebst grossem Bild und grandioser Bildqualität sogar 3D-fähig ist und uns damit Heim-Kino höchster Güte beschert – anderseits konnte ich meinen ebenfalls längst überfälligen Notebook ersetzen durch meinen soeben ausrangierten Firmen-PC, der nach ein wenig Aufrüstung nun eine Höllenmaschine ist, auf der Spiele die bisher nur so vor sich herruckelten nun in grandioser Pracht über den TV rauschen – richtig, über den TV, denn das ist die dritte Freude im Bunde, wir haben den ganzen Kram zu einem Komplettsystem zusammengewerkelt und so können wir nun auf dem TV googeln, youtubeln, gamen, Musik hören und so weiter und so fort. Davon werde ich gelegentlich mal etwas umfangreicher schwärmen, fürs Erste will ich damit nur sagen, dass uns die moderne Welt neuerdings mit schaurig viel Spass beschenkt und auch das mit ein Grund ist, weshalb ich mich nicht mehr so für Textschlachten erwärmen kann.

Musik ist das halbe Leben

Und dann wär da ja noch die Musik, die holde Königin der Künste, was wären wir doch ohne sie. Abgesehen davon, dass uns unsere neues Elektronikparadies geradezu einlädt, immer mal wieder Konzertabende vor der “Leinwand” zu verbringen, gab es ein paar wirklich tolle Leckerchen in der Welt des akustischen Honiglabens. Da wäre mal die neue Casting-Show namens “Voice Kids“, die uns ein ganzes Rudel atemberaubender Abende bescherte und uns derart staunen liess ob teils zehnjähriger Musiktalente, dass mir heute noch die Worte fehlen. Auch darüber will ich eigentlich schon längst einen Blogbeitrag schreiben, vielleicht kommt der ja gelegentlich doch noch ;-) Ebenfalls berauschend waren zwei Konzerte, die hier genannt werden müssen. Zum Einen spielte nebst anderen Bands auch die Gruppe “Ashes to Beauty” in unsrem Stamm-Pub, die vorallem mich mit dem erstaunlich ausdrucksvollen Gesang betörte – zum Anderen hatten wir das kaum in Worte zu fassende Vergnügen, den verrücktesten Piper der ganzen Welt, “Carlos Nunez“, im Zürcher Volkshaus zu erleben. Anstatt viele Worte zu verschwenden, empfehle ich einfach, besagte Musiker mal etwas anzuhören, es lohnt sich, ich schwör ;-)

Besuch aus Deutschland

Aber das coolste der letzten Zeit war eindeutig der Besuch von Juliets Mama und ihrem Mann Lars. Ich hatte sie gefühlte dreissigtausend Jahre nicht mehr gesehen, also über ein halbes Jahr und wir hatten gefühlte vierzigtausend Jahre kein ganzes gemeinsames Wochenende mehr zusammen verbracht, also etwa dreiviertel Jahre. Und vorletztes Wochenende war es endlich soweit und die Zwei besuchten uns erstmals hier in der Schweiz. Dass das Wetter einfach die Quadratur des Grauens war und unsere ganzen Pläne über den Haufen schmiss, will ich jetzt nicht weiters kommentieren, aber allem Scheisswetter zum Trotz verbrachten wir ein paar total coole Tage zusammen. Einmal ein Ausflug nach Zürich, wo wir mit meinen Eltern gemeinsam essen gingen, einmal waren wir Mädels in unserem Pub um eben obgenannte Band “Ashes to Beauty” zu lauschen, während Lars zuhause die Tschämpionslietsch guckte und dabei wie ich vermute das halbe Haus zusammen schrie – und am Montag lockerte das Wetter doch tatsächlich noch so gut auf, dass wir im wenige Minuten von zuhause liegenden Naturschutzgebiet spazieren konnten ohne uns die Hintern abzufrieren. Das ganze Wochenende war wie immer viel zu kurz aber auch wie immer eine grosse Freude – und ich dankte dem Herrn und meiner klugen Eingebung, dass wir dank des neuen TVs auch zuhause ne Menge Schlechtwetter-Unterhaltung hatten – und nebenbei erwähnt, glaubt mir, nichts sieht beknackter aus als wenn vier erwachsene Leute auf einer Couch sitzen und alle 3D-Brillen tragen, das ist der Lacher des Jahrhunderts ;-)

Zwei Doofe – ein Gedanke

Juliet und ich sind wirklich das Duo Infernale schlechthin. Nachdem wir beide eine kleine Ewigkeit nicht mehr gebloggt haben, habe ich letzten Freitag in der Mittagspause mit diesem Beitrag begonnen. Nach der Mittagspause informierte mich mein Google-Reader (ein Blog-Lese-Dingens), dass im DuoInfernale Blog ein neuer Beitrag erschienen ist – von Juliet – so ungefähr mit demselben Inhalt wie der Meine – issja bekloppt :-) Und so geht’s uns ständig, die Eine denkt was, die Andere spricht’s aus, die Eine will was tun, die Andere tut’s etwas schneller.

Wer also noch nicht genug hat und Juliets Beitrag noch nicht gelesen hat, hier isser………
Lebenszeichen vom Duo Infernale

Ohne Juliet ist alles doof ;-)

Seit drei Monaten wohnen wir nun zusammen und genauso lange waren wir eigentlich ständig zusammen, ausser wenn ich unseligerweise ackern musste. Dieses Weekend flog Juliet mal wieder nach Germanien um ein Wochenende bei ihrer besten Freundin zu verbringen………. und ich komme definitiv zum Schluss: Ohne Schatzi ist alles doof!

Und das erstaunt mich doch a bisserl, denn irgendwas in mir freute sich auch ein wenig darauf, mal wieder ein Game-Weekend abzuhalten. Wir sind ja echt ein symbiotisches Paar, es gibt kaum etwas bei dem wir nicht genau gleich ticken. Wir tun dasselbe gern, hören die gleiche Musik, sehen denselben Quatsch im TV, eigentlich laufen unsere Interessen Handinhand, bis auf die Sache mit den Computerspielen. Juiliet spielt selten und wenn, dann höchsten so langweilige Kartenspiele. Ich wiederum mag Fantasy-Rollenspiele und renne fürs Leben gern feuerballschmeissend und blitzewerfend durch Monsterhorden, um eine Welt zu retten, die ich nicht nur nicht kenne sondern auch nicht mal wirklich existent ist. Nun wäre das ja eigentlich kein Problem, wir müssen ja nicht immer alles zusammen machen, ich könnte jederzeit einen Gameabend einlegen – aber warum in aller Welt sollte ich das wollen? Wenn ich die Wahl habe, mich an Juliet oder meine Computermaus zu klammern, müsste ich schon etwas schräg drauf sein, wenn ich mich für den Computer entscheiden würde. So kommt es halt, dass ich kaum noch spiele – mit dem Computer ;-)

Also lag es auf der Hand, dass ich dieses Weekend mal wieder Diablo 3 oder Kingdoms of Amalur oder sowas in der Art zocke – und dass ich mal wieder ein paar Horrorfilme schaue, die nicht nach Juliets Geschmack sind. Eigentlich mag sie Horror auch, aber sie ist da doch wählerischer als ich.

So begann der Freitag Abend erst mal vor dem TV, so richtig schön gruselig, wie es sich gehört. Dort schlief ich dann auch ein, was unsere Katzen doch arg verwirrte, sie taten’s mir dann aber gleich und schliefen wenn auch widerwillig halt auch auf dem Sofa.

Der Samstag begann wieder mit einem Horrorfilm, man soll den Tag ja ruhig angehen lassen – dann trat ich mal wieder ein in eine dieser nicht-existierenden Welten, Kingdoms of Amalur sollte es diesmal sein, weil ich bei Diablo 3 schon auf einem so hohen Schwierigkeitsgrad bin, dass es einfach keinen Spass mehr macht für ein Gelegenheits-Zockerweibchen wie mich. Also ballerte mich mich halt stundenlang durch Amalur, die Katzen lagen um mich herum verstreut und konnten nicht so recht begreifen, was ich da tat – vorallem Tequila war etwas angepisst, weil der Notebook auf IHREM Plätzen lag, mein Bauch ist schliesslich ihr Thron.

Am Abend war dann die obligate Sonntagsbadewanne angesagt, weil ich am Sonntag Abend Juliet vom Flughafen abholen würde und keine Lust hatte auf Haare trocken und so. Der Badewannenspass mit “Within Temptation” im Ohr und einer Buddel Cider in Griffnähe, war mal wieder so wie früher, als ich mein wöchentliches Bad allein vollzog – man hat mehr Platz, hat mehr Ruhe……… und doch, so angenehm es war, irgendwie war es doof, so wie alles doof war an diesem Wochenende.

Denn mittlerweile habe ich mich so an unsere Gemeinsamkeit gewöhnt, dass es geradezu surreal wirkt, wenn sie nicht da ist. TV kucken ohne mein Köpfchen an ihre Schulter zu legen? Doooooof! Allein in der Badewanne liegen, doooooof! Durch Amalur rennen und Monster plätten, ok spassig, amüsant, aber trotzdem irgendwie dooooooof! Und am morgen aufwachen ohne dass Juliet neben mir liegt, doooooooohooooooooof! Und ohne Juliet schmeckt der Kaffee nicht so richtig, auch beim Caramell-Macchiato fehlt das gewisse Etwas, vom Essen ganz zu schweigen, da schmeckt einfach gar nix, da verkommt das Essen wieder zur pragmatischen Energiezufuhr, muss einfach gemacht werden, wenn auch ohne Begeisterung.

Natürlich war das Wochenende trotzdem auch angenehm, eben weil ich mal wieder gamen konnte oder Horrorfilme sehen konnte, die sogar für meine süsse Bekloppte zu bekloppt sind, hatte mal wieder allen Platz für mich allein in der Badewanne, aber all das Gute hatte immer auch etwas bescheidenes – ohne Schatzi ist halt wirklich alles doof.

Aber es ist gut so, solche Weekends sind für Beide eine tolle Sache, sie kann wieder mal etwas Zeit mit ihren Freundinnen oder Verwandten verbringen, ich kann mal wieder etwas allein sein, was ich ja an sich mag – und wir beide erleben mal wieder, wieviel fehlt, wenn wir nicht zusammen sind. Ich freu mich jedenfalls schon schaurig, so gegen Acht an den Flughafen zu fahren und Juliet abzuholen, heimzuschleppen und zu bekuscheln als gäbe es kein morgen mehr :-)

Schon wieder ein Monat rum

Huhu da draussen……. ja wir leben noch, und wie, uns geht’s nachwievor zu gut als dass wir Zeit und Musse hätten um zu bloggen – trotzdem mal wieder ein Lebenszeichen :-)

Freud und Leid aus der Welt der Politik

Die letzten Wochen waren politisch turbulent, vieles das mich sehr freute, ebenfalls viel, das mich überhaupt nicht freute. Auf der einen Seite bejubelte ich die erhoffte Wiederwahl von Obama, wurde gleichtags erfreut durch drei weitere amerikanische Bundesstaaten, die die “gleichgeschlechtliche Ehe” legalisierten – nicht weniger erfreulich war der Entscheid des spanischen Verfassungsgericht, das die dort bereits vor Jahren eingeführte “gleichgeschlechtliche Ehe” als verfassungskonform beurteilte, nachdem Erzkatholiken und Erzkonservative ebendiese zu bekämpfen versuchten.

Wenn man sich vor Augen hält, dass im evangelikal-konservativ geprägten Amerika die “Homo-Ehe” nun bereits in acht Staaten erlaubt ist und dass Spanien, eine Hochburg das Katholizismus, ebenfalls Rechtsgleichheit vor Moraltheologie stellt, wirkt es schon urkomisch, dass ausgerechnet in der Schweiz die CVP eine längst fällige Initiative zur Aufhebung der steuerlichen “Heiratsstrafe” lanciert und diese Gelgenheit dazu missbraucht um klammheimlich einen diskriminierenden Begriff in der Verfassung zu verankern – die Ehe sei Mann und Frau vorbehalten. Es würde zu weit führen, hier jetzt zu erklären, weshalb das für nicht-heterosexuelle Menschen ein herber Rückschlag wäre und inwiefern diese Definition gegen die Würde des Menschen verstösst – vielleicht hole ich das gelegentlich mal nach – jedenfalls war das einer der Meldungen aus der Welt der Politik, die mich innerlich mal kurz kochen liessen.

Transsexualität und Öffentlichkeitsarbeit

In diesem Themen-Bereich hatte ich die letzten Wochen ein wahres Wechselbad der Gefühle. Ich ärgerte mich über grenz-debile Berichterstattungen in Boulevard-Medien, erfreute mich über überraschend wohlwollende Kommentare in ebendiesen Artikeln, ärgerte mich über Transwasweissich-Organisationen und Betroffene, die sich selbst nicht besser verleugnen als sie früher von der Psychiatrie verleugnet wurden – und kam dank dieser “Transgender-Soap” auf RTL2 an einen Punkt, an dem mir dieses Thema wirklich zum Hals hinaushängt. Ich mag gar nicht gross darüber diskutieren, vielleicht hole ich das mal in einem separaten Beitrag nach. Nur soviel: ich habe stark den Eindruck, dass sich langsam aber sicher eine Boulevardisierung des Transsexuellen-Themas ausbreitet und dass diese Entwicklung für uns gefährlicher sein könnte als die Psychopathologisierung, der wir seit Jahren zu entkommen versuchen. Wenn sich die Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Transsexualität auf Dschungelcamp-Niveau abspielt, müssen wir uns nicht wundern, wenn man uns nicht ernst nimmt. Aber eben, im Moment habe ich echt keine Lust auf dieses nervige Thema, deshalb gehen wir einfach mal eins weiter ;-)

Das Leben zu Viert

Denn immerhin auf eines ist Verlass: Wir haben’s gut :-) Und wie gut wir es haben. Juliet hat genau den Job gefunden, den sie sich erhoffte, ab Anfang Dezember wird sie für die Spitex hier an unserem Wohnort denselben Haushilfe-Job machen wie erst grad für das Rote Kreuz im Hamburg. Alles Andere ist wie erhofft und erwartet einfach prächtig. Wann immer wir können, liegen wir zu Viert auf dem Sofa, bekuscheln uns gegenseitig und geniessen das Leben als Kleinfamilie ;-) Tequila ist drauf und dran, Juliet durch mich als Haupt-Frauchen zu ersetzen, zumindest ist ihr Lieblingsplätzchen seit Wochen auf meinem Bauch und jeden Abend gegen fünf Uhr beginnt sie Juliet vorwurfsvoll anzuquängeln und starrt ungeduldig zur Tür und wartet auf mich.

Die Rumliegerei wird natürlich gelegentlich auch mal unterbrochen, sei es weil wir wie kürzlich im Pub eine sagenhaft coole Irish-Band namens “No Crows” sehen oder weil wir wie gestern bei meinen Eltern zum Essen waren und dann anschliessend stundenlang mit ihren zwei Lieblingsnachbarn rumsoffen äh plauderten und lachten – oder wir verbringen wie kürzlich an einem Samstag ein paar Stunden mit drei Frauen, die hier waren für eine Schularbeit zum Thema Transsexualität (mehr darüber bei einer anderen Gelegenheit). Doch so schön das alles ist, nichts kann die Zweisamkeit überbieten. Ich wach am morgen auf und meine Süsse liegt neben mir – und ich leg mich nachts Schlafen und sie liegt wieder neben mir – was will ich da mehr :-)

So und jetzt muss ich wieder kuscheln gehen, Juliet ist mit telefonieren fertig – resp. der Akku hat irgendwann aufgegeben, weil er nicht so hart im Nehmen ist wie Juliet und ihre Mama austeilen können :-) Und dann geht’s schon bald ab in die Badewanne – kennt Ihr ja von mir – diese sonntägliche Badewanne-Rumliegerei wird nachwievor enthusiastisch gefeiert und unterdessen ist Juliet schon extremer als ich – während ich früher das Bad beendete, wenn’s langsam kühl wird, lässt sie locker nochmal ne Runde Warmwasser nachlaufen – weil’s grad so schön ist, zu zweit :-)

Ich hoffe, dass es nicht wieder einen Monat geht, bis ich mich hier zu Wort melde – und falls doch, geht davon aus, dass dies ein gutes Zeichen ist ;-)

So und nun noch extra für Rolf, den bekloppten Lieblingsnachbar meines Vaters…….. enjoy :D

Zusammenfassung eines Monats

Ui wie die Zeit vergeht, eben habe ich hier noch gebloggt, dann mal kurz das neue Leben zu zweit genossen und schon ist ein Monat um. Wer mich kennt, kennt die Regel: Wenn ich hier nix schreibe, dann muss es mir saugut gehen, so gut, dass ich keine Zeit zum Schreiben finde :-) Und es ist zu befürchten, dass es in nächster Zeit nicht viel besser wird, denn das Leben zu zweit ist einfach zu schön als dass ich meine Arme frei hätte um bis zur Tastatur zu gelangen. Nun denn, wenigstens eine kleine Zusammenfassung der vergangenen Wochen ist jetzt wirklich überfällig – here we go……

Mode-Sensation des Jahres: Diana trägt Hosen

Beginnen wir doch bei der grössten Sensation: Ja, Ihr habt richtig gesehen, das auf dem Foto bin wirklich ich und man glaubt es kaum, ich trage Hosen, krass, nicht? Noch sensationeller ist, dass mir dieses Outfit sogar gefällt. Nach vier Jahrzehnten Hosenzwang waren Hosen für mich die letzten Jahre kein Thema, denn erstens habe ich eben vier Jahrzehnte Beinfreiheit zu kompensieren und zweitens sind Röcke und Kleider – im Speziellen so Stretchfummel – einfach total bequem. Aber gerade wenn’s gegen Winter geht, drängen sich diese Dinger halt schon auf und so kam es, dass mich die Vernunft nun doch übermannt hat, nicht zuletzt weil Juliet mir ständig einreden wollte, ich würd auch in Jeans gut aussehen. Recht hat’se, die Bekloppte. Es ist zwar definitiv weniger bequem, aber es gefällt mir, vorallem zusammen mit meinen neuen Stiefeln und so schicken Longpullovern. Klar, ich werde weiterhin vorallem beinfrei rumlaufen, ist halt einfach mehr mein Ding, aber Jeans gehören ab sofort trotzdem zum Standard-Repertoire.

Hochzeit von Juliets Eltern

Wie in meinem letzten Blogbeitrag angekündigt, flog ich also in aller Herrgottsfrühe nach Hamburg, um dort am Abend an der Hochzeitsfeier von Juliets Mama und ihrem Lars teilzunehmen. Den Flug erwischte ich tatsächlich noch, womit bewiesen wäre, dass Einstein doch nicht Recht hatte und ich Überschall erreichen kann wenn ich nur will. Ich kam wie geplant mit dem ersten Zug am Flughafen an, eine Minute NACHDEM ich am Gate stehen müsste um einzusteigen. Schlau wie ich bin, habe ich ausnahmsweise mal Flachtreter gewählt und so huschte ich mehr als zu stöckeln und war dann “pünktlich” am Gate, eine Viertelstunde NACHDEM ich hätte dort sein müssen – stieg ein und flog davon. Muss man nicht verstehen, hat was mit Quantenphysik zu tun oder so. Jedenfalls klappte soweit alles und wir verbrachten einen super tollen Abend an ebendieser Feier, an der auch meine Eltern teilnahmen. Sonntag war dann Ausschlafen angesagt und am Montag gings zurück in unser Zuhause. Die Katzen waren nach diesen zwei Tagen Alleinsein glaubs ziemlich entnervt, aber sie verziehen uns sogar das……..

Erstmals Ferien im gemeinsamen Zuhause

……. nicht zuletzt weil wir darauf gleich zwei Wochen Ferien hatten und in dieser Zeit nicht viel mehr machten als zuhause rumzuliegen und uns alle Vier gegenseitig zu bekuscheln. Was unsere Ferien anbelangt, fasse ich mich kurz, denn darüber haben wir bereits in unserem gemeinsamen Blog berichtet – guckst Du hier: Erholsame Ferien im gemeinsamen Zuhause

Das DuoInfernale heiratet

Und wie in meinem letzten Beitrag erwähnt, war dann eine Woche nach den Ferien unser Termin beim Standesamt :-) Leider nicht in weiss, leider nicht in der Kirche, aber zum Glück mit der richtigen Frau, was will man mehr ;-) An dieser Stelle nochmal der Hinweis für allfällig Enttäuschte: Wir haben zwar klammheimlich auf dem Standesamt geheiratet resp. uns vergeeingetragenepartnerschaftert, aber wir werden voraussichtlich nächsten Sommer eine richtige Hochzeitsfeier nachholen, resp. deren Zwei, weil wir einmal hier mit unseren Schweizer Freunden und Verwandten feiern und einmal in Deutschland mit unserem Anhang dort. Es macht wenig Sinn, wenn alle von hier nach dort oder von dort nach hier reisen, also feiern wir halt doppelt – spät aber dafür international ;-) Auch über unseren Standesamt-Tag haben wir im gemeinsamen Blog berichtet, auch da heisst es mal wieder – guckst Du hier: Duo Infernale – just married

Wie weiter mit den Blogs?

Wie sich in den letzten Wochen gezeigt hat, haben wir zumindest momentan nur beschränkt Lust zum bloggen, weil das Leben zu Zweit einfach zu schön ist, als dass man noch Hände frei hätte für sowas. Und weil meine Süsse sowas von süss ist, nehme ich auch nicht an, dass sich das in absehbarer Zeit gross ändern wird. Ergo wird es hier vermutlich vorläufig einiges ruhiger werden – und wenn es was zu bloggen gibt, dann wohl eher über uns, ergo wird man von uns eher im gemeinsamen Blog was zu Lesen kriegen als hier. Das kann sich zwar jederzeit ändern, falls mich irgendwelche Themen in rabiater Weise anspringen, aber wir gehen jetzt einfach mal davon aus, dass in nächster Zeit nicht viel läuft hier. Deshalb verweise ich nochmal auf unser gemeinsames Blog, wer über uns oder mich auf dem Laufenden sein möchte, sollte dort auch gelegentlich reinschauen. Mit “dort” meine ich dort: Duo Infernale Blog

Dokumentations-Androhung auf RTL

Manchmal ist es ja schon zum davonlaufen, es vergeht kaum eine Woche, ohne dass ich irgendwo in den Medien etwas zum Thema Transsexualität finde, das mir in der Regel schaurig auf den Keks geht. Unterdessen bin ich längst soweit, dass sich mir die Nackenhaare aufstellen, wenn ich nur schon das Stichwort lese. Wenn die Chance auf einen negativ gefärbten Inhalt bei 90% liegt, fällt es schwer, positive Erwartungen zu haben. Und wenn dann auch noch ein Privatsender wie RTL die Fäden zieht, fühlt sich das an wie die Ankündigung der Apokalypse. Ich hoffe sehr, dass meine Befürchtungen diesmal unbegründet sind, denn RTL2 beginnt am 31. Oktober um 22:10 Uhr ein Dauerfeuer äh eine Serie mit dem Titel “Transgender: Mein Weg in den richtigen Körper“, in der sieben “Kandidaten” portraitiert werden. Ein Doku-Marathon über Transsexualität und das auf RTL, das klingt wirklich nach Apokalypse – trotzdem wage ich ein wenig Zuversicht.

Diese närrisch wirkende Hoffnung begründet sich einerseits darauf, dass RTL2 auf der Website eine “Begriffserklärung” bietet, die um ein Vielfaches besser ist als alles Andere, was man sonst in solchen Medien eingeflösst bekommt. Im Speziellen dieser Satz hat es mir angetan, so in der Art wurde das von so Boulevard-Medien noch nie formuliert: “Laut aktuellem Forschungsstand ‘entsteht’ unser Geschlecht in etwa der siebten Schwangerschaftswoche. Läuft hier etwas nicht genau nach Plan, so kann es sein, dass ein Mann mit weiblichem Aussehen oder eine Frau mit männlichen Aussehen geboren wird.“. Ganz ehrlich, für RTL-Verhältnisse kommt das einem 8. Weltwunder gleich, da kann ich sogar darüber hinwegsehen, dass ich den Ausdruck “Transgender” gar nicht schätze. Ebenfalls optimistisch stimmt mich, dass Sam in einer dieser Dokus vorkommt und ich von ihm sehr viel halte und ihm zutraue, für uns Sympathiepunkte zu sammeln. Auch sonst sind teils sympathische Menschen in den Trailern, auch das gibt Mut. Anderseits scheint es, dass in einigen dieser Dokus auch Geschichten präsentiert werden, die alles Andere als positive Aufklärungsarbeit sind. Nun denn, hoffen wir einfach mal das Beste. In nachfolgendem Link findet Ihr die sieben Trailer für die einzelnen “Kandidaten”, dort rechts neben dem Video kann man die “Kandidaten” anwählen.
Trailer: Transgender – Mein Weg in den richtigen Körper

Entpathologisierung von transsexuellen Menschen: Bitte unterschreiben!

Und wenn wir schon beim Thema sind, möchte ich Euch anschliessend noch inständig bitten, nachfolgende Online-Petition zu unterschreiben. Die Weltgesundheitsorganisation WHO ist momentan mitten in der Überarbeitung der Diagnose-Bibel ICD, in der transsexuelle Menschen wie einst Schwule und Lesben als “persönlichkeitsgestört” klassifiziert werden. In dieser Petition apellieren unterdessen bald 50’000 Menschen dafür, dass die WHO transsexuelle Menschen aus dem Kapitel für psychische Krankheiten entfernt resp. umklassifiziert. Eine Umklassifizierung wäre das Fundament, auf dem die Stigmatisierung von transsexuellen Menschen beendet werden könnte: Online-Petition

Ferien und Tarantel-Tanz

Uiiiiiiii bin ich aufgedreht, das glaubt Ihr nicht. Seit 2 Stunden habe ich Ferien für zwei Wochen, flieg morgen früh nach Hamburg an die Hochzeitsfeier von Juliets Mama um dann am Montag morgen wieder mit Juliet zusammen heimzufliegen (sie ist seit einer Woche dort), dann beginnen unsere gemeinsamen Ferien, erstmals in unserem gemeinsamen Zuhause, wow. Ich hätte also genug zu tun wie packen oder Katzenklos zu bauen, aber ich bin sowas von überdreht, dass ich jetzt erst mal schreiben muss. Nun denn, lassen wir’s mal sprudeln……..

Die grosse Heiraterei

Morgen Abend findet in Hamburg die Hochzeitsfeier von Juliets Mama und ihrem Lars, auch mein Paps ist mit seiner Frau bereits dort und wird auch teilnehmen, man kann sich vorstellen, wie ich mich darauf freue. Noch mehr freue ich mich natürlich, dass ich Juliet anschliessend am Montag Morgen zurückschleppen kann und wir dann wieder zusammen sind, sogar Ferien haben, hmmmmmm……..

…….. und nach zwei Wochen Ferien gehe ich eine Woche zur Arbeit und dann geht’s ab aufs Standesamt :-) Für die, die’s nicht schon in unserem gemeinsamen Blog gelesen haben, jauh wir heiraten – resp. wir machen eine eingetragene Partnerschaft. Wir dürfen’s ja nicht Ehe nennen, tun dürfen wir’s, aber ja nicht so benennen. Wie dem auch sei, die Hochzeitsfeier wird dann jedoch erst später stattfinden in einigen Monaten. Aber zuerst muss ich jetzt mal nach Hamburg fliegen und das ist abenteuerlicher als mir lieb ist……….

Diana auf Zeitreise

Wenn ich mich nicht irre, sagte Einstein, dass nichts schneller sein kann als das Licht und falls sich etwas doch schneller bewegen würde, würde es sich in der Zeit rückwärts bewegen. Versteh ich nicht, ganz ehrlich, aber ist egal, hat mich inspiriert heute. Ich hoffe echt, dass er Recht hat, denn andernfalls habe ich ein gröberes Problem.

Normalerweise klingelt der Wecker meines Handys morgens um Halbsieben, damit ich dann so Gott will mit viel Glück so nach Sieben dann mal aufstehe, mich antüdle um dann so um Acht in der Firma zu sein. Soviel zur Theorie, in der Praxis wird’s öfters mal Halbneun oder Neun. Nun, morgen klingelt der Idiot von einem Wecker um Vier, weil ich um Halbsieben abfliege und gemäss Boardingkarte gefälligst um 5:45 Uhr am Gate stehen soll. Das ist so ziemlich genau eine Minute BEVOR der erste Zug der mir zur Verfügung steht dort ankommt. Ich habe also minus eine Minute um vom Bahnsteig zum Gate zu gehen. Selbst mir als Blondine leuchtet ein, dass das relativ knapp wird – wäre da nicht Einstein.

Nicht ohne Stolz erwähne ich gern, dass ich unterdessen sowas von Flug-Profi bin, dass ich nur wenige Minuten vor dem Boarding ankommen muss, weil ich alles so genau kenne und im Stechschritt nur etwa zehn Minuten brauche, inklusive durch die Scanner watscheln und so. Aber zehn Minuten auf minus eine Minute zu reduzieren, wird schwer, selbst wenn ich auf Flachtretern renne. Aber ich werd’s versuchen, nicht umsonst ist mein Lebensmotto: Nichts ist unmöglich, denen, die das Unmögliche wagen – ich krieg das hin, wetten?

Denn auch wenn ich den Quatsch mit der Lichtgeschwindigkeit nicht hinkriege, das ganze Boarding dauert in der Regel mindestens zwanzig Minuten, da ich nur Zehn brauche, sollte das reichen – wenn ich schnell genug bin – und der Zug pünktlich ist – und ich den Zug erwische – und den Wecker nicht morgens um Vier völlig entnervt an die Wand klatsche…………. irgendwie wundert es mich nicht allzusehr, dass ich so aufgedreht bin…….. drückt mir die Daumen ;-)

Der Quatsch mit den Katzen

Apropos früh am morgen: da ist ja noch die Sache mit den Katzen, da gibt’s so einiges zu erzählen. Ich lieb die zwei Miezen, aber sowas von, sag ich Euch. Baileys ist ja mittlerweile sozusagen “meine Katze” und Tequila ist wie eh und je kuschlig wie nur etwas. Und diese Woche ohne Juliet waren sie noch anhänglicher, einfach unendlich süss sag ich Euch. Aber alles hat zwei Seiten, selbst diese zwei supersüssen Miezen können einem manchmal auf die Palme bringen.

Auch wenn ich seit Jahren davon träume, irgendwann mal wieder ferienhalber an einem Sandstrand zu spazieren, trotzdem kann ich mich nur schwer dafür erwärmen, ständig auf Sand zu laufen, den die bekloppten Katzen aus dem Ktzenklo geschleppt haben. Ich fand’s auch nur mässig amüsant, als eine auf’s Sofa kotzte oder eine auf den Knautschsessel kackte – ne, bei aller Liebe, das ist nicht wirklich toll. Fast so nicht-toll wie kürzlich, als ich nach durchzechter Diablo-Spielnacht aufwachte, liegend am ersten Kaffee schnüffelte und Tequila anspazierte, sich mal drollig krümmte und vor meinen Augen auf den Boden kotzte. Das ist nicht wirklich beglückend, wenn ich ehrlich sein darf.

Aber die sind so süss, sag ich Euch, man kann ihnen einfach nicht oder nur ganz kurz böse sein. Denn auf der anderen Seite wird man so liebevoll bekuschelt, dass man – in meinem Fall – so lebt als hätte man drei Freundinnen :-) Ok, knutschen tu ich nur die zweibeinige Katze ;-)

Heute muss ich noch Katzenklos bauen, weil die Guten ja zwei Tage allein sind. Wir deponieren ausnahmsweise einfach mal genug Trockenfutter und genug Wasser, damit kommen die gut klar. Aber das Klo reicht alleweil nicht, also bastle ich heute aus Karton und Abfallsäcken wieder so ein schickes Katzenklo…….. und muss das morgen um Halbfünf noch alles bereitstellen und füttern und so *soifz*

Ferien im gemeinsamen Zuhause

Jauh und nächste Woche geht’s dann los mit unseren ersten Ferien im gemeinsamen Zuhause. Wir hatten ja schon zusammen hier Ferien, aber da war es eben noch mein Zuhause, nun isses unseres :-) Einerseits werden wir noch etwas einrichten und dekorieren und so, anderseits werden wir auch kleinere Ausflüge oder Spaziergänge und so Kram machen – ausserdem stehen ein paar Besuche auf dem Plan und nicht zuletzt werden wir sicher ein-zwei mal ins Classroom Pub. Wer Lust hat, sich da mal dazu zu gesellen, soll sich bei uns melden ;-)

Mission completed – ein erfolgreicher Abschluss

Die letzten Monate hatte ich ja wie hier zu lesen war einiges an “Stress”, wir hatten eine Deadline die von uns wirklich absolute Top’leistung abverlangte und wir schafften schlussendlich das Unmögliche und hatten die wichtigen Programmteile auf den Demo-Termin fertig. Anschliessend kamen noch ein paar Wochen, in denen ich sonst viel um die Ohren hatte, weil so einiges liegengeblieben ist während dieser Projektphase. Jedenfalls war ich dann pünktlich heute Nachmittag fertig mit allem was dringend war. So in die Ferien zu gehen ist schön, mit dem Gefühl, alles Wesentliche erledigt zu haben.

Erfreuliche News zum Abschied

Ebenfalls pünktlich zu den Ferien kamen dann heute noch die Good-News des Jahres. Pünktlich deshalb, weil ich während den Ferien nur selten News verfolge, Ferien sind Ferien, da will ich mich nicht ständig über die Welt da draussen ärgern. Aber diese News versüssten mir den Tag, was sie zu einem netten Abschiedsgeschenk machte. Innert einer Stunde erfuhr ich zuerst, dass Japan offiziell angekündigt hat, bis 2040 aus der Atomenergie auszusteigen, dann kam die Meldung, dass der Schrottreaktor Fessenheim 2016 abgeschaltet werden soll. Beides ist zwar später als mir lieb ist, aber beides zeigt, dass die Zeit für eine Wende im Energiesektor wirklich gekommen ist. Die Atomindustrie wehrt sich zwar noch mit Händen und Füssen und schickt ihre PR-Profis auf die Welt los wie Heuschreckenschwärme, aber es zeichnet sich ab, dass es die letzten Zuckungen eines Dinosauriers ist, der einfach nicht mehr in diese Zeit passt. Wirklich ein krönender Abschluss, bevor ich mich in die news-freie Ferienwelt begebe – das wär ungefähr jetzt, in diesem Moment :-)

Wir werden uns vermutlich hier oder in unserem gemeinsamen Blog zwischendurch mal melden, aber allzuviel ist nicht zu erwarten – Ihr wisst, Ferien und so, das ist wie die Sache mit dem Sabbath, da wird Ruhe zur Pflicht ;-)

Aber vor der Ruhe steht nunmal der Sturm und so aufgedreht wie ich grad bin, bleibt nur ein Lied mit dem ich mich verabschieden kann – enjoy :-)

Als Duo-Infernale lebt es sich besser

Der erste Monat ist vorüber und Juliet ist seit Donnerstag für eine gute Woche in Deutschland. Ein guter Moment, zurückzublicken und nochmal zu vergleichen. Tequila rennt grad wie von der Tarantel gebissen um mich rum, also so richtig allein bin ich ja auch jetzt nicht mehr, trotzdem ist der Unterschied gewaltig, ohne Juliet ist irgendwie alles doof.

Der Morgen zu Viert

Was war das für ein schöner Monat. Ich wachte morgens auf, bemerkte als Erstes meine Süsse neben mir, an die ich mich natürlich gleich mal kurz ankuschle, was sie mit einem genervten Geknurre quittiert, dann bemerke ich unsere Katzen am Fussende auf dem Bett, Tequila wie immer links bei Juliet, Baileys wie immer rechts bei Fuss. Ich stehe auf und geh in die Küche um Kaffee zu brauen, beide Miezen rennen mir im gestreckten Galopp voraus, also erst mal Tierfutter anrichten, wenn nötig Katzenklo im groben reinigen und mein Kaffee. Zurück im Bett versuche ich Juliet einen Knutscher zu verpassen, was sie erneut mit Knurrlauten quittiert und sich mit einer gekonnten Hechtrolle um die eigene Achse auf die andere Seite wälzt. Erneutes knurren, vergnügtes Kichern meinerseits, weiter geht’s mit antüdeln und so. Bevor ich das Haus verlasse, kriegt Juliet natürlich nochmal einen Knutscher, den sie – man ahnt’s – erneut mit Knurr- oder selten auch Fauch-Geräuschen beantwortet……. worauf ich dann noch vergnügter das Haus verlasse – was die Katzen an der Tür stehend dann mit tadelndem Blick belohnen.

Wenn man beim Heimkommen erwartet wird

Der Tag ist um, ich komme heim, will die Tür öffnen, da öffnet sie sich selber und Juliet strahlt mich an – umarmen, beknuddeln, beknutschen, blabla……… die Katzen wirken etwas aufgedreht……… dann erst mal aufs Sofa sitzen oder liegen, etwas brabbeln, zwischendurch die anmarschierenden Katzen streicheln…….. und dann geht Juliet in die Küche und kocht das Essen fertig, das sie meist bereits vorbereitet hat.

Zu Viert auf dem Sofa

Das Sofaliegen ist natürlich völlig anders als früher, wir kleben eigentlich nonstop aneinander, am liebsten vor dem TV ausgestreckt, den Film ständig durch Knutschen oder Dazwischenquatschen unterbrechen – oder abendfüllende YouTube Sessions im Stil von: “Kennst Du den Song auch?”. Wenn’s ins Bett geht, werden wir natürlich gleich begleitet, manchmal gibt’s zuerst noch ein kurzes Zwangsknuddeln mit den Katzen, dann wird aneinander gelöffelt (wir, nicht die Katzen) und selig schlafe ich ein.

Ohne Juliet ist alles doof, auch Schmetterlinge und so

Tja, seit Donnerstag isse nun wieder weg, die Kuh, weil sie dieses Wochenende an einer Feier ist und nächstes Wochenende ihre Mama heiratet, deshalb bleibt sie gleich ne Woche, macht wenig Sinn für ein paar Tage wieder hierher und zurück zu fliegen. Aber so sinnvoll das ist, so blöd isses auch, sooooooooooooooooooooooo blöd, mindestens.

Wenn Miezen sich trösten

Die Katzen waren zuerst etwas verwirrt, als ich allein heim kam am Abend, aber sie suchten dann schnell bei mir etwas Trost und so kommt es, dass Tequila neuerdings stundenlang auf mir rumliegt, egal ob ich TV gucke oder Diablo spiele, Teqi macht mit.

Und auch Baileys ist anhänglicher, da wird das abendliche Haarebürsten das neuerdings mein Job ist auch gern mal auf den Nachmittag vorverlegt – die kann quaken sag ich Euch, da hat man keine Wahl, die fordert das echt ein :-) Aber das Schöne ist, dass ich so auch sehr getröstet werde, ich fühl mich echt nie allein, die Miezen sind immer da.

Alles nicht lustig

Ansonsten ist halt eben alles irgendwie doof ohne meine Süsse. Kochen am Abend ist nicht lustig, Cappu schlürfen schmeckt auch weniger, mir fehlt die Kuschlerei, allein ins Bett ist auch zu Dritt doof – Mann das klingt ja wieder *grins* – jedenfalls entschlafe ich nun halt wieder öfters vor dem TV, was für die Katzen manchmal etwas verwirrend ist, wenn ich dann um Vier plötzlich aufstehe und geisterhaft im Schlafzimmer verschwinde – wohin sie mir natürlich gleich folgen, versteht sich ;-) Aber es fehlt einfach unheimlich viel, wenn meine Liebste nicht da ist, soooooooooooooooo viel fehlt da, mindestens.

Nur Diablo ist nicht doof

Grösster Trost – das mag in Anbetracht des Namens etwas merkwürdig scheinen – ist Diablo himself, das Computerspiel das ich vor Juliets Einreise so enthusiastisch gespielt habe. Ich hatte damals das Spiel mit meiner stärksten Spielfigur bereits zweimal komplett durchgespielt, war deshalb im dritten Schwierigkeitsgrad und der war sowas von abartig schwer und absolut nicht den Genfer Konventionen entsprechend, dass mir der Spass langsam verging, also kam Juliet grad rechtzeitig :-) Aber nach einem Monat Spielpause konnte ich es natürlich nicht lassen und hab nochmal etwas rumgezockt und kam dabei zum ersten Mal auf die Idee, das spieleigene Auktionshaus aufzusuchen, mit dem ich mit dem erbeuteten Spielgeld Gegenstände kaufen konnte. Haha, wie doof bin ich denn, ich kriegte da auf Anhieb eine neue Waffe für meine grad so arg von Monstern geschundene Spielfigur ergattern, die mal locker doppelt so stark war wie die Alte – Resultat davon, ich putz die Drecksäcke wieder weg wie nix, muahuah *irrguckt* – und das macht wieder total Spass, gestern bis um drei Uhr. Da Tequilas Platz durch den Notebook blockiert war, legte sie sich halt entweder zu Füssen oder wie auf dem Bild zur Seite, den Kopf bequem auf meiner Hand ruhend, die unruhig die PC-Maus bewegt. Ich glaub, sie genoss die indirekte Massage durch die Spielbewegung meiner Maus, ich wiederum konnte mich nur begrenzt daran erfreuen, es fördert den Spielfluss nicht wirklich ;-)

Mal wieder Zeit – wofür?

Jedenfalls habe ich nun wieder mal etwas Zeit – man kommt ja echt zu gar nix mehr, wenn man so ein liebenswertes Mädel ständig um sich hat, an das man sich permanent klammern möchte wie junges Klammeräffchen – selbst dann, wenn sie sich grad geweckterweise aufführt wie ein wütender tasmanischer Teufel ;-) Und dann noch zwei zärtlichkeitsbedürftige Vierbeinkatzen dazu, da bleibt nicht mehr viel Zeit für sonstwas. Und nun hab ich sie, nutz sie sogar um diesen Blogbeitrag zu schreiben, wüsste sonst noch gefühlte tausend Dinge die ich längst erledigen wollte und eben nie zu was komme – aber weil grad alles so doof ist, mag ich irgendwie nicht – da gibt’s also nur eines, Diablo-3 starten und mal gucken wie ich zurecht komme mit meinen neuen Waffen – oder mit Tequila n’Film gucken – und ein Eis essen, auch wenn das eigentlich nur dann so richtig lecker ist, wenn man es zu Zweit mit einem Löffel ist *soifz* – ach schnickschnack, ich geh jetzt ein paar Monster plätten, man gönnt sich ja sonst nix ;-)

Vier Miezen für ein Halleluja

Es tut mir echt leid, dass ich so lange nichts mehr gebloggt habe, aber ey, ich leb mit drei Miezen zusammen, woher soll ich da noch Zeit nehmen? ;-) Und weil wir heute ja noch das sonntägliche Bad vor uns haben und so, fass ich mich etwas kurz, so gut es geht, hab ja viel zu erzählen…….

Das grosse Krabbeln

Das Wichtigste zuerst, ich bin sowas von glücklich – nein, wir sind sowas von glücklich, alle Viere, ich schwörs :-) Aber vorallem für mich ist es zusätzlich auch eine enorme Veränderung des Alltags, weil ich wie im letzten Blogbeitrag beschrieben lange alleine lebte und der tägliche Abend sich anfühlte als lebe man in einer Höhle. Und das hat sich gewaltig geändert, auf so schöne Weise. Es vergeht keine Minute ohne dass sich irgendwas um mich herum bewegt oder die Stille durch ein Mauzen oder Brabbeln unterbrochen wird. Da ist ständig was los und alles was los ist hat etwas vergnügtes oder etwas kuschliges oder etwas familiäres oder was weiss ich. Es ist einfach mega schön und dementsprechend geniesse ich das Leben in vollen Zügen.

Des Lebens zahlreiche Fascetten

Auch sonst hat sich vieles verändert, beispielsweise Essgewohnheiten und so Kram. Zu zweit nimmt man sich gerne Zeit um in der Küche runzustehen – geht auch prima kuschelnderweise, wenn beispielsweise Juliet Kartoffeln schält, löffle ich mich hinten an sie ran, umklammere sie und unterstütze sie so energetisch :-) Und öfters werde ich sogar bekocht, wenn ich von der Arbeit komme. Auch die Abendgestaltung ist natürlich anders, früher sass ich fast ausnahmslos vor dem Computer oder TV, heute verbringen wir ganze Abende nur mit Musik hören oder plaudern oder besser beides zusammen und schon öfters machten wir youTube-Abende bis in die tiefe Nacht hinein, schauen uns ein Musikvideo nach dem Anderen an und erzählen uns Geschichten aus Zeiten, die wir mit diesen Liedern verbinden. Alles in Allem ist das Leben einfach viel fascettenreicher geworden – geblieben ist jedoch eines, wir lachen eimerweise und knuddeln kilometerweit – oder so – und sind einfach glücklich wie bekloppt :-)

Der Griff ins Leere :-)

Tagsüber, während ich am ackern bin, beackert Juliet emsig die Wohnung und ich meinerseits erlebe dann mein tägliches Wunder, wenn ich heimkomme und nicht weiss, was mich heute wieder Neues erwartet. Juliet sucht noch immer nach den idealen Plätzen für all die Dinge des Lebens und das hat zur Folge, dass tagtäglich Dinge von hier nach da wandern. Meist tun sie das auf wirklich sinnreiche Art, wirklich, aber wenn ich frühmorgends völlig verpennt vor dem Spiegel stehe, ist mir nicht nach viel Sinn zumute, da strecke ich einfach den Arm aus und der findet wie gewohnt das was ich zu so unheiliger Stunde brauche……. oder greift ins Leere. Und dann guck ich erst mal blöd, zu so unheiliger Stunde, und dann geht die Suche los. Meist finde ich das Gesuchte natürlich schnell, eben weil es sinnig einsortiert wurde. Aber diese morgendliche Irritation ist schon etwas verwirrend, zu so unheiliger Stunde ;-) Schlimmer ist es in der Küche, da wanderte anfangs auch alles in der Gegend rum, da will ich eine Tasse rausnehmen und halte einen Teller in der Hand, haha. Und so erklingt halt seit zwei Wochen täglich der mittlerweile berüchtigte Ruf durch die Wohnung: “Schatziiiiiiii??????? Wo in aller Welt ist die Schere??????”. Worauf dann etwas im Stil von “Na in der Schublade rechts vom Kochherd, da wo sie hingehört”. Aha! Das muss natürlich nicht heissen, dass die auch morgen noch dahin gehört, so selbstverständlich mein ich, die kann dann auch gut plötzlich sonstwohin gehören, selbstverständlich ;-) Aber Spass beiseite, es ist schon erstaunlich, wieviel Logik man in so einen Haushalt bringen kann und ich fühl mich überraschenderweise wohl in dieser Ordnung.

Juliets Gestaltungseuphorie

Weiters zeigt sich Juliet von einer euphorischen Gestaltungsfreude. Ihr neuster Streich hat im wahrsten Sinn des Wortes mit Streichen zu tun, sie streicht nämlich grad die ganze Wohnung. Also, streichen, naja, ich würd da andere Begriffe wählen um das zu umschreiben, aber wie auch immer, nennen wir es mal streichen *grins*. Alle Zimmer sollen ihr ödes weiss verlieren indem sie in allen Zimmern einzelne Wände oder Teile davon mit einem sanften Farbton streicht. Ich konnte mir sowas gut vorstellen, also legte sie los. Vorstellen konnte ich es mir, joh, aber ich hätte mir nicht vorgestellt, dass es so aussieht :-) Der genialste Streich erfolgte im Schlafzimmer, wie man auf dem Bild sehen kann. Zuerst guckte ich ins Schlafzimmer wie ein Auto, mit weit aufgerissenen Augen. Der erste Kommentar war: “Wenn Kinder sowas tun, legt man sie übers Knie”. Aber wenige Sekunden später kam ein “Ist ja geniaaaaaaal”. Nächste Woche kommt das Wohnzimmer, der wichtigste Teil der Wohnung, weil wir ja 99% des wachen Zustands dort verbringen. Ich weiss noch nicht so Recht, ob ich mich freuen soll oder fürchten, aber ich glaub das kommt gut, die Gute hat wirklich ein Händchen für die verrückte Dimension des Schönseins :-)

Das grosse Kuscheln

Ebenfalls ganz toll ist die Sache mit unseren Pelzgesichtern. Ey ich liebe Katzen ja so und diese Zwei kenne ich ja nun schon lange genug um sie erst Recht zu lieben. Und so wie die sich hier eingelebt haben, ist eine wahre Freude. Wir sind wirklich zu einer Viererfamilie geworden, war ich früher noch Gast, bin ich heute Frauchen. Sei es, dass ich am Morgen zuerst aufstehe und natürlich gleich in die Küche begleitet werde, wo ich nebst meinen Kaffee gefälligst auch das Katzenfrühstück anrichten soll oder sei es beim abendlichen Fell-bürsten oder beim Streicheln während dem gemeinsamen TV-kucken, wir sind einfach eine Familie.

Geld sparen dank Shoppingtour

Anlässlich der Anmeldung in der Gemeinde und einem kleinen Rundgang durch die Gemeinde entdeckten wir zufällig, dass der Chicoree Totalausverkauf oder sowas hatte. Man glaubt’s nicht, für 42 Franken kauften wir sieben Kleidungsstücke, issja Wahnsinn. Dadurch haben wir soviel Geld gespart, dass wir eigentlich gleich nochmal shoppen gehen müssten :D

Endlich – wir haben “die Zwei” :-)

Apropos shoppen, vor einer Woche war hier ein Jahrmarkt und da er keine 5 Minuten von unserem Zuhause entfernt war, gingen wir da natürlich mal hin und durchstöberten die Stände. Ich meinerseits fand zuuuufällig zwei Kleider, die ich unbedingt haben musste und trotz massivem Widerstand von Juliet auch kaufte, höhö, dann fand ich noch ein Whiskey-Bier mit satten elf Umdrehungen, was bei der Scheisshitze dringend nötig war…………. und dann fanden wir sie, die Zwei die wir schon seit einiger Zeit suchen, die Zwei die zum Symbol werden sollen für das Glücklichste in unserem Leben……….. unsere Eheringe :-) Nun, es mag etwas verwunderlich sein, dass ein Paar die Eheringe auf dem Jahrmarkt kauft, Ringe aus Titan anstatt Gold, aber ey, wir sind das DuoInfernale, bei uns wird man sich doch nicht wirklich noch wundern ;-) Aber ernsthaft, das war nicht so ein Billigjahrmarktstand sondern ein richtiger Schmuckdesigndingensmacher. Der Ärmste wird wohl ein paar verwirrte Tage hinter sich haben seit damals, denn es dürfte nicht alltäglich sein, dass zwei Mädels bei ihm Eheringe kaufen und er dürfte vorallem auch Bauklötze gestaunt haben, wenn er herausfindet, was die Gravur heisst, die er uns in die Ringe gravieren musste: Semper Fi :D

Ein letzter Hauch von Einsamkeit

Als ich gestern von der Arbeit zurückkam und meine Wohnung betrat, besprang mich ein wirklich surreales Gefühl, mir wurde schlagartig klar, dass ich soeben das letzte Mal meine Single-Wohnung betrete. Wenn ich das nächste Mal durch diese Tür schreiten werde, ist es nicht mehr meine Single-Wohnung sondern unsere gemeinsame Wohnung und ich trete nicht mehr allein hinein sondern zusammen mit meiner Herzallerliebsten – samt zwei Taschen voll Katzen – krass.

So ging es mir den ganzen Abend und auch heute seit wach bin, ich videophonierte gestern zum letzten Mal mit ihr, guckte zum letzten Mal allein TV und schlief zum letzten Mal allein vor dem TV ein, weil ich es wie so oft nicht ins Bett schaffe – und mir wird immer bewusster, dass mein TV-Schlafen auch genau damit zu tun hat, dass es einfach schmerzhaft ist, allein ins Bett zu gehen, da bleibe ich doch lieber vor dem TV, habe die Stimmen im Ohr die mir vorgaukeln, nicht allein zu sein…….. und heute um Zehn wachte ich zum letzten Mal allein auf, guckte wie jeden Sonntag allein Sternstunde Philosophie……. all diese letzten Male sind unglaublich berührend, weil sie mir noch viel mehr bewusst machen, was bis heute hier fehlte. Die Trostlosigkeit des Alleinwohnens ist gerade jetzt so spürbar, vielleicht weil ich dieses Gefühl ausnahmsweise zulassen darf, weil ich weiss, dass es zuende ist.

Das erinnert mich auf verrückte Art an den Tag vor meiner GaOp, als es auch all diese letzten Male gab, als ich die Tür hinter mir schloss und wusste, dass ich das nächste Mal als glücklicher Mensch in diese Wohnung treten werde – so wie ich übermorgen nun als wahrhaft glücklicher Mensch erneut hierher komme um noch einmal zu erleben, um wieviel schöner das eh schon schöne Leben sein kann.

Und wie damals freue ich mich unglaublich auf all die ersten Male die vor uns liegen. Nie wieder allein aufwachen oder ungeküsst zur Arbeit gehen, nie wieder den Abend unbekuschelt herumliegen und mich vor der Stille des trostlosen Schlafzimmers fürchten……. an Juliet geklammert einschlafen, neben ihr aufwachen, mit ihr essen, kuscheln, plaudern, zusammen etwas unternehmen……. es war damals schon ein riesiges Wunder, das mich unvorstellbar beglückte, nun geschieht schon wieder so ein Wunder und meine Vorfreude ist von ähnlichem Ausmass wie damals – es ist vollbracht, geht mir einmal mehr durch den Kopf – verdammt, wir haben’s wirklich geschafft :-)

Es ist still um mich herum, doch ausnahmsweise geniesse ich diese Stille heute sehr, sie ist der letzte Hauch einer Einsamkeit, die mich seit vielen Jahren einhüllte. Eigentlich mag ich Stille und Einsamkeit sehr, für eine kurze Zeit, wenn sie gewünscht ist und jederzeit aufgelöst werden kann. Aber die erzwungene Einsamkeit und die Unmöglichkeit, zwischendurch mal wieder einen grossen Eimer voll Zärtlichkeit zu tanken, diese Form von Einsamkeit ist alles andere als schön. Und gerade deshalb ist diese Stille heute so ein Genuss, weil sie sich vor meinen Augen auflöst und mir durch ihre Anwesenheit ein letztes Mal vor Augen hält, was gefehlt hat und was diese Leere nun auffüllen wird.

Sie, dieses bezaubernde süsse Ding, das mindestens so zärtlichkeitsbedürftig ist wie ich, das vermutlich noch viel verrückter ist als ich, dieses süsse Ding das ich so sehr liebe……….. in wenigen Stunden bin ich in Hamburg, noch heute Abend endet die Distanz zwischen uns, von heute Abend an sind wir wahrlich vereint………. und übermorgen beginnt diese neue Epoche in unserem gemeinsamen Leben, die Epoche der uneingeschränkten Zweisamkeit.

Ein Lied von Celine Dion durchdringt meine Hirnwindungen, ein Lied das mir in diesen zweieinhalb Jahren Fernbeziehung immer wieder Kraft und Zuversicht gab. “Wenn ich Dich brauche, dann schliesse ich einfach meine Augen und dann bin ich bei Dir”, singt sie und tröstet mich mit diesen Worten – “Meilen von leerem Raum stehen zwischen uns, ein Telefon kann Dein Lächeln nicht ersetzen, aber ich weiss, ich werde nicht ewig herumreisen, es ist kalt da draussen, aber halte es aus und mach’s wie ich”………… ja, tausend Meilen waren zwischen uns und es war kalt da draussen, aber wir wussten, dass wir diese Distanz irgendwann auflösen, daran glaubten wir und das gab uns Zuversicht…….. wir hatten Recht, wir haben’s geschafft…………. I love you, Darling……….. bis gleich am Hamburger Flughafen :-)

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