Politically incorrect since 1966

Noch eine Wochenzusammenfassung

Jaaahaaaa, ich weiss, ich sollte auf Fotos mehr lächeln, aber ernsthaft, versucht mal den Fotoapparat aufs Fenstersims zu legen, den Auslöser zu drücken und innert ein paar Sekunden durch den Raum zu stöckeln ohne auf der anderen Seite mit Schwung in die Wand zu klatschen, dann umdrehen, schick hinstellen, hübsch lächeln……….. glaubt mir, ich bin froh, wenn ich nur schon auf der anderen Seite bin, wenn das Foto geknipst wird, ich kann da echt nicht noch mehr rausholen ;-) Aber bald ist ja Juliet hier, vielleicht gibt’s dann endlich bessere Bilder. Aber worum ging’s eigentlich? Achja……….

Im letzten Blogbeitrag erzählte ich ja von meinem Entschluss, wieder vermehrt “Tagebuch” zu schreiben anstatt an grösseren Beiträgen zu arbeiten, die dann nie fertig werden. Das bedeutet vorallem, dass ich wieder vermehrt aus dem Tag heraus schreiben möchte, also nicht so wie jetzt hier grad eine Wochenzusammenfassung sozusagen nacherzähle, sondern wieder wie früher dann schreibe wenn die Gefühle auftauchen, sprich, wieder aktueller zu werden. Ich werde demnächst mal mehr über all das plaudern. Gerade diese Woche wäre gut gewesen, da war wirklich viel Positives, das unter die Haut geht. Aber weil ich grad so unter Druck bin, fehlt mir einfach grad die Energie oder Zeit und so bleibt halt nur, nochmal eine Zusammenfassung zu machen – jä dänn, here we go…….

Zwei mega schöne Weiberabende ;-)

Ich geh ja eigentlich eher selten aus, ich war schon immer ein Gernzuhausrumliegtier – ausserdem komm ich ja auch nie zu was, weil ich ständig mit Juliet am videophonieren bin ;-) Aber gerade weil ich nicht ständig im Ausgang bin, ist es dafür auch immer ein besonderer Genuss, vorallem wenn ich wie diese Woche mit so liebenswerten Menschen zusammen bin.

Anfang Woche war ich an die Geburtstagsparty meiner Freundin eingeladen (meine ex-Logopädigin) und verbrachte glaub etwa fünf Stunden zusammen mit ihr und ihrem Mann und enem dutzend coolen Mädels auf deren Gartensitzplatz – mit lecker Bole und Essen und Wein und gaaaanz viel Gespräch und Gelächter. Ein Wahnsinnsabend, echt, danke Euch Mädels ;-)

Am übernächsten Tag gings dann wieder los, diesmal zum Nachtessen mit meiner ehemaligen Lebenspartnerin, die seit da zu meinen besten Freundinnen gehört. Wie wir es nicht anders kennen, wurde es ein toller Abend mit sehr vielen Gesprächen – halt so ne Plauderorgie wie es unter BestFriends vorkommt ;-) Und da wir uns recht lange nicht mehr gesehen hatten, war’s natürlich eine besondere Freude.

Eine kleine Verschwörung zum Mitmachen

Zu erwähnen wäre höchstens noch …… *verschwörerischguckt*…….. Juliet ist ja grad nicht da……. *irrkichert*…….. na so unter uns, beim ersten Ausflug, als ich über Zürich fuhr, naja dann halt dort auch zuuuuuufällig an dem Chicoree-Laden vorbei kam, in dem ich erst grad dieses geniale Kleid kaufte………. *hüstel*……….. naja, ich mein, die waren runtergesetzt, es war ja schon günstig, diese 40 Franken für dieses Kleid……. und nun nur noch dreissig……….. naja, was soll ich sagen, ich hab’s halt jetzt auch noch in lila :D ………. aber ey, psssst, nicht Juliet weitersagen, von wegen ich hätt genug anzuziehen, also echt, die hat ja sowas von keine Ahnung *augenverdreht*…………. aber hab ich nicht Recht? DIESES Kleid? In lila? Für 30? ………… Du hast schon so eins, würd sie jetzt rumzicken *seufz*, ja, hab ich, aber ich hab nicht das in lila, was ist daran so schwer zu begreifen? *entnervtdenkopfschüttelt*

Uiiiiiiii, apropos Juliet, in 12 Tagen und 2 Stunden bin ich bei ihr in Hamburg, knappe 2 Tage später sind wir hier, isssssja Wahnsinn, aber sowas von Wahnsinn. Langsam aber sicher werde ich auch hibbelig, das hab ich normalerweise etwa drei Tage vor Abflug. Aber diesmal nehm ich sie ja mit nachhause, jajajasjaja, das ist so eine beglückende Erwartung, dass ich jetzt schon merke, wie ich aufgedrehter werde, da kommen harte Tage auf meine Arbeitskollegen zu ;-)

Wenn die Sonne strahlt, dann wärmt’s das Herz :-)

Wie in jedem guten Text kommt das Beste natürlich zum Schluss – und das ist sowas von das Beste :-) Denn am Sonntag besuchte mich nach längerer Zeit zum ersten Mal meine Tochter wieder. Ich versuch schon gar nicht, Worte zu finden für das Gefühl das ich hatte, als sie mit strahlendem Lächeln in meine Wohnung eintrat und wir drei Stunden zusammen waren, zusammen mit ihrer Mutter. Wir plauderten über viele Themen, unter Anderem auch über mich und das Thema Transsexualität. Bis zum Schluss hatte ich das Gefühl, dass uns allen wohl war, klar ist die Situation nachwievor nicht einfach, aber ich glaub, an diesem Sonntag ist eine Tür aufgegangen – ich glaub, wir haben einen grossen Schritt aufeinander zu gemacht, in eine wirklich gute Richtung………… ich freu mich so, so, so…….. kann man nicht erklären, einfach so, so, so……………….. :-)

Unter Druck läuft die Zeit schneller

Ne, Quatsch, die Zeit läuft immer gleich schnell, das hatten wir ja erst grad, aber es scheint als würde die Zeit in Siebenmeilenstiefeln rennen, wenn man viel um die Ohren hat und das habe ich grad mehr als genug. Deshalb komme ich auch nicht mehr zum bloggen und das wird sich in den nächsten Wochen kaum bessern – aber alles mal der Reihe nach

Darf man? Ich schon :-)

Zuerst das Erfreuliche, ich hab ein neues Lieblingskleid, dieses schulterfreie Stretchdingens, erst grad vor einer Woche zufällig auf dem Vorbeiweg beim Chicoree eingesammelt. Als ich meine neuste Errungenschaft diese Woche erstmals zur Arbeit trug, fragte mich mein Boss mit frechem Grinsen im Gesicht, ob man mit 45 Jahren denn überhaupt noch so schulterfreies Zeug tragen dürfe. Natürlich reagierte ich wie es sich gehört mit gespielter Empörtheit, erst im Nachhinein kam mir die Antwort, die ich hätte geben müssen: “Wenn man so toll aussieht wie ich, dann darf man das” :-) Aber Spass beiseite, ne eigentlich trägt man mit 45 Jahren keine solchen Fummel und geht erst Recht nicht so zur Arbeit. Doch glücklicherweise bin ich nicht “man”, ich bin “ich” und wenn es etwas gibt, das mich auszeichnet und auf das ich stolz bin, dann ist es meine Renitenz, mich nicht mit “man” zu identifizieren und mich so entfalte, wie ich bin. Das mag manchmal übertrieben sein, manchmal unpassend, manchmal sonstwie unkorrekt – aber das bin ich und ich mag mich so – und ob die Welt dafür Verständnis hat oder nicht, ich gefalle mir so und ich fühle mich gut darin – auch deshalb kann ich nur sagen: Ich darf :-)

Weil wir es uns wert sind

So doof und manipulierend dieser Werbespruch auch ist, er spricht etwas an, das jetzt grad zum Thema passt. Diese Woche tauchte sonstwo die Frage auf, warum wir Mädels uns so rausputzen und die Vorstellung lag im Raum, dass wir das tun um den Jungs zu gefallen. Da musste ich widersprechen – das mag vielleicht stimmen, wenn wir auf der Jagd nach Lebenspartnern sind, dann wollen wir natürlich gefallen und nutzen die Möglichkeiten um uns in einem möglichst guten Bild zu präsentieren – aber im Normalfall tun wir das nicht für Andere, wir machen das hauptsächlich für uns selbst. Sich zu Kleiden ist immer auch Selbstentfaltung und diese dient immer auch dazu, dass wir uns in uns selbst heimisch fühlen – mehr als Anderen wollen wir uns selbst gefallen. Ich bin ein gutes Beispiel dafür, ich bin in einer festen Beziehung, habe also kein Interesse daran, Interesse zu wecken und meine Liebste wiederum liebt mich so wie ich bin, egal was ich anziehe. Trotzdem ist es mir wichtig, dass ich am morgen in den Spiegel sehen kann und ein gewisses Mass an Zufriedenheit ernte. Dieses Foto entstand beispielsweise gestern als ich zur Arbeit ging und den ganzen Tag allein dort war, ich wusste, dass mich niemand sieht, aber es tat einfach gut, mich so anzutüdeln – eben weil ich es mir wert bin :-)

Zurück zum Thema, das keines ist

Aber darüber wollte ich ja eigentlich gar nicht schreiben, das ist halt das Problem beim Brainstorm-Blogging, so wie ich das oft mache. Ich habe zwar meist eine Motivation zum Schreiben und damit ein angepeiltes Thema, aber wenn ich dann lostippe, dann sprudelts halt einfach aus meinem Kopf raus und was da raus kommt erstaunt öfters auch mal mich selbst. Trotzdem versuch ich jetzt wieder das Thema zu finden, jenes das eigentlich keines ist, ich will ja nur über die letzten zwei Wochen berichten und erklären, warum man von mir so nix liest. Neuer Versuch…….

Diablo, der kleine tote Drecksack

Seit ich Diablo 3 habe, spiele ich es auch täglich stundenlang. Unterdessen spiele ich das Spiel mit meiner Lieblingsfigur, der Zaubererin, bereits zum dritten Mal komplett durch, diesmal im dritten von vier Schwierigkeitsgraden, was mir ein grässliches Ableben im 5-Minutentakt einbringt. Doch langsam nimmt die Begeisterung ab, einerseits weil ich bald jeden Busch in Diablos Lande mit Namen kenne, anderseits auch weil so ein hoher Schwierigkeitsgrad auf mich mehr nervig als herausfordernd wirkt. Ich spiele so Spiele um Spass zu haben und nicht um etwas zu erreichen. Und wenn’s dann so schwierig wird, dann wird der Spass irgendwann zur Arbeit und das ist nicht mehr das, was ich unter Freizeitgestaltung verstehe. Wie auch immer, es war eine super spannende Zeit in der ich mehr Adrenalin in mir hatte als ein NavySeal während einem Kampfeinsatz. Aber die Begeisterung nimmt langsam ab und das ist gut so, so cool diese Zeit war, ich hab auch noch Wichtigeres zu tun als sowas………

Die NavySeals unter den Programmierern

…….. beispielsweise ackern, denn in meiner Firma brennt grad das Dach als hätte meine Zaubererin mal wieder Feuerbälle geschmissen. In einem Monat muss ein neuer Programmteil für eine Demo fertig sein auf Teufel komm raus und obwohl ich den Teufel resp. Diablo nun schon etwa 5 mal gekillt hab…… ähm, ne, anderes Thema……. jedenfalls sind wir noch weit entfernt von diesem Ziel und es ist realistisch gesehen unmöglich, dass wir bis dahin fertig werden. Das bedeutet einerseits, dass wir uns auf das Wichtigste konzentrieren müssen und es heisst auch, dass wir eine Zeit lang weit über unsere Kräfte hinausragen müssen – und das geht tatsächlich, zumindest eine gewisse Zeit lang. Ich mag so Druck, das Unmögliche zu erreichen wirkt auf mich immer belebend und motivierend und so weckt auch diese Phase in mir den Drang, über mich selbst hinauszuwachsen. Ich habe diese Fähigkeit, dass ich wenn nötig meine Leistung hochzuschrauben. Keine Ahnung wie genau ich das mache, es passiert einfach mit mir, wenn es sich aufdrängt. Doch so Hochleistungsphasen kann ich nur eine gewisse Zeit aufrecht halten, wenn in meinem Hirn der Turbo anläuft, dann bin ich zu enormer Leistung fähig, bin dafür aber am Abend ziemlich ausgebrannt und wenn ich das zu lange mache, brenne ich total aus. Mit sowas ist nicht zu Spassen, aber manchmal muss und darf es sein, solange man’s nicht übertreibt. Jetzt ist wieder so eine Zeit und ich gebe gerne ein paar Wochen lang all meine Energie in dieses Projekt, weil mir das Ganze wichtig genug ist. Aber es ist anzunehmen, dass ich dafür sonst kaum noch zu was komme, eben weil ich in der Regel am Abend einfach ausgebrannt bin. Dementsprechend dürfte die Diablo-Ära sich dem Ende neigen und auch sonst die nächsten Wochen nicht viel Kreatives von mir zu erwarten sein. Aber wir werden das Ziel erreichen, hol mich der Teufel wenn nicht ;-)

Diana als Korrektorin oder so

Vor einer guten Woche telefonierte ich nach etwa 20 Jahren erstmals wieder mit meinem Paten. Auslöser war eigentlich, dass er mir etwas Geld überwiesen hat, weil er von meinem Vater hörte, dass wir durch den Umzug und die Ungewissheit, bis wann Juliet einen Job findet, eine eher kritische Finanzsituation vor uns haben. An dieser Stelle nochmal herzlichen Dank, sowohl an meinen Götti (Pate) als auch Paps und Maya, die uns ebenfalls den Rücken stärken. Bei diesem Telefon kam etwas was mich echt aus den Schuhen gehauen hat. Mein Pate hat ein Buch geschrieben, etwas eher philosophisches im Themenbereich Lebenshilfe, wenn ich das richtig verstanden habe. Richtig verstehen kann ich das nämlich nicht, weil es französisch ist und ich damit überaupt nicht klar komme. Da sein Buch recht grossen Erfolg hat, wird es nun auf deutsch übersetzt und hier hängt der Hammer: Mein Pate fragte mich, ob ich diesen übersetzten Text nicht überarbeiten könne, weil ich doch so gut schreiben würde. Wow, was für ein Kompliment. Der Text wird von Profi-Übersetzern übersetzt und ich soll dem Text den letzten Schliff geben? Ich bin echt stolz darauf, dass er mich so einschätzt und mir sein Buch in die Hände drückt und ich bin auch stolz darauf, dass ich zur Veröffentlichung dieses Buches beitragen darf. Darüber wird es zu gegebener Zeit mehr zu lesen geben.

Besuch bei Papa

Boah hab ich heut Gedankensprünge, zuviel Strom auf der Leitung und so – jedenfalls gehn wir jetzt erst nochmal in die Vergangenheit. Letzten Samstag war ich mal wieder bei meinem Paps und Maya zum Essen eingeladen und wir verbrachten einen wunderschönen Nachmittag auf dem Balkon und schlabberten ein leckeres Fondue Chinoise, das vorallem deshalb so lecker ist, weil mein Paps die beste und brutalste und erbarmungsloseste Koblauchsauce der Welt macht. Ich liebe meines Gevaters Fondue mit seiner Killer-Knofi-Sauce so sehr, dass ich meistens damit verwöhnt werde wenn ich zu Besuch bin. Jedenfalls verbrachten wir einen superschönen Nachmittag und plauderten über sehr viele Dinge, auch über sehr persönliche Sachen. Alles in Allem war es ein super toller Tag und wir waren uns mal wieder viel näher als sonst und das will was heissen, weil wir uns auch sonst sehr sehr nah sind. Und so konnte ich einmal mehr mein Glück geniessen, so einen tollen und einfühlsamen Vater zu haben – und auch wenn ich immer von meinem Paps spreche, so ist damit eigentlich immer auch seine Frau Maya mitgemeint, die ihm in Sachen Verständnis und Liebenswürdigkeit in nichts nachsteht. Ich hab Euch Zwei echt lieb, das muss einfach mal herausposaunt sein :-)

Mal wieder die Süsse der Bedeutungslosigkeit

Überhaupt war dieser ganze Tag ein wahres Meer aus zuckersüssen Gefühlen. Schon der Hinweg war einfach genial. Da ich einiges auf meiner Todo-Liste hatte, das längst überfällig war, kombinierte ich die Reise dahin mit ein paar dieser Pendenzen und so gab es eine grössere Runde. Zuerst ging’s nach Zürich um dort eine Blutentnahme machen zu lassen um die Hormon- und Cholesterinwerte zu prüfen, dann ging’s weiter in meine Apotheke um die bald ausgehenden Hormone zu holen, von da aus dann in meinen Stamm-Makeup-Laden um mich mal wieder mit dem ebenfalls bald ausgehenden Makeup einzudecken, dann weiter an den Hauptbahnhof und weil ich dort noch etwas Zeit todschlagen musste, verirrte ich mich seltsamerweise in einen Chicoree Laden und fand dort ebendieses neue Lieblingskleid – dann holte ich mir ein lecker Strongbow-Cider (irischer Apfelwein), setzte mich in den Zug und versuchte Stephen Kings “Es” weiter zu lesen – erfolglos – weil ich so erfüllt war von Glücksgefühlen, dass ich mich auf nix konzentrieren konnte. Denn bei diesem ganzen Rundgang kam mal wieder das, was eigentlich nicht mehr so oft geschieht, ich war mir immer wieder bewusst, wie gut alles läuft, wie wenig ich auffalle und was für ein natürliches Leben ich unterdessen führen kann. Mein Leben ist unterdessen so selbstverständlich geworden, dass ich nur noch selten darüber nachdenke und gerne vergesse, wie schwer mein “neues Leben” zu Beginn war. Aber an so Tagen wie diesem wird mir das wieder bewusst, wenn ich durch verschiedene Stationen stöckle und überall feststelle, dass ich bei niemandem mehr Fragen aufwerfe, ich bin einfach nur noch eine Frau wie viele Andere. Wenn mir das mal wieder so bewusst wird und ich es so direkt erlebe, erfüllt mich das mit einem so ungeheuren Gefühl von Glück und Dankbarkeit, dass ich heulen konnte vor Freude. Wenn man soviel dunkle Zeiten erlebt hat wie ich und so lange keine Hoffnung hatte, jemals glücklich zu werden, dann ist es einfach umwerfend, wenn man immer mal wieder feststellt, dass das Unmögliche und Unvorstellbare längst Alltag geworden ist.

Zwei Dates nächste Woche

Und nächste Woche läuft’s auch wieder rund, denn abgesehen davon, dass ich wie oben erwähnt eben einen Programmier-Marathon für NavySeals-Programmierer absolvieren werde, bin ich gleich zwei mal eingeladen, zuerst an der Geburtstagsparty meiner ex-Logopädin, die ihre Freundinnen zum Geburtstag eingeladen hat und dann habe ich noch mit meiner ex-Freundin zum Essen abgemacht. Auf Beides freue ich mich enorm, die Geburtstagseinladung ist mir eine grosse Freude, weil ich mich erstens ehrlich gesagt etwas gebauchpinselt fühle, dass sie mich zu ihren Freundinnen zählt und weil sie eine wirklich tolle Frau ist vor der ich eine hohe Achtung habe und auf das Essen mit meiner ex-Freundin freue ich mich deshalb, weil sie eine meiner besten Freundinnen ist und wir uns sehr gut kennen und weil wir uns seit Monaten nicht mehr gesehen haben.

Wenn der Himmel näher rückt

Und über all dem schwebt der Himmel, der von Tag zu Tag näher rückt. Heute in drei Wochen fliege ich nach Hamburg und zwei Tage später fliegen wir zu Viert zurück, zwei Zweibeinkatzen und zwei Vierbeinkatzen – und von da an darf man mich “das glücklichste Mädel der Welt” nennen. Hier wie dort ist eigentlich alles Nennenswerte erledigt. Zweieinhalb Jahre führten wir diese Fernbeziehung und obwohl wir uns so wenig geben konnten in dieser Zeit, war es doch so viel, das wir empfangen durften. Ich kann es nachwievor nicht fassen, dass ich dieses süsse Ding bald jeden Tag für mich habe – inklusive zwei Katzen – ey wenn das kein Schnäppchen ist, was dann? ;-)

Ärger mit Lobbyisten und Psychiatern

Die einzigen Dinge die eigentlich so leckere Suppe des Lebens immer mal wieder versalzen sind Atom-Lobbyisten, die seit einigen Wochen wie Heurschreckenschwärme über Zeitungsartikel herfallen und eine Desinformationskampagne führen, die dem Wort “Hirnwäsche” in nichts nachsteht und auf der anderen Seite der nicht enden wollende Strom aus Medienartikeln über Transsexualität, in der ewiggestrige Psychiater und Sexologen ihre religiös anmutende Faktenresistenz breitwalzen, begleitet von transsexuellen Menschen, die sich nur zu gerne als persönlichkeitsgestörte Geschlechtswandler instrumentalisieren lassen, als hätte Selbstverleugnung und Selbstentwürdigung auch nur im Entferntesten etwas mit Selbstbestimmung zu tun. In beiden Fällen bin ich etwas ratlos. Bei den Atomlobbyisten liegt die Schwierigkeit darin, dass man sie zwar aufgrund ihrer Argumentationsweise erkennt, dass man aber nicht beweisen kann, dass dieser angeblich private Kommentarschreiber in Wirklichkeit ein PR-Profi mit Mandat der Atomindustrie ist. Und beim Trans-Thema ist man nicht weniger hilflos, weil die vermeintlichen Fachleute in der Öffentlichkeit einfach eine höhere Glaubwürdigkeit haben, auch wenn ihre Thesen noch so abstrus sind. Und nicht zuletzt entzieht es einem die Glaubwürdigkeit, wenn Betroffene sich vor den Karren dieser Psychopathologisierungsindustrie spannen lassen. Über all das wird es zu gegebener Zeit noch einiges hier zu lesen geben, ein Artikel über den “Geschlechtswandler-Mythos” ist eigentlich längst fast fertig, aber eben nur fast…………… deshalb, weil ich über all das noch nicht ausreichend schreiben konnte, verweise ich auf einen diese Woche erschienen Artikel, der mich auf 180 brachte. Das Interview mit dieser Psychiatrin zusammen mit meinem Kommentar darunter dürften einen kleinen Einblick geben, mit was für Irrsinn ich mich herumärgern muss:
Bayerische Staatszeitung – Fremde in unserer Gesellschaft

Doch so gross der Ärger über die Desinformation in diesen zwei Themen auch ist, so wenig lasse ich mir meine ansonsten gute Laune vermiesen von so Pappnasen. Denn ey, wer so eine Verlobte hat und solche Freundinnen und so einen spannenden Job und so einen coolen Daddy und so ein tolles Kleid und wer dann auch noch Zaubererin auf Level 46 ist, kann sich nur glücklich schätzen – bekloppt aber glücklich :D

So und jetzt – Ihr ahnt es sicher bereits – geht’s ab in die Badewanne – und während ich dort lieblichem Gesang lausche, überlasse ich Euch diesem Song, ein Oldie aus 1977, der soviel Energie verströmt, wie ich brauche wenn ich eben mal wieder auf Höchstleistung laufen muss – Musik von damals, wie Mick Jagger sagen würde, Musik die noch mit dem Arsch gemacht wurde – enjoy ;-)

http://www.youtube.com/watch?v=x21uw543HVk

Dianas Hirnzerfall beim Schuhkauf

Wir sollten uns mal wieder über die wirklich wichtigen Dinge ein paar Gedanken machen, beispielsweise das Mysteriums des weiblichen Schuhladenbesuchs und im speziellen der merkwürdigen Tatsache Aufmerksamkeit schenken, dass bei mir beim Schuhkauf regelmässig und mit an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit der Verstand komplett aussetzt…….. denn das hat sehr sehr seltsame Konsequenzen……..

Ich bin ja eigentlich keine Schuhfetischistin im herkömmlichen Sinn, ich hab kaum wirklich exklusive Schuhe sondern stehe im wahrsten Sinn des Wortes vorallem auf so klassische Pumps – idealerweise mit gut gangbarer Absatzhöhe von 6-8cm für den Alltag und höchstens 10cm für besondere Anlässe. Mein Problem kommt eher daher, dass ich einfach sehr klare Vorstellungen habe von einem guten und schönen Schuh. Ist er zu hoch, tun die Füsse weh, zu tief hab ich immer das Gefühl hinten rauszukippen, ist er zu eng, tun die Füsse wieder weh, ist er zuwenig eng, hat man damit keinen Halt und stöckelt wie eine sturzbetrunkene Giraffe, er darf nicht zu spitz sein, bei den Fussballen nicht zu eng und und und…… und dann braucht man sowas in schwarz für dunkle Kleider, in beige für helle Kleider, in braun und in grau und in weiss und und und……… und dann kommt der Winter und der ganze Quatsch geht mit Stiefeln wieder von vorne los *seufz*

Des Mädels heiliger Gral

So kommt es, dass die Jagd auf “den richtigen Schuh” Formen angenommen hat, die vergleichbar sind mit der einstigen Suche der Kreuzritter nach dem heiligen Gral – auch sie haben ihn nie gefunden – ich aber bleibe dran ;-) Aber es ist schon auch so, dass ich so Pumps wirklich schön finde und sie in meinen Augen das Gesamtbild eines elegant-berockten Mädels abrunden wie ein Diamant einen Ring *malscheinbarzufälligzuschatzirüberguckt*. Soviel mal als Voraberklärung, damit man sich die dahinterliegende Dramatik etwas vorstellen kann. Nun zum eigentlichen Thema, was diese wie ferngesteuert wirkende Suche nach dem heiligen Schuh für Auswirkungen hat.

Wer sucht, der findet, das sagte schon Jesus und die Kreuzritter glaubten es auch, ich auch – und ich kann sogar bestätigen, dass das wirklich stimmt. Fast immer, wenn ich einen bestimmten Schuh suche, finde ich auch innert kürzester Zeit einen bestimmten Schuh, echt wahr! Ok es ist nie der, den ich gesucht habe, aber es ist garantiert ein Schuh, den ich unbedingt noch brauchte. Juliet meckert dann zwar meist rum, ich hätte genau so einen doch schon, aber mir gehen dann die Argumente nie aus um einleuchtend zu erklären, weshalb dieser Schuh was völlig Anderes sei, weil er vielleicht 0.5cm höher oder tiefer ist, etwas weniger spitz, ein etwas helleres beige als der hellbeige Schuh den ich schon hab. Naja, so richtig begreifen tut sie’s meist nicht, aber das ändert in der Regel nichts daran, dass ich hinausziehe um ein paar Schuhe zu kaufen und dann mit zwei paar Schuhen wieder heimkomme – ohne die wirklich gesuchten Schuhe gefunden zu haben – worauf ich natürlich beim nächsten Schuhladen gleich wieder einen Ausfallschritt mache und mit quieckenden Geräuschen durch die Regale stöckle…………

Das hat nur noch wenig mit Vernunft zu tun, ich geb’s zu, eigentlich hat es gar nichts mit Vernunft zu tun, genau genommen isses sogar total bekloppt. Und so mag es erstaunen, dass das eigentlich erst die Spitze des Eisbergs ist, denn wie ausgeklinkt mein Verstand ist, zeigt etwas ganz Anderes, etwas das sogar mir ein wenig unheimlich ist.

Wissen schützt vor Torheit nicht

Wenn ich wie so oft “die Schuhe meines Lebens” gefunden habe, eben die, die nicht die sind, die ich gesucht habe, dann gerät Dian’chen in eine beängstigende Euphorie. Wie das Kleinkind vor dem Weihnachtsbaum, aufgeregt, für keine logischen Gedanken mehr zu haben……… und dann läuft das immer, ich betone, immer, genau so ab. Ich schnapp mir Grösse 40, schlüpfe mit dem rechten Fuss rein, stelle fest, dass mein Fuss da drin sitzt wie angegossen und weiss dann mit absoluter Sicherheit, dass der Schuh perfekt ist. Ich weiss mit derselben Bestimmtheit, dass mein linker Fuss verblödeterweise ein klein wenig grösser ist als der Rechte. Aber diese Information wird von meinem Restverstand in so einem Moment nicht mehr korrekt verwertet.

  • Linker Fuss an Grosshirn: “ich bin grösser als der rechte Fuss, wenn’s rechts korrekt sitzt, ist es links viel zu eng”
  • Grosshirn an Fuss: “Klappe, der Schuh passt, wir brauchen Grösse 40, das kommt schon gut”
  • Linker Fuss an Grosshirn: “mach kein Scheiss, wir kennen das zu Genüge, ich leide dann wieder den ganzen Tag”
  • Grosshirn an Fuss: “schweig und stirb wie ein Mann äh ein Fuss, ich weiss genau dass wir Grösse 40 haben und Du hast da gefälligst reinzupassen”

Und am anderen Tag steh ich auf, freu mich auf meinen ersten Auslauf mit den neuen Schuhe, schlüpfe rechts rein und erfreue mich an einem perfekten Sitz, schlüpfe links rein…….. öööööhhhhmmmmm……. versuche links reinzuschlüpfen…….. *hüstel*…….. zwänge und würge diesen verfluchten Fuss in diesen noch verfluchteren Schuh……… verdrehe dabei die Augen, gebe Grunz- und Pfeifflaute von mir, stehe wacklig auf, stöckle wie auf rohen Eiern zur Arbeit…….. und verfluchte den Tag an dem ich schon wieder zu kleine Schuhe gekauft habe und nehme mir vor, nie wieder Schuhe zu kaufen ohne Beide anzuprobieren………. und ich Idiotin glaub mir das dann auch noch.

Und so kommt der Tag, an dem ich wieder an einem Schuhladen vorbeikomme, allem Gezetter von Juliet zum Trotz hineinstürme und………….. *seufz*

Unbeantwortet bleibt das Mysterium um das “Warum”

Ich weiss nicht, warum ich das tue, echt nicht. Aber ich tu’s, immer wieder von Neuem. So wie ich öfters mal mitten in der Nacht eine Tafel Schokolade aus dem Kühlschrank hole und sie neben mir ins Bett lege – nur um ein paar kleine Stückchen zu naschen – um dann am nächsten Morgen neben einer leeren Packung aufzuwachen, ohne n’blassen Schimmer zu haben, wohin zum Kuckuck diese Schokolade verschwunden ist.

Nun wird es wohl wenig überraschen, wenn ich abschiessend noch erwähne, dass es mir bei Kleidern eigentlich ähnlich geht. Ich probier aus Prinzip nie etwas an in Läden, weil ich ja nicht blöd bin und genau, auf den ersten Blick und untrüglich sehe, ob mir etwas passt und selbstverständlich auch, ob es mir steht. Naja, zumindest rede ich mir das jedes Mal von Neuem ein, glaube mir jedes Mal wieder als hätte es all die tausend vorhergehenden Male nicht gegeben. Aber im Gegensatz zu den linken Schuhen habe ich bei Kleidern wenigstens meistens Recht. Ich hab da wirklich ein Auge dafür und so sind meine Kleider-Einkäufe meist auch erfolgreich. Aber das hat vielleicht auch mehr damit zu tun, dass Kleider etwas flexibler sind im wahrsten Sinn des Wortes. Wenn ein Shirt oder noch mehr ein Stretchkleid halt etwas eng ist, dann dehnt sich der Stoff einfach noch etwas mehr. Bei Schuhen funktioniert das nicht, deshalb weiss auch jedes Mädel, dass man immer Beide anprobiert und mindestens einen kleinen Catwalk quer durch den Schuhladen macht. Jedes Mädel weiss das, sogar ich………. nur hilft’s mir irgendwie nicht.

Und so kam es, dass ich auch heute wieder am Arbeitsplatz sass, während mein linker Fuss stundenlang vor sich hinmeckerte, weil ich ebendiese neuen Schuhe wieder trug – zum vierten Mal glaubs – und ich schwöre, auch wenn der linke Fuss jammernderweise anderer Ansicht ist – er passt bereits besser rein, es tut nur noch ein wenig weh – noch ein paar Mal tragen und beide Schuhe passen wie angegossen, sofern der linke Fuss bis dahin noch lebt :-)

Ein vergnügter Sommeranfang samt Stressresistenz

Es gibt Leute, die sagen, ich sei verrückt, andere halten mich für irre – wisst Ihr was? Sie haben alle Recht und das ist auch gut so – nicht, dass sie Recht haben sondern dass ich verrückt genug bin um mein Leben zu leben, auch wenn’s manchmal etwas bekloppt ist.

Und so kam heute mal wieder einer dieser Tage, an dem ich unerklärlich vergnügt aufstand, mich antüdelte, vor den Kleiderschrank in Achtungsstellung ging und weiss der Kuckuck was in meinem Kopf vorging……..

……. und meine biologische Uhr schaltete auf Sommer, meine Laune auf Sommerlaune, mein Übermut näherte sich dem eines Fohlens das zum ersten Mal auf der Weide rumhopsen kann……..

…….. und schon hatte ich es an, dieses schulterlose Stretchkleid – zum ersten Mal in meinem Leben trug ich schulterfrei – ich blickte ein letztes Mal in den Spiegel, attestierte mir uneingeschränktes Beklopptsein und stöckelte zur Arbeit. Hach ist das schön, jung und verrückt zu sein.

Naja, jung……. beschränken wir uns auf verrückt, das reicht auch für einen guten Tag.

Offenbar hat mir meine zweiwöchige Badewannenphase gut getan. Nicht nur, dass ich mir dabei bewusst werden konnte, wo der Schuh drückt, es zeichnen sich auch neue Strategien ab, mit all dem klar zu kommen. Und das wiederum führte zu einer Art Befreiung, ich konnte wieder etwas loslassen und das wiederum bringt mich langsam auf Kurs, scheint es jedenfalls. Die letzten paar Kommentare die ich gestern und heute irgendwo deponierte, waren entweder ganz einfach sachliche Informationen, die ich deponierte und es damit beliess, dass gesagt wurde was gesagt werden muss – oder ich entlarvte den zu kritisierenden Text mit zuckersüsser Ironie, so dass er eigentlich auch vom Tisch war und ich dabei auch noch eine schelmische Freude erleben durfte….. Ich sollte mal wieder Epiktet lesen, der Kerl hatte es echt drauf ;-)

Dass ich seit gestern wieder steil aufwärts schwebe, erstaunt vorallem auch deshalb, weil gerade dieser Tage ein paar sowas von hässliche Dinger auf meinem Monitor landeten, dass ich eigentlich mit der virtuellen Kettensäge hätte bloggen müssen. Das Gröbste war ein Beitrag im Magazin einer “Homosexuellenorganisation”, in dem der Standpunkt vertreten wurde, dass man transsexuellen Mädchen nicht helfen solle, weil die in Wirklichkeit homosexuelle Jungs seien die ihre Sexualität verdrängen würden. Öhm, Transphobie in einem “Homosexuellenmagazin”? Sorry, aber diese Trans=Homo Theorie ist längst widerlegt und stammt aus einer Zeit, in der dieselben Sexologen die uns Transsexuelle psychopathologisieren, auch Homosexuelle als psychisch gestört klassifizierten. Der Autor sollte sich also hüten, dieses Denken wieder aufzuerwecken. Jedenfalls ärgerte ich mich zwar kurz mal heftig darüber und werde vermutlich in einer Form darauf reagieren, aber dieser Blödsinn haute mich nicht um. Da war einfach sowas in mir, etwas das sagte: lass den Troll Troll sein, lass Dir Deine Vergnügtheit nicht verderben, heute ist ein guter Tag……

Und ich ging in mein Raucherräumchen eine rauchen, schaute in den strahlend blauen Himmel, blickte an mir runter und sah, was ich verrücktes Huhn heute wieder angezogen habe – und bei all dem fühlte ich mich einfach glücklich und zufrieden und irgendwie begann mich diese Episode sogar zu amüsieren. Dass jemand solchen Unsinn erzählen kann ohne auf der Stelle vom Blitz getroffen zu werden, hat was von Comedy, wär’s nicht wahr, könnte man sich darüber kaputtlachen.

Und so verging der Tag wie im Flug und meine Laune blieb bis jetzt so vergnügt, wie Schmetterlinge im Frühling nunmal sind………. achja, ging’s nicht mal noch ums Kleid?`Also mal so ganz unter uns, wenn ich mir das Foto so anschaue, dann beschleicht mich schon auch das Gefühl, dass ich zumindest an gewissen Tagen ein ziemlich verrücktes Weibchen bin. Aber diese äusserliche Selbstentfaltung, die mir nach so langer Entbehrung endlich möglich ist, dieses ständige sich neu suchen und neu finden und neu erfinden, all das ist nachwievor etwas Berauschendes.

Das wirkt auf mich wie jemand der ein Leben lang in Ketten eingekerkert war, eines Tages raus kann und dann ständig an Ort in die Luft hüpft wie bekloppt. Da fragt einer, sach mal, was zum Geier hüpfst Du da rum wie blöd? Keine Ahnung, antwortet der Hüpfmensch, ich hab einfach so n’Bewegungsdrang in mir, es fühlt sich einfach so ungewohnt schön und befreiend an, immer wieder zu spüren, dass ich mich wirklich jederzeit und in jede Richtung bewegen kann wie mir danach ist. Und wenn er nicht gestorben ist, dann hüpft er vielleicht heute noch ;-)

Und doch habe auch ich manchmal diese Stimme in mir, wie heute morgen, die mir energisch zuzischt: Haste jetzt n’Totalschaden, Du kannst doch nicht in dem Fummel zur Arbeit……….. naja, was soll ich sagen, offensichtlich konnte ich doch, Theorie widerlegt, ich kann sehr wohl :-)

Und falls doch noch jemand unter den Mitlesenden denkt, ich würde es übertreiben – tragt mal vier Jahrzehnte lang die Kleider des anderen Geschlechts und dann reden wir nochmal darüber ;-)

In dem Sinn – mögen wir unser Verrücktsein nie verlieren, denn gerade dieses Verrücktsein kann manchmal der Quell wahrer Lebenslust sein – Carpe Diem!

Nachtrag: ATME hat soeben zu diesem obgenannten Magazinbeitrag Stellung genommen:
Einer von der taz schreibt und ATME schweigt immer noch

Der Frühling ist eingeleutet

Jauh, endlich wieder, diese Woche war der Frühlings-Anfang – naja nicht nach Kalender, aber was wissen die schon. Ne echt, diese Woche hat das Frühjahr offiziell begonnen und wisst Ihr woran man das merkt? Ich war erstmals wieder mit anständigem Schuhwerk unterwegs, also mit Pumps :-) Und das ist bekanntlich die verlässlichste Bauernregel die es gibt: wenn Dianchen zur Arbeit stöckelt, hat der Frühling begonnen.

Seit ich aus Hamburg zurück bin, finde ich mich hier plötzlich in kuschligen 14 Grad bei teils strahlendem Sonnenschein, hach……….. schon am Mittwoch war’s so warm, dass ich bereits im kurzärmligen Kleid zur Arbeit ging, aber am Donnerstag wurde erstmals wieder von Stiefeln auf Pumps umgestellt und das ist ein untrügerisches Zeichen für den Jahreszeitenwechsel ;-)

Und entsprechend habe ich es genossen. In der Stiefel-Zeit kann ich mich einfach nicht so richtig entfalten, die Dinge die mir am meisten gefallen, sind halt alles eher warmwetter-orientierte Kleidungsstile. Und so gab’s zur Feier des Tages gleich noch ein neues Oberteil, das ich seit einiger Zeit habe und noch nie tragen konnte. Uiiiiiii, dieses rote Wickel-Top-Dingens gefällt mir ja sowas von, sowas in dem Stil muss ich noch mehr finden, vorallem in Kombination mit eher elegantem schwarz fühl ich mich darin so richtig wohl – hmmmmm, ich hab eben doch Recht, da kann Juliet jetzt meckern wie sie will – aber ich hab echt nix anzuziehen *unschuldigguckt*

Ansonsten verbringe ich die letzten Tage meist im Wasser, bin da glaub irgendwie zur Ente mutiert übers Wochenende. Eigentlich bade ich meist nur Sonntags, aber diese Woche war ich jeden Abend irgendwie so unter Spannung (vermutlich vorallem wegen dem Thema des letzten Blogbeitrags), dass ich mich für fast zwei Sunden in die Badewanne legte und ständig diese Playlist hörte und nachdachte und entspannte. Tut guuuuuuuuut, so eine ausgedehntes Wasserrumliegwoche.

Joh und die Bloggerei wird auch immer mehr zum Abenteuer, ich komme nachwievor noch nicht von zuhause aus auf meine Webseiten inklusive meiner Mails, haha. Nun habe ich zur Nothilfe gegriffen und den PC in der Firma laufen gelassen. So schreibe ich nun hier auf meinem Notbook und wenn alles fertig ist, kopier ich den Text via Remote-Kontrolle auf meinen Firmen-PC, geh dann dort in den Browser und veröffentliche den Text. Wie bekloppt ist das denn?

Nachtrag: diesen Beitrag habe ich vorgestern geschrieben, aufgrund der technischen Probleme blieb er aber liegen. Und heut bin ich wieder am Ackern, hab schlau wie ich bin den Blogbeitrag übermittelt und kann ihn nun veröffentlichen. Nebenbei sei gleich noch erwähnt, dass ich mich nun für einen Umzug entschieden habe, es kann also gut sein, dass in den nächsten Tagen die Blogs mal ausfallen.

Badewannenblues, LadiesNight, Herbstferien + doofe Blutwerte

Ich hab’s echt probiert, ich schwör’s, fast eine Stunde lang lag ich in der heissen Badewanne, mit einer kühlen Buddel irischem Cider, einem Aschenbecher samt Zubehör, einer youTube-Playlist auf dem Notebook abspielend – ich hab echt alle Register gezogen, wie es sich für ein Sabbath-Bad gehört – aber es hat nicht funktioniert, da fehlte was, was Süsses, das mir ständig dummes Zeug an den Kopf knallt und uns in Gelächter versetzt – Sabbath-Bad mit Schatzi ist und bleibt unerreichbar *seufz*

Ladies-Night vor den Ferien

Leider kam ich vor den Ferien nicht mehr dazu, zu berichten, es wurde mal wieder kurzfristig eine Ladies-Night einberufen und da ich die letzten Male ständig das Pech hatte, ausgerechnet an dem Tag weg zu sein, konnte ich nicht nein sagen – zum Glück – denn es wurde ein todlachenswerter Abend mit acht Mädels, die schon zu Beginn in einer mordsmässigen Laune waren und mit zunehmender innerer Befeuchtung dann komplett durchdrehten – mittendrin ich, jauh………

……ich wachte dann am andern Morgen auf – um Elf – guckte verwirrt in die Runde, stand auf und schwebte aus dem Gasthaus, Richtung Arbeitsplatz, gefühlte tausend Kilometer entfernt. Wie ich dann am andern Tag erfahren konnte, hat mich der Hund ins Bett gebracht – irgendwie – fragt mich nicht, fragt den Hund :-)

Aber abgesehen davon, dass ich es ein klein wenig übertrieben habe, war’s eine super tolle Nacht, bis etwa um fünf Uhr in der Früh – angeblich – wird so gemunkelt ;-)

Am anderen Tag kam von der Gastgeberin folgendes SMS – ich glaub fast, ich bin nicht die Einzige, die so gut drauf war in dieser Nacht :D


Ey Ey Ey….
H Girls, hab mal kurz gewagt die Fotos anzuschauen…….
WAS im Gottes Willen haben wir gemacht????!!!!
Wieso hab ich all jene Ohren Bilder, Riesen staun!!!
Eins sag ich Euch:
normal ist DEFINITIV ganz was Anderes!!!
Danke Euch für eine unvergessliche Hammer-Nacht!!!
Big hug & regeneriert Euch gut!!! Kiss

Öhm, ich glaub, das kann ich Dir erklären, DU hast plötzlich das Ohr von der neben Dir Sitzenden fotografiert und dann die Kamera rumgereicht und so haben wir all unsere Ohren in Grossaufnahme abfotografiert – aber frag mich bitte nicht, warum wir das getan haben, normal ist glaub definitiv was Anderes :D

 

Schatziferien

Zwei Tage später kam sie dann an, meine Süsse, huiiiiiiiiii, und da lagen wir zwei Wochen lang, kuschelten und kicherten rum wie die völllig Bekloppten – wir berichteten in diesen zwei Beiträgen darüber:
Herbstferien 1. Woche
Herbstferien 2. Woche
Dass ich immer noch empört bin darüber, dass wir im Pub gefragt wurden, ob wir Mutter und Tochter seien, muss ich wohl nicht mehr speziell betonen, das versteht sich von selbst ;-)

Hormone, Cholesterin und sonstige Thrombose-Schleudern

Wie ich hier ja schon mehrmals gejammert habe, werde ich mit der Hormondosierung seit der GaOp zu tief gehalten, was zu langsam nervender chronischer Müdigkeit führt. Als ich die Dosierung erhöhen lassen wollte, meinte die Endokrinologin, dass meine Zucker- und Cholesterinwerte etwas zu hoch sind – nicht viel – aber da beides wie auch die Hormone Thrombose-fördernd sind, wollte sie das Risiko nicht eingehen. Sie trug mir auf, gelegentlich die Werte nochmal zu prüfen und mich zu melden, wenn die Werte besser sind. Naja, während der Ferien gingen wir dann mal kurz zur Ärztin, sie entblutete und analysierte mich – aber zu mehr kam’s nicht, weil die Werte nachwievor zu hoch sind. Nun muss ich erst mal schauen, wie ich die zwei Werte runter kriege. Beim Zucker sehe ich es positiv, ich trink täglich ein dutzend Kaffees mit Zucker, wenn ich nur schon da den Zucker aufgebe, dürfte der Wert einiges absinken. Beim Cholesterin bin ich eher ratlos – also falls jemand Tipps hat betreffend Reduzierung von Zucker und Cholesterin oder sonst Kenntnisse hat betreffend Thromboserisiko bei Östrogen und Konsorten……….. oder wenn jemand Pumps in Grösse 40 zu verschenken hat – dann meldet Euch doch einfach ;-)

Mal kurz arbeiten und dann wieder Ferien

Morgen geht’s nochmal los mit zwei Arbeitswochen und auch wenn ich Juliet schon wieder grausig vermisse (wie in unserem gemeinsamen Blog erzählt), freue ich mich doch auch wieder auf die Arbeit, die mir auch nach drei Jahrzehnten Programmiererei immer noch schaurig Spass macht und natürlich auch auf mein Team und den Rest der Firma :-) Und nach diesen zwei Wochen ist Weihnachten und dann geht’s wieder nach Hambuisch, meine SCHWIEGERMUTTER ärgern – muah muah muah – hach das hat gut getan, das musste einfach mal raus, Juliets Mama hat mir mit körperlicher Züchtigung und Liebesentzug gedroht, falls ich sie je mal so nenne (Schwiegermama ist ok, nur SchwiegerMUTTER darf ich nicht) – und weil ich sie soooooo gern necke, kann ich einfach nicht anders, höhö :D

Claudia – eine neue gute Freundin

Nachdem ich kürzlich hier über die Reporter-Sendung über Claudia Meier schrieb, trudelte die Gute hier ein und kommentierte den Beitrag und darauf kontaktierten wir uns, plauderten zuerst via Facebook und dann via Mail und schnell stelle sich raus, dass wir uns super mögen. So kam dann schnell mal der Gedanke, dass wir uns mal treffen sollten.

Diesen Montag hatte ich mit einem ehemaligen Greenpeace-Verbündeten in Zürich abgemacht, den ich rund ein Jahrzehnt nicht mehr gesehen hab. Zufällig war Claudia am gleichen Tag in Zürich und so machten wir ab, dass ich etwas früher komme und wir noch ganz kurz einen Kaffee trinken gehen.

Aber Gottes Wege sind ja bekanntlich unergründlich, gegen Mittag schrieb mit der Greenpeace-Kollege, er würde im Bett liegen und müsse leider absagen. Das war zwar mega schade, weil ich mich riesig auf ihn gefreut hab, aber dafür war der Abend nun offen – also rief ich Claudia an und wir disponierten um, der Abend sollte uns gehören.

Stundenlanges Geplauder

Um Fünf traf ich in einer kleinen spanischen Kneipe im Zürcher Niederdorf ein, Claudia war bereits da und so setzte ich mich zu ihr und wir begannen zu plaudern und zu lachen und zu beratschlagen und hatten einen wirklich genialen Abend. Etwa um Elf waren wir grad draussen um eine zu rauchen, als die Wirte plötzlich die Rollläden runterliessen. Wir protestierten mal kurz, weil wir ja unseren Kram noch drin hatten und erst grad noch eine Runde bestellt hatten, darauf erklärten sie uns, das sei kein Problem, wir sollen einfach reinkommen, sie würden uns einen Aschenbecher an den Tisch bringen – nach Torschluss dürften wir nicht mehr draussen rumlungern. Oha, Privatanlass nur für uns Zwei?

Offferierte Killerdrinks

Also setzten wir uns, Claudia offerierte den zwei Angestellten noch etwas zu Trinken und dann sassen wir noch eine gute Stunde weiter dort, während die Jungs die Kneipe aufräumten. Irgendwann kamen die Zwei zu uns an den Tisch und stellten 4 Jägermeister hin, die wir nach fröhlichem Anstossen gleich mal runterschütteten. Das war keine gute Idee, üüüüüüberhaupt nicht, denn ich hatte den ganzen Abend nur Bier getrunken, weil ich ja weiss, dass ich aufs Durcheinandersaufen heftig reagiere. Aber weil wir so gut drauf waren, kamen die Zwei später nochmal und stellten noch irgendwelche hochprozentigen Gläser hin, auch die mussten weg – na dann Prost!

Kritik am modernen Strassenbau

Etwa um Zwölf verliessen wir dann die Kneipe und Claudia begleitete mich noch zum Bahnhof – soweit ging eigentlich alles recht gut – aber als ich dann am Zielbahnhof angekommen nachhause lief, wunderte ich mich schon a bisserl darüber, dass die Strasse plötzlich soviel Seegang hatte. Die bauen heutzutage einfach nicht mehr so stabil wie früher, ich hatte echt Mühe, geradeauszulaufen ;-) Der darauffolgende Morgen wartete dann auch mit entsprechender Strafe auf mich, ich fühlte mich ziemlich zerknittert, aber der Abend war cool genug, dass es mir das wert war.

Das Lachen als Diagnose-Kriterium

Etwas uns mir extrem aufgefallen: Auch Claudia hat natürlich ihre harten Geschichten die sie aufgrund ihrer Transsexualität durchleben muss, in gewisser Hinsicht durchlebt sie gerade heftigere Dinge als mir das Leben zugemutet hat. Trotzdem gibt es an ihr nichts was mehr auffällt als ihre überbordende Lebensfreude, die sich vorallem in ihrem Lachen zeigt. Da scheint es uns Beiden gleich zu gehen. Egal wie hart und beschwerlich das “neue Leben” ist, das alles spielt keine wesentliche Rolle, weil die Freude an unserem Leben uns so eine allumfassende Lebenslust schenkt, dass wir oft einfach blödsinnig glücklich sind und nicht anders können als in die Welt hinauszulächeln. Ich denke, wenn jemand daran zweifelt, dass der Weg einer “Geschlechtstransition” transsexuelle Menschen zu glücklichen Menschen machen kann, dann sind wir Zwei der Beweis dafür, dass dem wirklich so ist. Über dieses Thema redeten wir auch oft an diesem Abend und wir waren uns einig: egal wie beschwerlich so Manches sein mag, es ändert nichts daran, dass wir von einer Lebensfreude erfüllt sind, die wir in den vorherigen Jahrzehnten nicht mal ansatzweise kannten. Einmal mehr kann ich nur betonen: Transsexualität ist heilbar :-)

Gemeinsam sind wir stark

Abgesehen davon, dass wir einen super tollen Abend hatten und uns wirklich gut verstanden, bemerkten wir auch bald mal, dass wir einander gegenseitig einiges geben können. Da ich die GaOp bereits hinter mir habe und auch sonst die ganze “Geschlechtstransition” vorüber ist, kann ich ihr in vielen Dingen Ratschläge geben.

Sie wiederum ist mir schon am ersten Abend zu einem Vorbild geworden wenns um den Umgang mit Fremden geht, ich hab echt Bauklötze gestaunt. Ich hab ja eher so ne Tendenz, grosse Ansammlungen von mir fremden Menschen zu meiden oder wenigstens ihre Anwesenheit zu ignorieren. Ich stehe nachwievor zu sehr unter dem Eindruck, dass ich abgelehnt werden könnte und deshalb mache ich instinktiv einen Schritt zurück. Claudia tickt da völlig anders, sie ist extrem offen und spontan und geht auf Leute zu mit einem Selbstbewusstsein, das bewundernswert ist.

Wenn wir jeweils draussen am Rauchen waren, standen wir sozusagen mitten in der Gasse der Altstadt, in der es von Menschen wimmelte wie mitten in einem Bienenschwarm. Und da ich *hüstel* mein rotes Stretchkleid anhatte, war auch für genug Signalwirkung gesorgt, dass wir auch gehörig zur Kenntnis genommen wurden. Während der ersten Rauchpause war es mir noch etwas unangenehm, aber schon beim zweiten und spätestens beim dritten Mal hat mich Claudias Offenheit angesteckt und ich fands plötzlich das Normalste der Welt, dass ich da rumstehe inmitten dieses Gewimmels.

Ich glaub, die Gute ist eine super Medizin für mich und ich wiederum scheine auch für sie eine grosse Stütze zu sein. So schnell kann’s gehen und schon hat man wieder eine neue gute Freundin, cool was? Auf jeden Fall werden wir regelmässig Kontakt halten, ihr nächster Zürich-Ausgang ist auf übernächste Woche geplant und vermutlich werden wir das wieder gemeinsam durchstehen *grins*, ausserdem haben wir uns vorgenommen, gelegentlich mal was zu Viert zu machen, zusammen mit unseren Lebenspartnerinnen, vermutlich treffen wir uns während unserer Herbstferien in Claudias Hotel.

Hotel-Empfehlung

Apropos Hotel – soviel Zeit muss sein – wenn Ihr mal das wunderschöne Bernerland bereisen wollt oder ein Wellness-Wochenende machen möchtet, dann empfehle ich Euch Claudias mindestens so schönes “Hotel Schwefelberg-Bad“. Das Hotel selbst kenne ich noch nicht, aber ich kann Claudia schon gut genug einschätzen um mein Wort darauf zu geben, dass Ihr dort bestens umsorgt seid.

Herzliche Gratulation zur Vornamensänderung

Und zuguterletzt freut es mich, hier nochmal herzlich zu gratulieren. Claudia kam ja in letzter Zeit vorallem deshalb in den Medien, weil der Kanton Bern ihr eine Vornamensänderung verweigerte. Vielleicht lag’s am medialen Druck, vielleicht auch an ihrem Anwalt, aber auf jeden Fall hat sie diese Woche nun die Bestätigung bekommen, das “Polizei- und Militärdirektion” hat ihre Beschwerde gegen den Entscheid des “Amtes für Migration und Personenstand” gutgeheissen. Nun zickt einzig noch ihre Krankenkasse rum, aber bei soviel Kämpfergeist kombiniert mit den Medien und dem Anwalt, dürfte wohl auch das nur noch eine Frage der Zeit sein.

In dem Sinn, danke für alles, Claudia, schön dass es Dich gibt……. und bis bald ;-)

Der kleinschwänzige Fahrrad-Grabscher

Gewisse Männer sind echt Schweine, manchmal staunt man als Frau einfach Bauklötze. Heute auf dem Heimweg von der Arbeit war ich gedanklich noch völlig in die Arbeit vertieft, weil ich heut den ganzen Tag Hochleistungs-Hirnakrobatik betrieben habe. Plötzlich fühlte ich eine Hand auf dem Hintern und bevor ich richtig realisierte was da grad passiert ist, ist der Fahrradfahrer bereits an mir vorbeigezogen und radelte in einer Seelenruhe weiter als wär nichts geschehen.

Naja, ich kann dem ja insofern was abgewinnen, dass ich es erfreulich finde, dass mein Hintern mal wieder so interessant war, danke für das Kompliment. Trotzdem wurde ich ziemlich gallig. Wenn wir Mädels uns nett anziehen, dann ist es auch erlaubt, uns anzukucken, aber eine fremde Person intim anzufassen ist eine Grenzüberschreitung, die absolut respektlos ist.

Ich habe ja ein gewisses Verständnis, dass kleinschwänzige, impotente oder sonstwie benachteiligte Männer ihre Minderwertigkeitskomplexe kompensieren möchten, aber nicht auf diese Weise. Es ist .eine bodenlose Frechheit, wenn man wildfremde Personen so anfasst.

Dieser Hosenscheisser hatte wirklich Glück, dass ich so in Gedanken vertieft war, an anderen Tagen hätte er riskiert, dass er eine gescheuert bekommen hätte – an guten Tagen – an schlechten Tagen hätte ich ihn möglicherweise vom Fahrrad gefegt. Meine Reflexe sind gut genug und wenn ich aus was auch immer für Gründen bereits gereizt gewesen wäre, hätte er möglicherweise die Überraschung seines Lebens erlebt.

Das Ganze beschäftigt mich vorallem deshalb, weil ich weiss, wie so Kleingeistige ticken. Denen geht es nicht ums Grabschen als Solches, es geht um Grenzüberschreitung und Machtmissbrauch. Aber so billige Aktionen können nie die Befriedigung geben, die so Jammerlappen brauchen würden um ihr Ego aufzubauen. Deshalb können sie kaum anders als die Latte mit der Zeit höher zu stecken. Wer heute mit dem Fahrrad herumfährt und sich dabei aufgeilt, wenn er einer fremden Frau an den Hintern fasst, der wird früher eine Frau sonstwie belästigen und wenn das nicht reicht irgendwann eine vergewaltigen. Dass dieser Knallkopf anschliessend seelenruhig weitergefahren ist, liess keine Zweifel offen, dass er bereits sehr routiniert ist mit seiner Selbstaufwertung der primitiven Art. Wie wird er sich als Nächstes steigern?

So gesehen bedaure ich, dass ich zu sehr überrascht war um zu reagieren, irgendwie habe ich den Eindruck, es wäre pädagogisch wertvoll gewesen, wenn er im hohen Bogen von seinem hohen Ross geflogen wäre. Vielleicht hätte es ihm zu denken gegeben, wenn er erlebt, wie schnell Macht sich in Ohnmacht verwandeln kann.

Mir hat es jedenfalls mal wieder gezeigt, dass Männer teilweise mit unglaublicher Unverfrohrenheit Grenzen überschreiten und Frauen behandeln wie Vieh. Warum sie das tun, ist mir echt ein Rätsel, denn schlussendlich machen sie ja vorallem sich selbst lächerlich – resp. geben ihre ihnen bereits innewohnende Lächerlichkeit preis. Aber für uns Frauen ist es gelinde gesagt unangenehm und es erinnert uns daran, dass wir im Prinzip jederzeit Opfer von Übergriffen werden können.

Natürlich gibt es sowohl bei Männern wie bei Frauen Schweine, aber nur wenige Männer dürften die Erfahrung kennen, am hellichten Tag von einer wildfremden Frau sexuell belästigt worden zu sein…… aber es wird wohl nicht viele Frauen geben, die nicht davon berichten könnte, dass ihnen sowas auch schon passiert ist.

Wie dem auch sei, ich bin mal gespannt ob er mir wieder mal begegnet und es wieder versucht, so routiniert wie er vorging, scheint das ein Hobby von ihm zu sein. Noch mehr bin ich gespannt wie er reagiert, wenn er zum ersten Mal vom Fahrrad fliegt…….. to be continued……….

PS: etwas muss ich jetzt aber doch noch anfügen, fairheitshalber: Als ich vor drei Wochen vom Flughafen kam, kreuzte ein Mann meinen Weg, blieb stehen und sprach mich auf französisch an, etwas von “j’adore…..”, merkt, dass ich nur Bahnhof verstehe und fügt erklärend hinzu: “isch mag Ihren Style” und dackelte davon – als wär nix geschehen. Er baggerte mich nicht an sondern wollte einfach seine Begeisterung kundtun. Das wiederum passiert uns Frauen wohl auch deutlich eher als Männern, als Frau in der Gesellschaft hat man auch Vorteile ;-)

Diana eröffnet den Sommer – Zelebrierung der Weiblichkeit

Zugegeben, manchmal übertreib ich’s ja schon ein wenig und bin ein bisschen oversexed unterwegs, Tendenz steigend. Aber kann man mir das verübeln? Und wenn ja, warum müsste mich das interessieren? Vier Jahrzehnte musste ich diese ollen Jeans tragen, musste die anderen Mädels beneiden, weil sie im Gegensatz zu mir bunt rumstöckeln durften. Mal Hand aufs Herz Mädels, wenn Ihr vier Jahrzehnte nur Jungskram hättet tragen dürfen, würdet Ihr nun nicht auch total ausbrechen und die neue Freiheit geniessen auf Teufel komm raus? Ich tu’s und ich hab ne Menge Spass dabei :-)

Gerade heute ist mal wieder so ein Tag. In Anbetracht der heute angesagten 19 Grad, des blauen Himmels und der strahlenden Sonne und nicht zuletzt des soeben von Bonprix erworbenen Sommerkleids konnte ich einfach nicht anders als jegliche Vernunft abschalten und offiziell den Sommer zu verkünden. Es sei März, sagt man, der Frühling würde beginnen, wird behauptet – ach was, die haben einfach alle keine Ahnung, heute hat der Sommer angefangen, ich muss das wissen, Diana ist schliesslich eine Naturgöttin ;-)

Und so hab ich halt aller Vernunft zum Trotz heute dieses sooooooo hübsche und bunte Kleid aus dem Schrank geholt, dieses mit leicht glänzenden Feinstrumpfhosen garniert und mit grauen Pumps veredelt. In der Firma kam dann auch prompt die Bemerkung, meine Kleider würden immer kürzer. Stimmt gar nicht, kürzer wie heute geht nämlich gar nicht mehr, ätsch :D Aber immer wenn ich auf die Spiegeltür zulaufe muss ich doch gestehen, dass es etwas arg kurz ist, eigentlich zu kurz, aber ey, es ist Sommer, 19 Grad und das Kleid ist neu, noch nie getragen, wie könnte ich da anders.

Schon gestern als ich mir vornahm, heute den Sommer zu eröffnen, war ich den ganzen Tag total aufgedreht. Es ist erstaunlich, was das in mir auslösen kann. Einmal mehr wird mir klar, wie sehr ich die Weiblichkeit zelebriere. Ich habe da so ein enormes Nachhol-Bedürfnis, dass ich total aufblühe, wenn ich mal wieder einen draufsetzen kann. Ich glaub es dürfte schwer werden, Frauen zu finden, die so Mädelskram so sehr lieben wie ich. Für die Meisten ist das alles völlig normales Zeugs, halt einfach Klamotten, mal schöner, mal weniger schön, aber schlussendlich doch Klamotten. Bei mir ist das anders, für mich ist jeder Tag an dem ich mich so auftüdle ein Triumph über das Schicksal, da werde ich zum lebenden Beweis dafür, dass ich nun wirklich frei bin und mich selbst sein und entfalten kann.

Das mag manchmal etwas überbordende Auswüchse annehmen, das gebe ich zu. Aber diese neuen Ausdrucksmöglichkeiten geben mir soviel Lebenslust, dass die neu entdeckte Lebensfreude oft grösser ist als jegliche Vernunft. Vernünftig war ich vier Jahrzehnte lang – naja mehr oder weniger – aber nun habe ich endlich die Möglichkeit, darf endlich so aussehen wie es mir gefällt – ich müsste völlig verblödet sein, wenn ich mir das jetzt nicht gönnen würde. Klar werden irgendwann auch wieder Zeiten kommen, in denen ich die Vorzüge von Jeans und T-Shirt neu entdecke, aber vorerst ist das Vakuum in mir viel zu gross, als dass ich mich da reinzwängen könnte.

Und wer nun all meiner Begeisterung zum Trotz behaupten will, dieses Kleid sei zu kurz, dem kann ich nur eines entgegenen:

Nein, das Kleid ist nicht zu kurz,
nur die Beine sind etwas zu lang ;-)

PS: bei dieser Gelegenheit habe ich heute den Sitzring in die Ferien geschickt, der resp. die daraus resultierende Sitzhaltung passt nun wirklich nicht zu so schönen Kleidern. Und mit Freude durfte ich feststellen, ich brauch den tatsächlich nicht mehr, auch stundenlanges Sitzen ist kein Problem mehr, langsam aber sicher bin ich wirklich ganz :-)

Aufregende Woche und pinkes Zeuchs

Diese Woche lief es ganz schön rund, einiges davon war in meinem alten Blogtagebuch zu lesen, ich fass mal zusammen und ergänze mit ganz viel Pink-Kram :-)

Pinkomanie am Arbeitsplatz
Nachdem ich hier ja mal ein Foto von einer “Blondinen-Tastatur” hatte, begann eine Blödelei mit einer Freundin und mir im Kommentarbereich des Blogbeitrags, sie wollte unbedingt so eine Tastatur und darauf brachte ich diesen Blogbeitrag in dem ich etwas rumblödelte, was für Mädels-Sachen es nicht alles gibt. Schlussendlich fand Daniela aber tatsächlich diese Blondinen-Tastatur und wir waren bekloppt genug und bestellten uns je ein Stück. Die kam nun diese Woche an und so sieht mein Arbeitsplatz nun etwas merkwürdig aus *grins*. Die Tastatur ist nicht nur witzig wegen der Farbe sondern vorallem weil alle Tasten so bekloppt beschrieben wird, die Krönung ist die Löschtaste, auf der nun “oops” steht :-) Man beachte auf dem Bild (kann man anklicken zum vergrössern), dass sowohl Handy, Schirm und Bildschirmhintergrund mit den Farben der Tastatur irgendwie harmonieren (und der golden, das nenne ich artgerechte Haltung für ein Software-Bunny :D Und das Plüschbärchen ist übrigens das von Juliet, das sitzt immer da, ausser wenn ich am Unispital rumlieg, dann kommt es natürlich mit :-)

Endlich mal wieder im Pub
Die letzten Wochen klappte es nie mit dem Pub und so war es toll, am Donnerstag mal wieder dort zu sein, ausgerechnet am St. Patricks Day und dazu auch noch mit ebendieser Freundin. Wir trafen uns dort, weil unsere bestellten Blondinen-Tasataturen angekommen waren und verbrachten einen gemütlichen und spannenden Abend, zu dem sich auch noch ein Bekannter von ihr gesellte. Dort kam’s dann auch mal wieder zu einem eher düsteren Moment, über den ich hier berichtet habe. Trotzdem hat es gut getan, mal wieder auswärts zu sein.

Endokrinologie
Der Termin am Freitag bei meiner Endokrinologin war ein voller Erfolg, seit da klebt nun ein Hormonpflaster am Rocken anstelle der Pillen die ich vorher einnahm. Damit lebe ich nicht nur weniger risikoreich sondern erhoffe mir auch eine bessere körperliche Entwicklung. Mehr darüber ist hier zu lesen. Übrigens, vielleicht ist es Zufall oder ein lustiger Placebo-Effekt, aber ich hab seit gestern das Gefühl, die Spannung und das gelegentliche Kitzeln in der Brust würde zunehmen, das könnte ein gutes Zeichen sein :-)

Erneuter Fütterungs-Ausfall
Mein Futterlieferant leShop hat’s gestern mal wieder geschafft und ich bekam anstelle der 200 Franken schweren Lieferung gerade mal ein paar Büxen Bier und Kroketten, der ganze Rest fehlte. Langsam aber sicher nervt das wirklich. So ein Lieferservice ist genial, aber wenn es so unzuverlässig ist, macht es auch nicht wirklich Spass. Da ich am Samstag arbeite und keine Lust hatte auch noch einkaufen zu gehen, bin ich halt wieder mal ein Wochenende lang unterversorgt, grad jetzt fehlt mir mein tägliches Joghurt *seufz*

Ackern am Samstag
Da ich ja die Weekends in Hamburg jeweils verlängere, kompensiere ich die Stunden indem ich manchmal länger arbeite oder an einem Samstag ackern geh. Das macht echt Spass, denn allein im Büro kann ich nicht nur konzentriert und ungestört arbeiten sondern kann auch noch Musik hören was und so laut wie ich will. Da kann’s dann schon vorkommen wie kürzlich mal, dass ich das Lied “No No Never” achzig Mal hintereinander höre und dabei vergnügt auf meinem Sitzring rumhopse – muss köstlich aussehen – aber es macht Laune und beflügelt mich beim arbeiten echt. Und manchmal wie auch gestern nehm ich eine Büxe Bier mit und trink die dann gemütlich vor dem Bildschirm als Feierabend-Bier – man gönnt sich ja sonst nix ;-)

Jauh und jetzt ist Sonntag, Ruhetag, also bleib ich liegen und tu gar nix, ausser mal in der Badewanne rumliegen – egal was, hauptsache liegend :-)

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