Politically incorrect since 1966

Transsexuell, selbstbewusst und stolz im Herz

Manchmal, wenn ich zurück blicke und vergleiche, wie es mir vor zwei Jahren ging und wie ich heute durchs Leben gehe, erschüttert es mich geradezu, weil ich in dieser Zeit offenbar eine unglaubliche Entwicklung durchgemacht habe. Diese Reise begann mit eingeknicktem Kopf, von Scham erfüllt ging ich durch mein Leben, von spöttischen Blicken begleitet, ohne Selbstbewusstsein. Ein gestörter Mann geht einen noch gestörteren Weg, so in etwa sah ich mich von der Welt missverstanden. In diesen zwei schweren Jahren bin ich gewachsen und zu dem geworden was ich heute bin, eine selbstbewusste und stolze Frau, die weiss, dass sie mehr überwunden hat als die meisten Menschen je überwinden müssen. Aber wie in aller Welt habe ich das geschafft? Wie kann ich das Anderen vermitteln? Versuchen wir’s mal…….

Einschub: dieser Beitrag wäre für’s alte Blogtagebuch geplant gewesen, weil er thematisch dort hingehört. Aber alle hier erwähnten Teilaspekte wurden dort bereits einzeln behandelt, deshalb fand ich es besser, diesen Beitrag hier zu veröffentlichen mit Link-Verweisen zu alten Artikeln – sozusagen als Summasummarum zu diesem ganzen Thema.

Psychopathologisierung aufbrechen
Einer der wesentlichsten Faktoren scheint mir die Psychopathologisierung zu sein. Als ich mich damals unter Annahme der offiziellen Terminologie als geschlechtsidentitätsgestört akzeptierte, stülpte ich mir diese Fratze des Gestörtseins über den Kopf, brandmarkte mich mit einer Narrenkappe die aus psychoanalytischen Theorien gestrickt war. Dann bin ich also gestört, was soll’s, ich hab mir das nicht ausgesucht, lass mich wenigstens so leben, wie es meine Seele braucht. Erst als ich im Verlauf dieses Prozesses von Studien hörte, die aufzeigten, dass Transsexualität eben nicht der verrückte Wunsch eines Mannes ist, Frau zu sein sondern dass ich beispielsweise anatomische Hirnstrukturen habe, die einer Frau gleichen, begann ein Umdenken. Die Erkenntnis, dass ich so zur Welt gekommen bin wie ich bin, gab mir eine gewisse Legitimierung. Ob das was ich bin nun krank oder fehlentwickelt oder einfach eine Normvariante ist, war nicht das Wesentliche, wesentlich war die Tatsache, dass ich mich nicht “in eine Transsesxualität entwickelt habe” sondern so zur Welt gekommen bin – ein faktischer Freispruch. Diese Sichtweise, die durch eine Unzahl von wissenschaftlichen Studien gestützt wird, wurde zum Fundament für eine ganz neue Selbstwahrnehmung. Ich will nicht eine Frau sein, ich bin es!
Transsexualität hat biologische Ursachen
Was bestimmt das Geschlecht – Körper oder Geist?
Transsexualität: Psychologische Sichtweise ohne Scheuklappen

Ist es schlecht? Und was ist gut?
Ist es krank? Und was heisst leben?
Nein! Es ist nur ehrlich – menschlich
Und verflucht – Es ist doch nur die Wahrheit!
(Lacrimosa – Stolzes Herz)

Positive Identifikation mit Transsexualität
Gerade weil man zu Beginn stark unter dem Eindruck der Psychopathologisierung steht, ist es umso wichtiger, positive Identifizierungsmerkmale zu finden und davon gibt’s eine Menge. Transsexuelle Menschen werden in ein Leben gezwungen, das sie vor enorme Herausforderungen stellt, die einem in vielen Belangen schulen. Man musste ein Leben führen das dem eigenen Geschlecht entgegengesetzt war, dazu musste man Menschen und Geschlechter genau beobachten und die Sinne schulen. Man führte lange Zeit ein Leben im “anderen Geschlecht” und lernte viel von der Denk- und Verhaltensweise dieses anderen Geschlechts, weil man es selbst nachspielen musste. Das Leben forderte einem sehr viel Leidensbereitschaft ab, die einem tapfer macht. Und schlussendlich wird einem spätestens beim Outing soviel Mut und Überwindung der Angst abgefordert, dass man auch daran wächst. Vieles was mein Wesen ausmacht, wurde durch meine transsexuelle Ausgangslage im Leben geprägt. Ohne diese erschwerten Umstände wäre ich niemals die Philosophin und Kriegerin geworden, die ich heute bin. Ja, all das hat mich stark gemacht, an allen Widrigkeiten bin ich gewachsen und so bin ich heute wie eine Kriegsveteranin, die nicht nur in der Kaserne geübt hat sondern wirklich gekämpft hat. Diese Kriegserfahrung auf dem Schlachtfeld des Lebens hat mich geschult und gross gemacht. Aus diesen und viel mehr Gründen wurden trans-Menschen bei indigenen Völkern als “Two Spirit” geehrt. An diesem Bild sollte man sich festhalten, wir sind vielleicht anders als Andere, aber dieses Anders-sein bringt positive und negative Aspekte mit, die negativen werden mir zu Genüge vor Augen gehalten, die Positiven muss ich mir selbst vor Augen führen – immer und immer wieder, bis ich es endlich glaube ;-)
Lob auf die Transsexualität – über den Zauber der Two Spirits

Ich wollte ja nichts als das zu leben versuchen,
was von selber aus mir heraus wollte.
Warum war das so schwer?
(Hermann Hesse, Demian)

Epiktet und die Bedeutungslosigkeit des Gelächters
Schon immer hatte ich einen Hang zur Philosophie, vorllem in der griechischen Philosophie fand ich immer gute Lehrer, allen voran Sokrates, der sich dadurch hervortat, dass er nur eines wusste: dass er gar nichts weiss. Auch in diesen zwei Jahren fand ich bei den alten Griechen einen guten Lehrer, Epiktet, ein Vertreter der Stoa. In seinen Texten dreht er sich immer wieder um denselben Punkt und kommt immer wieder zur selben Antwort: Was geht es Dich an? Ich war in einer Situation, in der ich mich in einer mich verhöhnenden oder verspotteten oder zumindestest belächelnden Welt fand. Auch wenn ich selbst wusste, dass ich nicht gestört bin, für alle die nichts vom Thema wissen, werde ich weiter das Stigma der Bekloppten tragen. Aber warum sollte mich das interessieren, fragt Epiktet? Wenn mein Weg richtig ist, dann ist er richtig, egal ob Andere das auch so sehen. Wer vermag über mich zu urteilen, wer entscheidet wie ich sein soll, ich selbst oder dieses Gesellschaftskollektiv? Durch Epiktet wurde mir klar, dass weder die Richtigkeit noch der Wert von etwas davon abhängig ist, wie es von aussen beurteilt wird. Der Wert oder die Richtigkeit bestimmt sich durch sich selbst. Wenn ich ok bin, dann kann man mich für noch so gestört halten, ich werde es nicht nur weil man mir diese Maske auferlegt. Wenn man mich für einen Vogel hält, beginne ich ja auch nicht zu fliegen, warum sollte ich also andere Fremdurteile annehmen? Diese Denkweise führten immer mehr zu einer Art Werte-Autarkie, die dazu führte, dass ich heute zu mir stehen kann, egal was Andere darüber denken.
Selbstachtung beginnt bei Dir

Im Auge der Gemeinheit – Der Allgemeinheit
Schlicht verwerflich – transparent
Doch ist es tiefer, stärker und viel mehr
(Lacrimosa – Stolzes Herz)

Das Schwert der Offenheit
Soweit so gut, wenn ich soweit bin, dass ich mich selbst respektieren kann und nicht mehr von der Wertzumessung Anderer abhängig bin, habe ich ein gutes Fundament. Aber es führt in ein zwei-Welten Dasein und hat irgendwie etwas asoziales. Es ist gut und wichtig, wenn ich mich nicht von Anderen beurteilen und verurteilen lasse, aber ich bin ein soziales Wesen und lebe nicht in einer Autarkie, da fehlt also noch einiges für ein menschenwürdiges Leben. Ich machte die Erfahrung, dass Menschen entgegen meiner Annahme überraschend schnell Vorurteile und Falschvorstellungen ablegen können, wenn sie mit Fakten konfrontiert werden. Das Faktum war in diesem Fall ich selbst. Ich nötigte mir eine kompromisslose Offenheit ab. Ich wusste ja mittlerweile, dass ich ok bin, wenn Andere in mich hinein sehen, werden sie dasselbe wahrnehmen wie ich. Und die Strategie ging auf. Ich erlebte oft, dass ich zuerst mit einer gewissen Irritation betrachtet wurde, aber schon relativ kurze Gespräche mit der nötigen Offenheit führten dazu, dass man begann mich zu verstehen. Nicht unbedingt in einem rationalen Sinn, aber man bemerkte, dass es mir ernst ist und dass ich für mich selbst einstand. Das wiederum nötigte Anderen einen gewissen Respekt ab und führte schnell dazu, dass man mich respektierte als das was ich bin. Wer bei neuen Begegnungen mit einem Handicap startet und mit einer Stigmatisierung beginnen muss, steht im Zugzwang. Ich weiss ja, dass Aussenstehende falsche Vorstellunge von transsexuellen Menschen haben, wer wenn nicht ich könnte ihnen eine neue Sichtweise geben, indem ich mit meinem Ich-sein ein lebendiges Beispiel werde? Heute habe ich ein tolles Umfeld, loyale Arbeitskollegen, liebe Freundinnen, respektvolle Freunde – Diana hat sich etabliert, nicht als Transsexuelle sondern als eine Frau, die einen verrückten Weg hinter sich hat. Das verdanke ich meiner Offenheit, das wurde mir mehrmals attestiert, denn Offenheit entwaffnet, sie zerschneidet Vorurteile, Offenheit ist die einzige Waffe gegen das Schwert des Vorurteils.
Das Outing als transsexuelle Frau
Transsexualität und die Kunst der Selbsterklärung

Mit dem Leben ist es wie mit einem Bühnenstück:
Was zählt, ist nicht die Länge, sondern das gekonnte Spiel
(Seneca)

Die grosse Bedeutung der banalen Äusserlichkeit
Ein weiterer wichtiger Faktor war für mich das Äusserliche. Auch wenn ich dem an sich keinen Wert zumesse, lebe ich doch in einer Welt, die nicht so tickt. Ich habe vielfach erlebt, dass mein Äusseres einen grossen Einfluss hat darauf, wie ernst ich genommen werde aber auch wie überzeugend ich mein Selbst präsentiere. Machen wir uns nichts vor, das Leben ist ein Bühnenspiel, für uns alle, ob wir wollen oder nicht. Wie ich wahrgenommen werde, hat sehr viel damit zu tun, wie ich auftrete. Ob ich als Kerl im Rock betrachtet werde oder als Frau mit einer etwas seltsamen Vergangenheit, ist stark von meinem Äusseren abhängig – genauso wie meine Selbsteinschätzung massgeblich ist, ob ich als Gestörte oder als Opfer auftrete oder ob ich mich als die Frau präsentiere, die ich bin. Beim Äusseren braucht es einiges an Selbstfindung. Ich durfte ja vier Jahrzehnte nicht mal daran denken, wie ich aussehen möchte, plötzlich durfte und musste ich es können. Es brauchte einiges an Zeit und viele Fehleinkäufe, bis ich meinen Stil fand, bis ich ein Äusseres fand, in dem ich mich wohl fühle und das gleichzeitig mich selbst repräsentiert. Ich halte es für verfehlte Tugend, wenn man sich selbst einschränkt, weil man auf Teufel komm raus nur ja kein Klischee erfüllen will – genauso wie es selbstverleugnend ist, wenn man Klischees bedient die einem nicht entsprechen. Unterdessen glaube ich, meinen Stil oder eher meine Stile gefunden zu haben. Am Morgen wähle ich zielsicher etwas, was einer heutigen Tageslaune entspricht, mal eher elegant, mal eher girlig, je nachdem wie ich gerade drauf bin. Aber es ist in sich meist stimmig und das Resultat davon ist, dass ich kaum noch auffalle. Wenn ich in die Stadt gehe, dreht sich niemand mehr um, jedenfalls nicht mit den Blicken von früher. Ich wirke so, wie naive Gutachter es gerne als authentisch klassifizieren – nicht weil ich muss sondern weil ich mein Äusseres nun ganz mir entsprechend gestalte. Das braucht Übung und Mut und Experimentierfreude, aber schlussendlich hilft es mir, weil ich immer mehr spüre, dass ich auf Andere eben genauso wirke wie ich tief in mir bin – so wird das banale Äussere zur Entfaltung des Wesens und damit rundet sich alles ab.
Kleider machen Leute – eine Stilfrage

Aber wenn man einmal das andere weiss,
dann hat man die Wahl nicht mehr,
den Weg der meisten zu gehen.
Der Weg der meisten ist leicht, unserer ist schwer.
(Hermann Hesse, Demian)

Wechselwirkungen im Strudel der Entfaltung
Diese Aspekte, die eigentlich alles andere Seiten sind, haben enorme Wechselwirkungen und sind von einander abhängig. Wenn ich äusserlich gut rüber komme, werde ich auch weniger belächelt, werde mehr respektiert, muss weniger negative Erfahrungen über mich ergehen lassen – aber all diese positiven Veränderungen sind gleichzeitig auch Voraussetzung, dass ich selbstbewusst auftrete und ohne selbstbewusstes Auftreten komme ich eben nicht gut rüber – damit beisst sich die Schlange in den Schwanz. Deshalb kann man diese oben genannten Aspekte eben nicht der Reihe nach durchlaufen, man muss alles gleichzeitig tun und das ist eine enorme Herausforderung. Selbstbewusst auftreten, solange das Äussere dieses Selbstbewusstsein zulässt, braucht eine gehörige Portion Renitenz. Und selbstbewusst auf Fremde zuzugehen, bevor man ihnen erklären konnte, dass man nicht ein gestörter Kerl im Rock ist, braucht unglaublich viel Mut und Entschlossenheit. Aber wenn man diese Aspekte pflegt und an sich arbeitet, kommt irgendwann der Tag an dem man zurück blickt und erschüttert ist, wieviel sich zum Positiven verändert hat. Die Summe der Veränderung ist weit mehr als die Teile dieses Ganzen und man weiss nicht genau, wo man warum welche Fortschritte gemacht hat. So wie ein Baum in alle Richtungen wächst, wird aus einem dürren Stängelchen ein würdevoller Baum. Da braucht es mehr als alles Andere eine hohe Leidensbereitschaft und eine lebenssüchtige Beharrlichkeit.

Mit blutverschmierten Händen, mit einer Träne im Gesicht,
Einem Lächeln auf dem Lippen, und der Hoffnung tief im Blick.
Aufzustehen auch aus dem Dreck tief beschmutzt und stolz im Herz,
Dem Leben neu erwacht – Und erwacht ganz neu im Leben.
(Lacrimosa – Stolzes Herz)

Die Normalität des Aussergewöhnlichen
Wenn man seine Selbstentfaltung in diesen Aspekten vollendet hat, was bei mir zwei Jahre dauerte, steht man endlich so im Leben, dass man sich selbst sein kann in allen Fascetten seines Seins. Und man steht mitten in einem sozialen Umfeld, das diesen Weg mitgegangen ist. Was bleibt ist das vollendete Ziel, das man nicht mehr verfolgen muss, man ist angekommen. Und damit beginnt der letzte und wichtigste Teil, das Loslassen. Denn all das Aussergewöhnliche dieser “Metamorphose”, das die eigene Welt genauso wie die Welt um einem herum so auf den Kopf gestellt hat, all das ist normal geworden. Dann ist der Moment gekommen, an dem man das “T” ablegen muss. So wie der Schmetterling keinen Salat mehr frisst und auch nicht in Cocoons schläft, so muss man die Flügel entfalten und einfach Schmetterling sein. Dabei geht es nicht um Verleugnung der Vergangenheit, es geht um eine zukunftsgerichtete oder noch besser gegenwartsgerichtete Lebenshaltung. Es geht auch nicht darum, etwas an sich selbst zu verleugnen, dazu gibt es keinen Grund. Mir wurde ein erschwertes Leben im falschen Körper aufgebürdet, diese erschwerten Umstände haben aus mir gemacht, was ich heute bin, dieses Ich von heute ist mir lieb, auf dieses Ich bin ich stolz, es ist so wie es ist gerade weil ich all das durchlebt habe, ich bin und bleibe Two Spirit, aber ich definiere mich nicht mehr allein durch diese Andersartigkeit, ich bin keine Transsexuelle sondern ein Frau, die aufgrund einer Transsexualität eine schwere Entwicklung durchleben musste und sich selbst entfaltet hat. All das gilt es anzunehmen und mitzunehmen, aber nicht als Kette die einem in einer Psychopathologisierungs-Schublade gefangen hält sondern als Fundament, auf dem man gewachsen ist, dem man entwachsen ist – dann ist es Zeit loszulassen und zu fliegen, wie es die eigene Seele bedarf.
Leben als TransFrau – Über die Normalität des Aussergewöhnlichen

Und um die Frage vorwegzunehmen: Nein, ich hab das alles natürlich nicht immer im Griff, mich haut’s nachwievor immer mal wieder hin, das Selbstbewusstsein bröckelt manchmal ab, manchmal knirscht es ganz schön im Gebälk. Aber ich habe es in dem Sinn erreicht, dass ich heute in der Regel einen schönen Tag verbringen kann, in dem ich mein Leben ein wenig zelebriere und geniesse. Damit bin ich echt zufrieden, bei all dem was ich hinter mir habe, da bin ich wirklich im Paradies angekommen :-)

A Rainbow Warrior called Diana

There will come a time when the Earth grows sick
and when it does a tribe will gather from all the cultures of the World
who believe in deeds and not words.
They will work to heal it…
they will be known as the “Warriors of the Rainbow”

(Hopi-Legend of Rainbow Warriors)

Es ist bald 15 Jahre her, wir hatten uns dazu entschlossen, einem Kind das Leben zu schenken, als ich vor dem TV sass und hörte, dass der damalige französische Präsident Chirac auf der Insel Moruroa Atombombentests machte. Die ganze Welt schaute hin, niemand unternahm etwas dagegen, nur eine kleine Schar Greenpeace Aktivisten stürmten mit ihren Booten dahin, im Wissen, dass sie es nicht aufhalten können, aber mit der Kraft im Herzen, sich trotz aller Hoffnungslosigkeit gegen diesen Irrsinn zu stellen. Ich erinnerte mich an meine Kindheit, wie ich geweint habe als ich im TV sah, wie Robbenbabys zutode geprügelt wurden und Wale mit Sprengharpunen gejagt wurden und auch damals waren Greenpeace Aktivisten die Einzigen, die versuchten dagegen anzukämpfen.

Kann ich es wirklich verantworten, ein Kind in diese grausam destruktive Welt zu setzen? Eigentlich nicht, und doch wollte ich, was nun? Wenn ich einem Kind schon so eine Welt zumute, dann bin ich in der Verantwortung, dann muss ich mit allen Mitteln versuchen, diesem Kind eine möglichst gute Zukunft zu ermöglichen – ich muss zur Kriegerin werden, zur Kriegerin des Regenbogens. Am anderen Tag kontaktierte ich Greenpeace Schweiz und meldete mich als Aktivistin. Das blonde Ding hinten in diesem Schlauchboot bin übrigens ich. Bei der Kaperung des Gentech-Schiffs im nächsten Bild war ich ebenfalls an Bord.

Es war etwa zwei Jahre später, viele Stunden an Eisenbahngeleise gekettet, ein Schiff gekapert, ein paar Gerichtsurteile wegen Nötigung und Hausfriedensbruch, als ich an einem Philosophiekurs von Greenpeace war und mit Erstaunen erfuhr, was der Name des legendären Greenpeace Schiffs “Rainbow Warrior” wirklich bedeutet. Der Name entstand in Anlehnung an uralte Prophezeiungen der Hopi- und/oder Cree-Indianer, die von der Zerstörung der Natur handelten und das Erscheinen der Regenbogen-Krieger ankündigten, die Mutter Erde wieder heilen würden. Ein paar Jahre nachdem die Rainbow Warrior erstmals in See stach um gegen Atombombentests auf dem Meer zu protestieren, erkannte eine Cree Indianerin in diesen Aktivisten die Erfüllung dieser Legende und der Stamm der Cree bestimmte, dass alle Regenbogen-Krieger sozusagen Ehrenmitglieder ihres Stammes würden. Wow, ich sass da und erfuhr voller Stolz, dass ich damit Cree Indianerin bin.

Es folgten viele Kämpfe als Regenbogenkriegerin, eine Hundertschaft an Leserbriefen, politische Aktionen und schlussendlich schuf ich mein “RainbowNet-Blog“, auf dem ich ursprünglich meine ökologischen Anliegen teilen wollte, doch aufgrund der politischen Lage in der Schweiz leider schnell in politische Themen abgleitete. Irgendwann kam der Punkt, an dem ich völlig ausgepowert war. Viele Kämpfe hatte ich gekämpft, fast alle hatte ich verloren. Resignation! Ich liess meine Waffen fallen und zog mich gebeugten Hauptes zurück.

Später kam dann die Phase meiner “Geschlechts-Transition“, die mich zwei Jahre lang total absorbierte und nach der GaOp erwachte ich mit neuem, gereinigtem Geist und schnell hörte ich wieder den sanften Klang der Spiritualität, den Atem Gottes und schlussendlich wieder die Trommeln in meinem Herzen, die mich eigentlich nie mehr verlassen haben, seit ich auf meiner Hochzeitsreise im Pine Ridge Reservat bei den Oglala-Sioux an einem PowWow war, dort in den heiligen Bergen der Black Hills, da wo mein Geist berührt wurde wie nie zuvor.

Die Erinnerung kam wieder auf, dass ich eine Regenbogen-Kriegerin bin und dass meine Berufung nie geendet hat, dass es da eine Prophezeiung gibt, die mich meint, mich und unzählige Andere und dass sie sich nur erfüllt, wenn wir nicht aufgeben, das Unmögliche zu wagen. Deshalb möchte ich jetzt diese Prophezeiung mit Euch teilen, in der Hoffnung, dass sie sich weiter ausbreitet und dass ich so einen weiteren kleinen Teil dazu beitragen kann, dass Mutter Erde irgendwann doch wieder geheilt wird.

Prophezeiung der Cree – Warriors of the Rainbow

Es war im letzten Jahrhundert, als eine alte weise Cree Indianerin namens “Eyes of Fire” eine Vision hatte. Sie prohezeite folgendes (im Rahmen meiner bescheidenen Fähigkeiten aus diesem Text übersetzt):

Es wird eine Zeit kommen, wenn die Erde ausgebeutet und verschmutzt ist, die Bäume zerstört sind, die Vögel vom Himmel fallen, die Gewässer sich verdunkeln, Fische in den Strömen vergiftet sind und die Wälder nicht mehr länger sein werden. Menschen wie wir sie kennen werden aufhören zu existieren.

Es wird die Zeit kommen, wenn die Erhalter der Legenden, Geschichten, kulturellen Rituale, Mythen und aller alten Stammesangelegenheiten gebraucht werden um unsere Gesundheit wieder instandzustelolen und die Erde wieder grün zu machen. Sie werden des Menschen Schlüssel zum Überleben sein, sie werden die “Krieger des Regenbogens” sein. Es wird der Tag des Erwachens kommen, wenn alle Menschen aller Stämme (Staaten) eine neue Welt aus Gerechtigkeit, Frieden und Freiheit formen und den Grossen Geist (Gott) anerkennen.

Die “Krieger des Regenbogens” werden diese Prophezeiungen verbreiten und allen Menschen dieser Erde lernen. Sie werden sie lehren wie man “den Weg des Grossen Geistes” lebt. Sie werden ihnen erzählen, wie die Welt von heute sich vom Grossen Geist entfernt hat und dass die Erde deshalb “krank” ist.

Die “Krieger des Regenbogens” werden den Menschen zeigen, dass der Grosse Geist voll ist von Liebe und Verständnis und sie werden sie lehren, die Erde wieder schön zu machen. Diese Krieger werden den Menschen Prinzipien und Regeln lernen ihnen nachzufolgen um die Erde wieder mit Licht zu erfüllen. Diese Prinzipen werden diejenigen sein der alten Stämme. Die Regenbogenkrieger werden die Menschen die alten Praktiken von Einheit, Liebe und Verständnis lehren. Sie werden Harmonie lehren unter den Menschen in allen vier Ecken der Erde.

Sie die alten Stämme werden sie die Menschen lehren zum Grossen Geist zu beten, mit Liebe die fliesst wie ein schöner Bergbach und den Weg entlang fliesst bis in den Ozean des Lebens. Und sie werden wieder fähig, Glück zu empfinden für sich selbst und in der Gemeinschaft. Sie werden frei von Eifersucht und werden alle Menschen als ihre Geschwister lieben, ungeachtet deren Hautfarbe, Rasse oder Religion. Sie werden Glück empfinden dabei, in deren Herzen einzudringen und eins zu sein mit der gesamten menschlichen Rasse. Ihre Herzen werden rein sein und Wärme, Verständnis und Respekt ausstrahlen für alle Menschen, die Natur und den Grossen Geist.

Sie werden ihr Denken, ihre Herzen und ihre Seelen wieder mit reinsten Gedanken füllen. Sie werden die Schönheit des Schöpfers suchen – des Grossen Geistes. Sie werden Stärke und Schönheit finden im Gebet und der Einsamkeit des Lebens.

Ihre Kinder werden wieder fähig sein sich zu befreien und die Geheimnisse der Natur und von Mutter Erde zu geniessen. Frei von der Angst vor Gift und Zerstörung die der weisse Mann durch seine praktizierte Gier gebracht hat. Die Flüsse werden wieder klar, die Bäume wieder reichhaltig und schön, die Tiere und Vögel wieder vollzählig. Die Kraft der Pflanzen und Tiere wird wieder respektiert und die Erhaltung von allem was schön ist, wird wieder zum Weg des Lebens.

Die Armen, Kranken und Hilfsbedürftigen werden wieder gepflegt von ihren Brüdern und Schwestern der Erde. Diese Praktiken werden wieder Teil von ihrem täglichen Leben.

Die Anführer der Menschen werden in der alten Tradition gewählt – nicht durch politische Parteien und nicht diejenigen, die am lautesten brüllen oder durch Dreckschleudern sondern diejenigen, deren Taten die lauteste Sprache sprechen. Diejenigen, die Liebe, Weisheit und Mut zeigten und diejenigen die zeigen, dass sie für das Allgemeinwohl arbeiten können und wollen, werden zu Anführern gewählt. Sie werden aufgrund ihrer “Qualität” gewählt und nicht wegen des Geldes das sie besitzen. Wie die nachdenklichen und demütigen “alten Häuptlinge” werden sie die Menschen mit Liebe verstehen und dafür sorgen, dass ihre Jungen von ihrer Umgebung mit Liebe und Weisheit gelehrt werden. Sie werden ihnen die Wunder zeigen mit denen die Erde von ihren Wunden geheilt werden kann und Gesundheit und Schönheit wiederherstellen.

Die Aufgaben dieser “Krieger des Regenbogens” sind zahlreich und gross. Es werden erschreckende Berge von Unwissenheit zu besiegen sein und sie werden Vorurteile und Hass zu finden. Sie müssen gewidmet werden, unerschütterlich in ihrer Kraft und stark in ihrem Herz. Sie werden Herzen und Köpfe finden die gewillt sind ihnen zu folgen auf diesem Weg, auf dem Mutter Erde wieder zu ihrer Schönheit und Vielfalt zurückkehrt – einmal mehr.

Der Tag wird kommen, er ist nicht mehr weit entfernt.

Der Tag an dem wir erleben werden, wie wir dankbar sind für die Existenz der Menschen aller Stämme, die ihre Kultur und ihr Erbe gepflegt haben. Diejenigen, die Rituale, Geschichten, Legenden und Mythen lebendig gehalten haben. Es wird dieses Wissen sein, das Wissen das sie erhalten haben, das uns ermöglicht, wieder zurückzukehren zu einer Harmonie mit der Natur, Mutter Erde und der Menschheit. Es wird dieses Wissen sein, in dem wir den Schlüssel zum Überleben finden werden.

Ist diese Zeit wirklich so nah? Den Eindruck habe ich nicht, wenn ich das Verhalten der Menschen beobachte. Wird diese Zeit wirklich kommen? Es fällt mir schwer das noch zu glauben, nach all der Ignoranz die ich in den letzten Zwanzig Jahren erlebt habe. Aber ich erinnere mich immer wieder an die Worte von Carl Jaspers, der sagte: “Hoffnungslosigkeit ist die vorweggenommene Niederlage”. Egal wieviel Hoffnung besteht, wenn wir diese Zeit nicht anstreben, wird sie garantiert nicht kommen, sie kann nicht kommen, weil wir der Weg sind, auf dem sie kommen könnte, wenn wir es zulassen würden.

So mag man mich weiterhin für eine Närrin halten, dass ich auch in diesem Thema das Unmögliche anstrebe, ich bin nicht allein mit meiner Narrerei. Gandhi war so närrisch zu glauben, er könne mit Gewaltlosigkeit einen Krieg gegen einen übermächtigen Feind gewinnen. Martin Luther King war so närrisch wie Nelson Mandela, dass sie glaubten, sie könnten Gleichberechtigung durchsetzen in Kontinenten, die Apartheit und Sklaverei praktizierten. Die Geschichte kennt viele Narren und Närrinnen, die sich erdreisteten, das Unmögliche zu wagen – so Manche haben es wider aller Erwartung doch geschafft. Also will ich weiterhin eine Närrin bleiben – man weiss ja nie ;-)

Ein etwas anderes Glaubensbekenntnis

Dieser Blogbeitrag stammt aus meinem letzten Tagebuch, aber weil er einen meiner wichtigsten Wesensanteile beschreibt und viel über mein Glauben und Denken aussagt, möchte ich ihn hier auch vorstellen……….

Ich wußte nicht, wo ich eintrat,
aber als ich mich dort sah,
unwissend, wo ich mich befand,
begriff ich große Dinge;
ich werde nicht sagen, was ich empfand,
da ich unwissend blieb,
alles Wissen übersteigend.
(Johannes vom Kreuz)

Wenn ich heute gefragt werde, ob ich gläubig bin, dann gibt es zwei mögliche Antworten. Entweder ich sage: ich sei “konfessionslos gläubig” oder ich sage, ich sei “Nazarenerin”. Die jüdische Gruppe rund um Jesus, aus der später das heutige Christentum entstand, wurden von Anderen “die Nazarener” genannt, weil sie Nachfolger des Jesus von Nazareth waren. Damit will ich sagen, dass ich Jesus nachfolge in dem ich der von ihm postulierten Ethik nachfolge, dass ich aber nicht der Glaubensdoktrin einer Kirche folge und es für mich nur einen Gott gibt, derjenige, auf den Jesus und Andere hingewiesen hat.

Wie’s dazu kam, ist mal wieder eine lange Geschichte, also heissts einmal mehr: Bier und Popcorn holen, gemütlich hinsetzen………. Vorhang auf!

Katholisch – und wo ist Gott?
Ich wurde zwar katholisch getauft, wuchs aber in einer Familie auf, die keine religiösen Ambitionen hatte. Wir gingen in der Regel nicht in die Kirche und nur durch die Grosseltern wurde mir ab und zu etwas Religion vermittelt. Trotzdem hatte ich früh die feste Überzeugung, dass da irgendwo irgend etwas Göttliches sein musste. Die Welt war viel zu schön und perfekt, als dass sie einfach ein Zufallsprodukt sein konnte. Irgendwoher musste ja all das Zeuchs kommen, das da rumwuselt und vieles in der Natur liess mich staunen…….. und Staunen, ist der Ursprung jedes religiösen Glaubens.

Einführung ins Christentum und die Lüge vom Geschenkligott
In der Jugendzeit ging ich dann in die CVJM, eine Art katholische Antwort auf die Pfadfinder. Dort lernte ich sehr viel über den christlichen Glauben, über Jesus und die Bibel. Und dort lernte man mir auch erstmals die Vorstellung eines Gottes, von dem man alles bekommt, wenn man ihn darum bittet. Das ging in mich rein wie ein heisses Messer durch die Butter. Ich betete, bittete, denn es gab mehr als genug in meinem Leben, wo ich Hilfe gebraucht hätte. Aber es passierte nichts, einfach nichts. Irgendwann kam der Punkt, an dem ich mich einfach nur noch verarscht fühlte. Da erzählen mir die: “Bitte und es wird Dir gegeben”, ich bat, und alles wurde nur noch schlimmer. So zerfiel der Glaube an diesen Geschenkli-Gott zu Staub, von einem Tag zum Anderen. Was blieb war mein Staunen und die feste Überzeugung, dass irgend etwas Göttliches existiert.

Vorübergehender Abschied aus dem Christentum
An meinem 18. Geburtstag bekam die Kirchgemeinde einen Brief, in dem ich um meine Exkommunikation bat und dies damit erklärte, dass ich nicht einer Religion angehörig sein kann, die Frauen auf Scheiterhaufen verbrannte, indigene Völker ausrottete und vieles mehr. Aber ich glaube, das stimmte so nicht, ich war einfach enttäuscht, weil mir diese Religion Hilfe versprach, die ich nie erhielt.

Wer sucht, soll solange weiter suchen, bis er findet.
Wenn er aber findet, wird er erschrocken sein.
Wenn er erschrocken ist, wird er erstaunen.
Und er wird König sein über die unsichtbare Welt.

(Thomas Evangelium 2)

Eine zwanzigjährige spirituelle Reise
Dann begann eine lange spirituelle Reise durch die Welt der Religionen. Eine Reise die mir zeigte, dass alle Religionen wertvolle Schätze zu verschenken hatten. Überall waren Einsichten zu gewinnen, überall gab es etwas zu lernen, was einem im Leben weiter bringt. Aber ich fand keine Religion, die es verdient hätte, den alleinigen Wahrheitsanspruch, den zumindest monotheistische Religionen per Definition beanspruchen, auch zugesprochen zu bekommen.

Buddhismus, Zen, Schicksal und Demut
Zuerst gings los mit Buddhismus und Zen. Dort lernte ich vorallem, das Schicksal anzunehmen. Shunryu Suzuki, ein Zenmeister, fasste es wunderschön zusammen: “Weil wir alle Aspekte des Lebens als eine Entfaltung des grossen Geistes betrachten, deshalb haben wir diese unerschütterliche Ruhe” (frei nachgeplaudert). Ich lernte, dass alles was kommt auch sein Gutes hat, auch wenn ich es noch so ablehne. Selbst Krankheit oder Sonstiges können mich weiter bringen, wenn ich mich nicht dagegen sträube und diese “Lehre” annehme. Diese Lebenshaltung war vermutlich der Hauptgrund, dass ich viele Jahre später, als ich an einem Burnout erkrankte, diesen zur grössten Schule meines Lebens machen konnte…… bis Anfang dieses Jahres, da trat ich in die Königsklasse ein.

Naturvölker und der “grosse Geist” der Indianer
Weiter ging es dann mit Religionen der Naturvölker, im Speziellen der indigenen Völker Nordamerikas, die mich seit Kindheit unerklärlich faszinieren. Die Sioux Indianer nennen Gott “Wakan Tanka”, was im englischen lapidar mit “Great Spirit” übersetzt wird und im deutschen noch sinnentleerter mit “Grosser Geist”. Aber es heisst nicht Great Ghost sondern Great Spirit, damit ist kein Huhu-Gespenst gemeint sondern eine Wesenskraft. In einem Buch las ich dann mal, dass die korrekte Übersetzung von Wakan Tanka in etwa heissen müsste: “Das Wesen, das in allen Dingen ruht”. Unter Wakan Tanka verstanden Indianer so eine Art göttliche Energie, die in allem drin ist, alles ist eine Entfaltung Gottes. Egal ob ein Tier, ein Fluss, ein Stein oder ein Mensch, alles war durchdrungen von dieser göttlichen Wesensart. Das war auch der Grund, weshalb Indianer beispielsweise ein bei der Jagd getötetes Tier um Verzeihung baten – eine rührende Vorstellung, die meinem Empfinden enorm entsprach. Damals hätte ich nie gedacht, dass mir diese Vorstellung eines Tages ausgerechnet in der christlichen Religion wieder begegnen würde.

Odin, Thor und andere Vorstellungen
Auch mit kelto-germanischen Religionen beschäftigte ich mich, auch da fand ich spannende Aspekte, die mich auf meinem Weg weiter brachten und das Bild abrundeten.

Gott – das Unvorstellbare und Unaussprechliche
Erst viel später, am Ende dieser Suche, wurde mir klar, dass alle Religionen eigentlich vom Gleichen reden. Es gibt nur eine göttliche Macht, die hinter allem Sein steht und das Göttliche ist unvorstellbar und undenkbar, es übersteigt unsere Vorstellungen bei Weitem. Deshalb brauchte es Religionen, die das Unvorstellbare vorstellbar machten und das geht nur durch Vereinfachung. Und da spielt es keine Rolle, ob man sich dieses Unvorstellbare als einen einzelnen Gott vorstellt oder die verschiedenen Aspekte von verschiedenen Göttern darstellen lässt. Auch monotheistische Religionen wie das Judentum haben viele Namen für diesen einen Gott, jeder Name steht für bestimmte Aspekte Gottes. Bei diesen Namen Gottes sind solche dabei wie der “Herr der Heerscharen” aber auch die weibliche Schechina, ein für Juden wesentlicher Aspekt Gottes. Andere Religionen machten aus diesen Aspekten einzelne Götter. Aber im Endeffekt bleibt es dasselbe und auch wenn Christen zwischen Gott, Jesus und dem “heiligen Geist” unterscheiden, bleibt doch hinter all dem das eine Göttliche, das Unaussprechliche.

Ich gebe euch ein neues Gebot: Liebt einander.
Ihr sollt einander so lieben, wie ich Euch geliebt habe..

(Johannes 13,34)

Evangelikalismus oder die Pervertierung der jesuanischen Lehre
Eines Tages stolperte ich in ein christliches Forum, in dem es von evangelikalen Christen wimmelte. Das evangelikale Christentum stammt aus Amerika und wie vieles, was von dort kommt, ist (meines Erachtens) der Evangelikalismus die grösste Pervertierung des christlichen Glaubens. Die Bibel wird absolut wörtlich genommen (wenn es einem in den Kram passt), Homosexuelle werden verteufelt, Selbstbefriedigung dämagogisiert und alles mit Verweis auf aus dem Zusammenhang gerissene Bibelstellen. Ich war dort mit einer Form von Grausamkeit konfrontiert, die mir das Blut in den Adern gefrieren liessen. Da konnte Jesus sich den Munde fuslig reden über Liebe, Vergebung und Nicht-Richten. Diese selbsternannten Heiligen der Neuzeit zerrten alles in die Hölle in ihrem Kopf, was nicht 100% mit ihrem Glauben übereinstimmte.

Derjenige von euch, der ohne Sünde ist,
soll als erster einen Stein auf sie werfen.

(Johannes 8,7)

Die Bibel als Waffe? Das kann ich auch!
Da konnte ich einfach nicht anders als mit diesen Leuten rumzustreiten und so kamen in kurzer Zeit 800 Forumbeiträge zusammen. Da mir diese Leute ständig Bibelstellen um die Ohren hauten, begann ich mich selber wieder mit der Bibel zu beschäftigen und es war in der Regel ein Leichtes, ihre obskuren Fehlinterpretationen aufzudecken – natürlich ohne dass sie das bemerkt hätten. Das machte mich wieder vertrauter mit dieser Schrift und ich entdeckte da wieder wundervolle Stellen, vorallem die sogenannten Jesusworte. Das was Jesus predigte, war einfach nicht das, was ich heute im Christentum antreffe. Irgendwann wurde es sogar mir zu blöd dort und ich verliess das Schlachtfeld.

Laientheologie und urchristliche Überlieferungen
Doch ich war neugierig geworden und wollte unbedingt mehr über das Denken und die Lehre von Jesus erfahren. Ich las sehr viel und erfuhr einerseits, dass die Bibel kritisch gelesen werden muss. Es gibt redaktionelle Veränderungen, theologische Einschübe und vieles mehr (siehe z.B. Textkritik). Jedes der vier Evangelien, die die Geschichte des Nazareners beschreiben, beinhaltet eine eigenständige Theologie. Jeder dieser Berichte ist sozusagen eine Sichtweise des jeweiligen Evangelisten und diese unterscheiden resp widersprechen sich teils in interessanter Weise (siehe Evangelien-Synopse). Aber eines zieht sich wie ein roter Faden durch diese Erzählungen, die Jesus-Worte. Ich erfuhr, dass es noch andere urchristliche Überlieferungen gab, wie es auch verschiedene christliche Gruppierungen gab. Aber nach dem 1. Konzil von Nizäa im Jahr 325 siegte eine Gruppe dank Hilfe des römischen Kaisers Konstantin und alle anderen Gruppierungen wurden samt ihren Überlieferungen verboten. Aber viele dieser Schriften haben die Verfolgung überlebt und bieten ganz neue Sichtweisen. Im Speziellen das sogenannte Thomas Evangelium, eine Spruchsammlung von über hundert Jesus-Worten (Aussprüche). Viele dieser sogenannten Logien entsprechen denen der Bibel und sind teilweise sogar älter als die Urschriften der Bibel – sprich authentischer. Aber es hat auch eine Vielzahl von “unbekannten” Jesus-Worten und diese haben es in sich….. und haben es mir angetan….. und hier begann sich der Kreis zu Wakan Tanka zu schliessen und ich begann auch die Jesus-Worte in der Bibel mit neuen Augen zu sehen – und mein Staunen erreichte nie dagewesene Ausmasse.

Urtext verstehen und mit griechischen Augen lesen
Als mir klar wurde, dass Übersetzungen immer mit Verlust belastet sind und dass bei den Übersetzungen manchmal Theologie über Grammatik gestellt wurde, begann ich alt-griechisch zu lernen im Selbststudium. Es dauerte etwa ein bis zwei Jahre, bis ich in der Lage war, das Neue Testament im griechischen zu lesen und zu verstehen. Das griechische NT ist leider die älteste Überlieferung die wir haben, es gibt nichts über Jesus in hebräisch resp aramäisch und so ist auch der griechische “Urtext” bereits sehr verfremdet, weil hebräisch eine völlig andere Denkwelt voraussetzt als griechisch. Jedenfalls hatte ich den “Urtext” und ging akribisch dahinter, die Jesus-Worte zu studieren, die Paralellen in den Evangelien und die apokryphen (ausserbiblischen) Überlieferungen zu vergleichen. Einmal mehr taten sich Welten auf und das brachte mich irgendwann an den Punkt, an dem ich davon überzeugt war, dass Jesus uns genug gesagt hat, damit wir ein friedliches und glückliches Leben führen könnten – wenn wir ihn denn ernst nehmen würden und ihm nachfolgen würden.

Glühen ist besser als Wissen.

(Bernhard von Clairvaux)

Christliche Mystik und Mönchstum
Ich unternahm auch eine lange Reise in die Welt der christlichen Mystik. Mystik ist so etwas wie das Gegenteil von Dogmatismus. Ein Mystiker weiss, dass er nichts weiss und er glaubt, dass es im Glauben keine Rechthaberei gibt, dass jeder Mensch seinen persönlichen Weg hin zu Gott gehen kann, da gibt es kein richtig oder falsch, es gibt nur ein Ziel. Mystiker aller Religionen vertragen sich prächtig. Ein katholischer Mönch wird mit einem muslimischen Derwisch bestens klar kommen, sie haben keine Differenzen, sie haben nur unterschiedliche Blickwinkel und unterschiedliche Erfahrungen auf ihrem eigenen persönlichen Weg. Was für eine Wohltat im Vergleich zu dogmatischen Kirchen, die sagen: Entweder Du glaubst genau das was wir sagen und zwar so wie wir Dir das vorschreiben, oder Du brennst in der Hölle. Ich las viele Schriften und bekam viele neue Vorbilder. Der Franziskaner Franz von Assisi, der Nächstenliebe wie kein Anderer praktizierte, der Zisterzienser Bernhard von Clairvaux oder der Karmeliter Johannes von Kreuz, die den Weg zu Gott nur mit allumfassender Liebe gingen und viele andere faszinierende Gestalten in der Geschichte des christlichen Mönchstum. Das christliche Mönchstum war schon immer mystisch und es ist bis heute so geblieben. Höhepunkt war dann eine Besinnungswoche im Benediktiner Kloster in Einsiedeln, eine Erfahrung die wirklich tief geht.

Siehe, das Reich Gottes ist innerhalb von Euch!
Doch irgendwann wurde es Zeit, auch diesen Weg zu verlassen. Ich legte alles hin was ich zwanzig Jahre gelernt hatte. Ich musste nicht mehr weiter nach Gott suchen, ich hatte ihn/sie/es gefunden…… in mir – in Dir – in Euch allen. Seit diesem Tag habe ich grosse Ehrfurcht vor allen Mitgeschöpfen, weil ich nun tief in mir spüre, dass wir alle eins sind, durchdrungen von derselben Macht, Entfaltung desselben unaussprechlichen, unvorstellbaren Göttlichen, das niemals verstanden werden kann sondern nur erfahren. Es war der Tag, an dem sich mein Herz mit Liebe füllte und ich glaube sogar, es war die Grundlage dafür, dass ich mich selbst eines Tages lieben lernte und meine in einen Kerker eingesperrte Wesensart entfalten konnte. Die Fascetten der Entfaltung Gottes sind endlos zahlreich, ich bin eine von Vielen, die alle in sich einzigartig und doch wesensgleich sind.

Eine Freundin, die in Deutschland in einer christlichen Zen Gruppe ist, erzählte mir mal etwas, was die Erkenntnis meiner zwanzigjährigen Reise in einem Satz zusammennfasst. Wenn sie sich begegnen, dann begrüssen sie sich mit dem Wort “Namaste“………. was sinngemäss zu verstehen ist als:

Ich ehre in Dir den göttlichen Geist, den ich auch in mir selbst ehre – und ich weiß, dass wir somit eins sind.

Ich bin das Licht, das über allem ist.
Ich bin die himmlische Welt.
Sie ist aus mir hervorgegangen,
und in mir hat sie ihr Ziel erreicht.
Spaltet ein Stück Holz, ich bin da.
Hebt einene Stein auf, ihr werdet mich dort finden.

(Thomas Evangelium 77)

Ein exzessiver Blog-Sonntag

Manchmal kommt es so anders als man denkt. Nachdem ich gestern geackert habe um den freigenommen Montag zu kompensieren, habe ich mir fest vorgenommen, heute wie jeden Sonntag auszuschlafen, also frühstens ab elf Uhr aufzustehen. Um 5:35, fünf Minuten bevor mein Wecker unter der Woche klingelt, war ich hellwach, weiss der Geier warum. Ich trank einen Schoko-Cappu (Juliet hat mir welchen aus Germanien gebracht) und dann packte mich wie oft in letzter Zeit das spirituelle Fieber. Ich enterte den PC so um Sieben, startete indianische Musik auf meinem iTunes Player und töggelte los wie bekloppt. Seit einigen Wochen bin ich daran, dieses neue Blog zu füttern, vorallem die Kapitel-Beschreibungen. Heute packte mich aber das indianische und greenpeaclerische Fieber und so textete ich mich vor mich hin, beflügelt von Bill Millers Flötenklang. Einerseits beendete ich die Kapitel-Beschreibungen, anderseits begann ich einen Beitrag über einen indianischen Mythos der hinter Greenpeace liegt – aber den spar ich auf, für heute hats ja genug zu Lesen hier drin ;-)

So gings dann weiter bis etwa 16 Uhr, ich habe an die neun Stunden ununterbrochen geblogbastelt und wider meinen Vorsätzen konnte ich es dann nicht lassen und habe dieses Blog offiziell eröffnet. Und ich hab eine Scheissfreude daran :-) Jaja ich weiss, Scheissfreude sagt man nicht – ist mir egal, ätsch :-)

Mein Bedürfnis, das alte Leben hinter mir zu lassen und das neue Leben auszukosten, haben mich immer mehr gedrängt, diesen Blogwechsel endlich zu vollziehen. Ich habe einfach den Eindruck, dass ich in diesem (t)-Girl Tagebuch nicht mehr zuhause bin und vorallem bleibt das Transsexualitätsthema dort an mir kleben. Vorallem habe ich in letzter Zeit enormes Bedürfnis, über Dinge zu schreiben, die für ein “Blogtagebuch einer transsexuellen Frau” nicht von Bedeutung sind, umso mehr jedoch für mich, mein Leben, meine Gedanken und Gefühle. So war es dann einmal mehr ein Entscheid innert Minuten und der Blog-Umzug ging los.

Unterdessen habe ich die Musik von indianischer Flöte auf Beethovens Monschein-Sonate gewechselt, ein Bad genommen und fühl mich grad wie Gott am siebten Tag – einmal mehr – es ist vollbracht. Und es fühlt sich so gut an. Ein weiterer Schritt im Loslassen, ein weiterer neu eroberter Ort an dem die Musik meiner Zukunft spielt. Ich hoffe, dass es mir gelingt, in nächster Zeit mal das ganze ärgerliche Zeug zu lassen und mich dem widmen kann, das mich gerade so antreibt, das was ich Spiritualität nenne.

Es gibt so vieles worüber ich schreiben möchte und doch weiss ich nicht recht was ich schreiben werde, ich lasse mich treiben, im Leben und auch hier im Blog – wohin, weiss nur Gott allein.

Ich habe die Musik wieder zu Bill Miller gewechselt, der Flötenklang lässt etwas in mir vibrieren, das so lange brach lag, weil ich einfach keine Energie mehr hatte für all das. Wie gerne würde ich jetzt in den Black Hills stehen, am Bear Butte, die Zedernflöte spielen die ich so lange nicht mehr gespielt habe. Ich höre die Bäume rufen, rieche den Duft nassen Waldbodens, höre das tztztztz der Eichhörnchen, den Schrei des Waldkauzes in stiller Nacht…….. ich fühle mich, als ob ich jetzt erst meine Flügel so richtig entfalte, bereit zu fliegen.

Ich höre “Wind Spirit”, mein absolutes Lieblingslied von Bill Miller, ein wohliger Schauer durchströmt mich………

Das Kapitel Indigenes

Seit meiner Jugendzeit faszinieren mich indigene Völker, hierzulande Indianer genannt. Einerseits faszinierte mich der Mut und die Tapferkeit indigener Krieger, anderseits berührte mich die Ehrfurcht vor allen Lebewesen, die indigene Völker wie alle Naturreligionen haben. So ist es auch kein Wunder, dass die ersten zwei Bücher die ich in der Jugendzeit nach “Paddington” las, Indianerbücher waren. Das Eine war eine Biographie über den berühtem Medizinmann Sitting Bull (Tatanka Yotanka), der als Kriegshäuptling verschiedene Stämme an der Schlacht am Little Bighorn koordinierte und dem weissen Pack einen einmaligen Sieg bescherte und die stärkste damalige Macht, das 7. US-Kavallerieregiment des berüchtigten Indianermörders General Custer bis auf den letzten Mann aufrieb. Das zweite Buch war “Die Stunde des roten Mannes”, das ebendiese Schlacht beschrieb.

Während in der Jugendzeit vorallem eben diese Krieger Mythen mein Interesse weckte und fast das einzige männliche Ideal boten, an dem ich mich orientieren mochte, war später vorallem die indigene Spiritualität, die mich zutiefst berührte, weil alles was ich darüber las meinem eigenen Empfinden entsprach. Für meine Lieblinge, die Prärieindianer (im speziellen die Sioux), war das was wir Gott nennen “Wakan Tanka“, meist mit “Grosser Geist” übersetzt. Aber Wakan Tanka war kein Huhu-Gespenst, es heisst eher sinngemäss: “Das Wesen / die Kraft, die in allen Dingen liegt”.

Indigene Völker haben eine ganz eigene Weltanschauung, für sie ist nicht nur jedes Tier und jede Pflanze beseelt resp. wesenhaft sondern auch ein Berg oder ein Fluss. Diese Denkweise fand ich total faszinierend, sie steht in totalem Widerspruch zu unserer dekadenten Sichtweise, in der selbst Tiere nur eine Sache sind (Tiertötung gilt in der Schweiz als Sachbeschädigung).

Diese Denkweise hat mich wohl mehr geprägt als alles Andere, sowohl was meine Spiritualität anbelangt als auch bezüglich meinem Hang, für meine Werte einzustehen, zu kämpfen und wenn nötig dafür zu sterben.

Beginnen wir dieses Kapitel mit meinem liebsten Musiker Bill Miller, halb Cherokee, halb Deutscher (echt wahr). Er gilt als einer der besten Flötenspieler (so eine Red-Cedar-Flöte habe ich übrigens auch).

Das Kapitel Religiöses

μη παυσασθω ο ζητων του ζητειν εως αν ευρη,
και οταν ευρη θαμβηθησεται,
και θαμβηθεις βασιλευση,
και βασιλευσας επαναπαησεται.

Nicht aufhören soll der Suchende zu suchen, bis er findet;
und wenn er findet, wird er betroffen sein;
und wenn er betroffen ist, wird er herrschen;
und wenn er zu herrschen begann, wird er Ruhe finden.

(Thomas Evangelium – Papyrus Oxyrhynchos 654)

Seit je her bin ich ein sehr gläubiges Wesen, Gott ist für mich das Unvorstellbare, das Unaussprechliche. Ganz in der Tradition mystischer Strömungen ist für mich Glaube das, was jenseits allen Wissens ist. Meine religiöse Demut fordert mir die Erkenntnis ab, dass ich nichts weiss und gerade deshalb glaube. Religiöse, die einen Wahrheitsanspruch erheben, sind mir zuwider, weil sie ihre Kleingläubigkeit hinter Besserwisserei verbergen. Niemand weiss, wer oder was das Göttliche ist.

Wer glaubt zu Wissen, der weiss nicht zu Glauben!

Meine spirituelle Entwicklung ist eine lange Geschichte, die ich hier mal etwas erläutert habe. Querbeet durch indigene Glaubensvorstellungen, über buddhistische Sichtweisen bis zur jesuanischen Lehre habe ich überall wertvolle Perlen gefunden. Wer Gott sucht, wird ihn finden, egal welchen Weg man geht – das ist die Quintessenz meiner Glaubensreise.

Oder um es mit den Worten von Johannes vom Kreuz zu sagen:

Ich wußte nicht, wo ich eintrat,
aber als ich mich dort sah,
unwissend, wo ich mich befand,
begriff ich große Dinge;
ich werde nicht sagen, was ich empfand,
da ich unwissend blieb,
alles Wissen übersteigend.

In diesem Kapitel wird es generell um religiöse Fragen gehen, um theologische Streitpunkte und vieles mehr. Von allen religiösen Einflüssen ist die jesuanische Lehre der wichtigste Teil meines Glaubens und so werde ich hier auch einiges über die jesuanische Predigt über das Christentum bis hin zur Bibel predigen. Dabei – soweit muss ich vorwarnen – werde ich eine sehr häretische Sicht vertreten und ich glaube, das mit Recht tun zu dürfen. Um Jesus besser zu verstehen, habe ich vor Jahren im Selbststudium alt-Griechisch gelernt, damit ich das Neue Testament im “Original-Text” lesen und verstehen kann. Das hat mir tiefe Einblicke gewährt und erlaubt mir, Jesus resp. seine Lehre in ganz unerwarteten Fascetten darzulegen. Das dürfte ein spannender Exkurs werden, über das jüdische Fundament von Jesus, über ernstgenommenes Bibellesen, über Textkritik, Redaktionskritik, Quellenlehre, apokryphe Schriften und vieles mehr. Hier ist der Ort für all die unbequemen religiösen Fragen wie zum Beispiel:

  • Führen alle Religionen zu Gott?
  • Wie verträgt sich Glauben mit dem Wahrheitsanspruch?
  • War Jesus ein Christ?
  • Wer hat die Bibel geschrieben?
  • Soll man die Bibel wörtlich oder ernst nehmen?
  • War Jesus Messias oder Gottessohn?
  • Gibt es Glauben ohne Mystik?
  • Wer glaubt richten zu dürfen über den wahren Glauben?
  • Ist Gott einer oder derer Viele?

Auf dieses Thema freue ich mich am Meisten, weil ich der Auffassung bin, dass Religion den Menschen zu einem besseren und glücklicheren Menschen machen kann – und weil ich glaube, dass fanatisierte Religion das grösste Gift der Welt ist.

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