Politically incorrect since 1966

und tschüss mal für ein paar Wochen

So das wärs vorläufig mal für ein paar Wochen – nehm ich jedenfalls an – etwas Ruhe braucht der Mensch ja bekanntlich. Obwohl ich nicht mit viel Ruhe rechne, Juliet wird nun zwei Wochen lang an mir kleben und mich vollbrabbeln, aber entspannend und erquickend wird es garantiert.

Geplanterweise und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit werden wir jeweils am Donnerstag 16. und 23. Juni von 21 – 24 Uhr in meinem Stammpub sein, wer Zeit und Lust hat, soll doch einfach reinschauen, würde uns freuen :-)

Am Montag 27. Juni bring ich sie dann um Neun auf den Flughafen und geh um Zwölf ins Unispital für etwa eine Woche. Wie bereits gesagt, werden wir vielleicht während den Ferien in unserem gemeinsamen Blog mal was schreiben, ab Spitaleintritt wird dann wieder vom GaOp-Blog aus berichtet.

Zu erwähnen ist noch, dass ich die Kommentarfunktion in den Blogs vorläufig so eingestellt habe, dass alle Kommentare von mir freigeschaltet werden müssen. Während den Ferien kann das möglicherweise länger dauern.

Nun denn, das wars, wir sagen tschüss und bis dann :-)

Achja, damit’s Euch in der Zwischenzeit nicht langweilig wird – die da ist noch bekloppter als wir :D

Und die Erde war wüst und leer und es war finster auf der Tiefe

Am Ende vernichtete der Mensch Himmel und Erde.
Und die Erde war wüst und leer, und es war finster in der Tiefe.
Und der letzte Mensch schrie: ‘Es werde Licht!’ – Aber es blieb dunkel.
So ward aus einem Abend ohne Morgen die letzte Nacht.
(Michael Ende – Der Spiegel im Spiegel)

Die Lust zum Bloggen ist mir momentan ziemlich vergangen, in letzter Zeit gabs da so einiges in meinem Leben, das mich ziemlich erschüttert hat, Dinge über die ich zumindest vorläufig nicht schreiben kann oder will. Und es gab Vieles, das mir durch den Kopf ging, das mein Bedürfnis nach dem, was die Gesellschaft ironisch “Gemeinschaft” nennt, etwas gedämpft hat. Ich versuch jetzt trotzdem mal zusammenzufassen, wie es mir geht und was vor mir liegt.

Ein Leben (fast) in Freiheit

Beginnen wir mit dem Angenehmen. Unterdessen ist mein Leben so richtig schön unspektakulär geworden und das fühlt sich sowas von gut an. Meine Ausweise entsprechen nun mir selbst, meine Bankkonten sind geändert, ich bin einfach nur noch Diana, so wie tausend andere Dianas auch, nur mit einer etwas verrückten Vergangenheit. Vorbei ist das Gefühl, dass ich allein schon mit meiner Namensnennung irgendwie lüge, weil im Ausweis ja etwas Anderes steht, vorbei auch die Zeiten, in denen mein gelebtes Ich im Widerspruch zu irgendwelchen anatomischen Sonderbarkeiten stand. All das bringt so eine Stille mit sich, eine wohlige Ruhe nach einem elend langen und grausam wilden Sturm. Aber so gut es mir selber auch geht, es bleiben doch Widrigkeiten, die auch jetzt noch an die Substanz gehen und immer wieder peitschende Schüsse durch die Stille jagen.

Blog-Selbstzensur

Schon vor einigen Wochen habe ich kurz anklingen lassen, dass mir eine Zeitung ihre Anwälte auf den Hals gehetzt hat, weil ihr Name in einem Stichwortverzeichnis von mir vorkam. Ich habe das Stichwort darauf entfernt, weil ich keine Lust habe auf ein episches Gerichtsdrama, habe aber die geforderte Unterlassungserklärung nicht unterschrieben. Vermutlich kehrt diesbezüglich nun Ruhe ein, sicher kann ich mir aber nicht sein, dass nicht doch noch etwas kommt von der Seite. Schon dieses Erlebnis hat mir vor Augen geführt, dass das Recht auf freie Meinungsäusserung auch hierzulande nur begrenzt gilt. Ein zweites Ereignis, über das ich noch nicht schreiben kann, zeigte dann auch, dass meine Offenheit gegen mich oder mir Nahestehende als Waffe verwendet werden kann. Vorallem dieses zweite Erlebnis hat mich dazu bewogen, kurzfristig mal das alte Tagebuch und das GaOp-Tagebuch vom Netz zu nehmen und auch in diesem Blog meine Fotos zu entfernen. Die Illusion der Freiheit – darüber habe ich ja schonmal geschrieben – ist eben Teil unserer achso toleranten Gesellschaft. Ich werde mir in Ruhe Gedanken darüber machen, wie es mit meiner Bloggerei weitergehen soll und wieviel Offenheit ich noch zu opfern bereit bin, dann werde ich entscheiden, in welchem Umfang meine alten Blogs wieder online gestellt werden.

Das Irrenhaus da draussen

Aber neben dem was ich im eigenen persönlichen Leben erlebe, gibt es noch all den Irrsinn, der täglich aus der grossen weiten Welt in mich hineingegossen wird. Wo ich auch hinsehe, sehe ich eine Brutalisierung und Verluderung dieser Gesellschaft, die mich betrübt und manchmal beängstigt. In einer Zeit, in der Waterboarding als legitmes Mittel zur Wahrheitsfindung betrachtet wird und grundlos wutentbrannte Mitmenschen am Boden liegenden Opfern den Schädel einstampfen, weil ihnen einfach grad danach ist, in der sich so Manche viel zu oft lieber mit möglichen Tätern als mit möglichen Opfern solidarisieren, in der politische Brandstifterei zum politischen Alltag gehört und die Radikalisierung der potentiellen Wählerschaft bereits als normal angenommen wird – in so einer Zeit fällt es schwer, seine Artgenossen zu lieben, wenn man selber nicht diesem kollektiven Beisswahn verfallen ist.

Wenn wir im TV Nachrichten und Berichte sehen und Zeitungsartikel und Kommentare in denselben lesen, dann sehen wir in einen Spiegel, ein Spiegel der uns die Fratze dieser Gesellschaft zeigt, der wir angehören und die wir alle geschaffen haben. Bin ich wirklich die Einzige, die beim Anblick dieses Spiegelbilds das kalte Kotzen bekommt? Ist es wirklich schon so normal geworden, dass wir diesen Krieg gegen uns selbst führen? All das macht mich ratlos, ich möchte die Augen verschliessen vor all dem da draussen und doch schaffe ich es nicht, blind zu bleiben. Einmal mehr stellt sich mir die Frage, wie ich damit umgehen soll.

Sommerferien mit Juliet

Aber so gruselig all das ist, so schön ist das Leben eben auch, zumindest in meiner kleinen persönlichen Welt. Nächsten Freitag landet Juliet hier und wir haben gute zwei Wochen Ferien zusammen, jauh, endlich wieder knuddeln bis alle oberen Hautschichten erneuert sind :-) Im Wesentlichen werden wir wohl wieder rumliegen und uns geniessen, aber ein paar Dinge haben wir anvisiert, unter Anderem ein Pub-Abend am 17. Juni und ein Treffen mit meinem Paps und seiner Frau in der zweiten Woche, auch ein Punk-Konzert steht noch zur Auswahl. Wir werden voraussichtlich zwischendurch in unserem gemeinsamen Blog darüber berichten, sofern es denn etwas zu berichten gibt. Auf jeden Fall werde ich mich in der Zeit gut erholen können und Kräfte sammeln für das was dann folgt, denn an dem Tag, an dem Juliet am Morgen um Neun abfliegt……..

Korrektur-Operation

….. werde ich vom Flughafen aus direkt ans Unispital gehen und dort um Zwölf einrücken für die zweite Korrektur-Op. Die wird im Vergleich zur Ersten eine harmlose Geschichte sein und ich werde nur wenige Tage das Vergnügen haben, wieder von diesen netten Pflegerinnen betüdelt zu werden. Ende Woche kann ich dann schon wieder abrauschen und werde geplanterweise die Woche darauf schon wieder voll arbeiten können. Für mich ist diese zweite Op nicht mehr allzu spektakulär, es wird halt einfach noch fertig gemacht, aber es ist nichts im Vergleich zur Letzten, als sich durch die Op mein Leben radikal änderte. Aber es ist das letzte Kapitel einer langen Reise, der definitive Abschluss meiner Befreiung, insofern freue mich mich trotzdem sehr darauf.

wie auch immer, aber weiter so

Was das Negative anbelangt, so ist das alles ja nicht allzu neu, seit ich begonnen habe über die Welt nachzudenken, seit da traure ich um sie und seit da möchte ich sie wenigstens ein klein wenig verändern. Diese Trauer, manchmal Wut, manchmal Verzweiflung, all das ist nichts Neues, es begleitete mich mein ganzes Leben, das ist scheinbar das Los einer Philosophin. Neu ist hingegen, dass ich mit mir selber zum ersten Mal im Reinen bin und dass ich mich selbst leben kann. Und genau das werde ich auch weiter tun. So schwer es manchmal auch sein kann, mit dieser doch arg durchgedrehten Welt klar zu kommen, so schön ist auch dieses neue Erleben, am Morgen aufzustehen und mich darüber zu freuen, dass ein neuer Tag vor mir liegt.

In dem Sinne – es wird mir noch so Mancher Steine in den Weg legen und Knüppel zwischen die Beine werfen und so Manche Decke wird mir noch auf die Birne knallen – aber all das wird mich nicht davon abhalten, mein nun endlich wahr gewordenes Leben zu leben und in vollen Zügen zu geniessen.

Spätestens Ende Woche werde ich mich hier wohl nochmal melden resp. abmelden für die Ferien, dann wird’s voraussichtlich im DuoInfernale-Blog weiter gehen für zwei Wochen und dann werde ich geplanterweise das GaOp-Blogtagebuch wieder ins Netz stellen und dort weiter schreiben. Nach der Op geht’s dann hier wieder weiter – nehm’ ich mal an – auf jeden Fall: wir lesen uns ;-)

If you want a picture of the future,
imagine a boot stamping on a human face – for ever.
(Georg Orwell – Nineteen Eighty-Four)

Die Bestie im Menschen

Ekel der die Welt ergreift
Hass der durch die Herzen fliesst
Verderben das durch die Reihen zieht
Des Menschen edle Reihen

In denen Gleiches nur zu Gleichen steht
Dazwischen eine Kluft sich schlägt
Und Rassen wie Geschlechter trennt
Oh Ekel der sich der Welt bekennt

(Lacrimosa – Das Schweigen)

Schon als Kind befremdete es mich zutiefst, immer wieder zu erleben, dass viele Menschen ein Bedürfnis danach haben, Andere zu verletzen oder noch besser zu demütigen. Es schien mir schon bald, dass viele kleingeistige Menschen sich offenbar nur gross fühlen können, wenn sie Andere klein machen. Soweit konnte ich das rational ja noch irgendwie verstehen, auch wenn ich es für noch so daneben halte. Aber dass diejenigen, die Andere quälen, nicht wahrnehmen können, dass sie grosses Leid verursachen, diese Mitgefühlslosigkeit, die entsetzte mich geradezu. Warum sind soviele Menschen so? Warum fällt es vielen so schwer, wahrzunehmen, was sie mit ihrem Handeln anrichten? Bin ich denn wirklich von gefühlsunfähigen Soziopathen umgeben?

Aber ich glaube nicht, dass der Mensch an sich soviel Bösartiges in sich trägt, Menschen werden so, weil sie elementarste Lebensregeln nicht gelernt haben. Andere zu respektieren, auch wenn sie anders sind als man selbst, das ist eine Einstellung, die gelernt werden muss. Meine Eltern konnten mir das vermitteln, viele Andere hatten offenbar nicht dieses Glück. Mir wurden so Werte vermittelt, dass nicht alle Menschen so sind wie ich und dass ich sie respektieren muss, auch wenn sie anders sind. Mir wurde gelernt, dass man behinderte Menschen nicht auslacht oder ausgrenzt, dass die sich ihr schweres Schicksal nicht ausgesucht haben und ihr Leben schon schwer genug ist und nicht noch mehr Belastungen braucht. Aber schon als Kind erlebte ich so oft, dass Viele da völlig anders ticken.

Während meiner Primarschule hatte ich längere Zeit einen sehr guten Freund, er war ein erzlieber Mensch, wir konnten stundenlang miteinander lachen, konnten über alles reden, er war echt toll. Aber im ganzen Schulhaus wurde er gemieden, er war extrem gross für sein Alter und hatte einen starken Buckel, gesamthaft wirkte er wirklich sehr aussergewöhnlich. Das reichte, dass er von allen ausgegrenzt und verspottet wurde. Ich wiederum habe sein Äusseres nie als Kriterium empfunden, ob ich mit ihm reden soll oder nicht. Also kamen wir ins Gespräch und wurden Freunde. Dass mir das selber Spott einbrachte, war mir irgendwie egal. Ich hatte da einen guten Freund gefunden und das schien mir wichtiger als ob sich Andere über unsere Freundschaft lustig machen.

Diese Lebenshaltung, mit der man Andere so nimmt und respektiert wie sie sind, begegnete mir sehr selten und ich verstehe einfach nicht warum. Warum fühlen sich so viele Menschen erst dann gut, wenn sie Andere schlecht machen? Warum empfinden Manche Glück erst dann, wenn sie Anderen Leid zufügen? Und warum bekämpfen so Viele Andere, nur weil sie nicht ihren eigenen kleinkarierten Vorstellungen entsprechen?

Was geht es mich an, wie Du aussiehst, wie Du Dich benimmst, was Du tust, wer Du bist…… solange Du damit niemandem schadest? Und was geht es Dich an, was für ein Leben ich führe, solange ich Deines nicht beeinträchtige? Warum verurteilst Du mich, wenn ich nicht denselben Lebensweg gehe wie Du? Warum siehst Du nicht, dass mein Herz blutet, wenn Du mich verletzt?

Warum bringt Ihr soviel Leid über Andere, seid mal Täter, mal Opfer, was für ein idiotischer Krieg der Gesellschaft ist das? Und wem dient er? Wer hat etwas gewonnen, wenn immer wieder eine Gruppe über jemanden herfällt, ihn erniedrigt und demütigt – ohne dass jeder Einzelne sich sicher sein kann, dass er nicht nächstes Mal derjenige ist, der von einer Gruppe kaputt gemacht wird? Ist es das wert, sich gross fühlen zu können weil man im Schutz einer mobbenden Gruppe gemeinsam über jemanden lachen kann, wenn dieser Jemand dabei kaputt geht? Wieviele Menschenopfer braucht so ein durchschnittlicher Kleingeistiger, bis er sich gross genug fühlen kann um ein Leben zu führen, ohne dabei auf dem Rücken Anderer trampeln zu müssen?

Ich fand es schon immer unsäglich traurig, immer wieder zu erleben, wie meine Mitmenschen sich gegenseitig zerreissen und auffressen und sich dabei sogar noch cool vorkommen. Wie degeneriert muss eine Spezies sein, wenn sie sich selber das Leben so schwer macht? Der Mensch – sagte einst ein grosser Philosoph – ist wahrlich das grausamste aller Tiere – es stimmt mich traurig, dass ich dem beipflichten muss.

Die Scheiterhaufen der Gesellschaft haben nie aufgehört zu brennen, sie änderten nur ihre Gestalt, aus den hohen lodernden Flammen der Scheiterhaufen wurden kleine hübsche Feuerchen, die in die Herzen von Menschen eingeschossen werden und sie innerlich verbrennen lassen – der Grad des Leidens hat sich dabei nicht merklich verändert.

Der Freund ist viel zu nahe
Er ist ein Mensch und Feind
Das Schild der Freundschaft deckt ihn jahrelang
Dahinter sammelt er die Waffen

(Lacrimosa – Versuchung)

Transsexuelle Frauen im Sperrfeuer der Ignoranz

Transsexuell zu sein, also im falschen Geschlecht geboren zu leben, ist wohl eine der grössten Herausforderung, die das Schicksal einem Menschen in die Wiege legen kann. Die ganze Kindheit, die ganze Jugendzeit und oft auch das halbe Erwachsenenleben im falschen Geschlecht leben zu müssen, stets eine nicht dem Selbst entsprechende Geschlechterrolle einnehmen zu müssen, sich selber ständig verleugnen und konditionieren zu müssen, all das ist unvorstellbar schmerzhaft, viele gehen daran zugrunde.

Aber das ist nur ein Teil des Leids, es ist der Teil, der ein Stück weit unumgänglich ist – anders als die gesellschaftliche Stigmatisierung, das ständige Missverstandensein, das aus Unwissen und Falschvorstellungen geborene Belächeln, das transsexuelle Menschen in eine Rolle treibt, in der sie nichts zu suchen hätten. Und so bleibt auch im Leben einer Frau mit transsexueller Vergangenheit ein Schatten, der sie immer verfolgen wird – ein Schatten der aus dem Feuer des Missverstandenseins geworfen wird.

Selbst wenn man soviel Glück hat wie ich und in ein verlässliches soziales Gefüge eingebettet ist, viele Menschen hat die zu einem halten und ein zufriedenes und freies Leben führen kann, so stösst man doch immer wieder auf diese dunklen Seiten, die einem wieder ins Bewusstsein rufen, dass man zwar vielleicht respektiert, vielleicht sogar geliebt, aber nur in seltensten Fällen verstanden wird.

Gute Tage – instabile Tage

Es gibt Tage, an denen ich fit bin, an denen ich einfach mein Leben geniesse. An solchen Tagen kann mich nichts erschüttern, egal ob mich in der Öffentlichkeit gelegentlich jemand blöd anschaut, nicht mal wenn ich bemerke, dass mich jemand belächelt, es geht mir völlig am Hintern vorbei. Denn erstens habe ich gelernt, meinen Wert nicht von Fremden bemessen zu lassen und zweitens bin ich dank meiner neuen Freiheit so erfüllt von Lebensfreude und Lebenslust, dass mich kein Schatten trüben kann.

Aber es gibt auch Tage, an denen ich nicht so stabil bin, wer ist schon immer und jederzeit stark genug für die Widrigkeiten des Lebens. an solchen Tagen können Ereignisse, die ansonsten nur an der Oberfläche schürfen, sich plötzlich wie Rasierklingen ins Fleisch schneiden. Und an manchen Tagen kommen solche Schnitte sogar von mehreren Seiten und man findet sich selbst wieder im Sperrfeuer der Ignoranz. Manchmal sind es ganz harmlose Dinge die so einen Tsunami auslösen können, manchmal reicht eine fiktive TV-Serie um die Klingen bis zum Herz eindringen lassen.

Eine verpasste PipeNight

Heute ist so ein Tag. Seit Wochen freue ich mich auf heute Abend, weil in einem Zürcher Pub mal wieder die PipeNight stattfindet, an der ganz viele wirklich tolle Piper mit ihren schottischen Bagpipes auftreten. Es scheint mir Ewigkeiten her, dass ich zum letzten Mal eine dieser so geliebten Schallkanonen erlebt habe und seit über einem Jahr spiele ich ja selber nicht mehr (auch wenn ich vorhabe, irgendwann wieder zu beginnen). Ich freute mich auch, einige Leute die ich super mag dort wieder zu sehen, Leute aus “meiner Pipe-Band” vorallem. Aber ich musste absagen, eben weil heute so ein Tag ist.

Eine desinformierende Informationssendung

Angerissen wurde das Ganze gestern schon, als ich eine Ankündigung auf dem Schweizer Fernsehen las über eine “Dok Sendung” die im Mai ausgestrahlt wird, die von einer transsexuellen Frau handelt. Der Ankündigungstext war von der üblen Sorte, wie man es sich von Medien gewohnt ist. Meisterleistung war die Formulierung: “…. dokumentiert sie ihren Weg vom transsexuellen Mann zur Frau”. Ärgerlich daran war vorallem, dass Dok ansonsten gut recherchiert ist, gerade von so einem Format hätte ich mehr erwartet als das Rezitieren einer längst hinfälligen Psychopathologisierung. Ich nahm mir vor, dieses Wochenende die Redaktion zu kontaktieren, vielleicht ist es ja noch nicht zu spät um da noch etwas Information einzubringen. Jedenfalls legte diese Sache ein Fundament für das was dann kam.

Indentitätsnachweise des Nachts

Es folgte eine Nacht in der ich schlecht schlief und ständig so Quatsch träumte, der irgendwie mit meinem noch alten Ausweis zu tun hat, man sprach mir mein Geschlecht ab weil in meinem Ausweis ja noch das falsche Geschlecht steht. Um sieben Uhr weckte mich mein Futterlieferant, ich wachte mit Kopfschmerzen auf und fühlte mich schon ziemlich durch den Fleischwolf gedreht. Dass ich meine ebenfalls mitgelieferte neue Kaffeemaschine ausgiebig ausprobieren konnte, tröstete ein wenig, so lag ich dann eine Weile vor dem TV und guckte aufgenommene Krimis, schlussendlich einen von “Special victim unit”. Den hätte ich besser ausgelassen, denn der versaute mir dann als letzte Instanz die PipeNight.

Fiktion am TV als Projektion der Wirklichkeit

Es begann harmlos. Eine Frau erschlug einen Mann mit einer Vase und machte geltend, dass er sie vergewaltigen wollte und sie in Notwehr handelte. Bald kam ihr Freund unter Verdacht. Eine Blutuntersuchung brachte dann zutage, dass die Täterin transsexuell ist – oder wie die Polizisten so nett formulierten: “sie ist ein Mann” – auch das Wort “Transe” fiel natürlich. Da ihr Freund unter Verdacht war, sprachen sie ihn darauf an und offenbar wusste er noch nichts davon, drehte völlig durch, beschimpfte sie als “Freak” und tötete sich selbst. Das einzig positive an diesem Film war, dass während der Gerichtsverhandlung ein Psychiater auftrat, der genau das erklärte was ich ständig vorbete. Er erklärte, dass eine transsexuelle Frau eine weibliche Hirnanatomie hat, dass die geschlechtsbestimmende Region “BSTc” im Hypothalamus eine weibliche Struktur hat, er zeigte sogar dieselben Fotos auf die ich selber immer verweise. Das war das erste Mal, dass ich im TV diese Fakten präsentiert bekam, aber das war’s dann auch schon. Im weiteren Verlauf wurde sie von der Richterin in männlicher Form angesprochen oder eine Polizistin sagte mal sinngemäss, dass diese Frau von der Jury nicht wegen der Tat sondern wegen ihrem Geschlecht beurteilt würde. Schlussendlich wurde sie verurteilt und kam in ein Männergefängnis, weil ihr genitaler Geschlechtsstatus noch nicht stimmte. Es kam wie es kommen musste, keine 24 Stunden später wurde sie in den Spital eingewiesen, mit blutiggeschlagenem Gesicht, nachdem sie mehrfach vergewaltigt wurde.

Das reichte, um wieder mal alles hervorzuholen, was ich so gerne vergesse, wenn ich der Süsse des Lebens nachfolge. Ich bin eine Frau in einer Gesellschaft, die mich als Mann betrachtet, egal welchen offiziellen Geschlechtsstatus ich habe, da ändert auch eine Personenstandsänderung nicht viel. Ich lebe in einer Welt, in der nonkonforme Menschen belächelt, verhöhnt, angepöbelt oder getötet werden. Auch wenn Letzteres hierzulande noch nicht geschehen ist, der Rest reicht um einem das Leben schwer genug zu machen.

Natürlich war das nur ein Film, pure Fiktion, all das ist nie geschehen. Aber Filme sind eine Projektion der Realität, das was hier erfunderweise zu sehen war, geschieht auch im realen Leben – tagtäglich. Es sind Geschichten die das Leben schrieben, in denen eine transsexuelle Frau in einem Männerknast vergewaltigt wird oder ins Gefängnis muss, weil sie ein Damenklo benützt hat oder grundlos verprügelt oder gefoltert und todgeschlagen wird nur weil sie das Leben führt, das ihr in die Wiege gelegt wurde, nur weil sie ist, wer und was sie ist.

Lebenslust nicht wegen sondern trotz des Lebens

Es macht mir mal wieder bewusst, dass Blicke eben doch weh tun, ich bin nur stark genug sie zu ertragen. Und auch ich habe Angst in den Ausgang zu gehen, weil meine Wesensart mir ein höheres Risiko von Übergriffen beschert, ich bin nur renitent und mutig genug, mich nicht vom Leben abhalten zu lassen. Und auch mich schmerzt es zu wissen, dass ich von vielen Menschen für immer als Mann betrachtet werde, also nie wirklich wahr!genommen werde, ich bin nur selbstbewusst genug um meinen Selbstwert nicht von Anderen zuweisen zu lassen. Es macht mir wieder bewusst, dass ich das Sperrfeuer der Transphobie nie verlassen werde – ein Leben lang………… und es macht mir wieder bewusst, wie wichtig es ist, dass ich die guten Tage geniesse, dass ich mir meine Lebenslust nicht nehmen lasse, dass ich mich bei Schussgeräuschen zwar in Deckung werfe aber nie liegen bleibe sondern weiter gehe, der Sonne entgegen, die nie aufhört zu scheinen, auch wenn man grad im Schatten liegt.

Heute ist mir jedenfalls nicht mehr nach schottischer Pipe-Musik, heute finde ich mich eher in der Musik einer Anne Clark, die in ihrem Lied “Wallies” sinngemäss singt:

Die Nacht ist für die Jäger – und die Gejagten sind Du und ich.
Gejagt nur weil wir eine eigene Art der Identität haben.
Die Nacht ist für die Jäger – und die Gejagten sind Du und ich.
Gejagt nur weil wir eine eigene Art der Individualität haben.
…..
Sie spühlen ihre Aggression aus – und schlagen das was sie nicht verstehen.
……
Wir müssen lernen, gegen die Macht der Irreführung zu kämpfen,
nur um sein wie wir sein wollen.

Ja, wir müssen wirklich kämpfen, gegen ein Barbie+Ken Geschlechterbild, das die Lebensrealität transsexueller Menschen ausblendet, nur um das eigene schwarz-weiss Denken nicht aufgeben zu müssen. Und wir werden kämpfen, zumindest ich werde kämpfen – weil wir sonst ewig die Gejagten bleiben werden.

Aufregende Woche und pinkes Zeuchs

Diese Woche lief es ganz schön rund, einiges davon war in meinem alten Blogtagebuch zu lesen, ich fass mal zusammen und ergänze mit ganz viel Pink-Kram :-)

Pinkomanie am Arbeitsplatz
Nachdem ich hier ja mal ein Foto von einer “Blondinen-Tastatur” hatte, begann eine Blödelei mit einer Freundin und mir im Kommentarbereich des Blogbeitrags, sie wollte unbedingt so eine Tastatur und darauf brachte ich diesen Blogbeitrag in dem ich etwas rumblödelte, was für Mädels-Sachen es nicht alles gibt. Schlussendlich fand Daniela aber tatsächlich diese Blondinen-Tastatur und wir waren bekloppt genug und bestellten uns je ein Stück. Die kam nun diese Woche an und so sieht mein Arbeitsplatz nun etwas merkwürdig aus *grins*. Die Tastatur ist nicht nur witzig wegen der Farbe sondern vorallem weil alle Tasten so bekloppt beschrieben wird, die Krönung ist die Löschtaste, auf der nun “oops” steht :-) Man beachte auf dem Bild (kann man anklicken zum vergrössern), dass sowohl Handy, Schirm und Bildschirmhintergrund mit den Farben der Tastatur irgendwie harmonieren (und der golden, das nenne ich artgerechte Haltung für ein Software-Bunny :D Und das Plüschbärchen ist übrigens das von Juliet, das sitzt immer da, ausser wenn ich am Unispital rumlieg, dann kommt es natürlich mit :-)

Endlich mal wieder im Pub
Die letzten Wochen klappte es nie mit dem Pub und so war es toll, am Donnerstag mal wieder dort zu sein, ausgerechnet am St. Patricks Day und dazu auch noch mit ebendieser Freundin. Wir trafen uns dort, weil unsere bestellten Blondinen-Tasataturen angekommen waren und verbrachten einen gemütlichen und spannenden Abend, zu dem sich auch noch ein Bekannter von ihr gesellte. Dort kam’s dann auch mal wieder zu einem eher düsteren Moment, über den ich hier berichtet habe. Trotzdem hat es gut getan, mal wieder auswärts zu sein.

Endokrinologie
Der Termin am Freitag bei meiner Endokrinologin war ein voller Erfolg, seit da klebt nun ein Hormonpflaster am Rocken anstelle der Pillen die ich vorher einnahm. Damit lebe ich nicht nur weniger risikoreich sondern erhoffe mir auch eine bessere körperliche Entwicklung. Mehr darüber ist hier zu lesen. Übrigens, vielleicht ist es Zufall oder ein lustiger Placebo-Effekt, aber ich hab seit gestern das Gefühl, die Spannung und das gelegentliche Kitzeln in der Brust würde zunehmen, das könnte ein gutes Zeichen sein :-)

Erneuter Fütterungs-Ausfall
Mein Futterlieferant leShop hat’s gestern mal wieder geschafft und ich bekam anstelle der 200 Franken schweren Lieferung gerade mal ein paar Büxen Bier und Kroketten, der ganze Rest fehlte. Langsam aber sicher nervt das wirklich. So ein Lieferservice ist genial, aber wenn es so unzuverlässig ist, macht es auch nicht wirklich Spass. Da ich am Samstag arbeite und keine Lust hatte auch noch einkaufen zu gehen, bin ich halt wieder mal ein Wochenende lang unterversorgt, grad jetzt fehlt mir mein tägliches Joghurt *seufz*

Ackern am Samstag
Da ich ja die Weekends in Hamburg jeweils verlängere, kompensiere ich die Stunden indem ich manchmal länger arbeite oder an einem Samstag ackern geh. Das macht echt Spass, denn allein im Büro kann ich nicht nur konzentriert und ungestört arbeiten sondern kann auch noch Musik hören was und so laut wie ich will. Da kann’s dann schon vorkommen wie kürzlich mal, dass ich das Lied “No No Never” achzig Mal hintereinander höre und dabei vergnügt auf meinem Sitzring rumhopse – muss köstlich aussehen – aber es macht Laune und beflügelt mich beim arbeiten echt. Und manchmal wie auch gestern nehm ich eine Büxe Bier mit und trink die dann gemütlich vor dem Bildschirm als Feierabend-Bier – man gönnt sich ja sonst nix ;-)

Jauh und jetzt ist Sonntag, Ruhetag, also bleib ich liegen und tu gar nix, ausser mal in der Badewanne rumliegen – egal was, hauptsache liegend :-)

A Rainbow Warrior called Diana

There will come a time when the Earth grows sick
and when it does a tribe will gather from all the cultures of the World
who believe in deeds and not words.
They will work to heal it…
they will be known as the “Warriors of the Rainbow”

(Hopi-Legend of Rainbow Warriors)

Es ist bald 15 Jahre her, wir hatten uns dazu entschlossen, einem Kind das Leben zu schenken, als ich vor dem TV sass und hörte, dass der damalige französische Präsident Chirac auf der Insel Moruroa Atombombentests machte. Die ganze Welt schaute hin, niemand unternahm etwas dagegen, nur eine kleine Schar Greenpeace Aktivisten stürmten mit ihren Booten dahin, im Wissen, dass sie es nicht aufhalten können, aber mit der Kraft im Herzen, sich trotz aller Hoffnungslosigkeit gegen diesen Irrsinn zu stellen. Ich erinnerte mich an meine Kindheit, wie ich geweint habe als ich im TV sah, wie Robbenbabys zutode geprügelt wurden und Wale mit Sprengharpunen gejagt wurden und auch damals waren Greenpeace Aktivisten die Einzigen, die versuchten dagegen anzukämpfen.

Kann ich es wirklich verantworten, ein Kind in diese grausam destruktive Welt zu setzen? Eigentlich nicht, und doch wollte ich, was nun? Wenn ich einem Kind schon so eine Welt zumute, dann bin ich in der Verantwortung, dann muss ich mit allen Mitteln versuchen, diesem Kind eine möglichst gute Zukunft zu ermöglichen – ich muss zur Kriegerin werden, zur Kriegerin des Regenbogens. Am anderen Tag kontaktierte ich Greenpeace Schweiz und meldete mich als Aktivistin. Das blonde Ding hinten in diesem Schlauchboot bin übrigens ich. Bei der Kaperung des Gentech-Schiffs im nächsten Bild war ich ebenfalls an Bord.

Es war etwa zwei Jahre später, viele Stunden an Eisenbahngeleise gekettet, ein Schiff gekapert, ein paar Gerichtsurteile wegen Nötigung und Hausfriedensbruch, als ich an einem Philosophiekurs von Greenpeace war und mit Erstaunen erfuhr, was der Name des legendären Greenpeace Schiffs “Rainbow Warrior” wirklich bedeutet. Der Name entstand in Anlehnung an uralte Prophezeiungen der Hopi- und/oder Cree-Indianer, die von der Zerstörung der Natur handelten und das Erscheinen der Regenbogen-Krieger ankündigten, die Mutter Erde wieder heilen würden. Ein paar Jahre nachdem die Rainbow Warrior erstmals in See stach um gegen Atombombentests auf dem Meer zu protestieren, erkannte eine Cree Indianerin in diesen Aktivisten die Erfüllung dieser Legende und der Stamm der Cree bestimmte, dass alle Regenbogen-Krieger sozusagen Ehrenmitglieder ihres Stammes würden. Wow, ich sass da und erfuhr voller Stolz, dass ich damit Cree Indianerin bin.

Es folgten viele Kämpfe als Regenbogenkriegerin, eine Hundertschaft an Leserbriefen, politische Aktionen und schlussendlich schuf ich mein “RainbowNet-Blog“, auf dem ich ursprünglich meine ökologischen Anliegen teilen wollte, doch aufgrund der politischen Lage in der Schweiz leider schnell in politische Themen abgleitete. Irgendwann kam der Punkt, an dem ich völlig ausgepowert war. Viele Kämpfe hatte ich gekämpft, fast alle hatte ich verloren. Resignation! Ich liess meine Waffen fallen und zog mich gebeugten Hauptes zurück.

Später kam dann die Phase meiner “Geschlechts-Transition“, die mich zwei Jahre lang total absorbierte und nach der GaOp erwachte ich mit neuem, gereinigtem Geist und schnell hörte ich wieder den sanften Klang der Spiritualität, den Atem Gottes und schlussendlich wieder die Trommeln in meinem Herzen, die mich eigentlich nie mehr verlassen haben, seit ich auf meiner Hochzeitsreise im Pine Ridge Reservat bei den Oglala-Sioux an einem PowWow war, dort in den heiligen Bergen der Black Hills, da wo mein Geist berührt wurde wie nie zuvor.

Die Erinnerung kam wieder auf, dass ich eine Regenbogen-Kriegerin bin und dass meine Berufung nie geendet hat, dass es da eine Prophezeiung gibt, die mich meint, mich und unzählige Andere und dass sie sich nur erfüllt, wenn wir nicht aufgeben, das Unmögliche zu wagen. Deshalb möchte ich jetzt diese Prophezeiung mit Euch teilen, in der Hoffnung, dass sie sich weiter ausbreitet und dass ich so einen weiteren kleinen Teil dazu beitragen kann, dass Mutter Erde irgendwann doch wieder geheilt wird.

Prophezeiung der Cree – Warriors of the Rainbow

Es war im letzten Jahrhundert, als eine alte weise Cree Indianerin namens “Eyes of Fire” eine Vision hatte. Sie prohezeite folgendes (im Rahmen meiner bescheidenen Fähigkeiten aus diesem Text übersetzt):

Es wird eine Zeit kommen, wenn die Erde ausgebeutet und verschmutzt ist, die Bäume zerstört sind, die Vögel vom Himmel fallen, die Gewässer sich verdunkeln, Fische in den Strömen vergiftet sind und die Wälder nicht mehr länger sein werden. Menschen wie wir sie kennen werden aufhören zu existieren.

Es wird die Zeit kommen, wenn die Erhalter der Legenden, Geschichten, kulturellen Rituale, Mythen und aller alten Stammesangelegenheiten gebraucht werden um unsere Gesundheit wieder instandzustelolen und die Erde wieder grün zu machen. Sie werden des Menschen Schlüssel zum Überleben sein, sie werden die “Krieger des Regenbogens” sein. Es wird der Tag des Erwachens kommen, wenn alle Menschen aller Stämme (Staaten) eine neue Welt aus Gerechtigkeit, Frieden und Freiheit formen und den Grossen Geist (Gott) anerkennen.

Die “Krieger des Regenbogens” werden diese Prophezeiungen verbreiten und allen Menschen dieser Erde lernen. Sie werden sie lehren wie man “den Weg des Grossen Geistes” lebt. Sie werden ihnen erzählen, wie die Welt von heute sich vom Grossen Geist entfernt hat und dass die Erde deshalb “krank” ist.

Die “Krieger des Regenbogens” werden den Menschen zeigen, dass der Grosse Geist voll ist von Liebe und Verständnis und sie werden sie lehren, die Erde wieder schön zu machen. Diese Krieger werden den Menschen Prinzipien und Regeln lernen ihnen nachzufolgen um die Erde wieder mit Licht zu erfüllen. Diese Prinzipen werden diejenigen sein der alten Stämme. Die Regenbogenkrieger werden die Menschen die alten Praktiken von Einheit, Liebe und Verständnis lehren. Sie werden Harmonie lehren unter den Menschen in allen vier Ecken der Erde.

Sie die alten Stämme werden sie die Menschen lehren zum Grossen Geist zu beten, mit Liebe die fliesst wie ein schöner Bergbach und den Weg entlang fliesst bis in den Ozean des Lebens. Und sie werden wieder fähig, Glück zu empfinden für sich selbst und in der Gemeinschaft. Sie werden frei von Eifersucht und werden alle Menschen als ihre Geschwister lieben, ungeachtet deren Hautfarbe, Rasse oder Religion. Sie werden Glück empfinden dabei, in deren Herzen einzudringen und eins zu sein mit der gesamten menschlichen Rasse. Ihre Herzen werden rein sein und Wärme, Verständnis und Respekt ausstrahlen für alle Menschen, die Natur und den Grossen Geist.

Sie werden ihr Denken, ihre Herzen und ihre Seelen wieder mit reinsten Gedanken füllen. Sie werden die Schönheit des Schöpfers suchen – des Grossen Geistes. Sie werden Stärke und Schönheit finden im Gebet und der Einsamkeit des Lebens.

Ihre Kinder werden wieder fähig sein sich zu befreien und die Geheimnisse der Natur und von Mutter Erde zu geniessen. Frei von der Angst vor Gift und Zerstörung die der weisse Mann durch seine praktizierte Gier gebracht hat. Die Flüsse werden wieder klar, die Bäume wieder reichhaltig und schön, die Tiere und Vögel wieder vollzählig. Die Kraft der Pflanzen und Tiere wird wieder respektiert und die Erhaltung von allem was schön ist, wird wieder zum Weg des Lebens.

Die Armen, Kranken und Hilfsbedürftigen werden wieder gepflegt von ihren Brüdern und Schwestern der Erde. Diese Praktiken werden wieder Teil von ihrem täglichen Leben.

Die Anführer der Menschen werden in der alten Tradition gewählt – nicht durch politische Parteien und nicht diejenigen, die am lautesten brüllen oder durch Dreckschleudern sondern diejenigen, deren Taten die lauteste Sprache sprechen. Diejenigen, die Liebe, Weisheit und Mut zeigten und diejenigen die zeigen, dass sie für das Allgemeinwohl arbeiten können und wollen, werden zu Anführern gewählt. Sie werden aufgrund ihrer “Qualität” gewählt und nicht wegen des Geldes das sie besitzen. Wie die nachdenklichen und demütigen “alten Häuptlinge” werden sie die Menschen mit Liebe verstehen und dafür sorgen, dass ihre Jungen von ihrer Umgebung mit Liebe und Weisheit gelehrt werden. Sie werden ihnen die Wunder zeigen mit denen die Erde von ihren Wunden geheilt werden kann und Gesundheit und Schönheit wiederherstellen.

Die Aufgaben dieser “Krieger des Regenbogens” sind zahlreich und gross. Es werden erschreckende Berge von Unwissenheit zu besiegen sein und sie werden Vorurteile und Hass zu finden. Sie müssen gewidmet werden, unerschütterlich in ihrer Kraft und stark in ihrem Herz. Sie werden Herzen und Köpfe finden die gewillt sind ihnen zu folgen auf diesem Weg, auf dem Mutter Erde wieder zu ihrer Schönheit und Vielfalt zurückkehrt – einmal mehr.

Der Tag wird kommen, er ist nicht mehr weit entfernt.

Der Tag an dem wir erleben werden, wie wir dankbar sind für die Existenz der Menschen aller Stämme, die ihre Kultur und ihr Erbe gepflegt haben. Diejenigen, die Rituale, Geschichten, Legenden und Mythen lebendig gehalten haben. Es wird dieses Wissen sein, das Wissen das sie erhalten haben, das uns ermöglicht, wieder zurückzukehren zu einer Harmonie mit der Natur, Mutter Erde und der Menschheit. Es wird dieses Wissen sein, in dem wir den Schlüssel zum Überleben finden werden.

Ist diese Zeit wirklich so nah? Den Eindruck habe ich nicht, wenn ich das Verhalten der Menschen beobachte. Wird diese Zeit wirklich kommen? Es fällt mir schwer das noch zu glauben, nach all der Ignoranz die ich in den letzten Zwanzig Jahren erlebt habe. Aber ich erinnere mich immer wieder an die Worte von Carl Jaspers, der sagte: “Hoffnungslosigkeit ist die vorweggenommene Niederlage”. Egal wieviel Hoffnung besteht, wenn wir diese Zeit nicht anstreben, wird sie garantiert nicht kommen, sie kann nicht kommen, weil wir der Weg sind, auf dem sie kommen könnte, wenn wir es zulassen würden.

So mag man mich weiterhin für eine Närrin halten, dass ich auch in diesem Thema das Unmögliche anstrebe, ich bin nicht allein mit meiner Narrerei. Gandhi war so närrisch zu glauben, er könne mit Gewaltlosigkeit einen Krieg gegen einen übermächtigen Feind gewinnen. Martin Luther King war so närrisch wie Nelson Mandela, dass sie glaubten, sie könnten Gleichberechtigung durchsetzen in Kontinenten, die Apartheit und Sklaverei praktizierten. Die Geschichte kennt viele Narren und Närrinnen, die sich erdreisteten, das Unmögliche zu wagen – so Manche haben es wider aller Erwartung doch geschafft. Also will ich weiterhin eine Närrin bleiben – man weiss ja nie ;-)

Klartext: “Wir sind Helden” sind im Bild

Bisher war die Band “Wir sind Helden” mehr vom Namen her ein Begriff, aber seit heute sind sie für mich wahre Helden, weil sie vorzeigten, was gelebte Ethik ist. Und das kam so…….

Die Bildzeitung ist ein gefährliches politisches Instrument – nicht nur ein stark vergrößerndes Fernrohr in den Abgrund,
sondern ein bösartiges Wesen, das Deutschland nicht beschreibt, sondern macht. Mit einer Agenda.
(Wir sind Helden)

Ihr kennt ja Bild (oder in der Schweiz Blick), dieses Boulevard-Blatt, das jahrein jahraus billige Polemik für den dummen Menschen produziert. Sie fallen vorallem dadurch auf, dass sie null Information mit viel Dreck, Kot und anderen Ausscheidungen produzieren, sie führen Kampagnen-Journalismus, bei dem man irgend eine grad unbeliebte Person, Minderheit oder sonstige “Randständige” ins Visier nimmt und mit allem auf sie ballert, was nicht angebunden ist. Deppen-Journalismus sozusagen, von Idioten, für Idioten. Bild, Blick und Konsorten zeichnen sich dadurch aus, dss sie mit entwürdigenden, beleidigenden oder sonstwie unter die Gürtellinie zielenden Schlagzeilen im Stil von “Transe aus dem Fenster gefallen” Aufmerksamkeit des gewöhnlichen Strassenkleffers (Homo Bellikus) erregen, um dann mit möglichst kurzem Text und möglichst noch weniger Inhalt möglichst viel Volksverhetzung zu betreiben. Idealerweise macht man sich mit despektierlichem Ton über das auserwählte Journalistenopfer her, versucht diese Person oder Volksgruppe möglichst lächerlich zu machen, damit der dumme Leser ganz doll mitlachen kann – wir sind ja ein einig Volk von Umunsbeissenden.

Weil der dumme Mensch braucht sowas, er will sich ja von der Tragik seines eigenen Daseins ablenken und da braucht es einen Zerrspiegel, der ihm seine eigene Dümmlichkeit verzerrt auf Andere projeziert – deshalb muss man auch die Bild-Opfer möglichst verhöhnen und niedermachen, das tut dem einfachen Leser gut – Psychohygiene für Kleingeistige sozusagen. Und damit verdienen sich diese Schundblätter – in Analogie zum Leser – dumm und dämlich. Und so werden sie zu den meistgelesenen Blättern, weil sie so ja irgendwie die Mehrheit füttern. Nein, nicht füttern, mästen, denn mit weiterem Gift aus der Bild-Spritze wird ihr gehässiges und intolerantes Kläffer-Hirn mit noch mehr geistigem Durchfall gefüttert, bis es platzt.

Und hier braucht es Helden, wie “Wir sind Helden”, die sich diesen Brandstiftern öffentlich entgegen stellen und ihnen mal so kräftig die Hosen runterlassen. Die Werbeagentur “Jung von Matt”, die auch für die Hetzschrift “Bild” die Werbetrommel rührt, hat seit einiger Zeit eine Kampagne, in der irgendwelche Promis oder Normalsterbliche ein Statement abgeben über Bild. Wir sind für alle da, wollen sie uns damit sagen – und merken nicht, dass sie uns damit eigentlich beleidigen. Jedenfalls hat diese Agentur nun die Band “Wir sind Helden” angefragt, ob sie sich auch für die Bildleser zum Affen machen lassen, es sollte sogar für einen guten Zweck sein, joh klaaaahhhr. Die Antwort, die diese Band der Agentur zurück geschickt und auf ihrer Website veröffentlicht habt, ist wirklich ein Wink mit dem Zaunpfahl und in meinen Augen ein glorreiches Bekenntnis für mehr Ethik in der Medienwelt. Die Anfrage der Agentur samt Antwort der Band ist momentan hier zu lesen. Die Antwort selbst kann nicht oft genug wiederholt werden, deshalb dupliziere ich diesen Text hierhin – sozusagen, ganz im guttenberg’schen Sinne, als Plagiat mit Quellenangabe ;-)

Liebe Werbeagentur Jung von Matt,

bzgl. Eurer Anfrage, ob wir bei der aktuellen Bild -​Kampagne mitmachen wollen:

Ich glaub, es hackt.

Die laufende Plakat-​Aktion der Bild-​Zeitung mit sogenannten Testimonials, also irgendwelchem kommentierendem Geseiere (Auch kritischem! Hört, hört!) von sogenannten Prominenten (auch Kritischen! Oho!) ist das Perfideste, was mir seit langer Zeit untergekommen ist. Will heißen: nach Euren Maßstäben sicher eine gelungene Aktion.

Selten hat eine Werbekampagne so geschickt mit der Dummheit auf allen Seiten gespielt. Da sind auf der einen Seite die Promis, die sich denken: Hmm, die Bildzeitung, mal ehrlich, das lesen schon wahnsinnig viele Leute, das wär schon schick… Aber irgendwie geht das eigentlich nicht, ne, weil ist ja irgendwie unter meinem Niveau/evil/zu sichtbar berechnend… Und dann kommt ihr, liebe Agentur, und baut diesen armen gespaltenen Prominenten eine Brücke, eine wackelige, glitschige, aber hey, was soll’s, auf der anderen Seite liegt, sagen wir mal, eine Tüte Gummibärchen. Ihr sagt jenen Promis: wisst ihr was, ihr kriegt einfach kein Geld! Wir spenden einfach ein bisschen Kohle in eurem Namen, dann passt das schon, weil, wer spendet, der kann kein Ego haben, verstehste? Und außerdem, pass auf, jetzt kommt’s: ihr könnt sagen, WAS IHR WOLLT!

Und dann denken sich diese Promis, im Rahmen ihrer Möglichkeiten, irgendeine pseudo -​distanziertes Gewäsch aus, irgendwas “total Spitzfindiges”, oder Clever-​ Unverbindliches, oder Überhebliches, oder… Und glauben, so kämen sie aus der Nummer raus, ohne ihr Gesicht zu verlieren. Und haben trotzdem unheimlich viele saudumme Menschen erreicht! Hurra.

Auf der anderen Seite, das erklärt sich von selbst, der Rezipient, der saudumme, der sich denkt: Mensch, diese Bild -​Zeitung, die traut sich was.

Und, die dritte Seite: Ihr, liebe jungdynamische Menschen, die ihr, zumindest in einem sehr spezialisierten Teil eures Gehirns, genau wisst, was ihr tut. Außer vielleicht, wenn ihr auf die Idee kommt, “Wir sind Helden” für die Kampagne anzufragen, weil, mal ehrlich, das wäre doch total lustig, wenn ausgerechnet die…

Das Problem dabei: ich hab wahrscheinlich mit der Hälfte von euch studiert, und ich weiß, dass ihr im ersten Semester lernt, dass das Medium die Botschaft ist. Oder, noch mal anders gesagt, dass es kein “Gutes im Schlechten” gibt. Das heißt: ich weiß, dass ihr wisst, und ich weiß, dass ihr drauf scheißt.

Die BILD -​Zeitung ist kein augenzwinkernd zu betrachtendes Trash-​Kulturgut und kein harmloses “Guilty Pleasure” für wohlfrisierte Aufstreber, keine witzige soziale Referenz und kein Lifestyle-​Zitat. Und schon gar nicht ist die Bild -​Zeitung das, als was ihr sie verkaufen wollt: Hassgeliebtes, aber weitestgehend harmloses Inventar eines eigentlich viel schlaueren Deutschlands.

Die Bildzeitung ist ein gefährliches politisches Instrument — nicht nur ein stark vergrößerndes Fernrohr in den Abgrund, sondern ein bösartiges Wesen, das Deutschland nicht beschreibt, sondern macht. Mit einer Agenda.

In der Gefahr, dass ich mich wiederhole: ich glaub es hackt.

Mit höflichen Grüßen,
Judith Holofernes

Sinnliche Architektur der Musik – Pink Floyd

Musik kann viel mehr sein als eine nette Melodie und eine Ansammlung von harmonierenden Tönen, Musik kann Klangmalerei sein, sie kann Welten entstehen lassen und einem dahinein führen. Musik ist dann perfekt für mich, wenn sie mich entführen kann, das gibt es nicht oft.

Pink Floyd gehört zu den Bands, die das seit je her konnten, ihre Art Musik zu schreiben ist mit Architektur vergleichbar, perfekt bis in die letzte Note. Sie gehörten zu den Ersten die in hoher Qualität Synthesizer eingesetzt haben, aber nicht als Klangbrei wie man es heute oft hört sondern als sanfter sphärischer Klangteppich, der die ganze Musik wie mit Engelsflügeln trägt. Und sie waren auch ziemlich die Ersten, die wunderschöne Lasershows an ihren Konzerten aufführten. Und die Kombination aus dieser Symphonie für Augen und Ohren war einfach einmalig in dieser Form – bis heute.

Eines der gerühmtesten Lieder gehört zu meinen absoluten Lieblingsliedern, seit zwanzig Jahren. Es heisst “shine on you crazy diamond”, zu gut deutsch, “leuchte auf Du verrückter Diamant”. Diese Gitarre ist so herzerweichend und in dieser Aufnahme ist auch die Saxophonistin im letzten Teil ein wahrer Leckerbissen. Aber zusätzlich ist auch der Text wunderschön und gibt meinem “Erwachen” eine tiefe Dimension.

Ich liebe dieses Lied, kann es ein dutzend Mal hintereinander hören und wegfliegen, deshalb soll es die erste Vorstellung sein, die ich hier im Kapitel ‘Musikalisches’ teilen möchte. Ich lade Euch ein, mitzufliegen ….
enjoy :-)

Ich denke daran als du jung warst,
du schienst wie die Sonne.
Leuchte weiter du verrückter Diamant.

Jetzt hast du einen Blick in deinen Augen,
wie schwarze Löcher im Himmel.
Leuchte weiter du verrückter Diamant.

Du wurdest im Kreuzfeuer von Kindheit und Ruhm gefangen,
geformt durch eine stählerne Brise.
Komm schon, du Ziel für fernes Gelächter.
Komm schon, du Fremde, du Legende, du Märtyrerin, und leuchte!

Du griffst zu früh nach dem Geheimnis,
du riefst den Mond.
Leuchte weiter du verrückter Diamant.

Bedroht von Schatten in der Nacht
und dem Licht ausgesetzt.
Leuchte weiter du verrückter Diamant.

Nun, du trugst deine Begrüßung mit beiläufiger Präzision,
rittst auf der stählernen Brise.
Komm schon, du Tänzerin, du Hellseherin.
Komm schon, du Malerin, du Piperin, du Gefangene, und leuchte!

…. und original auf englisch……

Remember when you were young,
you shone like the sun.
Shine on you crazy diamond.

Now there’s a look in your eyes
like black holes in the sky.
Shine on you crazy diamond.

You were caught in the cross fire of childhood and stardom,
blown on the steel breeze.
Come on you target for faraway laughter
come on you stranger, you legend, you martyr, and shine!

You reached for the secret too soon,
you cried for the moon.
Shine on you crazy diamond.

Threatened by shadows at night,
and exposed in the light.
Shine on you crazy diamond.

Well you wore out your welcome with random precision,
rode on the steel breeze.
Come on you raver, you seer of visions,
come on you painter, you piper, you prisoner, and shine!

Ein exzessiver Blog-Sonntag

Manchmal kommt es so anders als man denkt. Nachdem ich gestern geackert habe um den freigenommen Montag zu kompensieren, habe ich mir fest vorgenommen, heute wie jeden Sonntag auszuschlafen, also frühstens ab elf Uhr aufzustehen. Um 5:35, fünf Minuten bevor mein Wecker unter der Woche klingelt, war ich hellwach, weiss der Geier warum. Ich trank einen Schoko-Cappu (Juliet hat mir welchen aus Germanien gebracht) und dann packte mich wie oft in letzter Zeit das spirituelle Fieber. Ich enterte den PC so um Sieben, startete indianische Musik auf meinem iTunes Player und töggelte los wie bekloppt. Seit einigen Wochen bin ich daran, dieses neue Blog zu füttern, vorallem die Kapitel-Beschreibungen. Heute packte mich aber das indianische und greenpeaclerische Fieber und so textete ich mich vor mich hin, beflügelt von Bill Millers Flötenklang. Einerseits beendete ich die Kapitel-Beschreibungen, anderseits begann ich einen Beitrag über einen indianischen Mythos der hinter Greenpeace liegt – aber den spar ich auf, für heute hats ja genug zu Lesen hier drin ;-)

So gings dann weiter bis etwa 16 Uhr, ich habe an die neun Stunden ununterbrochen geblogbastelt und wider meinen Vorsätzen konnte ich es dann nicht lassen und habe dieses Blog offiziell eröffnet. Und ich hab eine Scheissfreude daran :-) Jaja ich weiss, Scheissfreude sagt man nicht – ist mir egal, ätsch :-)

Mein Bedürfnis, das alte Leben hinter mir zu lassen und das neue Leben auszukosten, haben mich immer mehr gedrängt, diesen Blogwechsel endlich zu vollziehen. Ich habe einfach den Eindruck, dass ich in diesem (t)-Girl Tagebuch nicht mehr zuhause bin und vorallem bleibt das Transsexualitätsthema dort an mir kleben. Vorallem habe ich in letzter Zeit enormes Bedürfnis, über Dinge zu schreiben, die für ein “Blogtagebuch einer transsexuellen Frau” nicht von Bedeutung sind, umso mehr jedoch für mich, mein Leben, meine Gedanken und Gefühle. So war es dann einmal mehr ein Entscheid innert Minuten und der Blog-Umzug ging los.

Unterdessen habe ich die Musik von indianischer Flöte auf Beethovens Monschein-Sonate gewechselt, ein Bad genommen und fühl mich grad wie Gott am siebten Tag – einmal mehr – es ist vollbracht. Und es fühlt sich so gut an. Ein weiterer Schritt im Loslassen, ein weiterer neu eroberter Ort an dem die Musik meiner Zukunft spielt. Ich hoffe, dass es mir gelingt, in nächster Zeit mal das ganze ärgerliche Zeug zu lassen und mich dem widmen kann, das mich gerade so antreibt, das was ich Spiritualität nenne.

Es gibt so vieles worüber ich schreiben möchte und doch weiss ich nicht recht was ich schreiben werde, ich lasse mich treiben, im Leben und auch hier im Blog – wohin, weiss nur Gott allein.

Ich habe die Musik wieder zu Bill Miller gewechselt, der Flötenklang lässt etwas in mir vibrieren, das so lange brach lag, weil ich einfach keine Energie mehr hatte für all das. Wie gerne würde ich jetzt in den Black Hills stehen, am Bear Butte, die Zedernflöte spielen die ich so lange nicht mehr gespielt habe. Ich höre die Bäume rufen, rieche den Duft nassen Waldbodens, höre das tztztztz der Eichhörnchen, den Schrei des Waldkauzes in stiller Nacht…….. ich fühle mich, als ob ich jetzt erst meine Flügel so richtig entfalte, bereit zu fliegen.

Ich höre “Wind Spirit”, mein absolutes Lieblingslied von Bill Miller, ein wohliger Schauer durchströmt mich………

Das Kapitel Musikalisches

Musik ist im wahrsten Sinn des Wortes der Rhythmus meines Lebens. In der Musik finde ich oft das, was ich nicht in Worte fassen kann, Musik tröstet, Musik belebt, Musik durchdringt – dafür ist in diesem Kapitel Platz. Hier stelle ich schöne Lieder vor, präsentiere tolle Musiker, verweise auf schürfende Songtexte, hier darf mitgesummt werden.

Musikalisch habe ich viele Bereiche, die mir sehr gefallen:

  • Klassische Musik (Haydn, Beethoven, Bach, Mozart…)
  • Sakrale Musik (Messen, Orgeln…)
  • Blues (vorallem der alte Blues)
  • Old school Rock (von Who bis AC/DC)
  • Heavy Metal (von Iron Maiden bis Nightwish)
  • Gothic (vorallem Lacrimosa)
  • Frauenstimmen (wie Celine Dion, Beyonce….)

Und so manches Mal dürften hier auch Perlen zu finden sein, die viele von Euch nicht kennen, wie einer meiner Favoriten, mit dem ich dieses Kapitel einleite – Carlos Nunez – Bühne frei!

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