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Diana catwalkt nach Hamburg

*seufz* zurückfliegen ist einfach blöd, hinfliegen fühlt sich echt ganz anders an *nochmehrseufz*. Aber dass die Rückkehr immer so traurig ist, hat auch seine gute Seite, es zeigt, wie schön es gewesen ist und wie gut wir einfach zusammen passen. Wie Arsch auf Eimer, würd mein Schatzi da wohl sagen – Recht hat’se :-)

Beim Hinflug hatte ich ja ziemlichen Bammel, weil ich erstmals mit seitenverkehrter Identitätsstörung fliegen musste. Bisher hatte ich eine Bordkarte die mit meinem Ausweis übereinstimmte, aber beide nicht meiner Erscheinung. Weil ich geglaubt hab, ich hätte die Personenstandsänderung durch bis zu diesem Flug, hatte ich die Tickets auf den neuen Namen gebucht, flog also diesmal mit Bordkarte die zur Erscheinung passt, aber weder vom Namen noch vom Geschlecht her mit dem Ausweis übereinstimmte. Und dann flog ich auch erstmals mit AirBerlin und da hab ich nur die eTicket Nummer gekriegt, bräuchte aber fürs WebCheckin eine Buchungsnummer. Ha, aber schlau wie wir Blondinen nunmal sind, habe ich AirBerlin vor dem Flug angemailt und bekam prompt die Buchungsnummer und konnte so das Webcheckin machen, musste also in dieser doch verwirrenden Identitätssituation nicht an den Schalter. Und so ging auch alles gut und ich stöckelte im Eiltempo durch das ganze Reinlass Prozedere. Auch der Vibi, den ich aus medizinischen Gründen mitnehmen musste, führte nicht zu peinlichen Situationen. Den hab ich übrigens jetzt bei Schatzi gelassen, der Nervenkitzel ist mir echt zu nervig.

Ich beneide ja immer die Stewardessen, weil die so schicke Röcke und Pumps tragen. Aber dass die ständig den Laufsteg rauf und runter dürfen und ich nicht, geht schon etwas zu weit – die stehlen mir die ganze Show – also hab ich mich diesmal gerächt und diesen geschlitzten Rock angezogen, höhö, dazu glänzende Seidenstrümpfe und graue Pumps. Ne, den Sitzring den Ihr auf dem Foto seht hatte ich nicht dabei, den hab ich nur noch zum ackern. Offenbar hat AirBerlin mich dabei entdeckt, denn auf dem Rückweg musste ich durch das gefüllte Flugzeug bis zum hintersten Platz stöckeln, hatte also auch mal das Vergnügen, auf dem Flug-Catwalk zu laufen. Aber ehrlich gesagt, ganz so gut kam das nicht, da geht’s ja nur im Stau vorwärts und ohne Tempo kriegt man auch keinen geschmeidigen Catwalk hin. Reingelegt haben die mich, fordern mich quasi zum Wett-Catwalken heraus und verstopfen mir den Laufsteg. Man hat’s echt nicht leicht *seufz*

Aber dafür konnte ich dann im Stechschritt aus dem Flieger raus (ich hab ganz vorne gebucht damit ich schnell raus komme) und stöckelte stolz mit rhythmisch aus dem Schlitz ragendem Bein Juliet entgegen – man müsste das echt mal filmen, ich seh wirklich toll aus wenn ich durch Flughäfen rausche ;-)

Weil schon Elf war, gönnten wir uns ausnahmsweise ein Taxi für 20 Euro und waren so gegen halb Zwölf zuhause – bei Mama und Lars – bei den drei Miezen und “der Katze” – und wir klammerten uns aneinander und dann war Montag – oder so. Dazwischen (man ahnt es) lagen wir auf dem Sofa rum, knabberten an uns und an sonstigem Zeuchs, kicherten mit den Erwachsenen rum, blödelten zusammen rum, ärgerten die Katzen mit Knuddelattacken (boah wie die das hassen *freu*), assen dank meines wochenlangen Gejammers wieder Gyros-Suppe und liessen es uns einfach gut gehen.

Am Samstag kam Mama dann auf die Idee, wir könnten nach Altona gehen, durch die Shopping-Meile spazieren. Kann ich ja nicht nein sagen, das wort “Shopping” hat ja bei mir so ne pawlow’sche Wirkung. Aber das Überraschende war dann, die meinten das wörtlich – issja bekloppt – wir spazierten durch die Shopping-Meile – in die Läden rein gingen wir nicht *staun* – das fand ich dann doch irgendwie erschütternd. Aber immerhin gingen wir n’Eis essen, meine Füsse waren also nur halb ruiniert.

Apropos Füsse, weil ich nicht mit so Ausserwohnungseinsätzen gerechnet habe, war ich ja mit Pumps behuft und weil das zum Shoppen nicht grad das Gelbe vom Ei ist, zwängte ich mich in ein paar super schöne Stiefel von Juliet und weil die nicht zu meinem hellen Jupe passten, kramte sie mir gleich noch Rock, Leggins und Pullover zusammen. Solviel mal wieder zum Vorteil von Frauenbeziehungen, höhö :-) Aber die Schuhe eine Nummer zu klein ist zum shoppen halt auch nicht das Wahre und so hatte ich dann am nächsten Tag mal wieder ein Zehengelenk, das beim Laufen wundersame Gefühle auslöste.

Na beklagen will ich mich jedenfalls nicht, wir haben für mich bei BonPrix ja fünf Stücke bestellt und so musste ich wenigstens nicht ohne Beute nachhause fliegen.

Am Sonntag gingen wir wieder zu Schweinske, der Kneipe mit den monströsen und sauguten Mahlzeiten. Wir teilten uns wieder einen Fleischteller, mit sechs Fleischstücken, einem Eimer Pommes, Salat und so nem riesigen bekloppten Kartoffel samt Sahne drauf. Puh, da wird Essen zur Ackerei, echt, aber es ist sowas von gut.

4 Reaktionen zu “Diana catwalkt nach Hamburg”

  1. Inka

    Deine Schilderung klingt ja wirklich nach einem sehr schönen Wochenende. Ich wünsche Dir noch viele weitere von dieser Sorte – allerdings ohne den Nervenkitzel im Flughafen.
    Liebe Grüße
    Inka

  2. Juliet

    Lol, Du hast aber auch immer Ausdrücke…*lachwech*
    übrigens war das auf der Kartoffel keine Sahne sondern Sour Cream ;-)
    War soooooo schön, machen wir bald wieder gelle? Also, nicht Schweinske sondern Wochenende..Is ja bald Ostern *dichplattknutscht*

  3. Diana

    Ausdrücke? Iiiiichhhhh? *unschuldigguckt* aber bekloppt war die Riesenkartoffel schon, ob mit SourCream oder Sahne, wer kann die noch essen bei all dem Anderen.

    ich hätte noch erwähnen müssen, dass der Rock im Flugzeugsattel noch viel mehr hochgerutscht ist, mein Oberschenkel war soooooowas von lang, etwa bis zum Cockpit oder so ;-)

    jajajaja bald wieder Wochenendknuddeln *knutschdichnochplatter*

  4. Diana

    Achja Inka, das mit dem Nervenkitzel ist jetzt Vergangenheit, in nem Monat kommt Juliet zu mir und ich flieg somit erst in 2 Monaten und bis dahin müsste das mit dem Ausweis durch sein :-)

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