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Diana die digitale Bücherwürmin

Früher war ich eine echt angefressene Bücherwürmin. Ja ich weiss, man sagt nicht “Würmin”, aber ich find’s süss ;-) Ich weiss nicht wieviele hundert Bücher ich in meinem Leben gelesen habe, es sind Unzählige. Romane waren selten dabei, abgesehen von einem gelegentlichen Stephen King für die Ferien. Meist las ich “schlaue Bücher”, die grossen und kleinen Philosophen, relgiöse Meister, spirituelle Themen und so Kram. Zu Lesen war für mich weniger Unterhaltung als mehr Lernvorgang, Bücher eröffnen neue Horizonte, davon konnte ich nie genug kriegen.

Aber in den letzten Jahren habe ich soviel um die Ohren, dass ich dafür einfach keine Zeit mehr finde. Wenn ich zuhause bin, habe ich meist Anderes zu tun wie bloggen und so Kram oder ich bin schlicht zu müde um noch was Schlaues zu machen. Am Ehesten würde ich unterwegs lesen, aber da hab ich meist kein Buch dabei oder wenn, dann das Falsche.

Es ist so eine Unart von mir, dass ich immer etwa ein dutzend Bücher aktiv habe und immer grad das lese was mich grad in diese Minute anspricht, diese Methodik versagt unterwegs völlig, weil ich ja nicht ein dutzend Bücher in meine Handtasche packen kann. Höhö, die Zeiten ändern sich, denn seit dieser Woche kann ich das tatsächlich, rund fünfzig Bücher schleppe ich nun in meiner Handtasche rum, macht total gute 200 Gramm – da staunste, was?

Mein eBook-Reader, der Amazon Kindle

Die Lösung für dieses Problem heisst eBook-Reader oder in meinem Fall ist es der “Amazon Kindle“. Das ist ein kleines flaches Computerding, auf dem man Bücher runterladen und die dann dort lesen kann. Das Teil merkt sich nicht nur wo man grad am Lesen ist und schlägt automatisch dort auf, man kann auch Notizen und Markierungen anbringen. Und das Genialste speziell am AmazonKindle ist, dass man eine Unzahl an Klassikern gratis runterladen kann.

Meine erste mobile Bibliothek

So einen Kindle habe ich nun diese Woche bestellt und ihn gleich mal mit 50 Büchern gefüttert. Einerseits sind es viele Gratis-Klassiker, mit dabei sind Philosophen wie Sokrates, Platon, Epiktet aber auch bekannte Schreiber wie Oscar Wilde, Arthur Schoppenhauer, Martin Luther King oder Mahatma Gandhi. Weiters habe ich Lyriker wie Novalis oder Rainer-Maria Rilke geschenkt gekriegt, Beide kenne ich nur von Hörensagen. Dann habe ich noch ein paar Bücher gekauft, unter Anderem die Fortsetzung meines achsogeliebten “Pfad des Friedvollen Kriegers” von Dan Millman, der letzte Teil heisst nun “Sokrates, der friedvolle Krieger” und erzählt die Geschichte des Mentors im ersten Teil. Ausserdem habe ich noch ein Buch des Comedians Dieter Nuhr und ein witziges Buch der Ulknudel Sonja Krause und selbstverständlich musste da auch noch was von Paulo Coelho mit drauf. Und das Beste, endlich hab ich mal wieder einen Gruselroman “Zwischen Nacht und Dunkel” mit Kurzgeschichten von Stephen King. Ausserdem habe ich noch eine Reihe von religiösen Schriften draufgepackt, unter Anderem fand ich sogar ein Neues Testament deutsch/griechisch, das ich bereits in Buchform habe.

Und diese ganze Bibliothek schlepp ich nun mit mir rum und kann jederzeit lesen was ich Lust hab, sei es unterwegs, während dem Mittagessen, auf dem Klo oder in der Badewanne. Ne Quatsch, in der Badewanne muss ich meinen Gedanken nachgehen, aber es ginge, rein theoretisch ;-)

Eine erste Beurteilung

Da ich bisher noch nicht gross zum Lesen kam, kann ich das Produkt noch nicht abschliessend beurteilen, das hole ich zu gegebener Zeit nach. Was ich fürs Erste sagen kann sind drei Dinge:

  1. Die Möglichkeit, soviele Bücher stets dabei zu haben und jederzeit das Buch auf Tastendruck zu wechseln, ist einfach grandios. Und da der Kindle immer gleich an der zuletzt aufgeschlagenen Stelle aufschlägt, kann man die Bücher wirklich einfach wechseln – ideal für unstete Personen wie mich ;-)
  2. Die Bildqualität ist ebenfalls genial, der AmazonKindle hat ein spezielles Darstellungsverfahren (eInk), das nicht nur kaum Strom braucht sondern auch ein klares Schriftbild hinterlässt. Man braucht dafür zwar aktives Licht, dafür ist es komplett spiegelfrei und kann somit auch an geissender Sonne gebraucht werden.
  3. Das deutschsprachige Sortiment für eBooks ist noch etwas spärlich, man findet nicht alles was man sucht. Aber in Anbetracht von über 5’000 Gratisklassikern und über 40’000 deutschen Büchern ist man fürs Erste gut bedient.
  4. In der Entwicklerabteilung von Amazon arbeiten nur Männer, anders lässt sich nicht erklären, warum die Bedienung des Kindles derart benutzerfeindlich ist. Echt, die Art wie man das Teil bedient, erinnert an die Steinzeit des Computers.
  5. Ebenfalls typisch Jungs: es ist zwar toll, dass der Kindle auch MP3 aufnimmt und man so während dem Lesen Musik hören kann, aber es käme keiner Frau in den Sinn, sowas zu programmieren, ohne dass man Playlisten verwalten kann. Ein MP3-Player der nur stupide alles der Reihe nach vorspielt, ist einfach Quatsch.

Auf jeden Fall habe ich ne Menge Spass daran und bin gespannt, ob die Begeisterung anhält wenn ich es vermehrt benutze – ich halt Euch auf dem Laufenden ;-)

2 Reaktionen zu “Diana die digitale Bücherwürmin”

  1. Talia Kay

    Hihihihi, willkommen in der Welt der ebooks! Ich bin mir sicher, dass du das kleine Gerätchen nach ein paar Wochen (oder sogar Tagen?) nicht mehr hergibst :D Hab meines seit ca. vier Jahren und es begleitet mich überallhin! Es ist einfach unheimlich praktisch, eine halbe Bibliothek dabeizuhaben, sei es für die tägliche Zugfahrt oder auch für die Ferien.

    Meine Erfahrungen mit den eInk-Produkten (würd mir niiiiiiemals eines von Amazon oder Sony zulegen :P ) sind einfach nur bombastisch. Auch längeres Lesen über mehrere Stunden hinweg ist absolut problemlos! Es ist nicht 100% wie bedrucktes Papier, aber kommt dem doch sehr sehr nahe und die Augen ermüden wirklich kaum. Hinzukommt, dass der Akku auch ewig hält, da der Strom nur für den Neuaufbau der Seite benötigt wird, sobald sie einmal dargestellt ist, bleibt sie bestehen und das ohne Strom. Mein Cybook muss ich nur etwa alle 3-4 Wochen aufladen.

    Ach ja, wenn du das irgendwo in der Öffentlichkeit benutzt: freu dich schon auf die Frage von Passanten “Ist das dieses … ähm … ipääääd?” :D

    Liebs Grüässli,
    Talia

    PS: Kein Problem du, lass dir ruhig Zeit mit dem Antworten, elektronisches “verfault” ja nicht :)

  2. Diana

    @TaliaKay: Ich bin auch zuversichtlich, dass mich mein neuer steter Begleiter nicht enttäuscht. Das eInk Verfahren überzeugt total, wie Du sagst, das Bild ist super klar und Strom frisst es kaum. Wenn die jetzt noch ein Update machen und die Bedienung etwas anständiger hinkriegen, bin ich voll begeistert :-9

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