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Musikalisches Wochen(end)-Allerlei einer Zahn-Prinzessin

In letzter Zeit geht’s bei mir relativ rund, deshalb kam ich nicht zum Schreiben, nun fasse ich mal ein paar Dinge hier zusammen…….

Diana in der Menopause oder so

Vorletzte Woche hatte ich einen Termin in der Endokrinologie, in der es nebst obligater Blutkontrolle um die Frage ging, ob wir meine Östrogendosis erhöhen sollten. Seit der GaOp bin ich chronisch müde und meine Schwitzanfälle haben sich auch deutlich gehäuft, beides sind mögliche Anzeichen auf einen zu tiefen Östrogenpegel (Mitlesende die ihre Menopause bereits erreicht haben wissen was ich meine). Die Endokrinologin bestätigte mir, dass diese Anzeichen danach aussehen, dass meine zwei mal wöchentlich angeklebten Östrogenpflaster (Estradot 50) wohl zu wenig sind. Aber leider war mein Glukose (Zucker) und Cholesterin Pegel gaaaaanz wenig über dem Normbereich, so knapp daneben, dass das gesundheitlich noch völlig unbedenklich ist. Aber sowohl Zucker als auch Cholesterin belasten die Blutbahnen und damit erhöht sich auch das Thromboserisiko ein wenig. Da die Östrogene genau diesbezüglich gefährlich sind, wollte sie da nichts riskieren. Da ich öfters Schokolade-Fressattacken habe und das möglicherweise auch am Vorabend der Untersuchung, sind wir nun so verblieben, dass ich in nächster Zeit mal bei der Hausärztin diese zwei Werte nochmal prüfen lasse. Sollten sie immer noch etwas zu hoch sein, kann ich mittels Ernährungsverbesserung die Werte verbessern. Sobald die Werte im Normbereich sind, kann ich ihr den Laborbericht faxen und krieg dann ein Rezept für 75er Pflaster. Mal schauen ob es dann besser geht.

Ein schlauer Zahnarzt

Mein Zahnarzt ist echt ein schlauer Fuchs, bei ihm fühle ich mich echt ernst genommen. Zum Einen hat er richtig erkannt, dass ich einfach zu schlau bin für diese Welt und hat mir nun einen meiner vier Weisheitszähle gezogen, vielleicht reg ich mich nun etwas weniger auf ;-) Aber das ginge noch, der konnte das sogar noch überbieten. Er scheint wirklich ein Auge für Mädels wie ich zu haben und hat sofort bemerkt, dass ich eine richtige Prinzessin bin – glaub ich jedenfalls – denn übermorgen krieg ich von ihm eine Krone *stolzerhebtihrhaupt*. Meine Begeisterung hält sich da zwar in Grenzen, weil mich dieses royale Statussymbol mal schnell einen Tausender kostet, aber was tut man nicht um die leider oft unbemerkte Adligkeit zu betonen :D Das mit dem Weisheitszahn war übrigens eine harmlose Sache, es machte kurz knirsch und flup und draussen war das Ding. Am Mittag liess dann die Spritze nach und der Schmerz wurde arg genug um mich mit 50er Ponstan zu füttern, aber schon am nächsten Tag war der Spuk vorbei und unterdessen, eine Woche später, ist wieder alles in Ordnung.

Kuschelweekend mit Juliet

Letztes Wochenende war ja mal wieder Kuscheln in Hamburg angesagt, jajajaja :-) Diesmal war ich wieder von Donnerstag Ende Nachmittag bis Dienstag am frühen Morgen dort. Freitag und Montag ackerte Juliet zeitweise und ich guckte TV, las mein letztjähriges Tagebuch oder brabbelte mit Juliets Mama rum. Am Samstag gabs dann noch eine kleine Shoppingtour zu Dritt, bei der wir aber alle ohne Beute heimziehen mussten. Dafür machten wir noch einen kleinen Abstecher in ein Pärklein, die erhofften Eichhörnchen sahen wir zwar nicht, aber dafür konnte ich mal wieder eine Weile einer Libelle beim patroulieren zugucken – ich lieb diese kleinen Hubschrauber :-) Abends guckten wir dann jeweils meist zu Viert TV und im späteren Abend verzog sich Mama in die Küche und las – und brach immer mal wieder in schallendes Gelächter aus, meist wenn sie Dialoge mit Morla fand ;-) Jedenfalls wars wieder ein super schönes Wochenende mit ganz viel Blödeleien und ganz viel Aneinanderkleben – Fortsetzung folgt in gut zwei Wochen :-)

Selbstbetrachtung in Buchform

Das mit meinem Tagebuch war eine ulkige Sache, denn davon hatten wir dieses Weekend drei Stück in der Wohnung, Juliet und Mama hatten Ihres, ich hatte das Meine. Und zeitweise sassen Mama und ich zusammen auf dem Sofa und lasen dasselbe Buch, wie schräg ist das denn :-) Für sie ist es interessant, weil sie nicht so gern am Computer sitzt und deshalb nur soweit auf dem Laufenden ist, wie Juliet ihr berichtet. Deshalb holt sie dann das ganze Jahr nach wenn das Blog in Buchform verfügbar ist. Ich meinerseits erlebte beim Lesen wie schon letztes Jahr eine turbulente Reise durch die Zeit, in der ich das ganze letzte Jahr nochmal Revue passieren lasse und teilweise staune, was ich da alles erlebt habe und wie aufgewühlt ich zeitweise war. Es ist unglaublich spannend, sich selbst nochmal so zu verfolgen. Sobald ich damit fertig bin, werde ich dazu einen Blogbeitrag schreiben wie schon letztes Jahr und ein wenig erzählen, was mir da lesenderweise so durch den Kopf ging im Kino meines Lebens.

Medien sind einfach sowas von für n’Arsch, aber echt

In diesen wenigen Tagen in denen ich in Hamburg war, erschienen gleich mehrere Zeitungsartikel die irgendwie um Transsexualität gingen und mir schäumte heut Morgen mal wieder kurz die Galle hoch. Höhepunkt war ein Kurzartikel in der Bernerzeitung, in der von einer transsexuellen Frau konsequent in der männlichen Form geschrieben wurde. Einmal mehr hat ein dümmlicher Journalist einen noch dümmlicheren Text von der Depechenagentur DPA copy-pastet ohne dabei das Hirn auf Minimalleistung zu stellen. Aber ich bin grad zu gut gelaunt um mich heute weiter darüber zu ärgern, vielleicht hole ich das am Wochenende nach und hau denen virtuell eine runter – mal kucken ob ich Zeit und Nerven finde, vorallem mit der Zeit könnte es nämlich knapp werden, denn erstens arbeite ich am Samstag mal wieder und zweitens und vorallem……….

Diana wird Cellistin

In den letzten zwanzig Jahren habe ich viele Musikinstrumente gespielt, manche nur ein wenig, manche mehr. Vorallem Gitarre, Bluesharp und schottische Bagpipe spielte ich recht intensiv eine Zeit lang und Letztere möchte ich nachwievor irgendwann wieder spielen. Aber in letzter Zeit bin ich emotional eher zu sanfteren Klängen hingezogen und verspüre wieder ein starkes Bedürfnis, Musik zu machen. Und weil ich seit Beginn meines Musizierens Streichinstrumente als die Schönsten Instrumente betrachte, aber nie den Mumm hatte mich diesen schwer zu erlernenden Instrumenten anzunähern, kams bis jetzt nie soweit – bis jetzt, jauh.

Vor einigen Wochen entdeckte ich, dass man heutzutage elektronische Violinen und Cellos kaufen kann, die recht gut klingen, überraschend günstig sind und natürlich stubentauglich, weil man mit Kopfhörer spielen kann. Also habe ich vor der Op diese schwarze eVioline bestellt, darüber habe ich irgendwo kurz berichtet. Aber dann kamen gleich die Ferien, dann die zweite Operation und anschliessend war für ne Weile nix mehr mit Violine spielen, weil ich die Arme wegen der BrustOp nicht so verrenken konnte. Auch sonst hielt sich meine Begeisterung in Grenzen, weil die Körperhaltung wie erwartet der Graus ist, man ränkt sich fast die Schulter aus und bricht sich fast den Kiefer, weil man das Teil so unter den Kiefer klemmen muss.

Naja, letzte Woche guckte ich einen Krimi in dem es zufällig um eine Cellistin ging, die man ein paar Mal spielen sah und man ahnt’s, es packte mich total und so wusste ich nix Bekloppteres als noch am gleichen Abend dieses elektronische Cello in weiss zu bestellen, selber Hersteller wie die Geige, nur diesmal in Weiss anstatt Schwarz. Jauh und heute wurde das Ding geliefert und ich bin Feuer und Flamme, die in den nächsten Tagen ausgiebig auszuprobieren. Wenn ich wie erwartet körperlich besser damit klar komme, werde ich die Geige wohl wieder verkaufen, oder umgekehrt, was weiss ich, lassen wir uns überraschen :-)

Vorhin habe ich das erste Mal drauf gespielt äh getönt oder so, naja, seien wir mal froh, dass die Nachbarn das nicht hören ;-) Aber es macht Spass, fühlt sich noch fremd aber irgendwie nett an, ich bin zuversichtlich, dass wir uns anfreunden werden, auch wenn ich fürs Erste verkrampft bin als würd ich das erste Mal auf einem Stier reiten. Damit Ihr Euch vorstellen könnt, was für ne Art Musik mir vorschwebt, gibt’s jetzt noch ein Video mit einem wunderschönen Cello-Stück :-)

Und falls jemand von Euch neugierig geworden ist und mehr Cello Musik hören will in dem Stil wie ich es hoffentlich irgendwann spiele, dann empfehle ich mein neustes Idol:
Adam Hurst auf youTube

4 Reaktionen zu “Musikalisches Wochen(end)-Allerlei einer Zahn-Prinzessin”

  1. Keydie Lyn

    Huhu…

    Womöglich fehlt Dir einfach nur ausreichend Progesteron (P4) – also das körpereigene, bioidentische…

    Oder führst Du genug zu? Wird es regelmäßig gemessen? Nach einer Genitalumformenden Operation ist nämlich der Hauptprogesteron-Lieferant dahin.

    Einiges zum Thema bioidentische Hormone einschließlich Progesteron findest Du unter den Links in meinem Blog / auf meiner Webseite.

    Ein zu lange zu hoher Estradiolspiegel kann nachhaltige gesundheitliche Schäden zur Folge haben. Hier passt “viel hilft viel” so absolut gar nicht. Und wenn dazu noch zu wenig Progesteron im Körper ist…

    LG Keydie

  2. Talia Kay

    Schön wieder mal etwas von dir zu lesen :)

    Habe gerade die Unterhaltungen mit Morla “verschlungen” und kann nur sagen, dass ich einmal mehr sehr dankbar bin, dass der Höhenunterschied zwischen Couch und Boden sehr klein ist! Oh my … ich bin immer noch am lachen :D

    Liebs Grüässli,
    Talia

  3. Diana

    @Keydie: Meine Endokrinologin hält nichts von Progesteron, das würden wir nicht brauchen. Dementsprechend werde ich gelegentlich mal selber tüfteln müssen, was mir gut tut und was nicht.

    @Talia: jauh Morla ist Kult, müsste ich dringend mal weiter führen und nun hab ich ja noch die zwei Mädels dazu gekriegt, das gäb spannende Diskussionen ;-)

  4. Keydie Lyn

    “Meine Endokrinologin hält nichts von Progesteron, das würden wir nicht brauchen. Dementsprechend werde ich gelegentlich mal selber tüfteln müssen, was mir gut tut und was nicht.”

    Genau… – der, der mich fast umbrachte und mir meine Gesundheit ruinierte leider auch nicht. Dafür fand und findet er Androcur toll und hochdosiert Estradiol.

    Wie gesagt – in meinem Blog findest Du unter den LInks einiges über bioidentisches Progesteron (P4).
    Was für ein Glück, dass wir unter zu wenig P4 einfach nur schneller altern als wir es müssten, schneller sterben als wir es müssten und auch schneller krank werden und es nicht so unmittelbar schnell geht wie beim Hormon Insulin, wo wir ja ratzfatz unter der Erde liegen, wenn wir es nicht von außen zuführen.

    Aber wie gesagt: Ärzte haben ja studiert, die MÜSSEN es ja wissen…

    Deine Endo sollte mal ihr Wissen auf den neuesten Stand der Wissenschaft bringen.

    Ach ja… – falls Deine Endokrinologin behauptet, P4 wäre das Schwangerschaftshormon (beliebte Ausrede), dann sollte sie es besser wissen, denn das eigentliche Schwangerschaftshormon ist das hier: https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Humanes_Choriongonadotropin

    Im Zweifelsfall einfach eine/n gute/n Gyn suchen, der/die sich mit bioidentischen Homonen auskennt.
    Nachdem mein Ex-Endo mich fast umbrachte, war ich nie wieder bei einem Endo. Ich lasse mich doch nicht fertig machen…

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