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Sommerferien, Hardrock und Gitarren-Kram

Ja klar, uns gibt’s noch und uns geht’s prächtig, deshalb liest man auch nix mehr von uns ;-) Ich staunte grad selber Bauklötze, als ich mal nachschaute, wie alt mein letzter Blogbeitrag ist – über ein halbes Jahr ist es her *staun*. Aber so ist das halt, wenn man ein nahezu normales und vorallem erfülltes Leben führt, eine so schnucklige Lebenspartnerin hat und dann auch noch mit Gitarren spielen begonnen hat, da bleibt keine Zeit mehr für blogistisches Geschnacke. Aber mal wieder eine kurze Zusammenfassung wär ja schon fällig, also hier ist sie…..

Gitarren hier und dort und überall

Die letzten Blogbeiträge liessen es ja schon erahnen, uns hat das Gitarrenfieber voll gepackt und wir verbrachten die letzten Monate viel Zeit auf der Suche nach dem richtigen Gitarren-Ton und lernten da so rum. So ähnlich wie ich mich die ersten Jahre meines “neuen Lebens” mit dem Bestellen von Kleidern vergnügte, so läuft es in letzter Zeit mit Gitarren-Zubehör und Lernmaterialien.

Juliet und ich haben beide sehr klare Vorstellungen, wie unsere Gitarre klingen soll – mal abgesehen von der noch nicht ausgereiften Spieltechnik ist der Klang der Gitarre für uns essentiell und das wiederum hat viel damit zu tun, was für ein Instrument man hat und was für einen Verstärker resp. Effektgeräte man verwendet, bis hin zu vielen Detailaspekten wie die Frage nach den richtigen Saiten oder den richtigen Plektren. Aber wir sind langsam am Ziel, beide sind zwar noch nicht 100% bei unserem Traum-Ton angelangt, aber immerhin so nah dran, dass wir damit zufrieden sind. Für Gitarren-Kenner sei das hier mal kurz erwähnt….

kemper-1Wir haben jetzt hunderte von Gitarren-Verstärkern

Nach verschiedenen Versuchen mit Verstärker-Kram sind wir bei einem Kemper Profiling Amplifier angelangt. Das ist ein sagenhaftes Gerät, das alle nur denkbaren und teilweise längst nicht mehr käuflichen Verstärker simulieren kann. Und mit Simulation meine ich nicht die übliche elektronische Nachbildung, die nach Keksdose klingt. Der Kemper hat ein völlig anderes Funktionsprinzip. Man hängt einen richtigen Verstärker an, der Kemper pustet die ganze Bandbreite an Tönen durch den Verstärker und misst dann das Resultat. Die Ergebnisse merkt er sich sozusagen und kann dann jeden von der Gitarre gespielten Ton 1:1 übersetzen. Ich hätte nie gedacht, dass das so perfekt funktioniert aber es tut’s und wir sind nun im 7. Himmel. Das Teil kann wenn es sein muss bombastische 600 Watt füttern, kann aber genauso einfach via Kopfhörer gehört werden und das Coole daran ist, der Klang ist auf Kopfhörer genauso gut wie wenn man laut spielen würde. Das Ding sieht zwar aus wie ein futuristischer Toaster, also bei Weitem nicht so schick wie unser 50 Watt Marshall Verstärker, aber fürs Spielen zuhause ist er einfach genial. Wir beide stehen total auf die alten Rock-Verstärker der 80er Jahre und das Schöne am Kemper ist, dass auch dieser Profile in einer Unzahl vorhanden sind und ständig neue Profile auftauchen.

Dianas Gitarren-Kram

Ich für meinen Teil bin meiner Malmsteen Stratocaster treu geblieben, hab zwar mittlerweile noch eine Zweite gekauft, weil mir der Klang der alten Tonabnehmer einfach schaurig gefällt. Die Zweite steht nun bei mir in der Firma, damit ich in der Mittagspause üben kann. Zuhause spiele ich eben über diesen Kemper und nutze momentan dort das Profil eines JTM-45, das ist sozusagen die Urmutter der grossen Marshall Verstärker, auf diesen Teilen haben all die Grossen damals in den 80ern gespielt und der Klang ist einfach genial. Zwischen Gitarre und Verstärker liegt noch ein MXR Distortion III Pedal, das den Ton perfektioniert.

Lerntechnisch habe ich mich in einen Workshop eingekauft, der als Thema “Neoclassical” hat, also klassische Strukturen auf neue (Rock)-Musik umgebogen. So ganz Malmsteen halt :-) Das Ganze ist zwar noch weit über meinem Fähigkeits-Level, aber ich liebe diese Art von Musik halt einfach und es ist die perfekteste Schulung die man sich vorstellen kann.

Da wir nebst all dem aber vorallem Zweisamkeit leben möchten, ist die Zeit immer etwas rar und deshalb habe ich mich jetzt so eingerichtet, dass ich morgens vor der Arbeit 30-60 Minuten zuhause spiele, dann in der Mittagspause nochmal etwa 30 Minuten und am Abend dann nur noch so es bitzeli zwischendurch. Juliet wiederum findet am Nachmittag etwas Zeit und so haben wir den Abend frei fürs gemütliche Sofa-kuscheln.

gp-lp-st-13-1Juliets Gitarren-Kram

Mit Juliet war’s echli kompliziert, bis wir ihren Ton hatten. Die Gute hat ja sowas von enge Vorstellungen, wie ihre Gitarre klingen soll und zwar genau so wie unsere Lieblings-Rockband “Thunder”. Und da war uns ihre Ibanez Gitarre, so cool diese auch ist, irgendwie keine grosse Hilfe. Die Suche dauerte lang und sie war holprig, aber schlussendlich fanden wir dann doch die richtige Gitarre, eine Gibson Les Paul Studio 2013 in schickem weiss. Zusammen mit dem Kemper ist nun auch sie zufrieden und das will was heissen ;-)

Ein ganzer Tag voll mit dröhnendem Hardrock

Und dann war ja noch der Sonntag, an dem wir uns acht Stunden lang mit Hardrock volldröhnen konnten. Gerade mal eine Station mit dem Bummler-Zug entfernt von uns fand das “Rock the Ring” Open-Air statt, das nebst verschiedenster Musik am Sonntag beglückenderweise einen Rock-Tag einlegte. Krokus, China, ZZ-Top und ein paar Andere spielten vom Mittag bis Abend Rock resp. Hardrock, halt so ganz unsere Musik. Vorallem Krokus, das Urgestein der Schweizer Hardrock-Szene war ein Genuss für sich und auch der Grund, weshalb wir überhaupt dahin gingen. Und es hat sich gelohnt, aber sowas von! Ich bin ja mittlerweile ein schaurig altes Weib mit 47 Jahren und obwohl ich in jüngeren Jahren regelmässig an Rockkonzerte ging, muss ich gestehen, dass ich die letzten Jahre kaum noch in diesen Genuss kam – zu alt, zu faul, was weiss ich. Wenn eine Band nicht grad bei uns im Dorf spielt, scheint es mir zu mühsam, dahin zu tingeln und bei uns im Dorf läuft halt nunmal selten bis gar nie Hardrock – mit Ausnahme des “Hard Wretches” Konzert in unserem Stamm-Pub, über das ich glaubs hier schonmal geschrieben hab. Und vorallem ist es gefühlte tausend Jahre her, dass ich das letzte Mal an einem Open-Air war. Und mir wurde deutlich bewusst, wieviel mir da eigentlich fehlte. Die Stimmung ist an so einem Anlass einfach Wahnsinn. Den ganzen Tag an der Sonne herumlümmeln, feine Fackelspiesse mampfen, kühles Bier trinken und die ganze Zeit mit ohrenbetäubendem Rock-Sound zugebrettert zu werden ist einfach etwas Unbeschreibliches. Für uns ist klar, falls dieses Festival nächstes Jahr wieder einen Rock-Sonntag einlegt, werden wir da sein, ich schwör ;-) Wer etwas von der Stimmung miterleben möchte, hier ein kurzes Video…….

Hörbücher – was für ein Genuss

Ich glaub es war im vorletzten Blogbeitrag, als ich davon erzählte, dass ich angefangen habe, mir Bücher vorzulesen. Ne, nicht weil ich zu alt bin um noch klar sehen zu können sondern einfach weil es praktisch ist. Egal ob ich in der Mittagspause in meinen Teller gucke oder nachhause stöckle, ich kann mir dabei vorlesen lassen und das macht unheimlich Spass, vorallem wenn man so gruseliges Zeug von Stephen King liest. Nach “Carrie”, “Puls” und “Briefe aus Jerusalem” von Stephen King, “Das Böse in uns” von Cody McFadyen und einigen kürzeren Hörspielen, ist jetzt die Kurzgeschichten-Sammlung “Im Kabinett des Todes” von Stephen King dran und die Liste der noch zu lesenden resp. vorzulesenden Büchern wächst schneller als ich zuhören kann. Ich kann diese Art zu lesen wirklich wärmstens empfehlen, nicht nur für Faultiere sondern auch für Leute, die einfach gern abschalten beim Lesen. Ich habe den Eindruck, dass ich mich viel besser auf den Inhalt konzentrieren kann, wenn mein Hirn nicht mit Lesen beschäftigt ist, es ist irgendwie wie TV-kucken mit geschlossenen Augen, der Film läuft dann im Kopf. Und Hörspiele sind natürlich eh der Kracher, mit Hintergrundmusik und Geräuschen und all dem, aber die sind meistens recht kurz und es gibt auch nicht allzuviel, vorallem im Gruselbereich.

Endlich Sommmerferien – und tschüss

So und zuguterletzt das Wichtigste, unsere Sommerferien haben soeben begonnen – wohl einer der Hauptgründe, dass ich mir endlich mal wieder die Zeit genommen habe, hier was zu kritzeln. Zwei Wochen haben wir jetzt Zeit zur Erholung. Mitte Woche fliegen wir nach Köln um einen Freund zu besuchen, am Freitag geht’s dann weiter nach Hambuisch zu Juliets Mama und Lars (die ich wahnsinnig vermisse) und Anfang übernächste Woche geht’s wieder heim und wir erholen uns ein paar Tage auf dem Sofa oder machen kleinere Ausflüge, mal kuckn wo’s uns hintreibt.

Joh, das wär’s dann mal wieder gewesen, ich hoffe, dass es nicht wieder ein halbes Jahr geht, bis ich zum schreiben komme, aber versprechen kann ich nix, wir haben ja jetzt Fenders und Gibsons und Kempers und überhaupt ist das Leben einfach zu schön um es mit Rumtippen zu vergeuden ;-)

Achja falls GitarristInnen hier mitlesen: Rechts im Menü dieses Blogs ganz oben hat’s einen neuen Menüpunkt namens “Gitarren“, da findet Ihr ein paar genauere Infos über unseren Gitarren-Kram – das wird gelegentlich noch verfeinert und bebildert.

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