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Transsexualität und Geschlechtsentwicklung

Um Transsexualität zu verstehen, muss man erst wissen, wie die Geschlechtsentwicklung überhaupt abläuft, erst dann kann man begreifen, warum es bei den Geschlechtern eben nicht nur Barbie+Ken gibt – und dass es keine absolut zuverlässigen Kriterien gibt um bei jemandem das Geschlecht mit Sicherheit bestimmen zu können, ausser der eigenen “Gewissheit um das eigene Geschlecht”. Zeit für eine “nicht wissenschaftliche” Aufklärung über die wissenschaftlichen Fakten zur Geschlechtsentwicklung.

Chromosomen = Geschlechtshormone = Genitalien?

Vereinfacht gesagt läuft es so, dass die Chromosomen im Wesentlichen beeinflussen, welche Geschlechtshormone produziert werden. Diese Geschlechtshormone wiederum beeinflussen dann die körperliche Entwicklung des Embryos, dazu gehört auch die Geschlechtsdifferenzierung des Gehirns. Testosteron vermännlicht den Körper, Östrogen verweiblicht ihn. Selbst wenn man den Hormonhaushalt im Erwachsenenalter umkehrt wie bei transsexuellen Menschen, verändert sich der Körper in vielerlei Hinsicht. Wenn alles “normal” läuft mit der Geschlechtsentwicklung, dann hat eine korrekte DNA die passende Hormone aktiviert und die haben alles von A-Z ins richtige Geschlecht entwickelt – wenn das Wörtchen “wenn’ nicht wäre…….

Abweichungen der “normalen” Geschlechtsentwicklung

Doch hier liegt eben der Haken, denn schon bei den Chromosomen gibt es Abweichungen, die alles auf den Kopf stellen können, dann gibt es verschiedene Umstände die die Hormonproduktion oder Hormonaufnahme behindern oder verändern können bis hin zu eventuellen Faktoren die wir noch nicht kennen. Der Weg von der Eizelle zum geschlechtlichen Menschen ist abenteuerlicher als denken. So kann sich jemand ungeachtet von XX/XY in jedes Geschlecht entwickeln – oder wie im Falle von transsexuellen Menschen, ein Teil des Körpers (das Gehirn) sich nicht in dasselbe Geschlecht entwickelt wie der Rest des Körpers.

Der Irrtum von XX = Frau / XY = Mann

Nehmen wir gleich mal den verbreitetsten Irrtum vorweg. Gerade wenn es um Transsexualität geht, kommt die Genetik immer als Todschlagargument daher, XX ist eine Frau und XY ein Mann, punkt. Und das ist Quatsch, meines Wissens sind aktuell fünf verschiedene Chromosomen-Varianten bekannt bis hin zu Menschen mit XXY-Chromosomensatz oder sogar mit nur einem einzelnen X-Chromosom.

XX-Männer

Der Grund für die männliche Geschlechtsentwicklung liegt nicht im Y-Chromosom als Ganzes sondern in einer Gensequenz namens SRY (Sex determining region of Y), das die Testosteronproduktion steuert. Nun gibt es Fälle in denen ein SRY-gen auf einem der beiden X-Chromosomen liegt, infolgedessen entwickelt sich der Körper trotz fehlendem Y-Chromosom männlich. (Wikipedia: XX-Mann)

XY-Frauen

Die SRY-Sequenz steuert wie gesagt die Testosterionproduktion und die wiederum ist hauptverantwortlich für die restliche Körperentwicklung. Wenn nun aber aus verschiedenen Gründen diese Testosteronproduktion beeinträchtigt ist oder das Testosteron sonstwie blockiert wird (z.B. Androgen-Resistenz), dann kann die “Vermännlichung” des Fötus nicht oder nur teilweise erfolgen. Das Umgekehrte ist auch möglich, beispielsweise beim sogenannten “Swyer-Syndrom“, da existieren zwar XY-Chromosomen, aber aufgrund einer Mutation im SRY-Gen werden keine hormonaktiven Keimzellen gebildet und so kommt es nicht zu einer Masulinisierung. In beiden Fällen haben Betroffene zwar XY-Chromosomen aber einen weiblich entwickelten Körper.

XXY-Chromosom

Spätestens bei einer XXY-Chromosom Variante (Klinefelter-Syndrom) stehen wir am Abgrund, wenn wir die DNA zur Geschlechtszuweisung verwenden möchten, da ist ein XX aber auch ein XY vorhanden, was nun? Ähnlich sieht es aus bei Menschen die nur ein X-Chromosom (Turner-Syndrom) haben, da fehlt offenbar eins, aber welches, das zweite X oder das Y?

Intersexualität

Solche Normvarianten der Geschlechtsentwicklung nennt man Intersexualität (Zwitter). Dass diese Menschen oft schon als Säuglinge genitalverstümmelt werden im Dienste der gesellschaftlichen Geschlechtsbinarität, habe ich bereits mehrmals angeprangert und soll heute nicht das Thema sein.

Transsexualität – die partielle Abweichung vom eigenen Geschlecht

Wie man heute weiss, gibt es in der Geschlechtsentwicklung verschiedene Phasen die ein Embryo durchläuft. So gibt es Zeiten, in denen vorallem Gonaden/Genitalien ausgebildet werden und es gibt auch andere Phasen in denen das Gehirn hauptsächlich entwickelt wird. Verschiedene neurologische Studien konnten zeigen, dass Hirnregionen (vorallem Hypothalamus), die massgeblich an der Geschlechtsentwicklung beteiligt sind, bei vielen transsexuellen Frauen in Grösse und Neuronendichte den Gehirnen von Frauen entsprechen – und umgekehrt, haben transsexuelle Männer die Struktur von Männern. Wir haben also vereinfacht gesagt ein weibliches Gehirn in einem männlichen Restkörper. (siehe: “ATME – Biologische Ursachen“)

Der naheliegendste Verdacht geht davon aus, dass ein hormonelles Ungleichgewicht im Mutterbauch die Geschlechtsentwicklung in einzelnen Entwicklungsphasen in die “falsche Richtung” gesteuert hat. Deshalb ist es eben auch kein “Wunsch nach Geschlechtswechsels”, transsexuelle Menschen wollen ihr Geschlecht nicht ändern, denn das sitzt in ihrer Persönlichkeit, die wohl eher im Gehirn als zwischen den Beinen sein dürfte. (Siehe: “Mut23 – Das Gehirn bestimmt das Geschlecht“)

Keine geschlechtsbestimmenden Kriterien

Resumieren wir also nochmal: wir haben mehr als zwei Chromosomenvarianten, es gibt sowohl XY-Frauen als auch XX-Männer, die DNA ist folglich kein Kriterium mit dem man das Geschlecht zweifellos festlegen könnte. Sowohl die DNA als auch das Hormonsystem können jede nur denkliche Geschlechtsvariante hervorbringen, von Männern mit unterentwickeltem Penis, über Frauen mit übergrosser Klitoris, Frauen mit Bärten, Männer mit Brüsten – bis hin zu Menschen, deren sichtbarer Körper 100% einem Geschlecht entspricht und die trotzdem nicht davon abzubringen sind, zu wissen, dass sie nicht dem ihnen zugewiesenen Geschlecht entsprechen. Es gibt ganz einfach kein Kriterium zur Fremdbestimmung – also hören wir endlich auf mit diesem Quatsch.

Die Gewissheit um das eigene Geschlecht

Es gibt nur eines was mit Sicherheit korrekt und unveränderlich ist, das ist die Gewissheit um das eigene Geschlecht. Man hat es mit Intersexuellen schon viel zu oft ausprobiert, hat ihr Genital nach der Geburt zurechtgeschnippelt, hat sie “geschlechtsspezifisch korrekt” erzogen, doch all das hat nichts an ihrer Überzeugung geändert, welchem Geschlecht sie angehören. Zu wissen, wer man ist, lässt sich nicht von aussen beeinflussen, es ist eine Frage des Wesens und basiert massgeblich auf der eigenen Hirnstruktur. Man kann jemanden natürlich einschüchtern oder unter Druck setzen mit lustigen “Verhaltenstherapien”, vielleicht bringt man jemanden so sogar zur Selbstverleugnung, aber das Wissen wer man ist bleibt bestehen, auch wenn es nicht mehr ausgesprochen wird.

Recht auf Selbstbestimmung

Um es nun noch ganz persönlich zusammenzufassen: Wenn weder DNA-Test noch Hormonprofil, noch Entwicklung der Genitalien noch sonst etwas ein unumstösslicher Beweis zur Geschlechtsbestimmung vorhanden ist und ich von mir sage, dass ich eine Frau bin, dann steht es argumentativ eins zu null. Dann hat die Gesellschaft das zu akzeptieren, weil es nichts gibt was das Gegenteil beweisen würde, dafür aber etwas vielleicht Unbedeutendes das dafür spricht – ich selbst, meine Persönlichkeit und mein Selbst – ich finde das sollte reichen um auch transsexuellen Menschen endlich wahre Selbstbestimmung zuzusprechen und ihnen damit die Menschenwürde geben, die bisher verweigert wurde, weil jeder glaubte zu wissen, dass ja XX und YY und……………… und ob es uns passt oder nicht, wir müssen damit leben, dass unser Schwarzweiss-Bild des menschlichen Geschlechts eine Illusion ist, es gibt Frauen mit Penis und es gibt Männer ohne Penis – Punkt!

Weiterführendes
Entwicklung der Geschlechtsorgane
Milton Diamond: Medizinische Ursachen für Transsexualität (Kapitel 2)

8 Reaktionen zu “Transsexualität und Geschlechtsentwicklung”

  1. Keydie Lyn

    Ich hoffe, die Texthervorhebungen (Fettdruck) funktionieren. :-)

    Ich will niemanden etwas wegnehmen oder jemanden verletzen…

    … jedoch bin immer wieder ziemlich fassungslos, wirklich fassungslos…

    Demnach ist es also so:
    Jeder, der sich als Frau fühlt oder denkt er wäre eine, IST somit eine Frau – egal aus welcher Motivation heraus er das denkt oder fühlt?

    Ein Mann also, der extrem unter seiner Hypersexualität leidet und Transsexualität als Lösungsweg sieht (einen anderen Weg gibt es ja für ihn kaum um Ruhe zwischen den Beinen zu bekommen, damit er wieder einen freien Kopf bekommt – scheint zumindest für viele ein gangbarer Weg zu sein…), ist also deshalb eine Frau, weil er es so sagt, weil er ja nur so in den Genuß der Behandlung kommt?

    Und das ist nur ein Beispiel für eine real existierende Motivation, warum jemand meint sein “Geschlecht wechseln” zu müssen oder zu wollen. Motivationen gibt es genügend.

    Wenn man das jetzt einmal zu Ende denkt und dabei ein wenig provoziert:

    Ein Mensch also, der – aus welcher Motivation heraus auch immer – denkt oder fühlt er wäre ein Ameisenbär, ist dann auch plötzlich ein Ameisenbär?

    Ein Mensch, der denkt oder fühlt, er wäre ein Holunderbusch, der ist dann deshalb auch einer?

    Und der Beweis soll dann sein, dass dieser Mensch als Ameisenbär oder Holunderbusch LEBT – in welcher mehr oder weniger formvollendeten Form auch immer?

    Der Mensch IST es also, weil er es von sich sagt und es tut?

    Oder:
    Ein Mensch zieht sich gelb an – wie ein Briefkasten… – behauptet er wäre ein Briefkasten und setzt sich an eine Strassenecke… – und lebt als Briefkasten, wie er sagt. Und weil er das sagt und so lebt, will er das gefälligst auch so als Personenstand eingetragen bekommen.

    Also bitte…

    Ich gönne wirklich jedem Menschen sein ALS-LEBEN. Und selbst der Briefkasten wird womöglich glücklich sein – wenigstens eine Weile.

    Aber:
    a) Wo bleibt da die Ehrlichkeit mit sich selbst?
    b) Wo bleibt da der Bezug zur Realität?

    Und aus Erfahrung mit meinen Mitmenschen weiß ich auch, dass nicht wenige Menschen Probleme mit der Selbstwahrnehmung haben und sie können auch die Reaktionen anderer auf sich nicht richtig deuten.
    Wenn den betreffenden das dann nicht einmal bewusst ist und sie das zudem nicht hinterfragen – vielleicht deshalb schon mißtrauisch auf fremde Reaktionen sind, weil sie sie nicht richtig deuten können, machen sie förmlich einen Blindflug, merken es aber nicht.

    Jede/r kann ja machen was er/sie will. Wäre es nicht aber dennoch wichtig über sich und sein Tun im klaren zu sein, damit es nicht später ein böses Erwachen gibt?

    Man kann lange verdrängen… – seeehr lange…
    Genauso lange kann man sich selbst belügen.

    Man weiß jedoch nicht, ob einen nicht doch noch früher oder später der Blitz der Erkenntnis trifft, wobei es ja schon wichtig und sinnvoll wäre sich vorher ausreichend selbst zu reflektieren und sich ggf. dabei helfen zu lassen.

    Das scheint aber nicht jedem gegeben zu sein.

    Vielen liegt dann leider doch eher: Entscheidung treffen und dann Augen zu und durch. Vielleicht besser auch noch die Ohren zustöpseln, damit man die entsetzten Warnschreie nicht hören muss.

    Hypersexuell zu sein hat übrigens auch eine biologische Ursache – man sucht sich das ja nicht mal eben aus. Aber gereicht diese biologische Ursache dazu, dass ein Mann deshalb eine gehirngeschlechtliche Frau ist?
    Zumal, wenn dazu dann noch angenommen wird, dass Frauen asexuell wären / zu sein haben und keine Erektion hätten (falsches Frauenbild / Klischees)…

    Aber Differenzierung (in den Motivationen) ist ja leider auch bei vielen Betroffenen nicht so gerne gesehen. Man neigt dazu das ganze lieber in einen Nebel zu stecken, um es zu verschleiern. Es wird alles schön pauschalisiert und Hinterfrager sind dazu eher ungern gesehen.

    Ich meine mit meinen Ausführungen jetzt niemanden bestimmtes. Alles was ich schrieb basiert auf Erfahrungen mit Menschen – und es basiert nicht nur auf meinen Erfahrungen.

    LG Keydie

  2. Diana

    @KeydieLyn: Ehrlich gesagt verstehe ich nicht ganz, worauf Du hinauswillst, ist Dein Kommentar als Widerspruch zu dem von mir Geschriebenen gedacht oder als Ergänzung? Ich hoffe doch sehr, dass nicht mein Text Dich so fassungslos gemacht hat, denn dann hättest Du glaub eine Menge missverstanden oder hineininterprätiert……….

    Mein Text will nichts anders aussagen als dass eine Fremdbestimmung des Geschlechts unmöglich ist und dass “das Geschlecht” nichts Binäres ist. Aufgrund der Unmöglichkeit, das Geschlecht von aussen her sicher zu bestimmen, folgere ich, dass die Selbstwahrnehmung das Einzige ist was man gelten lassen muss. Wenn jemand sich als Frau wahrnimmt, also hundert Prozent überzeugt davon ist, ein weibliches Wesen zu sein, dann kann und darf weder Chromosomen noch Genitalien als Kriterium verwendet werden um dem Selbstverständnis der betroffenen Person zu widersprechen. Niemand kann das Geschlecht eines anderen Menschen mit Sicherheit bestimmen, also bleibt nur die Selbstdeklaration.

    Zur Unterscheidung zwischen Wunsch und Gewissheit: Ich habe zu Beginn meines Textes ja geschrieben, dass es Leute gibt die “lieber dem anderen Geschlecht” angehören würden, dass das aber nichts mit Transsexualität zu tun hat, von denen ist hier nicht die Rede. Für transsexuelle Menschen lautet die Frage nicht, wer sie sein wollen sondern wer sie sind. Deshalb hinkt auch Dein Vergleich mit dem Ameisenbär, es mag Menschen geben, die gerne ein Ameisenbär wären, so wie ich lieber ein Vogel wäre als ein Mensch, aber das ist eben ein Wunsch. Mir ist bisher noch niemand begegnet, der die feste Überzeugung hatte, ein Ameisenbär oder ein Vogel zu sein, Ausnahmen bilden da höchstens Psychotiker.

    Ich rede also hier explizit nicht von denen, die den Wunsch hätten, dem anderen Geschlecht anzugehören sondern von denjenigen, die absolut und unumstösslich davon überzeugt sind, dass ihr wirkliches Geschlecht nicht mit dem übereinstimmt das man ihnen aufgrund körperlicher Merkmale zugewiesen hat. Und wenn jemand diese tiefsitzende Gewissheit hat, halte ich es für pervers, diesem Menschen einreden zu wollen, seine Selbstwahrnehmung sei gestört im Sinne einer “Geschlechtsidentitätsstörung” – und das damit zu untermauern versucht, in dem er Gene&Genitalien als Todschlagargument anführt.

  3. Martina

    @KeyDie Lyn: Deine Argumentation scheint darauf hinzudeuten, dass Du Transsexualität als eine Art psychotische, vielleicht gar schizophrene Wahnvorstellung hälst. Zu Dianas Artikel muss man aber vielleicht auch die Hintergrundinformation haben, dass ein Gehirngeschlecht existiert. Es gibt etliche Wissenschaftliche Arbeiten, die aufzeigen, dass a) Männer und Frauen in einigen Bereichen des Gehirns Unterschiede aufweisen (unabhängig von der generell unterschiedlichen Größe), b) Männer und Frauen mit unterschiedlicher Gehirnaktivierung auf bestimmte äußere Reize bzw. Aufgaben reagieren und c) Transsexuelle Menschen die jeweiligen körperlichen und reaktiven Merkmale des jeweils empfundenen Geschlechts aufweisen.

    Im Übrigen stellt selbst die bisher wenig koorperative Psychoanalytik mittlerweile klar, dass bei Transsexualität keine Psychose vorliegt und dass eine Psychopathologisierung und somit Gleichstellung mit Menschen, die sich z.B. für Briefkästen halten, unethisch und somit abzulehnen ist. (z. B. WPATH – SOC 7 – Seite 4 – Kapitel III – 1. Abs.)
    Zwischen dem Wissen um seine Geschlechtszugehörigkeit und einem Briefkasten gibt es nun mal doch noch Unterschiede.

    @Diana: 1. Unter “XX-Männer” hast Du das Klinefelter-Syndrom verlinkt. Soweit ich weiss, handelt es sich dabei aber “nur” um eine (teilweise) Chromosomentrisomie. Dass eine SRY-Verschiebung in Kombination mit Klinefelter auftritt, habe ich bisher nicht gelesen.

    2. Die Unterscheidung zwischen “Wunsch” und “Gewissheit” macht der WPATH-SOC 7 auch. Ich halte das für problematisch, denn um Prof. Milton Diamond zu zitieren: “Actually from my own clinical experiences, my own experimental research, and from the findings of others I conclude that transsexuality is a form of intersexuality.[...] As one can vary in sexual orientation from 0 to 6 on a Kinsey scale, and can fluctuate in behavior during one’s life, so too can one vary from I to VI on the Benjamin scale demonstrating different degrees of a transgender identity. This can be manifest by occasional cross-dressing to full-time transsexuality where a person lives 24/7 in a mode different from the way he or she was born and raised. And this gender identity can fluctuate in display from mild to intense during different times in one’s life and in reaction to a variety of life experiences.” (aus: Milton Diamond, Frontiers in Neuroendocrinology, Volume 32, Issue 2, April 2011, pages 255-263)
    Von daher ist eine strikte Trennung der Personen mit Vorsicht zu geniessen, allenfalls könnte man zwischen den Erscheinungsformen trennen, bei solchen, die im erlebten Geschlecht leben wollen/müssen und solchen, die zwar ein anderes Geschlecht (mehr oder weniger deutlich) erleben, aber dies (noch) nicht leben wollen.

    Letztendlich ist das unser Leben und es gibt keine Hinweise, dass wir nicht in der Lage wären, freie Willenentscheidungen zu treffen. Insofern verstößt die Fremdbestimmung gegen alle Grundrechte der Betroffenen.

    LG

    Martina

  4. Keydie Lyn

    Na ja…
    Wer einen Blick in meinen Blog wirft, wird erkennen können, wie ich zum Thema Trans und DSD (https://en.wikipedia.org/wiki/Disorders_of_sex_development) denke. Das muss ich hier nicht noch einmal ausbreiten, denke ich.

    Transvestitismus und Autogynophilie können z. B. auch biologische Ursachen haben, genauso wie einige Formen der Transsexualität.
    Aber wenn man einmal genau hinsieht, läuft unter Transsexualität eine ganze Menge an verschiedenartigsten Motivationen und eine Motivation schließt die andere dazu nicht aus.

    Transsexuelle sind eben NICHT alle gleich. Neben weiß gibt es noch schwarz und ganz viele Graustufen.

    Und nicht einmal jede biologische Ursache ist wohl wirklich ein guter Grund, warum ein Mensch entsprechende somatische Maßnahmen durchführen lassen sollte, um seinen Körper anzupassen.

    Warum verzichten denn immer mehr auf somatische Maßnahmen, seit es keinen Kastrationszwang mehr gibt?

    Ich schätze, der einzige sichere Grund mit somatischen Maßnahmen hinterher wirklich glücklich zu sein – und zwar auch dauerhaft – ist es ein Gehirngeschlecht-Körpergeschlecht-Diskrepanzsyndrom zu haben – also einen Diskrepanzschmerz, ein Verlangen nach dem komplett richtigen Körper, auch von einer Bekannten als CREPE bezeichnet (was ich der Einfachheit halber einmal übernehme, denn ich kenne derzeit keinen besseren und kürzeren Begriff dafür).

    Dabei hilft es dann natürlich noch, wenn man dazu über entsprechende weibliche oder eben männliche Eigenschaften schon verfügt (je nachdem, von welcher körpergeschlechtlichen Seite man kommt) oder – sofern man die Eigenschaften leider nicht hat, sie sich entweder aneignen kann, um nicht laufend aufzufallen oder alternativ ein entsprechend dickes Fell zu haben, dass es einem egal ist, wenn man den Rest seines Lebens aus der Reihe fällt.

    Dass immer mehr auf somatische Maßnahmen verzichten ist ein Fakt, dass es immer wieder Rückkehrer gibt, die AUCH alle vorher behaupteten, ja – fest davon überzeugt waren, dem “Gegen”-Geschlecht anzugehören und diese Behauptung auch immer vehement verteidigten, ist auch ein Fakt.

    Dagegen, dass manche Menschen sich ihre eigene Welt bauen, die nicht einmal ansatzweise Überschneidungen mit den Welten der anderen Menschen hat, ist mir schon bewusst und dass diese Menschen ihre Welt bis auf’s Messer verteidigen ebenso.

    Die Realität mag eine individuelle Angelegenheit sein und ich habe nicht wirklich Lust darüber zu philosopieren. Das dürfen gerne andere tun.

    Aber dass da etwas existiert, das Konsequenzen nach sich zieht, wenn ich handele, das können wir ja wohl alle nicht leugnen.
    Oder bilde ich mir ein, dass wenn ich im Laufschritt gegen einen Laternenmast knalle, weil ich nicht aufgepasst habe, weil ich nicht hingesehen habe, es unglaublich weh tut, und ich dazu mit Pech ordentlich blute und ggf. sogar den Notarzt rufen muss?
    Ist das ALLEINE MEINE Realität?
    Sahen alle anderen, dass ich ungeschoren an dem Laternenmast vorbei lief und nichts passierte und ich bilde mir das alles nur ein?
    Oder wie kommt es, dass mir plötzlich Leute zur Hilfe eilen und den Notarzt rufen?

    Man kann sich auf alles Mögliche heraus reden und jeden Kniff, der einem dabei hilft anwenden.
    Womöglich tut es einem in diesem Moment auch gut so zu handeln, weil es einem unbewusst oder auch bewusst zu gefährlich erscheint, sich wirklich tiefgreifend mit sich selbst auseinander zu setzen, weil man fürchtet, das Glück, was man gerade hat, zu verlieren… – zu verlieren, was gerade so toll ist.

    Natürlich ist es gut, wenn man im Hier und Jetzt ist und sich an dem erfreut, was man gerade hat.
    Das mache ich auch, das hilft mir mit meiner Erkrankung besser klar zu kommen.
    Dennoch… – gerade bei Dingen, die ich irgendwo noch selbst in der Hand habe… – ERLAUBE ich mir auch einmal ein Stück weiter zu denken – insbesondere DANN, wenn es doch um mein zukünftiges LEBEN geht!

    Glück kann man zudem nicht festhalten. Es gibt kaum etwas derart flüchtiges wie Glück und wer weiß, ob es das große Glück überhaupt gibt.
    Viel wichtiger sind viele kleine Glücksmomente. Ohne Pech im Leben würden wir das Glück vermutlich nicht einmal wahrnehmen können, es wäre einfach da und gewöhnlich.

    So…
    Bleibt für mich gerade die Frage, WIE man den Leidensdruck aus dem CREPE von den ganzen anderen Leidensdrücken unterscheidet, die durch die ganzen anderen TS-Motivation entstehen – einschließlich aller derjenigen Motivationen, die womöglich AUCH biologisch ursächlich sind, aber dadurch nicht zwangsläufig durch somatische Maßnahmen gelindert werden können?

    Schafften das bisher die Psychologen und Gutachter? Mehr schlecht als recht, fürchte ich. Menschen, die sich trauen hinterher ihr Leid öffentlich zu klagen, ihren Fehler quasi eingestehen, sind doch eher rar gesäht.
    Es ist nur die Spitze des Eisbergs, die große Masse traut sich gar nicht.

    Erfahrungsgemäß leiden reichlich Menschen unter den strickten Geschlechterkonstrukten der Gesellschaft.
    Leute… – macht einfach die Augen auf, man kann es förmlich fühlen…

    Diejenigen, die sich in die andere Geschlechterrolle flüchten, weil die eigene nicht passt, sind auch nur diejenigen, die sichtbar wurden.

    DEN MANN und DIE FRAU gibt es im Grunde genommen gar nicht – sie existieren nur als gesellschaftlich geprägte/gewachsene Geschlechterkonstrukte.
    Dafür gibt es jedoch ganz viel was davon abweicht, aber nicht in die gesellschaftlich geprägten Geschlechterkonstrukte hinein passt.

    Dennoch unterscheiden sich MANN und FRAU nicht nur in gesamt-körpergeschlechtlicher Hinsicht – UNABHÄNGIG von gesellschaftlichen Geschlechterkonstrukten.

  5. Martina

    @Keydie Lyn: Ok, Dein Post oben schien eine andere Sprache zu sprechen. Aber Dein Blog, den ich mir leichtsinnigerweise vorher nicht angesehen habe, spricht ja eine andere Sprache. Insofern nehme ich das oben gesagte zurück, da scheine ich Dich mißverstanden zu haben. ;)

    LG
    Martina

  6. Diana

    @Martina: Danke für den Hinweis, ich habe beim Zusammenkopieren der Links einen Fehler gemacht, das Klinefelter Syndrom gehört wirklich nicht dahin. Ich habe den Text entsprechend korrigiert und ein kleines Unterkapitel XXY eingebaut. Was Keydie anbelangt, hast Du ja mittlerweile in ihrem Blog gesehen, dass ihre Haltung diesbezüglich nicht so ist wie Du den Eindruck hattest……

    @KeydieLyn: …… aber ich verstehe, dass Martina diesen Eindruck bekommen hat, denn wenn Du solche Vergleiche wie das mit dem Briefkasten bringst, verwendest Du die Argumentation aus der Schublade ebendieser Psychopathologisierer, die auch Dir und mir sagen würden, dass wir keine Frauen sind, auch wenn wir noch so davon überzeugt sind. Wer so einen Vergleich liest, bekommt schnell einen falschen Eindruck was Deine Ansichten anbelangt.

    Nun noch zu Deinem Kommentar: Natürlich gibt es auch Menschen, die aus was auch immer für Gründen denken, sie hätten als Frau ein besseres Leben, mag das aus sexuellen Gründen sein oder weil ihr jetziges Leben gescheitert ist. Dass diese Leute ins Elend laufen wenn sie diesen Weg gehen, ist klar. Aber bei allem was ich bisher gelesen habe scheint es nur sehr wenig “Rückkehrer” zu geben, nicht zuletzt weil so Leute im Verlauf des Transitionsprozesses sehr schnell merken, dass sie da auf dem Holzweg sind. Beispielsweise bei sexueller Motivation wird ihnen schnell die Luft ausgehen wenn die Libido aufgrund der HRT abnimmt. Meines Wissens ist die Anzahl richtiger “Rückkehrer” verschwindend klein.

    Aber eben, ich kann’s nur nochmal betonen, von diesen Leuten habe ich hier nicht geschrieben. Ich rede von transsexuellen Menschen und das sind im Fall von TransFrauen eben nicht Männer die lieber eine Frau wären sondern Frauen, die nicht mit ihrem männlichen Körper und ihrem daraus zwangsläufigen männlichen Leben klar kommen.

    Und es geht mir hier darum aufzuzeigen, dass eine Fremdzuweisung des Geschlechts unmöglich ist und dass man deshalb Menschen auch ernst nehmen muss, wenn sie trotz anders scheinendem Körper auf ihrem Geschlecht bestehen. Das schliesst nicht aus, dass es auch andere Fälle gibt, aber von denen ist eben hier nicht die Rede. Es geht eigentlich nur darum, ein wenig Einblicke zu geben in die Geschlechtsentwicklung und zu zeigen, dass diese eben nicht so schwarz-weiss ist wie die Meisten sich das vorstellen.

    Ich habe in den letzten Jahren viele Mails bekommen von Menschen die sich diesbezüglich betroffen fühlen. Immer wieder gelangen auch Menschen an mich die sinngemäss sagen: “Ich wäre lieber…..”. Denen sage ich immer direkt und deutlich, dass sie damit in den Hammer laufen, dass man sein Geschlecht nicht wechseln kann. Sinngemäss sage ich: “Wenn Du eine Frau sein willst, dann lass die Finger davon, Du wirst es nie schaffen und wirst deshalb auf diesem Weg auch nicht glücklich. Wenn Du aber eine Frau mit einem männlich entwickelten Körper bist und wenn Du darunter leidest wie nur etwas, dann geh diesen Weg, mag er auch noch so hart sein”.

  7. Keydie Lyn

    “Und es geht mir hier darum aufzuzeigen, dass eine Fremdzuweisung des Geschlechts unmöglich ist und dass man deshalb Menschen auch ernst nehmen muss, wenn sie trotz anders scheinendem Körper auf ihrem Geschlecht bestehen.”

    Das habe ich schon verstanden. Als ich bei Preuss im UKE war, fühlte ich mich durchaus ernst genommen von ihm, auch wenn er mich vermutlich auf emotionaler Ebene nicht wirklich verstehen konnte… Darum hatte ich dann nach einer Weile auch eine PsychotherapeutIN und auch von ihr fühlte ich mich ernst genommen.

    Ich sehe leider immer noch das Problem, dass viele selbst gar nicht wissen WAS sie sind, auch, wenn sie es mit Vehemenz von sich behaupten es zu wissen. Das vermischt sich dann noch mit denen, die sich selbst belügen. Das könnte man noch ein ganzes Stück so weiter spinnen.

    Solange niemand somatische Maßnahmen bezahlt haben will, ist das ja auch relativ egal. Jeder darf sein, was er/sie will, jeder darf so herumlaufen wie er/sie will.

    Psychologen, Psychotherapeuten, Sexualforscher, Gutachter… – sie alle wissen es meist auch nicht wirklich.
    Sie bekommen von Betroffenen die Hucke voll gelogen und nicht wenige gehen vorbereitet/gebrieft zum Gutachter.
    Da Psychs und Gutachter niemandem im Weg stehen wollen (es sei denn, bei einem Patienten ist es sehr eindeutig, dass er nicht TS ist), wird der Rest durchgewunken.

    Aber immerhin sieben die Psychs und Gutachter noch aus und stellen eine Hürde dar, dass kein Ansturm erfolgt.

    Na ja – und die Gesellschaft hat Angst vor “Geschlechtswechslern” – daher muss man die unter Kontrolle behalten.

    Die Krankenkassen wollen zudem eine gewisse Sicherheit haben – wenn auch nur eine minimale möglich ist.

    Und das hier:
    “Ich rede von transsexuellen Menschen und das sind im Fall von TransFrauen eben nicht Männer die lieber eine Frau wären sondern Frauen, die nicht mit ihrem männlichen Körper und ihrem daraus zwangsläufigen männlichen Leben klar kommen. ”
    ist leider nicht so schön eindeutig, wie manche sich das wünschen.
    Das Nachplappern in der TS-Szene ist nämlich ganz schön ausgeprägt und in den SHG werden die Leute schön gebrieft, so dass die Selbstbetrugsmechanismen immer mehr verfeinert werden können und es immer schwerer wird Selbstbetrüger zu erkennen.

    Es sei denn, man beschäftigt sich Jahre lang intensiv mit Menschen und Transsexuellen und bringt dazu eine ganze Ecke Empathie mit.

    Das hier
    “Sinngemäss sage ich: “Wenn Du eine Frau sein willst, dann lass die Finger davon”
    kann aufgrund der ganzen Nachplapperei in der TS-Szene nämlich auch in die Hose gehen, wenn man diesem Menschen deshalb sagt, er wäre es nicht.
    Da gehört ein riesen Wust von Eindrücken von dem betreffenden Menschen mit dazu.

    Zum Thema Rückkehrer:
    Bei Trans”frauen” handelt es sich bei potenziellen Rückkehrern doch um Männer.
    Wie gut sind Männer allgemein wohl im Eingestehen von Fehlern? Wie gut können sie sich selbst eingestandene Fehler dann auch noch vor anderen zugeben?
    Das hat auch eindeutig etwas mit Gesichtsverlust, mit sich zum Deppen machen zu tun.
    Wie gut werden diese Männer in der Gesellschaft der anderen Männer noch dastehen?

    Alleine DAS verhindert massig Rückkehrer.

    Du hattest geschrieben:
    “…und wenn Du darunter leidest wie nur etwas…”

    Das finde ich interessant. Evtl. wäre es DAS Unterscheidungsmerkmal zwischen den TS und den Anderen?
    Aber was verstehst Du genau darunter? Versteht nicht jemand anderes womöglich wieder etwas ganz Anderes darunter?

    Kannst Du dieses “Leiden” näher spezifizieren?

    Danke.

    LG Keydie

  8. Diana

    @KeydieLyn: Ich kann und will dieses Leiden nicht spezifizieren, weil es individuell ist und weil es mich nichts angeht und weil es mir fern liegt, Kriterien zu formulieren die die Einen ausschliessen oder Andere einschliessen. Ich bin nicht zur Richterin über das Geschlecht Anderer berufen, das ist niemand. Wenn jemand sagt, ich bin eine Frau und es macht mich einfach kaputt, dieses scheinbar männliche Leben zu führen oder in diesem männlich wirkenden und sich männlich anfühlenden Körper zu leben, dann nehme ich das ernst.

    Mich erstaunt auch, dass ich ganz andere Erfahrungen gemacht habe. Die meisten transMenschen die ich kenne sind auf diesem Weg einiges glücklicher geworden als sie es vorher je waren. Es gibt zwar auch einige, denen es recht bescheiden geht, weil sie beispielsweise jobmässig oder partnerschaftlich im Abseits stehen. Aber der überwältigende Grossteil scheint mir auf diesem Weg ganz geworden zu sein.

    Dass es nur so wenig Rückkehrer gäbe, weil viele sich nur den Fehler nicht eingestehen können, halte ich für sehr gewagt und vorallem gefährlich. Erstens steht es uns nicht zu darüber zu urteilen, weil niemand wirklich in einen anderen Menschen hineinsehen kann, auch mit nochsoviel Empathie kann man nur erahnen aber nie wissen, und zum Zweiten fördern wir mit solchen Thesen nur das Misstrauen gegenüber uns allen.

    Ja es ist so, dass Viele sich für die Gutachter vorbereiten, aber haben sie denn eine andere Wahl? Das ganze Gutachtertum ist blanker Wahnsinn, niemand kann Transsexualität wirklich diagnostizieren. Sie können nur schauen ob es “stimmig” ist. Das setzt Betroffene einem ungeheuren Druck aus, geh in Hosen ungeschminkt anstatt im Rock und Du fällst durch. Das ist traurig, aber die Schuld liegt allein bei einem System, das davon ausgeht, dass man “geschlechtsidentitätsgestörte Menschen” diagnostizieren könne und solle.

    Das Einzige was die Psychologie neben Betreuung und Unterstützung tun kann ist abzuklären ob eine psychische Krankheit vorliegt, die die Entscheidungsfähigkeit oder das Realitätsvermögen einschränkt. In so einem Fall soll man das erst behandeln und dann weiter schauen. Aber alles was darüber hinausgeht, geht einfach zu weit.

    Um wieder auf den ursprünglichen Blogbeitrag zurückzukommen: Das Geschlecht lässt sich wie gezeigt nicht von aussen her bestimmen, es bleibt nur die Selbstwahrnehmung. Das oder würfeln, sonst bleibt uns nix ;-)

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