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Zwangspsychiatrie gegen 11-jähriges transsexuelles Mädchen

Die 11-jährige “Alexandra” soll zwangsweise in eine psychiatrische Klinik gesperrt werden, zwecks Umprogrammierung, um ihre Persönlichkeit zu brechen……. denn Alexandra ist transsexuell und das darf nicht sein, in den Köpfen einiger Ewiggestriger.

Gedanken über gelebte und institutionaliserte Menschenrechtsverletzungen an transsexuellen Kindern – oder etwas bissiger formuliert: wie man die Persönlichkeit eines kleinen Mädchens erfolgreich in Schutt und Asche legt.

Nein, nichts weist auf einen Jungen hin. Und doch ist Alex Geschlecht zum Kampffeld geworden. Alex ist transsexuell. Ein Mädchen mit den Geschlechtsmerkmalen eines Jungen.

Und deshalb droht dem Kind jetzt die geschlossene Psychiatrie.
Das Jugendamt möchte es einweisen.

(TAZ)

Ehrlich gesagt, mir wird grad wieder speiübel, wenn ich mit diesem Thema anfange. Vor einer guten Woche berichtete die deutsche TAZ von einem Fall eines transsexuellen Mädchens, das zwar erst 11 Jahre alt ist, aber offensichtlich mehr Grösse hat als so manche Erwachsene. Denn dieses kleine Mädel hat trotz ihres zierlichen Alters bereits genug Selbstbewusstsein um für sich einzustehen und ihr Recht auf Selbstbestimmung einzufordern. Seit mehreren Jahren lebt sie in ihrem wirklichen Geschlecht, ungeachtet ihres Geburtsgeschlechts und irgendwelcher anatomischen “Anomalien”, allem Spott und allen Druckverseuchen zum Trotz. Und sie hat offenbar eine wundervolle Mutter, die ihr beiseite steht und sich für sie einsetzt – das klingt alles zu gut um wahr zu sein – und das Verrückte ist, es wäre tatsächlich so gut, gäbe es da nicht……..

…… gäbe es da nicht die Anderen wie ihren Vater, der scheinbar nicht mit der Transsexualität seiner Tochter klar kommt, der sie entgegen ihrer klaren Selbstdeklaration ignorant mit dem männlichen Namen anspricht und der nun wie man liest alle Register zieht, um das Kind zu re-konditionieren. Mir als Aussenstehende bleibt unbeantwortet, ob dieser Vater einen Scheidungskrieg auf dem Buckel seines Kindes ausführt oder ob er einfach nicht weiss, was Transsexualität wirklich bedeutet und was er mit seinem Entgegensteuern für einen Totalschaden produziert. Er ist emotional beteiligt und damit spreche ich ihm auch “achtenswerte Beweggründe” zu – ganz im Gegensatz zu den restlichen Beteiligten.

Wirklich abgründig wird diese Geschichte wenn man erfährt, dass dieser Vater gegenüber dem Jugendamt behauptete, die Mutter würde das Kind “zum Mädchen erziehen” und das Jugendamt war offenbar naiv genug um diesem Schluss unkontrolliert zu folgen. Das Kind wurde vom Jugendamt nie seriös befragt, eine Diagnose wurde nie gestellt, trotzdem erdreistet sich das Jugendamt, der väterlichen Unterstellung zu folgen und will nun das Kind der Mutter entreissen und es zwangsweise in eine psychiatrische Klinik zu sperren – offiziell um einer angeblichen Suizidgefahr vorzubeugen – inoffiziell jedoch mehr um dieses Mädchen psychiatrisch zu brechen – Verhaltenstherapie nennt man diese Hirnwäsche beschönigend.

Wenn ich bedenke, wie schwer es für ein transsexuelles Mädchen ist, zu sein was man ist und wenn ich bedenke, dass dieses mutige Mädel das Glück hat, eine Mutter zu haben, die sie trägt, dann kommt mir das kalte Kotzen beim Gedanken, dass dieses Kind, das wirklich eine Chance hätte, nun vom Jugendamt und von der als Kavallerie aufgebotenen Psychiatrie kaputt therapiert werden soll.

Ich kenne diese Familie nicht und kann mir deshalb noch kein abschliessendes Urteil erlauben. Aber der Bericht der TAZ spricht für sich und die Tatsache, dass ein Jugendamt aus diesen Gründen eine psychiatrische Zwangseinweisung anordnet, entbehrt jeglichem minimalen Verstand. Mehr als das stütze ich mich in meinem “Urteil” auf Inka, die Erfahrung hat in der Betreuung von transsexuellen Menschen und die persönliche Erfahrung im “Transsexuellsein” hat, die über dieses Thema wohl mehr Fachkenntnisse hat als so manche sogenannten Fachleute. Sie bestätigt, dass sie das transsexuelle Mädchen als authentisch erlebte und dass sie eine harmonische Mutter-Kind Beziehung erlebte. Mehr brauche ich nicht zu wissen um zum vorläufigen Urteil zu kommen, dass hier ein paar transphobe Zeitgenossen gerade drauf und dran sind, ein kleines Mädchen komplett kaputt zu machen, nur weil sie erstens keine Ahnung haben womit sie es hier zu tun haben und weil sie zweitens eine indoktrinierende Weltanschauung haben, die sie glauben macht, sie hätten das Recht dazu, über einen anderen Menschen zu bestimmen und diesen anderen Menschen bei Nichtgefallen mit psychiatrischer Hirnwäsche umzuprogrammieren.

Dieser “Fall” macht mich traurig und er macht mich wütend, auf eine Gesellschaft, die wider wissenschaftlichen Erkenntnissen eine binäre Geschlechtsideologie predigt, auf deren Grund alle nicht der gerade postulierten Norm entsprechenden Menschen auf der Strecke bleiben.

Und dieser “Fall” stürzt mich in Verzweiflung, weil ich einmal mehr erlebe, wie Menschen demoliert werden, nur weil sie sind, wie sie sind. Diese “Alexandra” ist mehr als ein Mädchen oder ein vermeintlicher Junge, sie ist mehr als eine Tochter, mehr als eine Schutzbefohlene – sie ist ein fühlendes Individuum, das allein aufgrund ihrer Wesensart psychiatrisiert werden soll, von einer schwarz-weiss denkenden Gesellschaft, die im Zuge ihrer Selbstreinhaltung über Leichen geht. Man möge mir die Deutlichkeit meiner Worte verzeihen, ich bin bei diesem Thema persönlich betroffen, aber mir kommt wirklich das kalte Kotzen ob dieser perversen und sinnentleerten “Zurechtbiegung” eines Wesens.

Zusätzlich beängstigend ist, dass dieser “Fall” – der schlussendlich doch einen Menschen beinhaltet – vermutlich in der Berliner Charietè landet und dass gerade diese Berliner Charieté sich einen Namen damit gemacht hat, dass sie transsexuelle Menschen umzuprogrammieren versucht. Wenn der Sexualmediziner Klaus Beier von der Berliner Charieté beispielsweise sagt: “Wenn wir Kriterien hätten, die uns sicher sagen könnten, dass eine Geschlechtsidentitätsproblematik im Kindesalter später in eine Transsexualität übergeht, wäre die Gabe von pubertätsblockierenden Medikamenten verantwortbar. Diese Kriterien haben wir aber nicht, sodass stets der denkbare Fall zugrunde gelegt werden muss, dass sich das Unbehagen im biologischen Geschlecht im Laufe der weiteren Entwicklung verlieren könnte”, dann demonstriert er damit ein antiquiertes Denken, dass allen Fakten spottet. Die “Geschlechtsidentität” ist nichts, was einfach mal entsteht, vielleicht einfach wieder verschwindet oder mal eben schnell korrigiert werden kann. Die “Gewissheit um das eigene Geschlecht” ist etwas ureigenes, etwas unumstössliches. Wer dieses einem Menschen austreiben möchte, muss ihn umprogrammieren, muss ihn zu globaler Selbstverleugnung verführen. Dass all das mit diesem Mädchen geschehen soll, übersteigt die Grenzen des Erträglichen bei Weitem.

Und NEIN, damit hat sich dieses Thema noch lange nicht erledigt, noch lange nicht, DAZU gibt es noch viel zu sagen, viel anzuprangern – die Zeiten sind vorbei, in denen wir ob all der Menschenrechtsverletzungen schweigen!

Mehr zu diesen Fall
TAZ: Transsexualität im Kindesalter – Wer wollte das rosa Einhorn?
DuoInferale: Sorry, ich muss mich mal kurz übergeben
ATME: Die taz schreibt und ATME schweigt. Eine Geschichte
Inka: Wegen Transsexualität in die Psychiatrie
Inka: Die Politik ist gefordert
Inka: Zwei bewegende Anrufe
Inka: Offener Brief an Klaus Wowereit
Mädchenblog: Am besten in die Geschlossene? „Kinderkrankheit“ Transsexualität.
The Sweet Brain: Nur mal eben Luft raus lassen…!

Mehr über Fremdbestimmung und Verhaltenstherapien bei transsexuellen Kindern
Diana: Verhaltenstherapie bei transsexuellen Kindern?
Diana: Entrechtete Transsexuelle – wer bestimmt das Geschlecht?
Diana: Was bestimmt das Geschlecht – Körper oder Geist?
ATME: Transsexuelle und Intersexuelle – Opfer derselben Ideologie
Mut23: Der Fall Reimer
Mut23: Das Gehirn bestimmt das Geschlecht

UPDATE:
TAZ: MEDIZINERIN ÜBER TRANSSEXUALITÄT “Viele erleben die Pubertät als Qual”

UPDATE:
ATME: Berlin ist kein Einzelfall

UPDATE:
Berliner Zeitung: Im Zweifel gegen das Kind

9 Reaktionen zu “Zwangspsychiatrie gegen 11-jähriges transsexuelles Mädchen”

  1. Andrea

    Ich möchte ja nicht unken, aber es könnte noch deutlich schlimmer sein als du denkst.

    Du hast geschrieben:
    >> … nur weil sie erstens keine
    >>Ahnung haben womit sie es hier zu tun haben
    >>und weil sie zweitens eine indoktrinierende
    >>Weltanschauung haben, die sie glauben macht,
    >>sie hätten das Recht dazu, über einen anderen
    >>Menschen zu bestimmen und diesen anderen
    >>Menschen bei Nichtgefallen mit psychiatrischer
    >>Hirnwäsche umzuprogrammieren.”

    Es könnte z.B. so sein, dass sie ganz genau wissen womit sie es zu tun haben. So wie ich dieser Art Mediziner auch unterstelle, dass sie ganz genau wissen was Homosexualität ist.
    Nur ist ihnen das völlig egal. Oder genauer gesagt, das ist ihnen nicht egal, sondern ein Dorn im Auge.
    Es könnte z.B. so sein, dass sie bestimmte Normvarianten einfach nicht haben wollen.
    Eine Art agressiver Rassismus.
    Was auch immer die Gründe dafür sind, ob sie ein oder zweimal zu tief in die Biebel geguckt haben und glauben die Schöpfungsgeschichte durchsetzen zu müssen, egal was Charles Darwin und die Wahrnehmung der Menschen sagt.
    Vielleicht ist es für diese Menschen auch einfach ein perverses Vergnügen, bei vollem wissen um das Leid, welches sie damit anrichten, dieses Mädchen zu quälen.
    Wer weiß das schon.
    Zugeben wird es von denen keiner.

    By the way … mir hat man das mit 6 Jahren angetan.
    Und mit 12 habe ich, weil ich es nicht ertragen konnte, dass sich der Körper in das absolute Gegenteil meiner Seele gewandelt hat, angefangen mich selbst …

    Aufgrund dieser Folter und unterlassener Hilfeleistung bin ich nur noch Geist.
    Meine einzige Sehnsucht ist, irgendwann wieder erleben zu dürfen, “Geist und Körper” zu sein.
    Meine Existenz und mein Leben nicht nur in meinen geschrieben Worten und Empfindungen zu erleben, sonder auch meine körperliche Anwesenheit erleben zu können.
    Z.B. meine Stimme, statt der eines Mannes zu hören, wenn ich den Mund aufmache.
    Wie soll man körperliche Anwesenheit erleben können, wenn alles was man körperlich erleben kann, das Gegenteil der Seele ist?

    Wenn dieser Artikel dazu führt, dass sich vielleicht noch die eine oder andere findet, die ebenso wie ich mit drei Jahren sagte wer sie ist, und daraufhin von den Eltern verläugnet und von Medizinern zerstört wurde, so würde ich mich gerne mal mit einer austauschen, die wirklich weiß, wovon sie spricht, wenn sie sagt: “Ich weiß wie es dir geht.”

  2. Andrea

    Leider ist das kein Einzelfall, in dem Erwachsene in fundamentaler Weise über das Leben von Kindern entscheiden.
    Kinder werden nach wie vor Häufig als Besitz angesehen.

    Eltern sagen: “Das ist MEIN Kind”

    Und wenn man Glück hat, dann sind das Eltern, die tatsächlich bereit sind, ihrem Kind das Leben zu schenken. In vielen Fällen ist das glatte Gegenteil der fall. Da werden Kindern auf veranlassung der Eltern Wachsumshormone gespritzt, weil die Eltern meinen, dass das Kind so nicht sein soll, sondern entsprechend der anderen in der Familie auch so groß werden soll.
    Wie sieht es aus mit Religionsfreiheit?
    Ich meine damit das frei sein von Religionszwängen, damit man sich irgendwann einmal selbst entscheiden kann, ob man Glauben will oder nicht.
    Religion an sich, kann für einen Menschen ein wunderbarer halt sein.

    Kann

    Ist aber leider nur all zu oft zwang. Und damit meine ich jetzt sicherlich nicht pauschal irgendwelche Muslime. Sondern, oder gerade auch Christen aller Art.
    Ich selbst wurde Getauft ohne gefragt zu werden.
    In einen Religionsunterricht geschickt ohne gefragt zu werden.

    Heute bin ich froh erkannt zu haben, dass man keinen Gott braucht, um sich menschlich zu verhalten.
    Wenn ich mich in die Situation eines hungernden Menschen hinein versetze, dann weiß ich, was sich dieser Mensch wünscht.
    Er wünscht sich etwas zu essen.
    Ein kranker Mensch wünscht sich Hilfe.
    Um das zu erkennen braucht es keinen Gott.

    In die Kirche gehen und Beeten, und dann doch Menschen sterben lassen oder sie aufgrund irgendwelcher Moralvorstellungen die nicht der realen Vielfalt der Natur entsprechen zu foltern, empfinde ich als zu tiefst unmenschlich.

    Es gibt hunderte von Situationen in denen Eltern oder andere Erwachsene über das Leben von Kindern in fundamentaler Weise entscheiden.

    Eine freie Entfaltung der Persönlichkeit sieht anders aus.

    Auch Kinder sind Menschen und sollten Menschenrechte haben!!
    Und die Rechte der Kinder sollten über den egoistischen Ansichten der Eltern stehen, wenn Eltern versuchen das Kind so hin zu biegen, dass die Nachbarn nicht reden.
    Viel zu oft wird dabei ein Kind nicht nur gebogen, sondern zerbrochen. Und die merken es nicht einmal.

    Als man mich zerbrochen hatte, galt ich als Geheilt!
    Endlich ist er “normal”, der Junge! *tränen*

  3. Inka

    Danke, dass Du mit Deinem Blog dazu beiträgst, diese traurige Geschichte weiter zu verbreiten, und danke auch für die ausführlichen Erläuterungen und Links.
    Bei der Beschäftigung mit diesem Fall von eklatanter Menschenrechtsverletzung habe ich einmal mehr festgestellt, dass transsexuelle Kinder völlig schutzlos der Willkür der Behörden ausgeliefert sind. Es wird einfach so getan, als gäbe es gar keine Transsexualität im Kindesalter, als sei das alles nur eine Erfindung überdrehter Mütter. Und man glaubt allen Ernstes, dass man die verwirrten Kinder nur ihren Müttern wegnehmen und ein bisschen therapieren muss, und alles ist wieder gut.
    Da ist noch viel Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit notwendig.
    Liebe Grüße
    Inka

  4. Bettina

    Hier ist eine mail einer Piratin der ag transrecht der piratenpartei deutschland, 1:1 kopiert:

    Zitat:
    Hallo liebe Pirates,
    ich habe soeben mit dem Vorstand des dgti e.V. telefoniert. Sie betreuen Mutter und Tochter schon seit einigen Jahren. Von ihnen habe ich jetzt den aktuellen Stand bekommen:
    Mutter und Anwalt wünschen im Moment KEINE weiteren Aktionen von außen. Und würden sich auch rechtliche Schritte bei nicht abgesprochen Aktionen vorbehalten. Der Anwalt hat jetzt die Möglichkeit zu arbeiten und sie möchten es nicht riskieren, die Behörden durch eine Überflutung zu verärgern. Wenn Hilfe benötigt wird, wird man auf uns zu kommen.
    Daher meine Bitte: Haltet jetzt im Moment bitte die Füße still. So schwer es uns allen fallen mag. Es geht um das Kindeswohl und Mutter und Anwalt werden wissen was sie tun.
    liebe Grüße
    Caro
    zitatende

    viele grüße
    Bettina

  5. Diana

    @Andrea: danke, dass Du Deine Erfahrungen hier mit uns teilst, das ist eine wertvolle Ergänzung zu meinem Beitrag und zeigt, dass dieser Fall alles Andere als ein Einzelfall ist. Mir dreht es echt die Eingeweide wenn ich mir vorstelle, wie sich ein transsexuelles Kind fühlen muss, wenn es in der Psychiatrie zum falschen Geschlecht umkonditioniert wird. Dass so etwas im Jahr 2012 noch möglich ist, ist einfach unerträglich.

    @Inka: Ich habe Dir zu denken, Du warst ja glaub die Erste die sich da eingesetzt hat. Weisst Du mehr, wie der aktuelle Stand ist? Die TAZ hat ja bereits dreimal in Folge über dieses Thema geschrieben, aber was mit “Alexandra” nun los ist, scheint niemand zu wissen. Wichtig ist vorallem, dass wir nicht nur Einzelfälle unterstützen sondern dieses ganze System aushebeln. Solche Geschlechts-Konditionierungen sind Hirnwäsche oder um es etwas emotionaler zu sagen, ich halte das für akademischen Kindsmissbrauch. Hoffen wir und arbeiten dafür, dass dieser Irrsinn irgendwann aufhört.

    @Bettina: danke für den Hinweis. Wobei ich all das was in den Medien und Blogs geschehen ist nicht als “Aktion” verstehe sondern als “Reaktion” auf eine ernsthafte Bedrohung und als Versuch einer indirekten Hilfeleistung. Aber solange wir nicht mehr wissen, was nun weiter dort läuft, kann man auch nicht mehr viel machen.

  6. Kira-Bianca

    Letzte Meldung in dieser Angelegenheit (2 Tage alt):

    Alex und ihre Mutter haben den Kampf gegen das Jugendamt gewonnen. *juhuuu! hüpf! * Das Mädchen bekommt ab sofort alle Unterstützung, die es bezüglich ihrer jetzt auch offiziell diagnostizierten Transidentität/Transsexualität benötigt. Alexandra kann also endlich ihren Weg gehen. :-)

  7. Andrea

    Vielen vielen vielen lieben Dank für diese wunderbare Nachricht, so kurz vor Weihnachten.
    Ich hoffe sehr, dass sich da niemand einen wirklich unschönen Scherz erlaubt.

    Wenn es also der Wahrheit entspricht, so bin ich sehr froh, dass wenigstens dieses Mädchen IHR Leben leben darf. Das Glück, welches man mir versagte.

    An alle Menschen mit Liebe im Herzen … knuddelt was ihr kriegen könnt!

  8. Kira-Bianca

    Hallo Andrea,

    das ist kein Scherz, sondern es ist wirklich alles gut. Wie Du vielleicht gesehen hast, habe ich meine Webseite mit meinem Nick verknüpft. Du kannst gerne dort gucken, denn da habe ich diese tolle Meldung auch veröffentlicht.

    Gruß
    Kira-Bianca

  9. Andrea

    Liebe Kira-Bianca,

    vielen liebe Dank für diese Wundervolle Nachricht! *drüüüüück*

    Ich war nun auf deiner Webseite und habe da auch ein Bild von dir gesehen. Nun weiß ich, dass wir uns seit Jahren kennen.
    Ich habe geweint, als ich von den Freudentränen der Mutter gelesen habe, als sie dir geschrieben hat.
    Ich habe in Berlin eine sehr sehr liebe cissexuelle Freundin, die sich mit mir zusammen auch für Transsexuelle Menschen einsetzt. Wenn die Mutter von Alex damit einverstanden wäre, dann würde ich den Kontakt herstellen.

    Ebenso kann ich der Mutter anbieten, sofern sie dieses möchte, dass sie gerne mit mir telefonieren kann. Ich kann ihr schildern, was ihrer Tochter erspart geblieben ist. Ich könnte sie dafür drücken, dass sie ihrer Tochter so sehr zur Seite Steht. So eine Löwenmutter hatte ich nicht.

    Aber egal … das was passiert ist ist passier … Heute ist Heute … und nur das heute zählt.

    Heute bin ich sehr sehr glücklich.
    Auch meiner Mutter bin ich nicht böse.
    Nicht jede Mutter ist automatisch eine Löwenmutter.
    Und die Zeiten waren damals auch ganz andere.
    Wer weiß, vielleicht hat meine Mutter damals eben so sehr um mich gekämpft wie die Mutter von Alex dieses heute macht. Vielleicht liegt der einzige Unterschied nicht in der Kraft, mit der unsere Mütter für uns gekämpft haben, sondern in der Zeit und in der damals vorherrschenden noch vielfach stärkeren Gegenwehr der Gesellschaft gegenüber solch “perversen subjekten” wie uns.

    Egal ob die Mutter Kontakt mit mir haben möchte oder nicht … drück sie bitte für mich in der wärmsen und liebevollsten Weise, die dir möglich ist.

    Wie gesagt … egal wie schrecklich die Fratze des Lebens mich früher auch in den Arsch gebissen hat … heute lebe ich ein sehr sehr glückliches Leben.
    Mein Mann und ich haben vor ein paar Wochen unseren 10. Hochzeitstag gefeiert.
    *freude*

    Das Glück kommt manchmal etwas spät, aber selten ZU spät. Oft steht das Glück vor der Tür und ist traurig, weil es nicht hereingelassen wird.

    Wenn das Glück an unsere Türen klopft, dann liegt es all zu oft nur an uns selbst, die uns gebotenen Chancen zu ergreifen oder nicht.
    Eine der schmerzhaftesten und am schwersten zu erreichenden Erkenntnisse ist die, sich selbst diesen Umstand einzugestehen.

    An alle Menschen mit Liebe im Herzen … knuddelt was ihr kriegen könnt!

    Liebe Grüße
    Andrea

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