Politically incorrect since 1966

Über mich

Eigenartig
wie das Wort eigenartig es fast als fremdartig hinstellt
eine eigene Art zu haben

(Erich Fried)

Vor über vier Jahrzehnten geboren, mit einem weiblichen Hirn in einem männlichen Restkörper, durchlebte ich vier Jahrzehnte “im falschen Körper”, ein scheinbar nie endender Albtraum als transsexuelle Frau.

Anfang 2009 war der Zenit des Erträglichen erreicht und ich begann, meinem Ich entsprechend zu leben und meinem wahren Geschlecht entsprechend zu sein. Ich durchlief einen zweijährigen Prozess, überwand alle Ängste, ertrug alle Strapazen, durchlebe unglaubliche Hochs und Tiefs – doch bei all dem war ich vom ersten bis zum letzten Tag vorallem eines, glücklich wie nie zuvor in meinem Leben – aller Stigmatisierung zum Trotz.

Im November 2010 kam der letzte Schritt und damit das Ende meiner Transsexualität – die Auflösung der sogenannten Geschlechtsinkongruenz durch die geschlechtsangleichende Operation. Damit endete ein vier jahrzehntelanger Albtraum, es war der letzte Schritt einer Erlösung aus diesem Bann.

Wer Schmetterlinge lachen hört,
der weiß wie Wolken riechen.

(Novalis)

Nun bin ich – ganz unspektakulär – eine ganz normale Frau mit einer etwas aussergewähnlichen Vergangenheit. Ich mag zwar verrückter sein als viele Andere, aber letztendlich eben doch nur eine Frau, die nichts mehr will als sich selbst leben zu können, sich zu entfalten und geliebt zu werden. Meine Wesensart hat sich nicht gross verändert. Ich bin sehr sensibel, Anderen gegenüber sehr einfühlsam, habe einen völlig verblödeten Humor, liebe den Wald uns seine Bewohner über alles und schätze Pflanzen als meine Geschwister.

Eines Tages werden wir offiziell zugeben müssen,
dass das was wir Realität getauft haben,
eine noch grössere Illusion ist, als die Welt des Traumes

(Salvador Dali)

Mein Wesen ist geprägt durch verschiedene kulturelle und religiöse Einflüsse. Gemäss DNA-Test stamme ich väterlicherseits von Wikingern ab, die über Schottland und England hier in der Schweiz gestrandet sind, mütterlicherseits habe ich germanische Wurzeln.

Ansonsten habe ich viel gelesen und einverleibt, sei es die Denkweise indigener Völker, der Umgang mit Pflanzen und Kräutern der weisen Frauen des Mittelalters, die grossen Philosophen der griechischen Antike und viele religiöse Welten, vom Buddhismus bis hin zum jüdischen Rabbi Jeshua, den die christliche Welt Jesus nennt.

Man muss mit dem Herzen sehen,
denn das Herz sieht Dinge,
die dem Auge verborgen bleiben.
(Der Kleine Prinz)

Seit Anfang 2010 bin ich in Juliet, die bekloppteste und süsseste Frau Deutschlands verliebt und seit August 2010 verlobt. Auch wenn wir vorläufig umstandsbedingt noch einige Zeit eine Fernbeziehung führen müssen, so sind wir doch beide so sehr von unserer Liebe überzeugt, dass wir nicht daran zweifeln, dass ich dereinst zu ihr nach Hamburg ziehe.

Nichts ist unmöglich, denen,
die das Unmögliche wagen!

(Diana)

Copyright © 2017 by: A girl called Diana • Template by: BlogPimp Lizenz: Creative Commons BY-NC-SA.